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Rach präsentiert die Vielfalt der deutschen Esskultur
Was lieben wir Deutschen auf dem Tisch? Welche Produkte gehören zu uns? Was ist unser kulinarisches Erbe und wie gehen wir damit um? Und wie sieht man uns in Frankreich, Italien, Großbritannien oder auch Japan? Ein Versuch deutsche Klassiker in die Moderne zu überführen ohne ihre Seele zu verlieren. Ein Buch in 16 Kapiteln mit Produkten, die wir alle lieben, die für Deutschland stehen und zu uns gehören. Was wäre Deutschland ohne seine Brotkultur, ohne Gerichte mit Spargel oder Kartoffeln oder seine vielfältigen Wurst- und Schinkenspezialitäten, ohne Schnitzel und Schwein oder unserer Liebe zu Butter und Milchprodukten? Auch Bier und Wein gehören zu unserer Identität und kulturellem Erbe und sind in der ganzen Welt berühmt und geschätzt. Man muss nicht immer neidvoll in den Süden schauen oder den Orient und Asien als Quelle der Inspiration betrachten. Nein, auch die Deutschen haben wunderbare kulinarische Traditionen, die wir gerne in die Welt hinaustragen können.
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Seitenzahl: 273
Veröffentlichungsjahr: 2023
CHRISTIAN RACH
SUSANNE WALTER
© 2023 by Südwest Verlag, einem Unternehmen der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, Neumarkter Straße 28, 81637 München
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Wir bedanken uns für die Erlaubnis zum Fotografieren bei: Romantikhotel Jagdhaus Eiden, Bad Zwischenahn Backensholzer Käserei, Oster-Ohrsted Demeter Hof Landgut Pretschen, Märkische Heide Hofladen, Hof Sülldorf, Sülldorf Börde Gärtnerei, Erxleben Landgasthof Rössle, Rechenberg Hotel Wassersleben, Harrislee
Projektleitung: Dr. Harald Kämmerer
Koordination und Vermittlung: Bettina Breitling;
Medienagentur Breitling, München
Rezepterstellung: Susanne Walter, Hamburg
Textredaktion: Susanne Schneider, München
Covergestaltung Layout, Satz:
Jeanne van Stuyvenberg, Wiesbaden (www.die-basis.de)
Herstellung: Monika Weiher
Reproduktion:
Mohn Media Mohndruck GmbH, Gütersloh
ISBN 978-3-641-30284-9
BUTTER, KÄSE, QUARK
Aromatisierte Butter
Tecklenburger Buttermilchsuppe
Quarkbällchen
Quarkschaum mit Sanddornsauce
Pellkartoffeln mit Quark, Leinöl und Radieschen
Tomatensuppe mit Quarkklößchen
Obatzda
Bunter Wildkräutersalat mit Ziegenkäse und Honig
Kässpätzle
Schoko-Karamell-Bonbons
SPARGEL, SPARGEL, SPARGEL
Roher Spargelsalat mit geflämmtem Lachs
Lauwarmer Spargelsalat mit Rhabarbervinaigrette
Weißer Spargel mit Sauce hollandaise
Spargelragout mit knusprigen Pfannkuchen
Dorsch und Spargel aus dem Pergament
Spargelsuppe mit Saiblingstatar
Königinnenpastetchen mit Ragout fin
Wilder Spargel mit Kalbsröllchen
Spargelkasserolle
ERBSEN, LINSEN, BOHNEN
Spiegelei mit gedünstetem Radieschen-Erbsen-Gemüse
Erbsensüppchen mit Speckschaum
Linsen und Spinatspätzle mit geschmorten Karotten
Palbohnensuppe mit Dorsch
Saures Saubohnengemüse
Schnippelbohnensuppe mit Zwetschgenkuchen
Birnen, Bohnen und Speck
Bohnen-Dinkel-Salat mit Staudensellerie und bunten Tomaten
Lammkarree auf Bohnen-Paprika-Salat
GURKEN, KÜRBIS UND ZUCCHINI
Essiggurken
Pikant eingelegtes Sommergemüse
Süßsaures Kürbisgemüse
Gebratener Lachs auf gedünsteten Gurken
Gurken-Tarte mit Flusskrebsen
Schmorgurken mit Hirsefüllung
Eisgekühlte Gurken-Joghurt-Suppe
Gegrillte Zucchini und Aprikosen mit Mandeln und Honig
Zucchiniblüten im Bierteig
Zucchinisuppe mit geräucherter Forelle
Kürbis und rote Zwiebeln aus dem Ofen mit Spinatsalat und Birnen
KARTOFFEL
Brunnenkresse-Kartoffel-Suppe
Kartoffel-Steinpilz-Suppe mit Butterflöckchen und Liebstöckel
Pellkartoffel-Gurken-Salat mit Forellenkaviar
Schwäbischer Kartoffelsalat mit Kräutern
Bouillonkartoffeln
Kartoffelklöße mit Speckstippe
Thüringer Klöße
Lorbeerkartoffeln mit geschmorter Rehschulter
Kartoffel-Apfel-Auflauf mit Aachener Printen
Kartoffelnudeln mit Mohn, Kompott und Vanillesauce
KRAUT UND RÜBEN
Dreierlei vom Mairübchen
Gebackene Rotkohlspalten
