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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Pädagogik - Schulpädagogik, Note: 1,0, Universität Duisburg-Essen, Veranstaltung: Pädagogische Diagnostik – Beratung und Förderung in der Grundschule, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Wintersemester 2006/2007 besuchte ich das erziehungswissenschaftliche Seminar “Pädagogische Diagnostik – Beratung und Förderung in der Grundschule“ bei Professor Dr. Tassilo Knauf. Innerhalb dieses Seminars wurden Themen wie Schuleingangsdiagnostik, Sprachstandserhebung oder Formen der Leistungsbewertung fokussiert. Meine Referatsgruppe und ich entschieden uns, über die Vergleichsarbeiten zu schreiben. Sonja Faupel hatte bereits Erfahrung mit dem zugrunde liegenden Verfahren, wo hingegen ich völliges Neuland betrat. Doch genau das machte für mich den Reiz des Themas VERA aus. Ich möchte in meiner Hausarbeit mehr über die Entstehung und den Ablauf der Vergleichsarbeiten erfahren. Darüber hinaus möchte ich das Verfahren VERA hinsichtlich seiner Erwartungen und Ziele überprüfen. Was möchte VERA erreichen? Welche unterschiedlichen Ziele werden verfolgt? Um das recht abstrakte Verfahren von VERA greifbarer zu machen, werde ich im Folgenden eine Beispielaufgabe aus dem Bereich Mathematik vorstellen. Am Ende meiner Arbeit möchte ich mich jedoch auch die Kritik an VERA beleuchten. Sind die organisatorischen Rahmenbedingungen wirklich realistisch? Liegt dem Verfahren VERA ein valides Konzept zugrunde? Abschließend werde ich meine Arbeit resümieren und meine abschließenden Gedanken festhalten
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Veröffentlichungsjahr: 2010
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Inhaltsverzeichnis
1Einleitung
2Einführung
2.1Entstehungsgeschichte
2.2Durchführung
3Ziele
3.1Bestandsaufnahme: Standardsicherung- und entwicklung
3.2Unterrichtsentwicklung
3.3Erfassung & Verbesserung diagnostischer Kompetenzen
3.4Ergänzende Information zur Schullaufbahnberatung der Eltern
3.5Förderung der Medienkompetenz
3.6Schule entwickeln
4Die VERA-Aufgaben am Beispiel Mathematik
4.1Beispielaufgaben
5Kritik an VERA
5.1Kritik am inhaltlichen Ansatz
5.2Kritik an der Wirkung der Erhebungssituation
5.3Kritik an den organisatorischen Rahmenbedingungen
6Ausblick
7Literaturverzeichnis
mWintersemester2006/2007besuchte ich daserziehungswissenschaftlicheSeminar “Pädagogische Diagnostik – Beratung und Förderung in der Grundschule“ beiProfessor Dr. Tassilo Knauf. Innerhalb dieses Seminars wurden Themen wie Schuleingangsdiagnostik, Sprachstandserhebung oder Formen der Leistungsbewertung fokussiert. Meine Referatsgruppe und ich entschieden uns, über die Vergleichsarbeiten zu schreiben. Sonja Faupel hatte bereits Erfahrung mit dem zugrunde liegenden Verfahren, wo hingegen ich völliges Neuland betrat. Doch genau das machte für mich den Reiz des Themas VERA aus. Ich möchte in meiner Hausarbeit mehr über die Entstehung und den Ablauf der Vergleichsarbeiten erfahren. Darüber hinaus möchte ich das Verfahren VERA hinsichtlich seiner Erwartungen und Ziele überprüfen. Was möchte VERA erreichen? Welche unterschiedlichen Ziele werden verfolgt? Um das recht abstrakte Verfahren von VERA greifbarer zu machen, werde ich im Folgenden eine Beispielaufgabe aus dem Bereich Mathematik vorstellen. Am Ende meiner Arbeit möchte ich mich jedoch auch die Kritik an VERA beleuchten. Sind die organisatorischen Rahmenbedingungen wirklich realistisch? Liegt dem Verfahren VERA ein valides Konzept zugrunde? Abschließend werde ich meine Arbeit resümieren und meine abschließenden Gedanken festhalten
