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Eine lustiges Ferienabenteuer für Jungen und Mädchen ab 9 Jahren Diese fröhliche Sommergeschichte der Erfolgsautorin Sarah Welk ist das perfekte Lesefutter für Kinder ab der 3. Klasse zum Selberlesen und zum Vorlesen für die Kleineren. Sommer, Badespaß und der coolste Opa der Welt Weil Jonas' Eltern arbeiten müssen, dürfen er und seine Schwester Marie mit Opa Franz nach Italien in Urlaub fahren. Schule ade! Sommer, Sonne, Freiheit, hurra! Doch als Opas alter VW-Bus schon nach wenigen Kilometern an einem Baggersee den Geist aufgibt, sieht es schlecht aus mit Pizza, Pasta und Gelati. Zum Glück kann Opa Franz nichts aus der Ruhe bringen, er hat immer die tollsten Ideen. Und aus einer Autopanne wird für Jonas und Marie ganz unerwartet der beste Sommer aller Zeiten! Mit Herz und Humor: Lustige Feriengeschichte mit Tiefgang Lesen macht Freude: Das ideale Geschenk für Kinder ab der 3. Klasse Aufgelockerter Text: Mit vielen lustigen Zeichnungen von Alexander von Knorre Noch mehr Lesespaß: Kurze Kapitel und leicht lesbare Schrift Extra-Motivation: Zu diesem Buch gibt es ein Quiz bei Antolin Ein humorvolles und warmherziges Kinderbuch über Familie, Freundschaft und die Kunst, aus allem das Beste zu machen – als praktische Klappenbroschur!
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Veröffentlichungsjahr: 2018
Vollständige eBook-Ausgabe der Hardcoverausgabe München 2018
© 2018 arsEdition GmbH, Friedrichstraße 9, 80801 München
Alle Rechte vorbehalten
Text: Sarah Welk
Cover und Innenillustrationen: Alexander von Knorre
Lektorat: Ulrike Hübner
Dieses Werk wurde vermittelt durch die Autoren- und Projektagentur Gerd F. Rumler, München
ISBN eBook 978-3-8458-2706-3
ISBN Printausgabe 978-3-8458-2195-5
www.arsedition.de
Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung können zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden.
Für Mila, Martha und Mats
Cover
Titel
Impressum
Widmung
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Die Autorin
Der Illustrator
Weitere Titel
Leseprobe zu "Hamstersaurus Rex"
Ich knalle die Bustür hinter mir zu und bin froh. Ich bin so froh, dass ich mit dem Po auf dem Sitz hüpfe wie ein Verrückter und damit gar nicht mehr aufhören kann. Eigentlich machen so was natürlich nur Kleinkinder und ich bin schon elf. Aber jetzt gerade ist mir das ganz egal und überhaupt kein bisschen peinlich. Weil es nämlich nur Opa sieht, und dem ist es schnurz. Und meine Schwester, aber die ist mir schnurz.
Opa kurbelt mit der linken Hand das Fahrerfenster nach unten und gleichzeitig wühlt er mit der rechten auf dem Armaturenbrett herum. Da liegen Zigarettenblättchen, Tabakkrümel, eine Rolle verrosteter Draht und ein Gummiband. In Rosa. Als Opa das findet, wirft er seine langen Haare nach hinten und bindet sie zu einem grauen Vogelnest oben auf seinem Kopf zusammen.
»Opa«, sage ich. »Das sieht scheiße aus.«
Dabei winke ich nach draußen und lächle. Da stehen nämlich Mama und Papa. Mein Fenster ist so verrostet, dass es nicht mehr aufgeht. Das passt gerade ziemlich gut, weil Mama nämlich nicht will, dass ich »scheiße« sage.
»Im Ernst jetzt?«, fragt Opa, legt die Stirn in Falten und dreht die Augen nach oben, so als wollte er sich selber auf den Kopf gucken. Dann zieht er den Gummi wieder heraus und bindet sich einen ganz normalen Pferdeschwanz.
»Besser?«, fragt er und grinst.
»Bisschen«, antworte ich.
Ich kenne keinen anderen Opa, der lange Haare hat. Bei meinem liegt es daran, dass er Hippie ist. Mama sagt, Hippie sein bedeutet, dass man nicht so gerne aufräumt. Opa sagt, das heißt, dass man immer macht, was man will. Ich finde eigentlich beides super.
Marie kriegt mal wieder nichts mit, sie winkt stattdessen wie verrückt und wirft Mama und Papa ständig Kusshände durch das Busfenster zu. Dass die schon neun ist, glaubt auch kein Mensch.
Opa dreht sich zur Seite und lässt den Arm aus dem Fenster hängen. »Che, Julia – viel Spaß, so ohne Kinder!«, sagt er zu Mama und Papa.
Ich vergesse immer, dass Papa in Wahrheit »Che« heißt. Das ist wirklich ein richtiger Idiotenname, finde ich. Keine Ahnung, warum Opa den schön fand, als Papa geboren wurde. Außer Opa nennt ihn jetzt aber auch keiner mehr so, alle anderen sagen Jens.
Papa verdreht die Augen.
»Lass mal gut sein, Vati«, antwortet er.
Opa findet es eigentlich besser, wenn Papa »Franz« zu ihm sagt.
