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Wie füttert man Vögel richtig? Bei der Beantwortung dieser Frage sind sich alle Naturschützer und Vogelfreunde einig. An der Fütterungsstelle können die Tiere aus nächster Nähe beobachtet werden. Füttern ist nicht nur Naturerlebnis, sondern auch Artverständnis. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche, die immer weniger Möglichkeiten haben, die Natur zu beobachten und zu erleben. Die meisten leidenschaftlichen Umweltschützer begannen als leidenschaftliche Beobachter von Vogelhäuschen im Winter. Aber was ist beim richtigen Füttern zu beachten? Ab wann sollte man Futter anbieten, was frisst welche Vogelart, wie sollte man das Futter anbieten und welche Einschränkungen gelten zur Jungenfütterungszeit? Diese und viele weitere Fragen werden fachgerecht beantwortet und mit vielen praxisnahen Anleitungen erweitert.
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Seitenzahl: 70
Veröffentlichungsjahr: 2023
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Michael Wink
HEIMISCHE VÖGEL RICHTIG FÜTTERN
Michael Wink
HEIMISCHE VÖGEL RICHTIG FÜTTERN
HEEL
HEEL Verlag GmbH
Gut Pottscheidt
53639 Königswinter
Tel.: 02223 9230-0
Fax: 02223 9230-13
E-Mail: [email protected]
www.heel-verlag.de
© 2023 HEEL Verlag GmbH
Autor: Prof. Dr. Michael Wink
Satz und Gestaltung: gb-s Mediendesign, Königswinter
Coverdesign: Axel Mertens, Königswinter
Projektleitung: Helge Wittkopp
Fotos:
© Michael Wink
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Alle Rechte, auch die des Nachdrucks, der Wiedergabe in jeder Form und der Übersetzung in andere Sprachen, behält sich der Herausgeber vor. Es ist ohne schriftliche Genehmigung des Verlags nicht erlaubt, das Buch und Teile daraus auf fotomechanischem Weg zu vervielfältigen oder unter Verwendung elektronischer bzw. mechanischer Systeme zu speichern, systematisch auszuwerten oder zu verbreiten.
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Printed in Czech Republic
ISBN: 978-3-96664-529-4
eISBN: 978-3-96664-756-4
Prof. Dr. Michael Wink ist seit 1989 Ordinarius an der Universität Heidelberg (seit 01.10.2019 Seniorprofessor). Nach dem Studium der Biologie an der Universität Bonn forschte er in Braunschweig, Köln, München und Mainz. Er ist Gastprofessor in China und Mexiko. Seine Arbeitsgebiete reichen von Arznei- und Giftpflanzen, Evolutionsforschung bis zur Ornithologie und Naturschutz. Er ist Autor und Herausgeber von mehr als 50 Büchern und über 1000 Originalarbeiten.
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INHALT
Einleitung
WARUM UND WOMIT SOLLTEN VÖGEL GEFÜTTERT WERDEN?
Warum das Füttern wichtig ist
Grundlagen der Ernährung
Welche Vorlieben haben unsere Gartenvögel?
Sämereien
Insekten
Fette
Früchte
Nahrungsreste
Rezepte für Meisenringe und Co.
Fettfuttermasse – selbst herstellen
Weichfutter
DEN GARTEN VOGELFREUNDLICH GESTALTEN
Qual der Wahl bei den Futterspendern
Hygiene
Gefahren: Fensteranflug und Katzen
Ein Vogelbad sollte nicht fehlen
Nisthilfen und Futterpflanzen
VOGELBESTAND UND WAS GETAN WERDEN KANN
Warum besuchen so wenige Vögel das Futterhaus?
Rückgang der Vogelbestände in Europa und Deutschland
Kann die Vogelfütterung helfen?
Winterfütterung
Zufütterung im Sommerhalbjahr
Auch Großvögel profitieren von einer Zufütterung
WELCHE VOGELARTEN KÖNNEN ERWARTET WERDEN?
Gartenbesucher im Jahresverlauf
Kurzsteckbriefe der Vogelarten, die man an einer Futterstelle erwarten kan
Finkenverwandte (Fringillidae)
Braunellen (Prunellidae)
Sperlinge (Passeridae)
Schnäpperverwandte (Muscicapidae)
Drosseln (Turdidae)
Starenverwandte (Sturnidae)
Kleiber (Sittidae)
Zaunkönige (Troglodytidae)
Grasmückenverwandte (Sylviidae)
Schwanzmeisen (Aegithalidae)
Meisen (Paridae)
Krähenverwandte (Corvidae)
Spechte (Picidae)
Altweltpapageien (Psittaculidae)
Tauben (Columbidae)
Seltene Gartengäste
ANHANG
Glossar
Ergänzende Lektüre
EINLEITUNG
Für Vogelliebhaber und solche, die es werden wollen, sind Gärten und Parks besonders geeignet, die Welt der Vögel zu entdecken. Viele Gartenvögel sind meist wenig scheu, so dass man aus der Nähe alle wichtigen Merkmale und Verhaltensweisen beobachten kann.
