Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Nur Profiteure bevölkern jeweils die kantonalen Preisverleihungen und die nationalen Jubiläumsehrungen mit ihren ausschweifenden Festivitäten, ebenso oft wie die namentliche Erwähnung der Teilnehmer an regionalen Käsewettessen gefordert wird, nur um leichter zu den Gratismahlzeiten zu kommen, die zuweilen, wie gesagt, richtig opulent sein können, weil sie alle vom Staat bezahlt werden, also von uns, denn nie ist der geneigte Durchschnittsmensch so überaus großzügig wie dann, wenn es nicht um sein eigenes Geld geht, wie alle Politiker uns täglich zeigen und praktisch vorleben und natürlich uneigennützig vorgeben.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 412
Veröffentlichungsjahr: 2025
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Nur der nahezu unverständlich gewordenen Klarheit und der unbestreitbaren Schlichtheit der Sprache in all ihren Erscheinungsformen ist es mittlerweile und auch im Nachhinein gesehen rechtlich, vokalistisch und auch astrologisch zu verdanken, dass eine gewisse Verwegenheit in aller Dankbarkeit unter dem blassen Aspekt der Nutznießerschaft nicht einfach erschöpft am Streckenrad, am Kuchenrand oder gar am Beckenrand1 stehenbleibt und überdies überflüssigerweise in aller katatonischen Sprachlosigkeit nur noch Maulaffen feilhält, denn jeder einzelne Ton auf der gesamten Klaviatur des innersprachlichen Ausdrucks, und mag er noch so bescheiden ausfallen, erreicht im ganzen, frisch aufgelegten Konzept der kognitiven und assoziativen Grundsatzlosigkeit mit Leichtigkeit, also spielerisch, aber mit Beharrlichkeit sein ausnahmslos schwer verdientes Ziel, nebst allem Hohn, denn jedes einzelne hörbare und sichtbare, doch unzweideutig fehlbare Benehmen und Verhalten beinhaltet in seinem allertiefsten Erschrecken gleichzeitig seinen eigenen, ausgewachsenen Klon, und jeder einzelne, wirkliche und wahre Sieger unter den begnadeten Trophäenjägern Südostasiens und der assoziativen Genugtuung stellt in seinem ausführlichsten Spektrum einen wahrhaft angemessenen Vitaminmangel dar, solange nur die leichterdings noch viel zu eng gefassten Grenzen der Machbarkeit maßstabgetreu eingehalten werden können.2
Somit ist gleichzeitig für alle Seitenfüßler, Rotschwänzchen, Quastenflosser und Baumläufer im Umkreis von mindestens tausend Metern ausreichend gesorgt, und selbst die berühmten Wiener Sängerkarawanen können in ihren schmucken, schwarzen Seemannskostümen, in engster Zusammenarbeit mit den splitternackten Wiener Würstchen im Glase der sauberen Erkenntnis, zusammen mit den hohlwangigen Frankfurterlis in den plastösen Vakuumverpackungen, den fett gepuderten Berlinern in ihren hübschen Körbchen, den absichtlich nüchtern und karg gehaltenen Hamburgern und den schlank und rank aromatisierten Parisern im Nachttischchen in ihrer schönsten Uniform, nämlich in der glänzenden Aufreißfolie luftdicht und keimfrei verpackt, endlich erleichtert aufatmen.3
Streckenweise ergehen sie sich sogar salopp in nutzvollen Gefälligkeiten, wie der Kenner leise anmerkt, und sie gefallen sich insbesondere in gefälligen Ergebenheitsadressen auf die barocke Art der Partisanen, der Ergomanen und der männlichen Kurtisanen, die vor aller Augen ohne die gepuderten Perücken, die Gehröcke, die Gehstöcke, die Schnallenschuhe und die Kniebundhosen wirklich viel zu peinlich und zu deplatziert wirken würden, so dass man gänzlich unbesehen und gleich auf Anhieb wahrlich leichterdings davon ausgehen kann und vielleicht sogar davon ausgehen muss, dass all die längst vergessenen Einzelheiten und all die bereitstehenden Zirkuszelte die unwiderlegbaren Tatsachen nicht nur einfach schwarmhaft umfangen und umringen, um sie gleich anschließend geistig zu durchdringen und demonstrativ zu zersingen, sondern das gesamte Gelände sogar in seiner makellosen Gesamtheit, in seiner üppigen Fülle und in seiner umfassenden Integrität absolut verschwiegen bleiben lassen müssen und vorwiegend oder gar ausschließlich in ihrem angeborenen Stumpfsinn und typischen Eigensinn stumm verharrend begutachten dürfen, sofern alle mathematischen Gegebenheiten und alle geografischen Tatsachen wirklich und wahrlich gegeben und nicht nur fiktiv oder allenfalls konjunktiv oder gar nur perspektiv und somit ablativ sind.4
Man mag sich deshalb in aller Öffentlichkeit immer leicht überrascht zeigen, doch keinesfalls sollten auch die spärlichen Tageseinnahmen der burgundischen Spitzenklöpplerinnen davon betroffen sein, denn eine Rückkehr zu alten Indefinitpronomen, zu blamablen Wahrnehmungsstörungen und zu erneuten Indezisitäten und lästigen Kalamitäten im gesamten Bereich eines erfolgversprechenden Brunftgeschäfts ist und bleibt deshalb vorderhand ausgeschlossen; darin sind sich alle Teilnehmer der australischen Autorallies und der altindisch inspirierten Orientierungsläufe vorwiegend, also mehrheitlich und vor allem unumgänglich einig und bleiben auf Grund dieser alten Erfahrung in ihren schon längst getroffenen, allerdings nur metaphysisch vorsorglichen Beurteilungen erstaunlich einig und zudem erfreulich aufgeschlossen.
In einigen wenigen Fällen haben sich jedoch die messbaren Abstände der erschreckend ungenauen Prognosen und die vielen geheimen Zeichen der endgültig vermasselten Umstände deutlich verändert und unwiederbringlich verformt, so dass heute leider keinerlei Ausnahmen sowohl im syntaktischen, synagogischen, systematischen, symmetrischen, als auch im synkopischen Aufnahmebereich der einzelnen Satzformen mehr gemacht werden können.5 Über gewisse eher unlautere Vorgaben und ziemlich verschiedenartige, recht zweifelhafte Vorlagen wird aber insbesondere in den ländlichen Schützenvereinen6 und in den regionalen Butterzentralen sowohl der örtlichen, als auch der überregionalen Marketenderstützpunkte noch lange nicht so frei und offen gesprochen, wie es ansonsten allerorten gutes Brauchtum wäre, denn man muss in den meisten Fällen erst mal für eine ausreichend abgesicherte Planungssicherheit vor allem im individuellen Intimbereich, aber auch in der Güllenfülle der lokalen Güllenspeicher der meisten Güllenmeistereien und insbesondere im Vorsorgemaßnahmenumfang der nur noch lokalen Bachforellenbestände, aber auch in der öffentlich finanzierten Wasserversorgung sorgen, und zwar ohne längere Trinkwasserausfälle, biodynamische Rechtfertigungen, toxische Zwischenfälle und zentrale Umlageverfahren, angesichts all der außenstehenden, immerhin aufgeworfenen und innenbeleuchteten Verpflichtungen oder auch nur bei innenstehenden, einheimischen Umgehungspositionisten zu borgen oder zu besorgen.
