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Vieles im politischen und gesellschaftlichen Leben in unserer Zeit wird akzeptiert, ohne auf die Folgen des Wohlstands-Lebens zu achten! Hierzu stellt der Autor in seinem Buch unbequeme Fragen an die Menschheit. Wie kann es mit der Bevölkerung der Erde weitergehen? Die Menschen sind die Ursache der Klimakatastrophen. Kann die Demokratie als Staatsform Lösungen bringen? Jesus hat gesagt: Lass dem Kaiser, was des Kaisers ist. Wie kann die weltliche Macht in der katholischen Kirche eine so große Bedeutung erlangen? Warum wurde Gott mit menschlichen Zügen dargestellt?
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Seitenzahl: 69
Veröffentlichungsjahr: 2023
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„So viel Kritik an allem, wie vom Autor dargelegt, kann ja gar nicht begründet sein!“
Die Menschen sind doch im Grunde gut, ehrenamtlich tätig, hilfsbereit und fürsorglich. Da müsste man doch auch viel Positives zu berichten wissen, wenn man es beachten würde. Diesen Vorwurf muss ich mir gefallen lassen. Denn wenn ich bei meiner Familie, Nachbarn und mir beurteile soll, fällt das fast immer positiv aus. Auf der anderen Seite bezieht sich meine Kritik ja nicht auf Erdachtes, sondern auf Tatsachen, die ich begründen kann. Es ist unser demokratisches Gesellschaftssystem, mit dem Gedanken freiheitlichen Gestaltung, dass den Tatsachen nicht Rechnung trägt. Aber auch mit dem kapitalistischen Profitdenken gepaart ist.
Wenn ich mit 91 Jahren noch ein Buch geschrieben habe, dann ist es die Erfahrung in einem langen Leben und das Wissen der möglichen Folgen menschlichen Handelns.
Die Frage, hat sich das gesellschaftliche Leben verbessert oder verschlechtert, spielt eine große Rolle.
Als Kind bin ich mit dem Zug über Duisburg durch das Ruhrgebiet gefahren und habe mit Interesse Beleuchtung und qualmende Schlote bewundert. In Dortmund sind mir Rußpartikel in die Augen gekommen. Die Luft war verpestet. Kinder wurden nach Bayern geschickt, um sich in der frischen Luft zu erholen.
Jetzt hat das Ruhrgebiet die bessere Luft. Dafür sorgt der frische Westwind. In Bayern beherrschen die Abgase der nach Süden fahrenden Autos das Klima.
So hat sich die Lage verkehrt.
Als ich evakuiert wurde und bei armen Bauern im Spessart leben musste, habe ich die Not dieser Menschen kennengelernt, die um das tägliche Brot kämpfen mussten. Ähnliches gab es in der Rhön. Heute ist Aura ein freundlicher Ort mit Fremdenverkehr. In der Rhön ist man nur noch im Winter oft isoliert, wenn der Wind den Schnee auftürmt und Orte von der Außenwelt abgeschnitten werden. In beiden Fällen ist es die bessere Verkehrsanbindung, die geholfen hat, die Isolation zu beenden. Also das Auto als Segensbringer.
Dabei ist doch der Autoverkehr der größte Umweltverschmutzer. Wenn Menschen in Bescheidenheit die Geschwindigkeit und die Motorstärke begrenzt hätten, sähe das anders aus.
Die künftigen Folgen des Handelns richtig einzuschätzen, ist also wichtig. Die freiheitliche Lebensform, so angenehm sie auch sein mag, müsste durch Gesetze eingeschränkt werden können.
Menschenpflichten sind in der heutigen Zeit wichtiger als Menschenrechte.
Vorwort
Das erste Buch
Macht und Machtmissbrauch
Menschenrechte einfordern
Rettung der Menschheit
Das Verhalten der Alten
Konzil Nicaea
Der Beginn des Ukraine-Krieges
Treffen mit Nuntius
Gibt es einen wahren Glauben?
Der Mensch ist kein Gott
Staatsform Demokratie
Das Gesundheitssystem
„Im Sein“ – Erlebnis im wachen Geist
Vita
Erlebtes und Erdachtes
Erlebnis einer Bergbesteigung 1947
Am Anfang war Gott im unendlichen Sein, ohne Zeit. Gegenwärtig wurde Gott im Dasein. Das war durch die Erschaffung des Weltalls mit Sonnen und Planeten möglich. Um das auch zu erleben, müsste ein passender Planet mit dosierter Schwerkraft, so in ein Sonnensystem geschoben werden, dass seine Umlaufbahn über viele Millionen Jahre stabil blieb. Das bedurfte einer, für uns Menschen, unvorstellbaren Kraftanstrengung. Die Umlaufbahn müsste so gewählt sein, dass die Temperatur für das in Aussicht genommene Leben und für die geplante Evolution angemessen bleiben würde.
Ein gedachtes, ewiges Leben, erwies sich wegen des Verschleißes der Organe als untauglich. So wurden die paradiesische Zustände beendet. Durch Geburt erzeugtes neues Leben und den Tod war die Garantie für ständige Erneuerung und jugendliche Präsens gegeben. So konnte Gott immer auf unverbrauchte Sinne zurückgreifen. Gott ist ja mit allen Geschöpfen auf eine besondere Art verbunden.
Die Gegenwärtigkeit Gottes ermöglichte ihm, an allem teilzuhaben; er konnte mit den Augen seiner Geschöpfe sehen, durch die Sinnesorgane fühlen und durch die Ohren hören.
