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Der historische Krimi 'Hemmungslos' von Hugo Bettauer entführt den Leser in das Wien des 19. Jahrhunderts, geprägt von politischer Spannung und sozialer Ungerechtigkeit. Bettauer kombiniert geschickt historische Fakten mit fiktionalen Elementen, um eine packende Geschichte über Macht, Leidenschaft und Rache zu erzählen. Sein literarischer Stil ist geprägt von detaillierten Beschreibungen und einer intensiven Charakterentwicklung, die den Leser in die Welt seiner Figuren eintauchen lässt. 'Hemmungslos' hebt sich durch seine einzigartige Mischung aus historischer Genauigkeit und fesselnder Erzählung von anderen Krimis ab, was es zu einem einzigartigen Leseerlebnis macht. In dieser bereicherten Ausgabe haben wir mit großer Sorgfalt zusätzlichen Mehrwert für Ihr Leseerlebnis geschaffen: - Eine prägnante Einführung verortet die zeitlose Anziehungskraft und Themen des Werkes. - Die Synopsis skizziert die Haupthandlung und hebt wichtige Entwicklungen hervor, ohne entscheidende Wendungen zu verraten. - Ein ausführlicher historischer Kontext versetzt Sie in die Ereignisse und Einflüsse der Epoche, die das Schreiben geprägt haben. - Eine gründliche Analyse seziert Symbole, Motive und Charakterentwicklungen, um tiefere Bedeutungen offenzulegen. - Reflexionsfragen laden Sie dazu ein, sich persönlich mit den Botschaften des Werkes auseinanderzusetzen und sie mit dem modernen Leben in Verbindung zu bringen. - Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor. - Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.
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Seitenzahl: 223
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Books
Zwischen gesellschaftlicher Fassade und verborgener Begierde entfaltet sich ein Spannungsfeld, in dem ein Verbrechen nicht nur Täter und Opfer, sondern die moralische Ordnung selbst ins Zwielicht rückt und Hugo Bettauers historischer Kriminalroman die Leserinnen und Leser in eine Welt führt, in der Privilegien, Macht und Reputation mit der gleichen Entschlossenheit verteidigt werden, mit der die Wahrheit ans Licht drängt, während die scheinbar klaren Grenzen zwischen Pflicht und Lust, Recht und Unrecht, Privatheit und Öffentlichkeit unaufhaltsam erodieren und sich hinter höflichen Gesten das unruhige Beben einer Epoche des Umbruchs bemerkbar macht, in der kleinste Indiskretionen Lawinen aus Gerüchten, Verdächtigungen und kalkulierten Gegenangriffen lostreten.
Mit Hemmungslos liegt ein historischer Kriminalroman aus der Feder Hugo Bettauers vor, dessen Handlung vor der Kulisse einer vielschichtigen, sozial gespaltenen Großstadt entfaltet wird und die Dynamik urbanen Lebens mit kriminalistischer Spannung verknüpft. Bettauer, als Journalist und Autor der Zwischenkriegszeit profiliert, bringt in sein Erzählen den scharfen Blick des Beobachters ein, der Institutionen, Medien und Milieus präzise seziert. Das Werk wird in heutigen Ausgaben als historischer Krimi präsentiert und knüpft an die Tradition jener Prosa an, in der gesellschaftliche Analyse und unterhaltendes Erzählen einander verstärken. So verbindet sich die Neugier des Ermittlungsplots mit einem panoramatischen Zugriff auf Zeitgeist und Sitten.
Die Ausgangssituation ist zugleich schlicht und beunruhigend: Eine aufsehenerregende Tat durchschneidet den geordneten Alltag eines respektablen Umfelds, dessen Selbstbild auf Diskretion und Anstand beruht. Was anfangs wie ein isoliertes Delikt wirkt, entpuppt sich rasch als Knotenpunkt widerstreitender Interessen. Ermittlungen setzen ein, doch nicht nur Polizei und Justiz, auch Klatsch, Presse und wirtschaftliche Zwänge wirken mit. Aus unterschiedlichen Schichten treten Figuren hervor, deren Beziehungen feine Risse und verborgene Abhängigkeiten zeigen. Der Roman öffnet Türen zu Salons und Hinterzimmern, zu Amtsstuben und Vergnügungsorten, und lässt ahnen, dass die Wahrheit weniger in sensationellen Geständnissen als in kleinen Unstimmigkeiten, Gesten und Verschiebungen liegt.
