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Der einfache Einstieg in das Manga zeichnen! Dieser Manga-Zeichenkurs gibt angehenden Mangaka alles an die Hand, was sie für einen erfolgreichen Start brauchen. Die bekannte Manga-Zeichnerin Martina Peters – besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Soen Kai – erklärt alles zu Proportionen und Perspektive, Gesicht und Körper, Dynamik und Emotionen. Sie gibt Tipps und Tricks zum perfekten Kolorieren mit analogen und digitalen Techniken. Schritt für Schritt und Bild für Bild entsteht so der erste eigene Manga. In einem Extra-Kapitel präsentiert sie Chibis und niedliche Maskottchen, die jeden Manga erst komplett machen.
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Seitenzahl: 139
Veröffentlichungsjahr: 2023
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Material
Das Material
MaterialKunde
Digitale Materialien
Kopf und Gesicht
Der Kopf
Die Augen
Der Mund
Die Ohren
Körper Proportionen
Körperteile & Co.
der Torso
Die arme
Die Hände
Die Hüfte
Die Beine
Die Füsse
Haare und kleidung
Haare
Kleidung
Dynamik
Dynamik
Perspektive
Die PERSPEKTIVE bestimmen
Inspiration
Nächste Station: Weltraum
„Du bist kein Vogel, Drakuun“
Kolorieren
Farbe in der Theorie
Wie Farben wirken
Licht und SChatten
Farben mischen
Marker-Kolorierung
Copic-Alkoholmarker
Copic-AlkoholMarker Und KünstlerfaRbstifte
Aquarell-Kolorierung
Aquarell
Cel-Shading
Digitales Cel-Shading
Soft-Shading
Digitales Soft-Shading
Kreative Zweckentfremdung
Kunst braucht Fantasie
Lineart zum Üben
Über die Autorin
Impressum
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Bei der Verwendung im Unterricht ist auf dieses Buch hinzuweisen.
EIN EBOOK DER EDITION MICHAEL FISCHER
2. Auflage 2020
© 2019 Edition Michael Fischer GmbH, Igling
Grundlayout: Leeloo Molnár
Cover, Layoutanpassung und Satz: Daniela Appel
Redaktion und Lektorat: Franziska Klorer
Herstellung: Margaret Ogundipe
ISBN 978-3-7459-2077-2
www.emf-verlag.de
Material
Kapitel 1
Das Material
Kopf und Gesicht
Kapitel 2
Der Kopf
Die einfachste Form, mit der man beginnen kann, einen Kopf zu zeichnen, ist der Kreis. Egal, aus welcher Ansicht du den Kopf deiner Figur zeichnen willst, mit einem Kreis als Basis kommst du immer weiter.
Wobei „Kreis“ eigentlich nicht das richtige Wort ist, denn was du zeichnest, ist eigentlich ein Ball. Nur eben zweidimensional.
Die Frontalansicht
Zeichne den Kreis vor. Es ist nicht wichtig, dass der Kreis perfekt ist oder nur aus einer einzigen Linie besteht. Wichtig ist nur, dass er kreisförmig ist und du nicht zu fest aufdrückst. Schließlich ist der Kreis nur eine Hilfslinie.
Willst du das Gesicht von vorne zeichnen, ziehst du in der Mitte einfach eine senkrechte Linie, die unten etwas aus dem Kreis herausragt. Dabei ist es erst einmal nicht wichtig, wie weit die Linie aus dem Kreis ragt. Die endgültige Kopflänge entscheidest du, wenn du das Kinn festlegst.
Wo genau auf dieser Linie nun das Kinn liegt, hängt mit der Figur zusammen, die du zeichnen möchtest. Je jünger die Figur ist, desto runder sollte das Gesicht sein. In dem Fall liegt das Kinn näher am Kreis auf der Linie. Ist die Figur älter, wird das Gesicht länger und dadurch schmaler. In dem Fall liegt das Kinn weiter entfernt vom Kreis auf der Linie.
An dieser Stelle kannst du auch entscheiden, ob deine Figur ein eher breites oder schmales, rundes oder spitzes Kinn haben soll.