Rotkohlsalat mit Birne, Mandarine und Walnüssen
Gebratene Flower Sprouts mit Haselnusssauce und Vogelbeeren
Sauerkraut
Schupfnudeln mit Sauerkraut und Speck
Kartoffel-Sauerkraut-Suppe mit geräuchertem Aal
Krautkrapfen
Fasan mit Sauerkraut, Kartoffelpüree und Weintrauben
Wirsingrouladen mit Wildfleischfüllung, Quitten und Kastanien
Wirsing- und Schwarzkohlchips
Geeister Karottensalat
Waldorfsalat
Bete-Salat mit gepufftem Buchweizen und gepickelten Perlzwiebeln
Schwarzwurzelchips
Schwarzwurzelsuppe
Geschmorte Schwarzwurzeln mit Rotweinreduktion
Kohl und Wurzeln aus dem Ofen mit Kurkuma-Hollandaise
»Himmel und Erde« mit Sellerie, Chicorée und Apfel
AUS FLUSS, SEE UND MEER
Sylter-Royal-Austern mit dreierlei Toppings
Schmalz vom geräucherten Aal
Bunter Tomatensalat mit Queller und Krabben
Krabbensuppe
Halligenbrot
Gebeizter Rote-Bete-Lachs mit Blattsalaten und Apfel
Lachsstrudel mit Rieslingbutter
Forelle mit geschmortem Römersalat
Saibling mit bunter Bete und Linsenvinaigrette
Hechtklößchen mit Kohlrabigemüse
Karpfen im Bierteig mit Erbsenpüree und Remoulade
Hamburger Pannfisch mit Senfsauce und Gurkensalat
Hamburger Labskaus
Seezunge im Gemüsesud
Steinbutt auf Blattspinat mit Meerrettichsauce
GEFLÜGEL, SCHWEIN UND RIND
Gefüllte Kalbsbrust
Maultaschensuppe
Entenbrühe mit Rettich und Pak Choi
Roastbeef mit Remoulade und Bratkartoffeln
Hühnersuppe mit Reis
Huhn in Riesling
Schweinebauch mit Pfifferlingen und gebratenem Rettich
Schwäbischer Zwiebelrostbraten
Rinderrouladen mit Spreewaldgurken
Rheinischer Sauerbraten
Gesottenes Rindfleisch mit Wurzelgemüse und Meerrettich
Schaschlikspieße
Gefülltes Schweineschnitzel
Entenbraten mit gebackenem Spitzkohl und Rhabarber-Portwein-Sauce
Jägerschnitzel
Huhn mit Estragonessig
WURST UND SCHINKEN
Wurstsalat
Steckrübeneintopf mit Kochwürstchen und Graupen
Wildschweinwürstchen mit Streckrübenraspeln, Quittenspalten und Senfkaviar
Birnen- und Quittensenf zu Würstchen (Thüringer, Krakauer, Nürnberger) oder Weißwürsten
Schlachtplatte mit Sauerkraut
Grünkohl mit Pinkel
Currywurst
Schwarzwälder-Schinken-Carpaccio mit Steinpilzen
Prager Schinken im Brotteig
Überbackener Chicorée mit Bavaria blu und Schinken
BROT UND KUCHEN
Sauerteigbrot
Kartoffelbrötchen im Wirsingblatt
Kastanienbrötchen
Verlorenes Ei mit Löwenzahnsalat und Sauerteig-Kracher
Käse-Sauerkraut-Krapfen
Brotsuppe mit Zwiebel und Fenchel
Zwiebelkuchen
Hefeteigkuchen mit Mangold und Hüttenkäse
Rote-Bete-Serviettenknödel mit Meerrettichsauce
Dampfnudeln
Arme Ritter mit Vanillesauce
Brotpudding
Pumpernickeleis mit Pflaumenkompott
Butterkuchen
Windbeutel mit Schlagsahne und Himbeeren
Streuselkuchen mit Kirschen
Marmorkuchen
Erdbeerkuchen
Schwarzwälder Kirschtorte
FRÜCHTE
Holunderblütensirup
Erdbeerbowle
Rote Grütze
Rote Johannisbeerkonfitüre
Eingeweckte Mirabellen
Pfannkuchen mit Blaubeerkompott
Sahnemilchreis mit Kirschen
Aprikosenwähe
Zwetschgenknödel
Latwerge (Pflaumenmus)
Bratäpfel mit Haselnüssen und Rumrosinen
Buchweizenbrei mit Quitten und Mandeln
Apfelstrudel mit Vanillesauce
Rehrücken mit Rotweinbirnen und Kastanien
Geschmorte Ingwer-Lorbeer-Birnen
Fliederbeersüppchen mit Schneeeiern
Eingelegte Vogelbeeren
Rumtopf
Zwetschgenröster
DDR-KÜCHE
Leipziger Allerlei
Letscho
Broiler
Buletten mit Schmorgurken
Soljanka
Königsberger Klopse
Leber Berliner Art
Steak au four
Berliner Bollenfleisch
Mecklenburger Rippenbraten
Mohnpielen
Birnen und Klumpen
Eierschecke
JÜDISCHE KÜCHE
Berches
Knishes mit Kartoffelfüllung
Latkes mit Apfelmus
Hühnersuppe mit Matzenknödel
Rote-Bete-Suppe mit gefüllten Grießklößen
Gefüllte Zwiebeln
Geschmorte Rinderbrust mit Schlischkes
Kugel mit Mohn und Blaubeeren
Käsekuchen mit Brombeeren
Käse-Blintzes
Rezepteregister
Hauptzutatenregister
Über den Autor
Dank
Bildnachweis
Impressum
Was lieben wir Deutschen auf dem Tisch? Welche Produkte gehören zu uns? Was ist unser kulinarisches Erbe und wie gehen wir damit um?
Dieses Buch ist mein persönlicher Versuch, deutsche Klassiker in die Moderne zu überführen, ohne dass sie ihre Seele verlieren.
