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Entdecke die schönsten Orte auf Bali, den Nusa- und Gili Inseln! Der Bali Reiseführer enthält eine Übersicht über alle Highlights und Geheimtipps, unterlegt mit vielen Fotografien aus allen Regionen der Inseln. Die Autorin ist auf einem zweimonatigen Backpacking-Trip durch Bali, die Nusa- und Gili Inseln gereist und gibt in diesem Buch persönliche Empfehlungen aus ihrem Reiseverlauf. Enthalten sind die schönsten Strände und Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten, Yoga und Wellness, eine Reiseroute, Empfehlungen zu Gästehäusern und Hotels in unterschiedlichen Preiskategorien, Cafés, Bars & Restaurants, die indonesische Küche, Reisevorbereitung & vieles mehr.
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Veröffentlichungsjahr: 2024
Möge dieses Buch eine Inspiration
für deine Reise sein.
Isabelle Pieper
Bali
Reiseführer
“Such a magical place, Bali.
You can feel the magic as soon as you arrive.”
Elizabeth Gilbert
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung Bali | Indonesien
Die Sprache
Währung
Lage
Klima
Bevölkerung
Religion
Balis Nachbarinseln
Was macht Bali aus?
Fortbewegung – Unterwegs auf Bali
Essen & Trinken
Preise
Good to know
2. Intention deiner Reise
Gute Gründe für eine Auszeit | Solo-Trip
Unterkünfte
Strände
Reisezeit: Regen- und Trockenzeit
3. Reisevorbereitungen
Einreisebestimmungen & Visum
Flüge
Impfungen
Auslandskrankenversicherung
Rucksack oder Koffer?
Bali-Packliste
Checklisten vor Abreise
SIM-Karte/eSIM
Finanzen
4. Reiseroute
Bukit
Uluwatu
Bingin
Kuta
Seminyak
Canggu
Munduk
Lovina
Amed
Jatiluwih
Tegallalang
Ubud
Padang Bai
Gili Air
Gili Meno
Gili Trawangan
Nusa Lembongan & Nusa Ceningan
Nusa Penida
Sanur
Heron Village
Eat Pray Love House
Nachwort
Kleiner Grundwortschatz Indonesisch
Indonesien besteht aus über 17.000 Inseln und ist damit der größte Inselstaat sowie die drittgrößte Demokratie der Welt. Die ersten direkten Präsidentschaftswahlen fanden im Jahr 2004 statt. Laut Index für Demokratie und Marktwirtschaft wird der Entwicklungsstand jedoch noch als eingeschränkt eingestuft und die Korruptionsrate ist immer noch sehr hoch. Die über 275 Millionen Einwohner verteilen sich auf um die 6.000 Inseln – alle anderen sind bisher unbewohnt. Die Republik stellt nach den Vereinigten Staaten, China und Indien die viertgrößte Nation unserer Erde dar und zählt mit sechs offiziellen sowie einer Vielzahl weiterer traditioneller Glaubensrichtungen und über 1.300 ethnischen Gruppen zu den Ländern mit dem höchsten Anteil einer muslimischen Bevölkerung (über 218 Millionen).
Seit dem Jahr 1945 ist Indonesisch “Bahasa Indonesia” die Amtssprache Indonesiens und wird mit dem lateinischen Alphabet geschrieben. Durch die große Anzahl lokal unterschiedlicher Prägungen verzeichnet der Inselstaat jedoch insgesamt über 700 verschiedene Sprachen. Das macht Indonesien zur sprachlich-vielfältigsten Nation nach Papua-Neuguinea. Auf Bali wird unter den Einheimischen Balinesisch gesprochen. Eine Kommunikation auf Englisch ist in den touristisch erschlossenen Regionen jedoch weit verbreitet.
In der Republik Indonesien zahlt man mit dem Indonesischen Rupiah (IDR). Bei einem erstmaligen Aufenthalt auf einer der Inseln, kann der Wechselkurs anfangs gewöhnungsbedürftig sein: Mitte 2024 lag der Wechselkurs für einen Euro bei 17.000 IDR. Folgende sieben Rupiah-Scheine gibt es in der Währung: 1.000, 2.000, 5.000, 10.000, 20.000, 50.000 und 100.000. Der kleinste Schein in Höhe von 1.000 IDR hat bei dem genannten Wechselkurs somit einen Wert von gerade einmal 6 Cent. Der größte Schein in Höhe von 100.000 IDR ist Mitte 2024 nur circa 6 Euro wert. Zwar gibt es auch Münzen (in Höhe von 25, 50, 100, 200, 500 und 1.000), jedoch werden diese selten verwendet und bei Barzahlungen ungern angenommen.
Bali ist bei Reisenden mit Abstand die beliebteste und meistbesuchte Insel Indonesiens. Zu den Sundainseln zählend, ist sie der am westlichsten gelegene Teil dieser Gruppe. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 95 Kilometer, während es von West nach Ost 145 Kilometer sind.
Das Klima ist tropisch und wird vom Monsunregen beeinflusst, was zu einer hohen Luftfeuchtigkeit von über 90 Prozent führt. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über zwischen 25 und 35 Grad Celsius, während die Wassertemperaturen zwischen 25 und 28 Grad Celsius schwanken. Somit ist die Insel ganzjährig ein attraktives Reiseziel. Bei der Reiseplanung ist jedoch die Regenzeit (November bis April) sowie die Trockenzeit (Mai bis Oktober) zu berücksichtigen (siehe Reisezeit in Kapitel zwei).
Der Zeitunterschied von Deutschland zu Bali beträgt + sechs Stunden im Sommer und + sieben im Winter.
Auf Bali leben über 4,3 Millionen Menschen, davon knapp 900.000 in der Hauptstadt Denpasar. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 740 Einwohnern/km². Zum Vergleich: In Deutschland, eines der am dichtesten besiedelten Länder Europas, sind es nur 236 Einwohner/km². Hinzu kommen durchschnittlich über sechs Millionen Menschen, die Bali jährlich besuchen – Tendenz steigend.
Die vorherrschende Religion ist der Hinduismus, dem knapp 90 Prozent der Bevölkerung angehören. Die anderen 10 Prozent teilen sich in den Islam und zum noch kleineren Anteil in den Protestantismus, Katholizismus sowie Buddhismus (unter einem Prozent) auf. Die Prägung des Hinduismus auf Bali ist auf die erste Besiedelung der Insel durch Einwanderer aus dem Süden Indiens zurückzuführen, die auf ungefähr 1500 vor Christus geschätzt wird.
Familientradition
Babys dürfen, bevor sie nicht drei Monate alt sind, je auf den Boden gelegt werden. Die kleinen Kinder gelten als Engel und der Erdkontakt würde nach dem Glauben der Balinesen die Verbindung zu den Göttern trennen.
Vielleicht fällt dir auf, dass die männlichen Namen Wayan, Made, Nyoman und Ketut besonders häufig auftreten. Das ist damit zu begründen, dass traditionell der Erstgeborene Wayan, der Zweitgeborene Made, der Drittgeborene Nyoman und der vierte Sohn Ketut genannt wird.
Fun Fact
Nachdem in den 1960er Jahren eine Bausünde in Form eines Hotels mit zehn Stockwerken den Zorn der Priester und Gläubigen auf sich gezogen hatte, wurde die bis heute gültige Bauverordnung erlassen, dass kein Gebäude höher als eine Palme gebaut werden darf.
Java
Balis direkter Nachbar im Westen ist die Insel Java, auf der sich Indonesiens Hauptstadt Jakarta mit über 10 Millionen Einwohnern befindet. Die Insel ist mit nur circa zwei Kilometern Entfernung über die Bali-Straße, einer Meerenge, die den Indischen Ozean mit der Balisee verbindet, von Bali aus schnell zu erreichen. Zwischen der Hauptstadt Jakarta und Bali liegen circa 1.000 Kilometer.
Gilis & Lombok
In östlicher Richtung von Bali befinden sich Lombok sowie die drei Gili Inseln: Gili Trawangan, Gili Air und Gili Meno. Mit dem Speedboot können die Inseln je nach Wetterlage und Seegang innerhalb von 2,5 bis 4 Stunden erreicht werden. Die kürzeste Verbindung ab Bali ist dabei ein Start in Padang Bai.