Erst wenn du das Kinn und damit die Länge des Kopfes festgelegt hast, ziehst du eine weitere, waagerechte Linie genau durch die Mitte der senkrechten Linie. Auf diese Linie kommen später die Augen, da sie genau auf der Mitte des Kopfes liegen.
Im nächsten Schritt verbindest du das Kinn mit dem Kreis. Auch hier entscheidest wieder du alleine, wie geschwungen die beiden Linien sind, mit denen du das Kinn mit dem Kreis verbindest. Vermeide aber, sie ganz gerade oder sogar nach innen gebogen zu zeichnen.
Sieht ein bisschen aus wie ein umgedrehtes Ei, oder? Noch ist der Kopf aber zu breit, deswegen schneidest du einfach ein wenig von den Seiten ab. Das machst du am besten, indem du eine gerade Linie auf jeder Seite nach oben ziehst, beginnend an den Punkten, wo die beiden gebogenen Linien aus dem vorherigen Schritt auf den Kreis treffen.
Wenn du nun die Form sauber nachziehst, hast du einen korrekten und gleichmäßigen Kopf.
Radiere an dieser Stelle nicht alle Hilfslinien aus. Einige wirst du später noch brauchen – dazu aber mehr, wenn es an den Inhalt des Gesichts geht.
Die Seitenansicht
Genauso wie bei der Frontalansicht beginnst du wieder mit einem Kreis. Wieder ziehst du einen senkrechten Strich, der die Mitte des Kopfes markiert. Da du den Kopf diesmal aber von der Seite zeichnest, ist der Strich natürlich auf der Seite, in die deine Figur schaut.
Wie schon in der Frontalansicht legst du wieder das Kinn an dieser senkrechten Mittellinie fest. Und nun weichst du ein wenig von den vorherigen Schritten ab. Zeichne eine zweite senkrechte Linie in die Mitte des Kreises. Diese Linie ragt nicht aus dem Kreis heraus, sondern zeigt dir an, wo später das Ohr liegt und wohin du nun deine Kinnlinie zeichnen musst. Vergiss nicht die waagerechte Mittellinie auf der Mitte des Kopfes.
So wie bei der Frontalansicht verbindest du jetzt wieder das Kinn mit dem Kreis. Ist deine Figur männlich, kannst du die Ecke, die sich dadurch unter dem Ohr bildet, so markant lassen. Zeichnest du ein Mädchen, solltest du diese Ecke ein wenig runder zeichnen oder weglassen, damit das Gesicht weicher wirkt. Zusätzlich kannst du nun ein Oval für das Ohr auf den Punkt zeichnen, an dem sich die waagerechte und senkrechte Linie im Kreis treffen.
Wenn du nun die Form wieder sauber nachziehst, hast du eine Kopf-Grundform im Profil. Der anatomischen Korrektheit halber nimmst du unten am Hinterkopf ein wenig vom Kreis weg. Somit erinnert die Kopfform nun tatsächlich an einen Schädel. Nun fehlt noch die Nase, damit die Seitenansicht komplett ist.
Um die Nase zu zeichnen, setzt du einfach einen weiteren, kleinen Kreis auf die Höhe, auf der das Ohr endet. Alles, was aus dem Gesicht herausragt, kehrt wieder zur Mittellinie zurück. Also stehen Nase, Lippen und Kinn zwar aus dem Gesicht heraus, beginnen und enden aber immer wieder auf der Mittellinie. Daher zeichnest du die Nase nun von der Mittellinie aus um den Kreis herum wieder zur Mittellinie zurück. Und schon hast du eine Seitenansicht!
Die Dreiviertelansicht
Auch in dieser Ansicht beginnst du wieder mit einem Kreis. In der Dreiviertelansicht musst du schon ein wenig dreidimensionaler denken. Stell dir deinen Kreis nicht als flache Scheibe, sondern als Ball vor. Die senkrechte Mittellinie und auch die Seitenlinie, auf die später das Ohr kommt, legen sich um den Ball.
Da das Kinn sich weder mittig noch seitlich am Kopf befindet, zeichnest du diesmal die verlängernde senkrechte Linie an der Hilfslinie, die sich in Bickrichtung deiner Figur befindet.