Diese mehr als nur gründliche Hege, zusammen mit der bedeutend wichtigeren, nämlich der präventiven Pflege, bedarf indes unser aller ungeteilte Aufmerksamkeit in höchstem Maße, das steht längst fest, denn selbst kurzgefasste Mitteilungen im Eilformat würden gerade in solch schwerwiegenden Fällen genau das Gegenteil bewirken,7 und eine erneute Wiedereingliederung in die bereits ausstehenden Kontroversen zwischen den unterschiedlichsten Konservenbulldozern und den zierlichen japanischen Konzertpianistinnen ist und bleibt ausgeschlossen. Sie wirkt im Rahmen der tektilen, taktisch klug totgeschwiegenen, aber strategisch eindeutig tatendurstigen und vor allem tektonisch rückstandfreien Verwerfungen nur noch wie eine blasse Episode unter den nüchternen Erkennungsformen und Ernennungsformen der Erschwinglichkeiten einer spontanen, lebhaften und ungefilterten Flaschenpfandabgabe an die Flaschen oder eine Büchsenrückgabe an die Büchsenmacher und wie eine eindeutige Wegwerfungswilligkeit der Volksverschwender unter den gnadenlosen Unterhosen, der willenlosen Flaschenpfanddosen und der unlauteren Totgeschwiegenen,8 also wie eine eindrückliche Unwegwerfung unter lauter gleichgesinnte und gleichgekleidete Palaveristen, Dentisten, Lageristen und alte Saucenrückständer in alten Schläuchen und alten Bäuchen.9
Alle übrigen Argumente befinden sich längst in den vielen winzig kleinen Hohlräumen zwischen den unterschiedlichsten, oft auch wirren Faktenlagen der diversen Fachkonstruktionen der diversen Häuserfassaden und Häuserfluchten, die überdies ständig auf der Flucht sind und in denen ich jeweils eine Weile gewohnt habe, wo sie in der Regel auch weiterhin und immerdar und voraussichtlich noch bis zum Sankt Nimmerleinstag zu finden sein werden oder gefunden werden können müssten, wenn mich nicht alles täuscht.10
Nicht in diese Betrachtungen mit einbezogen bleiben allerdings die ewigen Nestbeschmutzer, die dreckigen Maulwürfe, die teuflischen Satansbraten und die verrufenen Störenfriede, also die ungebetenen Wortschätzer, die ausdrucksstarken Ablasshändler, die flanierenden Pöbelmassen und vor allem die flanellierenden Lumpenproletarier, und auf eine jede feierliche Absalbung der ungeplanten Abspaltung von vorgefassten Herbiziden und nahezu unvorhersehbaren Hämorrhoïden, ganz besonders in den Kolonien draußen und in den Wüsten drinnen, wird ausnehmend viel Wert gelegt, denn auf eine jede Unterwerfung der Amseln, der Finken, der Meisen11 und der Drosseln im Tageslichtbereich der chemösen und desaströsen Fungizide können selbst die knorrigen Einwohner der verschneiten Bergbewohnerzonen oder die waghalsigsten Einheimischen der ständig verregneten oder verschneiten Flachlandausdehnungen dankend verzichten und gleich anschließend wohlgemut abdanken und auf Nimmerwiedersehn von den leergefegten Parkdecks verschwinden.12
Nur die leicht fragwürdigeren Ausschweifungen der Singvögel und die obsoleten Nachbearbeitungen der örtlichen Weinbergschnecken hegen und bewegen die vielen durchaus lekkeren Konfitüreschnitten im Ausnahme- und Auswahlverfahren der einheimischen Mesopotamier durchaus noch merklich und zudem deutlich erkennbar, wenn auch nicht gleich nachhaltig, ausdrücklich und nachdrücklich genug, nur um allen Anforderungen einer obsoleten Gleichzeitigkeit zu genügen, und es fragt sich allmählich, wie oft die hier wahrhaft geplanten, tiefvioletten Wasseranemonen und grasgrün bemalten Wassermelonen noch bemüht werden müssen und beflissen werden sollen, um einer altgedienten, soliden Backeisenformation oder gar einer etwas bejahrten Brenneisenflugroute oder auch nur unter den rabenschwarzen Kuchenblechen ausreichend vorzubeugen und selbige ausgleichend nachzubewegen, denn nichts kann die texanischen Kettensträflinge in ihrem überaus rabiaten Vorgehen jetzt noch aufhalten; sie haben sich tatsächlich bereits jetzt vorsorglich zu kombativen Backgenossenschaften zusammengeschlossen und erwägen allmählich die feierliche Ernennung und öffentliche Anerkennung der ausgesuchtesten Bleistiftspitzer unter den sehr bescheidenen Kammgarnspinnern, denn direkt hinter ihnen lauern oft die gewieften Konteradmiräle, die saloppen Staatsbediensteten, die eifrigen Briefträger, die eilfertigen Paketzusteller und die ausgebufften Salongeneräle,13 die allesamt ausschließlich in ihre allerschönsten Protz-, Prachts-, Parade-, Stolzier- und Galauniformen mit den vielen buschigbunt schillernden Straußen- und Pfauenfedern gekleidet sind, nur um einen angemessenen Eindruck zu schinden, denn niemand erklärt ihnen, dass dies peinliche Gehabe gar nicht notwendig ist.
Nur die Nachfolger der Nachfolger der altgriechischen Denker, Kümmerer, Kämmerer und Sammler und die Spätnachfolger der schottischen Sottisenproduzenten wehren sich heute noch erfolglos dagegen, und somit kann folgerichtig einer erfreulichen Zusammenführung der blauen Umzugsmänner und Umzugsmänninnen nichts mehr entgegengesetzt werden und gleichzeitig nichts Bewegendes mehr im Wege stehen.14
Wer die Zeichen der Zeit endlich erkannt hat, kauft sich jetzt einen marmorierten Zahnstein oder einen marmorisierten Gugelhopf direkt vom Strandbäcker am Marmarameer, nur weil die Kanonen von Navarone Tag und Nacht hell erleuchtet gegen das tiefblaue Nichts gerichtet sind und gerichtet bleiben, und Anthony Quinn, der eigentlich Antonio Rodolfo Quinn Oaxaca hieß, wahrscheinlich nur noch vergeblich auf die heilige Niederkunft der Conquistadoren mit den Rotoren der Zukunft wartet.
Im schlimmsten Fall müssen die vielfältigen Beweggründe der enttäuschten Bergbewohner leicht abgeändert den neuen Fakten sauber angepasst werden, auch wenn sich auf Griechisch alles dagegen sträubt und auf Türkisch alles dagegen aufstellt, was immer sich aufstellen lässt.15 Nur noch die strenggläubigen und deshalb unerbittlichen römisch-katholischen Katholiken halten sich, zusammen mit den leichtgläubigen Konzertanten und den immer noch äusserst unzuverlässigen Konvexgeschädigten, erfolgreich in schnell fließenden Fließgewässern auf, die bekanntlich allenthalben fließen und gießen und nießen, und wo die kugelrunden Steine auf dem Grunde des Flussbettes16 weiterhin munter klikkernd und klappernd dahinpurzeln und tikkernd dahinrollen, als ob nichts geschehen wäre und als ob sie wirklich nichts aufhalten könnte, was ja in der Tat der geologischen, morphologischen, tektonischen und geografischen Realität entspräche, wenn man es mit der Geografie endlich einmal genau nähme.
Somit ergeben sich auch die quer eingebauten Lamellen der vielen Auffangbecken den unumstößlichen Erkenntnissen einer biologisch und biografisch deutlich lukrativen Wiederaufforstung17 der Skipisten und Skipassagen, nur weil im ausnehmend weitgefassten Bereich der Don Quichoterien und Sancho Pansen keine einzige Strömungsmengenminderung oder Strömungsursachenforschungsrezeption in der allgemeingültigen Gelegenheitsverzögerung zugelassen werden kann, die auch von bloßem Auge erkennbar wäre, denn wenn angeblich alles flösse, wie der alte Grieche sagt, so müsste doch endlich und füglich und nachweislich auch berücksichtigt werden können, dass die optimalsten Fließgeschwindigkeiten der binnenländischen Fließgewässer – nach altgriechischen Berechnungen genau 2’000 an der Zahl,18 – noch lange nicht erlaubt oder einfach wie ein Naturgesetz gegeben sind.
Hand aufs Herz: Nur von Hand lassen sich ja die vielen unterschiedlichen Rektusformen der Rektalen aus den Annalen bemühen und allenfalls nötigen, begradigen, angleichen und bereinigen, weil eine Einheitlichkeit in diesem Bereiche überhaupt nicht gegeben und wahrscheinlich auch gar nicht gefragt ist, denn wenn schon von Effizienz die Rede geht, so muss doch zunächst ein allseitig getragenes Grundvertrauen vorausgesetzt werden können, nicht wahr? Das sieht jeder ein, der heute noch von klarem Verstand ist. Alle andern können einpacken, denn unverstandene Zusammenhänge ergeben nie ein Sinnganzes.
Wir halten fest: Einzig kommunales Flüstern ist in diesem Bereiche noch zugelassen, und es liegt auch gerade an diesem breit angelegten und überdeutlich undeutlich gehaltenenen Flüsterton, dass auch die hufeisenförmigen Fledermäuse ihre großen, segelartigen Ohren neugierig spitzen und dem Liebhaber oder der Liebhaberin auf diese eindeutige Weise ihre Flugbereitschaft anzeigen, ohne dabei in die Einzelheiten über das Wohin und das Woher gehen zu müssen, denn wenn auch noch lange nicht von Recht und Ordnung gesprochen werden kann, so ist doch der weitreichende und weitflächige Abwurf von massenhaften Plüschtieren über den bekannten Welthungerzonen längst vorgesehen und auch bereits voraussehbar, denn niemand ergeht sich unnötigerweise in inkontinenten Ausschweifungen, und niemand unter den vielen Abgeordneten und Ausgelassenen erlöst die gusseisernen Pfannen von ihren extrem schweren Gusseisendeckeln. Aber warum sollte man dies überhaupt tun?19
Alle privaten Unvoreingenommenheiten und alle staatlich vorgeschriebenen Vorsorgemaßnahmen ergeben zusammen noch lange keine effektive Nussschalenformationsbildungsverwerfung, die nicht nur die einarmigen Gauner herausfordern würde, sondern auch die optimalen Zwerghühnerentwürfe zügig notopfern und danach prompt den Autonomen aufpfropfern könnte. Deshalb haben wir gerade in den weitreichenden Baumschulen eine nahezu unerlässliche Unstimmigkeit festgestellt, auf die fast alle Buntspechte, Tafelrunden und Zugpferde mutig zurückgreifen können, falls ihnen der Sinn danach stünde.