Nusa Inseln
Ebenfalls zu erwähnen, sind die drei Nusa Inseln, welche Balis südöstlich gelegene Nachbarn sind und in der späteren Reiseroute, genau wie die Gili Inseln, ebenfalls Erwähnung finden. Die Rede ist von Nusa Penida (circa 200 km² Fläche), Nusa Lembongan (circa 8 km² Fläche) und Nusa Ceningan (mit einer Fläche von gerade einmal 4 km²). Zahlreiche Boote und Fähren verkehren täglich zwischen Bali und den genannten Inseln, die sich ab dem Hafen in Sanur mit einer Fahrzeit von circa 20 bis 30 Minuten erreichen lassen.
Kleine Boote pendeln auch zwischen Nusa Lembongan und Nusa Penida, Lombok und den Gili Inseln. Nusa Ceningan kann von Nusa Lembongan aus zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Roller erreicht werden – die beiden Inseln sind durch die Yellow Bridge miteinander verbunden.
Nachdem wir uns die Lage und grundlegenden Fakten zu Bali und Indonesien angeschaut haben, widmen wir uns der Frage: Wofür steht Bali und was macht die Insel so magisch und eindrucksvoll?
Bali ist ein Strand-, Surfer- und Taucherparadies
Mit seiner Lage inmitten des Indischen Ozeans, unzähligen Traumstränden, die sich in hellen und dunklen Farbnuancen des Sandes mit schroffen Klippen, wunderschönen Felsformationen und angenehmen Wassertemperaturen in das Inselbild säumen, unzähligen Korallenriffen, rauschenden Wellen und einmaligen Surf-, Tauch- sowie Schnorchel-Spots, zieht Bali Begeisterte aus aller Welt an. Die abwechslungsreichen Strände, welche je nach Gebiet entweder zum Erholen unter Palmen, zum Schwimmen im seichten Wasser oder zum Feiern in trendigen Beachclubs einladen, machen Bali ebenfalls zu einem beliebten Reiseziel.
Bali steht für vielfältige Natur
Balinesen glauben, dass auch die Natur eine Seele hat. Betrachtet man die landschaftliche Vielfalt, das satte Grün der Pflanzenwelt in Balis Regenwäldern mit seinen imposanten Wasserfällen, die vulkanischen Berglandschaften, Mangrovenwälder, Strände und Wanderwege gesäumt von Kokospalmen, die malerischen Reisfelder und Kaffeeplantagen, so scheinen es glückliche Seelen zu sein – die Natur auf der Insel erstrahlt in einer beeindruckenden Schönheit und ist besonders abwechslungsreich.
Bali is a beautiful place to reconnect with nature.
The beautiful surroundings make it easy to find peace.
Kultur im Übermaß
Bali ist weltweit bekannt für seine wunderschönen hinduistischen Tempelstätten, die das Bild auf der ganzen Insel prägen. Schätzungen zufolge sind es über 20.000. Davon sind jedoch nicht alle sichtbar – viele befinden sich innerhalb privater Anlagen. Als Besucher kann man zahlreiche Tempelanlagen besichtigen, die sich inmitten liebevoll angelegter Gärten oder direkt am Wasser befinden. Bei vielen der Tempel hat man die Möglichkeit, traditionelle Zeremonien zu begleiten. Das Tempelinnere ist jedoch den gläubigen Hindus vorbehalten. Die Sehenswertesten der riesigen Auswahl an Tempeln findest du unter den Sehenswürdigkeiten zur Reiseroute in Kapitel vier.
Traditionelle Tänze
Traditionelle Tänze, wie der Legong Dance oder der Feuertanz Kecak, sind ebenfalls besondere kulturelle Highlights. Beim Kecak Dance tritt eine Gruppe männlicher, mit nur einem Lendenschurz bekleideter Tänzer auf, die sitzend oder stehend in einem Kreis Verse vortragen, welche auf Elementen des indischen Epos Ramayana basieren. Untermalt von Gesang und Feuerelementen, gesellen sich im Laufe der Aufführung noch weitere Figuren in den Kreis der Tänzer dazu. Bali ist weltbekannt für diesen traditionellen Tanz und die Aufführung ist sehr zu empfehlen! Der balinesische Legong Dance wird vorwiegend von weiblichen Tänzerinnen aufgeführt, von Live-Musikern begleitet und beeindruckt mit aufwendigen Kostümen.
Festlichkeiten
Zu den kulturellen Highlights auf Bali zählen auch zahlreiche Festlichkeiten. Besonders hervorzuheben ist hier das Galungan, das wichtigste Fest für das hinduistische Bali, welches zweimal jährlich stattfindet. Zehn Tage lang wird der Sieg des Guten über das Böse und die Schöpfung des Universums gefeiert. Die Häuser werden mit einem Penjor (ein gebogener Stab aus Bambus, verziert mit Blumen, Früchten, kleinen Kuchen sowie weißen und gelben Stoffen) geschmückt, welcher die Anwesenheit der Götter symbolisiert. Die Götter und Ahnen werden bei dem Fest geehrt. Das Galungan ist geprägt von zahlreichen Tempelfesten, bei denen die Balinesen festliche, traditionelle Kleidung tragen.
Farbenfroh und voller Lebensfreude wird in Bali auch ein Erntedankfest, das Mesabo, gefeiert. Mit Opfergaben und Tänzen, die inmitten der Felder stattfinden, wird hier den Göttern für die Ernte gedankt.
Im März oder April (abhängig von dem Datum nach Neumond während der Tag- und Nacht-Gleiche) findet jedes Jahr das mehrtägige Balinesische Neujahrsfest Nyepi statt, das sich sowohl durch Feiern und Bewegung, aber vor allem auch durch den Tag der Stille auszeichnet. Am Tag der Stille wird das öffentliche Leben komplett heruntergefahren: alle Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen inklusive des Flughafens werden geschlossen. Es ist ein Tag der Ruhe, der Einkehr, des Schweigens und des Fastens. Touristen sollen an diesem Tag in ihren Hotels bleiben.
Kunst
Kunst ist ebenfalls ein zentrales Thema auf Bali. Es gibt zahlreiche Galerien, kleine Ateliers, Kunstmärkte, traditionelle Handwerksbetriebe und Workshops zur Erstellung von balinesischem Schmuck. Oftmals kann man Einheimische bei Prozessen der Bildhauerei, beim Basteln und bei der Bemalung von Skulpturen beobachten, wenn man durch die Orte fährt.
Bali ist ein Wellnessparadies
Traditionelle Gewürze und Kräuter, duftende Öle, Kaffee- oder Kokospeelings, Haarkuren aus der Natur, romantische Blütenbäder, Mani- und Pediküre oder Massagen – die Wellnessangebote auf Bali versprechen Erholung pur. Dass Bali so bekannt für seinen paradiesischen Erholung-Spirit ist, verwundert bei der riesigen Auswahl an Wellnessresorts, Spas, Massage- und Beautysalons wenig. Vor allem in den Zentren von Kuta, Canggu und Ubud reihen sich mittlerweile Salons aneinander. Doch auch in weniger touristischen Regionen ist die Auswahl groß: ob luxuriöse Resorts und Retreats, Massagen mit Ausblick auf den Ozean oder in die Natur, große Anlagen oder kleine Salons – für jeden Anspruch und jedes Budget ist etwas dabei.
Der Klassiker ist die traditionelle “Balinese Massage”, die man unbedingt einmal ausprobieren sollte. Hierbei handelt es sich um eine Ganzkörpermassage, bei der ein aromatisches Öl verwendet wird. Die Ölsorte kann oftmals vom Gast selbst gewählt werden. Bei der Massage wird mit einer Kombination aus Druck zum Lösen von Gewebe und Muskeln, mit sanften Dehnungen sowie mit Reflexzonenmassagen gearbeitet. Auf Bali ist es Tradition, dass die Massagetechniken bereits im Kindesalter von den Eltern oder Großeltern an die Kinder weitergegeben werden.