Ein Buch in 13 Kapiteln mit über 160 Rezepten und Produkten, die wir alle lieben, die für Deutschland stehen und die zu uns gehören wie Fußball und Autos, wie Lufthansa und Siemens, wie Adidas, Hugo Boss und so vieles mehr …
Was wäre Deutschland ohne seine Brotkultur, ohne Gerichte aus Kohl oder seine vielfältigen Wurst- und Schinkenspezialitäten, ohne Schnitzel und Schwein, ohne Spargel, Kartoffel oder unsere Liebe zu Butter und Milchprodukten? Was waren die Lieblingsgerichte in der ehemaligen DDR? Und gibt es noch Spuren von jüdischer Esskultur in unserem heutigen Alltag? Und aktueller denn je: die Kunst des Einmachens und der Vorratskammer, schon fast vergessene Techniken, Gemüse und Obst lange haltbar zu machen, was natürlich den Geldbeutel entlastet und vor allem die Umwelt und unsere Ressourcen schont.
Wir müssen nicht immer neidvoll in den Süden schauen oder den Orient und Asien als Quelle der Inspiration betrachten. Nein, auch wir haben wunderbare kulinarische Traditionen und Geschenke, die, vielleicht ein bisschen entstaubt und in bester handwerklicher Tradition produziert, uns Köstlichkeiten bereitstellen, die wir nicht verbergen müssen und auch gerne in die Welt hinaustragen können.
Unser Buch ist nicht in »Vorspeise – Hauptgang – Dessert«-Rubriken oder nach Jahreszeiten eingeteilt. Im Vordergrund stehen die einzelnen Produkte oder Produktgruppen, wie zum Beispiel »Brot und Kuchen« oder »Kraut und Rüben«.
Aber es gibt auch zwei Ausnahmen: Den Traditionen der DDR-Küche und den Einflüssen der jüdischen Küche wurde jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet, um darauf hinzuweisen, wie wichtig diese Einflüsse waren und auch heute noch sind.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen, Kochen und Genießen!
Deutsche Milchkühe wie zum Beispiel die Rinderrassen Deutsche Holstein oder Deutsche Braunvieh werden in der ganzen Welt geschätzt und liefern überall gute Milch, aus der dann Butter, Käse und Quark hergestellt wird. Etwa 150 Käsesorten gibt es bei uns von Schleswig-Holstein bis hinab ins Allgäu. Und man höre und staune: Deutschland ist hinter den USA der weltweit zweitgrößte Käseproduzent, mit weitem Abstand zum dritten: Frankreich. Bei der Butter sieht es hingegen ganz anders aus. Da taucht Deutschland nicht in einer Produzentenrangliste auf, obwohl bei uns doch »alles in Butter ist«, also alles gut oder okay. Diese Redewendung stammt übrigens aus dem Mittelalter, als man teure Gläser transportieren musste und sehr viele auf dem Transportweg zu Bruch gingen. Ein findiger Händler hatte einen schlauen Einfall: Er legte seine zu transportierenden Gläser oder Porzellan in eine Kiste oder ein Fass, schmolz Butter und goss sie darüber. Die feste Butter umschloss alles und das Transportgut war so bruchsicher verpackt: »alles in Butter«.
Heute sind Butter, Quark und Käse wertvolle, unverzichtbare Bestandteile unserer Küche, die, richtig eingesetzt, jedes Butterbrot, jeden Kuchen, aber auch Fisch, Fleisch und Gemüse zu Köstlichkeiten verwandeln.
KRÄUTERBUTTER
125 g weiche Butter
1 frische Knoblauchzehe
5 EL fein geschnittene Kräuter, z. B. Schnittlauch, Estragon, Liebstöckel, Kerbel, Petersilie
1 Spritzer Zitronensaft
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Butter mit den Schneebesen des elektrischen Handrührers schaumig aufschlagen, dann alle Zutaten zufügen und gut vermischen. Kräuterbutter mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Butter in ein Schälchen füllen und kalt stellen. 20 Minuten vor dem Servieren zum Temperieren aus dem Kühlschrank nehmen.
ALGENBUTTER
20 g Wakame-Algen
2 EL Sojasauce
2 EL Mirin
125 g weiche Butter
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Wakame-Algen 1 Stunde in kaltem Wasser einweichen, mit den Händen gut auspressen und in sehr feine Streifen schneiden.
Sojasauce und Mirin mit den Algen in einem Topf zum Kochen bringen. So lange kochen, bis die Flüssigkeit vollständig verkocht ist.
Die Algen auf Küchenpapier legen und abkühlen lassen. Butter mit den Schneebesen des elektrischen Handrührers aufschlagen, nach und nach die Algen einarbeiten und mit Pfeffer abschmecken.
Die Butter in ein Schälchen füllen und kalt stellen. 20 Minuten vor dem Servieren zum Temperieren aus dem Kühlschrank nehmen.
NUSSBUTTER
125 g Butter
Butter in einem Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen, bis sich die Molke am Topfboden absetzt, sich braun färbt und ein nussiges Aroma entsteht.Die Butter mitsamt den braunen Pünktchen in eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen, bis die Butter streichfest ist.
Die Nussbutter mit den Schneebesen des elektrischen Handrührers schaumig aufschlagen.
Die Butter in ein Schälchen füllen und kalt stellen. 20 Minuten vor dem Servieren zum Temperieren aus dem Kühlschrank nehmen.
ZITRONENBUTTER
125 g weiche Butter
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Schale von 1 Bio-Zitrone
1 EL Zitronensaft
Butter, Pfeffer und Zitronenschale mit den Schneebesen des elektrischen Handrührers schlagen, langsam den Zitronensaft einarbeiten.
Die Butter in ein Schälchen füllen und kalt stellen. 20 Minuten vor dem Servieren zum Temperieren aus dem Kühlschrank nehmen.
