Heidegger: Sein und Zeit - Joachim Stiller - E-Book

Heidegger: Sein und Zeit E-Book

Joachim Stiller

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Beschreibung

Der vorliegende Essay ist eine Kurzbesprechung des Hauptwerkes von Martin Heidegger "Sein und Zeit". Dieses Hauptwerk ist allerdings Fragment geblieben, es erschien nur der erste Band. Leider ist das Werk verunglückt, denn Heidegger macht darin einen kardinalen Fehler: er ersetzt den Begriff DMensch durch den Begriff Dasein. Stiller setzt sich nun kritisch mit diesem Irrtum auseinander, ein Irrtum, der letztendlich zum Scheitern von Sein und Zeit führte.

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EPUB
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Seitenzahl: 33

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Joachim Stiller

Heidegger: Sein und Zeit

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Heidegger: Sein und Zeit

Heideggers „Sein und Zeit“

Sein und Zeit bei mir

Nachtrag zu dieser Schrift

Impressum neobooks

Heidegger: Sein und Zeit

Heidegger hatte sich viel vorgenommen. Er wollte die Seinsfrage stellen, die Frage nach dem Sinn (der Bedeutung) des Begriffs "Sein":

Aber Heidegger beantwortet uns diese Frage nicht. Ja, er bearbeitet sie noch nicht einmal. Stattdessen wendet er sich in "Sein und Zeit" dem "Dasein" zu. Aus der Seinsphilosophie wird unvermittelt Existenzphilosophie. Was von Heidegger tatsächlich geleistet wird, ist eine Philosophie der Existenz. Die Seinsfrage bleibt am Ende so unbeantwortet, wie zuvor.

Die angebliche Seinsvergessenheit der Philosophie

Eine wie auch immer geartete "Seinsvergessenheit", wie von Heidegger behauptet wird, kann ich beim besten Willen nicht ausmachen, zumal gerade zu seiner Zeit (Sein und Zeit erschien 1927) eine gewissen Renaissance der Metaphysik zu verzeichnen war. Das ändert ja nichts daran, dass man die Seinsfrage nicht erneut aufwerfen kann. Das kann man aber immer, und ist einfach den eigenen Interessen geschuldet. Meine Vermutung: Heidegger hatte einfach keinen Begriff von Sein, aber er wollte sich diesen Begriff neu erschleißen. "Das" ist der Grund, warum er die Seinsfrage stellt. Der Begriff des Seins lag im Verborgenen, aber eben nur für Heidegger. Wenn Heidegger keinen rechten Begriff von Sein hatte, dann heißt das noch lange nicht, dass alle anderen auch keinen Begriff von Sein hatten. Das ist nämlich durchaus nicht der Fall.

Was ist Fundamentalontologie?

Also, was mir spontan durch den Kopf ging, war die Frage, was denn da eigentlich Fundamentalontologie sein soll. Eingedenk der Tatsache, dass Heidegger zwar ursprünglich die Seinsfrage stellen wollte, und das auch tatsächlich vorgesehen war, und er im Umweg über die Daseinsanalyse, die praktisch 90% des Werkes ausmacht steckengeblieben ist, verstehe ich persönlich unter Fundamentalontologie im Sinne Heideggers jetzt nicht mehr unbedingt die Seinsfrage, sondern tatsächlich die Daseinsanalyse. In so fern müsste man wohl von Fundamentalexistenzialismus sprechen, oder etwas ähnlichem. Ich habe übrigens immer gesagt, dass Heidegger eigentlich "gar keine" Fundamentalontologie betreibt, sondern tatsächlich nur Existenz- bzw. Existentialphilosophie, die die Dimensionen des Daseins, also der Existenz oder dem In-der-Welt-Sein im anthropozentrischen Sinne, nach den Existentialien durchforstet. Da lehnt er sich in der Tat an Kierkegaard an, dessen Existentialien er samt und sonders übernimmt. Sein und Zeit ist Existenzphilosophie, wie auch aus der späteren Auseinadersetzung mit Jaspers ersichtlich ist. Von Fundamentalontologie kann da nicht wirklich die Rede sein. Das Sein selbst bleibt in dem Fragment, das es geblieben ist, völlig unerörtert. Nur das Dasein wird bearbeitet. Für mich ist Heidegger damit klar gescheitert. Zumindest so weit er die Seinsfrage ins Zentrum des Denkens rücken wollte. Das Ziel hat er nicht erreicht Die „Bedeutung“ von Sein

Heidegger stellt die Seinsfrage so, dass er nach dem "Sinn von Sein" fragt. Sinn ist ein Begriff aus der Hermeneutik. Der Begriff Sinn spielt aber auch in der Phänomenologie Husserls eine zentrale Rolle. Heidegger übernimmt den Begriff „Sinn“ somit sowohl von Husserl (Phänomenologie), als auch von Dilthey (Hermeneutik), Meines Erachtens hätte Heidegger es da einfacher und unverfänglicher haben können, indem er einfach nach der "Bedeutung des Begriffs des Seins" gefragt hätte, wenn er etwa gefragt hätte:

Was ist "Sein"? Was heißt "Sein"?

Das Heidegger aber genau das im aller profansten Sinne meint, geht aus dem Zusammenhang eindeutig hervor. Dazu einmal eine

Textstelle von Seite 2:

„Auf dem Boden der griechischen Ansätze zur Interpretation des Seins hat sich ein Dogma ausgebildet, das die Frage nach dem Sinn von Sein nicht nur für überflüssig erklärt, sondern das Versäumnis der Frage überdies sanktioniert. Man sagt: »Sein« ist der allgemeinste und leerste Begriff. Als solcher widersteht er jedem Definitionsversuch. Dieser allgemeinste und daher undefinierbare Begriff bedarf auch keiner Definition. Jeder gebraucht ihn ständig und versteht auch schon, was er je damit meint.“ (Sein und Zeit, S.2)

Heidegger sucht tatsächlich nur die Bedeutung des Begriffs "Sein". Das meint er, wenn er von der Seinsfrage spricht.

Der Begriff des „Daseins“