Eine einzige Ausnahme bliebe uns vorbehalten, nämlich das Universum selber; in seiner unendlichen Ausdehnung versteckt sich ein weiteres, wahres Geheimnis, auf das noch niemand gekommen ist, denn sowohl die Abfallbeseitiger, als auch die Umstandsregler beziehen sich seitenlang darauf und geben sich dabei erst noch keine einzige, lässliche Blöße. 20 Doch was nicht präzise bezeichnet werden kann, bleibt einfach unerwähnt im Dunkel des Weltalls hängen und in der Unwissenheit des Universums verborgen und weiterhin unbekannt und somit unerwünscht, wahrscheinlich für immer.21 Aber auf diese zweifelhafte Annahme müssen jedoch auch wir selber zurückgreifen können, falls wir uns danach sehnen und folglich auch danach dehnen, sonst bleiben wir einfach stumm an der Oberfläche der Dinge haften und müssen notgedrungen zu billigen Heftpflastern greifen, denn gerade die nutzungsunwilligen Nussknackerhorden und die bodenständigen Wurzelbehandlermassen unter den einheimischen Quacksalbermeuten22 nutzen diese einmalige Gelegenheit gerne, um sich in einer wahrhaft augenfälligen Selbstbesorgung in einer allfälligen, allein moralisch definierten Seelenanlage und in einer eventuellen, venezianischen Flächendekkung durch venezolanische Konkursverwalterinnen allenfalls zügig zu ergehen und um die möglicherweise flächendeckend auftretenden Rücksichtslosigkeiten unter den Ausweglosigkeiten ausnehmend augenfällig zu versinnbildlichen, eindrücklich zu veranschaulichen und allen möglichen Interessierten und Desinteressierten zugänglich machen zu können, denn was nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird auch im Kanton Bern umgehend und nahezu erbarmungslos zu kräftiger Maggiwürze weiterverarbeitet und kann nur noch auf das Eingreifen der gehaltlosen, aber immerhin gewaltlosen Gastlosen und der gebrauchten Unterhosen unter den bewegungsunwilligen Opferstöcken und den teuren Kanalrattengespenstern hoffen, und dies trotz aller elastischen Hüftgürtel mit den eingebauten Wärmekraftwerkreglern.
Doch eine bemerkenswerte Erträglichkeit und eine auch nur annähernd folgenreiche Einträglichkeit ist auch das nicht; zu lange haben die vielfältigsten Kalkulationen und die vielseitigsten Systemeinflüsse über die aufgelaufenen Rotaugen der gerissenen Rosstäuscher auch auf uns eingewirkt, als dass man darin noch eine annehmbare, wenn auch nur persönliche Mitteilung zu finden hätte hoffen dürfen. Einzig die notorischen Wegfahrsperren und die Sollbruchstellen der Kasachen, der Kiebitze und der Kosaken verharren in ihren knapp definierten Einstellungen bis auf weiteres in Lauerstellung, allein in der vagen Hoffnung, immer noch über die nahezu folgenlosen Ausflüsse der verschiedenen Einflüsse auch weiterhin Eingang finden zu können23 oder wenigstens einige wenige nutzbringende Geradeausflüge in die intergalaktischen Spanten der Kanten und auf die verwandten universalen Planken der Flanken zu kriegen – falls dies überhaupt möglich ist.
Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass all die vergeblichen Bemühungen und all die nutzlosen Mühen deshalb wahrscheinlich kaum zu nennenswerten Ergebnissen führen werden; es gibt also keine reelle Hoffnung auf frisch gepflückte Erdnüsse in ausreichenden Mengen, denn auch die grünen Wellensittiche der australischen Steppen haben einsehen müssen, dass ihre Zeit allmählich gekommen ist und die diversen Notgroschen ihrer Großmütter nicht mehr für teure Hirsestängel verschwendet werden dürfen.24 Deshalb überlassen sie die goldenen Käfige am besten gleich den falschen Wellensittichen, also den Wellensittichatrappen, und auch den falschen Wellenbrechern gewähren sie keine nennenswerte Aufmerksamkeit mehr und behelfen sich bestenfalls mit wollenen Kaffeewärmern und leinenen Kniebundhosen, mit gestrickten Kniegelenkwärmern, mit schaumgummiartigen, ergonomisch geformten Ellenbogenschonern und gehäkelten, baumwollenen Fingerbeerenschützern, die sie zudem nachträglich erst noch zu schmucken Einweckgläsern und zu absolut luftdichten Komfortzonen umgestaltet haben.
Dadurch erhalten sie immerhin die Ordnung der Optik und der Phonetik aufrecht, auch wenn die friedlichen Ergebnisse nicht zu den spezifischen Anforderungen passen, noch den übergeordneten Ansprüchen genügen mögen. Einzig die wohlfeilen und überaus ertragreichen Nachtschattengewächse in den seeländischen Gewächshäusern verbergen noch ausreichend Granulat, Ejakulat und Vitaminkonzentrat, um allen Anforderungen der Zeiten zu genügen, so dass die Zukunft fürderhin – wenn auch nur in aller Aussichtslosigkeit und auf Zusehen hin – gesichert ist und hoffentlich gesichert bleibt.25
Eine weitreichende, doch kaum finanzierbare Überschallbefliegung und eine schon heute beinahe ausreichend ausgedünnte Unterschallübertreibung liegen allerdings immer noch in weiter Ferne. Das müssen besonders die Flughunde ernüchtert eingestehen, denn wer immer noch glaubt, er habe den zackigen Kamm der Spitze, den schmalen Grat der Erkenntnis und den schalen Sinn des Gipfels bereits erreicht oder allenfalls den wipfeligen Gipfel des Grates der Gräten erfasst, also gleich den obersten Punkt der kontinentalen Wasserscheiden oder den digitalen Gradmesser der freiwilligen Böswilligkeit als solcher erkannt, sieht sich schnell einmal getäuscht und betrogen und belogen und von niemandem mehr erwogen, ist somit nahezu niemandem mehr gewogen und kann nicht umhin, diese desaströse Haltung als äußerst verwerflich und als viel zu unausgewogen zu bezeichnen, um in der Folge überhaupt einen gewissen Einfluss auf das ganze Geschehen in aller Demut erringen zu können oder erschwindeln zu vermögen, also in aller Verschwiegenheit erbrechen zu müssen und in aller Ergebenheit erringen zu dürfen und dergestalt allenfalls taktisch oder zumindest akustisch zu umfloren, denn allein der Erbringer einer schlechten Nachricht, dieses bedauernswerte Schwein, erringt nicht nur das mühsam Erbrachte und mühselig Erdachte; er verschlingt in der Regel auch noch gleich und unbesehen das Erbrochene dazu, und zwar aus reinem Heißhunger – man kann es kaum glauben.26
Nichts ist einfacher und wohlfeiler27 als eine übertriebene Vorsicht, denn sie kostet nichts, ist aber gleichzeitig durch nichts zu ersetzen, und die heilsame Einsicht naht allmählich einem jeden Zweifler, dass auch die gewissenhaftesten Spitzenklöpplerinnen in Lyon noch lange keine annehmbare Durchfallquote im Durchfall und auch im Durchfallen erreicht haben können. Wer sich somit immer noch nicht auf moderatere Gebietsanforderungen und Revieransprüche einigen kann, muss davon ausgehen, dass die Sperren gleich reihenweise wegfallen und sich somit zu wahrhaftigen Wegfallsperren verwandeln, und auch die geprüften Thermoskannen werden viel mehr Aufwind im Ansatz erlangen, als im ganzen Geschiebe und Getriebe überhaupt jemals vorgesehen war.
Wer also jetzt noch die Flügelgleiter spannt und somit seinen bescheidenen Flugbereich ausweiten will, muss ernsthaft damit rechnen, dass auch die Gehaltsforderungen des Bodenpersonals massiv ansteigen werden, denn das ist nun mal folgerichtig und unausgesprochen die unausweichliche Konsequenz allen Zögerns und Zauderns ob allem Zupfen und Tupfen und Mupfen und Hupfen, ganz besonders im Textilbereich.28
Schon heute gehen deshalb die Tupfer davon aus, dass die Penner und die Flenner mächtig Aufwind haben; sie legen ihre langen Beine auf die Schreibunterlagen und achten sich nicht mehr um das örtliche Geschehen oder um das lokale Treiben. Dabei bleiben sie immerhin freundlich und offen, und man kann ihnen einfach nicht böse sein, denn sie sind und bleiben immerzu ausnehmend inoffensiv, interrogativ, interaktiv, indefinit und im Grossen und Ganzen arglos und gutmütig in ihrer ganzen Art, sogar ausgesprochen willig, zumindest auf ihre Weise, auch wenn ihre schwarzen Zahnstummelreihen eine andere Sprache sprechen und ganz offensichtlich längst hinfällig geworden sind.
