Was ist Sein? - Joachim Stiller - E-Book

Was ist Sein? E-Book

Joachim Stiller

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Beschreibung

Die hier vorliegende Schrift versteht sich als Fundamentalontologie, in der Stiller den Versuch unternimmt, die Frage nach dem Sein endgültig zu klären. Sein meint einerseits das In-der-Welt-Sein der Dinge, andererseits das Beharrende, Bleibende, in allem Identische. Stiller bringt aber auch den Nachweis, dass das Sein zudem eine Kategorie des Denkens ist... Wäre Heidegger darauf gekommen, es wäre die Lösung all seiner Probleme gewesen.

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Seitenzahl: 49

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Joachim Stiller

Was ist Sein?

Eine Fundamentalontologie

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Was ist Sein?

Was ist Sinn?

Dasein und Existenz - Oder: Ein richtiger Begriff von Dasein

Die erste Bedeutung des Begriffs „Sein“ als In-der-Welt-sein, Gegeben-sein, Dass-sein

Reales und ideales Sein

Dasein und Sosein

Die zweite Bedeutung von Sein als dem Beharrenden, Bleibenden, in allem Identische

Sein (Parmenides) und Werden (Heraklit)

Der metaphysische Begriff von Sein

Der ontologische Begriff von Sein

Seinsweisen und Seinsarten

Seinsschichten, Seinsebenen oder Seinsstufen

Die angebliche Nichtdefinierbarkeit des Begriffs „Sein“

Heideggers „Sein und Zeit“ – Oder: Ein falscher Begriff von „Dasein“

Die Terminologie bei Heidegger

Etwas ist

Das Sein bei Sartre

Sein ist eine Kategorie

Literaturhinweise

Impressum neobooks

Was ist Sein?

In dieser Arbeit soll einmal die Frage geklärt werden, was das Sein seinem Wesen nach ist. Was ist die Bedeutung des Begriffs „Sein“?

Im Philosophischen Wörterbuch von Kröner (herausgegeben von Georgi Schischkoff) findet sich folgende Bearbeitung des Begriffs "Sein" (Auszug):

(1) "Sein bedeutet zunächst Dasein, Existenz, In-der-Welt-sein, Gegeben-sein (z.B. in dem Satz: Ich bin).

(2) Dabei ist besonders zwischen realem und idealem Sein zu unterscheiden. Reales Sein wird oft als Existenz, ideales Sein als Essenz bzw. Essentia (Wesen) bezeichnet. Reales Sein ist das von Dingen, Geschehnissen, Personen, Taten usw., denen Realität zukommt; es ist raumzeitlich, individuell, einzig; ideales Sein (im Sinne einer Idee) entbehrt der Zeitlichkeit, Wirklichkeit, Erfahrbarkeit, es hat nie den Charakter des Einzelfalls, ist streng beharrend, immer seiend (Nicolai Hartmann). Ideales Sein in diesem Sinne besitzen die Werte, die Ideen, die mathematischen und logischen Begriffe. Platon sah in ihnen das wahre, das eigentliche "reale" Sein (auch Ens {realissimum]).

(3) Vom Sein im allgemeinen Sinne (Dasein) wird das Sosein unterschieden.

(4) Gegenüber dem Mannigfaltigen, Wechselnden, Werde bezeichnet "Sein" das Beharrende, Bleibende, in allem Identische; gegenüber dem oft als "abgeleiteten" Sein aufgefassten "Schein" das "wahre" Sein.

(5) Nach den Eleaten gibt es kein Werden, sondern nur ein Sein, ungeworden, unvergänglich, stetig, unteilbar, identisch mit sich selbst; für Heraklit gibt es dagegen kein beharrendes Sein, sondern nur ein immer wechselndes Werden.

(6) Das „wahre“ Sein liegt für den Metaphysiker im Transzendenten, im Ding an sich [Kant]. Sein bezeichnet endlich den Inbegriff alles Seienden („das Sein“) das Ganze er Welt. Dann ist er 1. entweder der allumfassende Begriff, d.h. seinem Umfang nach der umfassendste, da er alles einzelne Sein umfasst, seinem Inhalt nach der ärmste, da er kein Merkmal außer „ist“ besitzt.

