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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik, Note: 1,3, Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, früher: Berufsakademie Mannheim, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit einigen Jahren orientieren sich immer mehr Industrieunternehmen mit Produktionsstandorten, Absatzplanungen und Einkaufsaktivitäten in Richtung Asien. Besonders das bevölkerungsreichste Land unserer Erde China liegt hoch im Trend. Chinas Nachbarland Indien hingegen wird vor allem in Deutschland häufig noch als Entwicklungsland betrachtet. Doch hier geschieht ein Wandel, indem langsam auch das Potenzial Indiens erkannt und anerkannt wird. Aber welches Land eignet sich denn besser für Einkaufsaktivitäten? Gibt es überhaupt eine pauschale Antwort, oder haben beide Länder je nach Branche ihre Vorzüge? Antworten auf diese Fragen soll die vorliegende Arbeit geben. Dazu wird ein Vergleich von China und Indien als Einkaufsmärkte der Zukunft basierend auf Inhalten aus Politik, Bildung, Wirtschaft, Infrastruktur, Beschaffungsstrategien sowie Erfahrungen aus bereits existierenden Studien und aus der Praxis dargestellt. Somit dient dieses Werk als grundlegende Entscheidungshilfe hinsichtlich wirtschaftlicher und einkaufsstrategischer Angelegenheiten bezogen auf China und Indien.
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Veröffentlichungsjahr: 2006
Impressum:
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Inhaltsangabe
I. Vorwort
II. Abstract
1. Einleitung
1.1. Aufgabe
1.2. Ziel
1.3. Vorgehensweise
2. Indien
2.1. Politik und Gesellschaft
2.1.1. Politisches System
2.1.2. Verwaltungsgliederung
2.1.3. Städte
2.1.4. Sprachen
2.1.5. Derzeitige politische und gesellschaftliche Entwicklung
2.1.5.1. Innen- und Außenpolitische Entwicklungen
2.1.5.2. Sozialpolitische Herausforderungen
2.1.5.3. Umweltpolitik
2.1.5.4. Derzeitige politische Aktivitäten
2.2. Bildung
2.3. Wirtschaftliche Entwicklung
2.3.1. Wirtschaftliche Basisinformationen und gesamtwirtschaftliche Lage
2.3.2. Arbeitsmarkt
2.3.3. Währung
2.3.4. Sonderwirtschaftszonen
2.3.5. Wichtige wirtschaftliche Regionen
2.3.6. Wichtige Branchen
2.3.6.1. Automobilindustrie und Automobilzulieferindustrie
2.3.6.2. Elektroindustrie
2.3.6.3. Chemieindustrie
2.3.6.4. Konsumgüter
2.3.6.5. IT- und Engineering-Dienstleistungen
2.3.8. Derzeitige wirtschaftliche Aktivitäten
2.4. Infrastruktur
2.4.1 Straßennetz
2.4.2 Schienennetz
2.4.3 Schifffahrt
2.4.4 Luftfahrt
2.4.5 Kommunikation
2.4.5.1 Telefon
2.4.5.2 Internet
2.4.5. Versorgung
2.4.6.1 Elektrizität
2.5. Beschaffungsaktivitäten
2.5.1. Qualität
2.5.2. Beschaffungsstrategien
2.5.2.1. Einkauf über das Mutterhaus in Deutschland
2.5.2.2. Einkauf über ein Representative Office in Indien
2.5.2.3. Einkauf über Dienstleister
2.5.2.4. Einkauf über eine Tochtergesellschaft in Indien
2.5.2.5. Fazit
3. China
3.1 Politik und Gesellschaft
3.1.1. Politisches System
3.1.2. Verwaltungsgliederung
3.1.3. Städte
3.1.4. Sprache und SchriftUUU
3.1.4.1 Sprache
3.1.4.2 Schrift
3.1.5. Derzeitige politische und gesellschaftliche Entwicklung
3.1.5.1. Innen- und Außenpolitische Entwicklungen
3.1.5.2. Sozialpolitische Herausforderungen
3.1.5.3. Umweltpolitik
3.1.5.3. Derzeitige politische Aktivitäten
3.2 Bildung
3.3 Wirtschaftliche Entwicklung
3.3.1. Wirtschaftliche Basisinformationen und gesamtwirtschaftliche Lage
3.3.2. Arbeitsmarkt
3.3.3. Währung
3.3.4. Sonderwirtschaftszonen
3.3.5. Wichtige wirtschaftliche Regionen
3.3.6. Wichtige Branchen
3.3.6.1. Automobilindustrie und Automobilzulieferindustrie
3.3.6.2. Elektroindustrie
3.3.6.3. Chemieindustrie
3.3.6.4. IT- und Engineering-Dienstleistungen