Ihre flockig wirren, schwarzen Locken, oft durchwoben und verknotet von und mit allerlei roten und grünen Wollfäden, baumeln stets seitlich herab, statt hoch aufgerichtet wie wachsame Antennen zu verbleiben, und zeigen damit, dass nichts und niemand von ihnen ablassen kann oder auch nur davon abhalten wird, munter die Kaktusfrüchte und die Frankaturen für die Briefmarkensammler zu überprüfen oder zu zerpflücken, auch nicht auf Jamaika der Rastafari.
Es nützt also nichts, wenn selbst die erfahreneren Seemänner darauf bestehen, ihre Schiffe selber zu versenken; es bleibt den englischen Schiffseignern nur noch ihre ergebene Hinfügung ins Unvermeidliche, auch wenn sie davon ausgehen mögen, dass simple Wegelagerungen allein die einzige Zukunft des Hamstergeschlechts und des ganzen Hamstergeschehens sein können und bleiben müssen, dann sei ihnen dieser Glaube tunlichst belassen.29 Einzig eine massive und natürlich völlig ungerechtfertigte Verteuerung von Yoghurt, Naturhonig und Basmatireis könnte sie noch in ihrer ganzen, allerdings bereits reichlich abwegigen Verweigerungshaltung ins Wanken und an den Schranken des übrigen Geschehens ins Schlingern zu bringen und auf den Zubringern der Autobahnen zum Zanken in den Planken zwingen, denn wenn die Zugpferde nicht mehr ziehen wollen, nützt alles Einreden, Bitten, Wohlwollen und Gutreden nichts mehr, wie wir alle wissen, und einige behaupten sogar stur und fest, dass auch eine Peitsche in diesen Fällen nichts mehr helfen würde – gerade in solch eindeutigen, verbalen Fällen von blanker Anmaßung nicht mehr!
Es liegt deshalb einzig und allein im Ermessen eines jeden einzelnen Birnenprüfers, Wasserläufers, Notgroschers und Lauchstengelwäschers, ob er all diesen kühnen Behauptungen überhaupt noch Glauben schenken möchte oder nicht; eine vorweggenommene Festigkeitsprüfung der Gugelhöpfe und der Fasanenbraten ergäbe ja nur äußerst vage Annäherungswerte, die gewiss nicht aussagekräftig genug für allfällige Entscheidungen im Bereiche der üblichen Unterwasserwerte wären.
Wenn wir uns somit nur noch auf fahle und kahle Vermutungen abstützen möchten, dann bliebe uns ein einziger Ausweg offen, nämlich der Ausweg über die Vorzugsmeilen30 der allgemeinen Gleichgültigkeit und der umfassenden Sorglosigkeit. Doch das sagt uns nicht etwa der Glaubensvorbezugsbevollmächtigte selber oder der staatliche Religionsvollzugsbeamte allein; das erläutert uns auch der Glaubensvorbezugsvorweggenommene aller Ausdrucksvorsorgeberechtigung und Seelenheilsbegünstigung, und zwar Auge in Auge.31
Nur ein Sperling auf dem Dach wäre uns somit noch willkommener als eine Fliege im Fliegengitter, denn wir befleißigen uns allemal der klaren Aussprache und der freundschaftlichen Übereinkunft in aller Phonologie und Sprachakustik. Darin sind und bleiben wir in aller Zuverläßigkeit ferm und fromm und frei und fröhlich und frisch und froh wie ein Fisch im Sprudelbad. Eine sprachliche Rückstufung ins Sprachlose einer vergangenen Ausdruckslosigkeit würden wir uns niemals gestatten wollen, noch würden wir uns einer Stummschaltung kampflos ergeben, so wenig wie einer Stummelschwanzschaltung, und der heißgelaufene Dampfkochtopf der Meinungen und Meinungsäußerungen bliebe uns in Wahrheit ferner denn je in seinem ganzen, offensichtlichen Verhalten, Erkalten, Abspalten und Verwalten erhalten.32
Einzig die selten gewordenen Notaufnahmestellen für Regenwürmer und auch für die übrigen Fischköder ergäbe noch einen gewissen Sinn im Geiste aller Unverständlichkeit, wenn auch die Umstände eines gewaltsamen und unumkehrbaren Niederganges nicht mehr allzu ferne lägen. Unsere Haltungen und Einvernahmen zu noch abgelegeneren Meinungen zu allen Fragen der Umklassierung und zu allen Klagen über die Umsortierung, die angeblich die ganze Menschheit bewegen, sind indessen kaum noch gefragt und werden kaum noch genutzt oder wirklich benötigt; sie werden de facto höchstens missbraucht und sind auch nicht mehr erwünscht, um es mal deutlich auszudrücken, denn niemand beschäftigt sich noch mit abgehalfterten Rentnern, zweitklassigen Skirennfahrern und uninspirierten Nonnen, mit einsitzigen Pensionären, rekordverdächtigen Eisenlegern und ausgemusterten Klonen, mit werkseitig wirkungslosen Werktätigen, mit scheibchenweisen Kraftstrotzern und saftlosen Diakonissinnen in ihrer allerletzten Sinnkrise einer devoten Gottesanbetung unter laut psalmierenden Gottesanbeterinnen mit saugfähigen Saugnäpfen, denn der ganze, an sich noble Aufwand würde sich einfach nicht mehr lohnen, und die augenscheinliche Kraftlosigkeit der ehemals kraftstrotzenden Kraftbrühen wäre gewissermaßen auf Dauer vorprogrammiert und somit für immer deklassiert, denn auch die Diabetiker33 unter den Walen und Delphinen melden sich allmählich zu Wort, selbst an Wahlen in New Dehli: Sie ergehen sich in den dunklen Gängen, in den feuchten Gelassen, in den kalten Verliesen und in den düsteren Kerkern der Unbekümmertheit und bedienen sich der makaberen Vepflichtungen und der nekrösen Umstände einer noch nie dagewesenen Morbidität, wenn Sie so wollen, und keine Macht der Welt könnte Franco Morbidelli, den Quartierpenner von Bethlehem, in der Westbank davon abhalten, sich der leckeren, innermexikanischen Maiskrapfen zu bedienen, die zwar gar nicht für ihn gedacht, auch nicht für ihn bestimmt, noch für ihn geeignet sind.34
Und trotzdem beisst er zahnlos, aber herzhaft hinein und lässt sie sich schmecken, denn was er beißen kann, das holt er sich unverfroren aus den Regalen, und zwar ohne jemals zu bezahlen.
Er sollte sich indessen besser darauf konzentrieren, nicht zu schnell zu essen oder zu hastig zu schlucken und somit jede ungeeignete Form von Nahrungsmittelzufuhr und gleichbleibender Ernährungsgewohnheit tapfer und entschieden zurückzuweisen, in Anbetracht seines eigenen Gesundheitszustandes, denn schließlich wissen selbst die Mexikaner ganz genau, was ihnen bekommt, und was nicht. Sie weisen jeweils alle unaufgefordert eine lange, handgeschriebene Liste vor, und erst auf Seite einunddreißig werden wir überhaupt erst erfahren, was für sie noch geeignet ist, und was nicht mehr. Einzig diese einschränkende Annahme einer Ausnahme oder einer bewegenden Aufnahme einer Einnahme ist für sie vorausbestimmt, denn im Himmel kriegen sie eh nur noch Nektar und Manna. Nicht wahr?
Aber über Nektar und Manna haben wir bereits alles gesagt, so wie auch über Parshah und Chabad und was es darüber zu sagen gibt. Auch die Apothekerzeitung, die wohl am meisten überschätzte Publikation überhaupt, hat nicht immer recht, denn die vielen Autoren sind nicht immer zuständig für alles und jedes, denn auch sie sind nicht allwissend. Sie sind, ganz im Gegenteil, geradezu er-schrekkend unwissend. Aber wir äußern uns nicht mehr darüber. 35
Noch stehen wir nicht Wange an Wange in der langen Schlange vor den amtlichen Schaltern, noch ergeben sich für uns Zusammenhänge, noch erwarten wir gefestigte Erfahrungen und präzise Erleuchtungen im Bereiche der persönlichen Ernüchterungen. Doch die wirtschaftlichen Notwendigkeiten häufen sich allmählich und führen zu nahezu unübersehbaren Notständen und bereitwilligen Zuständen einer unbekannten Ergebenheit, auch in der örtlichen Energieversorgung und in der privaten, finanziellen Vorsorge, die viele von uns nahezu verzweifeln lassen und allmählich auch die Massen erfassen, bis auch sie die Kassen nicht mehr auslassen.
