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Sind Sie bereit für echte Veränderung? In NO TOMATO teilt Bestseller-Autor Alex Pohl (alias L.C. Frey, Oliver Moros, Rita Hansen) die Methoden, mit denen er seit über zehn Jahren in einer ablenkungsreichen Welt Fokus und Inspiration findet, ohne auszubrennen - und dabei ein ausgewogenes und erfolgreiches Leben führt. Und das ganz ohne Pomodoro-Timer. Frisch, unterhaltsam und unverblümt - für alle, die genug haben von seichten Selbsthilfe-Floskeln, Tomaten-Timern und Kuschel-Coaching. NO TOMATO bietet Einblicke in den kreativen Schaffensprozess und vermittelt dadurch praktische Strategien, um Fokus zu finden, Produktivität zu steigern und Prokrastination zu überwinden. - Echter Fokus: Mit einem klaren Lebensziel zu einem erfüllten Leben ohne Ablenkung und Prokrastination - Priorisierung: Darauf konzentrieren, was wirklich wichtig ist, und den Rest einfach bleiben lassen - ohne Gewissensbisse - Zeitmanagement: Mit drei simplen Tools werden Sie zum Herrscher über Ihre Zeit - und damit über Ihr Leben
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Veröffentlichungsjahr: 2025
WARUM 25 MINUTEN NICHT GENÜGEN, UM IHR LEBEN ZU VERÄNDERN
Copyright © 2024 Alex Pohl / L.C. Frey. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
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Lektorat: Heide Bruns, Kassel. Korrektorat: Oliver Maslow, Berlin. Layout und Satz: Ideekarree Leipzig. Umschlaggestaltung: Ideekarree Leipzig
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RANDY NEWMAN, »IT’S A JUNGLE OUT THERE« (2017, NONESUCH RECORDS)
In diesem Buch geht es nicht darum, wie Sie mithilfe von Life-Hacks und kleinen Tricks das meiste aus Ihrer Zeit herausholen, indem Sie Ihren Terminplaner ausquetschen wie eine Zitrone oder zu einem roboterhaften Sklaven Ihrer To-do-Liste werden, oder warum Sie UNBEDINGT schon morgens um vier Uhr auf den Beinen sein sollen, wenn Sie auch nur eine Chance haben wollen, Ihr Leben auf die Reihe zu kriegen.
Das ist Bullshit.
Es geht auch nicht darum, wie Sie sich selbst mit Bootcamp-Methoden zu eiserner Disziplin erziehen, sprich: möglichst schnell zum Workaholic werden, der auf den nächsten Burnout zusteuert.
Das ist gefährlicher Bullshit.
Andererseits möchte Sie der Autor des vorliegenden Werkes auch nicht in Watte packen. Wer wirklich etwas ändern will, muss selbst anpacken, da hilft alles nix. Nicht nur theoretisch; irgendwann müssen Sie auch zur Tat schreiten. Eine Entscheidung treffen und sich dann daran halten, bis sie in die Realität umgesetzt worden ist.
Quasi wie ein erwachsener Mensch.
Anders geht es nicht — egal, was Ihnen dieser oder jener Happiness-Coach auf Instagram und YouTube auch erzählen mag.
Frage: Wenn besagter Coach so viel über Ausgeglichenheit weiß, warum treibt er sich dann ausgerechnet auf »sozialen« Plattformen herum, die das innere Gleichgewicht von Menschen nachweislich schädigen? Vielleicht, weil sich jeder Scharlatan und pseudo-spirituelle Volldepp dort als Experte darstellen und Hilfesuchenden eine Menge Geld aus der Tasche ziehen kann? Nur so ein Gedanke …
Im vorliegenden Buch geht es unter anderem um die Frage, aus welchem Grund Sie eigentlich daran interessiert sein sollten, Ihre Produktivität und Effizienz zu optimieren — und unter welchen Voraussetzungen das in meinen Augen überhaupt sinnvoll ist.
