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Eine Prinzessin, die einen Drachen überlistet, ein Eichhörnchen, das sich um seinen kranken Freund kümmert und ein Mann, der erkennt, warum man Zitronenlimonade lieben muss - dieses Buch erzählt unterhaltsame Geschichten von spannenden Abenteuern und berührenden Momenten. Für jede Geschichte benötigt ihr nur wenige Minuten, um sie zu lesen oder vorzulesen.
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Seitenzahl: 53
Veröffentlichungsjahr: 2024
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30 kurze Geschichten für Kinder
Ein Buch zum Lesen und Vorlesen
Gabriele Eckhardt
Dieses Buch erzählt unterhaltsame Geschichten von spannenden Abenteuern und berührenden Momenten.
Für jede Geschichte benötigt ihr nur wenige Minuten, um sie zu lesen oder vorzulesen.
Texte: © Copyright by Gabriele EckhardtUmschlaggestaltung: © Copyright by Gabriele Eckhardt
Vertrieb: epubli – ein Service der Neopubli GmbH, Berlin
Fliegende Fliegenpilze
Neue Schuhe
Zitronenlimonade und das Leben
Hedwigs Kampf mit dem Drachen
Die beste Zeit ist jetzt!
Strahlende Ella
Steinriesen, Schmied und Schlüssel
Eiche und Birke
Befreiung aus dem Spiegel
Streit zwischen Plus und Minus
Kleiner Satellit
Blubberblasenfisch
Musik verbindet
Fabel von den zwei Füchsen
Drachen im Wind
Gut oder besser?
TikTok-Challenge
Alles ist gut
Schwarz-weiße Streifen
Wo ist der Zettel?
Kleine Welle – großes Abenteuer
Die sprechende Klobürste
Mit den Flügelschlägen der Gänse
Lorettas Marathon
Von Rivalen zu Teamplayern
Flöckchen besucht Opa Willy
Im Technikmuseum
Nicky muss zum Tierarzt
Freundschaft
Lach-o-Mat 3000
Auf der Blumenwiese
In einem Wald lebten zwei Fliegenpilze namens Pepe und Pascal.
Sie fragten sich, woher wohl das Wort Fliegen in ihrem Namen stammte und kamen zu der Erkenntnis, dass sie womöglich fliegen könnten.
„Wir würden den Wald von oben sehen!“, sagte Pepe.
„Das wäre wunderbar!“, schwärmte Pascal, „Aber wie sollen wir das anstellen?“
Die beiden Fliegenpilze überlegten und probierten alles Mögliche. Sie pusteten sich gegenseitig Luft zu, hielten ihre roten Hüte in den Wind und reckten sich mitsamt ihren Stielen in die Höhe. Aber sie hoben sich nicht vom Boden ab.
„Vielleicht müssen wir einfach nur fest daran glauben, dass wir fliegen können.“, schlug Pepe vor.
„Das könnte funktionieren!“, antwortete Pascal. Er schloss die Augen. In Gedanken flog er höher und höher, bis er über den Wipfeln der Bäume angekommen war. Von dort oben hatte er einen atemberaubenden Blick. Der Wald leuchtete in vielen bunten Farben, die sich wie Muster eines Teppichs zusammenfügten.
„Das ist wunderbar“, rief Pascal begeistert, „Pepe, jetzt bist du an der Reihe!“
Pepe atmete einige Male tief durch und ließ sich von seiner Vorstellungskraft in den Himmel tragen. Er schwebte über die majestätischen Baumkronen und betrachtete die Tiere und Pflanzen, die von oben winzig klein aussahen.
„Es funktioniert. Ich kann fliegen!“, rief Pepe begeistert.
Die beiden Fliegenpilze waren überglücklich. Von nun an unternahmen sie immer, wenn sie sich nach einer Abwechslung vom Alltag sehnten, einen Gedankenflug und erzählten sich die Geschichten, die sie dabei erlebten.
Pepe und Pascal waren mächtig stolz darauf, fliegende Pilze zu sein.
Boran suchte im Geschäft nach einem besonderen Paar Schuhe.
Im kommenden Monat war er auf eine Hochzeit eingeladen und hatte sich vorgenommen, ganz besonders schick auszusehen. Die Auswahl im Schuhgeschäft war groß. Als Boran die dunkelbraunen Schnürschuhe im Regal erblickte, wusste er sofort, dass sie perfekt zu seinem Outfit passen würden. Bei der Anprobe konnte er die Qualität des Leders und die bequeme Form spüren. Die Kassiererin beglückwünschte Boran zu seiner Wahl und wies darauf hin, dass die Schuhe möglicherweise in der ersten Woche etwas drücken könnten.