Der Staat fordert nämlich neuerdings von allen eine Kassensteuer, anders gesagt, einen Kassenstösseltassensteuerungssteuersatz, rein biblisch gesprochen, was dazu führt, dass sich auf den Abfallhalden der Großstädte bereits Massen von Kassen häufen und türmen und stapeln, denn niemand will eine Kassensteuer entrichten, die unwidersprochen einer weiteren, höchst perfiden und äußerst ungerechten Kopfsteuer entspricht, und seither trinkt man den Tee nur noch aus Gläsern, Glasbläsern und gläsernen Weinkelchen aus Murano.36
Man kann es ruhig noch einmal betonen: Wernicht bei drei auf den Bäumen ist, wird von den wilden Pavianhorden erbarmungslos angegriffen, aufgegriffen, ergriffen und kurzum aufgefressen; darin kennen sie keinen Pardon, machen auch keine Unterscheidung und werden sich einen Dreck darum kümmern, welch schale Ausreden wir in solch krassen Fällen einer allmählich endenden Minimalexistenz noch anzubieten hätten. Selbst das ewige Leben spielt dabei keine Rolle mehr, denn die wichtigste und eindeutig einfachste Grundregel ist eigentlich längst durchschaubar: Wer kein Backpulver mehr in Reserve hat, kriegt auch keinen fluffigen Kuchen mehr hin. Das ist leicht zu verstehen und für alle einfach zu begreifen.
Forscher entdeckten kürzlich eine acht Meter lange Anaconda im Amazonas, und wer wissen möchte, was in ihrem Bauch gefunden wurde, muss sich erst durch mehrere Kilometer Reklameschrott hindurchkämpfen, um anschliessend feststellen zu müssen, dass es völlig vergebliche Müh’ gewesen ist37: Es wird ihm nirgendwo gesagt, was die Forscher im Bauch der Anaconda gefunden haben oder nicht, und die Tiere des Meeres bitten bereits die zufällig herumstehenden Menschen um Nachsicht und um Hilfe. Niemand ist gefeit davor; auch die Wegelagerer legen sich in den Spazierwegen quer und lagern in aller Stille an ihren Ketten um die Wette.
Wer weiterforscht und mehr wissen möchte, hat das Nachsehen, denn es ist gleichzeitig ausgeforscht, und im Gegenwind stehen immer nur die alten Walfangflotten der Schotten und der Hottentotten, und wenn dieser deutliche Hinweis nicht genügen sollte, dann fischen die Fischer nur noch im Trüben, und zwar hüben, wie drüben.
Nur die zugelassenen Eierbecher können sich noch aufrecht halten, weil die Schotten und die Hottentotten ihnen freundlicherweise die Eier stützen und weil die Untertanen der Erbschleicher keine Mühe mehr scheuen, ihren Vorgesetzten zu gefallen. Man nennt dies beschwichtigend Holunderhonig in allen Varianten von Formen und Farben, von Bewegungen und Tonlagen, nur um der Sache endlich gerecht zu werden. 38
Französische Genüsslichkeiten sind dabei gar nicht erst vorgesehen, noch dienlich, und italienische Zweckangaben erreichen den vorgewarnten Adressaten nur in den seltensten Fällen. Besser wäre es, wenn die dunklen, viel wohltuenden Schatten spendenden Korkeichen in den ausgedehnten, unübersichtlichen Korkeichenwäldern der spanischen Korkzapfenproduzenten nicht immer so untertänig dahin- und daherkriechen würden, denn es hat sich längst herumgesprochen, dass die vielen vergessenen Generationen39 von alten Korkeichenrinden und krumm gewachsenen Korkeichenweichen in den lockeren Korkeichenwäldern der zutiefst spanischen Korkzapfenproduzenten mit Hilfskräftemangel nicht immer nur von einem unerschöpflichen Überfluss ausgehen können; sie müssen sich auch im selben Maße der umständlichen Nachforstung, dem drögen Nachsinnen, der aufwändigen Nachbewirtschaftung und dem kräftezehrenden Nachbegehren widmen, sowie dem unausweichlichen Nachbrand, versteht sich. Viel sauberes Trinkwasser ist von Nöten, um alle Bedürfnisse einer ausnehmend trinkfreudigen Bevölkerung decken zu können.
Kurze Pausen sind somit angesagt und werden jeweils sorgfältig eingeplant und meistens auch korrekt eingehalten. 40 Kurze Unterbrüche sind dabei nicht einmal mit einberechnet, und besonders langlebige Zapfenzieherkolonnen aus Agadir und Marrakesch erschweren die komplizierten Vorgänge und Umstände zusätzlich. Doch die Kettenfragen sind ja bereits derart lachhaft banal, dass niemand davon ausgeht, dass die Ketten jemals gesprengt werden sollen, denn eine jede vorhergesehene Kettensprengung ergäbe einfach keinen weitergehenden Sinn mehr. Wohin sollten sich die gesprengten Ketten denn wenden, wenn sie, brutal in Stücke gerissen, wie angenommen, sich kaum noch bewegen könnten und auch nicht mehr nützlich wären, nicht einmal als Alteisen?41
Sollten die Kettenrelikte nur deshalb in der Scheune an einem Nagel zur geflissentlichen Ansicht aufgehängt werden, um die bemühende Symbolik weiterhin zu bemühen, oder ersparen wir uns diese nutzlose Mühe, nämlich die Mühe eines angeblich geordneten Rückzuges, zumal gerade übereilte Rückzüge kaum jemals geordnet sein können, wie jedes Kind weiß. Das Kind an sich rennt einfach davon, und so machen auch wir es alle. Wir sind ja nicht blöd, und jegliche Tapferkeit vor dem Feind liegt uns fern. Wozu auch? Warum sollten wir den Helden spielen? Die einzige reale Möglichkeit besteht tatsächlich in der Anwendung von Tigerbalsam von Doktor Aw Chu Kin, der praktisch für alles Verwendung findet, also nicht der Doktor, sondern sein berühmter, stark nach Kampfer riechender Balsam, selbst für Hautabschürfungen, Mückenstiche und eingewachsene Zehennägel.
Und doch finden wir es allenthalben unerhört, dass Zwergfinken ihre Finken in den Bergen und auch in Bergen, Norwegen, bis zum Auseinanderfallen tragen müssen, während die Lämmergeier ihre Lämmer ohne zu bezahlen einfach mitnehmen dürfen, und viele ausländische Beobachter strömen ungefragt herbei und staunen ob der ganzen, wahrhaft einzigartigen Farbenpracht eines weiteren, volatilen Niederganges. Niemand vermutet jedoch hinter den gelben Finken, die stinken, den ausgemachten Franzosen in den roten Hosen, die tosen, weil allein die Tragweite42 der Elementarisierung der Einzelteilchen der Tragebalken auf den Tragbahren der Sanitäter zu keinerlei erhellenden oder vorschnellen Ergebnissen einer inneren oder innerlichen Erleuchtung führen könnten. Das steht bereits fest.
Trotzdem bestehen die tapferen Alemannen auf ihre soliden Putz- und Polierbürsten, die sie einstmals den jenischen Hausierern abgekauft haben.43 Sie sind immer im Recht, wo immer sie sich befinden, und auch die Langobarden unter den vielen Barden, die sich ständig im Kreise bewegen, stimmen andauernd ihre primitiven Instrumente, als ob sie Angst hätten, selbige bald einmal nicht mehr nutzen zu können, denn gerade sie verstehen sich vorwiegend und hauptsächlich als Künstler an der Musikfront einer ganzen Musikgeschichte mit ihren zahllosen, volkstümlichen Langspielplatten aus Vinyl, Polyester und Polyäthylen, die niemand jemals hören will. Das kann man ihnen nicht verwehren, weil nur die ausgesuchtesten Narkomannen und die bewegendsten Thermalbadewannen, die gepflegtesten Normalnormannen also, sowie die leichtesten Vollmilchkannen und die krümmsten Wettertannen aus Bergen, Norwegen, aufzutreiben sind, also genau dort, wo ursprünglich die Trolle, also die Zwerge herkommen, nicht zu reden von Island, wo selbst die Feen noch lebendig sind und beachtet werden müssen, sowie die überaus trickreichen Fahrprüfungen auf historischen Raumschiffen und anderen abenteuerlichen Flugobjekten, die zu bestehen nicht jedermann gegeben ist und die eigentlich niemand überhaupt jemals bestehen würde.
