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Weit mehr als eine Berg-und-Tal-Fahrt! Entdecken Sie die einzigartigen Landschaften der Alpen mit dem Wohnmobil: vom Genfer bis zum Wörther See, vom Mont Blanc bis zum Dachstein-Gebirge. Übernachten Sie am Fuß der Berge, an einer Passstraße oder auch mitten in der Stadt – im Angesicht der gewaltigen Gebirgsnatur. Dieses Reisebuch liefert die besten Tipps, wo Sie Ihren Camper am günstigsten und/oder schönsten alpennah parken.
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Seitenzahl: 130
Veröffentlichungsjahr: 2022
ULI AUFFERMANN
VORWORT
EINLEITUNG
IN DEN HOHEN TAUERN
1 GROSSGLOCKNER HOCHALPENSTRASSE
2 HEILIGENBLUT
3 LIENZ
4 FELBERTAUERNSTRASSE
5 VIRGENTAL
6 UMBALFÄLLE
7 NATIONALPARK HOHE TAUERN
DAS SALZKAMMERGUT
8 SALZBURG
9 ST. WOLFGANG
10 GMUNDEN
11 GRÜNAU
12 BAD ISCHL
13 HALLSTATT
14 GOSAU
15 BAD AUSSEE
DIE DACHSTEIN-REGION
16 STEIRISCHE RAMSAU
17 HOHER DACHSTEIN
18 GRIMMING
19 DIE DACHSTEINHÖHLEN
20 SCHLADMING
IM GESÄUSE
21 ADMONT
22 JOHNSBACH
23 NATIONALPARK GESÄUSE
24 LEOPOLDSTEINER SEE
25 ÖSTERREICHISCHE EISENSTRASSE
26 LEOBEN
KÄRNTEN
27 OSSIACHER SEE
28 VILLACH
29 WEISSENSEE
30 SPITTAL
31 MILLSTÄTTER SEE
32 NOCKBERGE
33 HOCHOSTERWITZ
34 KLAGENFURT
35 WÖRTHERSEE
ZU FÜßEN DES KAISERGEBIRGES
36 WILDER KAISER
37 ELLMAUER TOR
38 KUFSTEIN
39 FESTUNG KUFSTEIN
40 KITZBÜHEL
ZW. MONTAFON UND INN
41 BLUDENZ
42 SCHRUNS
43 SILVRETTA-HOCHALPENSTRASSE
44 ST. ANTON
45 LANDECK
46 IMST
IM OBERENGADIN
47 ZUOZ
48 ST. MORITZ
49 PONTRESINA
50 OBERENGADINER SEEN
51 JULIERPASS
52 BERNINA-EXPRESS
BERNER ALPEN
53 THUN
54 INTERLAKEN
55 BRIENZ
56 LAUTERBRUNNENTAL
57 GRINDELWALD
58 SUSTEN, GRIMSEL UND FURKA
GENFERSEE UND RHÔNETAL
59 LAUSANNE
60 MONTREUX
61 RHÔNE
62 LA THOMASIA
63 RHÔNE-SEITENTÄLER
64 SION (SITTEN)
65 ZERMATT
66 SAAS-FEE
GRAUBÜNDEN
67 CHUR
68 DOMLESCHG
69 SURSELVA
70 DAVOS
AN LOISACH, ISAR UND INN
71 GARMISCH-PARTENKIRCHEN
72 ZUGSPITZE
73 MITTENWALD
74 KARWENDEL
75 INNSBRUCK
ALLGÄUER ALPEN
76 OBERSTDORF
77 KLEINWALSERTAL
78 DEUTSCHE ALPENSTRASSE
79 FÜSSEN
80 SCHWANGAU
81 TANNHEIMER TAL
BODENSEE
82 DIE SCHWEIZER SEITE
83 ST. GALLEN
84 LINDAU
85 BREGENZ
86 KONSTANZ
KONTRASTREICHES SAVOYEN
87 GENF
88 THONON-LES-BAINS
89 MONT BLANC
90 CHAMONIX
SÜDLICH DES MONT BLANC
91 SAINT-GERVAIS
92 ALBERTVILLE
93 VANOISE
94 GRENOBLE
95 L’ALPE D’HUEZ
BOZEN UND MEHR
96 BOZEN
97 KALTERER SEE
98 EGGENTAL
99 KARERPASS
100 MARMOLADA
101 SEISER ALM
102 GRÖDNERTAL
DOLOMITEN-NORDOST
103 BRUNECK
104 TOBLACH
105 DREI ZINNEN
106 MISURINASEE
TRENTINO
107 TRIENT
108 SUGANERTAL
109 MONTE BALDO
110 GARDASEE
111 VAL DI LEDRO
JULISCHE ALPEN
112 TRIGLAV-NATIONALPARK
113 PLANICA
114 KRANJSKA GORA
115 SOČA
116 BLED
117 WOCHEINER SEE
REGISTER
BILDNACHWEIS
IMPRESSUM
Steinböcke im Nationalpark Hohe Tauern.