2. Oder mit Sein wird der gerade entgegengesetzte Begriff bezeichnet; er umfasst dann nur ein Ding, die All-Einheit, und sein Inhalt ist dann unendlich; er hat alle nur möglichen Merkmale.

Im theologischen Denken ist ‚Gott der immerwährende Schöpfer dieses Seins (Schöpfung), im metaphysisch-idealistischen Denken ist das Sein Geist, im materialistischen Denken Materie und im energetischen Denken Energie.

(7) Im  Sinne der modernen Ontologie ist Sein das Identische in der Mannigfaltigkeit des Seienden. Anders gefasst ist Sein (nach der Formel des Aristoteles, to on hä on) „das Seiende, insofern es Seiendes ist, oder das Seiende als solches in seiner Seiendheit, also vor seiner Aufgliederung in einzelne Dinge oder Gegenstände.

(8) Man unterscheidet die beiden S e i n s w e i s e n Realität und Idealität, an jeder Seinsweise die drei S e i n s a r t e n (Modi) Möglichkeit, Wirklichkeit und Notwendigkeit (einschließlich ihrer Verneinungen).

(9) Man spricht auch von Seinsschichten, Seinsebenen oder Seinsstufen (Schichtenlehre).

(10) "Sein ist das Letzte, nach dem sich fragen lässt. Ein Letztes ist (angeblich) niemals definierbar. Definieren kann man nur auf Grund eines anderen, das hinter dem Gesuchten steht. Ein Letztes aber ist ein solches, hinter dem nichts steht" (Nicolai Hartmann: Zur Grundlegung der Ontologie)"

(11) Nach Heidegger entspringt das Sein [besser: das Seiende] aus dem Nichten des Nichts [Vakuum], indem das Nichts das Seiende versinken lässt [besser: gebiert oder evoziert] und dadurch das Sein enthüllt. Das Sein bedarf desjenigen Seienden, das Dasein (Existenzphilosophie) heißt, um offenbar zu werden (Fundamentalontologie). Das Sein ist „Lichtung“, die das Seiende „entbirgt“, es erfassbar macht. In dieser entbergenden Funktion besteht nach Heidegger der „Sinn von Sein“. Dieser Sinn kann nur erscheinen im „Da“ des menschlichen Daseins, d.h. in der Erschlossenheit des Daseins durch die Stimmungen. Der Sinn des Daseins aber ist es, das Sein als Lichtung alles Seienden geschehen zu lassen. „Wie aber, wenn das Ausbleiben des Bezug des Seins zum Menschenwesen und die Vergessenheit dieses Ausbleibens von weither das moderne Weltalter bestimmt? Wie, wenn das Ausbleiben des Seins den Menschen immer ausschließlicher dem Seienden überließe, so dass der Mensch vom Bezug des Seins zu seinem (des Menschen) Wesen fast verlassen und diese Verlassenheit zugleich verhüllt bliebe? Wie, wenn die Zeichen dahin deuteten, als wollte diese Verlassenheit sich inskünftig [besser: Zukünftig] noch entschiedener in der Vergessenheit einrichten“ (Martin Heidegger: Was ist Metaphysik?, 1955).

(12) Bei Sartre ist das Sein eine rein logische Identität mit sich selbst; dem Menschen gegenüber tritt sie als Ansichsein auf, als erdrückende, ekelerregende Massigkeit und Selbstgenügsamkeit; als Dasein verliert es an Gewichtigkeit und wird überhaupt erst erträglich dadurch, dass es das Nichts in sich aufgenommen hat.

(13) Das Sein konnte zu einem metaphysischen Problem erst dann und nur dort werden, wo die Kopula (das Hilfszeitwort)"sein" in der Sprache auftrat: In den frühen Sprachen kam man ohne Kopula aus und verstand z.B. die (lat.) Wortgruppe "hic leo" (hier Löse)ohne Weiteres als "hier 'ist' ein Löse" (ähnlich noch heute weitgehend in den slawischen und anderen Sprachen). Die Frage, was es bedeutete, dass ein vor Augen stehendes oder ein als gewusst vorhandenes Ding "ist", stellte sich nicht." (Schischkoff: Philosophisches Wörterbuch)

So weit die Begriffsbestimmung des Philosophischen Wörterbuchs von Kröner, herausgegeben von Georgi Schischkoff...

Was ist Sinn?

1. Sinn und Bedeutung