Die verlorenen Bücher - Gabriele W. Luehr - E-Book

Die verlorenen Bücher E-Book

Gabriele W. Luehr

0,0

Beschreibung

Die Kinder Liv und Lukas leihen sich ein Buch aus der Bibliothek und sehen beim Lesen eine Tür die immer grösser wird und sie gehen durch die Tür und lernen 2 Kobolde kennen und erleben einige Abenteuer mit den Beiden und der Feuerfee .

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 56

Veröffentlichungsjahr: 2023

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Meinen Enkelkindern, Greta, Mathilda, John, Liv und Lukas

Es gibt einen kleinen Ort hoch oben im Norden.

Dort wohnen die Zwillinge Liv und Lukas.

Beide waren 8 Jahre alt und gingen in die zweite Klasse.

Am Nachmittag, nach der Schule, spielten sie gern in ihrem großen Garten.

Es gab eine Schaukel, eine Wippe, auch ein Sandkasten war da, aber dafür fühlten die beiden sich schon zu groß.

Wenn das Wetter mal nicht so schön war, beschäftigten sie sich mit ihrem zweitliebsten Hobby, und das war, Bücher anzusehen und zu lesen.

Sie hatten viele Bilderbücher und wann immer ein Geburtstag war oder ein anderes Fest, bekamen sie ein neues Buch dazu.

Nun waren sie schon so weit, dass sie selber lesen konnten und oft sah man sie, jeder in seinem Zimmer oder manchmal auch beide in einem Zimmer in einer Ecke, lesen und lesen.

Die Bücher entführten sie in die ganze Welt.

Liv las am liebsten etwas über Mädchen, die Tiere hatten, während Lukas gern Bücher las, in denen Jungen Sport trieben und/oder auch Abenteuer erlebten.

So verbrachten sie manche Regentage in ihren Zimmern.

Manchmal kamen auch Klassenkameraden zu ihnen oder sie spielten mit den Nachbarskindern.

Es gab also keine Langeweile bei ihnen.

Eines Tages schlug ihre Mutter vor, dass sie doch einmal zusammen in die Bibliothek gehen könnten. Dort konnte man doch sicher Bücher für die Kinder ausleihen.

Dass ihre Zwillinge Leseratten waren, wusste die Mutter natürlich und sie sah es auch gern. Da wollte sie doch immer für Lese-Nachschub sorgen.

Die Kinder waren sofort begeistert, sie rannten raus, schnappten die Räder und schon ging es los in den Ort.

An einem roten Backsteingebäude hielten sie an und sprangen von ihren Fahrrädern.

Die Mutter schloss die Räder ab und dann ging sie den Zwillingen hinterher, die schon voranliefen.

Als sie die Tür zur Bibliothek durchschritten hatten und die Mutter sie der Bibliothekarin vorstellte, begrüßten sie die Dame, und schon warfen sie Blicke auf die langen Buchreihen in den Regalen.

Im Vorraum waren einige Kindertische aufgestellt und es saßen auch ein paar Kinder da und waren vertieft in ihre Bücher.

Bevor sie selber stöbern durften, wurde ihnen noch erklärt, wo sie die Bücher für ihr Alter finden konnten.

Jetzt waren sie genug informiert und konnten sich dort umsehen. Jeder versuchte die Reihen zu sichten und schon bald hatten sie sich ein paar Bücher aus den Regalen genommen und setzten sich an einen der Tische und blätterten darin.

Die Mutter unterhielt sich noch mit der Bibliothekarin und achtete nicht mehr auf sie.

Liv hatte ein besonders dickes Buch mit einem Verschluss davor gefunden. Das hatte sie sofort interessiert, weil sie ein Geheimnis darin vermutete, denn warum sollte sonst ein schlossähnlicher Riegel vor dem Buch sein.

Sie blätterte etwas in dem Buch. Es schien Spannung zu versprechen und so legte sie es beiseite, um es mit nach Hause zu nehmen. Nun suchte sie sich noch einige andere Bücher aus und dann war sie mit ihren Bücherwünschen fertig.

Lukas hatte ebenfalls schon einige Bücher auf dem Tisch liegen, die er mitnehmen wollte.