Besuchermagnet Schloss Neuschwanstein bei Füssen.
Die Kombi Wein und Wandern bietet sich im Trentino geradezu an.
Altstadtbummel in Albertville.
»NUR UNTERWEGS ERFÄHRT MAN DAS GEFÜHL MÄRCHENHAFTER VERWUNSCHENHEIT.«
Erich Kästner (1899–1974)
Unterwegs in eindrucksvoller Bergwelt. Hier am Sustenpass.
Die Hochgebirgslandschaft des Wallis am Camping des Glaciers ist beeindruckend.
Mit dem Wohnmobil die Alpen entdecken – das ist wahrlich eine traumhafte Erfahrung! Die ungemein abwechslungsreiche Landschaft des rund 1200 Kilometer langen Alpenbogens zwischen Wien und Nizza zeigt nah beieinander so viele unterschiedliche Gesichter, dass man immer wieder fasziniert sein muss. Im Laufe der Erschließungsgeschichte sind – von der Römerzeit über den Beginn des Fremdenverkehrs bis heute – zahlreiche befahrbare Pässe und etliche Tunnel entstanden, die den Transitverkehr gewährleisten, aber auch den Tourismus fördern. Und die wunderschönen Bergstraßen, die man – fahrerisches Können und Topzustand des Fahrzeugs in technischer Hinsicht vorausgesetzt – unbedingt mit einplanen sollte, führen mitunter durch mehrere Klimazonen von einem malerischen Tal über aussichtsreiche Höhen ins nächste Alpental. Dabei eröffnen sich grandiose Blicke über spektakuläre Berglandschaften.
Fahrspaß und Anregung kommen garantiert nicht zu kurz auf kurvenreichen, bisweilen schmalen Passstraßen, die den Abgrund erahnen lassen. Oder aber man nähert sich der bezaubernden Landschaft ganz gemütlich durch ein Flusstal und wählt die bequemste Route.
Zwischen Voralpenland und Hochalpen, Nördlichen Kalkalpen und Seealpen gibt es für den Wohnmobilisten Ziele ohne Ende, ob in den deutschen Alpen, in Österreich oder Italien, in der Schweiz, in Frankreich oder Slowenien. Mit unterschiedlichstem Klima, mit kultureller Vielfalt und kulinarischen Besonderheiten. Mit hübschen Dörfern und Städtchen, mit Alpenstädten von großer Tradition oder einsamen urigen Bergdörfern weitab vom Trubel. Mal rau, mal lieblich, mit blühenden Wiesen oder kargen Felsen, wo Steinbock, Gämse und Steinadler zu Hause sind. Mit reizvollen Seenlandschaften und kristallklaren Bergseen, am Fuße vergletscherter Westalpenriesen oder in fast schon mediterranem Ambiente – schön ist es in den Alpen immer. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Entdecken!