Zunächst gilt es herauszufinden, um welche Vogelart es sich handelt, die an einem Futterspender frisst. Die Vogelbestimmung ist nicht trivial, denn es stehen in Europa über 500 Arten zur Auswahl. Aber keine Bange, am Futterhaus und im Garten liegt die Artenzahl vermutlich unter 60. Aber auch die können eine Herausforderung sein, wenn man noch überhaupt keine Ahnung hat. Für den Anfänger ist es wichtig, sich die notwendige Artenkenntnis mit weit verbreiteten und häufigen Arten, die man leicht erkennen kann, anzueignen. In diesem Buch stellen wir die 30 häufigsten Arten, die man am Futterplatz erwarten kann, in bebilderten Kurzsteckbriefen vor. Fünfzehn der regelmäßigen Futtergäste sind auf der rechten Seiten zusammengestellt.
Sollten Sie einen Garten oder einen Balkon besitzen, und mag er noch so klein sein, werden Sie vielleicht irgendwann den Wunsch entwickeln, vom eigenen Fenster aus die Vogelgäste zu beobachten. Vermutlich werden die wenigen Spontangäste wie Amsel, Kohlmeise oder Türkentaube bald etwas langweilig. Denn wenn Sie keine Initiative ergreifen und die Vögel gezielt zu sich einladen, bleibt die Zahl der Vogelgäste überschaubar. Schon wenige Maßnahmen genügen, um weitere Vogelarten in Ihren Garten zu locken. Gestalten Sie ihn abwechslungsreich und bieten Sie Vögeln Nahrung und Zuflucht. Je diverser Ihr Garten ist, desto zahlreicher die Vogelgäste. Zu den Maßnahmen gehören nicht nur die Vogelfütterung, sondern auch das Anpflanzen von Blütenpflanzen, Stauden und Sträuchern, die Beerennahrung liefern oder Insekten für Insektenfresser anlocken.
Buchfink (S. 57)
Haussperling (S. 62)
Heckenbraunelle (S. 62)
Sumpfmeise (S. 70)
Star (S. 66)
Grünling (S. 60)
Amsel (S. 64)
Blaumeise (S. 69)
Schwanzmeise (S. 68)
Türkentaube (S. 75)
Stieglitz (S. 60)
Rotkehlchen (S. 63)
Kohlmeise (S. 69)
Kleiber (S. 67)
Ringeltaube (S. 74)
Höhlenbrüter in Streuobstwiesen: Steinkauz
Wendehals
Die 15 häufigsten Vogelarten am Futterplatz
Wer etwas für die Umwelt und Natur unternehmen möchte, kann mit dem eigenen Garten oder Balkon bereits im Kleinen helfen. Ab Seite 25 werden wir Ihnen ein paar Ideen vorstellen, wie Sie Ihren Garten vogelfreundlich gestalten können. Besonders schützenswert sind Obstgärten oder Streuobstwiesen mit alten Bäumen, die natürliche Höhlen für Höhlenbrüter wie beispielsweise Steinkauz, Gartenrotschwanz, Meisen, Spechte und Wendehals bieten.
So spannend und wichtig die Streuobstwiesen und Obstgärten auch sind, in diesem Buch soll aber die Fütterung im Vordergrund stehen. Füttern ist nicht nur ein Naturerlebnis, sondern fördert unser Verständnis über die Natur und Biodiversität. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche, die immer weniger Möglichkeiten haben, Vögel und andere Tiere in freier Natur zu beobachten und zu erleben. Eine Futterstelle bietet einen idealen Einstieg. Die meisten Umweltschützer und Naturfreunde begannen als leidenschaftliche Beobachter am Futterhaus.
Die Vogelwelt der intensiv bewirtschafteten Agrarflächen zeigt in Deutschland und eigentlich fast überall auf der Welt erschreckende Bestandsrückgänge (siehe Seite 45). Durch die industrielle Landwirtschaft und den zunehmenden Flächenverbrauch für Straßen, Gebäude und Industrieanlagen gehen ständig Lebensräume verloren, in denen unsere Vögel Nahrung finden, sich aufhalten und brüten können.