3.3.7. Derzeitige wirtschaftliche Aktivitäten
3.4 Infrastruktur und Logistik
3.4.1 Straßennetz
3.4.2 Schienennetz
3.4.3 Schifffahrt
3.4.4 Luftfahrt
3.4.5 Kommunikation
3.4.5.1 Telefon
3.4.5.2 Internet
3.4.6 Versorgung
3.4.6.1 Elektrizität
3.4.6.2 Wasser
3.5 Beschaffungsaktivitäten
3.5.1. Qualität
3.5.2. Beschaffungsstrategien
4. Länderrankings, Studien und Erfahrungen aus der Praxis
4.1. LänderrankingsTTT [4àS. 42ff]
4.1.1. Sovereign Risks
4.1.2. Global Competitiveness Report
4.1.3. Corruption Perceptions Index
4.1.4. Index of Economic Freedom
4.1.5 Foreign Direct Investment Confidence Index
4.2. Studien
4.3. Erfahrungen aus der Praxis
5. Vergleich und Fazit
5.1. Länderprofile und Nutzwertanalyse
5.1.1. Ergebnis und Interpretation der Kriterienbewertung
5.1.2. Nutzwertanalyse
5.2. Fazit
6. Zusammenfassung
7. Tabellen-, Diagramme- und Abbildungsverzeichnis
8. Quellenverzeichnis
9. Anhang
Seit einigen Jahren orientieren sich immer mehr Industrieunternehmen mit Produktionsstandorten, Absatzplanungen und Einkaufsaktivitäten in Richtung Asien. Besonders das bevölkerungsreichste Land unserer Erde China liegt hoch im Trend.
Chinas Nachbarland Indien hingegen wird vor allem in Deutschland häufig noch als Entwicklungsland betrachtet. Doch hier geschieht ein Wandel, indem langsam auch das Potenzial Indiens erkannt und anerkannt wird.
Aber welches Land eignet sich denn besser für Einkaufsaktivitäten? Gibt es überhaupt eine pauschale Antwort, oder haben beide Länder je nach Branche ihre Vorzüge?
Aus unserem Interesse in Bezug auf Einkauf und der Aktualität dieses Themas heraus, wurde dies zu unserer Studienarbeit des 6. Semesters.
Dieses Thema gab uns die Möglichkeit durch Recherche und Analyse einen Einblick in die Entwicklung von Indien und China zu bekommen. Außerdem lernten wir dabei zwei sehr interessante Länder auch in ihrer Struktur näher kennen.
Der Inhalt dieser Arbeit soll einen Überblick über die wichtigsten Informationen und Daten beider Länder geben. Abgeleitet aus diesen Angaben soll gezeigt werden, welche Vor- und Nachteile die beiden Länder im Vergleich haben.
This report deals with the comparison of India and China as procurement-markets. That equation is supposed to give a first decision guidance for the concentration of procurement-activities.
The goals of this task were to create a concise and good structured report, to give the reader an fast overview about the structures of India and China. One more goal was to give a recommendation about the attractiveness of the Indian and the Chinese procurement-market.
These goals were achieved with a systematic proceeding, a efficient division of work and a expedient structure. Books and internet-inquiry as well as experienced people officiated as source. So it was warranted, that both data and practical experience are introduced to this report.
The first part was to show separate important information about India and China. Then the results of some studies of renowned companies as well as country-rankings and practical experience were introduced integrated.
The information of those parts were the basis for the comparison, which was accomplished through two radar-diagrams and a “Nutzwertanalyse”.
The structured information of the complete report and the result of the comparison show, that the goals were absolutely fulfilled.
China und Indien sind nicht nur die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Erde, sondern sie sind auch im Begriff zu den größten Wirtschaftsnationen zu gehören. Die Wirtschaft beider Staaten wuchs in den letzten Jahren in einem Tempo, von dem große Industrienationen wie die USA und Deutschland nur träumen können.