Seitdem in den 1950er-Jahren der zum Kult gewordene »Bulli«, der Volkswagen T1, in Serie ging und eine neue Reisekultur geboren war, zieht es uns mit dem Wohnmobil auch in die Alpen. Manchmal nur zum Transit, doch immer mehr als Ziel der Träume. Inzwischen ist die Vielfalt der Fahrzeuge ebenso beeindruckend wie die technische Entwicklung. Der Freiheit bezüglich Ausstattung und Komfort sind im Grunde nur kostentechnische Grenzen gesetzt, und das erhöht die Möglichkeiten enorm, nicht nur für den Sommer, sondern sogar auch für den Winter. Kompakte Wohnmobile eignen sich für eine Alpentour aber generell besser als »XXL-Formate«. Ganz wichtig: Machen Sie sich zuvor damit vertraut, was Sie auf Ihrer geplanten Route erwarten wird.
Wollen Sie auch hohe Pässe befahren, gelten andere Regeln als für Übergänge in tieferen Lagen, und ausreichend Fahrpraxis und Erfahrung vor allem auf Bergstraßen sind Voraussetzung für eine entspannte Tour. Welche Pässe für Wohnmobile überhaupt geeignet sind und ob man sie zur geplanten Zeit befahren kann, welchen Einfluss die Witterung auf die Befahrbarkeit hat und wo man die entsprechenden Infos dazu erhält, das muss man natürlich genau wissen. Generell ist es für eine Alpenfahrt wichtig, sich Kenntnisse über das Wetter anzueignen, denn Extreme sind dort keine Seltenheit, speziell in höheren Lagen. Vom strahlenden Sonnenschein hin zu einem Unwetter mit nahezu winterlichen Temperaturen ist es da nicht weit. Das gilt oftmals auch für die Temperaturspanne zwischen Tag und Nacht, zwischen Tal und Höhenlage, sodass es schnell mal richtig kalt werden kann! Auch im Sommer kühlt es je nach Reiseziel nachts empfindlich ab; deshalb sollte man sich mit der Heizung schon auskennen und immer auch warme Kleidung dabeihaben. Dass winterliche Temperaturen für eine Reise in die Alpen kein echter Hinderungsgrund sind – abgesehen von manch gesperrtem Pass oder wegen Lawinengefahr nicht befahrbarer Straße –, davon zeugen die vielen Campingplätze, die auch in der kalten Jahreszeit für Camper zur Verfügung stehen!
Klein und kompakt hat auch seine Vorteile
Bei einer Fahrt in die Berge sollte man sich nicht als absoluter Neuling ans Steuer setzen, insbesondere was steile Straßenabschnitte, enge Kurven und winterliche Verhältnisse angeht. Hat das Fahrzeug der Wahl nicht gerade das klassische VW-Bus-Format, sind Gewicht und Größe und dadurch das Fahr- und Bremsverhalten deutlich anders als beim Pkw. Ganz allgemein sind immer etwas Übung und am besten auch ein Fahrsicherheitstraining anzuraten, egal wohin man in den Alpen möchte. Dass das Fahrzeug in einem technisch einwandfreien Zustand sein muss – und das gilt ganz besonders für die Bremsen –, versteht sich von selbst.
Das Bergauffahren gestaltet sich meist relativ problemlos. Vorsichtige sollten sich nicht scheuen, dabei zwischendurch auch mal in eine Parkbucht auszuweichen, um mögliche ungeduldige »Verfolger« vorbeizulassen. Eindeutig der anspruchsvollere Abschnitt der Passfahrt ist aber die Strecke bergab. Um die Bremsen nicht zu stark zu belasten, wird geraten, zusätzlich mit dem Motor zu bremsen, also einen kleineren Gang einzulegen – auch das kann man vorab üben. Als nützlicher Hinweis gilt: Hinunter im gleichen Gang fahren, den man auch zur Auffahrt benutzen würde!
Campingplätze am Wasser sind besonders beliebt, wie hier Camping Grubhof in St. Martin bei Lofer.