Wie schon bei den beiden anderen Ansichten ziehst du nun genau in der Hälfte zwischen Kinnspitze und Scheitelpunkt des Kreises eine waagereche Linie für die Augen. Auf dem Kreuzpunkt zwischen dieser Linie und der hinteren Hilfslinie setzt du ein Oval für das Ohr.
Nun verbindest du das Kinn wieder mit dem Kreis bzw. auf der „Ohrseite“ mit der Seitenlinie am Ohr.
Wenn du nun den Kopf sauber nachzeichnest, hast du einen korrekten Kopf in der Dreiviertelansicht. Natürlich gibt es noch viele weitere Ansichten und Perspektiven, aus denen man den Kopf zeichnen kann und sollte. Probiere einfach ein wenig herum. Als Hilfestellung findest du auf den nächsten Seiten eine kleine Übersicht.
Der Kopf in verschiedenen Perspektiven
Kopfformen – Diversität
Nun hast du gelernt, wie man Körper richtig zeichnet. Aber nicht jeder Kopf sieht gleich aus, auch nicht bei Mangas. Das bringt uns nun zum nächsten Thema: Diversität. Also Vielfältigkeit im Bezug auf die Figuren bzw. Charaktere, die du zeichnest.
Angenommen, du zeichnest immer Figuren mit denselben Körpertypen, derselben Gesichts- und Augenform und wechselst nur ihre Kleidung und ihre Frisuren aus. Nun stell dir vor, du hast zwei Charaktere. Zwei Mädchen mit langen, schwarzen Haaren. Eine trägt die Haare in einem hohen Zopf, die andere lässt die Haare offen herunterhängen. Noch kann man die Figuren unterscheiden – meinst du. Nun passiert es, dass das Mädchen mit dem Zopf aus irgendeinem Grund ihr Zopfband verliert. Herzlichen Glückwunsch! Die Charakter-Konfusion istperfekt. Selbst wenn die eine einen Mittel- und die andere einen Seitenscheitel hat, wird der Leser deines Mangas nur schwerlich in der Lage sein, alleine anhand eines Scheitelsdiese beiden Figuren auseinanderzuhalten, weil sie ansonsten vollkommen gleich aussehen. Diversität ist hier das Stichwort.
Du gehst nun noch einen Schritt weiter und lernst, verschiedene Figur-Typen zu zeichnen, um es deinem Leser einfacher zu machen, die Charaktere auseinander zu halten – abseits von Frisur und Haarfarbe.
kastenförmig
dicker
Vielfalt durch verschiedene Augenformen
Augenformen sind natürlich eine große Hilfe und du solltest für dich immer festlegen, welcher Charakter welche Augenform hat (groß und rund, schmal, mandelförmig etc.). Aber besonders auf kleinen Bildern bzw. in kleinen Paneln kann man sich nicht nur auf die Augenform verlassen. Daher spielst du nun ein wenig mit der Kopfform. Menschen sehen nicht alle gleich aus. So viel ist klar.
Unterschiedliches Alter und Körpergewicht
Sie haben auch nicht alle die gleiche Kopfform, was sowohl an den Genen als auch am Alter und ihrem Gewicht liegt. Für die Manga-Welt vereinfacht werden die Gene weggelassen und man konzentriert sich auf Alter und Gewicht der Figuren.
Wenn du einen erwachsenen Mann zeichnest, dann tu dir selbst den Gefallen und zeichne nicht einfach eine Standard-Mangafigur – so wie du auch einen 15-Jährigen zeichnen würdest – und setze zwei Faltenlinien unter seine Augen. Damit ist es nicht getan. Ein 50-Jähriger hat nicht die gleiche Kopf- und vor allem nicht die gleiche Gesichtsform wie ein 15-Jähriger.
Männer zeichnen
Manga-Männer sehen männlicher bzw. erwachsener aus, wenn man ihre Kieferecken ein wenig nach unten zieht und das Gesicht so kastenförmiger macht. Zusätzlich kann man ihre Wangenknochen ein wenig hervorheben, indem man die Haut zwischen dem Wangenknochen und dem Kinn ein wenig nach innen zeichnet.
Klar, Falten lassen jeden älter aussehen. Aber ein paar Linien im Gesicht machen noch keinen wirklich alten Menschen. Vor allem solltest du nicht einfach irgendwie irgendwohin irgendwelche Linien zeichnen.
