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Für alle Fans von ›Gregs Tagebüchern‹ und ›Hugos genialer Welt‹ Oskar weiß, was er einmal werden will: vor allen Dingen berühmt! Später einmal, wenn die ganze Welt nur noch von seinen Reportagen spricht, wenn er bei Facebook 20 Millionen Fans hat, wenn Nachrichtenagenturen aus aller Welt ihn beknien, dass er für sie schreiben soll, ja, dann hat Oskar es geschafft. Dann wird sein verhasster Deutschlehrer sagen: »Ich habe es immer gewusst!« Und seine Schwester wird versuchen, sich bei ihm einzuschleimen. Und seine Eltern werden mächtig stolz auf ihn sein. Na ja, noch ist es nicht so weit. Aber bald. Bis es so weit ist, erobert Oskar als Superblogger die Welt – na ja, fast … Brüllend komisch, umwerfend lustig und mitten aus dem Leben.
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Seitenzahl: 93
Veröffentlichungsjahr: 2013
Marliese Arold
Für alle Fans von ›Gregs Tagebüchern‹ und ›Hugos genialer Welt‹
Oskar weiß, was er einmal werden will: vor allen Dingen berühmt! Später einmal, wenn die ganze Welt nur noch von seinen Reportagen spricht, wenn er bei Facebook 20 Millionen Fans hat, wenn Nachrichtenagenturen aus aller Welt ihn beknien, dass er für sie schreiben soll, ja, dann hat Oskar es geschafft. Dann wird sein verhasster Deutschlehrer sagen: »Ich habe es immer gewusst!« Und seine Schwester wird versuchen, sich bei ihm einzuschleimen. Und seine Eltern werden mächtig stolz auf ihn sein. Na ja, noch ist es nicht so weit. Aber bald. Bis es so weit ist, erobert Oskar als Superblogger die Welt – na ja, fast …
Brüllend komisch, umwerfend lustig und mitten aus dem Leben.
Weitere Informationen finden Sie auf www.fischerverlage.de
Marliese Aroldwurde 1958 in Erlenbach am Main geboren. Sie studierte Bibliothekswesen in Stuttgart und arbeitet seit 1983 als Schriftstellerin. Sie lebt mit ihrer Familie in Erlenbach.
Leopéwurde 1960 in Heilbronn geboren. Sobald er einen Stift halten konnte, bemalte er alles, was ihm zwischen die Finger kam. Deshalb studierte er in Stuttgart Grafikdesign. Anschließend machte er eine Ausbildung zum Erzieher. 1995 veröffentlichte Leopé sein erstes Bilderbuch und hat seitdem viele Kinderbücher geschrieben und illustriert. Er lebt heute in Berlin.
Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendbuchprogramm der S. Fischer Verlage, auch zu E-Book-Ausgaben, findet man bei www.fischerverlage.de.
Erschienen bei FISCHER E-Books
© S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2013
Covergestaltung/-abbildung: Leopé
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Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt.
ISBN 978-3-10-402870-5
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WARNUNG! Lesen dieses Blogs auf eigene Gefahr!
Der Urknall und warum ich mein Leben unbedingt ändern muss
So werde ich garantiert berühmt!
Ein Interview mit meinem Deutschlehrer
Ein Reporter braucht einen guten Blick!
Alarmstufe Gelb!
Über Menschenstaub und Mumien
Valentinstag!
Update: Ein Bestechungsversuch geht in die Hose
Über den Mond und hinter dem Mond
Über Weiber
Vielleicht bricht bald die Pest aus!
Wir haben Zuwachs bekommen
Wie ich Mama doch noch überzeugte
Ein Model namens Matilda und mein Karrieresprung
Der geheimnisvolle CD-Schwund
Jammerjammerjammer
Über die Lehrer der Astrid-Lindgren-Schule
Warum der Frühling so gefährlich ist
Papa macht unsere Hühner versehentlich unglücklich
Im Hühnerstall ist der Teufel los!
Scheißferien!
Scheißferien – Fortsetzung
Wir überlegen, wie wir stinkreich werden
Der Geile Georg wird Vater!
Papas Mondphasenrasenschnitt
Ich will weg!
Wie ich meinen Feind reingelegt habe
Geheimnisvolles von den Mumien
Ein blöder Traum wurmt mich ganz schrecklich!
Immer noch kein Ende der Apfelwurm-Katastrophe
Ich hab’s hinter mir!
Ich zerbreche mir den Kopf wegen meiner Geburtstagsparty
Noch immer keine Mumie, aber dafür elf Küken!
