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Currywurst, Industriekultur und Ruhrpott-Slang: Für diese Dinge ist das Ruhrgebiet über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Wer aber denkt, dass es nicht mehr zu bieten hat, wird bei diesem Buch staunen. Abseits bekannter Wege warten kleine und große Highlights und Geheimnisse, die Touristen und Einheimischen einen neuen Blick auf die Region ermöglichen. Gehen Sie doch dort Eislaufen, wo einst die Kohle glühte, oder erleben Sie die Hindupracht am Datteln-Hamm-Kanal.
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Seitenzahl: 149
Veröffentlichungsjahr: 2022
ULRIKE KATRIN PETERSKARSTEN-THILO RAAB
BESONDERES ABSEITS DERBEKANNTEN WEGE ENTDECKEN
die Menschen im Ruhrgebiet haben eine harte Schale und ein weiches Herz – und dies auch noch am rechten Fleck. Die Region ist von einem Spirit erfüllt, der Besucher mitreißt: Aufbruchsstimmung, Offenheit für Neues, Lust auf Kultur, Natur, Entdecken. Dazu noch eine gehörige Portion Humor.
»Der Pott« ist eine der größten Wundertüten des Landes. Schließlich sind dort, wo früher Kohle und Stahl im Mittelpunkt der schweißtreibenden Arbeit standen, großartige Freizeitangebote entstanden. Bei der Auswahl der 100 Herzstücke bestand die größte Herausforderung darin, sich zu begrenzen. Ein Fluss, 53 Städte und Gemeinden, 80 Häfen, mehr als 1000 Kulturstätten und gut 5 Millionen Einwohner – das sind unzählige Abenteuer! Uns liegt diese besondere Region sehr am Herzen und wir hoffen, dass Sie mit diesem Buch viel Neues entdecken und lieben lernen. Ihre
IMMER EINE SÜNDE WERT! MEINE LIEBLINGSLÄDEN ZUM EINKAUFEN, ESSEN UND ÜBERNACHTEN
1 Mekka für künftige Jasager
2 Auf den Spuren von Schimmi
3 Wie schmeckt ein Känguru?
4 Teatime an der Ruhr
5 Nachtlager im Abflussrohr
6 Weinseliger Schlaf in Hattingen
7 Rieseneier, Steaks & Staubwedel
8 Schwitzen im Pott
9 Sleep well im Ruhrpott
10 Scharfer »Manta-Teller«
11 Warenwunderland
12 Aloha! Hawaiianische Massage in Essen
13 Der kleineste Koch der Welt
14 Britisches Flair am Schiffshebewerk
15 In die Pedale treten auf der Ruhr
16 Seelentröster mit Flaschenöffner
17 Der Bacchus des Ruhrgebiets
SO ETWAS GIBT’S NUR HIER AUSSERGEWÖHNLICHES UND KURIOSES
18 Auf den Spuren des Grubengolds
19 Ein Hauch von Gizeh
20 Viertelmeile in Windeseile
21 Auf ein Bierchen zur Ente
22 Sonnenuhr mit Trampelpfad
23 Knappen-Mythos auf 600 Quadratmetern
24 Schwarz-gelbe Pilgerstätte
25 Park mit Pyramide
26 Abtauchen im Revier
27 Der letzte Dinosaurier
28 Platte Orange trifft Rhein und Ruhr
29 Appel-Rahm-Flöz mit Kohlenstaub
30 Kicken auf dem Eis
31 Kuppenveranda mit Aussicht
32 Eislaufen, wo einst die Kohle glühte
33 Ein Stück Lebensgefühl im Kohlenpott
34 Hindupracht am Datteln-Hamm-Kanal
35 Stahlgigant mit rostigem Charme
36 Die Mittigste aller Mitten
37 Fesselnder Chemieunterricht
38 Leuchtendes Montankunstwerk
39 Planschen unterm Förderturm
40 Immer an der Ruhr entlang
41 Schiffe in der Badewanne
MAL WIEDER ZEIT FÜR KULTUR!