Und das schreibe ich als jemand, der während der letzten zehn Jahre über einhundert Romane geschrieben und so um die zweieinhalb Millionen Exemplare davon verkauft hat — Produktivität ist schön und gut, ein Burn-out ist es ganz sicher nicht.
Es wird in diesem Buch um Motivation gehen, und um Muse — einen leider vielfach missverstandenen Begriff, der uns bedauernswerten Angehörigen der schreibenden und musizierenden Zunft auch schon von diversen Spinnern zweckentfremdet geklaut wurde.
Dennoch ist dies kein Buch, das sich ausschließlich an Kunstschaffende und sogenannte »Kreative« im engeren Sinne richtet, auch wenn ich meinen Lebensunterhalt als ein solcher verdiene.
Als Schriftsteller bin ich hauptsächlich in belletristischen Fahrwassern unterwegs, aber dies ist immerhin schon mein zweites Sachbuch, hurra.
Das andere ist — Überraschung! — ein Schreibratgeber.
Sie kennen ja den Spruch vom Schuster, der lieber bei seinen Leisten geblieben wäre, und dessen Kinder die schlechtesten Schuhe tragen. Na ja, ich hoffe, Sie ignorieren das genauso geflissentlich wie ich. Man kann von jedem etwas lernen, auch von Schustern.
Money, Money, Money …
Auch um Geld wird es in diesem Buch gehen, ja. Aber nicht darum, wie Sie möglichst schnell einen möglichst großen Haufen davon zusammenraffen, um bereits nächstes Jahr in die Rente gehen zu können.
Wenn es Ihr Ziel ist, das Thema Arbeit möglichst schnell abhaken zu können, um sich den Rest Ihres Lebens auf dem Sonnendeck Ihrer Yacht zu aalen und sich in der Gesellschaft menschlicher Barbiepuppen zu Tode zu langweilen (oder um den Verstand zu koksen) — dann sind Sie hier falsch, sorry.
Investieren Sie lieber in ein paar Kryptowährungen oder so. Da sind Sie Ihr Geld schneller los und müssen sich dann auch keine Sorgen mehr darum machen.
Für alle anderen, die nicht vor motivierter und erfüllender Arbeit zurückschrecken und die auf dieser Welt mehr hinterlassen wollen als einen ökologischen Fußabdruck und einen Grabstein mit einem generischen Sinnspruch darauf, habe ich in diesem Buch die Informationen und Methoden zusammengestellt, die mir dabei geholfen haben und auch Ihnen dabei helfen können, ein Lebenswerk zu schaffen.
Große Worte, ich weiß.
Aber immerhin geht es hier ums Leben, um Ihres wie um meins. Und nun, wie es immer in der Tagesschau hieß, die Themen im Einzelnen. In diesem Buch zeige ich Ihnen, wie Sie:
- Ihren Fokus maximieren
- Ihre Impulse in den Griff bekommen und sich nie mehr ablenken lassen. Oder doch deutlich weniger als früher, und nicht ganz so leicht. #realistischeAnsprücheStattLeererVersprechungen
- Die Arbeit finden, für die Sie wirklich geschaffen wurden, a.k.a. Ihr Lebenswerk (in der Praxis ist das alles halb so esoterisch, wie es jetzt vielleicht klingt — aber mindestens doppelt so wichtig)
- Ihre Prioritäten richtig ordnen und so Ihre Aufgaben in Rekordzeit bewältigen, anstatt sie nur weiter hin- und herzuschieben
- Unwichtiges erkennen und weglassen. Jedes Mal und für immer, ganz automatisch.
- Probleme kreativ angehen (wenn das gerade sinnvoll ist) und diese schnell, effizient und spielerisch lösen. Ja, das Lösen von Problemen kann Spaß machen. Das sollte es verdammt noch mal auch!
- Ihre Inspiration auf Knopfdruck anschalten, ohne sie jemals wirklich auszuschalten
- Alle Ihre Aufgaben unter einen Hut bekommen, zumindest die wirklich wichtigen, und sich vom Fluch der endlosen To-do-Listen lösen
- endlich wieder die volle Kontrolle über Ihren Terminkalender erlangen — und damit über Ihr Leben.