Für den echten Notfall, sollten also die Bremsen versagen, geben Experten folgende Anweisung: Zeigt das Betätigen des Bremspedals keinerlei Effekt, dann langsam und vorsichtig die Handbremse ziehen und schlussendlich den Wagen im spitzen Winkel bis zum Kontakt an die Leitplanke oder Mauer bzw. Felswand lenken, um den Wagen so zu verlangsamen und zum Stehen zu bringen. Hört sich schlimm an, aber wenn ansonsten ein Frontalaufprall oder gar Absturz droht, ist ein teildemoliertes Wohnmobil allemal die bessere Alternative.
Damit es nicht zu Enttäuschungen kommt, sollten Wohnmobil-Neulinge wissen, dass Womo-Stellplätze, anders als Campingplätze, nicht selten wenig Infrastruktur bieten. Stattdessen bestehen sie aus einem manchmal sehr unromantischen, dafür aber praktischen und meist preiswerten Stellplatz für das Fahrzeug – etwa auf einem Großparkplatz oder einer sonstigen geeigneten Fläche. Wird mehr Ausstattung geboten, kann diese recht unterschiedlich sein. Eine Einrichtung, an der sich Frischwasser auffüllen lässt, findet man recht häufig, so wie man oft auch das sogenannte Grauwasser (Abwasser, nicht aber Chemietoilette) entsorgen kann. Besonders praktisch ist, wenn das für die Entleerung der Campingtoilette ebenso möglich ist und zusätzlich eine Stromversorgung besteht. Da die Plätze in der Regel nicht persönlich betreut werden, erfolgt die Bezahlung meist über Münzautomaten, per Smartphone oder mit Karten. Komfortabler eingerichtete Stellplätze haben vielleicht ein Sanitärgebäude und einen Grill- oder Picknickplatz, manche sogar einen Kinderspielplatz.
An der Nockalmstraße.
Etwas Besonderes an Campingplätzen ist der sogenannte »Stellplatz vor der Schranke«. Dort darf man das Wohnmobil unabhängig von den Öffnungszeiten des Campingplatzes hinstellen, kann also nach Schließung der Anmeldung anfahren oder am Morgen frühzeitig weiterfahren. Auch als »Stop & Go-Plätze« oder ähnliches bezeichnet, gibt es dort unterschiedliche Verfahren zur Bezahlung.
Grundsätzlich empfiehlt es sich, Auffahrkeile mitzuführen, um bei einer (leichten) Hanglage des Stellplatzes den Wagen ausrichten zu können und nicht in Schieflage übernachten zu müssen.
Mit guter Vorbereitung und/oder etwas Zeit findet man bestimmt überall eine schöne Stelle für die Nacht, aber Achtung: Das Übernachten sollte dort auch erlaubt sein, denn sonst drohen mitunter empfindliche Strafen! Die Regelungen in den einzelnen Ländern sind teilweise unterschiedlich. Schon aus Respekt vor den Interessen anderer (letztlich aber auch im eigenen) sollte man sich an die Vorgaben halten und Anwohner, Landwirte oder Waldbesitzer nicht gegen Camper aufbringen, denn über kurz oder lang würde es dann zu weiteren Einschränkungen und Verboten führen – von der schlechten Stimmung gegenüber Wohnmobilisten gar nicht zu reden. Sollte es doch einmal zu einer ungeplanten Übernachtung abseits öffentlicher Stellmöglichkeiten kommen, ist es unbedingt geboten, zuvor auf die Anlieger freundlich zuzugehen und anzufragen, ob sie eine Fläche zur Verfügung stellen würden, anstatt sich einfach irgendwo hinzustellen. Es versteht sich von selbst, dass man nicht erst am späten Abend anklopft, alles sauber hinterlässt und natürlich auch sein eigenes WC dabei hat. Wer weiß, vielleicht ergibt sich dabei sogar das eine oder andere nette Gespräch.
Wunderbarer Blick auf das Tal des Vorderrheins.