Das steht bereits jetzt fest und ist vom gesamten historischen Geschehen im Zusammenhang mit dem Aufstieg und dem Fall des Römischen Imperiums und somit der geordneten Kanalisation und dem Untergang der gesamten Christenheit nicht mehr wegzudenken. Alles Übrige wird allmählich von Türstehern, Nasswäschern, Wagenhebern und Löwenbändigern gefressen, wenn Sie verstehen, was damit gemeint ist. 44
Was uns indes nicht mehr als nötig beunruhigen sollte, sind die Amöben und die Arteriosklerosen, die sich gerne mal unter die Ameisen und die Nacktschnecken mischen, denn noch keine einzige Bakterie hat schon mal die Nationalhymne auswendig vorgesungen, keine einzige! Wir verweisen auf die eindrücklichen Zwergformen der patriotischen Zwergfinken, die sich seit jeher geweigert haben, überhaupt jemals einen Fehler einzugestehen, denn Finken begehen, ganz im Gegensatz zu den Meisen, keinerlei Fehler; das ist wissenschaftlich erwiesen, und dies behaupten auch sie selbst von sich selber und über sich selber immer wieder voller Inbrunst und bei aller Vollkornkost.
Sie sind in der Tat nahezu fehlerfrei und bewegen sich ausschließlich im geschützen Umfeld der überkommenen Nationalitätenfragen,45der indiskutablen Grenzverläufe und in den Zonen und Zoten der mehr als fragwürdigen Machtbefugnisse, die immer wieder Anlass zu völlig sinnbefreiten Kriegen geben, zumal sie in den lokalen Versionen von kleinen Fußballvereinen emsig Fußball spielen, und das auch noch im hohen Alter von vierzig oder fünfzig Jahren, mit deutlichen Bauchansätzen, die nicht übersehen werden können, trotz aller Anstrengungen vor allem im Hüftgürtelbereich der Allesfresser und der Mitesser.
Kein einziger Lochfraß wäre dabei eigentlich zu beanstanden, denn ihre Mütter kümmern sich ausschließlich um die Spieler in ihren bunten Trikots mit den großen Nummern hinten drauf und mit den deutlich lesbaren Namen wie «Müller» oder «Meier», und sie schauen, dass es ihnen an nichts gebricht, auch nicht an frischen Brioches46 und Croissants zum Frühstück, und die ausgewählten Auserwählten haben sich kaum noch um die Bemessung der allfälligen Erfordernisse zu kümmern, ganz im Gegenteil: Ihre Mütter stehen in den Küchen und bereiten ihnen gefüllte Artischocken zu, auf die auch wir als ungebetene Zaungäste gewiss nicht verzichten möchten. Nur ausgewiesene Abstandhalter und ihre notgedrungenen Stellvertreter haben infolgedessen noch die Möglichkeit, bereits umgestürzte Wolkenkratzer nachträglich doch noch zu besichtigen, sie allenfalls wieder geradezubiegen und notdürftig wieder aufzurichten und die allfälligen Vorsorgevorkehrungen zu treffen oder zumindest zu begutachten und, wenn nötig, zu beanstanden, nur weil die mehrheitlich amtlich ausgewiesenen Wolkenkratzerüberprüfer und Wolkenkratzerfotografierer, die Wolkenkratzerbesichtiger und Wolkenkratzerbeurteiler oder die gefragten Wolkenkratzerwiederaufrichter allesamt gut ausgebildete, befähigte und vor allem gewählte Richter47 in Sachen Bauwesen sind, die sich praktisch um nichts anderes kümmern, und falls zufällig Anwesende sich an den äußeren Formen stoßen sollten, die zuweilen in der Tat komische Ausarbeitungen von Ausbuchtungen aufweisen oder unübliche Ausformungen an unerwarteten Stellen annehmen, dann kann ganz unverbindlich darauf hingewiesen werden, wieviele unnütze und ungebrauchte Taschentücher voller kalter Bauern in den breiten Schubladen der Allgemeinheit ungenutzt verblieben und dort jämmerlich vertrocknet, verelendet und still und unerkannt verendet sind. Viele von ihnen haben sich mit der Zeit sogar aufgelöst, nur weil die Qualität der bäuerlichen Baumwolltextilien aus Langnau im Emmental eher mittelmäßig war. Wer aber auf ein Wiedererlangen der ungenutzten Taschentücher pocht, auch Nastücher genannt, die in der Regel in großen Schubladen der merkwürdigen Dinge harren, die für sie allenfalls vorgesehen sind, muss sich im Klaren darüber sein, dass gerade in England drüben nicht allzusehr auf Familien- oder Geschlechternamen gepocht wird, denn nirgendwo sind Namen derart Schall und Rauch wie in England; jemand kann dort locker Muller heißen, oder Fuller, wenn er will, aber auch Buller oder Kuller, ganz einerlei, falls dies aus irgendeinem Grund erwünscht ist und überhaupt gewünscht wird: Er ändert einfach seinen Nachnamen. Auf jeden Fall sind auch die Familiennamen – und nicht nur die Vornamen – auch in England nur billige Staffage, also selbst in England, wo doch der ganze Adel bis hinauf zum Hochadel mit all seinen Titeln, Tassen, Tropfen und Tresen und Posamentern ganz unbehelligt kreucht und fleucht und mit ellenlangen Namen geradezu auftrumpft und damit nahezu alles dominiert, und wer nicht gerade darauf besonderen Wert legt, ist selber schuld und kann, rein sozial gesehen, sofort einpakken.
Trotzdem verfügen gerade die Partikularisten unter den Nonkonformisten, den Populisten und den Kompressionisten stets über ausreichend Nasen- und Rachenschleim, um einzig dem Aufkommen von unangenehmem Schnodder auf recht einfache Weise48 Herr werden zu können. Der Schnodder darf dabei allerdings nicht mit dem Chodder verwechselt werden, also mit dem Rachenschleim, was volksetymologisch eine ganz andere Abteilung darstellt und auch ist.
Nur deshalb spricht der Fachmann für den gemeinen Straßenraub, also der Straßenräuber an sich, vorwiegend von «Schnodder oder Chodder», also entweder von Schnodder, oder von Chodder, je nachdem, welch’ Urspungs selbiger ist, nur um die sachlich korrekte Unterscheidung von Nasenschleim und Rachenschleim dem Gegenüber deutlich zu machen, und fragt dazu, meist unter Faustfeuerwaffenandrohung und drohendem Faustfeuerwaffeneinsatz ganz scheinheilig, wie unbeteiligt und wie nebenbei: «Schnodder oder Chodder?»49, kurz bevor er allenfalls abdrückt. So lautet die Regel dieses kurzweiligen Spiels des gemeinen Straßenraubes. Man muss sich anpassen und einfügen, sonst ist man schnell verloren und vergessen.
Das ist indes äußerst problematisch, wie wir uns gut vorstellen können, denn alsobald liegt das beklagenswerte Opfer lang ausgestreckt am Boden, und da nützt in der Regel jede korrekte Seitenlagerung, jede noch so anmutige Mund-zu-Mund-Beatmung und auch jede gut gemeinte Herz- und Kreislaufmassage nichts mehr. Der Fall ist zu schnell gelaufen, der Film ist zu schnell am Ende angekommen, die Vorstellung ist im Nu vorbei, das Ei ist prompt gelegt, die Rollläden sind sauber geschlossen und das Suppenhuhn ist bereits gegessen, noch bevor das Ei gelegt ist, sagt man. Man äußert sich in der Tat nicht weiter dazu, denn es fällt den Leuten in Überlingen am Bodensee und auch anderswo üblicherweise nichts mehr dazu ein; man kann sogar locker davon ausgehen, dass ihnen überhaupt nichts mehr einfallen wird.
Die Lage50 bleibt allerdings reichlich konfus, und sie ist auch noch unübersichtlich dazu, ob wir wollen, oder nicht. Wir sind nicht auf lebensrettende Maßnahmen vorbereitet, und gewöhnliche Eierkneter spucken den Chodder einfach nur aus, meist unauffällig zur Seite hin, und den Schnodder ziehen sie oft bequem die Nase hoch, wenn niemand dabei ist und ihnen dabei zuschaut, und schlucken ihn anschließend schnell hinunter, aber als Schnodder, nicht als Chodder, derweil sie auf das allfällige, allgemeine und verständliche Missfallen der Umstehenden warten, denn es gehört sich einfach nicht, den Schnodder erst dröhnend durch die Nasenlöcher hochzuziehen, um ihn dann auch noch lauthals hinunterzuschlucken.
