Red Rock Ranch 10: Der Feuerteufel geht um - Alfred Wallon - E-Book

Red Rock Ranch 10: Der Feuerteufel geht um E-Book

Alfred Wallon

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Beschreibung

Sam Taylor ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Der Verdacht des Mordes konnte widerlegt werden. Trotzdem gibt David Thorne, der CEO der Thorne Consulting Company, nicht auf. Er startet einen weiteren perfiden Plan.

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Seitenzahl: 239

Veröffentlichungsjahr: 2025

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DER FEUERTEUFEL GEHT UM

DIE NEUE GENERATION NO.03

RED ROCK RANCH

BUCH 10

ALFRED WALLON

Dieses Buch gehört zu unseren exklusiven Sammler-Editionen

und ist nur unter www.BLITZ-Verlag.de versandkostenfrei erhältlich.

In unserem Shop ist dieser Roman auch als E-Book lieferbar.

Bei einer automatischen Belieferung gewähren wir Serien-Subskriptionsrabatt. Alle E-Books und Hörbücher sind zudem über alle bekannten Portale zu beziehen.

Copyright © 2025 Blitz Verlag, eine Marke der Silberscore Beteiligungs GmbH, Mühlsteig 10, A-6633 Biberwier

Redaktion: Alfred Wallon

Titelbild: Mario Heyer unter Verwendung der KI Software Midjourney

Vignette: iStock.com/iatsun

Satz: Gero Reimer

Alle Rechte vorbehalten

ISBN: 978-3-68984-332-8

4610 vom 25.03.2025

INHALT

Ein neuer Plan

Auf freiem Fuß

Das Unheil naht

Eine unruhige Nacht

Trügerische Ruhe

Lästige Mitwisser

Weitere Erkenntnisse

Eine hilfreiche Information

Ein Netz aus Hass und Intrigen

Die Red Rock Ranch brennt!

Rettung in letzter Minute

Ein Teilerfolg

Alfred Wallon

Ein neuer Plan

26. Mai 2022, Phoenix / Arizona

Im obersten Stock des TCC-Hochhauses

Gegen 10:00 Uhr

„Entschuldigen Sie bitte, Mister Thorne“, riss die Stimme von Helen Mills den CEO der Thorne Consulting Company aus seinen Gedanken. „Ich weiß, dass Sie gleich ein Telefonat mit Lucas Ryland haben, aber Senator Davis besteht darauf, Sie sofort zu sprechen. Er sagt, es sei wichtig.“

David Thorne unterbrach das Prüfen der Bilanz, die er gestern Abend schon erhalten hatte, aber erst an diesem Morgen dazu gekommen war, sich im Detail damit zu beschäftigen. Er runzelte die Stirn, als er den besorgten Gesichtsausdruck seiner Sekretärin bemerkte.

„Hat er gesagt, um was es genau geht?“, wollte Thorne wissen. „Sagen Sie ihm, dass ich ihn in einer Viertelstunde zurückrufe, Helen.“

„Das habe ich bereits versucht, Mister Thorne“, sagte die schlanke schwarzhaarige Sekretärin, die sehr attraktiv war und Thorne immer zur Verfügung stand, wenn er sie benötigte. Und vermutlich wäre sie mit ihm auch ins Bett gegangen, wenn er das von ihr verlangt hätte. Aber noch hielt es Thorne nicht für notwendig, auf diese Weise ihre Loyalität zu testen. Vielleicht hätte er schon von sich aus einen Vorstoß in diese Richtung unternommen, wenn er Zeit und Muße dafür gehabt hätte. Aber in den letzten Wochen waren einige Dinge in Bewegung geraten, die ihm gewaltiges Kopfzerbrechen bereiteten, und diese Probleme waren immer noch nicht bereinigt worden.

„Gut, ich spreche mit ihm“, sagte Thorne schließlich. „Aber wimmeln Sie jedes andere Gespräch ab. Und falls Ryland ungeduldig wird, dann vertrösten Sie ihn für ein paar Minuten.“

„Natürlich, Mister Thorne“, versprach ihm Helen mit einem Lächeln. Das tat sie immer, wenn sie sein Büro betrat. Normalerweise hätte sich der Chef der TCC dafür ebenfalls bedankt, aber in Gedanken war er schon bei dem bevorstehenden Telefonat mit Senator Robert Davis. Wenn der einflussreiche Politiker so vehement darauf bestand, ihn so schnell wie möglich sprechen zu wollen, dann bedeutete das womöglich noch weitere Probleme. Und von denen hatte er im Moment weiß Gott genug!