Die gewollte Evolution gebar den Menschen. Gott verlieh ihm Selbstbewusstsein und die Erkenntnis seiner Schöpfung, seines Wirkens. Aber auch Tiere bekamen besondere Fähigkeiten. So bekamen Schweine und Hunde den guten Geruchssinn, Vögel die scharfe Sehfähigkeit und Schlangen das Wärmeauge; Beispiele aus der unendlich vielfältigen Schöpfung. Die Menschen erhielten aber noch eine besondere Gabe, eine gottähnliche Fähigkeit: Neues zu erschaffen. So nutzten sie diese in der Natur, entzündeten Feuer, züchteten Vieh für den Verzehr und bauten Getreide für die Ernährung an. Das Besondere war aber die Kunst in der Musik, Malerei, Architektur. Das Komponierte wurde mit Orchestern und Chören aufgeführt. In Bauwerken mit besonderer Akustik wurden dann Konzerte in hervorragender Qualität vor ausgewähltem Publikum aufgeführt. Wenn Gott sich einschaltete, war das für alle ein besonderes Erlebnis – und alle im Saal wurden von einer Begeisterung ergriffen.
Menschen berichten in diesen Augenblicken von einem Gotteserlebnis. Gott belohnte die Menschen, die ihm Freude machten, mit Erlebnisgefühlen. Durch die besondere Verbindung Gottes mit seinen Geschöpfen, war es den Menschen auch gegeben, Gott anzurufen, wenn etwas von besonderer Bedeutung erkannt wurde. Aber meist waren die Bewegungsgründe bei Gebeten der Menschen eigennützig und wurden nicht erhört. Nur wer bereit war, Gott von ganzem Herzen zu dienen, wurde mit der Liebe zu Gott belohnt. Als Diener Gottes stand Bescheidenheit an erster Stelle. Das Einverständnis, Werkzeug Gottes zu sein, ist die Vorbedingung für ein erfülltes Leben. Aber auch die Freude und Dankbarkeit auf dieser Erde zu erleben, ist ein wichtiges Element für ein beglücktes Leben. Es ist ein Privileg, das nur Wenigen zuteilwird.
Es wurden Menschen geboren, die mit „übernatürlichen“ Fähigkeiten auserwählt waren. Einige blieben bescheiden, andere meinten, sie wären „Herrgötter“, aber sie waren es nicht. In der Todesstunde wurde es ihnen bewusst, sie müssen sterben, wie wir Menschen, ohne Ausnahme.
Es gab auch Völker, die glaubten, von Gott auserwählt zu sein. Aber Gott lässt sich nicht für Menschen einspannen. Die Geschichte zeigt, dass man Gott nicht für irdische Belange benutzen kann.
Wann lernen die Menschen, dass Gott nicht für eigennützige Zwecke eingebunden werden darf. Immer, wenn dies versucht wurde, folgte Krieg, Vernichtung und Verdammnis. Eine Erkenntnis könnte sein: Glücklich sind die Diener, denn ihnen wird die Liebe zu Gott zuteil.
Macht wurde schon seit Menschengedenken von einzelnen Gruppen, Völkern, Reichtum und auch von Religionsgemeinschaften missbraucht. Macht an sich könnte Gutes bewirken, wenn sie im Dienste für die Menschheit eingesetzt und jeder ihr gleich verpflichtend untergeordnet würde. In der Geschichte gibt es unendlich viele Beispiele, die Machtmissbräuche gegen Einzelne oder Gemeinschaften dokumentieren. Auf der anderen Seite aber auch Gedanken und Bestrebungen, wie die Macht zum Wohle der Menschheit angewandt werden könnte. Philosophen haben erkannt, dass Menschen eigentlich für ein soziales Zusammenleben wenig geeignet sind. „Der Mensch will und tut, was ihm nützt“. Sie leben gern im Vorteil, die eine Gemeinschaft schafft und setzen sich auch für den Zusammenhalt ein, aber das eigene Wohlergehen steht, mit wenigen Ausnahmen, im Vordergrund.
Macht dürfte daher Geltung bekommen, wenn der berechtigte Eigennutz nicht zulasten anderer gelebt wird und regelnd eingreift; vor allem auch, wenn es künftige Generationen betrifft. Der Gedanke: Freiheit für das Handeln, setzt Vernunft voraus, an der es leider mangelt. Übertriebener Luxus und Schaustellung sind erlaubt.
Im 19. Jahrhundert haben sich Philosophen auch mit der Frage auseinandergesetzt, wie Glück bestmöglich vielen Menschen in der Gesellschaft zuteilwerden könnte. Diese Fragestellung ist nicht mehr zeitgemäß. Der Lebensstandard als eine Grundlage des Glückes ist sehr hoch und braucht nicht verbessert zu werden. Die Frage sollte daher sein: Welche Folgen für Umwelt und künftige Generationen hat unser heutiger Lebensstandard und ist er tatsächlich in der gelebten Form zum Glück dienlich? Welche Kriterien können das subjektive Erleben und Glücksgefühl beeinflussen? Wenn Einschränkungen aus Umweltgründen und im Hinblick auf künftige Generationen auferlegt würden: Was wäre zumutbar, was hätte Priorität?
Es wird noch nicht einmal ernsthaft in Angriff genommen, Maß-nahmen zu erarbeiten. Flugreisen und Autoverkehr werden unbegrenzt aufrechterhalten. Beheizter Wohnraum wird nicht begrenzt. Die Einkindehe wird nicht propagiert. Zehn Milliarden Menschen können nicht ohne Einsatz von Überdüngung und von Pestiziden ernährt werden. Auch wenn es jetzt noch keine Macht gibt, entsprechende Maßnahmen zu beschließen und durchzusetzen, könnte sich doch wenigstens ein Bestreben auftun und für die Zukunft die Grundlagen künftigen Handelns erarbeiten.