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Was bleibt von einer Welt, die sich selbst vergisst? Ein Mann isst sich selbst, bis nichts mehr übrig ist. Ein Philosoph entdeckt ein Wort, das die Sprache auslöscht. Eine Stadt beginnt, sich selbst zu verschlingen. In einem Café diskutiert jemand mit seinem eigenen Selbstmord, während ein Schriftsteller die letzte Seite der Realität beschreibt. Das Buch der verschwindenden Dinge ist eine Sammlung von zwanzig düsteren, philosophischen Kurzgeschichten, verstörenden Gedichten und fragmentierten Gedanken, die sich wie Risse in der Wirklichkeit anfühlen. Hier gibt es keine Antworten – nur Fragen, die sich in sich selbst auflösen.
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Veröffentlichungsjahr: 2025
Inhaltsverzeichnis
Das Buch der verschwindenden Dinge
Das Buch der verschwindenden Dinge
Die Theorie der Selbstverneinenden Realität
Der Mann, der sich selbst aß
„Das Echo einer Welt, die nicht mehr spricht“
Das Paradoxon des Unsterblichen
„Die Abwesenheit der Dinge“
Die Stadt ohne Himmel
„Das Gewicht von Namen“
Gott ist ein Loch in der Wand
„Die Welt aus zweiter Hand“
Diese Zeilen sind für dich, aber vielleicht sind sie nur für mich.
Der Mann, der die Sprache verlernte
„Die Stille, die übrig bleibt“
Die Nacht, in der die Uhren vergaßen, wie spät es ist
„Das Vergessen und sein Gegenteil“
Das Gespräch mit dem Selbstmord
„Das Ende ist kein Ort“
Die Stadt, die sich selbst aß
„Die Anatomie der Dunkelheit“
Wenn du das liest, bedeutet das, dass du immer noch hier bist.
Die Frau, die alles sah – außer sich selbst
„Die Rückkehr der Dinge, die nie da waren“
Der Himmel war eine Lüge
„Das Ich, das mich vergessen hat“
Der Mann, der aus einer Geschichte floh
„Der Mechanismus des Verschwindens“
Die Hände des Teufels
„Die Uhr ohne Zeit“
Der Junge, der aufhörte, zu existieren
„Das Universum in einem Tropfen“
Ich habe einmal an dich geglaubt.
Die Geburt des letzten Menschen
„Der Gott, der sich selbst vergaß“
Das Haus, das vergaß, ein Haus zu sein
Ich habe vergessen, wofür ich warte.
„Die Anatomie des Nichts“
Der Mann, der wusste, wann er sterben würde – aber nicht, wie
„Der Schatten ohne Körper“
Die Sprache, die tötete
„Das letzte Wort“
Die Zeit begann rückwärts zu laufen
„Der Spiegel, der mich nicht erkannte“
Der Mensch, der sich in eine Idee verwandelte
„Die Zeit, die vergaß, dass sie vergeht“
Die letzte Seite des Universums
Ich werde noch einen Brief schreiben. Und dann noch einen. Und dann nie wieder.
Zwanzig Geschichten und die Überreste einer Realität
Nyx Evernight
„Ich schreibe, weil ich sonst nicht mehr weiß, dass ich existiere.“
Ich habe deinen Namen vergessen.
Oder du hattest nie einen.
Ich weiß nicht mehr,
ob du je geantwortet hast
oder ob ich mir deine Stimme
nur eingebildet habe.
Aber manchmal höre ich etwas,
wenn ich die Augen schließe.
Ein Flüstern? Ein Rauschen?
Oder nur der Wind,
der durch die Risse in der Zeit zieht?
Falls du noch da bist – sag mir etwas.
Falls du je da warst – erinnerst du dich an mich?
Falls ich je da war – wer war ich?
V. Valmont
Einleitung: Die Fragwürdigkeit der Existenz
Es wurde lange angenommen, dass Realität eine stabile Konstante sei – eine Abfolge von Zuständen, die sich zwar verändern, aber nie gänzlich in sich selbst auflösen. Diese Vorstellung basiert jedoch auf der Annahme, dass Existenz eine unerschütterliche Eigenschaft der Dinge ist, dass sie sich durch Zeit und Raum zieht wie ein roter Faden und dass ein Beobachter immer die Gewissheit hat, dass das, was er sieht, tatsächlich ist.
Diese Annahme ist möglicherweise falsch.
Es gibt Hinweise darauf, dass Realität kein beständiges Konstrukt ist, sondern ein sich selbst korrigierender Fehler, eine Kausalitätsschleife, die sich in jedem Moment neu validiert und dabei ihre eigene Vergangenheit überschreibt. Kurz gesagt: Die Welt existiert nur in dem Moment, in dem sie beobachtet wird – und selbst dann ist sie lediglich eine Projektion ihrer eigenen Erinnerung.
Das Prinzip der Selbstverneinung
Die Selbstverneinende Realitätstheorie besagt, dass jede Form von Existenz das Potenzial hat, sich selbst infrage zu stellen – und damit aufzulösen. Sobald ein Objekt, ein Gedanke oder ein Moment in der Zeit zu stark analysiert wird, beginnt es, seine eigene Grundlage zu hinterfragen. Dies führt dazu, dass es sich entweder in seine Einzelteile zerlegt oder sich in ein anderes Konzept transformiert, das weniger anfällig für Beobachtung ist.
Beispiel:
Gedanken, die sich selbst erlöschen: Ein Mensch versucht, sich an ein vergessenes Wort zu erinnern. Je stärker er sich konzentriert, desto weiter entfernt sich das Wort aus seinem Bewusstsein, bis es nur noch eine Leerstelle ist – ein Konzept, das existierte, nun aber nicht mehr greifbar ist.
Orte, die nicht betreten werden können: Es gibt Berichte von Räumen, die immer hinter einer anderen Tür liegen – egal, wie oft man versucht, sie zu erreichen. Dies könnte darauf hinweisen, dass gewisse Orte in der Realität sich selbst auflösen, wenn sie zu direkt in das Bewusstsein eines Beobachters treten.
Die verflüchtigende Vergangenheit: Laut experimentellen Berechnungen existiert jeder vergangene Moment nicht als tatsächliche Erinnerung, sondern als eine nachträgliche Rekonstruktion, die sich mit jeder neuen Sekunde verändert. Das bedeutet, dass die Vergangenheit nie stabil war – sondern sich in Echtzeit neu schreibt.
Das Paradoxon des verschwindenden Beobachters
Eine der gefährlichsten Implikationen der Theorie ist das sogenannte Beobachter-Paradoxon der Realitätserosion:
Die Welt existiert, weil sie beobachtet wird.
Doch wenn die Realität auf Beobachtung basiert, bedeutet dies, dass das Beobachtete sich permanent anpasst, um sich dem Beobachter zu präsentieren.