In Deutschland und Frankreich wurden mittlerweile schon recht viele Wohnmobil-Stellplätze ausgewiesen; anderswo, etwa in der Schweiz und Slowenien, wird zum Teil intensiv daran gearbeitet. Allgemein kann man sagen, dass der Markt – verstärkt durch das Urlaubsverhalten der letzten Jahre (Corona-Pandemie) – stark in Bewegung geraten ist. Auf der einen Seite haben manche Platzanbieter wegen des großen, teilweise unkontrollierten Ansturms aufgegeben, doch sind auch viele neue Areale entstanden, denn Wohnmobilisten werden zunehmend als attraktive Gästegruppe wahrgenommen. Deshalb gilt mehr als sonst, möglichst aktuelle Infos heranzuziehen. Und mit etwas Zeitreserve anzureisen, ist immer ratsam, vor allem, wenn man zuvor nicht reserviert hat bzw. keine Möglichkeit dazu bestand, damit man nicht wegen Platzmangels abgewiesen wird. Die Devise heißt also: flexibel sein.
Generell gilt: Für die Fahrt in den Bergen ist man mit einem kompakt gebauten Fahrzeug besser beraten. Ortsdurchfahrten gestalten sich leichter, es gibt mehr geeignete Parkplätze, das Rangieren ist unkomplizierter und man findet auch auf kleineren Stellplätzen, etwa bei einem Bauern, Platz. Gibt es von Seiten der Platzanbieter in den Übersichten, Listen oder Apps bereits Hinweise auf eine Längenbegrenzung, dann halten Sie sich bitte unbedingt daran!
Benötigt man einen Stellplatz für eine Nacht, könnte es nützlich sein, sich zuvor Gasthöfe mit großen Parkplätzen herauszusuchen (z. B. auf Google Maps), um dann telefonisch nachzufragen, ob man dort stehen darf, wenn man im Gegenzug dafür bei ihnen einkehrt.
Für das Abstellen untertags empfiehlt es sich, größere Parkplätze anzufahren, etwa bei Freibädern oder Sportstätten, bei Bergbahnen und Sehenswürdigkeiten, oder Wanderparkplätze anzusteuern, sofern das Parken für Wohnmobile dort nicht verboten ist. Vermehrt nutzen inzwischen die Gemeinden oder Betreiber solche bestehenden Flächen, die ab dem Abend nicht mehr gebraucht werden, um Touristen mit Wohnmobilen einen Platz für die Nacht zu bieten.
Immer mehr Campingplätze entwickeln spezielle Gastkonzepte, die vielleicht auch für den Wohnmobil-Urlauber interessant sein können: »Ü-16-« oder »Ü-50-Angebote«, ECO-Camping (also Plätze mit weitreichenden Umweltschutz-Richtlinien), Familienplätze oder Campings, die keine Haustiere zulassen. Andersherum gibt es natürlich auch solche Plätze, die sich gerade an Hundebesitzer wenden usw.
Im Idealfall kann man Berg- und Badeurlaub verbinden, auch am Alpen-Caravanpark Tennsee.
Eines vorweg: Vor Urlaubsbeginn sollte man sich bei seinem Autoclub noch einmal nach den aktuellen Regeln erkundigen, was zum Beispiel die Höchstgeschwindigkeiten und die Mautabwicklung angeht oder was verpflichtend im Wagen mitgeführt werden muss (z. B. Anzahl der Warnwesten, Verbandszeug oder Warndreieck).
Für Camper ein beliebtes Urlaubsland.
Sehr gute Qualität der Camping-Einrichtungen. Stellplätze für Womos, auch vor den Schranken der Campingplätze, gibt es inzwischen häufiger, eine Ver- und Entsorgung (Frischwasser bzw. Grauwasser, Schwarzwasser) ist verbreitet möglich.
Mautsystem: Vignettensystem für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen (Vignette frühzeitig besorgen). Liegt das Gewicht darüber, gilt eine fahrleistungsabhängige Maut (eine GO-Box wird benötigt, sie tritt dann automatisch in Kontakt mit den Mautportalen), an mehreren Tunneln und Alpenstraßen wird eine zusätzliche Maut erhoben.
