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Die Philosophie des Sozialen ist ein ganz junger, neuer Zweig der Philosophie. Stiller Beitrag dazu besteht darin, dass er in dieser kleinen Schrift neue Gesichtspunkt zur Philosophie des Sozialen zusammengetragen hat, die weiterzuverfolgen vielleicht interessant sein könnte. Dabei geht er auch auf die soziale Kunst von Josph Beuys ein, denn Stiller fühlt sich der sozialen Kunst von Beuys in besonderer Weise verpflichtet.
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Seitenzahl: 16
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Joachim Stiller
Zur Philosophie des Sozialen
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Der Begriff des Sozialen
Das soziale Hauptgesetz und das sittliche Ideal
Handlungstheorie sozialer Handlungen
Versuch über die soziale Kunst
Der erweiterte Kunstbegriff
Der erweiterte Kunstbegriff und die soziale Kunst
Widerlegung von Harsanyi und Rawls
Archetypen von C.G. Jung
Kollektives und individuelles Bewusstsein
Die vier Ebenen
Die Bewusstseinsfelder
Kollektives Unterbewusstsein
Fazit
Impressum neobooks
Wir brauchen unbedingt eine Philosophie des Sozialen...Wir brauchen unbedingt eine Philosophie des Sozialen... Bisher gibt es so etwas nur bei Wolfgang Detel...
Ich habe mal versucht, den Begriff des Sozialen in seine treibenden Grundkräfte zu zerlegen, und ich fand diese in zwei Begriffspaaren, zwei Gegensatzpaaren, also zwei Polaritäten, aus denen sich der Begriff des Sozialen speist:
A. Kollektiv – Individuum
kollektiv – individuell
Kollektivismus – Individualismus
kollektivistisch – individualistisch
B.
(das Soziale - das Unsoziale)
(sozial - unsozial)
Altruismus – Egoismus
altruistisch - Egoistisch
Das soziale Hauptgesetz nach Beuys lautet: Nichts für mich, sondern alles für den andern...Das sittliche oder soziale Ideal, das man auch als ein soziales Hauptgesetz verstehen kann, lautet:Handle so, dass Du immer das größtmögliche Wohl für alle Menschen im Auge hast...Ich nenne diese sozialethische Position einen "Salutarismus"...
Der zentrale Hauptsatz meiner Handlungstheorie laut et so:
Der Mensch handelt immer nur auf Grund eines (subjektiv empfundenen) Mangels, bei sich oder bei anderen.
„Bei sich oder bei andern“, das ist hier der entscheidende Zusatz... Liegt der Beweggrund bei mir selbst, handelt es sich um eine einfache Handlung. Liegt der Beweggrund hingegen bei einem andern, so handelt es sich um eine soziale Handlung. Damit sind soziale Handlungen aber ihrem Wesen nach bereits exakt bestimmt... Ohne den zentralen Hauptsatz meiner Handlungstheorie wäre das nicht möglich gewesen.
Sehen wir uns noch eben Max Weber an: Weber definiert handeln "so":
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