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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziale Arbeit / Sozialarbeit, Note: 1,7, Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (FH) (FB Sozialpädagogik), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit wird einen Fall aus der Praxis der Jugendhilfe beschreiben. Dieser Fall hat bereits eine lange Geschichte, das heißt, der Jugendliche befindet sich schon seit längerer Zeit in der Jugendhilfe. Es sind mittlerweile auch schon einige Schritte für die weitere Lebensgestaltung des Jugendlichen überlegt und eingeleitet worden. Das heißt es soll in dieser Arbeit nicht vordergründig darum gehen diesen Fall zu „lösen“ und am Ende entsprechende Interventionsideen parat zu haben, die dann so umgesetzt werden. Vielmehr soll es einerseits darum gehen, die einzelnen Schritte der sozialpädagogischen Einzelfallhilfe exemplarisch am Fall nachzuvollziehen und andererseits das bisherige Hilfegeschehen anhand der intensiven Beschäftigung mit dem Fall zu überprüfen, gegebenenfalls neue Aspekte in den Blick zu bekommen und eventuell neue Alternativen zu den bisher geplanten und eingeleiteten Maßnahmen zu erhalten, unabhängig davon, von wem diese Maßnahmen durchgeführt werden. Diese Arbeit wird also den Fall an sich in den Blick nehmen, nicht den Fall aus Sicht unserer Institution. Ein Teil dieser Arbeit wird sich deswegen auch mit der Thematik des Betreuers aus juristischer Sicht beschäftigen, da dieses Maßnahme als ein Teil der zukünftigen Hilfe bereits eingeleitet und beantragt ist. Die Betrachtung des Falls geschieht dabei in den Schritten: Sozialpädagogische Anamnese; Sozialpädagogische Diagnose; Sozialpädagogische Intervention; Sozialpädagogische Evaluation. Dieses Buch soll somit Praxishilfe für Menschen sein, die sich mit sozialpädagogischer Einzelfallhilfe beschäftigen
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Veröffentlichungsjahr: 2004
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Inhalt
1 Einleitung
2 Der Fall oder die Situation
3 Sozialpädagogische Anamnese
3.1 Anamnese im Fall Mirko
3.2 Hypothesen
4 Die Sozialpädagogische Diagnose
4.1 Diagnose im Fall Mirko
4.1.1 Hypothese 1
4.1.2 Hypothese 2
4.1.3 Hypothese 3
4.1.3.1 Hilfe für junge Volljährige nach § 41 SGB VIII
4.1.3.2 „Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten“ (§ 72 BSHG)
4.1.3.3 „Bestellung eines Betreuers“ (§§ 1896 ff BGB)
4.1.3.4 Vergleichende Betrachtungen
4.1.4 Hypothese 4
4.1.4.1 Werkstatt für behinderte Menschen
4.1.4.2 Abschließende Betrachtung
4.1.5 Hypothese 5
4.2 Zusammenfassung
5 Die sozialpädagogische Intervention
5.1 Intervention im Fall Mirko
6 Die sozialpädagogische Evaluation
6.1 Evaluation im Fall Mirko
7 Abschließende Betrachtungen
8 Verwendete Literatur und Materialien
In dieser Arbeit wird ein Fall aus meiner Praxis in der Jugendhilfe beschrieben. Dieser Fall hat bereits eine lange Geschichte, d.h. der Jugendliche befindet sich schon seit längerer Zeit in der Jugendhilfe, davon auch schon eine Weile in unserem Verein. Ein paar Dinge sind noch als Vorbemerkung wichtig. Erstens wird die Jugendhilfemaßnahme, die unser Verein durchführt wahrscheinlich bald enden, da der Jugendliche mittlerweile 18 Jahre alt ist und das Jugendamt eine Beendigung Hilfe zur Erziehung anstrebt. Zweitens bin ich durch eine vereinsinterne Strukturveränderung mittlerweile nicht mehr für die Betreuung des Jugendlichen zuständig.
Es sind mittlerweile auch schon einige Schritte für die weitere Lebensgestaltung des Jugendlichen überlegt und eingeleitet worden.
D.h. es soll in dieser Arbeit nicht vordergründig darum gehen diesen Fall zu „lösen“ und am Ende entsprechende Interventionsideen parat zu haben, die dann so umgesetzt werden. Vielmehr soll es einerseits darum gehen, die einzelnen Schritte der sozialpädagogischen Einzelfallhilfe exemplarisch am Fall nachzuvollziehen und andererseits das bisherige Hilfegeschehen anhand der intensiven Beschäftigung mit dem Fall zu überprüfen, gegebenenfalls neue Aspekte in den Blick zu bekommen und evtl. neue Alternativen zu den bisher geplanten und eingeleiteten Maßnahmen zu erhalten, unabhängig davon, von wem diese Maßnahmen durchgeführt werden. Diese Arbeit wird also den Fall an sich in den Blick nehmen, nicht den Fall aus Sicht unserer Institution.
Ein Teil dieser Arbeit wird sich deswegen auch mit der Thematik des Betreuers aus juristischer Sicht beschäftigen, da dieses Maßnahme als ein Teil der zukünftigen Hilfe bereits eingeleitet und beantragt ist.
Die Betrachtung des Falls geschieht dabei in den Schritten:
Sozialpädagogische Anamnese
Sozialpädagogische Diagnose
Sozialpädagogische Intervention
Sozialpädagogische Evaluation.
Der Jugendliche Mirko ist im September letzten Jahres 18 geworden. Zur Zeit wohnt er im Betreuten Wohnen unseres Vereins, nach § 34 in Verbindung mit § 41 SGB VIII. Er wohnt zusammen mit einer anderen Jugendlichen, ebenfalls 18 Jahre, in einer Wohnung. Jeder Jugendliche hat sein eigenes Zimmer, Küche und Bad werden gemeinsam benutzt. In dieser Wohnform ist in den Nachmittags- und Abendstunden immer ein Betreuer vor Ort.
Mirko ist in der Jugendwerkstatt einer Integrationsgesellschaft tätig und das seit ca. 1 Jahr. Diese Beschäftigungsmaßnahme, die der Orientierung dienen soll, ist in drei Stufen eingeteilt, Mirko befindet sich zur Zeit in Stufe 2 und hat gute Chancen, die Stufe 3 ab Herbst zu besuchen.
Mirko ist ein körperlich normal entwickelter Jugendlicher, allerdings mit einer leichten Intelligenzminderung, d.h. seine kognitiven Fähigkeiten liegen weit unter dem, wie es für sein Alter normal wäre, was ihn in seiner Belastbarkeit und Frustrationstoleranz sehr einschränkt.
Da das betreute Wohnen unseres Vereins konzeptionell nur bis zum 18. Lebensjahr angelegt ist und auch das Jugendamt eine Beendigung der Hilfe anstrebt, geht es nun um die Lebensperspektiven für Mirko. Wo soll Mirko wohnen? Soll er auf sich allein gestellt werden oder in irgendeiner Form betreut werden und wenn ja in welcher Form? Welche Perspektiven gibt es für Mirko beruflich, kurzfristig, mittelfristig und langfristig?