Vor allem China hat sich inzwischen zum wirtschaftlich am stärksten wachsende Land entwickelt und ist für die Mehrheit der Experten nicht mehr für Einkaufs- und Produktionsaktivitäten wegzudenken.
Doch auch Indien zeichnete sich in der Vergangenheit wie heute durch ein großes Wirtschaftswachstum aus und erlangt weltweit immer mehr Anerkennung aufgrund seines großen Potenzials als Einkaufs- und Produktionsstandort.
Der Hintergrund dieser Studienarbeit ist nun folgender: Betrachtet man die Trends der vergangenen Jahre, so stellt sich die Frage, welches der beiden Länder das größere Potenzial insbesondere für Einkaufsaktivitäten in Zukunft bietet. Zwar hat China momentan noch das größere Ansehen, aber auch in China „ist nicht alles Gold was glänzt“ und so gibt es auch hier einige Hürden und Probleme. Außerdem bietet auch Indien viele Möglich-keiten und ein großes Wirtschaftswachstum.
Diese Studienarbeit soll dem Zweck dienen, beide Länder zu durchleuchten um einen Vergleich zu erhalten, welches Land sich besser als Einkaufsmarkt der Zukunft eignet.
China und Indien sind in ihrer Struktur zu betrachten. Dazu sollen Informationen über Politik, Bildung, Wirtschaft, Infrastruktur und Einkaufsmöglichkeiten eingebracht werden. Außerdem können verschiedene Erfahrungen aus der Praxis weitere Anhaltspunkte darüber liefern, welche Möglichkeiten und Probleme sich in dem jeweiligen Land ergeben. Abschließend werden die Vor- und Nachteile beider Länder verglichen und eine Empfehlung abgegeben, wohin ein deutsches Industrieunternehmen seinen Einkaufsfokus legen sollte.
Aus der Menge an Informationen sollen alle relevanten Daten eruiert und dargestellt werden. Diese Arbeit ist so zu strukturieren, dass dem Leser ein schneller und übersichtlicher Einstieg in die Strukturen beider Länder verschafft wird. Der Vergleich beider Länder als Einkaufsmärkte der Zukunft und die daraus gefolgerte Empfehlung sollen in einfacher und anschaulicher Form zeigen, warum sich welches Land besonders für Einkaufsaktivitäten eignet. Die Erkenntnisse dieser Studienarbeit sind so darzustellen, dass sie erste Anhaltspunkte für Entscheidungen über Einkaufskonzentration liefern.
In den folgenden Kapiteln dieser Arbeit wurden zunächst beide Länder separat betrachtet. Dabei wurde China von Roman Herzog und Indien von Timo Keller bearbeitet. Die Struktur von Kapitel 2 (Indien) und Kapitel 3 (China) sind identisch und enthalten ähnliche Daten und Informationen speziell über das jeweilige Land. Die restlichen Teile dieser Arbeit wurden von beiden Autoren gemeinsam verfasst.
In der nachstehenden Struktur sind für jedes Land die wichtigsten Informationen dargestellt worden:
Politik und Gesellschaft
Bildung
Wirtschaft
Infrastruktur
Beschaffungsaktivitäten
Studien, Länderrankings und Praxisbeispiele sind in einem für beide Länder geltenden Kapitel 4 dargestellt.
Die Quellen dieser Arbeit
Bezogen auf die Bevölkerungsanzahl ist Indien das zweitgrößte Land der Erde. Die Heimat von Ayurveda sowie zahlreichen alten Kulturen und Traditionen befindet sich in einer Modernisierung und einer stark wachsenden Wirtschaft.
Die folgenden Kapitel sollen dieses Land mit relevanten Informationen von Politik und Gesellschaft bis hin zu Wirtschaft, Bildung und Infrastruktur näher darstellen. Anhand dieser Informationen wird Indien im zweiten Teil dieser Arbeit (Kapitel 5 „Vergleich und Fazit“) mit China verglichen, um eine Empfehlung für mögliche Einkaufsaktivitäten und Potenziale beider Länder zu geben.