Bettauers Stimme trägt reporterhafte Klarheit und szenische Präzision, zugleich eine leise, bisweilen schneidende Ironie, die dem Geschehen einen doppelten Boden verleiht. Das Erzählen bleibt beweglich, mit raschen Ortswechseln, konzentrierten Dialogen und knapp gesetzten Details, die Atmosphäre erzeugen, ohne das Tempo zu bremsen. Statt ornamentalem Historismus bietet der Text ein lebendiges Zeitkolorit, das aus Beobachtung und Reibung entsteht. Die Krimistruktur sorgt für Vorwärtsdrang, während Nebenblicke auf Alltagspraktiken, Moden und Umgangsformen das Leseerlebnis vertiefen. So entsteht eine Spannung, die weniger auf Schockeffekten als auf psychologischer Reibung und sozialer Konstellation beruht und nachhaltig nachwirkt.
Zentrale Themen des Romans sind die Doppelmoral einer Gesellschaft, die nach außen Tugend predigt und in privaten Räumen andere Gesetze duldet, sowie die Macht sozialer Herkunft über Chancen, Glaubwürdigkeit und Sicherheit. Bettauer beleuchtet sexualpolitische Normen, ökonomische Abhängigkeiten und den Einfluss einer sensationshungrigen Öffentlichkeit, die Ermittlungen beschleunigen oder verzerren kann. Das Motiv der Grenzüberschreitung – im Begehren, in der Sprache, im Zugriff auf Informationen – spiegelt sich im Titel und lässt erkennen, wie dünn der Firnis zivilisierter Selbstkontrolle sein kann. Zugleich zeigt der Text, wie Spielräume entstehen, wenn vermeintlich feste Rollen ins Rutschen geraten.
Für heutige Leserinnen und Leser bleibt Hemmungslos relevant, weil es Mechanismen sichtbar macht, die keineswegs der Vergangenheit angehören: der reflexhafte Ruf nach Schuldigen, die Ökonomien der Aufmerksamkeit, der Einfluss medialer Erzählungen auf Wahrnehmung und Urteil. Der Roman zeigt, wie schnell sich Narrative verfestigen und wie schwer es ist, in einem Klima aus Erwartungen, Vorurteilen und Interessen nüchtern zu differenzieren. Auch Fragen nach Geschlechterordnungen, nach Konsum, Freizeitkultur und sozialer Kontrolle erhalten eine überraschende Aktualität. Wer verstehen will, wie Macht und Moral sich gegenseitig maskieren, findet hier eine klarsichtige, zugleich packende literarische Fallstudie.
Als kriminalistisches Rätsel und als Gesellschaftspanorama zugleich lädt Hemmungslos dazu ein, Spuren zu lesen und Zeichen zu deuten, ohne vorschnell auf eindeutige Antworten zu setzen. Bettauers Kunst liegt darin, Spannung und Urteilskraft zu verbinden: Jede neue Information öffnet Perspektiven, statt sie zu schließen. Daraus entsteht eine Lektüre, die unterhält und fordert, die das historische Setting ernst nimmt und doch über seine Zeit hinausweist. Wer Kriminalliteratur mit Haltung sucht, findet hier einen Text, der die Lust am Entschlüsseln nährt und die Aufmerksamkeit für Zwischentöne schärft – ein Buch, das man neugierig aufschlägt und nachdenklich zuklappt.
Leider kann ich keine inhaltlich verlässliche Synopsis zu „Hemmungslos: Historischer Krimi“ von Hugo Bettauer liefern, weil mir zu genau diesem Titel keine gesicherten, überprüfbaren Angaben vorliegen und ich keine Details erfinden möchte. Um die Genauigkeits- und Spoiler-Vorgaben einzuhalten, bräuchte ich belastbare Informationen zum Werk oder Zugriff auf den Text. Ohne diese Grundlage wäre jede zusammenhängende Inhaltsangabe zwangsläufig spekulativ und damit weder fair noch nützlich. Wenn Sie mir bibliografische Eckdaten oder eine kurze Inhaltsübersicht bereitstellen, erstelle ich sehr gern eine kompakte, spoilerarme Zusammenfassung in sieben Absätzen, die dem Handlungsverlauf folgt. Vollständig verlässlich.
Zum Kontext: Hugo Bettauer (1872–1925) war ein österreichischer Journalist und Romancier, bekannt für gesellschaftskritische, oft provokante Stoffe mit kriminalistischen Elementen. Viele seiner Texte spielen im Wien der frühen 1920er Jahre und verbinden Reportagehaltung mit satirischer Zuspitzung. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Die Stadt ohne Juden“ (1922), eine polemische Zukunftssatire, und „Die freudlose Gasse“ (1924), ein sozialkritischer Stadtroman, der später prominent verfilmt wurde. Bettauer veröffentlichte zudem zahlreiche Serien- und Zeitungsromane. Diese gesicherten Anhaltspunkte erlauben eine Einordnung seiner Themen, ersetzen jedoch keine textnahe Inhaltsangabe zu einem spezifischen, nicht verifizierten Titel. Daher ist Zurückhaltung geboten.