42 Airport-Feeling aus dem Gullydeckel
43 Verwässertes Wissen
44 Die Sterne vom Himmel holen lassen
45 Tummelplatz alter Dampfloks
46 Fernsprecher und das Fräulein vom Amt
47 Feinste Gerstensaft-Historie
48 Garten, Skulpturen und Kunst
49 Pillendreher und Zäpfchenmacher
50 Pilgerstätte für Schlagerfreunde
51 Arbeiten? Aber sicher!
52 Geflügelte Dickhäuter
53 Führerlos abhängen
54 Noch ganz bei Sinnen?
55 Ausgezeichnete Sache(n)
56 Volldampf zurück
57 Kunst aus der Spraydose
58 Eine Hand zum Gruseln
59 Ein Tal voller »Gestern«
60 Ein Museum für das Kultgebäck
61 Mehr als ein Museum für Emil
62 470 Millionen Jahre Geschichte
63 Asterix reloaded
64 Romantik pur dank Buddel-AG
65 Vergangenheit im Untergrund
66 Spätgotik im englischen Park
67 Barocke Pracht zum Lustwandeln
68 Kräutergarten und Klostermuseum
69 Spiegeloptik im Wasserturm
70 Geschichtsstunde im Bahnhof
71 Gebunkerte Geschichte(n)
72 Faszination ostkirchlicher Kunst
73 Rumstromern
74 Planmäßig unter Dampf
75 Künstlerische Erleuchtung
76 Römische Rätsel
HEUTE WILL ICH AKTIV SEIN!
77 Lustwandeln an der RUB
78 Skydiving – das ultimative »Airlebnis«
79 Ein Hauch von Ascot am Niederrhein
80 Spaziergang auf der Achterbahn
81 Tanzende Flipper
82 Ein Schäfer mit viel Bock
83 Abschlag im Dunkeln
84 Viel Rummel am Rhein-Herne-Kanal
85 Essens grüne Lunge
86 Über die Anden des Ruhrgebiets
87 Kleine Weltreise an einem Tag
88 60 Highlights auf 17 Kilometern
89 Lautlos durch die Stadt
90 Unterwegs im Stangenwald
91 Huu-huhuhuuu und jede Menge Geflatter
92 Der Friedhof der Sowjet-Helden
93 Jumbo trifft Schmetterling
94 Auf acht Rollen übers Rollfeld
95 Dem Pott aufs Haupt geschaut
96 Das große Schlecken
97 Pinguine im Ruhrgebietsmeer
98 Im Klötzchen-Wunderland
99 Parcours für Hobby-Vettels
100 Ich kletter in Wetter
Lange galt das türkisch geprägte Marxloh als eines der Armenhäuser von Duisburg. Heute ist das multikulturelle Viertel erste Anlaufstelle für Heiratswillige aus dem In- und Ausland. Im Einzugsgebiet der Weseler Straße finden Sie mehr als 40 Brautmodengeschäfte.
Marxloh ist nicht gerade als Vorzeigeviertel bekannt. Viele Häuser könnten einen Anstrich vertragen. Rund 18 000 Menschen sind hier im Duisburger Norden beheimatet, fast die Hälfte von ihnen ist türkischer Abstammung. Kein Wunder, dass Marxloh gerne als »Little Istanbul« bezeichnet wird. Ein multikultureller Stadtteil, in dem mit der DITIB-Merkez-Moschee eines der größten islamischen Gotteshäuser in Deutschland steht. Vor allem samstags erhöht sich der Ausländeranteil hier zusätzlich, kommen doch immer mehr Heiratswillige auch aus Belgien, den Niederlanden und Frankreich hierher, um sich einzukleiden.
Die Braut, die sich nicht traut, wird hier ebenso fündig wie die holde Schönheit, die am vermeintlich schönsten Tag ihres Lebens nichts dem Zufall überlassen möchte. Die Weseler Straße im Duisburger Stadtteil Marxloh ist ein Mekka für künftige Jasager. Nirgendwo sonst in Europa finden Sie eine derart hohe Dichte an Brautmodeläden auf engstem Raum. An der Weseler Straße und den angrenzenden Nebenstraßen buhlen mehr als 40 Geschäfte mit einer schier unvorstellbaren Menge an Hochzeitskleidern und -anzügen um die größer werdende Heerschar Heiratswilliger aus dem In- und Ausland. Sie können Brautmode in allen erdenklichen Farben, Schnitten und Mustern erhalten. Mit und ohne Schleier, mal in kräftigem Rot, in zartem Pink, Grün oder Blau, mal mit Steinchen und Schmuck verziert. Sogar Modelle mit einem Meerjungfrauenschwanz hängen in der Auslage. Komplettiert wird das Angebot von Läden, die Ihnen alles Wichtige, von Schmuck über die Aussteuer bis hin zur Einladungskarte, präsentieren. Auch Schneider, Fotografen, Friseure und Reisebüros sind hier zu finden und verleihen der Weseler Straße ein gewisses Romantik-Flair.
