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Als Papa entdeckt, dass Jan-Arne sein Meerschweinchen King-Kong heimlich mit an die Ostsee genommen hat, wird er so wütend, dass Jan-Arne nichts anderes übrig bleibt, als King-Kong zu verstecken. Liane, das Mädchen vom Campingplatz, hilft ihm dabei. Sie ist zwar kleiner als Jan-Arne und zur Schule kommt sie erst nach den Ferien, aber sie versteht, mit Meerschweinchen umzugehen - und mit Vätern, die Meerschweinchen nicht mögen, erst recht.
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Veröffentlichungsjahr: 2025
Wann geht’s los?
Die wollen ohne mich in den Urlaub fahren? Das kommt ja gar nicht infrage! Dann verstecke ich mich einfach heimlich in Jan-Arnes Reisetasche. Wenn das mal gut geht!
»Nimm das Vieh da weg!«, sagt Papa, als Jan-Arne mit King-Kong zum Abendbrot kommt. »Wenigstens beim Essen will ich meine Ruhe vor dem Schwein haben!«
»Och, Papi!«, sagt Jan-Arne. King-Kong ist sein Meerschweinchen-Weibchen und er hat es noch gar nicht so lange.
Mama findet King-Kong auch schon nett. Sie gibt ihm immer all die alten Salatblätter und Kohlstrünke und Gurkenschalen. Aber Papa, der würde King-Kong am liebsten wieder rausschmeißen.
»Allein in meinem Zimmer langweilt er sich so!«, sagt Jan-Arne. »Er sitzt auch ganz still auf meinem Schoß!«
Und King-Kong sitzt wirklich ganz still in Jan-Arnes hochgerolltem Pullover wie in einem warmen Nest. Nicht mal fiepen tut er.
»Nun ist es aber gut!«, sagt Papa. »Ich habe nichts dagegen gesagt, dass er in deinem Zimmer in seiner Kiste hockt. Ich beschwere mich nicht mal mehr über diesen muffigen Geruch. Und neulich bin ich morgens beim Aufstehen fast auf ihn getreten, und seine Haufen setzt er uns auch überall in die Wohnung. Aber beim Essen hat er nichts zu suchen! Da lasse ich nicht mit mir reden! Überhaupt nicht!«
Jan-Arne guckt Mama an, aber die schüttelt nur stumm den Kopf. Diesmal hilft sie ihm auch nicht.
»Dann eben nicht!«, sagt Jan-Arne böse. »Komm mit, King-Kong! Dann musst du eben einsam und verlassen sein wegen dem ollen Tierquäler!«
Aber das sagt er nur ganz leise, als er schon fast in seinem Zimmer ist. So furchtbar wütend machen will er Papa ja nicht.
Als Jan-Arne in die Küche zurückkommt, sind Mama und Papa schon fast mit dem Essen fertig. So lange hat er in seinem Zimmer noch mit King-Kong gespielt. Sollen sie doch ruhig merken, dass er böse ist.
»Hände waschen!«, sagt Papa. »Du weißt ganz genau, wenn du mit King-Kong gespielt hast und zum Essen kommst …«
»Ja, ja, ja!«, sagt Jan-Arne. »Weiß ich doch.«
Und er geht zum Wasserhahn.
»Dann wird es ja gar nicht so teuer!«, sagt Mama am Tisch zu Papa. »Dann könnten wir ja wirklich fahren!«
»Eben!«, sagt Papa. »Nur die Benzinkosten. Auf dem Platz verpflegen wir uns selbst. Und für den Wagen will Thomas auch so gut wie nichts. Doch, klar, das können wir uns leisten.«
»Was können wir uns leisten?«, fragt Jan-Arne.
Noch länger böse sein lohnt jetzt nicht mehr.
Mama und Papa merken es ja doch nicht.
»Was können wir uns leisten, Papa, sag doch mal!«
»Urlaub machen«, sagt Papa. »Onkel Thomas leiht uns für zwei Wochen seinen Wohnwagen an der Ostsee. Wir fahren gleich, wenn die Ferien anfangen.«