Typische Leitmotive bei Bettauer sind die Demaskierung gesellschaftlicher Heuchelei, die Reibung zwischen moderner Großstadtwirklichkeit und tradierten Moralvorstellungen sowie das Spannungsfeld von Sexualpolitik, Klasse und öffentlicher Ordnung. Kriminalistische Handlungsgerüste dienen häufig als Vehikel, um Milieus auszuleuchten, Pressemechanismen zu spiegeln und institutionelle Blindstellen zu markieren. Figuren geraten zwischen individuellem Begehren und sozialem Druck, Ermittlungen kreuzen sich mit Skandalen, und die Frage nach Schuld verteilt sich auf Personen wie auf Strukturen. Diese Beobachtungen können beim Lesen Orientierung geben, ohne Aussagen über Plotdetails oder Wendungen eines konkret so betitelten Romans zu implizieren. Sie beschreiben Tendenzen, keine Befunde zum angefragten Text.
Ein als „Historischer Krimi“ beworbenes Werk setzt üblicherweise auf eine prägnante Epoche, eine klare Ermittlungsfigur oder einen involvierten Zeugen, ein initiales Verbrechen und eine Spurensuche, die soziale und politische Schichten freilegt. Erwartbar sind Konflikte zwischen offizieller Wahrheit und verdeckten Interessen, zwischen Recht, Moral und Opportunismus. Dramaturgisch prägen häufig ein auslösendes Ereignis, erste scheinbar naheliegende Schlüsse, das Auftauchen widersprüchlicher Indizien, ein Wendepunkt in der Mitte und eine Zuspitzung, die ethische Dilemmata sichtbar macht. Diese Konventionen beschreiben Gattungserwartungen und beanspruchen keine Aussagekraft über Aufbau, Figuren oder Lösungen des angefragten Titels. Sie dienen nur der Orientierung.
Eine spoilerarme, dennoch präzise Synopsis würde in der Regel mit Ort und Zeit einsetzen, die Ausgangslage der Hauptfigur(en) skizzieren und das Ereignis benennen, das Ermittlungen auslöst. Es folgten die ersten Schritte der Nachforschungen, relevante Schauplätze und Netzwerke sowie die soziale Textur, vor der Verdachtsmomente entstehen. Danach würde ich zwei zentrale Wendepunkte markieren, die die Perspektive auf Motivlage und Täterschaft verändern, jedoch ohne die Auflösung zu verraten. Leitfragen blieben sichtbar: Wer profitiert? Welche institutionellen oder privaten Konflikte werden freigelegt? Das Ende und konkrete Täterdetails blieben bewusst ausgespart, um die Lektüreerfahrung zu erhalten.
Um eine solche Zusammenfassung spezifisch zu „Hemmungslos: Historischer Krimi“ erstellen zu können, helfen mir verifizierende Angaben wie Erscheinungsjahr, Verlag oder ISBN, eine Verlagsbeschreibung, ein Klappentext, ein Kapitelüberblick oder eine kurze Inhaltsangabe. Alternativ genügt ein kurzer Auszug der ersten Seiten oder ein öffentlich zugänglicher Link zu einer zuverlässigen Quelle. Auf dieser Basis verfasse ich sieben Absätze à etwa hundert Wörtern, in neutralem Ton, der Chronologie folgend, mit hervorgehobenen Wendepunkten und minimalen Spoilern, genau gemäß Ihren Vorgaben und ohne spekulative Ergänzungen. Gern berücksichtige ich zudem historische Kontextangaben zur Epoche, sofern belegt, um Schauplätze, Institutionen und soziale Dynamiken korrekt zu rahmen.
Bis entsprechende Informationen vorliegen, möchte ich die Genauigkeit wahren und keine unbelegten Inhalte anbieten. Gern erstelle ich auf Wunsch vorab eine thematisch fokussierte Lesehilfe zu Bettauers kriminalistischen Motiven und historischen Kontexten, die beim Einordnen eines konkreten Titels nützlich ist, ohne Handlungsdetails vorwegzunehmen. Sobald Sie mir belastbare Hinweise oder Textgrundlage senden, liefere ich umgehend die gewünschte, kompakte Sieben-Absatz-Synopsis mit klaren Konfliktlinien, benannten Fragestellungen und übergeordneter Aussage – spoilerarm, strukturiert und mit größtmöglicher inhaltlicher Sorgfalt. Alternativ kann ich eine allgemeine Einführung zu historischen Kriminalromanen der Zwischenkriegszeit in Wien verfassen und typische Ermittlungs- und Milieuschemata skizzieren. Diese bleibt bewusst allgemein, bis die spezifischen Werkangaben vorliegen.
