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In meinem Buch geht es um Zufälle, die dein weiteres Leben bestimmen. Der Zufall in diesem Buch bringt zwei Hunde, die sich auf Anhieb lieben und die tierliebende Lina zusammen und beschert allen Dreien eine glückliche Zukunft. Auch Hunde können Liebe empfinden, zu anderen Hunden und zu Menschen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 42
Veröffentlichungsjahr: 2024
Titelseite
Vorwort
Plüschohrs Geschichte
Ein unbeschwertes Leben
Plüschohr wird erwachsen
Abschied von Minni
Plüschohr lernt dazu
Ein schöner Hundemann
Das Leben mit Lina
Samtpfotes Geschichte
Samtpfote wird eine Polizeihündin
Plüschohr und Lina
Ein Ausflug mit Folgen
Plüschohr und Kletter-Axel
Plüschohr und Samtpfote
Lina sorgt sich
Mischlingsrüde stellt Einbrecher
Hat Samtpfote Liebeskummer?
Samtpfote macht Urlaub
Samtpfote auf Entdeckungsreise
Ein Fest wird gefeiert
Eine erfreuliche Neuigkeit
Zu Besuch auf dem Bauernhof
Umzug in ein neues Leben
Viele Hundebabys
Die Autorin
Impressum
Hallo, liebe Kinder und jung gebliebene Erwachsene.
Hallo an alle Menschen, die Tiere lieben, insbesondere Hunde.
Dies ist die fast wahre Geschichte von zwei Hunden, die sich von Herzen liebten. Sie wuchsen getrennt voneinander auf.
Bevor sie sich »zufällig« begegneten, geschah eine ganze Menge in ihrem Leben.
Davon erzähle ich euch jetzt.
ICH?
Ich bin Lina, diejenige, die das große Glück hatte, die beiden auf ihrem späteren Lebensweg begleiten zu dürfen.
Plüschohrs Geschichte
Plüschohr, ein kräftiger Boxermischling, war sehr stolz auf seine Vorfahren. Seine Mutter, eine geborene Schäferhund-Neufundländer, verliebte sich eines Tages in Hugo, den Boxer von gegenüber. Nachdem sie sich täglich beschnuppert hatten und beide der Meinung waren, dass der andere vorzüglich roch, begannen sie eine Hundebeziehung, die in einer warmen Maiennacht ihren Höhepunkt fand: Mama Schäferhund-Neufundländer gebar vier stupsnasige Hundejungen und Hundemädchen.
Einer davon war Plüschohr. Er streckte seine Nase als Erster ins Licht der Welt und fiel dabei weich in ein Lager aus Schaffellen. Nach ihm plumpsten in unregelmäßigen Abständen seine drei Geschwister dazu.
Nachdem Mama jeden von ihnen mit viel Sorgfalt, Liebe und Ausdauer sauber geleckt hatte, machten sich alle gleich auf die Suche nach etwas, dass nach frischer Milch roch und aus den Zitzen an Mutters Bauch kam.
Zwei Wochen später, als Ohren und Augen bereits geöffnet waren, drängten sie sich allzu stürmisch an die Futterquellen. Mama schien das Drängen wehzutun, denn sie jaulte dabei kurz auf. Sofort griff Plüschohr ein, denn er fühlte sich als Ältester mitverantwortlich für Mama und seine Geschwister.
»Statt euch um die Zitzen zu streiten, solltet ihr lieber eure eigene suchen und in Zukunft auch da bleiben«, bellte er in seinen noch spärlichen Hundebart. Schnell huschten alle folgsam an ihre Futterquelle.
Als ältester hatte er mehr Erfahrung darin, sich sein Leben möglichst angenehm zu gestalten. Schnell fand er heraus, dass die gemütlichste Lage, wenn Mutter schlief, gleich unterhalb ihrer Schnauze zu finden war. Kaum hatte Mutter Plüschohr sich zum Schlafen hingelegt, krabbelte er schwerfällig und o-beinig zwischen ihren Vorderbeinen hindurch und kuschelte sich zwischen Schnauze und Brustkorb in die schönen langen Haare, die noch aus der Rasse der Neufundländer stammten.
Manchmal träumte die Mama. Dabei stieß sie seltsame Laute aus. Die langen Haare der Mama begannen dabei zu beben und kitzelten ihn am Rücken. Das genoss Plüschohr sehr. Vor Behaglichkeit schnurrte er wie eine Katze.
Manchmal, wenn er so geborgen in Mamas Halskuhle lag, dachte er über seine Zukunft nach. Er hatte vor, sich so zu verlieben wie Mama und Hugo. Dann wollte auch er eine Familie gründen. Doch das lag noch weit in der Zukunft.
Ein unbeschwertes Leben
Zunächst war sein Leben mit Spielen ausgefüllt. Am liebsten spielte Plüschohr »Knochen verstecken«.
Hatte Mama einen abgenagten Knochen im Garten vergessen, schleppte Plüschohr ihn weg. Er grub ein tiefes Loch, so tief wie es seine Babypfoten erlaubten, und legte den Knochen hinein.
Dann drehte er dem Loch sein kleines weiches Hinterteil mit dem zum Himmel strebenden kurz behaarten Schwanz zu und scharrte mit seinen krummen Hinterbeinen das Loch wieder zu. Er lief noch ein paar Mal über die weiche Erde, um sie fest zu trampeln.
Dann bellte er nach seinen Geschwistern. »Wauuuu, Wauuuu!«, was so viel heißt wie: »Kommt her!«, »Wauau, wauau, waauu«, heißt: »Sucht den Knochen.«
Seine drei Geschwister kamen tollpatschig angaloppiert. Sie waren so übermütig, dass sie sich dabei gegenseitig umwarfen. Die Nasen suchend am Boden liefen sie kreuz und quer.
Maxi und Minni waren so eifrig, dass sie nicht bemerkten, wie sie aus verschiedenen Richtungen aufeinander zu schnüffelten. »Rumms!« stießen sie mit den Köpfen zusammen.
Bald darauf waren die beiden in eine wilde Rauferei verwickelt. Sie wälzten sich so, dass man die beiden nicht mehr voneinander unterscheiden konnte.
Während sie beschäftigt waren, nutzte Twinni die Lage und steuerte geradewegs auf die Stelle zu, an der der Knochen vergraben lag. Sie begann zu scharren, – und im Nu hatte sie den Knochen gefunden.
Sie nahm ihn in ihr Maul und trug ihn hocherhobenen Hauptes an ihren noch kämpfenden Geschwistern vorbei und verschwand mit ihm hinter dem Fliederbusch.
Minni und Maxi, die sich gerade entwirrt hatten, saßen auf ihren Hinterbeinen und schauten ihr betreten hinterher.
Twinni freute sich hinter dem Fliederbusch über den Knochen, an dem sie immerhin noch ihre kleinen spitzen Zähne wetzen konnte.
So ist das manchmal im Leben: Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Dritte.
Plüschohr wird erwachsen
So vergingen die Tage im Leben des Hundesonnyboys.