Spiritualität & Yoga
Bali ist weltweit bekannt für heilende Spiritualität und Yoga. Yogastudios, Retreats und Resorts sind ein fester Bestandteil der Insel. Ubud, wo sich unter anderem “The Yoga Barn”, Balis bekanntestes und größtes Yogazentrum befindet, gilt dabei als Yoga-Hochburg. Hier stehen täglich über 15 verschiedene Klassen zur Auswahl, die das Wissen und die Traditionen aus den unterschiedlichsten Kulturen miteinander vereinen. Neben klassischen Yoga- und Meditationskursen sämtlicher Richtungen finden hier auch zahlreiche Konzerte, Events, Tanzveranstaltungen, Workshops, Zeremonien und Vorträge statt. Umso schöner sind aber die vielen kleinen Studios auf der Insel, die sich oft inmitten der Natur befinden und mit sehr viel kleineren Gruppen stattfinden. In der Yoga Barn werden die Klassen mit teils bis zu 70 Teilnehmern belegt, was unangenehm voll sein kann. Eine besondere Erfahrung ist die Teilnahme an einem Kurs aber allemal!
Auch um sich eine Auszeit zu nehmen und alleine zu reisen, um neue Lebenswege zu entdecken und sich mit den Fragen des Lebens auseinanderzusetzen, bietet sich ein Aufenthalt auf Bali sehr gut an. Die Insel ist sehr sicher und hat eine geringe Kriminalitätsrate. Die Herzlichkeit der Einheimischen, die wunderschöne Natur und inspirierende Umgebung, gefüllt mit Kunst und Kultur, bieten optimale Bedingungen, um sich fern ab vom Alltag mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Bali ist auch ein beliebter Standort, um hier eine Yogalehrer-Ausbildung zu absolvieren. Ausbildungen in den unterschiedlichsten Stilrichtungen werden in zahlreichen Studios auf der ganzen Insel angeboten.
Auf Bali herrscht Linksverkehr, was anfangs erstmal gewöhnungsbedürftig sein kann. Man sollte beachten, dass die gängigen Verkehrsregeln hier bei den meisten Menschen weniger Berücksichtigung finden. Es ist immer sehr hektisch und chaotisch, ständiges Hupen ist gang und gäbe. Auf den zahlreichen Rollern, die auf den Straßen unterwegs sind, wird sämtliches Gut transportiert. Man sieht Surfer samt Surfbrett, ganze Familien, die zusammen auf einem Roller unterwegs sind oder Transporte von provisorisch gesichertem Baumaterial vorbeifahren. Es kann schnell zu gefährlichen Situationen kommen und Unfälle sind leider keine Seltenheit.
In der Regenzeit muss man auch hinsichtlich der Straßenverhältnisse sehr gut aufpassen, denn die Straßen sind dann sehr rutschig. Teils gibt es nur Schotterwege, die zudem sehr steil sein können. Man sollte sich gut überlegen, ob man es sich zutraut auf Bali selbst Auto oder Roller zu fahren – vor allem in den größeren Orten mit sehr viel Verkehr. Alternativ kann man bei einem einheimischen, erfahrenen Fahrer ein- beziehungsweise aufsteigen.
Hält man sich in den Ballungszentren auf, sollte man Geduld mitbringen, denn lange Staus sind hier auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens an der Tagesordnung.
Transportmittel
Roller
Roller prägen das Bild auf Bali – sie sind hier das am meisten genutzte Verkehrsmittel und man sieht sie immer und überall. Eine Helmpflicht besteht, aber die wenigsten halten sich daran. Auch das Hören von Musik, Telefonieren oder Rauchen ist während des Fahrens offiziell verboten. Bei Kontrollen durch die Polizei drohen Geldstrafen. Um selbst einen Roller zu mieten, benötigt man offiziell den Führerschein aus seinem Heimatland sowie den internationalen Führerschein. Diese werden bei vielen Verleihern jedoch nicht kontrolliert. Man sollte beachten, was bei seinem Führerschein inkludiert ist. Bei einem deutschen Führerschein Klasse B ist zum Beispiel das Fahren von Zweirädern bis 50 Kubik inkludiert – die meisten Roller auf Bali belaufen sich jedoch auf 110 Kubik. Sollte man ohne Motorradführerschein einen solchen Roller fahren und in einen Unfall verwickelt werden, kann es zu Problemen mit der Versicherung kommen, da es sich in dem Fall um ein Fahren ohne die gültige Fahrerlaubnis handelt.
Taxi
Die offiziellen, blauen Taxis gehören zu Blue Bird und fahren anders als private Fahrer sowie Fahrer, die über Grab und Gojek gebucht werden, nicht mit einem vorab vereinbarten Festpreis, sondern mit einem Taxameter.
Ich habe allerdings auch schon die Erfahrung gemacht, dass man vorab einen Festpreis vereinbaren kann – es kommt also ganz auf den Fahrer an. Ein Blue Bird Taxi kann man telefonisch oder unkompliziert über die Blue Bird App bestellen.
Privater Fahrer
Mit einem privaten Fahrer unterwegs zu sein, ist meiner Meinung nach die beste Option auf Bali. Ein Taxi oder Rollertaxi in den größeren Orten zu finden, ist einfach, unkompliziert und geht super schnell! Am beliebtesten sind die Apps Grab und Gojek (vergleichbar mit Uber), die ich auch sehr empfehlen kann. Du gibst ein, wohin du willst, dann wird dir ein Festpreis für die Fahrt mit dem Rollertaxi und dem Auto angezeigt und du kannst anschließend entscheiden, ob und welches Transportmittel du buchen möchtest. Es lohnt sich bei längeren Fahrten die Preise in den beiden Apps zu vergleichen, da diese oft variieren. Zahlen kann man dann direkt über die App oder am Fahrtziel in bar. Das System ist so verbreitet, dass es in der Regel nur wenige Minuten dauert, bis das Taxi da ist. Man kann also in der Regel ganz spontan bestellen. Bei Fahrten mit den Rollertaxis bekommt man meistens keinen Helm zur Verfügung gestellt. Daher ist es empfehlenswert, sich für die Zeit auf Bali einen eigenen Helm zu kaufen.
Mietwagen
Die Möglichkeit selbst ein Auto zu mieten, gibt es auch, diese wird aber weniger genutzt, da das Buchen eines privaten Fahrers inklusive Auto nicht teuer ist – mit dem Vorteil, dass man sich nicht vom Verkehr und unbekannten Wegen stressen lassen muss. Zudem geben die lokalen Fahrer gerne Infos zur Region und es können sich interessante Gespräche ergeben.
Grab und Gojek sind allerdings noch nicht in allen Gebieten auf Bali verbreitet. In weniger touristischen Regionen wie Munduk ist man auf lokale Fahrer angewiesen, die ihre eigenen Preise vorgeben. Diese sind etwas höher als in den touristischen Ballungszentren und es gibt deutlich weniger Angebote. Frag am besten in deiner Unterkunft oder in den örtlichen Warungs, Restaurants und Geschäften nach dem Kontakt eines Fahrers. Teils sieht man auch innerhalb der Ortschaften Schilder mit den Kontaktdaten eines Fahrers aushängen.
In Regionen, in denen Grab und Gojek nicht verfügbar sind, lohnt es sich rechtzeitig einen Fahrer zu buchen. Kurzfristig sind viele Fahrer nicht verfügbar und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es schwierig werden kann von A nach B zu kommen. In den ruhigen, weniger touristischen Regionen ist auf den Straßen allerdings auch deutlich weniger los, sodass es sich hier anbietet selbst einen Roller oder Mietwagen zu leihen. Auch auf den Nusa Inseln gibt es die Apps Grab und Gojek (noch) nicht, daher besser rechtzeitig um einen Fahrer kümmern, wenn du einen brauchst!
Öffentliche Verkehrsmittel
Zuverlässige öffentliche Verkehrsmittel, die nach Plan fahren, findet man auf Bali nicht. Es gibt zwar vereinzelt Busse, die von Einheimischen genutzt werden, allerdings sind diese stets restlos überfüllt und stellen für Touristen keine gute Option zur Fortbewegung dar.
Fahrrad
Ein Fahrrad zu mieten, ist in einigen Orten zwar möglich, jedoch auf Grund des chaotischen Verkehrs und der teils sehr schlechten Straßenverhältnisse weniger zu empfehlen.