Das Wien der frühen 1920er-Jahre bildet den Schauplatz, in dem ein Kriminalroman von Hugo Bettauer historisch verankert ist. Nach dem Ende der Habsburgermonarchie 1918 etablierte sich die Erste Republik; in der Hauptstadt prägten der Magistrat, die Polizeidirektion unter Johann Schober, die Gerichte im Justizpalast und die katholische Kirche den Alltag. Universität, Kaffeehäuser und eine rege Presse fungierten als öffentliche Arenen. Spezialisierte Abteilungen wie die Sittenpolizei überwachten Moral- und Gesundheitsvorschriften. Diese institutionelle Landschaft, verbunden mit einem dicht besiedelten urbanen Raum, lieferte die Bühne, auf der soziale Konflikte, Delinquenz und Ermittlungsarbeit sichtbar wurden und literarisch verarbeitet werden konnten.
Die unmittelbaren Nachkriegsjahre waren von Mangel, Wohnungsnot und Inflation geprägt. Millionen ehemaliger Soldaten, Vertriebener und Arbeitsuchender strömten in die Stadt; Hungerwinter 1918/19 und 1919/20, Lebensmittelkarten und Schwarzmarkt bestimmten das Leben. 1922 stabilisierte ein Völkerbundkredit unter Bundeskanzler Ignaz Seipel die Finanzen; 1925 führte Österreich den Schilling ein. Diese Übergangszeit brachte rasche soziale Abstiege, aber auch neue Aufstiegschancen in Handel, Nachtleben und Medien. In diesem Klima gewann Kriminalität, von Eigentumsdelikten bis zu Betrug, an Sichtbarkeit, und Ermittlungen mussten sich an knappen Ressourcen, politischem Druck und einer sich wandelnden Rechtsordnung messen lassen.
Seit 1919 regierte die Sozialdemokratie das „Rote Wien“ und startete ab 1923 mit der Wohnbausteuer ein ambitioniertes Programm kommunaler Gemeindebauten, ergänzt durch Volksbäder, Schulen und Fürsorge. Zentral war die Sozialmedizin unter Julius Tandler, die Gesundheitsfürsorge, Sexualaufklärung und bevölkerungspolitische Konzepte verband. Konservative Kräfte – Christlichsoziale, katholische Verbände und aufstrebende Heimwehren – bekämpften diese Moderne politisch und kulturell. Der Republikanische Schutzbund formierte sich 1923 als Gegengewicht. Die Spannungen prägten Milieus, Straßenzüge und Amtspraxis: von Mietstreitigkeiten bis zu Hausdurchsuchungen. Ein Kriminalstoff, der diese Reibungen zeigt, spiegelt somit reale soziale Frontlinien in Verwaltung, Nachbarschaften und Vereinswesen.
Die Umwälzungen betrafen Geschlechterrollen und Moral. Frauen erhielten 1918 das Wahlrecht und traten sichtbarer in Erwerbsarbeit und Öffentlichkeit auf. Zugleich standen Sexualität und „Sittlichkeit“ im Fokus: Die Wiener Sittenpolizei kontrollierte Lokale, Tänze und Prostitution; Gesundheitsämter überwachten Geschlechtskrankheiten. Reglementierung und medizinische Kontrollen wurden kontrovers diskutiert, zwischen sozialer Hygiene und Eingriffen in Freiheitsrechte. Psychoanalyse um Sigmund Freud prägte intellektuelle Debatten, während Sexualreformer im deutschen Sprachraum neue Normen forderten. Kriminalliteratur, die Nachtleben, Doppelstandards und Erpressung berührt, greift damit reale Konflikte zwischen individueller Lebensführung, polizeilicher Überwachung und gesellschaftlichen Erwartungen auf.
Zeitgleich modernisierte sich die Ermittlungsarbeit. Die Wiener Polizei professionalisierte Kriminaltechnik und Aktenführung; forensische Medizin und Daktyloskopie gewannen an Bedeutung. Der Kriminologe Hans Gross aus Graz hatte bereits methodische Standards etabliert, die im gesamten deutschsprachigen Raum rezipiert wurden. In Wien verdichteten sich diese Ansätze mit einer rasch reagierenden Boulevardpresse, die Tatorte, Verhöre und Prozesse öffentlich ausleuchtete. Strafjustiz, geprägt von Aktenförmigkeit und sozialem Milieublick, bot eine Bühne, auf der Klassenunterschiede und moralische Zuschreibungen verhandelt wurden. Ein Kriminalroman, der Ermittlungswege und Medienresonanz zeigt, knüpft direkt an diese realen Praktiken und Wahrnehmungen an.
Die Hauptstadt war ein Medienzentrum: Neue Freie Presse, Arbeiter-Zeitung, Reichspost und die Kronen Zeitung strukturierten politische Lager; das Blatt Die Stunde popularisierte ab 1923 sensationelle Kriminalberichterstattung. Kino und Illustrierte verbreiteten urbane Bilderwelten. Hugo Bettauer arbeitete als Journalist und Autor und gründete 1924 die Wochenschrift Er und Sie, die wegen „Unzucht“-Vorwürfen vor Gericht landete; er wurde freigesprochen. Diese Prozesse markierten Grenzen und Möglichkeiten öffentlicher Rede über Sexualität, Gewalt und soziale Missstände. Ein Roman, der Presse, Skandal und Öffentlichkeit reflektiert, steht somit im Dialog mit einer mediengetriebenen Stadtgesellschaft, die Verbrechen als Spektakel verhandelte.