Für 4 Personen | Zubereitungsdauer: 20 Minuten
70 ml Sahne
2 Tütchen Sahnesteif
1 l Buttermilch
400 ml Naturjoghurt
80 g Pude.zlcker
2 Tütchen Vanillezucker
1 Prise Salz
Saft und Abrieb von 1 Bio-Zitrone
Abrieb von 1 Bio-Orange
AUSSERDEM
2 Scheiben Pumpernickel
1 EL Butter
1 EL Zucker
Stachelbeeren
Sahne mit 1 Tütchen Sahnesteif steif schlagen und mit Buttermilch, Naturjoghurt, Puderzucker, Vanillezucker, Salz, Zitronensaft, -abrieb, der Hälfte des Orangenabriebs und dem zweiten Tütchen Sahnesteif verrühren. Die Buttermilchsuppe 1 Stunde kalt stellen.
Pumpernickel mit den Händen zu unregelmäßigen Bröseln zerkleinern. Butter in einer Pfanne erhitzen, die Pumpernickelbrösel und den Zucker zufügen und erhitzen, bis der Zucker zu karamellisieren beginnt und die Brösel knusprig werden. Pumpernickelbrösel sofort aus der Pfanne auf einen Teller gleiten lassen.
Stachelbeeren waschen und halbieren oder in Scheiben schneiden.
Die gekühlte Suppe mit einem Schneebesen umrühren und in tiefe Teller oder Schalen füllen. Mit Pumpernickelbröseln, Stachelbeeren und dem restlichen Orangenabrieb bestreuen und sofort servieren.
»Eine echte regionale Spezialität, die ich hier aus ihrem Dornröschenschlaf erwecken möchte. Die Suppe ist nicht nur im Sommer ein echter Knaller.
Ergibt ca. 16 Bällchen | Zubereitungsdauer: 40 Minuten
250 g Weizenmehl, Type 405
1 Päckchen Backpulver
100 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
250 g Quark (20 % Fett)
3 Eier
AUSSERDEM
0,75 l hoch erhitzbares Pflanzenöl zum Frittieren
150 g Zucker zum Wälzen
Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben und mischen. Zucker, Vanillezucker, Quark und Eier mit den Schneebesen des Handrührgeräts untermischen.
Pflanzenöl in einem nicht zu kleinen Topf auf 180 °C erhitzen. Mit einem Eisportionierer Teigportionen abstechen und ins heiße Fett gleiten lassen. Circa 4–5 Bällchen zur selben Zeit circa 6 Minuten frittieren, bis sie außen goldbraun und innen durchgebacken sind.
Die frittierten Bällchen mit einer Schaumkelle aus dem Fett heben und auf Küchenpapier entfetten.
150 g Zucker auf einem tiefen, breiten Teller verteilen, die Bällchen rundum darin wälzen. Am besten schmecken die Bällchen frisch ausgebacken und lauwarm.
»Und dazu dann noch eine selbst gemachte Sauce aus roten Früchten, ein Kirschragout oder einfach pur zum Nachmittagstee frisch gebacken auf den Tisch.
Für 4–6 Personen | Zubereitungsdauer: 50 Minuten + Wartezeit über Nacht
FÜR DEN QUARKSCHAUM
4 Eiweiß
100 g Zucker
500 ml Sahne
250 g Magerquark
Mark von 1 Vanilleschote
Abrieb von ½ Bio-Zitrone
AUSSERDEM
300 ml Sanddornsaft mit Honig (aus dem Reformhaus)
2 EL Honig
30 g Pistazienkerne
Für den Quarkschaum Eiweiß und Zucker mit den Schneebesen des Handrührgeräts schlagen, bis der Eischnee steif ist, Glanz hat und sich der Zucker aufgelöst hat.
Sahne mit den Schneebesen des Handrührgeräts ebenfalls steif schlagen.
Magerquark, Vanillemark und Zitronenabrieb mischen und behutsam die geschlagene Sahne und den Eischnee unterheben.
Die Quarkschaummasse in ein passendes, feines Sieb (aus nicht rostendem Edelstahl oder Plastik) geben. Sieb auf eine passende Schüssel setzen, mit Klarsichtfolie abdecken und über Nacht kalt stellen.
Für die Sanddornsauce Sanddornsaft und Honig in einem Topf auf circa 60 ml einkochen, dann abkühlen lassen und kalt stellen.
Pistazien fein hacken.
Zum Servieren den Quarkschaum auf einen breiten Teller stürzen. Die Sanddornsauce über den Schaum gießen. Gehackte Pistazien darüberstreuen. Einen Esslöffel in heißes Wasser tauchen, trocken reiben und Nocken aus dem Quarkschaum stechen. Zum Nockenstechen den Löffel jedes Mal erneut in warmes Wasser tauchen.
»Ich liebe Sanddorn, im Volksmund auch »Zitrone des Nordens« genannt. Wenn man im Sommer oder im Herbst diese leuchtenden Früchte an den Büschen, zum Beispiel an der Ostsee, sieht, dann freue ich mich immer schon darauf, frischen Sanddornsaft zu kaufen und vielfältig einzusetzen – nicht nur köstlich, sondern auch sehr gesund durch den hohen Vitamin-C-Gehalt. Übrigens wächst Sanddorn nicht nur als Busch am Wegesrand, nein, es gibt auch Sanddornbäume, die bis zu zwölf Meter hoch werden.
Für 4 Personen | Zubereitungsdauer: 10 Minuten + ca. 25 Minuten Kochzeit
1,5 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln, z. B. Linda
Salz
1 EL Kümmel
700 g Quark
Abrieb von 1 Bio-Zitrone
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 Bund Radieschen
8 EL Leinöl
Kartoffeln waschen und in einem Topf mit gesalzenem Wasser in circa 25 Minuten weich kochen.
Währenddessen Kümmel fein hacken und mit Quark verrühren. Quark mit Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer abschmecken.
Radieschen putzen und waschen, nach Belieben halbieren oder vierteln. Zarte Radieschenblätter können mitgegessen werden.
Die gekochten Kartoffeln abgießen und nach Belieben pellen. Quark auf Teller verteilen, darauf die Kartoffeln und die Radieschen setzen. Mit jeweils 2 EL Leinöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer bestreuen.