All das habe ich in drei größere Abschnitte unterteilt, die sich jeweils mit einem Kernthema des fokussierten Arbeitens befassen:
Methode 1: Turbo-Fokus. Wie Sie Ihre Muse finden und nie wieder prokrastinieren werden
Methode 2: Priorisieren. Wie Sie Ihre Aufgaben in die richtige Reihenfolge bringen und dadurch jede Menge Zeit sparen
Methode 3: Zeitmanagement. Werden Sie zum absolutistischen Herrscher über Ihre Zeit!
Im letzten Teil gibt es noch ein paar weiterführende Ratschläge und Denkanstöße, gefolgt von einem Ausklang, den Sie, wie ich hoffe, motivierend finden werden.
Manches in diesem Buch mag Ihnen schon anderswo begegnet sein, insbesondere dann, wenn Sie sich — wie ich — bereits intensiv mit Themen wie Zeitmanagement, Prokrastination und fokussierter Arbeit beschäftigt haben. Anderes mag Ihnen neu sein, und manches wird Sie vielleicht sogar überraschen.
Und falls Sie sich jetzt fragen, wer ich überhaupt bin und wieso ich mir anmaße, Ihnen Ratschläge erteilen zu wollen, lesen Sie bitte den nächsten Abschnitt.
Ansonsten können Sie ihn getrost überspringen. Dann geht es für Sie weiter im Kapitel: »Wie funktioniert dieses Buch?«
2015 schrieb ich ein Buch namens Story Turbo, das ein Jahr später herauskam. Dieses Buch versteht sich als Schreibratgeber, vornehmlich für Anfänger und Menschen, die ihr Hobbyschreiben professionalisieren wollen.
Dementsprechend trägt es den reißerischen Untertitel: Der Praxis-Ratgeber mit System: Schreiben Sie Ihr bestes Buch in 4 Wochen oder weniger! Mit Schritt-für-Schritt-Anleitung und vielen Beispielen
Epischer Titel, ich weiß.
Trotz der Tatsache, dass der Titel großspurig behauptet, dass man nach der Lektüre dieses Schreibratgebers in der Lage sein soll, in nur vier Wochen ein vernünftiges Buch zu schreiben, das sogar das Potenzial zu einem Bestseller hat – und zu dieser Behauptung stehe ich noch heute — ist es vor allem auch ein Ratgeber zum Thema Zeitmanagement.
Im Gegensatz zum vorliegenden Werk geht es aber eher darum, wie Sie sich die Zeit freischaufeln, neben Ihrem eigentlichen Job ein Buch zu schreiben, und das möglichst effizient und ergebnisorientiert. Es richtet sich also, im Gegensatz zu dem Buch, das Sie gerade in den Händen halten, hauptsächlich an angehende Autorinnen und Autoren.
Beinahe zehn Jahre später nun das vorliegende Buch, in dem es nur insofern um die Schriftstellerei gehen soll, als ich meine Aussagen gelegentlich mit Beispielen aus meiner eigenen Arbeit illustrieren möchte.
Aber auch, wenn es um das Finden der Muse geht, eignet sich dieses Buch als Inspiration für alle Berufsfelder — ob Sie nun in einem Kreativberuf tätig sind oder glauben, das nicht zu sein (ich bin der festen Überzeugung, dass es in Wirklichkeit kaum Berufe gibt, in denen man ganz ohne Kreativität auskommt, aber dazu später mehr).
Ob Sie nun einen Boss oder eine Chefin haben oder mehr oder weniger Ihr eigenes Ding durchziehen, ist dabei prinzipiell egal.
Ich möchte Ihnen auch nicht wirklich sagen, wie Sie Dinge angehen sollen — ich respektiere die Tatsache, dass Ihr Job unter Umständen ganz anders ist als meiner und würde es nie wagen, mich in Ihre Expertise einzumischen.
