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Gefühle in Worten oder in Bildern festzuhalten, bedeutet etwas Zeitloses zu schaffen. Die dabei entstehenden Werke berühren auch noch nach 100 Jahren genauso wie zum Zeitpunkt ihrer Erschaffung. Dieses Buch richtet sich an Menschen, die gefühlsstarke Gedichte und Malereien reizvoll finden. Das Alter der präsentierten Gedichte liegt so im Bereich von 50 bis 65 Jahren. Geschrieben habe ich sie alle in meiner Jugendzeit, etwa in der Lebensspanne von 13 bis 25 Jahren. Die illustrierenden Bilder stammen von meiner verstorbenen Frau, die eine besondere Begabung dafür hatte, ihre Gefühle in Bilder zu übertragen.
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Seitenzahl: 18
Veröffentlichungsjahr: 2019
Von der Liebe
Harfe der Sehnsucht
Gedanke
Versäumtes Glück, verträumtes Glück
Sechszeiler im Volkston
Die du die tiefste Saite rührtest
Der Spatz
Das Gnu
Tu mouras
Begegnung
Ein Händedruck
Ein Hohelied, ach nur ein weitres Hohelied
Erwartung
Seh dein Antlitz in Wolken und Schleier gehülllt
Von den Bergen
Kennst du das Glück?
Die wir nach Westen ziehen
Freinacht
Vom Tod
Der Nebel quillt
Warum?
Totenwache
Vom Leben
März
Gaukelnde Flocken
Gesät, gemäht, gemahlen
Die Zeit
Melodien
Faustunculus
Ein Stück Holz
Die unnütze Frage
Dichternarr
(1)
Ich sehe des Wasserfalls weißliches Sprühn,
ich sehe der Flammen Feuer,
ich sehe die gleißenden Gluten glühn
und glänzen der Grate Gemäuer.
Ich sehe der Sonne strahlend Gestirn,
ich sehe die Hügel und Hänge,
ich sehe im Frühjahr den flimmernden Firn
und wogendes Wolkengedränge.
Ich sehe des Mondes mürrisch Gesicht,
ich sehe die Dämmerung dunkeln,
ich sehe des Luzifers leuchtendes Licht
und die Milchstraß’ millionenfach funkeln.
Ich sehe das Wild im Walde fliehn,
ich sehe es schleichen und schlagen,
ich sehe die Fische im Flusse ziehn
und den Bussard die Beute tragen.
Ich sehe den Menschen Maschinen baun’,
ich seh’ ihn die Lüfte durchlenken,
ich sehe ihn wähnend die Welt zu durchschaun
und prächtige Pläne erdenken.
Ich sehe die Nähe, ich sehe die Ferne,
ich sehe das Dunkel, ich sehe das Licht,
nur zwei leuchtende Sterne
- sehe ich nicht.
(2)
Ich höre des Donners dumpfes Gedröhn,
ich höre Boreas brausen,
ich höre brechender Bäume Gestöhn’
und wütende Winde sausen.
Ich höre klappendes Kiefergeklirr,
ich höre bellen und beißen,
ich höre Schaufeln und Schalengeschwirr
und zackige Zähne reißen.
Ich höre Glocken und Gläserklang,
ich höre girren und gurren,
ich höre Jauchzen und Jubelgesang
und schnattern und schnarren und schnurren.
Ich höre scharfer Schüsse Schall,
ich höre Röcheln und Rufe,
ich höre den Flüchtling fluchen beim Fall
und hart hallende Hufe.
Ich höre Lärmen und leises Singen,