»Leinöl in der Kombination mit Quark ist perfekt für eine gesunde Ernährung. Leinöl enthält zahlreiche essenzielle Fettsäuren mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, die lebenswichtig für unseren Körper sind. Quark ist kalorien- und fettarm, er beinhaltet viel Eiweiß. Und in der Kombination von Leinöl und Quark verstärken sich die gesunden Effekte noch weiter. Diese Kombination eignet sich gut für den Muskelaufbau, zum Beispiel bei Sportlern, aber auch zum gesunden Abnehmen.
Für 4 Personen | Zubereitungsdauer: 50 Minuten
FÜR DIE TOMATENSUPPE
20 kleine Tomaten, vorzugsweise bunte
1 kg aromatische Strauchtomaten
600 ml Gemüsebrühe, vorzugsweise selbst gekocht
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Prise Cayennepfeffer
1 Prise Zucker
1 Spritzer Rotweinessig
FÜR DIE QUARKKLÖSSCHEN
30 g Butter
1 Ei
1 Eigelb
200 g Quark
50 g Weizenmehl, Type 405
1 Knoblauchzehe
1 Handvoll Kräuter, z. B. Schnittlauch, Liebstöckel, Bohnenkraut, Petersilie
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Den Strunk der Tomaten herausschneiden. Die Haut auf der gegenüberliegenden Seite leicht einritzen. In einem Topf mit sprudelnd kochendem Wasser circa 30 Sekunden blanchieren, dann abgießen und kalt abschrecken. Tomaten häuten, die Haut für die Suppe beiseitestellen. Die Tomaten je nach Größe ganz lassen oder halbieren und bis kurz vor dem Servieren beiseitestellen.
Für die Suppe Strauchtomaten waschen und mit einem Sägemesser grob würfeln. Die Tomatenwürfel und die beiseitegestellten Tomatenhäute mit der Gemüsebrühe in einen Topf geben. Schalotten und Knoblauch schälen, grob würfeln und zufügen. Alles zum Kochen bringen, Temperatur senken und die Suppe circa 20 Minuten simmern lassen, dann durch ein feines Sieb passieren und die Rückstände im Sieb gut abtropfen lassen, dabei leicht auspressen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, 1 Prise Zucker und 1 Spritzer Rotweinessig abschmecken.
Für die Quarkklößchen Butter mit den Schneebesen des Handmixers schaumig schlagen und nacheinander Ei und Eigelb einarbeiten. Quark zufügen und das Mehl unterziehen. Die Knoblauchzehe schälen und durch eine Knoblauchpresse zu der Quarkmasse drücken. Kräuter waschen, trocken schleudern, fein hacken und unterziehen. Quarkmasse mit Salz und Pfeffer abschmecken.
In einem Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und mit einem Teelöffel etwas Quarkmasse als Probeklößchen in das kochende Wasser gleiten lassen. Temperatur verringern und das Klößchen circa 8 Minuten knapp unter dem Siedepunkt gar ziehen lassen. Klößchenmasse eventuell nachwürzen und sollte die Masse zu weich sein, noch etwas Mehl zufügen. Aus der Quarkmasse circa 30 weitere Nocken ins Wasser gleiten lassen (eventuell in 2 Portionen) und gar ziehen lassen. Dann aus dem Wasser heben und auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Teller oder Tablett trocken legen.
Kurz vor dem Servieren die Tomatensuppe aufkochen und die blanchierten Tomaten hineingeben. Das Ganze aufkochen und die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Quarkklößchen in tiefe Teller oder Schalen verteilen, die Tomaten daneben verteilen und mit Tomatensuppe auffüllen.
»Quarkklößen lassen sich wie hier salzig herstellen, genauso sind sie aber auch eine wunderbare Zugabe zu einer Fruchtsuppe, zu Blau- und Himbeeren. Dann natürlich ohne Salz, Pfeffer und Knoblauch, aber mit 1 Prise Zucker.
Ergibt ca. 500 ml/4 Portionen | Zubereitungsdauer: 10 Minuten | Vorbereitung: Am Vortag/mehrere Stunden vorher
1 rote Zwiebel
½ Apfel
20 ml Calvados
250 g Camembert
50 g weiche Butter
Salz
1 EL Paprikapulver
2 Prisen Cayennepfeffer
Zwiebel schälen, mit einem Gemüsehobel einige Ringe zum Garnieren hobeln und in kaltes Wasser legen. Den Rest der Zwiebel in sehr feine Würfelchen schneiden. Apfel waschen und ebenfalls fein würfeln. Zwiebel- und Apfelwürfelchen mit Calvados marinieren.
Camembert in Würfel schneiden und mit den restlichen Zutaten mit einer Gabel mischen. Kalt stellen und etwa 30 Minuten vor dem Servieren zum Temperieren aus dem Kühlschrank nehmen.
Zum Garnieren etwas Paprikapulver über den Obatzda streuen. Zwiebelringe aus dem Wasser heben, trocken tupfen und auf dem Obatzda verteilen.
»Dazu passen dünn gehobelter Rettich, Brezeln und frisches Bier – Bayern, wie es klischeehafter und leckerer nicht sein kann.
Für 4 Personen | Zubereitungsdauer: 30 Minuten
6 Handvoll Wildkräutersalat, z. B. zarte Brennnesselspitzen, Vogelmiere, Giersch, Rucola, Löwenzahn, Brunnenkresse, Sauerampfer
4 Champignons
60 g Johannisbeeren
4 EL Linsensprossen
2 EL geschrotete Hanfsamen
Salz
3 EL Zitronensaft
3 EL Apfelessig
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
5 EL Traubenkernöl
4 EL Nussöl
8 Scheiben Ziegenfrischkäse (à 30 g)
4 EL Wildblütenhonig
Wildkräuter gründlich waschen, trocken schleudern und verlesen.