„Senator!“, begrüßte er dann seinen Gesprächspartner mit positiv klingender Stimme am Telefon. „Helen hat mir schon gesagt, dass Sie mich dringend sprechen möchten. Was kann ich für Sie tun?“

„Tun Sie in erster Linie jetzt mal etwas, um den Ruf der TCC sauber zu halten“, lautete die Antwort von Senator Davis, und seine Stimme klang im Gegensatz zu früheren Telefonaten irgendwie distanziert. Oder bildete sich das David Thorne in diesen Sekunden nur ein?

„Ich verstehe nicht ganz, was Sie damit sagen wollen, Senator Davis“, erwiderte Thorne mit gezwungener Ruhe, obwohl hinter seiner Stirn bereits ein Gedanke den anderen jagte. „Könnten Sie bitte etwas deutlicher werden?“

„Es gibt da so einige Gerüchte, die in Phoenix kursieren“, sagte Davis. „Gerüchte, die damit zu tun haben, dass die TCC versucht, in der Region Tucson Land auf nicht gerade herkömmliche Weise in Besitz zu nehmen. Es heißt, dass sogar versucht worden sei, dem Rancher Sam Taylor einen Mord anzuhängen.“

„Also das ist doch ...“, begann Thorne mit einer Erklärung, aber der Senator fiel ihm sofort wieder ins Wort.

„Mister Thorne, Sie und ich unterstützen uns gegenseitig bei einigen Projekten, und ich bin Ihnen dankbar dafür“, sagte der Senator. „Aber nächstes Jahr stehen Wahlen an, und ich kann es mir nicht erlauben, mit diesen Dingen in Berührung zu kommen. Ich weiß nicht, was an diesen Gerüchten dran ist, und ich will das auch gar nicht wissen. Sollten Sie Kenntnis von diesen Dingen haben, dann rate ich Ihnen in Ihrem eigenen Interesse, so schnell wie möglich für klare Verhältnisse zu sorgen.“

„Das ist doch längst erledigt“, hielt Thorne dagegen, während sich auf seiner Stirn die ersten feinen Schweißperlen zu bilden begannen. Wie gut, dass dieses Telefonat nicht als Zoom-Meeting stattfand, sonst hätte der Senator sofort bemerkt, dass Thorne sehr nervös war. „Sam Taylor sitzt zurecht hinter Gittern und wartet auf seinen Prozess. Aber das ist Sache des Gerichtes. Das geht mich nicht an. Es ist richtig, dass ich mit ihm im Gespräch war und einen Teil seines Landes kaufen wollte. Aber diesem Vorschlag hat er nicht zugestimmt, und damit war die Sache für mich erledigt.“

„Ist das so?“, hörte er Senator Davis fragen, und Thorne kam es erneut so vor, als würde der Politiker ihm kein einziges Wort glauben. „Zumindest ist Ihr Name und der der TCC im Arizona Republic in Zusammenhang mit einem Mord an einer Prostituierten gestern erwähnt worden. Betreiben Sie Ihre Geschäfte neuerdings auch im Rotlichtmilieu?“

„Natürlich nicht“, erwiderte Thorne sofort. „Wie kommen Sie darauf?“

„Sie sollten sich vielleicht mal eine halbe Stunde Zeit nehmen und die Schlagzeilen in dieser Zeitung studieren“, antwortete der Senator. „Ich wundere mich, dass man Ihnen das noch nicht mitgeteilt hat. Außerdem hat sich der Mordverdacht gegen den Rancher Sam Taylor erübrigt. Er wird noch heute das Gefängnis als freier Mann verlassen.“

Als Thorne das hörte, musste er sich gewaltig zusammenreißen, um nach außen hin ruhig zu bleiben. Mit dieser Nachricht hatte er tatsächlich nicht gerechnet, und jetzt verfluchte er seine eigene Nachlässigkeit, gestern nicht einen Blick in die lokale Zeitung geworfen zu haben, wie er es ansonsten jeden Tag tat. Aber er war gestern in Mexiko gewesen und hatte sich mit Hector Alvarez kurzfristig getroffen, um mit ihm weitere Details zu besprechen, was die Red Rock Ranch betraf.

Wahrscheinlich hätte ihm Senator Davis sofort die Freundschaft gekündigt und jeglichen Kontakt zu ihm abgebrochen, wenn er gewusst hätte, dass Thorne nach wie vor an seinem Plan festhielt, das Land der Familie Taylor zu übernehmen. Und wenn das auf legalem Weg nicht gelang, dann mussten eben andere Mittel angewendet werden, um zum Ziel zu kommen. Deshalb hatte Thorne ja darauf gehofft, dass die Dinge einfacher vonstattengehen würden, wenn Sam Taylor im Gefängnis saß.