Sowas missfällt allen Müttern, die sich als einzige darum kümmern, und sie weisen in der Regel auch noch viele Jahre nach ihrem Ableben ihre uninteressierten Kinder darauf hin, dass doch gefälligst die frischen Taschentücher zu benutzen seien, die sie ihnen täglich bereit legen, denn die seien ja dafür gemacht, extra dafür und nur dafür und für nichts anderes sonst, insbesondere nicht fürs Schuheputzen.51 Wozu sonst stecken wir am Morgen das sauber gefaltete Taschentuch überhaupt ein? Wenn wir indessen, angesichts des folgenden Dilemmas, all den Schnodder in den Taschentüchern berücksichtigen würden, verfielen wir einesteils und einerseits in einen unerwarteten Schockzustand, in eine andauernde Körpererstarrung mit gleich anschließender, geistiger Gefühlslähmung, also in eine ausgewachsene Katatonie, schlimmstenfalls bis hin zur definitiven Umnachtung, andernteils in hektische Umtriebigkeit mit bindender Körperüberbelastung, die womöglich allen Umstehenden auf den Keks ginge, und nur deshalb versuchen wir jeweils halbherzig und reichlich unlustig noch heute, den strengen Anweisungen unserer Mütter Folge zu leisten, meist gegen unseren erklärten Willen, gegen all unsere Anweisungen und gegen unsere tiefsten und individuellsten Überzeugungen.
Was nun tun? Was jetzt entscheiden? Was jetzt machen, falls wir überhaupt noch etwas unternehmen wollen in einem solchen Fall von eindeutig und klar vorliegenden Vorbildern52 wie Prince Charles?53
Aber das griechische Dilemma ist bereits ungefragt geschehen; es ist da, das altpersische Paradoxon, es steht im vollen Tageslicht perfekt ausgeleuchtet im gleißenden Scheinwerfergeschehen, das altägyptische Axiom. Es wird hell erbleichen und gleich anschließend vor Schreck erblassen, kurz, wir erzittern umgehend vor diesem inneren Konflikt und seiner immensen und unbegreiflichen Tragweite, denn frischer Schnodder im Taschentuch lässt uns erflimmern und erklimmern, lässt uns erwimmern, erschimmern, erzimmern und erschlimmern, wenn nicht gar erblassen, entrinnen und hintersinnen und somit zu Ader lassen,54 denn kein einziger Hochgebirgsfalke und keine einzige Tieflandweihe würde sich jemals dazu hergeben und sich dafür folgenlos hingeben oder sich darob gleichsam folgenreich hinreißen lassen, die vielgepriesenen Fähigkeiten der mitteleuropäischen Taschentücher zu bezweifeln, weil auch ein angemessener Erfahrungsreichtum und eine besitzergreifende Unschuld nicht einmal annähernd ausreichen würden, die Besitzstände der Besitztümer der Besitzlosen korrekt zu definieren, anstandslos zu garantieren, umsichtig zu gratinieren und sauber und glatt zu filetieren.
Haben Sie es erraten oder selber gefunden? Im Verbum «definieren», also «begrifflich bestimmen», eigentlich «abgrenzen», «auslegen», «deuten» oder «interpretieren», stecken eindeutig die Nieren. Das nur nebenbei. Nieren spielen dabei immer eine Rolle, sei es im Körper, in der Fleischverarbeitung oder direkt auf dem Teller, doch eine annehmbar saubere Sache ist auch das nicht; allzu viele Zweifel55 bemächtigen sich unser, und zwar in Sekundenbruchteilen.56 Aber dadurch lassen wir uns gewiss nicht täuschen; die Nebennierenrinde genießen wir in ihrem Jus.
Ganz im Gegenteil: Die vielen Notstromgruppenübungen würden sich erschrocken um die kleinen, benzinbetriebenen Notstromaggregate der Notstromer und Notstromerinnen gruppieren, und die Tieflader hätten viel zuviel mit dem anstrengenden Auslasten und Ausmessen der Ampères und Voltagen und mit dem mühseligen Ausladen und Abladen und Stapeln der recht unübersichtlichen, doch nahezu keimfreien und unverkennbaren Mangelerscheinungen zu tun. Wir sprechen ja nicht aus Erfahrung; wir stützen uns einzig auf die prekären Erkenntnisse der kanadischen Lastwagenfahrer auf ihren endlos langen Eisstraßen, wenn sie während der rasenden Fahrt pinkeln müssen.
Im Übrigen verfügen wir über keinerlei helleseherische Fähigkeiten, damit auch das klar ist und klar bleibt, auch wenn wir uns kaum jemals ums Klarstellen bemühen und darum reißen würden. Wozu auch? Könnten sich die Borkenkäfer damit überhaupt jemals abfinden? Könnten sich die Maikäfer, die Kartoffelkäfer oder die Mistkäfer damit jemals zufriedengeben? Die Pillendreher? Wohl kaum, nicht einmal die Goldrandigen, die Bakkelitverwerter, die Philatelisten, die Weißwandreifen, die Sitzpinkler, die Stündeler, die gemeinen Schuhabtreter und die kleinen Pfadfinder könnten das.
Die Meinungen sind und bleiben heute noch geteilt und ebenso ungeheilt wie unverteilt, und trotz widersprüchlichen Umfragewerten ergeben diese blanken Meinungen, 57 provokativen Maßnahmen, freundlichen Morgengrüße und schroffen Mahnungen keinen einheitlichen Sinn mehr. Sie sind über alle Maßen geteilt und haben eindeutig einen schizophrenen Zug an sich, so dass bei Weitem und auch seit Langem kein vernünftiger Überblick mehr möglich wäre, zumal ich ein Anhänger der klassischen Literatur bin. Ich weiß, dass es hier und anderswo keine Alternative dazu gibt, weil das Proletariat nirgendwo wirklich zählt, vor allem in der Kunst und in der Literatur nicht. Sind die kleinen, bunten Korallenfischchen daran schuld? Am Großen Barrierriff haben zwar die Schlauchbootbesatzungen keinen direkten oder zwingenden Zusammenhang mit den wahrhaft bestürzenden Mutmaßungen vor allem der französischen Auslandredaktoren58 feststellen können, und die freiwilligen Taucher aus Polynesien tauchen vergebens nach Eierschwämmen, Katasterbeamten, Kastanienkolonien, unverbrauchten Fahrkarten und spontanen Stockentenansammlungen; sie finden dort unten in diesen wahrhaft vielfältigen und vielfarbigen Unterwasserwelten lediglich längst vergessene und langsam zerfallende Schiffswracks von gescheiterten englischen Rohstoff- und Raubkunstexpeditionen und von den langen, chinesischen Keramiktransportern wieder, die es damals nicht geschafft hatten.59
Die burmesischen Astronomen berechnen die Flugbahnen der burmesischen Gestirne und der burmesischen Eisenpfannen überaus korrekt, bleiben aber absolut wirkungslos, wie es auch die ebenso wirkungslosen Auswirkungen auf die zusätzlichen Wahlverwandtschaften der nahenden Anverwandtschaften der burmesischen Antennenfischchen und ihren zugezogenen Televisionen sind. Es bleibt den australischen Pfadfindern also nur noch die enttäuschende Einsicht, dass Großraumdiscos und Flachlandmedusen kaum in ein- und denselben Topf geworfen werden können, ohne die Diözesen einseitig zu schrammen, um mit den katholischen Konservatorien im Mekongdelta anzubandeln.
Doch kurze Kaffeepausen zwischen den langen Arbeitspausen mögen in der Tat für kurze Zeit für Entspannung sorgen und allenfalls auch auf rettende Abhilfe hinführen, so dass zumindest durchgeatmet und an den krätzigsten Stellen über einige Zeit gekratzt werden kann und darf. Längerfristigere Aufforderungen bleiben dabei trotzdem nahezu wirkungslos und im Übrigen völlig ungenutzt, denn kein einziges Baumhaus hätte sich jemals derart furchtlos auf die Äste hinausgewagt und, zusammen mit den Flughunden, sorglos auf die grünen Zweige hinaus gelassen.
Kein einziger heute längst historisch gewordener Dorfschmied60 hätte sich jemals freiwillig zur Verfügung gestellt, die gebrauchten Heftpflaster einzusammeln und eilfertig einzuschmelzen, um daraus neue Flaschenhalsverschlusssachen auch im binären Vollzugsgeschehen herstellen zu können, die endlich eine bessere Versorgung der Bevölkerung im gesamten Flaschenhaushalt und auch im ausgedehnten Gartenbereich gewährleistet hätten. Damit hätten uns zumindest die Auseinandersetzungen mit den Pelikanen und den Tukumanen erspart bleiben können.61
Wenn wir uns also nach den inneren Ursachen der Störungen in den Flachpressen und der Kompressen unter den Komparsen und den Konditoren erkundigen, verfallen die viel zu knapp bemessenen Fristen jeweils auf der Stelle, und die landwirtschaftlichen Bewirtschaftungen mit ihren willigen Beihilfen und Beiständen werden allesamt hinfällig und unfreiwillig zum Widerruf genötigt. Somit kann den vielen Grobmotorikern unter den Banausen mit all ihren Flausen niemand wirklich zuvorkommen, und die unzähligen einseitigen Maßnahmen62 bleiben in jedem Falle absolut wirkungslos, denn was nützen ihnen die staatlichen Vorsorgen, so fragen sie sich allmählich konsterniert, kompostiert und dekonstruiert, wenn deren zweifelhafte Auswirkungen bislang unerforscht und nahezu unerklärbar geblieben sind?