Brautmodenmeile · Weseler Straße · 47169 Duisburg
29 Duisburger »Tatort«- und 16 »Schimanski«-Folgen sind wegen der Kulisse und wegen des rauen Charmes von Götz George als Horst Schimanski legendär. Viele Schlüsselszenen spielten in der Kneipe »Zum Anker«, die zwischen 1906 und 1993 Treffpunkt für Anwohner und Binnenschiffer war. Dann gab sie ein Zwischenspiel als Wohnung, bevor sie erneut unter dem altbewährten Namen eröffnete.
Gelegen ist die Eckkneipe in der Nähe der Horst-Schimanski-Gasse, und sie ist ein wichtiger Ankerpunkt auf den Schimmi-Rundgängen, die Dagmar Dahmen vor rund zehn Jahren initiiert hat. Die studierte Historikerin und Journalistin entdeckte bei einer WDR-Recherche zu »30 Jahre Horst Schimanski« im Duisburger Hafenstadtteil Ruhrort dessen spannende Vergangenheit und, nach eigener Aussage, eine echte »Perle«, die »den Touristen unbedingt nähergebracht gehört!« Eine stilechte Currywurst am Ende der Tour darf natürlich auch nicht fehlen.
Duisburg ist für Schimmi-Fans ein echtes Mekka und eine geführte Schimmi-Tour für alle Fans Pflicht. Rund zwei Stunden lang wandelt man auf Schimanskis Spuren durch den Stadtteil Ruhrort. An Originaldrehplätzen werden Fotos von Filmszenen gezeigt, Anekdoten erzählt, und ganz nebenbei erfährt man auch etwas über den bereits 1716 gegründeten Ruhrorter Hafen. Dieser ist heute der größte Binnenhafen Europas und galt mit seinen vielen Kneipen und dem Rotlichtmilieu lange als »St. Pauli des Ruhrgebiets«. Kein Wunder, dass ein hier ermittelnder TV-Kommissar ungleich raubeiniger als seine Kollegen in anderen deutschen Städten sein musste.
Dem Schnauzbartträger verzieh man in deutschen Wohnzimmern auch das ein oder andere ausgerufene »Scheiße!«. Aber wo stieß Schimanski das nicht salonfähige Wort zum ersten Mal aus? Wo aß er seine erste Currywurst? Wo knutschte er wild mit Lilo? All dies ist auf der kurzweiligen Tour zu erfahren, aber auch, dass George während der Dreharbeiten an irgendwelchen Türen klingelte und bat, das Telefon benutzen zu dürfen … In der guten alten Schimmi-Zeit gab es schließlich noch keine Handys.
DU Tours · Antoniusstr. 13 · 40215 Düsseldorf · Tel. 0211-385 82 15 · www.du-tours.de
Lust auf eine kulinarische Weltreise? So funktioniert es: Reservieren Sie einen Tisch im »Mongo’s«, füllen Sie am Buffet alle rohen Zutaten ins Schälchen, die Sie mögen, dann die Wunsch-Soße auf das Schiefertäfelchen schreiben und alles beim Grillmeister abgeben. Nach wenigen Minuten wird Ihnen das persönliche Wunschgericht serviert.
Der Name Mongo’s steht für »Mongolisches Barbecue«. Das Konzept ist einfach, genial und raffiniert, denn die Zutaten, unter denen Sie hier wählen können, sind auf anderen Speisekarten in Deutschland so gut wie nie zu finden. Auch wenn viele Gäste besonders gern wegen der ungewöhnlichen Fleischsorten kommen und sich zwischen Känguru, Krokodil, Springbock, Strauß, Impala, Kudu, Schwein, Pute und Ente entscheiden – hier kann man auch fleischlos satt und glücklich werden.