„Sie sind so schweigsam, David“, riss ihn die Stimme des Senators aus seinen vielschichtigen Gedanken. „Stimmt etwas nicht?“

„Nein, es ist alles in Ordnung“, versicherte ihm Thorne. „Ich werde mich darum kümmern, dass diese haltlosen Anschuldigungen aus der Zeitung verschwinden. Das sind alles nur Lügen ohne jegliche Beweise. Sie müssten doch selbst wissen, wie schnell es geschehen kann, dass man auf einmal negative Schlagzeilen bekommt, ohne dass man etwas dafürkann? Erinnern Sie sich noch an die falsche Zeugenaussage bezüglich Ihres angeblichen Verhältnisses mit diesem Model? Hieß sie nicht Tanya Sherman oder so ähnlich?“

„Der Name war Sheridan“, korrigierte ihn Senator Davis, dessen Stimme jetzt einen gereizten Tonfall angenommen hatte. „Ich weiß zu schätzen, dass ich damals auf Ihre Unterstützung zählen konnte. Zum Glück erwiesen sich diese Vorwürfe damals ja als haltlos, und Sie haben einen entscheidenden Teil dazu beitragen, dass die Sache sich erledigt hat. So etwas vergesse ich nicht. Deshalb wollte ich Sie darauf hinweisen, was sich gerade in Zusammenhang mit der TCC in den Medien tut.“

„Ich weiß das zu schätzen, Senator“, meinte Thorne. „Und ich werde mich daran erinnern, dass Sie mich darauf hingewiesen haben. Ich arbeite daran, dass das Bild unserer seriösen Firma nach außen hin keinen Zweifel übriglässt. Darauf gebe ich Ihnen mein Wort.“

„Mehr wollte ich nicht wissen“, sagte der Senator. „Dann wünsche ich Ihnen noch gutes Gelingen und einen erfolgreichen Tag.“

„Danke“, sagte Thorne abschließend und beendete das Gespräch. Dann war es aber auch schon aus und vorbei mit der Ruhe. Er schlug mit der rechten Faust wütend auf seinen Schreibtisch und stieß einen Fluch aus, dessen Wortwahl man eher in zwielichtigen Bars vernommen hätte als in der Chefetage der TCC.

Er erhob sich rasch von seinem Schreibtisch und ging hinüber zu dem Tisch mit insgesamt zehn Stühlen, wo er die Mitglieder des Phoenix-Kartells zu wichtigen Meetings empfing und weitreichende Entscheidungen traf. Von diesen Treffen wusste nur Helen, und sie war verschwiegen genug, niemals mit anderen darüber zu sprechen.

Auf dem Tisch lagen zwei Zeitungen, von gestern und von heute, die Helen natürlich wie jeden Tag dort deponiert hatte, weil sie wusste, dass David Thorne es bevorzugte, gedruckte Zeitungen zu lesen, und nicht die digitalen Ausgaben auf seinem Computer. So fortschrittlich und innovativ er auch dachte: In dieser Hinsicht war er sehr konservativ und würde das auch nicht ändern.

Jetzt nahm er sich die Zeitungen vor und überflog die wichtigsten Schlagzeilen. Was er dann in der gestrigen Ausgabe zu lesen bekam, steigerte seine Wut noch um ein Vielfaches. Was er dort sah, grenzte schon fast an Unverschämtheit. Das war kein seriöser Journalismus mehr, sondern Rufschädigung. Der Artikel, der ihn am meisten aufregte, war von einem gewissen James Hood geschrieben worden, den Thorne natürlich nicht kannte. Aber er kannte den Verleger sehr gut, und genau den würde er jetzt anrufen.

Er brauchte gerade mal zwei Minuten, um bis zu ihm durchzukommen. Otis Weaver war genau wie Thorne ein viel beschäftigter Mann, den man nicht so einfach ohne einen guten Grund anrufen konnte. Aber Thorne wurde sofort zu ihm durchgestellt, nachdem er seinen Namen genannt hatte.

„Mister Thorne!“, hörte er dann die Stimme des Verlegers. „Schön von Ihnen zu hören. Was kann ich für Sie tun?“

„Ob es so schön bleibt, wird sich gleich herausstellen, Mister Weaver“, erwiderte Thorne. „Ich denke gerade darüber nach, sämtliche Anzeigenaufträge für Ihre Zeitung und auch für die angeschlossenen Magazine ab sofort zu stoppen. Mein Ziel war es immer, mit seriösen Geschäftspartnern zusammenzuarbeiten.“