Zu Fuß
Zu Fuß unterwegs zu sein, ist auf Bali ebenfalls weniger zu empfehlen. Fußgängerwege gibt es, wenn überhaupt, nur entlang von Geschäften und Restaurants innerhalb der Ortschaften. Ansonsten muss man sich auf den Rändern der vollen Straßen bewegen, was nicht nur gefährlich ist, sondern auch wenig Spaß macht. Eine Rücksichtnahme der vorbeifahrenden Fahrer erlebt man weniger. Lange Spaziergänge sollte man sich für die Strände und Naturgebiete aufsparen – oder für die Gili Inseln, denn:
Alles das, was verkehrstechnisch auf Bali keinen Spaß macht, ist auf den Gili Inseln umso schöner! Ganz ohne motorisierte Fahrzeuge auskommend, sind die kleinen Inseln nicht nur eine Strand- und Ruheoase, sondern auch ein Fußgängerparadies. Hier kann man zu Fuß entspannt die Inseln entdecken. Auch Fahrradfahren ist überall an der Tagesordnung. Ein Fahrrad kann man für täglich 50.000 IDR (circa 3 Euro) ausleihen. Wer gerne reitet, kann dies hier ebenfalls tun. Für Transporte, auch für Gepäck, gibt es Pferdekutschen.
Die indonesische Küche
Reis ist das zentrale Element der indonesischen Küche und stellt bei den meisten Gerichten die Grundlage dar. Je nach Region können einem dabei zwei unterschiedliche Sorten Reis begegnen: der weiße Reis, welcher bis zu dreimal jährlich geerntet wird und überall geläufig ist oder der rote Reis, welcher seltener und deutlich teurer ist, da er mehr Reifezeit benötigt und nur mit traditionellen Geräten geerntet wird.
Weitere Bestandteile der Gerichte sind dann meist Hähnchenfleisch, Ei (frei laufenden Hühnern begegnet man auf Bali zuhauf), Gemüse oder auch Tofu und Tempeh (dieser wird aus fermentierten Sojabohnen gewonnen und hat im Vergleich zu Tofu einen noch höheren Gehalt an Eiweiß, Ballaststoffen und Vitaminen). Hinzu kommt dann eine der vielen würzigen, oft scharfen Saucen. Ein Klassiker: die nach Schärfegraden variierende Sambal-Sauce aus Tomaten, Chili-Schoten, Knoblauch, Ingwer und je nach Zubereitung, weiteren variablen Zutaten.
Die Gerichte oder Beilagen werden dann oft auf Bananenblättern serviert, was immer sehr ansprechend aussieht. Essbar sind diese jedoch nicht. Balinesen selbst essen vieles ohne Besteck. Gästen wird das Essen mit einer Gabel und einem Löffel serviert – ein Messer erhält man in den traditionellen Warungs in der Regel nicht.
In den sehr touristischen Orten gibt es mittlerweile Angebote sämtlicher kulinarischer Richtungen der internationalen Küche. Vor allem vegane und vegetarische Cafés und Restaurants, die gesunde Salate, Bowls, Smoothies und besondere Kreationen anbieten, sind in den Orten Uluwatu, Seminyak, Kuta, Canggu und Ubud weit verbreitet – und vor allem meist sehr frisch und lecker! Sich gesund zu ernähren, ist hier einfach und macht bei dem riesigen Angebot richtig Spaß.
Warungs
Authentische, indonesische Küche kann man auf Bali am besten in den Warungs, kleinen traditionellen Cafés und Restaurants, die von Einheimischen meist als Familienbetrieb bewirtschaftet werden, genießen. Nasi Goreng (gebratener Reis) und Mie Goreng (gebratene Nudeln) sind die bekanntesten Gerichte, die man überall erhält. Ebenfalls sehr zu empfehlen ist Nasi Campur (übersetzt gemischter Reis). Die einzelnen Komponenten auf dem Teller kann man sich oft selbst aus einer Ausstellungsvitrine zusammenstellen. Das ergibt dann je nach Geschmack eine vielseitige Mischung aus Reis, Fleisch, Tofu, Tempeh, Gemüse, Salat und einer Sauce dazu.
Weitere Klassiker sind Sate Ayam (gegrillte Hähnchenspieße mit Erdnusssoße), Soto Ayam (eine Brühe mit Glasnudeln, Hühnchen und Tomaten, viel Grün oder einem halben gekochten Ei), Ikan Bakar (gegrillter Fisch) oder Ikan Goreng (frittierter Fisch). Zum Fisch schmeckt Balis Wasserspinat Kangkung besonders gut. Der Spinat wird in der Zubereitung meist mit Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen verfeinert.
Vegetarische Gerichte
Vegetariern und Veganern kann ich besonders die indonesischen Gemüse-Currys mit Tofu und Tempeh, vegetarisches Nasi Campur und das Gericht Gado Gado empfehlen, welches eine Variation aus frisch gekochtem Gemüse ist. Dazu gibt es oft ein halbes gekochtes Ei, Sojasprossen und Erdnusssauce.
Weitere, klassische vegetarische Gerichte sind Karedok (ein kalter Salat aus gekochtem Gemüse wie Bohnen, Kohl und Auberginen mit Gurken und Erdnusssoße), Nasi Pecel (ein grüner Salat aus grünen Bohnen, Gurken, Sprossen und Spinat sowie frittiertem Tempeh), Nasi Uduk (Reis mit Nelken, Zimt und Lemongras in Kokosmilch gekocht) und Mie Godog (frittiertes Gemüse und Nudeln in einer Suppenbrühe).
Kleine Gerichte und Snacks
Unterwegs auf Märkten und in den Straßen findet man oft kleine Stände, die ebenfalls kulinarische Köstlichkeiten aus der indonesischen Küche anbieten. Herzhafte Speisen sind zum Beispiel Nasi Kuning (Reis mit Kurkuma, Fleisch, Tempeh oder Eiern), Bakso (eine Suppe mit kleinen Fleischbällchen) oder Martabak Telur (gefüllter Pfannkuchen).
Wenn es süß werden soll, greife zu bei Jagung Bakar (marinierter, gegrillter Maiskolben, auch scharf erhältlich), Bubur Susum (aus weißem und schwarzem Klebreis und Palmzucker mit Sahne und Kokosmilch gekocht) oder Pisang Goreng (frittierte Bananen, mariniert mit Honig oder Sirup aus Palmzucker).
Tipp: Wer abgelegen wohnt oder einfach mal entspannt in seiner Unterkunft oder an einem Ausflugsziel essen möchte und keine Snacks oder Getränke dabei hat, kann mit den Apps Grab und Gojek aus zahlreichen umliegenden Cafés und Restaurants, Supermärkten und Minimärkten auswählen und sich Essen und Getränke bestellen. Die Bezahlung ist direkt über die App oder in bar bei Lieferung möglich.
Frühstück
Die Balinesen selbst frühstücken oftmals nur ein kleines Stück süßen Kuchen, eine frittierte Banane oder etwas süßen Reis mit einer Tasse Kaffee dazu. Als Gast hat man in den Gästehäusern und Hotels in der Regel eine größere Auswahl. Oft angeboten werden “eggs your way": Omelette, Spiegelei, gekochtes Ei oder pochiertes Ei nach Wahl mit einer Scheibe Toastbrot dazu. Die Alternative ist meist ein Bananen-Pancake (auch sehr empfehlenswert). Dazu gibt es dann in der Regel einen Teller mit frischem Obst, Kaffee oder Tee und mit Glück einen frisch gepressten Saft (je nach Verfügbarkeit Banane, Papaya, Ananas, Melone oder Orange).
Frische, kühle Smoothie-Bowls werden in vielen Cafés zum Frühstück angeboten und sind bei der tropischen Hitze ebenfalls eine tolle Frühstücksvariante.
Leitungswasser
Das Leitungswasser in Indonesien ist kein Trinkwasser – auf keinen Fall trinken! Auch zum Zähneputzen sollte es nicht verwendet werden. Beim Duschen am besten darauf achten, den Mund geschlossen zu halten. Viele Unterkünfte bieten Stationen mit Wassertanks an, sodass man sich seine eigenen Flaschen wieder auffüllen kann. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch der beste Weg, um auf den Kauf von Plastikflaschen zu verzichten und Müll zu vermeiden.
Kaffee
Der Klassiker unter den Kaffees auf Bali ist der schwarz getrunkene “Balinese Coffee”, den man überall, auch in den Warungs, erhält. Auf Kaffeeplantagen kann man sich durch die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen probieren.