Scherzend antwortete Boran: „Gut, dass Sie das sagen. Dann werde ich sie wohl erst in der zweiten Woche tragen.“
Die Verkäuferin lachte und spielte mit: „Eine kluge Taktik! Aber keine Sorge, junger Mann, ich bin mir sicher, dass Sie sich in den Schuhen sehr wohl fühlen werden. Wenn Sie einige Zeit darin gelaufen sind, werden die Schuhe bestimmt sehr bequem sein.“
Mit einem breiten Grinsen verließ Boran das Geschäft. Er freute sich nicht nur über die eleganten Schuhe, sondern auch über die amüsante Begegnung mit der netten Verkäuferin. Er konnte es kaum erwarten, seinen Freunden die lustige Geschichte zu erzählen und die wunderschönen, eleganten Halbschuhe zu präsentieren.
Auf der Hochzeitsfeier ernteten seine Schuhe neugierige Blicke und ein Freund sagte: „Boran, du siehst aus, als wärst du direkt aus einem James-Bond-Film gestiegen.“
Boran war mächtig stolz und fühlte sich wie ein echter Gentleman.
Die Dame im Schuhgeschäft hatte recht behalten, die Schuhe waren sehr bequem. Boran dachte noch oft an die nette Begegnung mit ihr und überlegte, ob es vielleicht eine gute Idee sein könnte, sie zum Dank auf eine Tasse Kaffee einzuladen.
Auf dem Wochenmarkt beobachtete Theo einen Stand, an dem Zitronenlimonade verkauft wurde. Die Menschen bildeten eine lange Schlange und ein flinker Verkäufer tat sein Bestes, um alle Kunden rasch zu bedienen. Er bereitete die Limonade auf unterschiedliche Art und Weise zu. Manche Kunden bestellten das erfrischende Getränk mit Zucker, andere bevorzugten Honig, Minze oder Ingwer. Mit der prickelnden Limonade in der Hand und einem zufriedenen Lächeln zogen die Käufer von dannen. Theo wurde neugierig und stellte sich an.
Als er an die Reihe kam, fragte er den Verkäufer: „Warum mögen die Menschen Ihre Zitronenlimonade so gern? Was macht sie besonders?“
Der Verkäufer antwortete: „Mein lieber Herr, die Zitronenlimonade symbolisiert das Leben. Zitronen stehen für die sauren Zeiten, die wir durchleben. Aber wenn wir Honig hinzufügen, werden sie süßsauer. Minze erfrischt, so wie die schönen Momente im Leben, und der Ingwer sorgt für Schärfe, als ein Symbol für die Herausforderungen, die uns wachsam werden lassen. Die Zutaten erinnern uns daran, dass wir immer die Möglichkeit haben, unser Leben zu verändern.“
Theo nickte nachdenklich. Er verstand, dass Zitronenlimonade nicht nur ein schmackhaftes Getränk ist, sondern auch eine wichtige Botschaft enthält.
Von diesem Tag an schätzte Theo den Geschmack der Zitronenlimonade sehr. Jedes Mal, wenn er seinen Durst stillte, erinnerte er sich daran, dass ein erfülltes Leben aus vielen verschiedenen Gewürzen besteht.
In einem großen Königreich lebte Prinzessin Hedwig. Sie war eine außergewöhnliche Prinzessin, denn sie machte sich nichts aus Gold und edlen Kleidern und hatte Spaß daran, im Pferdestall beim Ausmisten zu helfen.
Hedwig fand es furchtbar langweilig, brav, ordentlich und sauber zu sein und nach den Regeln des königlichen Hofes zu leben.
Eines Tages beschloss sie, allen Menschen zu zeigen, wie klug und tapfer sie ist. Hedwig nahm sich vor, das alljährliche Drachenturnier zu gewinnen, das normalerweise nur von starken Rittern bestritten wurde, die den Widersacher töten sollten. Doch niemand glaubte, dass sie es schaffen könnte, nicht einmal ihre eigenen Eltern, der König und die Königin. Trotzdem ließen sie Hedwig gewähren.
Hedwig zog sich in die königliche Bibliothek zurück, studierte Bücher und dachte lange nach. Schließlich ersann sie eine List.