„Aber warum das jetzt?“, fragte ihn Weaver. „Ich verstehe nicht, warum ...“

„Warum veröffentlichen Sie solche haltlosen Anschuldigungen gegen meine Unternehmensgruppe?“, fiel ihm Thorne ins Wort. „Das sind alles Lügen, und Sie prüfen das noch nicht einmal vor Veröffentlichung. Obwohl Sie eigentlich wissen müssten, dass Rufschädigung ein Unternehmen in den Ruin treiben kann.“

„Ich weiß, was Sie meinen, Mister Thorne“, sagte Weaver. „Aber ich habe mich darauf verlassen, dass die Redaktion alle Fakten checkt, bevor ein solcher Artikel veröffentlicht wird.“

„Ich möchte, dass dieser Schmierfink James Hood gefeuert wird, Mister Weaver“, forderte Thorne. „Noch heute. Wie Sie das machen, ist Ihre Sache. Ansonsten gilt das, was ich gesagt habe: Ich lasse alle Anzeigenaufträge stoppen, und Sie bekommen eine Unterlassungsklage von meiner Anwaltskanzlei, die Ihren Verlag empfindlich treffen wird. Also was ist jetzt?“

Als Weaver mit einer Antwort zögerte, legte Thorne gleich noch einmal nach. Er ließ in seinem Tonfall keinen Zweifel daran, wie ernst er es meinte: „Ich warte auf Ihre Entscheidung, Mister Weaver. Und zwar jetzt!“

„Einverstanden“, gab der Verleger schließlich klein bei. „Ich bedauere sehr, dass mein Chefredakteur etwas zu weit übers Ziel hinausgeschossen ist. Ich werde dafür sorgen, dass so etwas nicht mehr passiert.“

„Sie werden in der morgigen Ausgabe eine Gegendarstellung veröffentlichen“, forderte Thorne. „Der Text dafür geht Ihnen in den nächsten zwei Stunden zu. Es ist in Ihrem eigenen Interesse, diesen Text Wort für Wort genauso zu veröffentlichen, ohne dass daran etwas verändert wird. Und ich erwarte eine prominente Platzierung. Wenn mich das Ergebnis morgen zufriedenstellt, wird es keine Einstellung unserer Anzeigen geben. Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und wünsche Ihnen noch einen guten Tag!“

Es waren freundliche Worte, aber sie klangen nicht so. Weaver sollte ruhig begreifen, dass es besser war, sich nicht mit David Thorne und der TCC anzulegen, denn dieses Unternehmen verfügte über Kontakte und Möglichkeiten, die selbst eine renommierte Zeitung wie Arizona Republic ins Wanken bringen konnten. Mit einer Auflage von rund 500.000 Exemplaren gehörte sie zu den zehn größten Zeitungen in den USA und war gleichzeitig die am weitesten verbreitete Zeitung des Bundesstaates Arizona.

Weaver soll ruhig seine Grenzen erkennen, dachte Thorne und zitierte Helen in sein Büro. Die kam natürlich auch sofort herbeigeeilt, bemerkte seinen angespannten Gesichtsausdruck und war besorgt.

„Helen, ich habe eine eilige Sache, um die Sie sich bitte kümmern“, sagte er dann zu ihr. „Jetzt gleich. Schauen Sie sich den Artikel auf der Titelseite an und veranlassen Sie, dass eine Gegendarstellung von unserer Presseabteilung verfasst wird. Noch innerhalb der nächsten zwei Stunden. Und ich möchte ihn lesen, bevor er rausgeht.“

„Selbstverständlich, Mister Thorne“, versicherte ihm Helen. „Ich werde mich gleich darum kümmern.“

„Danke“, sagte Thorne und beruhigte sich jetzt wieder, denn er wusste, dass er sich auf Helen zu einhundert Prozent verlassen konnte. „Hat Ryland in der Zwischenzeit angerufen?“

„Ja, das hat er“, bestätigte Helen seine Vermutung. „Er fragt, ob Sie Zeit hätten, mit ihm gemeinsam zu Mittag zu essen. Im Hyatt Regency im Compass Arizona Grill. So gegen 12:00 Uhr?“

„Ja, das geht in Ordnung“, meinte Thorne. „Sagen Sie ihm bitte, dass ich da sein werde. Aber vorher will ich noch sehen, was die Presseabteilung zustande bringt. Machen Sie denen ordentlich Dampf. Ich will Ergebnisse sehen.“

„Die bekommen Sie, Mister Thorne“, versprach ihm Helen, wandte sich ab und verließ sofort wieder sein Büro.

