ADAC Reiseführer Mallorca - Jens van Rooji - E-Book

ADAC Reiseführer Mallorca E-Book

Jens van Rooji

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Beschreibung

Top aktuell, bietet der ADAC Reiseführer detaillierte Informationen und praktische Tipps zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die ADAC Top Tipps, Empfehlungen und Service-Kästen zu Themen wie Familie, Mobilität oder Sparen garantieren ungetrübtes Reisevergnügen. Der ADAC Quickfinder führt Sie direkt zu Ihren persönlichen Urlaubshighlights, und mit den Outdoor-Tipps unserer Autoren sind Sie auch in Corona-Zeiten sicher in der Destination unterwegs. Für perfekte Orientierung vor Ort sorgen große Klappenkarten im Umschlag, zahlreiche Pläne im Innenteil sowie Informationen zu Parkmöglichkeiten und Verkehrsmitteln. ADAC: Gut informiert, besser reisen.

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Seitenzahl: 218

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Impressum

© eBook: 2025 GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, Postfach 860366, 81630 München

© Printausgabe: 2025 GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, Postfach 860366, 81630 München

Markenlizenz der ADAC Camping GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß § 44b UrhG (»Text und Data Mining«) zu gewinnen, ist untersagt.

Autoren: Cornelia Hübler, Jens van Rooij, Tina Engler

Redaktion: Susanne Kronester-Ritter, Belinda Potucek

Lektorat: Ewald Tange, München

Bildredaktion: Petra Ender

Covergestaltung: Eva Stadler, München; Independent Medien Design, Horst Moser, München

Kartografie: Kunth Verlag GmbH & Co. KG, München, Huber Kartographie GmbH, www.kartographie.de

eBook-Herstellung: Liliana Hahn

ISBN 978-3-98645-172-1

1. Auflage 2025

GuU 5-172 04_2025_02

Bildnachweis

Coverabbildung: AWL Images ( Jon Arnold)

Fotos: adobe.stock: raskjaer – AWL Images: D. Pearson – Bildagentur Huber: R. Schmid; Chris Seba; A. Stewart – Can Bordoy: Art Sanchez – Fernando Esteva – Fotolia: vulcanus – Jalag: A. F. Selbach – laif: T. Linkel; F. Heuer; L.Moscia/Archivolatino; T. Gerber; D. Kruell – Lookphotos: J. Richter; age fotostock; H. Dressler; robertharding; R. Mirau – mauritius Images: John Warburton-Lee; K. Kreder/imageBROKER; H. Corneli/imageBROKER; Allan Cash Picture Library/Alamy – Ottmar Heinze – seasons.agency: GourmetPictureGuide – Shutterstock.com: Artesia Wells; Alexandre.ROSA; romeovip_md; vulcano; Eivaisla; Karel Gallas; Rolf E. Staerk; Simon Dannhauer; Artesia Wells; Bildgigant; Volker Rauch; holbox; Michael Thaler – stock.adobe.com: tournee; Kai Koehler

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Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung ohne Zustimmung von Gräfe und Unzer ist unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Ansprechpartner für den Anzeigenverkauf:

KV Kommunalverlag GmbH & Co. KG

MediaCenter München, Tel. 089/928 09 60

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[email protected]

Leserservice

GRÄFE UND UNZER Verlag

Grillparzerstraße 12, 81675 München

www.graefe-und-unzer.de

Wichtiger Hinweis

Die Daten und Fakten für dieses Werk wurden mit äußerster Sorgfalt recherchiert und geprüft. Wir weisen jedoch darauf hin, dass diese Angaben häufig Veränderungen unterworfen sind und inhaltliche Fehler oder Auslassungen nicht völlig auszuschließen sind, zumal zum Zeitpunkt der Drucklegung die Auswirkungen von Covid-19 auf das Hotelund Gastgewerbe vor Ort noch nicht vollständig abzusehen waren. Für eventuelle Fehler oder Auslassungen können Gräfe und Unzer, die ADAC Camping GmbH sowie deren Mitarbeiter und die Autoren keinerlei Verpflichtung und Haftung übernehmen.

Alle Angaben in diesem Reisebuch sind gewissenhaft geprüft. Für ihre Vollständigkeit und Richtigkeit kann der Verlag jedoch keine Haftung übernehmen. Alle Inhalte im Buch wenden sich an und gelten für alle Geschlechter (w/m/d). Soweit grammatikalisch männliche, weibliche oder neutrale Personenbezeichnungen verwendet werden, dient dies allein der besseren Lesbarkeit.

