Das Verhältnis zwischen dem Ersten und Zweiten Testament - Peter Hubertus Erdmann - E-Book

Das Verhältnis zwischen dem Ersten und Zweiten Testament E-Book

Peter Hubertus Erdmann

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Theologie - Biblische Theologie, Note: 2,0 , Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Katholische Fakultät), Veranstaltung: „Geh also! Ich bin mit deinem Mund” – Einführung in die alttestamentliche Prophetie und die Methoden der Exegese, Sprache: Deutsch, Abstract: Hinter der Formulierung „Theologische Ethik im Ersten Testament“ verbirgt sich die Frage nach einer möglichen Unterscheidung zwischen dem alttestamentlichen und dem neutestamentlichen Gott anhand einer Betrachtung von dessen ethischen Handeln in beiden Testamenten. Beim Überfliegen der beiden Testamente mag mancher Leser den Eindruck eines Gegensatzpaares entwickeln: auf der einen Seite glaubt er beim Ersten Testament (ET) einem gesetzesbewussten, strengen, komplizierten Gott zu begegnen, der den Sünder blutigst niederschlägt. Auf der anderen Seite des Zweiten Testaments (ZT) dagegen sieht der Leser einen Protagonisten für das Herzliche und einen Überwinder von rechtlichen Spitzfindigkeiten, der als liebender Vater dem Sünder mit offenen Armen entgegenläuft. Dadurch kann sich sicherlich die Frage aufdrängen, ob beim Wechsel vom Ersten Testament zum Zweiten Testament nicht verschiedenartige moralische und ethische Auffassungen Gottes aufgezeigt werden. Dies hieße damit nichts anderes, als dass Jesus eine neue Gottesethik gepredigt habe. Völlig außer acht gelassen wird jedoch bei vielen Menschen, dass manche neutestamentliche Passage ebenfalls einen recht blutrünstigen Charakter innehat. Außerdem wird der Umstand übergangen, dass das ET ebenfalls einen gnädigen, barmherzigen Gott präsentiert. Der Versuch der vorliegenden Hausarbeit soll deshalb darin bestehen, anhand der Exegese einiger ausgewählter alttestamentlicher Passagen (die Zehn Gebote, das Talionsgesetz, die Rachepsalmen) die positiven Charakterzüge Jahwes zu beleuchten. Wenn wir das so nicht wahrnehmen, dann liegt dies m. E. in unserem selektiven oder fehlenden Wissen um Bibel und jüdische Kultur.

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