Das Ende des Sargproblems
Kunst ist Knochenarbeit!
Hilfe, was hab ich bloß getan?
Warum ich meine Oma abgemessen hab
Matilda ist weg oder der vermurkste Muttertag
Neue Nachrichten aus diesem Leben
Chaos im Hirn
Countdown für die genialste Party des Jahres
Scheißorakel und eine gierige Mumie
Noch mehr Katastrophen!
Kein Schwein hält sich ans Krähverbot!
Ein Wahnsinnstraum!
Katzenjammer
Hilfe, es ist rausgekommen!
Große Krisensitzung mit Daniel
Lauter gemeine Lügen!
Vor Pfarrhennen wird gewarnt!
Unsere Hähnchen sind so gut wie gerettet
Familienstress!!!
Die Rettungsaktion findet erst recht statt
Ich hab endlich mal Glück!
Über Hühner
Gerade noch geschafft!
Ich raff überhaupt nix mehr!
Ein Anruf bei A.
Das Schulfest und was draus geworden ist
Wer ein Problem damit hat, die Wahrheit über sich zu lesen, sollte diese Website am besten sofort wieder verlassen. Das gilt besonders für dich, Kristin! Wenn du dich noch mal an meinem Laptop vergreifst, sollen dir alle Finger abfaulen, bis nur noch deine künstlichen Nägel übrig sind. Ich bin sowieso fest davon überzeugt, dass Mama und Papa dich in Wirklichkeit adoptiert haben.
Ich hab die Fotos gefunden, die du mit meiner Webcam gemacht hast. Du hast vergessen, sie aus dem Papierkorb zu löschen. Wie bescheuert kann man sein? Noch mal für dich zum Mitschreiben: Mein Laptop ist nicht dazu da, deine Schminkorgien zu dokumentieren. Glaubst du, es interessiert irgendjemanden, welche Spachtelmasse du für dein Gesicht benutzt? Kein Wunder, dass deine Webcam kaputt ist. Wahrscheinlich hatte sie einfach keine Lust mehr auf deine Visage.
Willst du noch mehr über dich lesen, Kristin? Dann scroll ruhig runter. Immer wenn die Abkürzung HZ auftaucht, dann bist du gemeint. HZ bedeutet: hirnamputierte Zimtzicke!
Übrigens: Es nützt gar nichts, wenn du mit deinen Plastikkrallen auf den Tasten rumhackst und versuchst, den Text zu ändern. Das Passwort errätst du sowieso nie!
DATUM:Samstag, 1. Februar, aber den Tag sollte man besser aus dem Kalender streichen
AUTOR:Oskar Weiß
Die Welt begann mit einem Urknall. Danach war nichts wie vorher. Ich bin heut auch hingeknallt. Beim Schlittschuhlaufen mit meiner Klasse. Mindestens zweihundert Leute (die Hälfte davon Mädchen!) haben dabei zugeschaut.
Ich lag platt wie eine Flunder auf dem Eis. Es muss wunderschön ausgesehen haben. Daniel hat mit seinem Handy Fotos gemacht, damit auch der Rest der Welt an diesem erhabenen Anblick teilnehmen kann. Denn wie ich ihn kenne, hat er sie natürlich sofort ins Internet gestellt.
Leider habe ich mir nichts gebrochen. Dann hätten die anderen mich alle bemitleidet. Aber so habe ich nur ein paar blaue Flecken, und das hat noch keinen Kerl umgebracht (meint Kliffe, unser Klassenlehrer).
Daran merkt man, dass der Typ null Ahnung von modernen Medien hat. Spätestens morgen kennt die ganze Schule die Bilder. Ich seh es schon genau vor mir: Oskar fliegt auf die Fresse. 863 Personen gefällt das. Ganz zu schweigen von den fiesen Kommentaren. Aber als ich versucht habe, Kliffe zu erklären, was Cybermobbing ist, hat er nur blöd geguckt.
Wenn ich das alles heute Morgen gewusst hätte, hätte ich mich krankgemeldet.
Wie soll ich mit dieser Blamage am Hals bloß weiterleben?
Ich habe mir verschiedene Möglichkeiten überlegt:
a) auswandern;
b) behaupten, dass es sich um eine Fotomontage handelt;
c) so berühmt werden, dass es keiner mehr wagt, sich über mich lustig zu machen. Richtig berühmt sein, das wär’s überhaupt. Dann ist man stinkreich, und alle Leute wollen Autogramme. Das stelle ich mir schön vor.