Ich möchte Ihnen lediglich aufzeigen, wie ich da hingekommen bin, wo ich heute stehe, und warum ich das für eine erstrebenswerte Position halte.
Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Leben ohnehin schon optimal läuft — warum zum Teufel lesen Sie dann überhaupt dieses Buch?
Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die in einem Buch als erstes das Inhaltsverzeichnis aufschlagen (so weit in Ordnung, das mache ich auch so — zumindest bei Sachbüchern), sich dann das Themengebiet herauspicken, das sie am meisten interessiert und nur diesen Abschnitt lesen, um zu sehen, ob das Buch etwas taugt.
Davon rate ich in diesem Fall dringend ab, weil die Methoden — genau wie die Kapitel — aufeinander aufbauen, und zwar in der Reihenfolge, in der sie in diesem Buch abgehandelt werden.
Auch werden Sie gelegentlich auf Rückverweise stoßen, im Sinne von: »Dieses und jenes haben wir auch schon in Kapitel sowieso festgestellt, und hier manifestiert sich diese Erkenntnis ein weiteres Mal …«
Wie so Vieles im Leben passiert auch ein vernünftiger Erkenntnisgewinn zyklisch, weshalb ich auch kein großer Fan von Zehn-Punkte-Listen bin, die versprechen, alle wichtigen Fragen des Lebens in unter fünf Minuten zu beantworten.
Wenn Sie sich für so etwas interessieren, fragen Sie einen Chatbot.
Ich glaube, man kann eine Strategie nicht wirklich verstehen, indem man den zugrunde liegenden Merksatz nur ein Mal überfliegt.
Oder zehnmal.
Man muss vielmehr erkennen, dass die Strategie sich in verschiedenen Situationen immer wieder als nützlich erweist (daher die Rückverweise), und dann muss man sie selbst taktisch in der Praxis anwenden und damit tatsächlich die versprochenen Ergebnisse erzielen.
Nur dann taugt sie was.
Falls nicht, kann man die entsprechende »Weisheit« getrost vergessen, egal wie toll sie auf dem Papier klingt.
Nützlich ist nur, was sich erfolgreich praktisch umsetzen lässt, basta.
Die praktische Umsetzung selbst liegt natürlich bei Ihnen, das kann und will ich Ihnen nicht abnehmen.
Und wenn Sie auch nur ein kleines bisschen so ticken wie ich, würden Sie sich diese Arbeit auch um keinen Preis von jemandem abnehmen lassen.
Nach Genuss dieses Buches sollten Sie zumindest verstanden haben, warum mir die Handvoll Strategien, auf die ich hier eingehe, tagtäglich den unternehmerischen und kreativen Hintern retten und mich gleichzeitig davon abhalten, zu einem frustrierten Workaholic zu werden — oder gleich ganz aufzugeben.
Danach sollten Sie in der Lage sein, diese simplen Strategien auch auf Ihre Situation anzuwenden.
Probieren Sie aus, schauen Sie, was Ihnen hilft / Ihnen die nötigen Denkanstöße verpasst / Sie zur Tat schreiten lässt.
Und den Rest vergessen Sie getrost. Für den Moment.
Schließen Sie aber nicht aus, das Büchlein später vielleicht noch einmal mit anderen Augen zu lesen.
Doch jetzt: Lesen Sie das Buch am besten einmal komplett durch, von vorn bis hinten, wie einen Roman.
Und wenn Sie später das Bedürfnis verspüren, sich eine der vorgestellten Methoden noch einmal vertiefend oder wiederholend anzuschauen, schlagen Sie einfach ganz fix im Inhaltsverzeichnis nach und springen gleich an die entsprechende Stelle.
Easy peasy.
»Fokus lässt dich in fünf Minuten schaffen, wofür andere mindestens fünf Reinkarnationen brauchen.«
TIBETANISCHE WEISHEIT (NICHT WIRKLICH)
O Gott, denken Sie jetzt vermutlich und rollen schon mal vorsorglich mit den Augen.