Mit einem Kilopreis von 1.000 Euro gibt es auf Bali auch den teuersten Kaffee der Welt: “Kopi Luwak”, dem ein erdiger, leicht holziger und kakaoähnlicher Geschmack nachgesagt wird. Der Produktionsweg des Kaffees ist äußerst speziell: Die angebauten Bohnen werden von einer Schleichkatze gefressen, in ihrem Verdauungstrakt “fermentiert” und den bitteren sowie sauren Stoffen entzogen. Anschließend werden die Bohnen im Ganzen wieder ausgeschieden und daraufhin geröstet und verarbeitet.
Unterkünfte
Die preiswertesten Übernachtungen findet man auf Bali in Hostels mit Mehrbettzimmern (wenig komfortabel), bei denen die Preise schon bei 5 Euro pro Nacht starten. Gästehäuser mit einem privaten Zimmer und einem eigenen Bad kosten mit besserer Ausstattung, Klimaanlage und WLAN durchschnittlich 15 bis 25 Euro pro Nacht. Allerdings kann es in der Hauptsaison schnell teurer werden.
Angenehme und komfortable Hotels und Resorts findet man ab circa 40 bis 50 Euro pro Nacht. In der Hauptsaison starten die Preise auch hier oft höher. Hotels mit einem wirklich guten Preis-Leistungsverhältnis sind schnell ausgebucht. Es lohnt sich daher, frühzeitig zu buchen. Nach oben sind preislich keine Grenzen gesetzt – auf Bali gibt es zahlreiche hochpreisige Luxushotels.
Essen und Trinken
Auch exklusive, hochpreisige Restaurants gibt es in den sehr touristischen Regionen auf Bali jede Menge. Am günstigsten sind die Preise in den Warungs mit Kosten von nur circa 2 bis 3 Euro für ein Hauptgericht. Einen balinesischen Kaffee oder einen Cappuccino erhält man im Durchschnitt für 1 bis 2 Euro und auch bei einer frischen Kokosnuss ist man mit circa einem Euro dabei. Diese sind übrigens super gesund und erfrischend, vor allem wenn sie gekühlt angeboten werden. Alkohol ist auf der Insel vergleichsweise teuer. Ein Bier (Bintang) ist mit 1,50 bis 2,50 Euro die günstigste alkoholische Variante.
Aktivitäten
Tauchlehrgänge starten auf Bali in der Regel bei 50 Euro. Ein Surfkurs kostet zwischen 20 bis 40 Euro. Ein Surfboard kann man meist für 5 Euro pro Stunde ausleihen. Für zwei Strandliegen und einen Sonnenschirm zahlt man, je nach Lage und Strand, zwischen 3 bis 6 Euro pro Tag. Yogastunden kosten durchschnittlich um die 8 Euro und für eine 60-minütige Massage zahlt man im Durchschnitt 8 bis 15 Euro.
Eintritte für Tempelanlagen, Wasserfälle oder kulturelle Veranstaltungen wie beispielsweise Tanzaufführungen liegen zwischen 2 bis 8 Euro.
Fortbewegung
Einen Roller selbst zu mieten, kostet circa 6 Euro pro Tag, ein Auto um die 25 Euro. Pro Liter Sprit zahlt man auf Bali circa einen Euro. Bei kurzen Taxifahrten kann man mit einem Betrag von unter 5 Euro rechnen, während längere Strecken im Durchschnitt zwischen 20 bis 40 Euro kosten.
Am günstigsten ist man mit dem Rollertaxi unterwegs, das auch bei längeren Fahrten meist nur ein paar Euro kostet. Eine Tagestour mit einem Guide und Auto kostet um die 60 bis 70 Euro. In der Regel sind auch halbtägige Touren möglich.
1) Schuhe ausziehen, beim Haus betreten! Das ist auf Bali selbstverständlich, ansonsten gilt man als unhöflich. In den meisten Geschäften und Restaurants in den touristischen Gebieten können sie jedoch angelassen werden.
2) Gläubige Balinesen platzieren bis zu dreimal täglich kleine Körbchen mit Blütenblättern, etwas Essbarem und Räucherstäbchen als Opfergaben an die Götter vor ihren Haustüren. Diese sollen die Götter erfreuen und für die Menschen Gutes bewirken. Als Besucher sollte man respektvoll daran vorbeigehen und darauf achten, dass man sie nicht zertritt, da sie oft nah an den Straßen und entlang der Gehwege stehen.
3)Bei einem Tempelbesuch gilt folgende Kleidung als angemessen: Frauen sollten einen langen Rock oder einen Sarong tragen und ein Oberteil, welches den Bauch und die Schultern bedeckt. Lange Haare sollten zusammengebunden und dunkle Farben möglichst gemieden werden. Männer sollen ebenfalls einen Sarong um die Hüfte gewickelt tragen. Dieser kann in den meisten Tempeln ausgeliehen werden.
4) Der Konsum oder der Besitz von Drogen wird in Indonesien mit langen Gefängnisstrafen von bis zu 10 Jahren sehr hart bestraft.
5) Touristenfallen gibt es auch auf Bali. Geld wechseln sollte man nur in den offiziellen Wechselstuben. Bei überteuerten Taxifahrten, Bootstickets, Guides und Eintritten sollte man am besten online die Preise vergleichen. Auch wenn Bali in puncto Kriminalität als sicher eingestuft wird, ist es ratsam auf seine Sachen gut Acht zu geben.
6) Auf Märkten unbedingt handeln! Der Preis wird von der Händlerseite immer hoch angesetzt, denn es wird erwartet, dass gehandelt wird.
7) Trinkgeld zu geben wird von Dienstleistern, Beautysalons, Taxifahrern, Restaurants oder Hotels in der Regel erwartet beziehungsweise ist es üblich. Es ist natürlich freiwillig, bei dem oft geringen Verdienst der Einheimischen aber eine gute Anerkennung und die Möglichkeit etwas zurückzugeben. Viele sind auch hier auf Trinkgelder angewiesen. In einigen Restaurants wird Trinkgeld in Form einer Servicepauschale in Höhe von 5 bis 15 Prozent bei der Rechnung bereits inkludiert. Es ist aber unklar, ob die Mitarbeitenden davon etwas erhalten. Dieser Prozentsatz kann generell als Anhaltspunkt für ein angemessenes Trinkgeld genommen werden.
8) Achte bei Warungs und Restaurants auf eine gute Hygiene und denke ans Händewaschen. Die unbekannte Küche und eine mangelnde Hygiene können sonst schnell zur unangenehmen Reisekrankheit Bali Belly (Durchfall) führen. Aufpassen sollte man auch bei abgestandenen Smoothies und dem Verzehr von rohem Obst und Gemüse, wenn dieses nicht sorgfältig abgewaschen wurde. Will man auf Nummer sicher gehen, isst man nur gekochtes und geschältes Obst und Gemüse.
Leider gelangt das Abwasser auf Bali teilweise ins Meer, sodass die Erkrankung auch durch das Meerwasser ausgelöst werden kann. Beim Schwimmen, Tauchen und Surfen sollte man daher darauf achten, so wenig Wasser wie möglich zu schlucken. Sollte einen der “Bali Belly” dann doch erwischen: viel trinken und Elektrolyte aufnehmen. In der Regel ist die Erkrankung nach 1-3 Tagen überstanden.
9) Die Müllentsorgung ist in Indonesien ein großes Problem und das Thema wird dir auf deiner Reise höchstwahrscheinlich auch begegnen. Leider landet immer noch sehr viel Müll im Meer und in der Natur. Es werden auf der Insel immer noch massig an Wegwerfprodukten wie Plastikflaschen verwendet. Die große Anzahl an Menschen (Einheimische und Besucher) und die Inselsituation, durch die der Großteil an Lebensmitteln und anderen Gütern per Schiff oder Flugzeug auf die Insel gebracht werden müssen, machen das Problem nicht einfacher. Viel Müll wird direkt von den Einheimischen verbrannt, was zu unangenehmen Gerüchen in den Straßen führen kann. Die brennenden Müllhaufen auf Feldern und an den Straßenrändern begegnen einem vor allem in weniger touristischen Regionen im Landesinneren. Als Besucher sollte man darauf achten, weniger Wegwerfprodukte zu konsumieren.