DATUM:Montag, 3. Februar
AUTOR:Geistesblitz-Oskar, zukünftiger Reporter
Mein Freund Daniel meint, wenn man berühmt ist, lebt man ziemlich gefährlich. Neben der Fanpost kriegt man ständig Bettelmails von Leuten, die es auf die Kohle der Berühmtheit abgesehen haben.
Außerdem muss man täglich mit Telefonterror oder Hackerangriffen rechnen.
Möglicherweise können die eigenen Kinder (bzw. Eltern, Omas, Haustiere) Opfer von Entführern werden.
Und schließlich ist man noch dauernd dem Rufmord ausgesetzt!
Manchmal wollen Verwandte aus der Berühmtheit Geld schlagen. Gehässige Schwestern können gemeine Gerüchte in die Welt setzen, zum Beispiel, dass man Popel isst. Dafür werden sie dann auch noch von den Zeitungen interviewt, und ihr Bild kommt auf die erste Seite. Oder es tauchen angebliche Beweisfotos im Internet auf, die natürlich Fälschungen sind. Aber die meisten Leute glauben es trotzdem. Wenn man Pech hat, dann können einen die Medien ganz schön fertigmachen. Das ist dann der Rufmord.
Das macht mir echt Sorgen.
Aber zum Glück ist mir eingefallen, dass ich ja zu einer Onlinezeitung gehen und dort berühmt werden kann. Dann kann niemand solchen Quatsch über mich verbreiten. Ich sitze nämlich am längeren Hebel und schieße gleich zurück.
Ich werde mir einen Namen als Reporter machen. Alle guten Artikel werden fett mit Oskar Weiß unterschrieben sein.
Oskar, der heute schon über Dinge berichtet, die erst morgen passieren …
Und die schärfsten Fotos werden auch von mir sein.
Überhaupt ist Reporter ein geiler Beruf! Man kann das ganze Jahr in der Welt rumreisen und kriegt auch noch Geld dafür.
DATUM:Dienstag, 4. Februar
AUTOR:Oskar Weiß, Schüler der 6d
Als Reporter muss man Interviews führen können, also übe ich schon mal. Ich habe heute nämlich meinen Deutschlehrer interviewt. Das Interview ging ungefähr so:
Oskar: Hätten Sie einen Moment Zeit, Herr Kliffe? Ich möchte Ihnen ein paar wichtige Fragen stellen.
Kliffe (leicht genervt): Muss das sein?
(Klarer Fall: Es ist Pause, und Kliffe will dringend ins Lehrerzimmer, um einen Kaffee zu trinken und auf dem Balkon eine zu qualmen. Der Balkon ist die einzige Zone in unserer Schule, in der Rauchen noch erlaubt ist. Kliffe ist Kettenraucher, und als Lehrer somit ein denkbar schlechtes Vorbild.)
Oskar: Ich habe beschlossen, Reporter zu werden. Vielleicht können Sie mir als Deutschlehrer ein paar wertvolle Tipps geben.
Kliffe bekommt einen Hustenanfall.
(Typisch Raucherhusten!)
Kliffe (grinsend): Du und Reporter? Meinst du das ernst?
(Total fies! Ich hatte ihn ja nur ganz höflich gefragt.)
Oskar nickt schweigend.
Kliffe: Als Reporter muss man gut schreiben können. Vielleicht solltest du erst mal versuchen, in deinen Aufsätzen besser zu werden.
(Pfff! Meine Aufsätze sind gut! Was kann ich dafür, dass Kliffe keinen Geschmack hat?)
Oskar (bescheiden und gut erzogen): Und wie, bitte?
Ich erzähl die Sache jetzt normal weiter, das geht schneller. Kliffe hat gesagt, ich soll viel üben. Und dann hat er mir geraten, Tagebuch zu führen. Tagebuch! Nachdem ich mich bereits vor der gesamten Schule blamiert habe, kann ich echt gut drauf verzichten, dass sich auch noch meine eigene Familie über mich totlacht. Okay, vielleicht mal abgesehen von meinem vierjährigen Bruder Flo.
Ich hab Kliffe natürlich sofort erklärt, dass das total uncool ist. Da hat er kurz überlegt und meinte dann, ich könne mir doch »so eine Blogseite im Internet« einrichten. Ich war ehrlich überrascht. Eigentlich dachte ich ja, Kliffe lebt hinterm Mond. Aber offenbar ist sogar bis in sein nikotinverseuchtes Hirn vorgedrungen, was ein Blog ist.
»Blogs sind nur was für Selbstdarsteller, die nichts zu sagen haben«, meinte ich zu Kliffe. Die HZ