Falten richtig zeichnen
Schau dir alte Menschen an – ob nun live oder auf Fotos. Studiere ihre Falten. Außen um die Augen zum Beispiel ist die Haut sehr dünn und weich. Dort entstehen schon sehr früh Falten, die strahlenförmig vom Auge ausgehen. An der Stirn und zwischen den Augenbrauen dagegen erscheinen einfach durch die Benutzung der Gesichtsmuskeln Falten erst über Jahrzehnte hinweg.
Weitere Altersmerkmale
Aber auch dadurch, dass die Haut im Gesicht an bestimmten Stellen ein wenig absackt, formen sich Falten und verändern die Gesichtsform. Die Haut der Wangen zum Beispiel folgt mit der Zeit der Schwerkraft. Dadurch entsteht von den Nasenflügeln aus zum Kinn hinunter eine Zugfalte. Je älter der Mensch, desto sichtbarer wird diese Falte. Bei sehr alten Menschen sackt die Gesichtshaut sogar so weit hinunter, dass sie die eigentliche Kinnlinie verdeckt. Dadurch entstehen sehr interessante, rund-liche Gesichtsformen.
Im Übrigen wachsen Ohrläppchen und die Nase das ganze Leben weiter. Die Nasenspitze wandert also im Laufe des Lebens immer weiter runter (der Nasenansatz allerdings nicht!).
Dickere Menschen
Auch bei dickeren Menschen sackt die Haut nach unten. Das liegt aber nicht am Alter, sondern daran, dass das Fett schwerer ist und so die ganze Form hinunterzieht. Je mehr Fett, desto größer ist natürlich das Gewicht. Leicht pummelige Figuren haben nicht unbedingt hängende Wangen. Ein richtig übergewichtiger Charakter im Gegensatz hat richtige Hautlappen, gefüllt mit Fettgewebe, welche die Haut unweigerlich zum Opfer der Schwerkraft machen.
Kindergesichter
kindlich
kantig
Kindliche Gesichter wirken runder, weil das Gesicht an sich nicht so lang ist wie bei älteren bzw. „normalen“ Figuren. Dadurch sind die Nase und der Mund näher an den Augen und der Charakter sieht durch das sogenannte Kindchenschema viel jünger aus.
Die Augen
Was wären Mangafiguren ohne ihre typischen großen Augen? Augen bieten dir vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten. Am besten, du beginnst mit Augen von vorne, also der Frontalansicht.
Die Frontalansicht
Wie auch schon beim Kopf fängt man beim Zeichnen der Augen mit einem einfachen Kreis an. Auch hier ist es kein Muss, dass der Kreis wie mit einem Zirkel gezogen perfekt rund ist. Zieh einfach locker ein paar Kreise, bis sie rund genug aussehen. So lockerst du auch gleich deine Hand. Stell dir diesen Hilfskreis als so etwas wie den Augapfel vor.
In diesem Fall liegt die Nase auf der linken Seite. Das heißt, die Augeninnenseite ist links, die Augenaußenseite rechts. Wenn du große, runde Augen zeichnen möchtest, kannst du die Linie für das obere Lid einfach an dem Kreis entlang zeichnen. Da das Auge hier wirklich sehr rund ist, habe ich die äußere Linie ein wenig weiter unten als gewöhnlich enden lassen. Normalerweise liegt diese aber eher auf der gleichen Höhe wie der Anfangspunkt, nämlich auf der Mittellinie des Kopfes.
Zeichne nun ebenso das untere Lid am Kreis entlang.
Um das Auge noch ein wenig runder und glaubhafter zu gestalten, kannst du noch einen kleinen Verbindungsstrich an den äußeren Rand setzen, der in Richtung Unterlid zeigt. In der Regel sind in Mangas aber Ober- und Unterlid nicht miteinander verbunden, es sei denn, es gehört zum speziellen Stil des Zeichners oder ist eine Charakterbesonderheit (wie zum Beispiel die dicken schwarzen Ringe von Gaara aus Naruto).
Nun zeichnest du über das obere Lid des Auges die Lidfalte. Sie ist nicht so breit wie das Oberlid, folgt aber der gleichen Form. Pass an dieser Stelle auf, dass du den Strich für die Lidfalte nicht zu hoch setzt, sonst sieht deine Figur schnell schläfrig aus.