In einem Land, in dem viele Kulturen und „alte“ Traditionen auf Modernisierung und eine stark wachsende Wirtschaft treffen, wo viele Sprachen auf unterschiedliche Kulturen treffen, entstehen einige Herausforderungen. Im folgenden Kapitel werden politische und gesellschaftliche Strukturen Indiens beschrieben. Vorab einige politische und gesellschaftlichen Basisinformationen Indiens in einer Übersicht:
Tabelle 1: Basisinformationen Indien [1àS.13f ;2;14]
Indien ist eine parlamentarische Demokratie. Seit der Unabhängigkeit 1949 hat sich die indische Verfassung gefestigt und Indien wird daher zu Recht als größte Demokratie der Erde bezeichnet. Der Staatspräsident als Staatsoberhaupt wird von einem Gremium aus Bundes- und Landesabgeordneten auf 5 Jahre gewählt. Ähnlich wie in Deutschland liegt jedoch die eigentliche Staatsgewalt beim Premierminister (vgl. Bundeskanzler/in) der dem Parlament verantwortlich ist. Der Premierminister bestimmt die Minister, die der Präsident dann benennt. Außerdem kann er das Parlament auflösen oder durch ein einfaches Misstrauensvotum des Parlamentes gestürzt werden. Somit übernimmt der Staatspräsident im Wesentlichen repräsentative Aufgaben. In Notstandssituationen allerdings, verfügt er über Notstandsbefugnisse, wie Aufhebung der Bürger- und Pressefreiheit oder der öffentlichen Moral. Außerdem können Bundesstaaten, die unregierbar sind unter die so genannte president´s rule gestellt werden, wodurch die Regierung des Bundesstaates unter seiner Verantwortung steht. [1àS. 21f]
Das indische Recht unterliegt der Gewaltenteilung, wodurch die Judikative streng von Legislative und Exekutive getrennt ist.
In Folge der britischen Rechtspraxis der Kolonialzeit findet in Indien heute noch vielfach das Common Law Anwendung, das sich nicht auf Gesetze, sondern auf maßgebliche Urteile hoher Gerichte in Präzedenzfällen stützt. Die Gerichtssprache ist Englisch, auf den unteren Ebenen kann aber auch in der jeweiligen regionalen Amtssprache verhandelt werden. Alles in Allem bietet das indische Recht eine stabile Investitions- und Einkaufs-sicherheit, da ein rechtsstaatliches System nach britischem Vorbild vorliegt. Allerdings zieht dieses umfangreiche Rechtssystem auch einen großen Verwaltungsapparat in Form von Bürokratie hinter sich her.
Des Weiteren existieren in Indien höhere Arbeitnehmerschutz-Standards als in Deutschland, die sich durch Mindestlohnregelungen in einzelnen Staaten, umfassendem Kündigungsschutz und einer starken Stellung von Gewerkschaften auszeichnen. [2;9]
Indien verfügt inzwischen über ein ausgeprägtes Patentsystem nach westlichem Vorbild, in dem ähnlich wie im übrigen Rechtssystem der Einfluss aus der Kolonialzeit durch Großbritannien bemerkbar ist. Das indische Patentrecht ist relativ umfangreich und durch die Verantwortung und Kontrolle unter der Leitung des Controller General of Patents, Designs, Trademarks and Geographical Indications ist es formal effektiv. Bis sich aber eine gewisse Geschäfts- und Rechtspraxis entwickelt hat, werden noch ein paar Jahre vergehen.Die Behörde des Controller Generals fungiert unter dem Department of Industrial Policy and Promotion, Ministry of Commerce and Industry.
Der Sitz des Controller General’s liegt in Bombay und der Hauptsitz der Patentbehörde liegt in Kalkutta. Weitere Niederlassungen der Patentbehörde sind in Delhi und Madras.
[6; 9]
Indien ist in 28 TTTBundesstaatenTTT und sieben TTTUnionsterritorienTTT gegliedert. Während die Unionsterritorien von der Zentralregierung in Neu-Delhi verwaltet werden, verfügt jeder Bundesstaat über ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung. Der Regierung eines Bundesstaats steht der Chief Minister vor, der allerdings formal einem vom indischen Präsidenten ernannten Gouverneur untergeordnet ist. Letzterem werden bei Anwendung der president's rule die Regierungsgeschäfte übertragen. [2]
Die nebenstehende Abbildung zeigt eine Übersicht aller Bundesstaaten und Unionsterritorien.