Thorne ließ sich wieder an seinem Schreibtisch nieder und betrachtete dabei eines der Fotos, die rechts neben ihm an der Wand hingen und auf eindrucksvolle Weise dokumentierten, welch dynamische Entwicklung die Thorne Consulting Company unter seiner Leitung genommen hatte. Auf den Fotos stand er sogar mit zwei verschiedenen Präsidenten zusammen. Der eine hatte mit Thorne schon einmal die Möglichkeiten ausgelotet, endlich etwas gegen die illegalen Einwanderer zu unternehmen, und der andere hatte ihm staatliche Förderungsmittel für das eine oder andere Bauprojekt zugesagt. Ein demonstratives gemeinsames Händeschütteln, ein freundliches Lächeln – das war es, was ihm immer geholfen hatte, viele seiner Pläne mit Gewinn umsetzen. Und das würde ihm auch diesmal wieder gelingen. Selbst wenn er diesmal härtere Maßnahmen in die Wege leiten musste.

Aber darüber würde er nachher mit Lucas Ryland sprechen. Der Inhaber der Arizona Trucking Company war für ihn ein wichtiger Geschäftspartner. Das hatte er schon einmal unter Beweis gestellt, als es darum ging, die eine oder andere nächtliche Transportaktion durchzuführen.⁠1

Genau über solch ein Vorhaben wollte er wieder mit Ryland sprechen, diesmal allerdings weitaus effektiver und mit umso deutlicheren Ergebnissen. Er wusste, dass er sich in dieser Sache auf die Verschwiegenheit Rylands verlassen konnte. Denn er war aus dem gleichen Holz geschnitzt wie David Thorne. Letztendlich zählten nur Gewinne und neue nützliche Kontakte. Thorne hatte für die Arizona Trucking Company schon so manche Tür öffnen können, deren Zugang selbst einem erfahrenen und schlauen Geschäftsmann wie Lucas Ryland bisher nicht möglich gewesen war. Und daran erinnerte ihn Thorne bisweilen, wenn er ihn brauchte. So auch heute wieder, wenn er sich nachher mit ihm traf.

Aber bis dahin gab es noch viel zu tun, und Thorne konzentrierte sich wieder auf die Bilanz und die letzten Überprüfungen. Wie er dann feststellte, war alles ordnungsgemäß verbucht, und das würde auch einer Prüfung durch die Steuerbehörde standhalten.

Eine knappe Stunde später kam auch Helen wieder zu ihm und zeigte ihm das, was die Presseabteilung verfasst hatte. Er las alles sehr sorgfältig und nickte dann anerkennend.

„Gute Arbeit“, sagte er mit einem Lächeln, das schon so manchen Geschäftspartner davon überzeugt hatte, dass es besser war, sich mit einem Mann wie David Thorne erst gar nicht anzulegen. „Mailen Sie das in meinem Namen an Otis Weaver, dem Verleger. Jetzt gleich. Und teilen Sie ihm auch mit, dass ich mich darauf verlasse, diese Gegendarstellung morgen in der Zeitung zu lesen.“

„Selbstverständlich“, versicherte ihm Helen. „Das wird sofort erledigt. Wie lange werden Sie ungefähr außer Haus sein nachher?“

„Nicht länger als eineinhalb Stunden“, sagte Thorne. Und wenn er das sagte, dann hielt er diesen Zeitrahmen auch ein.

* * *

26. Mai 2022, Phoenix

Im Restaurant Compass Arizona Grill

Gegen 12:00 Uhr am Mittag

Lucas Ryland schien erleichtert zu sein, David Thorne zu sehen. Ein Mann wie er passte nicht in eine solche Umgebung eines First Class Restaurants mit entsprechenden Gästen. Er trug zwar einen Anzug mit Krawatte, aber man konnte ihn sich besser in Jeans und einem Baumwollhemd vorstellen, und am Steuer eines seiner Trucks. Denn so hatte er angefangen und sich im Lauf der vielen Jahre hochgearbeitet. Er war Ende fünfzig, groß und breitschultrig. Er hatte eine Glatze und einen Dreitagebart, und sein Gesicht hatte etwas Brutales an sich, was zur Vorsicht mahnte.

Es war nicht leicht gewesen, mit eisernem Willen ein solch großes Unternehmen wie die Arizona Trucking Company aufzubauen und sich gegen die stetig wachsende Konkurrenz zu behaupten. Aber es war ihm dennoch gelungen, und heute war er der Chef eines Logistikunternehmens, das nicht nur in ganz Arizona Transporte durchführte, sondern auch in weiten Teilen New Mexikos. Er war die unbestrittene Nummer Eins in der Branche, und Ryland tat auch alles dafür, um an der Spitze zu bleiben. Deshalb gehörte auch er zum Kartell aus Geschäftsleuten, die Thorne um sich geschart hatte, und er hatte schon oft daraus Vorteile gezogen.