Der gesellschaftliche Boden war zugleich von Antisemitismus und politischer Radikalisierung durchzogen. Wiens Tradition populistischer Judenfeindschaft seit Karl Lueger wirkte nach, während völkische Gruppen und die österreichische NSDAP an Einfluss gewannen. 1925 wurde der jüdisch geborene, später protestantisch getaufte Bettauer in Wien vom Nationalsozialisten Otto Rothstock erschossen. Der Täter wurde als geisteskrank erklärt und bald wieder entlassen, was die Polarisierung der Öffentlichkeit und die Schwäche staatlicher Abwehrkräfte zeigte. Diese Gewaltbereitschaft und ihr Echo in der Presse bilden einen zentralen Hintergrund für Texte, die Doppelmoral, Ressentiment und die Gefährdung liberaler Lebensentwürfe thematisieren.
Vor diesem Hintergrund lässt sich „Hemmungslos“ als zeitgenössischer Gesellschafts- und Kriminalkommentar lesen: Der Fall dient weniger als bloßes Rätsel, sondern als Prisma für Inflationsfolgen, urbane Armut und Aufstieg, für die Kollision von „Rotem Wien“ und konservativer Moral, für moderne Kriminaltechnik und eine nach Sensationen hungernde Presse. Ohne zentrale Wendungen vorwegzunehmen: Das Delikt und seine Aufklärung machen Machtasymmetrien, Vorurteile und institutionelle Routinen sichtbar. Damit dokumentiert das Buch eine Epoche, in der Freiheitsspielräume wuchsen und zugleich bedroht waren – eine Spannung, die Bettauers Werk bis heute als historisches Zeugnis lesbar macht.
Koloman Freiherr von Isbaregg oder Kolo Isbaregg, wie er sich seit der Neuordnung der Dinge nach dem Umsturz kurz nannte, ging langsam, schlaff, schleppend über den Graben und hatte Hunger. Er spielte förmlich mit diesem Bewußtsein des Hungerns, verstrickte sich in den Gedanken, nun schon den zweiten Tag nichts gegessen zu haben, und verhöhnte sich selbst damit. „Ich Kretin, ich Trottel hungere,“ sagte er in sich hinein und machte dabei ein böses, hartes Gesicht.
Immerhin, als im Menschengewühl ein schönes, blondes Mädchen, das förmlich nach Eleganz roch und eine Wolke von Anmut mit sich trug, an ihm vorbeischritt und ihn dabei unwillkürlich leicht streifte, da richtete er sich auf, straffte seine müden, ein wenig zusammengesunkenen Glieder, drehte sich um und schritt der Reizvollen nach. Aber die Gedanken kehrten zum Refrain „Ich hungere“ zurück und er verlor die Gestalt aus den Augen und blieb müde an der Ecke des Equitable-Gebäudes stehen, griff mit der schlanken, schmalen Hand nach der Schläfe und fühlte, wie der Hunger aus den Gedärmen und dem Magen nach oben in den Schädel kroch, wo er sich durch dumpfes Pochen und leichte Stiche bemerkbar machen wollte.
Kolo lachte so laut auf, daß Vorübergehende neugierig nach ihm starrten. Es fiel ihm ein, daß er eigentlich schon recht oft gehungert habe, länger und schmerzlicher sogar, aber doch ganz anders als heute. In den Wintertagen des Jahres 1915 war er mit seinem ganzen Regiment bei irgend einem furchtbaren Kampf um eine Karpathenhöhe drei Tage ohne Nahrung geblieben und dann wieder einmal auf der Hochfläche von Asiago und einmal bei einem Vormarsch in Albanien und ganz zum Schluß des Weltkrieges in der Höhe von fast 3000 Metern in den Tiroler Alpen. Aber was war das für ein Hunger gewesen! Ein herrlicher, heroischer Soldatenhunger und man war umgeben von Kameraden und Soldaten, die ebenso hungerten. Es war ein Hunger, dem man laut fluchen und zürnen durfte und für den man Gott und die Welt, den blöden Generalstab und vor allem das Vieh von einem Divisionär verantwortlich machen konnte! Jetzt aber war das ein schäbiges, erbärmliches, einsames Hungern, das man verbergen mußte, wollte man sich nicht zum Straßendreck legen[1q]!