10) Der Tourismus verbraucht mindestens 65 Prozent des zur Verfügung stehenden Wassers, welches dann in der Landwirtschaft knapp wird. Die Folge ist ein sinkender Grundwasserspiegel, was wiederum ein Eindringen von Salzwasser ins Grundwasser zur Folge hat und zu einer schlechten Wasserqualität führt. Als Besucher sollte man bewusst und sparsam mit seinem Wasserverbrauch umgehen.
Affen in Bali
Auf Bali gibt es jede Menge Affen – diese sind für die Balinesen heilige Tiere. Wichtig zu wissen ist, dass man den Affen nicht in die Augen schauen soll. Dies wird als Aggression und Bedrohung gewertet und kann einen Angriff zur Folge haben. Auch vor Affenmüttern mit ihren Babys besser ausreichend Abstand halten. Diese können umso schneller aggressiv werden, wenn sie ein Verhalten als zu aufdringlich empfinden, da ihr Beschützerinstinkt besonders ausgeprägt ist.
“Intentions are causes that create effects. Choosing an intention is a fundamental creative act. An intention is the reason or motivation for doing what you do. Every action has an intention… it comes from fear or from love.”
Gary Zukav
Bevor du mit der Planung deiner Reise beginnst, solltest du dir bewusst machen, was deine Intention für diese Zeit ist, um sie dann entsprechend gestalten zu können.
Auf Bali gibt es unendlich viele Möglichkeiten für Aktivitäten und eine riesige Auswahl an Unterkünften. Wenn man seine Intention genau kennt, kann man die Reise optimal auf seine Wünsche ausrichten und verliert nicht den Fokus. Auch die Trocken- und Regenzeit sollte man bei seiner Planung berücksichtigen, da sich die entsprechende Wetterlage sehr auf geplante Aktivitäten auswirken kann.
Fragen, die du dir für mehr Klarheit stellen kannst:
Wie lange möchte ich auf Bali reisen?
Möchte ich eine Rundreise machen oder wenige ausgewählte Orte besuchen, um dort mehr Zeit zu verbringen?
Möchte ich nur Bali bereisen oder auch die Nachbarinseln erkunden? Welche Nachbarinseln möchte ich besuchen?
Möchte ich in der Zeit auch arbeiten, mich einem Projekt widmen oder nur Urlaub machen?
Bin ich alleine, mit Freunden oder mit meinem Partner unterwegs? Was sind die Interessen der Mitreisenden?
Welche Aktivitäten stelle ich mir auf der Reise vor? Möchte ich tauchen, surfen oder wandern gehen? Möchte ich mich Yoga und Spiritualität widmen oder sind Partys meine Priorität? Möchte ich vor allem Wellness machen und entspannen?
Suche ich Ruhe, Trubel oder eine Mischung aus beidem?
Was möchte ich unbedingt sehen?
Möchte ich eine Mischung aus allem?
Ich habe meine zweimonatige Reise in Indonesien als Auszeit genommen und bin alleine gereist, um meinen Fokus darauf zu richten, was ich wirklich aus meinem Leben machen möchte, was für mich zählt und wie ich leben möchte. Dabei wollte ich Bali und die umliegenden Inseln mit allem was sie ausmachen, Land und Leuten, Städten und Natur richtig kennenlernen – aus der Neugier und Freude heraus, Neues zu entdecken. Zudem lag mein Fokus auch auf Yoga, um auf der Insel Inspiration zu sammeln und die Kenntnisse meiner Yogalehrer-Ausbildung zu vertiefen. Die Idee zu diesem Buch entstand erst im Laufe meiner Reise.
Die Reiseroute, die du im nächsten Kapitel findest, entspricht einer Mischung aus allem, erfordert aber auch entsprechend viel Zeit.
Eine Reisedauer von mindestens 14 Tagen sollte man für eine reine Bali-Rundreise in jedem Fall einplanen. Allerdings sind die Tage dann auch sehr vollgepackt. Hat man die Möglichkeit drei oder vier Wochen zu reisen, kann man zusätzlich auch Java, die Nusa Inseln, die Gili Inseln oder Lombok erkunden. Möchte man jedoch nicht jeden Tag unterwegs sein, sondern bestimmten Aktivitäten und Orten mehr Raum geben, auch mal ein paar Tage nur entspannen und die Umgebung länger auf sich wirken lassen, ist ein Zeitraum von sechs bis acht Wochen sehr zu empfehlen. Wer so viel Zeit im Gepäck hat, kann sowohl Bali als auch die wunderschönen Nachbarinseln ganz entspannt erkunden.
Verstrickt im Arbeitsalltag und im gewohnten Umfeld, in dem jeder seinen täglichen Routinen folgt, gehen viele Wünsche und Ziele oft unter oder man hält sie für unrealistisch. Oft ist es die vermeintliche, vertraute Sicherheit, die Angst vor dem Ungewissen – unsere Komfortzone, die uns davon abhält neue Wege zu gehen. Dabei ist alles möglich! Egal, ob du dir eine Auszeit nehmen und dein Leben neu gestalten oder einfach eine gute Zeit auf Bali frei von allem haben möchtest: Nimm deine Träume in die Hand und wage dich ins Abenteuer!
Alleine zu reisen, bedeutet frei von allem zu sein. Was immer du tun möchtest – du kannst alles unabhängig von anderen Meinungen ganz nach deinen Vorstellungen gestalten. Zudem lernt man als Alleinreisender viele neue Leute kennen. Du lernst auf einem Solo-Trip viel über dich selbst und kannst dich einmal ganz auf deine Themen, Wünsche und Visionen fokussieren. Bali ist zudem ein sehr sicheres Reiseziel. Ich habe in meiner Zeit in Indonesien keinerlei negative Begegnungen und Erfahrungen mit den Menschen vor Ort gemacht. Balinesen sind sehr herzlich und hilfsbereit. Gehst du offen und unvoreingenommen auf die Menschen zu, wirst du sehen wie gut gesinnt sie dir begegnen.
Sollte für dich gerade eine Reise mit Freunden oder deinem Partner dran sein, ist das natürlich genauso schön. Jede Form des Reisens hat ihren eigenen Charme.
Auch bevor du deine Unterkünfte buchst, kannst du dir vorab ein paar Fragen stellen, die dir dabei helfen das für dich optimale Angebot auszuwählen:
Möchte ich viel in Kontakt mit Einheimischen kommen und in Gästehäusern übernachten? Wie wichtig ist mir Luxus und Komfort? Komme ich mit einfachen Unterkünften aus oder muss es ein luxuriöses Hotel sein, damit ich mich wohlfühle?
Möchte ich als Backpacker durch die Hostels ziehen und viele Leute kennenlernen oder eher für mich sein? Wie wichtig ist mir Privatsphäre? Bin ich auf gutes WLAN in der Unterkunft angewiesen?
Brauche ich immer Gesellschaft oder möchte ich auch in abgelegenen Orten übernachten und mitten in die Natur eintauchen? Wie wichtig ist es mir, zentral zu wohnen und alles um die Ecke zu haben?
Vorab buchen oder spontan vor Ort?
Deine Intention kann natürlich auch sein, dich einfach treiben zu lassen. Dann brauchst du eigentlich nur die erste Unterkunft zum Ankommen zu buchen und kannst spontan vor Ort schauen, was für Leute du kennenlernst, wo du hingehen und wo du vielleicht länger bleiben möchtest. In der Regenzeit und Nebensaison ist es kein Problem kurzfristig gute Unterkünfte zu finden. In der Hauptsaison kann das aber schnell sehr teuer werden oder du könntest gezwungen sein Unterkünfte zu nehmen, die eben noch übrig sind, aber kein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten und nicht deinen Vorstellungen entsprechen.
Ein großer Vorteil, wenn du vorab deine Route planst, ist dass du dich auf Bali voll und ganz auf all die Eindrücke und Begegnungen konzentrieren kannst. Du kannst alles genießen ohne immer im Hinterkopf zu haben, die nächsten Schritte planen zu müssen. Das ist schon ein sehr großer Vorteil, da man den Kopf einfach richtig frei bekommt. Ich habe es auf meiner zweimonatigen Reise so gemacht, dass ich die Route und vor allem auch die Unterkünfte sehr umfangreich recherchiert habe, da es mir besonders wichtig ist, mich in Hotels und Gästehäusern richtig wohlzufühlen. Agoda und booking.com bieten oft die Möglichkeit kurzfristig zu stornieren oder umzubuchen. Diese Option habe ich als optimal empfunden. So hat man die Sicherheit einer guten Unterkunft, kann aber seine Pläne vor Ort noch ändern, wenn sich spontan neue Wege und Begegnungen ergeben. Von den zwei Monaten, die ich im Voraus geplant habe, habe ich letztlich einen Monat vor Ort ganz anders gestaltet.