„David!“, begrüßte er Thorne mit einem kräftigen Händedruck, als sich dieser dem Tisch näherte. „Ich freue mich, dass Sie Zeit zum Mittagessen finden konnten. In so einer Umgebung ist es zwangloser wie in einem Büro.“

„Man nimmt sich viel zu wenig Zeit für so etwas“, erwiderte Thorne und nahm am Tisch Platz. „Ich habe eine gute Stunde Zeit. Lassen Sie uns gleich auf den Punkt kommen, Lucas. Ich brauche Ihre Unterstützung.“

„Wenn ich es möglich machen kann, dann gerne“, antwortete Ryland. „Um was handelt es sich denn genau?“

„Sie erinnern sich sicher noch an die nächtliche Aktion vor einigen Tagen, als einer Ihrer Leute mit einigen Helfern Vieh von der Weide der Red Rock Ranch abtransportiert hat?“

„Aber ja, das ist nicht ganz unbemerkt vonstattengegangen“, erwiderte Ryland und hielt einen Moment inne, als eine Angestellte des Restaurants zum Tisch kam, um die Bestellung aufzunehmen. Erst danach sprach er weiter. „Es hat einigen Ärger gegeben, wie Sie wissen. Einer von unseren Leuten wurde bei dieser Aktion verletzt, und der Cowboy, der uns dabei ertappt hat, wie wir die Rinder verladen haben, hat auch etwas abbekommen, soweit ich weiß.“

„Darüber haben wir bereits gesprochen, Lucas“, sagte Thorne. „Das ist bedauerlich, aber leider nicht zu ändern. Kann man sich auf Ihren Mitarbeiter, der die Aktion damals durchgeführt hat, noch verlassen?“

„Aber sicher“, meinte Ryland. „Don Henderson ist ein verlässlicher Mann. Ich vertraue ihm. Sie sehen ja: Der Viehdiebstahl konnte nicht verhindert werden. Soll Henderson nochmal aktiv werden?“

„Ja“, fügte Thorne rasch hinzu und senkte seine Stimme, weil gerade ein Pärchen ganz nahe am Tisch vorbeiging, aber dann zum Glück nicht direkt neben ihm und Ryland Platz nahm. „Aber diesmal müssen wir ein eindeutiges Zeichen setzen. Sam Taylor wird voraussichtlich heute aus dem Gefängnis in Tucson entlassen, wie ich aus verlässlicher Quelle erfahren habe.“

Jetzt war es Ryland, der sehr überrascht dreinblickte.

„Wirklich?“, fragte er. „Ich dachte, er würde bald wegen Mordes verurteilt werden und ...“

„Das dachte ich auch“, fiel ihm Thorne ins Wort. „Ich weiß noch nicht, wie es Taylor gelungen ist, seine Unschuld zu beweisen, aber das werde ich schon noch in Erfahrung bringen. Wichtig ist, dass wir jetzt rasch handeln müssen, um unsere gemeinsamen Pläne endlich voranzubringen. Ich war gestern in Nogales und habe mich mit Hector Alvarez getroffen. Er hat mir versprochen, bis morgen einige verlässliche Leute zur Verfügung zu stellen. Sie müssten nur unbemerkt von Nogales über die Grenze nach Arizona kommen.“

„Von wie vielen Leuten reden wir jetzt?“, wollte Ryland wissen.

„Zehn Leute, vielleicht auch fünfzehn“, antwortete Thorne. „Warum wollen Sie das jetzt schon so genau wissen?“

„Die Kontrollen am Grenzübergang sind in letzter Zeit verschärft worden“, klärte ihn Ryland auf. „Es stellt ein nicht unerhebliches Risiko dar, wenn diese Leute im Laderaum meiner Trucks entdeckt werden.“

„Von solchen Transporten spreche ich nicht“, sagte Thorne. „Jeder dieser Leute wird Papiere bei sich haben, die jeder Prüfung standhalten. Sie arbeiten alle für eine gewisse Zeit für die Arizona Trucking Company. Ganz offiziell für einen Personaldienstleister. Sie arbeiten doch auch ab und zu mit solchen Firmen zusammen, oder?“

„Ja“, bestätigte Ryland diese Frage. „Werden Sie bitte etwas deutlicher. Was sollen diese Leute tun, wenn sie in Arizona angekommen sind?“

„Ich verlange nicht viel von Ihnen, Lucas“, sagte Thorne. „Sie haben keine Kosten. Ich komme für alles auf. Sie können Henderson auch sagen, dass für ihn ein großzügiges Honorar drin ist, wenn er mit diesen Männern den Job hinter sich gebracht hat.“

„Sie brauchen also Henderson und vermutlich einen oder mehrere Trucks von mir, oder?“

„Keine Trucks“, antwortete Thorne. „Es geht auch nicht um den Abtransport von Rindern. Drei oder vier Pick-up Trucks dürften ausreichen, um das zu tun, was geplant ist.“ Er wartete einen Augenblick ab, bevor er weitersprach, denn in diesem Augenblick wurde das Essen serviert. Ryland warf nur einen kurzen Blick darauf. Man bemerkte sofort, dass er mehr Interesse für das hatte, was Thorne in Wirklichkeit von ihm wollte.