Champignons mit einem feuchten Küchenpapier abreiben.
Johannisbeeren und Sprossen waschen, nach Belieben die Beeren von der Rispe zupfen.
Hanfsamen in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur rösten, mit Salz würzen und beiseitestellen.
Für das Dressing Zitronensaft, Apfelessig, Salz, Pfeffer, Traubenkernöl und Nussöl verrühren.
Wildkräutermischung mit Dressing anmachen und auf vier Teller verteilen. Champignons mit einem Gemüsehobel über die vier Teller hobeln. Jeweils 2 Scheiben Ziegenfrischkäse in die Mitte der Salate setzen und mit Honig beträufeln. Johannisbeeren, Hanfsamen und Sprossen darüber verteilen und sofort servieren.
»Echte Wildkräuter schmecken so intensiv, sind so voller Aromen und individuellem Geschmack, dass man beim Verwenden nur wenig Salz braucht. In Kombination mit etwas Süßem, wie in diesem Rezept mit Wildblütenhonig, entsteht eine wahre Geschmacksexplosion.
Für 4 Personen | Zubereitungsdauer: 30 Minuten + 30 Minuten Ruhezeit und 15 Minuten Backzeit
FÜR DEN SPÄTZLETEIG
500 g Weizenmehl, Type 405
5 Eier
2 Eigelb
1 TL Salz
50–80 ml Mineralwasser
AUSSERDEM
4 Zwiebeln (mittlere Größe)
5 EL Butter
300 g würziger Bergkäse
1 EL Salz
Für die Spätzle Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Eier, Eigelbe, Salz und etwas Mineralwasser in die Mulde geben. Mit den Knethaken des elektrischen Handrührgeräts Mehl vom Innenrand der Mulde mit den Eiern mischen und nach und nach das gesamte Mehl einarbeiten, eventuell noch etwas Mineralwasser zufügen. Den zähen Teig durchkneten und dabei möglichst viel Luft unterheben, bis der Teig anfängt, Blasen zu werfen – das geschieht nach circa 10 Minuten. Schüssel mit einem Tuch abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
Währenddessen die Zwiebeln schälen und fein würfeln. 3 EL Butter in einer Pfanne schmelzen, die Zwiebeln zufügen und bei mittlerer Temperatur langsam goldbraun rösten.
Rinde vom Käse entfernen und den Käse reiben. Eine Auflaufform mit 1 EL Butter fetten.
Für die Spätzle reichlich Wasser mit 1 EL Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen. Den Spätzleteig portionsweise in einen Spätzlehobel (ersatzweise in eine Spätzlepresse) füllen und in das kochende Wasser drücken. Mit einer Gabel oder einem Kochlöffel umrühren und warten, bis alle Spätzle nach oben kommen. Spätzle mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und tropfnass in der gebutterten Auflaufform verteilen. Darüber einen Teil des Käses und der Zwiebel-Butter-Mischung verteilen, mit den Händen leicht durchmischen.
Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Mit den restlichen Zutaten wie beschrieben weitere Schichten einfüllen, mit einer Lage Spätzle und Käse abschließen.
Circa 3 EL Spätzleswasser über den Kässpätzle verteilen. Backpapier zurechtschneiden, mit der restlichen Butter fetten und mit der der Butterseite nach unten die Auflaufform abdecken. Die Kässpätzle für 15 Minuten in den heißen Backofen schieben, bis der Käse geschmolzen und alles heiß ist. Die Kässpätzle aus dem Ofen nehmen und sofort servieren.
»Ein traditionelles, einfaches, köstliches Gericht, das nicht verbessert werden kann. Aber Achtung: Für die schlanke Linie taugt es nicht.
»Dazu passt wunderbar ein Kopfsalat.
Ergibt ca. 50 Bonbons | Zubereitungsdauer: 20 Minuten
150 g Akazienhonig
120 g Zucker
200 g Bitterschokolade (60 % Kakaogehalt), gehackt
60 g Salzbutter, in Würfel geschnitten
Honig und Zucker in einem Topf so lange kochen, bis die Masse eine helle Bernsteinfarbe annimmt. Den Topf vom Herd ziehen und die Schokolade in die brodelnde Masse geben. Mit einem Kochlöffel die Schokolade unterziehen, bis sie vollständig geschmolzen ist. Nach und nach Butterwürfel in die Karamellmasse geben und einarbeiten. Die Butter schmilzt in der heißen Masse und setzt sich an der Oberfläche ab, darum bedarf es etwas Muskelkraft, um das Fett in die Masse einzuarbeiten.
Die noch warme Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech (circa 15 × 20 cm) circa 1,5 cm dick ausgießen und gleichmäßig verstreichen.
Die Masse im lauwarmen Zustand nach Belieben in Quadrate oder Rechtecke schneiden. Karamellbonbons in Zellophanpapier wickeln oder in einer luftdichten Dose mit Backpapier zwischen den Lagen aufbewahren. Gekühlt sind sie circa 4 Wochen haltbar.
»Man muss nicht immer in irgendeinem Supermarkt Bonbons fertig kaufen, nein, probieren Sie einmal, diese Bonbons selbst herzustellen.
