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Eine spannende Krimi-Erzählung der Bestseller-Autorin Val McDermid! Manchmal erkennt man sich selbst nicht wieder: Die Rechtsanwältin Jane Sullivan führt ein fast erschreckend bürgerliches Leben mit Ehemann, zwei Kindern und einem Neufundländer. Doch dann lernt sie ihre Klientin Stevie kennen – und eine ganz andere Seite an sich. Doch ihr ungeahntes Verlangen fordert seine Opfer … Für alle Fans der erfolgreichen Autorin und alle, die es werden wollen!
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Seitenzahl: 17
Veröffentlichungsjahr: 2013
Val McDermid
Eine Kriminalgeschichte
Aus dem Englischen von Doris Styron
Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG.
Manchmal erkennt man sich selbst nicht wieder: Die Rechtsanwältin Jane Sullivan führt ein fast erschreckend bürgerliches Leben mit Ehemann, zwei Kindern und einem Neufundländer. Doch dann lernt sie ihre Klientin Stevie kennen – und eine ganz andere Seite an sich. Doch ihr ungeahntes Verlangen fordert seine Opfer …
Eine spannende Krimi-Erzählung der Bestseller-Autorin Val McDermid!
Die Verwandlung
Finger streichen zärtlich über mein Rückgrat. Lippen berühren meinen Nacken. Gestutzte Fingernägel hinterlassen ihre Spuren auf meiner Haut wie Kondensstreifen an einem klaren blauen Himmel. Zähne knabbern zart an meinen Schulterblättern, graben sich tiefer in die langen Rückenmuskeln. Hände krallen sich wütend ins Gesäß, ziehen die Muskeln auseinander. Eine Zunge umspielt sie, und ungeahnte Wonnen breiten sich aus von meinem straff gespannten After bis tief in mein Inneres. Eine Faust fährt so tief in mich hinein, dass ich glaube, auseinandergerissen zu werden. Wie damals bei der Geburt. Der Geruch nach Sex, Schweiß und etwas Derberem. Der Klang einer Stimme, die ich kaum noch als meine eigene erkenne, ein Stöhnen: »Ich bin deine Schlampe, fick mich, los«, das zum Aufschrei wird, als mein Körper sich ihr hingibt.
Wie bin ich bloß in diese Situation geraten, verdammt noch mal?
Ich bin mir selbst fremd. Niemand, der mich kennt, würde mich in dem Weibsstück wiedererkennen, auf einem Hotelbett hingestreckt und von einer Gier besessen, die ich mir vorher nicht im Traum hätte vorstellen können. Niemals hatte ich Phantasien über Sex mit einer Frau gehabt und mir niemals schmutzigen, vulgären Sex ausgedacht. Bisher war ich immer eher eine Frau fürs Zarte gewesen. Bei Kerzen dachte ich an romantisches Schummerlicht und nicht an heißes Wachs auf Brustwarzen.
Und doch lässt mich jetzt diese seltsame Besessenheit nicht mehr los.