Fokus — in keinem Buch über Zeitmanagement darf dieses Wort fehlen. Gleich wird er uns vermutlich auch noch mit Flow State und halbgaren Zen-Weisheiten vom Finden der inneren Mitte um die Ecke kommen.
Jep, wird er. Aber eins nach dem anderen.
Wo waren wir? Ah, ja.
Fokus.
Alle wollen ihn, niemand hat ihn. Keiner kennt den einen, wahren Weg, wie man an ihn rankommt.
Gefühlte Millionen Youtube-Videos gibt es zu diesem Themenkreis, man findet unzählige Artikel über Fokus (sogar in der gleichnamigen Zeitschrift!), Zeitmanagement und effizientes Arbeiten online, in Tageszeitungen, Zeitschriftenmagazinen und Büchern. Lifehacks. Zehn-Punkte-Listen. Wissenschaftliche Untersuchungen. Jede Menge Gurus, Coaches, Seminare, Sie haben die freie Auswahl.
Und trotzdem kriegt es keiner so richtig auf die Reihe.
Stählerner Fokus.
Volle Konzentration.
Eiserner Wille.
Flow-State.
Turbo-Fokus.
So heißen die gängigen Schlagworte, mit denen man uns alles von halbseidenem Stock-Video-Content über Meditations-Apps bis hin zu schweineteuren Wochenend-Kursen auf Haiti andrehen will. Wahlweise auch die Mitgliedschaft in einer Sekte, wenn das mehr so Ihr Ding sein sollte.
Und, hat irgendetwas davon für Sie bisher schon den großen Durchbruch gebracht? Haben Sie Ihre innere Mitte bereits gefunden? Sind Sie stets und ständig im Flow?
Nein?
Können Sie sich etwa immer noch nicht so recht auf das vor Ihnen Liegende konzentrieren — und das, obwohl Sie bereits einen Master-Abschluss im Benutzen des Pomodoro-Tomaten-Timers haben und sich den ganzen Tag von binauralen Beta-Gehirnwellen-Sounds und weißem Rauschen berieseln lassen?
Merkwürdig, oder?
Und glauben Sie mir, ich habe den ganzen Quatsch ebenfalls probiert. So ziemlich alles, was es dazu gibt — bis auf kostspielige Seminare, da hat sich dann glücklicherweise doch mein gesunder Menschenverstand vorher eingeschaltet und kräftig die Alarmglocken geläutet.
Und glauben Sie mir ruhig noch etwas: Das meiste von dem Zeug ist purer Unsinn oder wird schlicht missverstanden und daher falsch angewendet, wie zum Beispiel die vorgenannte Pomodoro-Technik. Sie wissen schon: 25 Minuten arbeiten, und wenn der Wecker klingelt, 5 Minuten Pause, dann das Ganze von vorn.
Diese Technik und die dahinterliegende Methode haben in meinen Augen durchaus ihre Berechtigung, bergen aber auch enorme Risiken.
Besonders dann, wenn man sie falsch anwendet. Schließlich kämen Sie ja auch nicht auf die Idee, eine Kettensäge zum Rasieren zu benutzen, oder?
Wenn Sie beispielsweise komplexere Aufgaben beackern, die Sie keinesfalls in 25 Minuten lösen können (wie zum Beispiel, ein Buch zu schreiben), ist der Tomaten-Wecker in meinen Augen eher hinderlich.
Überhaupt ist es doch vollkommen widersinnig: Warum um alles in der Welt sollten Sie sich alle 25 Minuten absichtlich aus Ihrer Arbeit reißen lassen?
Doch genau da liegt das Problem: So war es vom Erfinder dieser Technik nämlich auch gar nicht gedacht, der sah die Anwendung eher im Abarbeiten kleinerer Tasks auf einer To-Do-Liste.
Dinge, die eben erledigt werden müssen, ohne dass zu erwarten wäre, dass sie einem besonderen Spaß machen, und für so etwas taugt die Methode tatsächlich ganz gut.