Meine persönlichen Empfehlungen zu Unterkünften (wirklich viele Highlights) findest du zu den einzelnen Standorten in Kapitel vier. Es handelt sich bei den vorgeschlagenen Unterkünften ausschließlich um private Zimmer mit eigenem Bad – Hostels sind nicht mit dabei. Ich habe die Unterkünfte überwiegend über agoda und Airbnb, vereinzelt auch über booking.com gebucht. Airbnb ist vor allem für besondere, privatere Unterkünfte auch in weniger touristischen Gebieten zu empfehlen. Hier findest du teils auch Gästehäuser. Agoda ist als Buchungsplattform in Asien sehr beliebt und meist deutlich günstiger als booking.com.
In der Regenzeit sollte man am besten darauf achten, dass in den Unterkünften ein Moskitonetz über dem Bett vorhanden ist, um sich vor Mücken zu schützen.
Was deine Reiseintention betrifft, ist es auch sinnvoll sich mit den Stränden Balis intensiver auseinanderzusetzen, denn diese variieren in den unterschiedlichen Regionen sehr stark.
Für einen kürzeren Urlaub sollte man die richtige Basis wählen von der aus man auf Ausflüge geht. Denke am besten darüber nach, ob du Strände mit viel Trubel, Partys und Strandbars gerne hast, die Ruhe suchst, du lieber an Naturstränden oder auf Strandliegen mit Service entspannen möchtest und ob eher Baden, Surfen oder regelmäßiges Tauchen auf deiner Wunschliste stehen.
An einigen Stränden sind die Wellen so hoch und die Strömungen so stark, dass sie zum Baden nicht geeignet sind. In anderen Gebieten, die für ausufernde Partys bekannt sind, sucht man Ruhe und kristallklares Wasser vergeblich. Eine genaue Beschreibung der einzelnen Strände findest du ebenfalls unter den einzelnen Standorten in Kapitel vier.
Um die für dich richtige Reisezeit auszuwählen, werfen wir nun nochmal einen detaillierteren Blick auf das Klima: Das tropische Klima auf Bali bedeutet auch, dass sich die Temperaturen das ganze Jahr über wenig verändern und stets zwischen 25 und 35 Grad liegen. Auch das Meer bleibt ganzjährig warm. Nur in den höher liegenden Bergregionen wie Munduk sind die Temperaturen etwas niedriger und es kann nachts ungewohnt, aber zur Abwechslung angenehm, frisch werden. Die Regen- und die Trockenzeit bringen verschiedene Vor- und Nachteile für Reisende mit sich, die nachfolgend aufgeführt werden.
Regenzeit (November - April)
Regenzeit bedeutet Nebensaison: Es ist ruhiger, die Preise fallen. Das Wetter ist sehr wechselhaft – Regen, Sturm, blauer Himmel, dichte Wolken und Sonne wechseln sich ab. Dezember und Februar sind die Monate mit dem meisten Regen. Die Schauer sind in der Regenzeit generell oft kurz und stark, man braucht also nicht mit einem Dauerregen zu rechnen. Die Luftfeuchtigkeit ist hier am höchsten – es kann in dieser Zeit unangenehm schwül werden und es gibt sehr viele Mücken auf der Insel. Die Wasserqualität ist weniger gut und es wird viel Müll an die Strände gespült. Die Regenzeit ist daher nicht so gut zum Tauchen und Baden geeignet. Über Weihnachten und Neujahr kommen sehr viele Touristen auf die Insel. Die Preise für Flüge und Hotels sind hier höher. Der Übergangsmonat April ist sehr wechselhaft und gilt als heißester Monat. Die schwüle Luft kann hier sehr unangenehm sein – das war auch meine Erfahrung. Es empfiehlt sich in diesem Monat ein Aufenthalt in den nördlichen Regionen, wo es etwas kühler ist.
Trockenzeit (Mai - Oktober)
Die Trockenzeit beginnt im Mai, die Hauptsaison im Juni: Es wird sehr voll auf der Insel und die Preise steigen. Vor allem im August kommen sehr viele Besucher nach Bali. Das Wetter ist in der Trockenzeit beständig: trocken und sonnig. Es gibt deutlich weniger Mücken und die Wasserqualität ist gut – optimal zum Tauchen und Baden. Im August und September ist es weniger schwül und kann abends an den Küsten und im Bergland etwas abkühlen (sehr angenehmes Klima). Der Oktober kann als Übergangsmonat gesehen werden: Ähnlich wie im April regnet es ab und an, man kann aber auch mit vielen Sonnenstunden am Tag rechnen.
Empfehlung
Mir hat der Reisemonat Mai sehr gut gefallen. Die Regenzeit ist hier gerade erst vorbei und dementsprechend grün ist die Natur. Trotzdem ist die Hauptsaison noch nicht gestartet und es ist weniger voll als in den Sommermonaten. Die Wasserqualität ist gut und es ist nicht mehr so schwül wie im April. Der September ist ebenfalls ein guter Reisemonat mit beständigem Wetter ohne Touristenmassen, allerdings ist die Natur hier schon sehr trocken und nicht mehr so grün wie im Frühling. Auch die Wasserfälle sind am Ende der Trockenzeit nicht mehr so spektakulär wie in der Regenzeit oder im Frühjahr.
Wer hauptsächlich im Meer baden, schwimmen, schnorcheln und tauchen gehen möchte, sollte besser in der Trockenzeit nach Bali reisen. Möchtest du die Sehenswürdigkeiten ohne Touristenmassen entdecken und viel Ruhe genießen, kann die Regenzeit gut für dich geeignet sein.
Für die Einreise nach Bali benötigst du einen internationalen Reisepass, der ab dem Anreisetag noch mindestens ein halbes Jahr gültig sein muss. Zudem sollten noch mindestens zwei freie Seiten im Pass vorhanden sein.
Noch vor der Flugbuchung sollte man sich mit den Visa-Möglichkeiten auseinandersetzen, denn ein Visum ist für die Einreise nach Indonesien Pflicht. Wie lange möchtest du auf Bali/in Indonesien bleiben und welches Visum benötigst du dafür? Beschäftigst du dich damit rechtzeitig, umgehst du den Fehler vorab einen Rückflug zu buchen, der mit den Visa-Möglichkeiten nicht zusammenpasst, was zu Komplikationen und unnötigen Kosten führen kann.
Im folgenden Absatz spreche ich lediglich die Visa-Optionen an, die sich für einen touristischen Aufenthalt eignen. Für Langzeitaufenthalte und geschäftliche Reisen gibt es weitere Optionen.
Visa on Arrival
Für kürzere Aufenthalte bis zu einem Monat ist es unkompliziert: Das 30-Tage-Visum „Visa on Arrival (VoA)“, wird direkt bei Ankunft auf Bali am Flughafen Ngurah Rai International am Schalter “Visa on Arrival” ausgestellt. Du musst vorab nichts dafür beantragen. Nach der Prüfung deines Reisepasses erhältst du direkt das Visum und zahlst dafür eine Gebühr in Höhe von 500.000 IDR (bar oder mit Kreditkarte), was circa 30 bis 35 Euro sind. Das Visa on Arrival kann einmalig um weitere 30 Tage bei einem Immigration Office für einen Preis von circa 20 Euro verlängert werden.