ADAC Top Tipps

Das müssen Sie gesehen haben! Die zehn Top Tipps bringen Sie zu den absoluten Highlights.

ADAC Empfehlungen

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ADAC Top Tipps

Diese zehn Highlights müssen Sie gesehen haben!

Übersichtskarte Mallorca|Übersichtskarte Großraum Palma de Mallorca

Catedral La Seu, Palma

| Kirche |

Die unangefochtene Königin aller Gotteshäuser auf der Insel: Das gotische Meisterwerk überrascht mit Licht, Leichtigkeit und kostbaren Kunstschätzen. Jeder Palma-Besucher sollte ihm die Ehre erweisen. Seite 22

Ferrocarril de Sóller, Palma

| Historische Eisenbahn |

Die nostalgische Fahrt mit dem »Roten Blitz« zum Tal der Orangen in das hübsche Städtchen Sóller ist ein kurvenreicher Klassiker – und ein unvergessliches Erlebnis. Seite 28, Seite 57

Fundació Pilar i Joan Miró, Cala Major

| Kunstmuseum |

Einst kreativer Rückzugsort des Meisters Miró, heute eines der schönsten Museen der Insel, das neben hochkarätiger Kunst auch eine reizvolle Lage mit Garten, Terrassen und Meerblick bietet. Seite 38

Valldemossa

| Dorf |

Im »schönsten Dorf Mallorcas« kann man in engen, malerischen Gassen den Spuren von George Sand und Frédéric Chopin folgen – oder sich einfach nur treiben lassen und genießen. Seite 51

Sa Calobra/Torrent de Pareis

| Serpentinenstraße |

Hier ist der Weg das Ziel: Die spektakuläre Serpentinenstraße hinab zur Bucht von Sa Calobra mitsamt ihrem berühmten »Krawattenknoten« ist ein Meisterwerk der Baukunst. Unten angekommen, wartet an der Einmündung des Torrent de Pareis eine herrliche Bucht. Seite 64

Puig del Calvari, Pollença

| Aussichtspunkt |

Die Strapazen des Aufstiegs lohnen sich: 365 von Zypressen gesäumte Treppenstufen führen Schritt für Schritt zum himmlischen Aussichtspunkt über die pittoreske Altstadt von Pollença. Seite 73

Halbinsel Formentor

| Halbinsel |

Die raue und dramatische Schönheit dieses windumtosten Nordzipfels der Insel stiehlt fast allen anderen Landschaften Mallorcas die Schau. Höhepunkt ist die Fahrt zum weißen Leuchtturm an der Spitze des Kaps. Seite 76

Artà

| Stadt |

Mallorca mal gemütlich: Die traditionsreiche wie charmante Kleinstadt verzaubert mit ihren engen Gassen, den schmucken Restaurants und Cafés, ihrer eindrucksvollen Festung sowie einer uralten Talaiot-Siedlung. Seite 86

Parc Natural de Mondragó

| Naturpark |

Im Südosten liegt das Paradies: Ein Ensemble herrlicher Buchten, noch immer fast so ursprünglich und schön, wie Gott sie schuf – zum Baden, Wandern, Schwelgen, Träumen. Seite 101

Puig de Randa

| Aussichtspunkt |

Der Puig de Randa bietet Besuchern gleich drei Klöster und auf seinem Gipfel einen fantastischen Panoramablick, der an klaren Tagen von Küste zu Küste über die gesamte Insel reicht. Radfahrer finden schon vorher in den steilen Serpentinen ihr Glück. Seite 113

ADAC Empfehlungen

Unterwegs gut beraten: Hier lohnt sich ein Besuch.

