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MINIBOOK 021: Die Mafia-Braut W. A. Hary: "Treue war nicht gerade ihr Prinzip - umso besser für uns!" »Mein Gott!« entfuhr es der verstörten Frau. »Der Mafioso«, ächzte sie, riss sich los und rannte so schnell sie konnte den Flur entlang. Conny hörte sie über die Treppe nach unten hasten. Wenig später knallte die Küchentür, und ein Schlüssel drehte sich im Schloss…
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Veröffentlichungsjahr: 2025
Inhaltsverzeichnis
MINIBOOK 021
Impressum:
Die Mafia-Braut
Es geht weiter in...
W. A. Hary
Die Mafia-Braut
"Treue war nicht gerade ihr Prinzip - umso besser für uns!"
»Mein Gott!« entfuhr es der verstörten Frau. »Der Mafioso«, ächzte sie, riss sich los und rannte so schnell sie konnte den Flur entlang. Conny hörte sie über die Treppe nach unten hasten. Wenig später knallte die Küchentür, und ein Schlüssel drehte sich im Schloss…
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Conny Tracy hielt in den letzten Stunden nicht mehr sehr viel vom sogenannten süßen Leben.
Sie hatte Angst, qualvolle Angst.
Frank Persson war mittags, nachdem ihn ein Anruf erreicht hatte, weggefahren. So aufgelöst hatte sie den Mann noch nie erlebt, obwohl sie schon seit Monaten mit ihm unter einem Dach wohnte und faktisch alles mit ihm teilte.
Eine Weile darauf waren zwei große Limousinen vorgefahren, hatten aber vor dem Haupteingang der Villa nicht gehalten, sondern waren in Richtung Pinienwald weiter gerollt.
Die vollbusige Blondine hatte den Lauerplatz an ihrem Fenster verlassen, da sie von hier aus die Wagen nicht mehr sehen konnte, und war den breiten Flur zum Seitenbalkon entlang gerannt. Ausgerechnet in dem Augenblick war die Köchin Martha Haddrick herauf gekommen.
Sie war drall und hatte nachtschwarze Haut. Ihre großen, rotgeäderten Augen fixierten Conny Tracy missbilligend. Die Negerin verehrte ihren Boss, verachtete aber seine Liebschaften. Conny hatte mehrmals versucht, mit der Frau Kontakt zu bekommen, aber die Köchin war überhaupt nicht auf sie eingegangen. Sie war die Inkarnation der Verachtung.
»Was suchen Sie hier?« fragte Conny freundlich.
Martha Haddrick verzog keine Miene, hastete an ihr vorbei und betrat ihr Zimmer. Hinter sich knallte sie die Tür zu.
Conny biss sich auf die Unterlippe und rannte weiter.
Durch die dichte Gardine spähte sie zum Pinienwäldchen hinüber. Natürlich hatten die Insassen der beiden Wagen inzwischen längst die von den Bäumen verborgene Hütte betreten. Conny hätte zu gern gewusst, um welchen Besuch es sich da handelte.
Sie kannte keines der beiden Fahrzeuge. Wer befand sich da unten? Waren die Leute Bekannte von Persson?
Conny musste sich zur Ruhe zwingen. Nein, es wäre zu riskant gewesen, hinunter zu gehen, um nachzusehen. Sie durfte sich um nichts kümmern, das geboten Perssons Spielregeln. Sie war seine Geliebte und wurde von ihm verwöhnt. Ansonsten befand sie sich in einem goldenen Käfig, aus dem Persson sie irgendwann einmal mit einem Batzen Geld entlassen würde. - So hatte er es jedenfalls bisher immer mit seinen Liebschaften gehandhabt.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Blonde daran nicht gestört. Langweilig war es ihr nicht geworden. Sie war sehr belesen und hatte sich viel in der Bibliothek aufgehalten. Außerdem stand in jedem zweiten Zimmer des Hauses ein Farbfernseher.
Ein Geräusch hinter ihr. Sie ruckte herum.
Es war Martha Haddrick, die schwarze Köchin, die auf dieser Welt wohl nur zwei Örtlichkeiten kannte, an denen sie sich ständig aufhielt: ihr Zimmer und die Küche. Einkäufe brauchte sie nicht zu besorgen. Dafür benutzte sie das Telefon. Die Waren wurden ins Haus geliefert.
Die vollbusige Blondine, die Marilyn Monroe ähnelte, rang sich zu einem Entschluss durch. Sie lief anmutig hinter der Köchin her, die zur Treppe ging. »Martha«, rief Conny, »warten Sie!« Die Köchin reagierte nicht. Dann hatte Conny sie eingeholt.
»Martha«, ihre Stimme klang freundlich, »ich brauche Ihre Hilfe.