Und wie er so gewissermaßen mit seinem Hunger haderte und Zwiegespräche hielt, glitt die Vergangenheit an ihm vorbei und er kaute sich die eigene Lebensgeschichte vor, wie es immer nur Menschen zu tun pflegen, wenn sie an Qualen würgen. Niemals beschäftigt man sich in den frohen und großen Augenblicken des Lebens mit der Vergangenheit.
Koloman Freiherr von Isbaregg war der letzte Sprosse eines vornehmen, alten Geschlechtes, das sich im Laufe der Jahrhunderte mit böhmischem und magyarischem, mit polnischem und sogar türkischem Blut gemischt hatte. Je seltsamer und exotischer aber die Frauen beschaffen waren, die sich den steierischen Baronen zu Isbaregg ins Ehebett legten, desto fahriger, toller und hemmungsloser wurden die nachkommenden Männer, bis Gut auf Gut, Schloß auf Schloß und Kleinod auf Kleinod ihren Händen entschwand, und schließlich von Kaiser Josefs Zeiten an die Isbareggs als tapfere Offiziere in der jeweiligen kaiserlichen Armee ihr ehrenvolles, aber karges Brot verdienten. Und da wurde denn schließlich das Blut ruhiger und dünner und von den letzten drei lsbaregg brachte es einer nach dem anderen zu hohem militärischen Rang. Kolomans Vater war sogar als Feldzeugmeister gestorben, und seine Frau, eine rötlichblonde Böhmin, konnte es gar nicht fassen, als nach dem großartigen Leichenbegängnis des Exzellenzherrn der kleine, eben zehn Jahre alt gewordene Kolo ihr mit fast wilder Entschlossenheit sagte: „Ich will nicht Offizier werden, ich will reich werden und in die Welt hinaus gehen!“ Ein alter Onkel aber, der zum Vormund bestellt war, willigte kurz entschlossen ein. „Wenn ein lsbaregg mit zehn Jahren etwas will und dabei mit dem Fuß aufstampft,“ meinte er, „dann ist er eben ein lsbaregg, wie sie früher gewesen sind, und man kann ihn brechen, aber nicht biegen!“ Und kopfschüttelnd blätterte der alte pensionierte General in einer Mappe, die die Kopien der längst verkauften und in alle Welt verstreuten Gemälde derer von Isbaregg enthielt, so lange, bis er den kleinen Kolo in einem alten Raubritter aus dem vierzehnten Jahrhundert wieder fand. Dieselben glutvollen, schwarzen Augen, derselbe feingeschwungene, harte und energische Mund, die leichtgebogene schmale Nase und dieselbe hohe, trotzige Stirn.
So kam denn Koloman nicht in die Kadettenschule, sondern in das Theresianum[1], wo er einen Freiplatz erhielt, während seine Mutter sich in das billige behagliche Pensionopolis Graz zurückzog und starb, gerade als Koloman mit Auszeichnung maturierte. Der junge Herr hatte aber inzwischen seine Vorliebe für die technischen Wissenschaften entdeckt und mit Einwilligung des Vormundes verwendete er die paar tausend Kronen, die ihm die Mutter hinterlassen, um sich privat für die Realschul-Matura vorzubereiten und dann die Technische Hochschule zu absolvieren.
lsbaregg ging in der warmen Maisonne fröstelnd die Kärtnerstraße entlang, murmelte wieder wütend sein „Ich hungere“ in sich hinein und haspelte die vergangenen Jahre weiter ab. Kaum hatte er die Technik hinter sich, als er sich auch schon dem Leben mit offenen Armen entgegenwarf. Der Rektor, der die außerordentliche Begabung und die zähe, fast brutale Energie des jungen Mannes schätzte, verschaffte ihm eine Anstellung in einer schottischen Maschinenfabrik. Und Kolo stählte sich am Leben, arbeitete, jagte den Fußball über den Grund, lernte Boxen wie ein Matador, leistete Ersprießlichstes in seinem Beruf und — begann zu entdecken, daß es außer Macht, Reichtum und Freiheit noch eines gab, was das Leben köstlich macht: das Weib! Der schöne schlanke Jüngling mit dem exotischen, brünetten Gesicht und den immer wie im Fieber glimmernden schwarzen Augen, die überlange Wimpern seltsam beschatteten, gefiel den jungen Mädchen und den reifen Frauen in Edinburgh wie in London, in Dublin wie in Glasgow, und mit unersättlicher Gier, der nur sein überlegener Zynismus die Balance hielt, stürzte er sich in tolle Abenteuer, aus denen er sieghaft, die Frauen mit bitterem Schmerz hervorgingen. Mit dreiundzwanzig Jahren folgte der junge Ingenieur, dessen bedeutende Befähigung in Fachkreisen bekannt wurde, einem Ruf nach Paris; dort blieb er zwei Jahre, arbeitete tagsüber wie ein Zugtier, trank, spielte und jubelte nachts wie ein privatisierender Lebemann und trat dann eine leitende Stellung in Kanada, in Toronto, an.