B211 Visum
Die maximale Aufenthaltsdauer für Touristen, ohne zwischenzeitliches Verlassen des Landes, liegt bei sechs Monaten und ist mit dem B211 Visum möglich. Sobald man einmal ausgereist ist, kann man allerdings wieder ein neues Visum beantragen. Wichtig zu wissen: Hat man noch Aufenthaltstage seines Visums übrig, reist aber aus dem Land aus und möchte dann mit dem bisherigen Visum wieder zurück, ist dies nicht möglich! Bei Ausreise verfällt das Touristenvisum und man muss ein neues beantragen. Das B211 Visum ist vor der Einreise nach Bali nur für 60 Tage zu beantragen und kann vor Ort in Indonesien maximal zweimal auf jeweils 60 Tage verlängert werden. In Deutschland kann man das Visum bei der Indonesischen Botschaft (zum Beispiel in Hamburg oder Frankfurt) beantragen und zahlt dafür eine Gebühr in Höhe von 110 Euro. Über eine Visa-Agentur ist es entsprechend teurer. Der direkte Vorgang bei der Botschaft ist aber recht unkompliziert und auch auf dem Postweg möglich.
Die Verlängerung des Visums auf Bali kostet über eine Visa-Agentur 160 Euro und ist zu empfehlen, wenn du nicht den Aufwand betreiben möchtest, dafür dreimal bei einem Immigration Office vorbeizuschauen, welches sich meist nicht in der Nähe befindet. Der Ablauf ist folgender: Beim ersten Besuch füllst du den Visa-Antrag aus und gibst deinen Reisepass ab. Beim zweiten Besuch sind ein Foto und die Fingerabdrücke abzugeben und bei Besuch Nummer drei kannst du das fertige Visum abholen. Beantragst du das Visum direkt bei einem Immigration Office, zahlst du dafür circa 135 Euro. Auch, wenn du den Service einer Visa-Agentur in Anspruch nimmst, musst du einmal selbst zum Immigration Office fahren, um hier deine Fingerabdrücke abzugeben. Der Prozess bis zur Abholung des Visums benötigt mindestens zwei Wochen Zeit, auch wenn du eine Agentur beauftragst.
Eine Visa-Agentur findest du zum Beispiel in Ubud oder Kuta:
Bali Line Visa Extension
F7M7+WHF, Jl. Hanoman, Kecamatan Ubud,
Kabupaten Gianyar, Bali 80571
Bali Visas Indonesia Visa Application Center
Jl. Raya Kerobokan No.70 A, Br.Taman, Kec. Kuta Utara,
Kabupaten Badung, Bali 80361
Zwei Immigration Offices befinden sich in der Hauptstadt Denpasar, eines direkt am Flughafen:
Kantor Imigrasi Kelas I TPI Denpasar
Jl. Panjaitan No.3, Sumerta Kelod,
Kec. Denpasar Tim. Kota Denpasar, Bali 80234
Ngurah Rai Immigration Office
Jl. Raya Taman Jimbaran No.1, Jimbaran
Kec. Kuta Sel. Kabupaten Badung, Bali 80361
Beim Besuch der Einwanderungsbehörde sollte man auf eine angemessene Kleidung achten. Am besten trägt man geschlossene Schuhe und bedeckt seine Knie und Schultern. Ansonsten kann es passieren, dass einem der Zutritt zur Behörde verwehrt wird.
Hinweis
Wer sein Visum überzieht, muss bei der Abreise am Flughafen mit einer Strafe von einer Million Indonesischen Rupiah (circa 70 Euro) pro überzogenem Tag rechnen. Dies ist nicht zu empfehlen, da man sich illegal im Land aufhält und nicht mit Gewissheit sagen kann, ob es wirklich bei dieser Strafe bleibt oder ob noch weitere Konsequenzen drohen.
Bali liegt 12.000 Kilometer von Deutschland entfernt. Da es aktuell keine direkte Flugverbindung zwischen den beiden Standorten gibt, liegt die Anreisezeit bei durchschnittlich 18 Stunden, je nach Umstiegsvariante aber auch bei bis zu 24 Stunden.
Wenn man zeitlich etwas flexibel ist, ist es empfehlenswert über die Webseite Skyscanner eine Monatsübersicht der verfügbaren Flüge aufzurufen, bei der sämtliche Airlines berücksichtigt werden. Nebenbei sollte man die Preise auf den Webseiten der Airlines direkt überprüfen, denn oft hat man hier hinsichtlich des Gepäcks, sonstiger Zusatzbuchungen und der Sitzplatzreservierungen mehr Vorteile und ist günstiger dabei. Es kann auch deutlich günstiger sein, nach Jakarta zu fliegen und von dort aus einen separaten Flug nach Bali zu buchen. Die unterschiedlichen Varianten zu vergleichen, lohnt sich auf jeden Fall.
Empfehlung
Ich habe auf meiner Reise die Verbindung Frankfurt - Singapur - Bali mit Singapur Airlines gewählt. Die Airline wurde bereits als eine der besten weltweit ausgezeichnet und ist wirklich sehr zu empfehlen. Ein Flug über Nacht, bei dem man am besten schlafen kann, ist ebenfalls von Vorteil, wenn einem vor der langen Flugdauer graut. Der Getränkeservice, gutes Essen sowie eine Auswahl an Filmen lassen die Zeit schnell und vor allem angenehm vergehen. Am besten auch daran denken, sich eigene Filme, Podcasts und Musik vor dem Flug zu downloaden oder ein gutes Buch mitzunehmen. Das trägt zu einem entspannten Gefühl bei und man kann sich auf den Flug freuen.
Reist man aus Deutschland nach Indonesien, sind keine Pflichtimpfungen vorzuweisen. Es ist aber zu empfehlen, seinen Impfpass zu kontrollieren und Standardimpfungen eventuell aufzufrischen. Ein Gespräch mit dem Hausarzt oder einem auf Tropenreisen spezialisierten Facharzt ist ebenfalls eine Möglichkeit sich abzusichern, vor allem wenn man gesundheitlich vorbelastet ist. Überprüfe am besten auch die aktuellen Informationen beim Auswärtigen Amt.
Generell werden für Indonesien Impfungen gegen Hepatitis A, Hepatitis B, Typhus, Tetanus, Diphtherie, Tollwut, Kinderlähmung und Malaria empfohlen. Bali ist allerdings kein ausgewiesenes Malariagebiet.
Eine Auslandskrankenversicherung für die Reise nach Indonesien abzuschließen, ist unbedingt notwendig. Ich habe für den zweimonatigen Aufenthalt einen Versicherungsbeitrag in Höhe von 80 Euro gezahlt. Die Versicherung liegt also im erschwinglichen Bereich und gibt ein sicheres Gefühl. Online kann man die Preise der unterschiedlichen Versicherungen unkompliziert über ein Vergleichsportal wie Check24 vergleichen oder direkt bei seiner Krankenversicherung nach einem Tarif fragen.
Ein Arztbesuch mit einer einfachen Untersuchung wird auf Bali mit circa 30 bis 40 Euro abgerechnet. Sollte man aber wirklich ernsthaft krank werden und weiter behandelt oder im Krankenhaus bleiben müssen, kann es ohne eine Versicherung auch hier schnell sehr teuer werden.
Krankenhäuser mit internationalem Standard
Wenn du ernste Beschwerden hast, suche am besten eine der Krankenhausambulanzen auf, denn diese bieten auf Bali die besten hygienischen Bedingungen, sind 24 Stunden am Tag geöffnet und verfügen über Fachpersonal, das in der Regel auch Englisch spricht. Krankenhäuser mit internationalem Standard sind das BIMC und das Siloam Hospital im Süden Balis. Aus Kuta und Seminyak erreicht man diese in circa 20 Minuten, ab Canggu sind es circa 40 Minuten Fahrzeit. Zwei weitere BIMC-Krankenhäuser gibt es in Nusa Dua und Ubud.
Wichtige Notrufnummern
Polizei
: 110 (vom Festnetz) und 112 (vom Handy)
Touristenpolizei
: 224111
Krankenwagen
: 118 und 119
Feuerwehr
: 113
Deutsches Konsulat in Sanur
Jalan Pantai Karang 17,
Batujimbar-Sanur, Bali
+62 361-28 85 35
Postanschrift: Honorary Consul of the Federal Republic of Germany, P.O. Box 100, Denpasar/Bali, Indonesien.)
Wenn du wie ich, alle paar Tage oder sogar jeden Tag weiterreist, kann ich dir nur empfehlen einen Backpack zu wählen. Auch wenn du als Transportmittel immer mit dem Taxi von A nach B kommst, liegen viele Unterkünfte versteckt am Ende schmaler Kieswege, in den Klippen, auf einem Berg oder sind beispielsweise nur über viele Stufen erreichbar.