Diese beiden Stapel schleppten sie nun zum Tisch der Bibliothekarin, die sich noch immer mit der Mutter unterhielt. „Wir sind fertig und haben schon Bücher gefunden“, unterrichteten sie die Mutter und dann übergaben sie der Bibliothekarin ihre Bücherauswahl und diese stempelte das Datum ein, bis wann die Bücher ausgeliehen werden durften.

Nun trugen sie die Bücher nach draußen und legten sie in ihre Rucksäcke und dann in den Fahrradkorb.

Nachdem nun auch die Mutter rauskam, ging es ab nach Hause. Sie freuten sich schon auf einige schöne Lesestunden.

Heute allerdings würden sie nicht mehr dazu kommen, da noch ein paar Hausaufgaben warteten und dann war es auch bald Abend und sie stürzten sich auf das Abendessen.

Dabei berichteten Sie dem Vater von ihrem Ausflug mit der Mutter zur Bücherei.

Die Mutter erzählte, dass die Zwillinge in der Bibliothek aufgenommen waren und von nun an immer mal wieder etwas an Lesestoff ausleihen durften.

Der Vater freute sich über diesen Fortschritt seiner Kinder und wies darauf hin, dass man die Bücher pfleglich behandeln und pünktlich zurückbringen müsste, da auch noch andere Kinder die ausleihen wollten.

Nach kurzer Zeit waren alle schlafen gegangen und es war Ruhe im Haus.

Der nächste Tag brachte erst einmal den Schulbesuch und dann das Mittagessen und diesmal hatten sie keine Aufgaben mehr zu machen und konnten sich endlich den Büchern widmen.

Liv zeigte Lukas das ganz dicke Buch mit dem Riegel, und das wollten sie als Erstes genau ansehen.

Auf dem Buchdeckel stand der Titel und er hieß: „Die verlorenen Bücher.“

Sie öffneten den Riegel und konnten nun die Seiten blättern.

Während sie anfingen, die erste Seite, auf der ein kurzer Text stand, gemeinsam zu lesen, kam es Liv vor, als wenn die Seite des Buches immer größer wurde. Ja, und auch Lukas wunderte sich.

„Das Buch wird ja immer größer, siehst du das?“, fragte er seine Schwester.

Die nickte und sah mit staunenden Augen, wie das Buch wuchs und wuchs. Bald war es so groß wie sie beide und auf der ersten Seite erschien eine Tür. Plötzlich öffnete sich diese Tür.

Was hinter der Tür war, konnten sie nicht sehen, aber sie hörten eine Stimme, die zu ihnen sagte: „Kommt herein, kommt herein.“

Liv hatte das Gefühl, als wenn etwas sie in das Buch und durch die Tür zog, und sie fasste nach Lukas Hand und zog ihn mit.

Schon bald waren sie beide in der Tür der Seite verschwunden und dahinter befanden sie sich in einem gartenähnlichen Grundstück.

Sie sahen Bäume und Sträucher und schöne Blumen, wie in ihrem eigenen Garten. Von einem Haus war nichts zu sehen, aber einen Weg konnten sie erkennen.

Liv sah Lukas an und fragte: „Sollen wir da einmal langgehen?

Wir sind doch zu zweit und es sieht hier so schön aus wie in unserem Garten.“

Lukas nickte mit dem Kopf: „Ja, das müssen wir erkunden, was es mit diesem komischen Buch auf sich hat“, sprach er und rannte schon ein paar Schritte vor.

Es duftete so schön nach Blüten und Blumen und in der Ferne sahen sie ein paar Bäume.

„Hi, hi, hi, ha, ha, ha!“

Liv sah ihren Bruder an: „Hörst du das auch?“, fragte sie ihn.

„Pst, da lachen welche“, flüsterte Lukas.

Sie lauschten beide.

Ein Stück weiter des Weges, auf dem sie standen, sahen sie einen dicken alten Baum.

Daher schien das Gelächter und Gekicher zu kommen.

Sie gingen vorsichtig auf den Baum zu. Kurz bevor sie ihn erreichten, sprangen auf einmal zwei kleine Wesen hervor.

Die Kinder zuckten richtig zurück vor Schreck, aber die zwei merkwürdigen Wesen lachten sie fröhlich an und sahen auch überhaupt nicht böse aus.