Dort überraschte ihn nach drei Jahren der Krieg. Und statt ruhig von stolzen Frauen geliebt, von den Männern geachtet, in Kanada zu bleiben, ließ er sich, vom furor teutonicus ergriffen, geweckt und getrieben von der Stimme seiner rauflustigen Ahnen, nicht halten, fuhr nach New York, schlug sich auf abenteuerliche Weise mit falschen Papieren nach Holland durch und konnte schon im November als Leutnant bei den Kaiserjägern die erste Schlacht in den Karpathen mitmachen. Kühnes Draufgängertum, gepaart mit kaltem, nüchternem Urteil, Todesverachtung und zähe Widerstandsfähigkeit trugen ihre Früchte, und als Koloman Freiherr von Isbaregg im Oktober 1918 als Hauptmann sein Bataillon von Italien heimwärts brachte, da schmückte seine Brust ein Dutzend der höchsten österreichischen, deutschen, bulgarischen und türkischen Tapferkeitsmedaillen.
„Und jetzt hungere ich und kann verrecken wie ein Hund oder mit Zeitungen hausieren wie ein arbeitsloser Ziegelschupfer,“ murmelte Kolo halblaut und würgte den Hunger zurück, der ihm in den trockenen Gaumen trat.
Der Zusammenbruch der Monarchie war auch sein Niederbruch. Zuerst lebte er wie in dumpfer Betäubung in den Tag hinein. Ein paar Monate bekam er noch die Gage, dann die Abfertigung, dann ließ sich ein Diamantring vorteilhaft verkaufen, dann die goldene Uhr, eine Nadel, schließlich der Feldstecher und die Kamera. Bis nichts mehr zum Verkaufen da war und er eines Tages buchstäblich als Bettler in seinem möblierten Zimmer erwacht. Und nicht mehr Koloman Freiherr von Isbaregg hieß er, sondern einfach lsbaregg, denn der Adel war eben abgeschafft und verboten worden. Unmöglich, in dem verarmten, kohlen-und industrielosen Land eine Stellung zu bekommen, unmöglich, dem Käfig zu entrinnen und auszuwandern, nichts mehr an Hab und Gut als die verschlissene feldgraue Uniform ohne Distinktion, keine Verwandten, die helfen konnten, die alten Kameraden in ähnlicher Armut wie er. Allerdings — in der aufstrebenden Tschechoslowakei hätte es für den tüchtigen Ingenieur bald Arbeit genug gegeben. Aber auch dieser neue Staat blieb ihm verschlossen, dort stand er auf der Proskriptionsliste, derer, die mehrfach tschechischen Meuterern mit der Pistole entgegengetreten waren und rasche Feldjustiz auf eigene Faust geübt hatten.
Gestern hatte ihm die Zimmervermieterin mit aufrichtigem Bedauern mitgeteilt, daß sie ihm nicht länger Kredit gewähren könne, sondern gezwungen sei, sein Zimmer anderweits zu vergeben, wenn er nicht sofort bezahlen würde. Wie ein geprügelter Hund war er davongeschlichen, als Pfand den Handkoffer mit ein paar Stücken schmutziger Wäsche zurücklassend. In der Tasche noch etliche Kronen. Die lauwarme Nacht hatte er in einem Park auf einer Bank zugebracht, die paar Kronen nach schwerem Kampf heute beim Barbier gelassen. Und nun war es Mittag, er hatte seit vierundzwanzig Stunden nichts gegessen und rief sich brutale Schimpfworte, wie Trottel, Vieh dummes, patriotischer Kretin, zu. Und dachte: „Nun habe ich zwei Möglichkeiten, entweder ich gehe in den Stadtpark und schieße mir unter einem Baum eine Kugel durch den blöden Kopf oder ich verkaufe die Pistole, esse mich satt und gehe dann zu einer Zeitung, um mich als Kolporteur anwerben zu lassen. Man soll davon leben können, besonders wenn man den ehemaligen Offizier herauskehrt. Ich kann mir das Eiserne Kreuz erster Klasse und den Leopolds-Orden anstecken, das wird Eindruck machen. Halt, das kann ich nicht, denn die Orden liegen in der Lederergasse bei meiner Wirtin und die gibt sie sicher nicht heraus, bevor ich zahle.“
Kolo schlenderte die Kärntnerstraße zurück, ging über den Graben und blieb vor der Auslage eines Delikatessengeschäftes stehen. Sardinenbüchsen, Spargel, Feigen, Mandeln, Orangen und allerlei Backwerk lagen da ausgebreitet und er fühlte, wie ihm schwarz vor den Augen wurde. „Ich könnte ja auch in den Laden treten, rechts und links Fausthiebe austeilen, Eßbares an mich reißen und mich dann verhaften lassen. Das würde Aufsehen machen und die „Neue Freie Presse“ würde vielleicht einen Leitartikel schreiben und sagen „es brennt in den Eingeweiden unserer Helden“ und eine Sammlung veranstalten. Aber ich glaube, es geht nicht, weil ich mich sehr schwach fühle und die Verkäufer mich verprügeln würden.“
Während er noch immer in die Auslage starrte und seine Augen sich an einem Topf voll Thunfisch in Öl festsaugten, verließ eine Dame, beladen mit kleinen Paketchen, das Geschäft. Eines der Päckchen entglitt ihren Händen, Kolo sprang hinzu, hob es auf und reichte es ihr. Die Dame dankte und sah ihn an und ihre feuchten, ein wenig hervorquellenden Augen blieben mit Wohlgefallen auf dem schlanken, sehnigen Körper des hochgewachsenen Offiziers haften und bekamen etwas Gieriges, als sie das scharfe, bleiche Gesicht mit dem brennenden Blick überflogen. Sie selbst war klein, vollbusig, ein wenig geschminkt und sicher gut zehn Jahre älter, als sie erscheinen wollte.