Exotische Fische wie Tilapiabarsch, Blue Marlin, Schwertfisch und Papageifisch zeigen, was Poseidon so draufhat. Gemüseliebhaber werden sich am Buffet ebenfalls wie im Schlemmerparadies fühlen. Kombiniert man die Mie-Nudeln nun am besten mit Spitzkohl, Austernpilzen und Wasserkastanien oder doch eher mit Coco-Bohnen und Kochbananen? Ausprobieren ist ausdrücklich erlaubt, schließlich können Sie beim »Total Mongo’s« einmal zahlen und so lange schlemmen, bis Ihr Bauch Ihnen die rote Karte zeigt.
Die Idee stammt übrigens wirklich von den Mongolen. Sie zogen einst als Nomaden durch die Steppe und aßen, was Flora und Fauna ihnen boten. Kurz über dem Feuer gegart und mit einer anständigen Soße versehen, war so Abwechslung garantiert.
Das wirkliche Geheimnis des unnachahmlichen Geschmacks liegt auch in den hausgemachten Marinaden. Wählen Sie ganz nach Geschmack zwischen Thai red Curry, das auf der Basis von Kokosmilch fein mit roter Currysoße abgeschmeckt ist, Malay Satay – der Soße der fernöstlichen Straßenküchen aus Erdnusspaste, Honig, Zitrone und Sambal Olek, die schön cremig daher kommt – oder drei anderen Marinaden.
Restaurant Mongo’s · Philosophenweg 17 · 47051 Duisburg · Tel. 0203-280 89 49 www.mongos.de (weitere Niederlassungen z.B. in Dortmund, Bochum und Essen)
Nur einen Steinwurf vom S-Bahnhof Werden und dem Ufer der Ruhr entfernt liegt ein süßer Geheimtipp: Ein Café, wie man es eher an der Themse, in Amsterdam oder in Kopenhagen vermuten würde. Scheinbar wahllos zusammengewürfelte Möbelstücke und wohldosiertes Dekor bilden ein stilvolles Ambiente – gekrönt von hausgemachten Köstlichkeiten.
Auf der reich bestückten Ladentheke des »Dolcinella« thronen unter schweren Glashauben süße Träume für Schlemmermäuler: neben einem Erdbeer-Lemon-Cheesecake, einer Pflaumen-Schmand-Torte und einem liebevoll dekorierten Carrot Cake auch kleine und feine Tartelettes au Citron und Raspberry-Velvet-Törtchen. Man sieht sofort, dass die Chefinnen Fenja und Diana mit Leidenschaft bei der Sache sind: »Wir lieben Süßes und haben ein Faible für englische Dinge. Aber auch die Poesie des französischen Patisserie-Vokabulars lässt uns dahinschmelzen«, lautet ihr Credo.
Sollten Sie es lieber herzhaft mögen, dann sei Ihnen die Spezialität des Hauses empfohlen: die Teatime. Denn, wie heißt es so schön: Bei einer Tasse Tee lässt sich der Lärm der Welt vergessen. Auf einer entzückenden Etagere servieren die adretten Kellnerinnen feine, pikante Sandwiches, Scones mit cream and jam, Muffins und allerlei Törtchen. Dazu wird stilecht ein Kännchen Tee – wahlweise Earl Grey oder English Breakfast Tea – samt Stövchen und feinem Teeporzellan serviert (siehe Foto S. 4). Dieser Afternoon Tea wird Freitag bis Sonntag angeboten und ist so beliebt, dass man unbedingt einen Termin in dem gemütlichen Interieur reservieren sollte.
Wer auf den Geschmack gekommen ist und noch Pralinchen, Tee, Kochbücher oder kleine Präsente für zu Hause mitnehmen mag, hat auf der einladenden Verkaufsfläche im Eingangsbereich die Qual der Wahl zwischen ausgefallenen Mitbringseln, die eines gemeinsam haben: Alles dreht sich um Genuss.
