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Der Gedichtband enthält auf einhundert Seiten achtundvierzig Gedichte aus vierJahrzehnten: Prosagedichte finden sich neben Kreuz- und Paarreimen, moderne Kurzgedichte und Haikus treffen auf Sonette und Aphorismen. Auch die Inhalte sind breit gefächert: auf der einen Seite die ewigen Themen, wie Liebe, Hoffnung, Glaube, Freundschaft und Schönheit der Natur - auf der anderen die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und philosophischen Fragen. Für zusätzliche Auflockerung sorgen zehn Gemälde von E. E. Höfer.
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Seitenzahl: 45
Veröffentlichungsjahr: 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
der vorliegende Gedichtband enthält auf einhundert Seiten achtundachtzig Gedichte aus vier Jahrzehnten, entsprechend bunt ist die Mischung: Prosagedichte finden sich neben Kreuz- und Paarreimen, moderne Kurzgedichte und Haikus treffen auf Sonette und Aphorismen.
Auch die Inhalte sind breit gefächert: auf der einen Seite die „ewigen“ Themen, wie Liebe, Hoffnung, Glaube, Freundschaft und Schönheit der Natur – auf der anderen die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und philosophischen Fragen. Für zusätzliche Auflockerung sorgen zehn Gemälde von E. E. Höfer.
Und noch eine Besonderheit: Bei einigen Gedichten habe ich das Jahr und den Anlass der Entstehung angegeben. Zum Teil war ich selbst überrascht von dem, was ich schon alles „erlebt“ habe …
Natürlich sind es nicht nur die aktuellen Ereignisse, die mich zum Schreiben bewegen. Oft ist es einfach nur die Liebe zum Wort, das Spiel mit Gedanken und – ja! – die Lust am Reimen.
Viel Spaß beim Lesen!
Vorwort
Der Flügel
Nachts auf der Brücke
Frieden
Mach mich nicht rund
Das Fräulein
Unmündig
Die Tänzerin
Flügel
Passé
Irrtum
Nachruf auf eine Romantikerin
Wandelröschen
Verwaist
Göttin der Kindheit
Abschied von der Kindheit
Sommer 76
Ein Tisch ist ein Tisch
Freunde
Erntezeit
Herbst
Nevergreen
Schlagzeile I
Heimliche Liebe
Alles fließt
Im Schatten der Mauern
Verlangen
Schwarzes Herz
Er und sie
Einzug
Verständigung
Altes Glück
Schweigeminuten
Schönheit
Hoffnung
Der traurige Clown
Schlagzeile II
Schlagzeile III
Ankerplatz
Schnee von gestern
Kirschbaum im Winter
Spieltische des Lebens
Schlagzeile IV
Schlagzeile V
Verletzte Welt
Lamento
Biographie eines Ackers
Schlagzeile VI
Schlagzeile VII
Wurm-Kur
Blutarm
Kein Wunder
Der Fisch
Wintersonne
Paris 13/11
Doppelmord
Retro
Zweifel
Zur Besinnung kommen
Stilles Wasser
Geduld
Mutter unser
Krieg und Frieden (Sonett i)
Der Krieger
99
Weichspüler
Gefangene
Erst wenn
Dein Job
Quantensprung
Erschöpfung
Wahneines Würdenträgers
Eisbrecher
Gretchenfrage
K, wie Kunstausstellung
Revanche
Hochsaison
Der dumme Mäuserich
Schmerzfrei
Glückslos
Wahre Hoffnung
Kreuz und Kelch (Sonett II)
Von Kreuz befreit
Einst kroch
Andersland
Das Wort
Letzte Worte
Sternenhimmel
Loblied auf Korsika
Anmerkungen, Quellen
Kurzbiographien
Bisherige Veröffentlichungen
„Denn die Poesie, das ist doch zunächst und vor allem ein heiteres und zugleich ein sehr ernstes Spiel. Es schwankt zwischen dem Spaßhaften und dem Feierlichen, dem Närrischen und dem Erhabenen. Es ist ein uraltes und sich stets aufs Neue verjüngendes Spiel.“
Marcel Reich-Ranicki
„Blumenvase Marilyn“, Öl auf Leinwand, 60 x 70 cm
Mit dem alten Erbstück waren Gefühle eingezogen, die geübt werden wollten. Wie der innere Frieden, zum Beispiel.
Alles musste verrückt werden, um Platz zu schaffen für dieses Manifest des Bildungsbürgertums, dem sie nicht angehörte.
Der Flügel wog schwerer als gedacht, und die Erinnerungen, die sie mit ihm verband, machten die Sache nicht leichter.
Aber dann fühlte es sich heimelig an, das gute Stück im Wohnzimmer zu haben. Wie ein Kamin, dessen Feuer nie ausgeht.
Wie ein Gruß von den verstorbenen Eltern, die sagen wollten: Ei, er gehört dir! Du solltest darauf spielen! Es ist nie zu spät!
Leider war er verstimmt, und keinem Profi gelang es, seine Saiten zum Schwingen zu bringen – Ein gebrochener Flügel?
Lange noch sortierte sie die Erinnerungen um den Flügel herum neu, bis auch sie am richtigen Platz waren.
Jetzt schmücken ihn frische Blumen.
Sie trafen sich nachts auf der Brücke, wie zwei,
die sich zufällig begegnen,
oder im Pseudonym, einer Vorstadtkneipe mit
Postern von Che Guevara
und Janis Joplin an den verschmierten Wänden –
die Luft zum Schneiden,
die Frau eines Staatsanwalts und ein Linker aus
der Provinz, der sich Carlos nannte,
tranken Bier aus der Flasche und sprachen über
Brecht und Böll, besser
als die Partys im Yachtclub und die Ansichten
der feinen Gesellschaft, dachte sie.
Dann, im November 72, kommt alles ans Licht:
ihr Gatte korrupt und Carlos ein Extremist!
Sie trennen sich.
Carlos, zorniger denn je und zu allem bereit,
will ins Ausland fliehen, ohne sie.
Aus dem Wagen sieht er sie auf der Brücke,
zitternd und bleich im Licht der Laterne,
bereit in den Abgrund zu springen: ein Bild,
das ihn zur Besinnung bringt.
Ganz fest hält er sie, als wollte er sie nie mehr
loslassen und findet Worte
der Versöhnung. Jahre später, die Saat der
Liebe war endlich aufgegangen,
fragten sie sich im Stillen, wer wohl wem
das Leben gerettet hatte, damals
auf der Brücke, und gingen friedlich, Hand
in Hand, durch das stille Dorf.
Frieden ist mehr als eine Geste –
Frieden ist eine Saat,
die in den Herzen der Menschen
aufgehen muss,
damit sie von den Völkern
geerntet werden kann.
(2021 – inspiriert von der Holzskulptur „PEACE“ von F. Zöllner)
Ich
bin nicht aus
so ‚nem Holz geschnitzt, in das man ‚nen
Herz und zwei Namen ritzt. Es
gibt da kein‘ Stern, der mein‘
Namen trägt, denn
ich bin aus hartem Holz gesägt.
Hab‘ Ecken und Kanten,
will nicht bei dir landen,
‚nen zu breiten Mund,