2.1 Entstehungsgeschichte
Das Projekt VERA steht für Vergleichsarbeiten, die bislang in vierten Klassen der Grundschule, in den Fächern Mathematik und Deutsch durchgeführt wurden. Der Beschluss des Landtages in Rheinland-Pfalz am 25. April 2002 legte fest, dass sich im Jahre 2003 sämtliche vierte Klassen den Vergleichsarbeiten in Mathematik unterziehen sollte. Erst im darauf folgenden Jahr, sollte auch das Fach Deutsch überprüft werden. Nachdem VERA in Rheinland-Pfalz nun besiegeltes Gesetz war, schlossen sich sieben weitere Bundesländer an: Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein[1]. Die Vergleichsarbeiten werden in allen beteiligten Bundesländern flächendeckend zeitgleich geschrieben. Das Konzept VERA wurde von Prof. Dr. Ingmar Hosenfeld und Prof. Dr. Andreas Helmke, zwei Professoren der Universität Koblenz-Landau entwickelt[2]. Hilfe erhalten Sie durch eine Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, welche die Evaluation der Aufgaben managen. Darüber hinaus ist die Arbeitsgemeinschaft auch verantwortlich für die Koordination und Organisation der Vergleichsarbeiten. Die Finanzierung des VERA-Projekts liegt in der Hand der Bildungsministerien der einzelnen Länder.
Die Schulaufsicht begleitet die Schulen und stellt damit die ordnungsgemäße Durchführung sicher. Darüber hinaus erfolgt eine formative Evaluation des Durchführungsablaufes, bei der ausgewählte Klassen bei der Durchführung beobachtet werden. Ziel dieser Maßnahme ist nicht die Beurteilung der Schulen, sondern die Optimierung des Verfahrens. Auf diese Weise lassen sich Transparenz und Qualität der Durchführung sichern. Des Weiteren ist kein Ranking von Schulen vorgesehen. Aufgrund der schulspezifischen Wahlmöglichkeiten eines Teiles der Aufgaben ist dies so gut wie ausgeschlossen. Dagegen sind innerschulische Vergleiche und darauf basierende pädagogische und fachdidaktische Diskussionennicht nur möglich, sondern ausdrücklich erwünscht. Der zeitliche Ablauf der Studie gestaltet sich wie folgt: Die von Fachlehrkräften, Curriculumsexperten der Landesinstitute und Fachdidaktikern zusammengestellten Itempools für Mathematik und Deutsch werden jährlich an einer Normierungsstichprobe geeicht, bevor sie in den Vergleichsarbeiten eingesetzt werden. Alle vierten Klassen einer Schule bearbeiten in der Vergleichsarbeit identische Aufgaben. Im Fach Mathematik wird ein Teil der Aufgaben zentral vorgegeben und ein anderer Teil von den Schulen selbst per Internet ausgewählt. Dies dient nicht nur der Aktivierung fachdidaktischer Überlegungen, sondern ermöglicht aufgrund der Bearbeitung identischer Aufgaben pro Schule schulinterne Vergleiche zwischen Klassen.
Seit 2005 werden im jährlichen Wechsel jeweils alle Teilbereiche eines Faches (im Jahr 2006: Deutsch) vollständig und für das andere Fach nur ein oder zwei der jeweiligen Kernbereiche erhoben. Ab 2006 werden in beiden Fächern alle Aufgaben zentral vorgegeben, es findet keine Aufgabenauswahl mehr statt. Die Vergleichsarbeiten werden in den Schulen mit Hilfe von Korrekturanweisungen selbst ausgewertet.
