Sonnenbrand und Vollmondkuss - Angela Gerrits - E-Book

Sonnenbrand und Vollmondkuss E-Book

Angela Gerrits

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Beschreibung

Wenn man gleich am ersten Urlaubstag einen Tretboot-Unfall baut, die kleine Schwester am Strand nicht von der Seite weicht, der eigene Malermeister-Papa das Appartement renoviert und man kurz vorm Vollmond-Rendezvous wie eine geschwollene Feuerqualle aussieht, kann man sich nicht wirklich entspannen, findet Leonie. Doch das ist erst der Anfang ihrer turbulenten Ferien ...

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Veröffentlichungsjahr: 2012

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Sonnenbrand und Vollmondkuss

Angela Gerrits

© 2012 Angela Gerrits

www.angelagerrits.de

published at epubli GmbH, Berlin

www.epubli.de

ISBN 978-3-8442-2544-0

cover & digital editing:

timo kothes;

Ich hatte mich so gefreut! Seit Wochen zählte ich die Tage bis zu den Sommerferien. Endlich Sonne, Strand und Meer. Keine Schule, keine Hausaufgaben, kein Regen. Nur dass meine beste Freundin Svenja nicht mitdurfte, hatte mich geärgert, aber Papa bestand auf einem richtigen Familienurlaub. Also flog ich mit ihm und Mama und meiner kleinen Schwester Nina alleine nach Italien. Das war zwar furchtbar langweilig, aber ich hatte beschlossen, mir meine gute Laune unter keinen Umständen verderben zu lassen.

Sie hielt genau bis zu dem Moment an, in dem wir in unserem Ferienappartement ankamen.

„Ich schlaf oben!“, kreischte Nina vergnügt, knallte mir ihren Rucksack vor die Füße und krabbelte die Leiter hoch.

Ich konnte Doppelstockbetten nicht ausstehen. Schon gar nicht, wenn ich sie mit meiner kleinen Schwester in einem winzigen Kinderzimmer teilen musste.

„Ich kann Doppelstockbetten nicht ausstehen“, muffelte ich, aber niemand hörte mir zu.

„Ist das herrlich!“, rief Mama entzückt und öffnete die Balkontür.

„Und alles inklusive“, sagte Papa zufrieden und legte die Arme um Mamas Schultern.

Mussten sie ausgerechnet jetzt rumturteln?

„Inklusive was?“, grummelte ich.

Papa nahm die schwarze Mappe vom Schreibtisch, schlug sie auf und las: „Inklusive Essen und Trinken, Poolbenutzung, Sport- und Freizeitangebot, Kinderspielpatz, hoteleigenem Strandabschnitt, Badetüchern, Sonnenliegen und Sonnenschirm, Teilnahme an der Verlosung eines romantischen Candlelight-Dinners im Wert von hundert Euro sowie des Internet-Cafés.“

Ich horchte auf. Immerhin, so konnte ich Svenja wenigstens berichten, dass sie nichts verpasste.

„Und Tretbootfahren auch?“ Nina zupfte an Papas Hemd.

Papa nickte. „Alles, mein Schatz. Alles bis auf unseren Kursus.“

„Kursus?“, fragte ich alarmiert.

Mama lachte. „Keine Sorge, das betrifft nur Papa und mich. Wir wollen nämlich Italienisch lernen. Ein Exklusivangebot des Hotels.“

Papa schnappte sich die Koffer, die in der offenen Eingangstür standen, und trug sie ins Schlafzimmer. „Ich wurde wie immer erst gar nicht gefragt.“

„Soll das heißen ... jeden Tag?“, hakte ich vorsichtig nach.

„Jeden Vormittag“, erklärte Mama. „Von zehn bis halb zwei. Morgen geht’s los.“

Meine Laune besserte sich schlagartig, denn was Mama erzählte, bedeutete, dass ich jeden Vormittag tun und lassen konnte, was ich wollte. Zum Beispiel faul in der Sonne liegen und zum Abkühlen zwischendurch mit den Füßen im Wasser plantschen und dann wieder faul in der Sonne liegen und immer so weiter. Herrliche Vorstellung! Dafür nahm ich sogar ein winziges Kinderzimmer mit Doppelstockbett und kleiner Schwester in Kauf.

„Das bedeutet, dass ihr beide jeden Vormittag tun und lassen könnt, was ihr wollt“, grinste Mama und zog die Augenbrauen hoch. „Innerhalb der Hotelanlage, versteht sich.“

„Und natürlich zusammen!“, rief Papa von nebenan.

Das fand ich gar nicht mehr herrlich. Ich sollte jeden Vormittag auf Nina aufpassen, während Mama und Papa sich vergnügten? Das hatten sie sich ja fein ausgedacht. Von wegen Familienurlaub!

„Kommt nicht infrage“, protestierte ich. „Da müsst ihr euch ’n anderen Babysitter suchen, ich hab nämlich Ferien!“

„Ich brauch keinen Babysitter!“, konterte Nina empört.