Eine Zweigstelle des »Dolcinella« gibt es übrigens auch in Düsseldorf, falls Sie mal Lust haben auf eine Teatime am Rhein …
Dolcinella · Im Löwental 15 · 45239 Essen · Tel. 0201-52 00 49 15 · www.dolcinella.de
Jeder, der hier vorbeikommt, möchte unbedingt mal in die Röhre: Zwischen Mai und Oktober stehen die Übernachtungsstätten in den Abflussrohren im Bernepark im Bottroper Stadtteil Ebel für Sie offen.
Dabei ist das Online-Buchungssystem so einfach wie die Röhrenzimmer selbst: Reservieren können Sie ausschließlich über das Internet. Anschließend erhalten Sie den Zugangscode für eine drei Meter lange Betonröhre per SMS. Eine Rezeption gibt es nicht. Auch keine festen Preise. Jeder zahlt das, was er für angemessen hält und hinterlässt den Betrag in der mit einem Doppelbett, Bettwäsche und Lampe ausgestatteten Röhre.
dasparkhotel, BernePark · Ebelstraße 25a · 46242 Bottrop www.dasparkhotel.net (Buchungen) · www.bernepark.de (allgemeine Informationen)
Unweit von Ruhrtalradweg und dem Landhaus Grum laden fünf Wohnweinfässer zum Übernachten ein. Und zwar sehr komfortabel, denn auf rund 18 Quadratmetern bieten sie Kühlschrank und Kaffeemaschine, Heizung, Klimaanlage, Fernseher und sogar Dusche und WC. Der Senior vom Landhaus Grum hatte solche Fässer in Holland entdeckt und war begeistert. Aber diese »Hobbitwohnungen« boten nicht genug Platz für ein Bad, und so machte man sich auf die Suche nach größeren Exemplaren. Fündig wurde die Hoteliersfamilie dann bei einem Saunabauer. Trotzdem musste man noch selbst Hand anlegen, und so wurde in Gemeinschaftsarbeit gehämmert, gesägt und geschraubt, was das Zeug hält. Herausgekommen sind kleine, gemütlich eingerichtete Ferienhäuschen, wie es sie kein zweites Mal gibt – nur hier in Hattingen.
Landhaus Grum · Ruhrdeich 6–8 · 45525 Hattingen · Tel. 02324-95 12 96 www.landhaus-grum.de
Wenn im April die Winterpause endet, beginnt auf der Straußenfarm die Saison für frische Straußeneier. Bis Ende Juli können Sie die beeindruckend großen Eier frisch auf dem Rutherhof erwerben. Ein besonderes Erlebnis ist es aber auch, wenn ab Mitte Mai wöchentlich Küken schlüpfen, nicht nur für Kinder ein faszinierendes Schauspiel.
Begründer der Straußenpopulation auf dem Rutherhof sind Fatima und Ben. Sie fühlen sich in den großen Gehegen so wohl, dass es keinen Mangel an Nachwuchs gibt. Zum Glück! Denn kaum ein anderes Nutztier versorgt den Menschen mit so vielen Produkten wie der Strauß. Dabei erweisen sich die langbeinigen Vögel als anpassungsfähige und genügsame Zeitgenossen.
Im Rahmen einer Führung erfahren Sie einiges über die Vorzüge des Straußenfleisches: Cholesterinarm ist es, äußerst schmackhaft und dabei auch noch mager. Daneben erfreuen sich das Leder und sogar die leeren Eierschalen großer Beliebtheit. Und dass Sie die Federn als Staubwedel nutzen können, hat einen ganz besonderen Grund: Nicht nur, dass ein solcher Wedel äußerst dekorativ ist – die Federn verfügen über eine statische Anziehungskraft, und das Haus reinigt sich so praktisch wie von selbst! Unbestrittener Bestseller sind aber die Eier. Bei einem Gewicht von 1,5 Kilo können gut und gerne sieben Erwachsene von einem einzigen Ei satt werden. Der Farmladen des Rutherhofs führt außerdem weitere Straußenprodukte und -leckereien.
Im Restaurant »Die Farm« können Sie Straußen-Bratwurst probieren. Auch der Straußen-Burger ist sehr beliebt bei den vielen Stammgästen.