Als nächstes kommt der Augeninhalt dran. Der erste große Kreis nennt sich Iris (nicht Pupille), die später auch farbig wird. Wenn du ein besonders großes, rundes Auge zeichnest, kannst du im Manga die Iris ruhig ein wenig oval zeichnen. So füllt sie nicht das komplette Auge aus und die Figur sieht nicht andauernd erschrocken aus, weil sie die Augen weit aufreißt.
Der zweite Kreis im Auge ist die Pupille. Sie sollte die gleiche Form haben wie die Iris (es sei denn, du zeichnest deiner Figur Katzen- augen oder Ähnliches). Hast du also eine leicht ovale Iris gezeichnet, sollte auch die Pupille ein wenig oval sein.
Die Pupille muss in jedem Fall in der Mitte der Iris sitzen, wenn man das Auge von vorne sieht. Sie darf nicht nach links oder rechts wandern, nur weil die Figur nach links oder rechts guckt.
Am Ende fügst du noch ein wenig Glanz und die Augenbraue hinzu. Die Augenbraue ist etwas breiter als das Auge. Wie dick und geschwungen sie ist, legst du selber fest, wenn du deinen Charakter entwickelst. Mädchen haben in der Regel dünnere Augenbrauen als Jungen. Vergiss nicht, den Glanz in beiden Augen auf der gleichen Seite zu zeichnen. Ist der Glanz im rechten Auge links, ist er auch im linken Auge links, nicht gespiegelt.
Die Frontalansicht 2
Wie das runde Auge kann man auf der Basis eines Kreises auch ein schmales Auge zeichnen. Du beginnst also wieder mit einem Kreis.
Diesmal zeichnest du das Oberlid nicht direkt auf den Kreis, sondern in den Kreis. Die Außen- und Innenseite (also die Enden der Linie) enden genau auf der Hilfslinie.
Die Linien für das Unterlid enden ebenso auf der Hilfslinie. Wenn du das Oberlid in den Kreis ziehst, um ein schmales Auge zu zeichnen, musst du auch das Unterlid weiter oben ansetzen. Sonst sitzt das Auge nicht mehr richtig im Gesicht, da ja dein Kreis für das Auge genau auf der Mitte der Mittellinie des Kopfes liegt. Die Mitte des Auges liegt also immer exakt auf der Mittellinie des Kopfes. (Es sei denn, deine Figur hat die Augen halb oder ganz geschlossen.)
Auch hier kannst du wieder den kleinen Verbindungsstrich ziehen, der das Auge weniger platt wirken lässt. Die genaue Form deiner Augen ist aber wie immer ganz dir überlassen.
Wie beim runden Auge folgt der Strich für die Lidfalte wieder der Form des Auges und ist nicht zu weit über dem Auge.
Da dieses Auge nicht so groß und vor allem rund ist, kann die Iris hier als Kreis gezeichnet werden. Natürlich sieht man den Teil des Kreises nicht, der sich unterhalb des Augenlids befindet.
Damit das Auge nicht zu starrend wirkt, kannst du von oben nach unten eine Schraffur oder einen Farbverlauf ins Auge setzen. Das ist der Schatten, den die Wimpern auf das Auge werfen.
Jetzt nur noch ein bisschen Glanz und auch dieses Auge ist fertig.
Die Seitenansicht
Für die Seitenansicht eines Auges startest du auch wieder mit einem einfachen Kreis. Das liegt daran, dass du dir das Auge ja als Ganzes, also als Augapfel, vorstellen musst. So ist es einfacher, ein glaubwürdiges, richtiges Auge zu zeichnen.
Du beginnst wieder mit dem Oberlid. Das äußere Ende (also das, was zum Ohr zeigt) liegt genau dort, wo Kreis und Mittellinie des Kopfes aufeinandertreffen. Von dort aus ziehst du das Oberlid schräg nach oben. Am anderen Ende (also das, was Richtung Nase zeigt) ziehst du wieder einen kleinen Strich nach unten. Nicht zu weit, da der größte Teil des Lides, der wieder hinunter führt, aus dieser Perspektive gar nicht zu sehen ist.
