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Unser Auge ruht heute im Alltag weniger auf Gegebenheiten unseres Umfeldes und der Natur, als dass es wachend Nachrichten aus digitalen Medien, aus Texten und Bildern, zu filtern versucht. Bei einem nie endenden Sog zu Wahrnehmung und Interpretation, wer kann da noch, wer hebt da noch das Auge und öffnet sich der realen Welt? Uns droht, dass wir das, was unsere Identität ausmacht, aus dem Auge verlieren, dass Gedanken, die wir reflektierend produzieren, im Fluss gesellschaftlicher Kommunikation untergehen. So finden unsere Gedanken kaum Widerhall. Sie sollen hier in lyrischer Form eine Heimat finden.
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Seitenzahl: 16
Veröffentlichungsjahr: 2015
Von rational-digitaler Lebensart
Entzaubert
Vor die Wand
Neue Nachricht Wachend Auge
Vom Werben und Finden
An eine Freundin
Er & Sie
Bis an meine Grenze
Wozu leben?
Deine — Meine Wirklichkeit
Meine — Eure Wirklichkeit
Vom Erziehen und Bilden
Auf Anfang — ein Sonett
Wissen und Können
Was soll denn Schule nun tatsächlich?
Oh, Johann Wolfgang
Vom gesellschaftlichen Erleben
Das Gute
Political Correctness
Was sich richtig anfühlt
LeserKunde
Anhang: Quellen und über den Anlass der Stücke
in mir
bei dir
bis zum Horizont und darüber hinaus
Gedanken gehen auf die Reise
lasst uns unseren Gedanken eine Heimat geben
Unser Auge ruht heute im Alltag weniger auf Ge gebenheiten unseres Umfeldes und der Natur als
dass es wachend Nachrichten aus digitalen Me dien, aus Texten und Bildern, zu filtern versucht.
Neue Nachricht? Bekannt? Wahr oder unwahr? Ernst
oder Spiel? Betrifft mich davon etwas unmittelbar? Be rührt es mich? Handle ich falsch? Bin ich richtig?
Bei einem nie endenden Sog zu Wahrnehmung
und Interpretation, wer kann da noch, wer hebt da
noch das Auge und öffnet sich der realen Welt?
Wir sind fasziniert von der Fülle und Vielfalt von Tex ten und Bildern. Kann es sein, dass wir süchtig sind
nach Informationen, nach Neuem, nach Veränderung
in einem verwalteten, geregelten, bürgerlichen Alltag?
Wir wollen Mithalten im gesellschaftlichen Leben.
Zugehörig sein. Gleichzeitig rebelliert unser Be wusstsein gegen andauernde gesellschaftliche Er wartungen, gegen gesellschaftskonformes Verhal ten und Denken, eingeschleust als Bild und Text.
Uns droht, dass wir das, was unsere Identität ausmacht,
aus dem Auge verlieren, dass Gedanken, die wir reflek tierend produzieren, im Fluss gesellschaftlicher Kom munikation untergehen. So finden unsere Gedanken