Nur die schnelllebigsten Glockentöne und die hochbrisantesten Trauergemeinden verweisen noch auf die Kurzsichtigkeit von allfälligen Erfassungsfragen, von reichlich undurchsichtigen Erlebnisformen, von völlig unerwünschten Zusatzergebnissen und von nahezu endlosen Lockerungsübungen, weil allein die Gesamtsummen der materiellen Verluste unter den nur arteriell und konventionell beglaubigten Verkrustungen längst über jedes denkbare Vorstellungsvermögen hinausgehen, kurz, der ehemals problemlose Absatz von Fiberglas und Sesam stockt allmählich und wird unerwartet zu Süßkartoffelstock verarbeitet,63 und dies immer deutlicher, überraschender und auch deutlich unübersehbarer.
Während zum Beispiel der Kartoffelstock selber, also der Urkartoffelstock schlechthin oder der genuine Kartoffelbrei, wenn Sie so wollen, mit all seinen Stauseen, Staumauern, Brücken und Schleusen weltweit auffallend deutlich nachstockt und unmissverständlich im Trüben verhockt und aus reinem Ärger zu unbedachten Mutwilligkeiten verlockt, muss dem bernischen Kartoffelstock immerhin eine gewisse Überlebenschance zugestanden werden, denn auch jeder Miststock stolpert und stottert unaufhaltsam vor sich hin, so wie selbst der norwegische Stockfisch an und für sich ganz grundsätzlich zu stocken pflegt, wenn er an der gesunden, kalten Meeresluft trocknet.
Baccalau!64 rufen die Kenner, die Könner, die Nahrungsmittelkonzerne und die portugiesischen Genießer sofort, und auch der zweite Stock von allen vier oder fünf Stockwerken bleibt nicht unbefangen und unberührt von alledem, denn immer und überall, wo es heute noch um «Stock» geht, sei es nun «Stockfisch», «Stockschlag», «Stockente», «Stockhorn» oder sogar «Stockalperpalast», wäre jede anderslautende Meinung auf der Stelle unausgegoren, unausgewogen und in ihrem Kern grundsätzlich gegenteilig, also kontraproduktiv und in ihrer ganzen Veranlagung, Verwendung, Veranschaulichung und auch Verdinglichung extrem widersprüchlich und widersinnig dazu. So weit kann es gehen! So weit kann es kommen! So weit muss es gedeihen!
Der Unterschied zwischen Meer und Mehr ist zwar klein, zugegeben, und zu hören ist kein Unterschied. Wenn es also ums Meer geht, bzw. ums Mehr oder sogar um mehr Meer, also um mehr als üblich, wie der Binnenholländer sagt, dann müssen wir geduldig in der Rateposition verharren, dazu ausgedehnte Warteschleifen fliegen und ergeben der Dinge harren, die da kommen wollen oder kommen sollen. Mehr ist nicht zu machen, und sollte es um mehr gehen als nur um Meer, Schweiß und Tränen, also um Morcheln, Jodeln und Hodler, der allerdings historisch gesehen nichts mit Hoden zu tun hat, wie man vielleicht, nur oberflächlich gesehen, meinen könnte, obschon er Hodler65 heißt, von dem man annimmt, dass er mit Hoden hodelt oder zumindest den Hühnern die Eier ausnimmt, dann glauben die gläubigen Gottesanbeter unter den anwesenden Meerschweinchen nämlich immer an lauter reine Mehrheiten, blanke Meeresmärchen, düstere Meeresungeheuer, durchsichtige Mehrheitserfahrungen und, vor allem andern, an klare Mehrheitsverhältnisse unter den Meeresungeheuern, also unter den vielfältig abgestuften Arten von Meeresbewohnern. Mehr liegt da wirklich nicht drin, auch nicht im Meer, auch nicht am Meer, und den Rest überlassen wir getrost den Lexika.
Auch an den schaurigsten Tatorten der Welt kriegen wir nur dreißig Prozent Rabatt, erklären alle Gauner einhellig und hellsichtig, denn alles ist nur ein großer Bluff, behaupten auch die Kosmonauten unter den Fahrkartenkontrolleuren in den Raumfähren. Sie haben den Überblick; sie sehen die Erde tatsächlich als Kugel, und nicht als Scheibe; sie müssten also, vielleicht als einzige, einigermaßen Bescheid wissen. Aber man weiß es immer noch nicht genau, denn die Meinungen unter den Quallen, den Quellen und den Quarken gehen immer noch stark auseinander. Kugel oder Scheibe; das ist hier die Frage.
Doch was sind eigentlich Aphthen, und wie werden wir sie wieder los?66 Sind es wirklich nur griechische Götterkinder, die im Elysium herumtollen, oder sind es doch richtige Halbgötter in echten Halbgöttertrikots mit den entsprechenden, deutlich lesbaren Reklameaufschriften wie Grana Padano oder Caffè latte? Einige sprechen sogar von Pickeln, doch da hilft wahrhaftig alles Pickeln nichts, ganz im Gegenteil, denn Pickel sind hier völlig fehl am Platze: Sie machen alles nur noch schlimmer, und die unschönen Blessuren bleiben über Jahre hinweg als schlecht verheilte Wunden übrig, derweil die gebliebenen Soldaten vor den Kameras gnadenlos auspacken: Alles sei nur ein großer Bluff, behaupten auch sie, und selbst die wenigen weißen Einhörner schmoren in der Hölle, während die feuerspeienden Drachen eigentlich viel zu locker gehalten werden; nirgendwo sei eine starke Hand eines starken Hundes oder das starke Gebiss eines starken Triceratops erkennbar, behaupten sie einhellig und wie abgesprochen.
Das müsse sich ändern, sagen sich auch die Astronomen unter den Allergikern und den Nostalgikern entschieden, und ihren forcierten Stimmlagen ist deutlich anzumerken, dass sie es ernst meinen. 67 Des ungeachtet stören uns laute Stimmen; sie versetzen uns schnell mal in eine gewisse Unruhe, denn wir vermuten hinter zu lauten Stimmen immer völlig zu Recht unlautere Absichten von unlauteren Personen.68
Nun, die Tiere bitten in der Regel die Menschen nie um Hilfe, denn das alte Haus in Rocky-Tocky sei nur eine in allen Belangen bewährte Zentrale der außerirdischen, endemischen und intergalaktischen Haus- und Wildtierforschung, erklären sie uns entschuldigend, denn sobald sie ihres Lebens nicht mehr sicher seien, sagen uns die Froschmänner zwischen zwei tiefen Tauchgängen, dann sei das ein mehr als deutliches Signal.
Doch auch ein neugieriger Affe findet auf einem Baum eine versteckte Kamera, und jetzt eskaliert die an sich bereits labile Lage, während eine kleine Rentierherde eine ganze Familie in ihrem popeligen Auto aufhält und Spaniens Königspaar die Opfer noch in ihren Eierschalen antrifft.69 Auch die grössten Kettenhunde und die mächtigsten Schlachterhunde der Welt kennen auch in ihren wildesten Wutanfällen keine Versandkosten mehr, und die Antarktis ist gewiss nicht mehr das, was uns darüber einstmals gesagt worden ist. Die Schlammlawinen in Peru werden ständig von fliegenden Anemonen überflogen, doch wie einfach kommt man an die lauernden Krokodile heran, ohne sich zu blamieren? Besonders die schlauen Rechnungssteller überbieten sich heute in wahrhaft hemmungslosen Maßlosigkeiten und bodenlosen Frechheiten, so dass man wirklich ständig auf der Hut sein muss, um nicht immerfort hereingelegt und anschließend tüchtig ausgenutzt und faktenreich abgeschlachtet zu werden, denn die tapferen Kämpfer der sechsten Generation kommen immer wieder strahlend daher, meist mitten auf der Straße gehend,70 denn mit diesem billigen Trick bekommt man sein Hörgerät kostenlos zurück, auch seine Gehhilfen, Brillen, Dachdecker und Sockenhalter, 71 derweil sich die Sexualtriebtäter weiterhin untereinander um Schuld und Sühne streiten.
Ihre bedauernswerten Opfer befinden sich längst in Sicherheit, denn kein einziger mieser Gag oder fieser Trick ist ihnen zu billig und zu schlecht, um ihren fadenscheinigen Rechtfertigungen Nachdruck zu verleihen. Allein deshalb sprechen sie möglichst undeutlich und unverständlich, die Scheißgofen; sie wollen gar nicht, dass man sie verstehe, denn verstanden zu werden ist nicht ihre oberste Priorität, wie man sagt.