Wenn Sie beim Anblick des stolzen Ganges der Straußenhähne die Lust auf Bewegung packt, so können Sie gleich nebenan den Golfschläger schwingen. Auf dem Swin-Golf-Platz brauchen Anfänger übrigens nicht den Kopf in den Sand zu stecken, wenn es nicht gleich klappt. Auf dem naturbelassenen 18-Loch-Platz stehen der Spaß und das Gruppenerlebnis im Mittelpunkt.
Straußenfarm Rutherhof · Rutherweg 39 · 45133 Essen Tel. 0157-30 18 65 10 · www.die-straussenfarm.deSwin-Golf · www.swin-golf-essen.de
Einer der meistzitierten Vorteile des Ruhrgebiets, mit dem man auch bei Skeptikern stets punkten kann, ist die Tatsache, dass alle Städte nah beieinander liegen. Man profitiert vom Kulturangebot der Nachbarstädte – und auch von der großen Auswahl an Wellness-Oasen. Der Ruhrpott ist sozusagen eine Saunalandschaft!
Im Gelsenkirchener Gesundheitspark Nienhausen werden erschöpfte Zeitgenossen in der Waldsauna auch schon mal durch Hiebe mit eingeweichten Birkenzweigen wieder auf Trab gebracht – auf eigenen Wunsch versteht sich! Aber auch jeder, der es lieber ruhig angehen lässt, findet hier in einer der elf Saunen das Richtige. Nach dem Schwitzen folgt das Relaxen, und dafür stehen mit dem Salinarium, dem Kaminzimmer und dem Palmengarten gleich drei unterschiedliche Ruhezonen zur Verfügung.
Richtig exotisch geht es im Gevelsberger Africana zu. Schließlich dürften die wenigsten schon einmal von einer Massaisauna, einer Kalahari- oder Wadisauna gehört haben.
Tief im Osten des Potts, in Hamm, wartet die Erlebnistherme Maximare mit sieben Saunen auf Sie. Ob Sie sich in der Sinnessauna, der Salz- oder Erdsauna am wohlsten fühlen? Die Entscheidung fällt schwer. Wenn Sie die Fegefeuersauna mit dem Höllenaufguss überlebt haben, können Sie in der Solegrotte oder dem 33 Grad warmen Außen-Solebecken das göttliche Dasein genießen.
Richtig dufte ist die Niederrhein-Therme Duisburg. Schon bei der Wahl zwischen den 16 verschiedenen Saunen kommen Sie wahrscheinlich ins Schwitzen: Soll ich erst in der Kräutersauna mit Lavendel- und Pfefferminzduft starten oder doch gleich ins verheißungsvolle irisch-römische Dampfbad abdampfen?
Gesundheitspark Nienhausen · Feldmarkstraße 201 · 45883 Gelsenkirchen Tel. 0209-94 13 10 · www.revierpark-nienhausen.deAfricana · Ochsenkamp 54 · 58285 Gevelsberg · Tel. 02332-66380 · www.schwimm-in-gevelsberg.deMaximare · Jürgen-Graef-Allee 2 · 59065 Hamm · Tel. 02381-8780 · www.maximare.comNiederrhein-Therme · Wehofer Straße 42 · 47169 Duisburg Tel. 0203-995 84 12 · www.niederrhein-therme.de
Echte Ruhrpottler behaupten oft, man müsse das Ruhrgebiet gar nicht verlassen, um die Welt zu sehen, so vielfältig sei dieser Landstrich. Auch wenn diese Ansicht von Lokalpatriotismus gefärbt sein mag – zumindest einen ersten Eindruck von Amerika gewährt ein spannendes Motel in Dortmund.
Viele Reisen durch die USA beginnen in New York – so auch im Road Stop Motel in Dortmund, wo einen eher eine Schlafreise erwartet. Die sechs Zimmer des Übernachtungsbetriebs sind eine Hommage an die Staaten, jeder Raum ist ein Unikat. Hinter der Tür des »Big Apple« beispielsweise verbirgt sich ein Wasserbett auf einer grünen Wiese. Das Fußende bildet dabei die erste Reihe eines Open-Air-Konzerts. Bühnenbeleuchtung, ein echter Hydrant sowie ein paar Bäume mitten im Raum runden die Illusion von einem Kurztrip in den Central Park ab.