„Die Red Rock Ranch soll brennen“, sagte Thorne und legte damit die Karten auf den Tisch. „Die Häuser für die Urlaubsgäste, die Stallungen und das Haupthaus – alles soll in Flammen aufgehen. Nur so können wir Taylor endlich davon überzeugen, dass es am besten ist, wenn er endlich klein beigibt.“

„Sie nehmen in Kauf, dass es Tote geben könnte, oder?“

„Mich interessiert nur das Ergebnis, Lucas“, wies Thorne erneut darauf hin. „Sie wissen doch, was es für uns alle bedeutet, wenn wir das Land der Red Rock Ranch endlich sinnvoll für das neue Projekt nutzen können. Auch die Arizona Trucking Company wird daran verdienen, und das wissen Sie. Haben Sie etwa auf einmal Skrupel bekommen? So kenne ich Sie gar nicht.“

„Wie konkret ist die ganze Sache denn jetzt, nach allem, was es an Problemen gegeben hat?“, fragte Ryland. „Wenn das Land und die Ranch den Besitzer gewechselt hat – drücken wir es mal so aus –, geht dann das Projekt endlich in die Umsetzung?“

„Daran hat sich nichts geändert“, sagte Thorne voller Überzeugung. „Die Weichen dafür sind alle gestellt. Hindernisse, die sich uns in den Weg stellen, kann man beseitigen. Also was ist jetzt?“

„Einverstanden“, sagte Ryland, weil ihn Thornes Worte überzeugt hatten. Es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass man Probleme auf diese Weise aus dem Weg räumte. Ryland hatte das auch mit einigen kleineren Transportunternehmen so gemacht, um an deren Kunden zu kommen, und zwar immer auf die gleiche Weise: Zuerst erfolgten Gespräche und ein Angebot, und wenn dieses Angebot nicht akzeptiert wurde, dann kamen weitere drastische Maßnahmen ins Spiel. Zuletzt begriffen diejenigen, die einer Expansion im Weg standen, was die Stunde geschlagen hatte, und gaben schließlich auf.

„Gut“, sagte Thorne. „Dann haben wir alles besprochen. Hector Alvarez wird sich noch heute mit Ihnen in Verbindung setzen und alle Details besprechen. Geben Sie mir dann Bescheid, sobald die Leute in Tucson eingetroffen sind, und dann starten wir die ganze Sache. Jeder vergeudete Tag kostet uns viel zu viel Geld.“

„Was ist mit Sam Taylor und seiner Familie?“, fragte Ryland. „Es wird sicher wieder Gerüchte geben, dass dieser Brandschlag mit dem zu tun hat, was vorher schon an Spekulationen entstanden ist.“

„Sie werden nichts davon in der lokalen Presse finden, was gewisse Schlussfolgerungen zulässt, Lucas“, sagte Thorne. „Dafür habe ich schon gesorgt. Lassen Sie sich Ihr Steak schmecken und darauf anstoßen, dass unser Vorhaben bald Realität wird. Es ist ein großes Projekt, das für die gesamte Region von enormer Wichtigkeit ist. Eine Ranch aus dem vergangenen Jahrhundert ist von keinerlei Bedeutung mehr.“

Bei diesen Worten hatte er bereits sein Glas mit einem triumphierenden Lächeln erhoben. Ryland ließ sich von dieser Euphorie anstecken und stieß mit ihm an. Der perfide Plan war nun beschlossene Sache.

1s. RED ROCK RANCH Band 8 – Intrigen in Tucson

Auf freiem Fuß

26. Mai 2022, Tucson – United States Penitentiary

Am Nachmittag gegen 14:30 Uhr

Sam Taylor war erleichtert, als er gestern Abend erfahren hatte, dass seine Freilassung am nächsten Tag bevorstand. Man hatte ihm offiziell nur wenige Einzelheiten mitgeteilt, aber die würde er schon noch zu hören bekommen. Jetzt zählte erst einmal die Tatsache für ihn, dass er die bedrückende Enge dieser Zelle bald wieder verlassen und dass es zu keinem Gerichtsprozess kommen würde.