Aber jetzt tut er so, als hätte er das gar nicht gehört, und grinst. Ich glaube, Papa ist wirklich froh, dass Opa mit uns in Urlaub fährt. Eigentlich sollten wir mit ihm und Mama nach Teneriffa fliegen, doch dann haben die beiden einen Riesenauftrag gekriegt und müssen deshalb die ganzen Ferien durcharbeiten. Aber ich finde das gar nicht so schlimm. Ich finde Opa nämlich eigentlich noch besser als Teneriffa.
Papa hebt die Hand und winkt.
»Pass gut auf die beiden auf, Franz«, sagt er. »Hast du das Handy dabei?«
»Du kannst dich auf mich verlassen, mein Junge«, antwortet Opa.
»Hier sind noch Vorräte für euch. Damit ihr immer was zu essen habt, wenn ihr mal vergesst einzukaufen«, ruft Mama dazwischen. Dabei schiebt sie einen riesigen, vollgepackten Picknickkorb ins Auto und verstaut ihn umständlich auf dem Beifahrersitz. »Und denkst du daran, dass Jonas jeden Tag ein bisschen Mathe übt?«
»Denk ich dran«, antwortet Opa. Dann drückt er auf die Hupe und gibt Gas. Und wir sind endlich unterwegs.
Als wir auf die Autobahn abbiegen, kommt die Sonne hinter den Wolken hervor.
»Da sieht man’s«, ruft Opa und lacht. »Italien, wir kommen! Ich glaube, ich riech schon das Meer!«
Dabei kurbelt er das Schiebedach auf und setzt sich seine Sonnenbrille mit den runden Gläsern auf.
»Also ich riech nichts«, sagt Marie.
Ich glaube wirklich, die ist adoptiert. So doof kann man doch nicht sein.
»Ach echt nicht?«, sage ich und verdrehe die Augen. »Marie von Burghausen. So schlau wie eine Gummiwurst.«
Marie guckt mich verächtlich an. »Auf jeden Fall schlauer als du«, zischt sie und kneift mir ins Bein.
Ich weiß wirklich nicht, wofür es eigentlich Schwestern gibt. Wenn ich die Welt erfunden hätte, gäbe es keine. Außerdem auf der Liste: 1. Sauerkraut. 2. Einmeterbretter (erst recht keine Dreier; vielleicht auch gar keine Schwimmbäder). 3. Mathe. Oder noch besser: Schule komplett. Obwohl, die Pausen sind gut, da spielen wir nämlich Fußball.
Im Verein trainiere ich auch, immer montags und mittwochs, und am Wochenende sind Punktspiele. Ich spiele also eigentlich immer Fußball, wenn ich nicht gerade etwas anderes machen muss. Rechnen oder so. Aber wenn wir zum Beispiel Mathe haben, denke ich einfach darüber nach, wen ich in der Pause in meine Mannschaft wähle.
Der Trick ist, dabei trotzdem zur Tafel zu gucken und ab und zu zu nicken. Nicht zu oft natürlich, sonst fällt es auf. Dann denkt Brettschneider, ich kapiere alles, und lässt mich in Ruhe.
Also zumindest normalerweise. Bis gestern. Da ist es echt blöd gelaufen: Ich sitze so rum und nicke und überlege mir gerade, ob Ben nicht auch mal im Sturm spielen könnte, da höre ich auf einmal: »Jonas! Komm doch bitte nach vorne und rechne an der Tafel, damit alle sehen, wie es geht.«
Ich dachte, ich fall um. Der kann mich doch nicht einfach drannehmen, wenn ich mich überhaupt nicht melde! Ich habe zu Moritz geguckt, aber der hat auch nur hilflos mit den Schultern gezuckt.
»Ähhhh«, habe ich dann ganz langsam gesagt. »Ääähhhhhhh, also.«
Herr Brettschneider sah da schon ziemlich genervt aus. »Gibt es ein Problem?«, hat er gefragt.
»Ääähhh«, habe ich gesagt. Und dann: »Ich kann leider nicht nach vorne kommen.«
»Aha«, hat Herr Brettschneider geantwortet. »Und dürfte ich eventuell auch noch erfahren, warum nicht?«
Tja. Und dann ist es passiert. Mir wird immer noch ganz heiß, wenn ich daran denke. Denn leider habe ich dann gesagt, dass ich ein Problem mit meinem Fuß habe. Also ganz genau genommen habe ich geantwortet: »Äääääh, weil ich einen Klumpfuß habe.« Im Ernst jetzt. Hab ich sie noch alle?
Moritz hat mir sofort seinen Ellbogen in die Seite gerammt und verzweifelt geguckt. Jetzt hätte ich natürlich schnell rufen können: »Ha, ha, war nur ein Witz«, und nach vorne gehen und rechnen. Aber leider nur theoretisch, weil praktisch kann ich ja überhaupt nicht rechnen.
»Das stimmt wirklich«, habe ich deshalb gesagt, und zwar etwas lauter. »Seit gestern. Und deshalb darf ich nicht laufen.«
Und dabei habe ich Herrn Brettschneider direkt ins Gesicht geguckt. »Wenn du nicht fliehen kannst, starr den Feind nieder«, sagt Opa immer.
