Wer braucht schon Mathe? - Chris P. Rolls - kostenlos E-Book

Wer braucht schon Mathe? E-Book

Chris P. Rolls

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Beschreibung

Mathis kann mit Mathe absolut nichts anfangen. Zu seinem Glück hat sein Freund Jonas viel mehr Ahnung. Und nicht nur von Mathe. Allerdings hat er auch das eine oder andere Geheimnis zu verbergen. Eine First Love Story. Diese zuckrige kleine Story erschien erstmal im Januarband der HomoSchmuddelNudeln.

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Chris P. Rolls

Wer braucht schon Mathe?

Gay Romance

BookRix GmbH & Co. KG81371 München

Wer braucht schon Mathe?

Was süßes für Zwischendurch. Diese kleine Story ist für den Januarband der „HomoSchmuddelNudeln“ entstanden. Ein Projekt, bei dem die Erlöse gemeinnützigen Projekten zukommen. Neben meiner kleinen Story findet ihr dort noch viele andere. Der Januarband und weitere sind auf amazon erhältlich und ich würde mich freuen, wenn ihr das Projekt unterstützen würdet.

***

 

Mathe.

Gab es wirklich irgendjemanden, der Zahlen, dubiosen Formeln und Herleitungen etwas abgewinnen konnte? Mathis kämpfte mit einem Gähnen und darum, nicht den Kopf auf die verschränkten Arme sinken zu lassen. Der Lehrer Herr Johann verstand da leider wenig Spaß.

 

Wenigstens hatte dieser seine Aufmerksamkeit derzeit auf Annie gelenkt, die an der Tafel eine Aufgabe lösen sollte.

 

Mathis schielte auf seine Armbanduhr. Noch zehn endlose Minuten, dann hatte er endlich Schulschluss. Kaum vernehmlich seufzend spielte er mit dem Bleistift herum und versuchte unauffällig zu Jonas zu schielen, der zwei Reihen vor ihm ganz außen saß und unter dem Tisch heimlich mit dem Handy rumspielte. Das war nicht ganz ungefährlich: Herr Johann war berüchtigt dafür, dass er Handys einsammelte und nur von den Eltern abholen ließ. Mathis hatte sich im Unterricht nie getraut, seines herauszuholen, aber Jonas war ein Draufgänger und liebte das Risiko.

 

Oder er schiss drauf.

 

Mathis bewunderte seine selbstsichere Art, seit er vor einem drei viertel Jahr neu in die Klasse gekommen war. Jonas hatte sich anfangs mit keinem von ihnen groß abgegeben. Er war gerade erst zugezogen, ein Jahr älter und wiederholte die Klasse. Der ruhige, selbstbewusste Junge wirkte reserviert, ließ sich jedoch nichts gefallen und blieb in den Pausen lieber für sich. Erst als Mathis in Biologie zufällig mit ihm an einem Projekt zusammenarbeiten musste, war er ein wenig aufgetaut und es entwickelte sich nach und nach eine Freundschaft zwischen ihnen.

 

Überrascht hatte Mathis festgestellt, dass Jonas sogar im selben Viertel wie er wohnte, nur drei Straßen weiter im anderen Wohnblock. Seither gingen sie gemeinsam zur Schule, im Winter saßen sie im Bus nebeneinander, jetzt im Sommer fuhren sie mit dem Rad.

 

Dumm war Jonas nicht, wie Mathis schnell herausgefunden hatte. Ganz im Gegenteil schien ihm der Stoff leicht zu fallen. Ob er im Unterricht nun aufpasste oder nicht, Jonas schrieb immer gute Zensuren. Und er half Mathis gerne, wenn dieser an den Hausaufgaben vor allem in Mathe verzweifelte.

 

Der Frage der anderen, warum er denn sitzen geblieben sei, wich Jonas aus und zuckte unbestimmt die Schultern. Offenbar kein Thema, über das er bereitwillig sprach und Mathis hatte nicht weiter gedrängt. Es gab einige Bereiche, über die Jonas halt nicht sprechen wollte und dazu gehörten auch seine Eltern.

 

Mathis war noch nie bei ihm zu Besuch gewesen.

 

„Die sind da komisch, wenn ich jemanden mitbringe“, hatte Jonas sich entschuldigt. Ansonsten hatte er keine Freunde und verbrachte am liebsten seine Zeit mit Mathis, dem es ebenso erging.

 

Die Stimme von Herrn Johann riss Mathis aus seinen Gedanken: „Da du mir ja gerade ganz besonders aufmerksam zugehört hast, kannst du bestimmt die nächste Aufgabe lösen, Jonas!“

 

Jonas ließ das Handy geschickt in seiner Tasche verschwinden, während er sich erhob und mit ausdruckslosem Gesicht zur Tafel schlurfte.

 

Mathis beobachtete seine hoch aufgeschossene Gestalt. Im Winter war Jonas ziemlich stark gewachsen und überragte ihn nun um eine Handbreit. Er trug eine dunkle Jeans und ein schlichtes T-Shirt, für Markenklamotten hatte er kein Geld übrig und fand sie auch „affig“. Jonas machte eben einfach sein eigenes Ding.

 

Der neue Haarschnitt, die Seiten kurz geschoren, das dunkelblonde Deckhaar länger, stand ihm sehr gut. Neidisch betrachtete Mathis die vielen Ringe im linken Ohr. Sein Vater hatte ihm kein Piercing erlaubt und selbst das winzige Tattoo auf Mathis' Unterarm hatte er hart erkämpfen müssen. Jonas dagegen hatte die gesamte linke Ohrmuschel mit Ringen bestückt und sogar kleine Tunnel in beiden Ohrläppchen. Er sah wirklich gut aus und Mathis wusste genau, dass einige der Mädchen auf ihn flogen.

 

Den meisten anderen Jungen war er suspekt, weil er ein Einzelgänger war und mit ihnen nichts zu tun haben wollte.