In der Schweiz steigt die Zahl der Campingübernachtungen ebenfalls stetig.
Die meisten Campinganlagen verfügen über einen hohen Standard. Dazu werden Stellplätze vor den Anlagen und eigens angelegte Womo-Stellplätze in den letzten Jahren deutlich zahlreicher angeboten.
In vielen Kantonen ist das Übernachten auf Parkplätzen und an Raststätten verboten, generell darf in geschützten Gebieten nicht »wild« campiert werden.
Es besteht Tagfahrlichtpflicht.
Mautsystem: Vignettensystem für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen, bei mehr Gewicht ist bei Einreise eine Schwerverkehrsabgabe zu entrichten. Mehrere Tunnel erheben eine Sondermaut.
Das deutsche Alpengebiet ist für Camper bestens erschlossen. In Bayern gibt es jedes Jahr mehrere Millionen Campingübernachtungen, davon ein erheblicher Teil in den deutschen Alpen – dort befindet sich etwa ein Drittel aller bayerischen Campingplätze. Die Ausstattung gehört europaweit zu den hochwertigsten. Eine gute Versorgung mit Wohnmobilstellplätzen ist in vielen Gegenden gegeben und nimmt stetig zu. Auch die Stellplätze vor den Schranken der Campingplätze werden immer mehr.
An den wichtigen touristischen Orten finden sich in Südtirol und im Trentino meist reichlich Campingplätze, die qualitativ zu den hochwertigsten im europäischen Vergleich zählen. Reine Wohnmobilstellplätze (Area di Sosta Camper) sind nicht so verbreitet, auch Campingplätze, die Stop & Go-Plätze anbieten, sind noch eher selten.
Außerhalb geschlossener Ortschaften besteht Lichtpflicht.
Mautsystem: Fast alle Autobahnen sind mautpflichtig, bezahlt wird an den Mautstellen bar oder per Karte.
In den französischen Alpen gibt es wunderschön gelegene, gut ausgestattete Campingplätze. In kleineren Orten findet man auch schon mal recht einfache »Camping Municipals« oder aber mitunter innerstädtisch bzw. zentral gelegene offizielle Wohnmobilstellplätze (Aire de Camping-Car), die zumindest ihren Zweck erfüllen, während die Lage nicht unbedingt besticht – für einen Zwischenstopp aber eben vollkommen ausreichen, wie man es auch in Deutschland kennt. So bietet Frankreich den Wohnmobilisten also eine überwiegend gute bis sehr gute Versorgung.
Mautsystem: Die Autobahnmaut wird auch hier direkt an Mautstellen in bar oder per Kreditkarte entrichtet. Tunnel und Brücken sind zusätzlich mautpflichtig.
Burgen und Berge, Obst- und Weinanbau – das macht das sonnenverwöhnte Südtirol aus.
Slowenien baut seit einiger Zeit sein Stellplatzangebot aus, um der größeren Nachfrage gerecht zu werden. Alle ausgewiesenen Stellplätze sind umzäunt und mit einer Schranke ausgestattet, Stromanschlüsse sind vorhanden und Wasserversorgung sowie Fäkalienentsorgung ist gewährleistet.
Mautsystem: Für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen wird auf Autobahnen und mautpflichtigen Schnellstraßen eine Vignette verlangt, für schwerere Wagen ist die Ausstattung mit einem DarsGo-Gerät Pflicht, um am elektronischen Mautsystem teilzunehmen.
Es gilt auch tagsüber Lichtpflicht.
Das Übernachten an Straßen und auf Parkplätzen ist generell untersagt.
Weil das Reisen und Urlauben mit dem Wohnanhänger oder dem Wohnmobil mittlerweile sehr an Popularität zugenommen hat, haben sich auch die Angebote für Womos verbessert. Das gilt ebenso für die Informationsmöglichkeiten, die deutlich mehr und vielfältiger geworden sind.