Der graubärtige Red Rock Rancher stand vor dem Spiegel und betrachtete die Prellungen in seinem Gesicht, die sich allmählich abzuschwächen begannen. Trotzdem sah man ihm noch deutlich an, was geschehen war. Die Rippen, wo ihn die Schläge und Tritte der beiden ehemaligen FBI-Agenten Coogan und Wagner getroffen hatten, setzten ihm noch zu.⁠1

Aber Sam Taylor war hart im Nehmen. Es ging ihm mit jedem weiteren Tag immer besser, und deshalb hatte er die Krankenstation verlassen und wieder in seine Zelle zurückkehren können. Seitdem wartete er darauf, vor allem auch deshalb, weil seine Tochter Beth beim letzten Besuch vor zwei Tagen sehr zurückhaltend gewesen. Sie hatte ihm zwar davon berichtet, dass der Mörder der mexikanischen Prostituierten Carmen Delgado mittlerweile gefasst worden war und dass er ein Geständnis abgelegt hatte. Und Beth hatte ihm auch gesagt, dass Richter Rawlins so schnell wie möglich die Freilassung ihres Vaters veranlassen würde.

Sam Taylor kannte Beth lange genug, um sofort zu erkennen, dass seine Tochter etwas beschäftigte, worüber sie nicht sprechen wollte. Er hatte sie danach gefragt, aber sie hatte ihm nur ausweichende Antworten gegeben. Darüber hatte er sich natürlich den Kopf zerbrochen, aber er würde es wohl erst erfahren, wenn er das Gefängnis verlassen hatte, und diese erlösende Nachricht hatte er gestern Abend noch bekommen.

Dr. Mills hatte darauf bestanden, ihn heute Morgen noch einmal komplett durchzuchecken, um sicherzustellen, dass er in diesem geschwächten Zustand wirklich kein Risiko einging. Aber nach dem erfolgten Check-up hatte der Arzt dem Rancher voller Erleichterung mitgeteilt, dass er sich keine Sorgen zu machen brauche, aber er hatte ihm auch dringend geraten, die nächsten Tage ganz ruhig angehen zu lassen.

Die wenigen Dinge, die er während seines Gefängnisaufenthaltes benötigt hatte, waren bereits in einer Tasche verstaut, die auf der Pritsche stand, und nun wartete Taylor darauf, dass die Zellentür endlich aufgeschlossen werden würde und er als freier Mann die United States Penitentiary Anstalt verlassen konnte.

„Ich freue mich wirklich für dich, dass du freikommst, Sam“, sagte Wes Langdon zu ihm, der mit ihm die Zelle teilte und der anfangs sehr aggressiv reagiert hatte, als man einen neuen Insassen zu ihm in die Zelle gesperrt hatte. Wes Langdon war ein großer schwarzhaariger Mann, der seine Frau etwas zu hart gemaßregelt hatte, so hatte er das Sam Taylor beschrieben, und die war daran gestorben. Langdon wirkte äußerlich wie ein Gewaltverbrecher. Beide Arme waren tätowiert, und sein Gesichtsausdruck war geradezu ideal, um damit kleine Kinder zu erschrecken. Er hatte auch Sam Taylor gleich klarmachen wollen, dass dieser sich ihm unterzuordnen hatte, aber Langdon hatte schnell lernen müssen, dass er Taylor unterschätzt hatte.

„Danke“, erwiderte der Rancher. „Jetzt sage ich dir mal, dass du Augen und Ohren in nächster Zeit offenhalten solltest. Du hast ja mitbekommen, dass es hier einige Leute gibt, um die man besser einen weiten Bogen machen sollte.“

„Ach, du meinst die beiden Typen, die mal zum FBI gehörten?“, fragte Langdon und grinste abfällig. „Coogan und Wagner, richtig?“

„Ja“, sagte Taylor. „Gibt’s etwas, was ich noch wissen sollte?“

„Man hat sie in einen anderen Trakt verlegt“, erwiderte Langdon mit einem kurzen Schulterzucken. „Warum auch immer. Ich hatte den Eindruck, als wenn jemand seine schützende Hand über die beiden hält. Ich habe Warden⁠2 Lewis ab und zu mit denen reden sehen, während du auf der Krankenstation lagst. Und Boone hat wohl auch was damit zu tun?“

„Boone“, wiederholte Langdon diesen Namen. „Ein großer Schwarzer namens Hiram Boone. Du müsstest ihm begegnet sein, bevor Coogan und Wagner dich fertiggemacht haben. Zumindest habe ich das von jemandem erfahren, der das beobachtet hat.“

„Interessant“, meinte Taylor. „Hör mal, wenn ich was für dich da draußen tun kann, dann ...“