Abbildung 1: Bundesstaaten und Unionsterritorien [2]
UUUBundesstaaten:UUU 1. Andhra Pradesh 2. Arunachal Pradesh 3. Assam 4. Bihar
5. Chattisgarh 6. Goa 7. Gujarat 8. Haryana 9. Himachal Pradesh 10. Jammu und Kashmir 11. Jharkhand 12. Karnataka 13. Kerala 14. Madhya Pradesh
15. Maharashtra 16. Manipur 17. Meghalaya 18. Mizoram 19. Nagaland 20. Orissa 21. Punjab 22. Rajasthan 23. Sikkim 24. Tamil Nadu 25. Tripura 26. Uttaranchal
27. Uttar Pradesh 28. Westbengalen
UUUUnionsterritorien:
A. Andamanen und Nikobaren; B. Chandigarh; C. Dadra und Nagar Haveli
D. Daman und Diu; E. Lakkadiven; F. Pondicherry; G. Delhi
Die Hauptstadt von Indien ist Neu-Delhimit ca. 301.000 Einwohnern. Neu-Delhi ist vor allem Verwaltungszentrum für die Regierung von Indien. Es beherbergt aber auch einige Industriebetriebe aus den Branchen der Leder- und Textilienindustrie hergestellt.
In unmittelbarer Nähe zu Neu-TTTDelhiTTT liegt Delhi, das mit rund 11 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes darstellt. Delhi ist kultureller Mittelpunkt der TTThindiTTTsprachigen Gemeinschaft des Nordens und ein bedeutendes Wirtschafts- und Industriezentrum. Hier werden u. a. elektronische und elektrische Anlagen, Textilien, Schmuck, chemische Produkte, Präzisionswerkzeuge und Kraftfahrzeugteile hergestellt. [3]
Indiens größte Stadt und wirtschaftliches Zentrum ist jedoch TTTBombayTTT. Die Metropole an der Westküste zählt fast 17 Millionen Einwohner.
Bombay ist das führende Finanzzentrum von Indien. Darüber hinaus besitzt es große Bedeutung für den Handel, Transport und die Produktion. Der Hafen von Bombay liegt zwischen der Stadt und dem Festland und ist einer der größten Naturhäfen der Welt. Über diesen Hafen wird ein großer Teil des indischen Außenhandels abgewickelt.
Zwei bedeutende Eisenbahnlinien, mit denen alle wichtigen Regionen in Indien erreicht werden können, enden in Bombay. Auf der Insel Salsette befindet sich ein großer inter-nationaler Flughafen. Zudem sind in Bombay verschiedenste Branchen ansässig, wie zum Beispiel Chemie, Maschinenherstellung und Metallgewinnung.
Bildungseinrichtungen der Stadt sind die Universität von Bombay, die 1857 gegründet wurde, ein Institut für Technologie, und eine Hochschule für Sozialwissenschaften und Architektur. [2;3]
Drittgrößte Stadt Indiens ist Bangalore. In der 5-Millionen-Stadt im südlichen Dekkan-Hochland sind zahlreiche Hochtechnologiefirmen angesiedelt, was ihr den Beinamen „Silicon Valley Indiens“ eingebracht hat. Insbesondere große internationale Software-Unternehmen und Call-Center wie beispielsweise Intel, IBM, Dell, Oracle, HP, SAP, Motorola, Infosys, Siemens, Novell oder Wipro haben sich hier in großen „Technikparks“ niedergelassen. Dadurch hat sich in Bangalore eine breite Mittelschicht von hoch qualifizierten und überdurchschnittlich verdienenden indischen Informatikern gebildet.
Bangalore liegt im südlichen Indien und ist Hauptstadt des Bundesstaates Karnataka.
Das milde Klima dieser Region ist ein wichtiger Standortvorteil im Vergleich zu anderen indischen Metropolen und ein Grund für die verstärkte Ansiedlung moderner Unternehmen in der Stadt. Die Universität von Bangalore ist seit 1964 hier ansässig; andere bedeutende Bildungs- und Forschungseinrichtungen sind das bekannte Indian Institute of Science und die Universität für Agrarwissenschaften. [2;3]