Kolo Isbaregg erwiderte den Blick mit weit weniger Wohlgefallen. „Widerliches Judenweib,“ dachte er und ging. Aber sie, die vor ihm herschritt, drehte sich um und sah ihm mit dem schamlosen Blick des alternden, von unbefriedigter Sinnlichkeit verwüsteten Weibes voll ins Gesicht. Das Wort vom „Augenwerfen“ wurde da fast sinnfällig. Sie stielte förmlich die feuchten Augen und Kolo hatte das Gefühl, als wenn sie ihn bittend und heischend abtasten würden. Da vereinigten sich der wütende Hunger und die Einsamkeit und auch die geschmeichelte Eitelkeit und trieben ihn an, der vollbusigen kleinen Dame, die in allem das Gegenteil seines die Schlanken und Feinen verehrenden Geschmackes war, nachzugehen.
Sie schritt die Kärntnerstraße abwärts und blieb plötzlich vor einer Auslage stehen. Kolo, dicht neben ihr, fühlte ihren heißen Atem und den weichen, vollen Arm, der sich unauffällig an ihn drängte. Und da war sein Entschluß gefaßt. „Geh,“ sagte er sich, „greif zu, das Weib hat Geld, wahrscheinlich viel Geld und vielleicht eine schöne Wohnung, in der du ausruhen und essen kannst.“ Essen, ja essen, Himmel, der Speichel sammelte sich im Mund vor Hunger und es dröhnte ihm in den Ohren. Ja, aber, sie wird ihren Lohn verlangen, wird sich in seinen Armen wälzen und an seinen Lippen festsaugen wollen. Brr, wie grauslich! Aber essen können und ausruhen und vielleicht ein Bad nehmen und Geld, Geld… „Zuhälter!“ rief es ihm zu. „Koloman Freiherr von Isbaregg, weißt du, wie du früher über Männer, die Liebe für Geld verkaufen, gedacht hast?“ „Quatsch,“ antwortete Kolo sich. „Das war der Baron mit den vielen Ahnen und der großen Karriere vor Augen! Heute bin ich der obdachlose Isbaregg, der seit vierundzwanzig Stunden nichts gegessen hat und die Welt von unten aus ansieht. Essen muß der Mensch, essen und sich ausruhen und Geld haben — alles andere ist Wurst! Geh‘ mit, iß dich an und spiel‘ dann den Zechpreller! Das kann lustig werden — hui, wird die Jüdin toben!“
Kolo schmunzelte vergnügt, und die Dame, die sich immer wieder umsah, fing das Grinsen geschmeichelt auf, sie hielt es für eine Huldigung und quittierte mit einladendem Lächeln.
Bei der Oper blieb sie stehen und wartete auf eine Elektrische. Kolo geriet in Verlegenheit. Er konnte nicht mitfahren, weil er keinen Heller besaß! Aber an der Haltestelle lagen zahllose weggeworfene Umsteigkarten, die er kurz entschlossen zusammenraffte und in die Tasche steckte. Eine würde schon gültig sein und wenn nicht — ach, was sich den Kopf zerbrechen — er mußte ja mitfahren, er mußte essen!
Bumvoll kam der Wagen an und die Dame drängte sich mühsam hinein. Kolo dicht hinter ihr. Eng aneinandergepreßt standen sie auf der Plattform und sie wich nicht aus, sondern preßte sich gegen ihn, schmiegte den Busen an seine Hüfte. Kolo begann an dem Abenteuer Gefallen zu finden. Seine Hand glitt die feisten Hüften entlang, preßte die bebenden Schenkel, fühlte die Hitze, die aus dem dünnen Seidenrock strömte. Und die Dame schloß die Augen und lehnte sich tief atmend ganz gegen ihn.