Wir Deutschen sind verrückt nach Spargel! Besser gesagt nach weißem Spargel. Das ganze Land fiebert dem Frühjahr entgegen und wartet sehnsüchtig darauf, dass der erste Spargel gestochen wird – und zwar von Flensburg bis Garmisch, von der Eifel bis nach Sachsen. Dabei behauptet natürlich jeder Landstrich, dass nur bei ihnen der weltbeste Spargel wächst. Spargel ist für viele das königliche Gemüse. Früher rümpfte man die Nase über violetten Spargel, wie ihn zum Beispiel die Franzosen lieben. Grüner Spargel war verpönt, obwohl er in Italien, USA und in vielen anderen Ländern klar die Nummer eins ist, und sich auch bei uns heute anschickt, als Eroberer der Speisekarten Einzug zu halten, als ganzjähriger Genuss, mit Katenschinken, Meeresfrüchten und allem, was uns gefällt. Und in der Tat ist Spargel, egal in welcher Farbe, ein unglaublich variantenreiches Gemüse, dem bei der Zubereitung keine Grenzen gesetzt sind. Klassisch gekocht und mit Butter serviert, gebraten oder gegrillt, in Pergament oder auch roh gehobelt, als Suppe oder zum krönenden Abschluss als Spargeleis zum Dessert: Alles funktioniert und lässt die Geschmacksnerven jubilieren. Und es gilt bei diesem Gemüse: je frischer, desto köstlicher!
Für 4 Personen | Zubereitungsdauer: 25 Minuten
1 ½ Bio-Zitronen
50 g Zucker
4 EL Weißweinessig
4 EL Traubenkernöl
3 EL Haselnussöl
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
800 g weißer Spargel
150 g Kirschtomaten
150 g Lachsfilet, ohne Haut und Gräten
½ Handvoll Erbsenkresse
1 Bio-Zitrone heiß abwaschen und die Schale mit einem Messer dünn abschneiden. Die Zitrone halbieren und den Saft auspressen. Die Schale in einem kleinen Topf mit Wasser bedecken. Zum Kochen bringen und 3 Minuten leise köcheln lassen, dann abgießen. Schale zurück in den Topf geben und erneut mit Wasser bedecken. Zucker zufügen und die Flüssigkeit einkochen lassen, bis die Flüssigkeit eine sirupartige Konsistenz hat. Die Zitronenschale abkühlen lassen.
Zitronenschale in feine Streifen schneiden und mit Zitronensaft, Essig und den Ölen verrühren. Mit etwas Zitronensirup, Salz und Pfeffer abschmecken.
Währenddessen den Spargel waschen und sorgfältig schälen. Jede Stange mit einem Sparschäler in dünne Streifen hobeln.
Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Die restliche halbe Zitrone filetieren. Das Zitronenfruchtfleisch in kleine Stücke schneiden.
Lachs kalt abbrausen, trocken tupfen und in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben auf einem Backblech nebeneinander ausbreiten und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Lachs mit einem Bunsenbrenner kurz abflämmen, sodass er auf der Oberseite gegart und auf der Unterseite noch roh ist. Dann die Scheiben mit etwas Dressing beträufeln.
Zum Servieren den Spargel mit dem restlichen Zitronendressing anmachen und auf Teller verteilen. Tomatenscheiben, Zitronenstücke und Erbsenkresse gleichmäßig darauf verteilen. Die Lachsstücke dazu reichen.
»Roher Spargel mit fast rohem Lachs, einfach wunderbar. Die Röstaromen, die durch das Flämmen des Lachses entstehen, passen hervorragend zu der fruchtig-säuerlichen Vinaigrette des Spargels. Sollte kein Bunsenbrenner vorhanden sein, die Lachsscheiben einfach für 30 bis 60 Sekunden auf einer Seite in eine sehr heiße Grillpfanne legen und genauso servieren wie beschrieben.
Für 4 Personen | Zubereitungsdauer: 35 Minuten
250 g Rhabarber
30 g Zucker + 1 EL mehr
2 EL Grenadine
Saft von 1 Zitrone
1,5 kg weißer Spargel
Salz
FÜR DIE VINAIGRETTE
Rhabarbersud (siehe Teilrezept)
8 EL natives Olivenöl
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
etwas Zucker
AUSSERDEM
Pinienkerne
1 Handvoll Minzblättchen
Saft von 1 Zitrone
Rhabarber waschen und mit einem kleinen Messer die Schale abziehen. Rhabarber schräg in circa 1 cm breite Scheiben schneiden. Die Stücke mit 30 g Zucker, Grenadine, der Hälfte des Zitronensafts und 50 ml Wasser in einen Topf geben und einmal kurz aufkochen. Den Rhabarber wenden, die Temperatur verringern und den Rhabarber bei geschlossenem Deckel circa 5 Minuten gar ziehen lassen. Er soll weich sein, aber nicht zerfallen. Den Rhabarber vorsichtig auf ein Sieb geben, die Flüssigkeit auffangen.
Währenddessen den Spargel schälen und die Enden circa 1 cm breit entfernen. Die Stangen schräg in circa 4 cm breite Stücke schneiden.
In einem Topf Wasser mit 1 EL Salz, 1 EL Zucker und dem restlichen Zitronensaft zum Kochen bringen. Spargel hineingeben und leise köchelnd bissfest garen – das dauert circa 10 Minuten. Dann auf einem Sieb abtropfen lassen und auf Küchenpapier trocken setzen.
Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Die Minze waschen, trocken schleudern und in feine Streifen schneiden.
Für die Vinaigrette den aufgefangenen Rhabarbersud mit Olivenöl verrühren und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Rhabarberstücke zurück in die Vinaigrette geben.
Zum Servieren den lauwarmen Spargel auf Teller verteilen, mit Rhabarbervinaigrette beträufeln. Pinienkerne und Minze darüberstreuen.
»Spargel und Rhabarber – passt das? Aber ja, und wie! Probieren Sie es bitte aus, dieser Salat ist zum Niederknien.
Für 4 Personen | Zubereitungsdauer: 50 Minuten
FÜR DIE SAUCE HOLLANDAISE
200 g Butter
1 kleine Schalotte
1 Zweig Estragon
200 ml Weißwein
4 Eigelb
Salz
1 Prise Zucker
AUSSERDEM
1 kg kleine, festkochende Kartoffeln
Salz
2 kg Spargel
1 EL Zucker
Saft von ½ Zitrone
½ Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten
160 g dünn aufgeschnittener Katenschinken
Für die Sauce hollandaise Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Temperatur so lange köcheln lassen, bis sich die Milchreste vom Butterfett trennen.
Währenddessen die Schalotte schälen und in feine Streifen schneiden. Schalotte und Estragon mit Weißwein in einen kleinen Topf geben und die Flüssigkeit auf circa 100 ml reduzieren. Die Reduktion durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf passieren.
Kartoffeln waschen und in gesalzenem Wasser in circa 20 Minuten weich kochen. Anschließend pellen und warmhalten.
Spargel vom Kopf in Richtung Stangenende mit einem Sparschäler sorgfältig schälen, die Enden 1 bis 2 cm breit entfernen. Ausreichend Wasser in einem großen Topf mit Salz, Zucker und Zitronensaft zum Kochen bringen, die Spargelstangen hineingeben und bei mittlerer Temperatur und bei geschlossenem Deckel circa 10 Minuten leise kochen lassen – der Spargel soll noch Biss haben (Messerprobe).
Währenddessen die Weißweinreduktion erneut aufkochen. Eigelbe in eine Metallschüssel geben und mit den Schneebesen des elektrischen Handrührgeräts schlagen. Die kochend heiße Reduktion unter ständigem Schlagen einfließen lassen, weiterschlagen und die Schüssel auf ein heißes Wasserbad stellen. Ständig weiterschlagen, bis die schaumigen Eigelbe andicken. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen.
Die warme Butter zuerst tropfenweise, dann in dünnem Strahl unter ständigem Schlagen in die Eimasse einarbeiten. Die Sauce hollandaise mit etwas Salz und eventuell etwas Zucker abschmecken.
Zum Servieren Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Den Spargel aus dem Wasser heben, kurz abtropfen lassen und auf Küchenpapier trocken setzen. Den Spargel auf eine große, vorgewärmte Platte oder auf Teller verteilen. Dazu Sauce hollandaise, Pellkartoffeln, Schnittlauchröllchen und Katenschinken servieren.
»… und Sauce hollandaise bitte, bitte nicht aus der Tüte! So schwer ist es überhaupt nicht, sie mal selber aufzuschlagen. Trauen Sie sich.
Für 4 Personen | Zubereitungsdauer: 50 Minuten
FÜR DIE GERUPFTEN PFANNKUCHEN
180 g Weizenmehl, Type 405
2 Eier
300 ml Milch
1 Handvoll Petersilienblättchen
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 EL Butter + 3 EL Butter
FÜR DAS SPARGELRAGOUT
1 kg weißer Spargel
500 g grüner Spargel
Salz
Saft von ½ Zitrone
20 g Butter
1 EL Weizenmehl, Type 405
100 ml Weißwein
400 ml Gemüsebrühe
150 ml Sahne
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Prise Zucker
AUSSERDEM
1 Handvoll Kerbelblättchen
Für die Pfannkuchen Mehl in eine Schüssel geben. Eier zum Mehl geben und mit einem Schneebesen die Milch einrühren. Den Teig kräftig schlagen, sodass man einen homogenen Teig ohne Klümpchen erhält. Petersilie waschen, trocken schleudern, fein hacken und mit etwas Salz und Pfeffer unterziehen. Den Teig 30 Minuten ruhen lassen.
Währenddessen den weißen Spargel schälen, die holzigen Enden circa 1 cm breit entfernen. Vom grünen Spargel das untere Drittel schälen, Enden ebenfalls circa 1 cm breit entfernen. Den Spargel in circa 4 cm lange Stücke schneiden.
Grüne Spargelstücke in einem Topf mit sprudelnd kochendem, gesalzenem Wasser 4 Minuten blanchieren. Dann aus dem Wasser heben, kalt abschrecken und abtropfen lassen.
Weißen Spargel im selben Wasser mit der Hälfte des Zitronensafts bei mittlerer Temperatur zugedeckt in circa 7 Minuten al dente kochen. Den Spargel abgießen.
Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Butter in den Topf geben und schmelzen lassen. Mehl zufügen und mit einem Schneebesen rühren, bis das Mehl goldgelb ist. Den Weißwein angießen und mit dem Schneebesen glatt rühren. Nach und nach die Gemüsebrühe angießen und glatt rühren. Sahne angießen. Spargelsauce unter gelegentlichem Rühren stark einkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Währenddessen ½ EL Butter in einer breiten Pfanne erhitzen. Circa ein Viertel des Pfannkuchenteigs hineingeben und auf beiden Seiten goldgelb backen. Auf dieselbe Weise 3 weitere Pfannkuchen backen. Die fertigen Pfannkuchen in Rauten schneiden.
Kurz vor dem Servieren die restliche Butter in einer breiten Pfanne erhitzen, darin die Pfannkuchenrauten knusprig braten.
Spargel in die Sauce geben und zum Kochen bringen. Spargelragout mit Salz, Pfeffer, dem restlichen Zitronensaft und 1 Prise Zucker abschmecken.
Pfannkuchen und Spargelragout auf vier Teller verteilen, mit Kerbelblättchen bestreuen und sofort servieren.
»Ein wunderbares Kinderessen! Nicht alle Kinder mögen Spargel. Versuchen Sie es mal mit diesem Gericht: Ersetzen Sie den Weißwein durch den Saft einer halben Zitrone, fügen Sie noch ein paar leuchtend grüne Erbsen hinzu und servieren Sie es denjenigen, die Spargel normalerweise nur ungern essen. Es funktioniert.
Für 4 Personen | Zubereitungsdauer: 30 Minuten
800 g weißer Spargel
Salz
Saft von 1 Zitrone
1 EL Zucker
2 Bio-Orangen
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
50 ml Weißwein
12 bunte Kirschtomaten
1 EL Koriandersamen
4 EL Butter
1 Dorsch