Übersichtskarte Mallorca|Übersichtskarte Großraum Palma de Mallorca

Die Bucht von Palma und der Südwesten

Mercat de l’Olivar, Palma

| Markt |Seite 28

Bodega Morey, Palma

| Restaurant |Seite 32

Es Baluard, Palma

| Kunstmuseum |Seite 33

Castell de Bellver, Palma

| Festung |Seite 36

Cala de Portals Vells

| Bucht |Seite 40

Centro Cultural, Andratx

| Kunstmuseum |Seite 44

HM Palma Blanc, Palma

| Hotel |Seite 46

Die Serra de Tramuntana

Jardins d’Alfàbia, Bunyola

| Freilichtmuseum |Seite 59

Castell d’Alaró, Alaró

| Aussichtspunkt |Seite 62

Santuari de Lluc, Escorca

| Pilgerstätte |Seite 64

Ca’l Bisbe, Sóller

| Hotel |Seite 66

Mallorcas hoher Norden

Platja de Formentor

| Strand |Seite 77

S’Arc, Alcúdia

| Restaurant |Seite 79

Museu Sa Bassa Blanca, Alcúdia

| Kunstmuseum |Seite 80

Finca Can Guilló, Pollença

| Agroturismo |Seite 83

Die Halbinsel Llevant und die Ostküste

Ses Cases de Fetget

| Landgasthof |Seite 89

Cala Torta

| Bucht |Seite 90

Coves del Drac, Porto Cristo

| Tropfsteinhöhle |Seite 96

Der Migjorn und die Südküste

Santanyí

| Stadt |Seite 102

Cala Figuera

| Hafen |Seite 103

Cap de Ses Salines

| Aussichtspunkt |Seite 104

Es Trenc

| Strand |Seite 106

Es Pla und das Landesinnere

Santuari de Sant Salvador

| Aussichtspunkt |Seite 115

Mercat de Sineu

| Markt |Seite 118

SOM España, Llucmajor

| Hotel |Seite 121

Ein Tag in Palma

Vormittag

An der Plaça d’Espanya  brummt es schon früh am Morgen wie in einem Bienenstock. Wir schlängeln uns an Pendlern und Touristen vorbei zum Mercat de l’Olivar . Frische Ensaïmadas gibt es in der Casa Canet (Stand 127), Café con leche an einem der Nachbarstände. Den besten gibt es bei Arabay. Noch schnell Proviant besorgt, dann geht es auf dem Carrer de Sant Miquel weiter südwärts.

Kunstliebhaber legen einen Stopp in der Fundación Juan March  ein, dann führt der Weg über die Plaça Major zum Rathaus . Auf der berühmten Faulenzerbank verweilen wir aber nur kurz, um noch vormittags den Königspalast  zu besichtigen (1–2 Std.).

Nachmittag

Gleich gegenüber werfen wir einen Blick in die imposante Kathedrale La Seu . Genauer ansehen sollte man sich hier den Gaudí-Baldachin sowie die riesige Rosette über dem Triumphbogen. Auf der Terrasse am Südportal schweift der Blick über den Parc de la Mar  zum Meer. Weiter geht es zur Plaça Santa Eulàlia , wo kleine Bars Bocadillos servieren. Nebenan liegt das Kloster Sant Francesc  mit sehenswertem Kreuzgang. Via Rathaus und Plaça del Marquès del Palmer erreichen wir das Gran Hotel  in der Unterstadt – eine Perle des Modernisme. Wer ein schickes Souvenir sucht, wird im Museumsshop des CaixaForums fündig. Oder Lust auf Koffein? Der Passeig del Born  mit seinen vielen Cafés liegt gleich um die Ecke.

Abend

Das Abendessen muss noch warten. Über die Plaça de la Reina schlendern wir südwärts zum Königsgarten S’Hort del Rei  mit Brunnen und Orangenbäumen. Weiter geht es über den Passeig Marítim zur Seehandelsbörse Sa Llotja  und zum Kai des alten Fischerhafens , wo sich ein Postkartenblick auf die Kathedrale bietet. Noch schöner ist die Aussicht von den Terrassen des Museums Es Baluard . Hier kann man moderne Kunst oder auch nur einen Aperitif im Café genießen. Der Tag endet in Santa Catalinas Mühlenviertel , bevor man sich ein Restaurant in der Carrer de Sant Magí  aussucht und danach auf dem Dach des Hostal Cuba (Seite 35) in die Sommernacht eintaucht.

3-mal draußen

1 Herrlich idyllisch

Es Molinar und Portixol, einst etwas verschlafene Fischerdörfer, haben sich inzwischen zu Palmas charmanten Hotspots entwickelt. Am kleinen Jachthafen von Portixol reihen sich Richtung Es Molinar nahtlos lässige Cafés und Restaurants aneinander. Die breite Promenade am Meer führt bis nach El Arenal und lädt zum Flanieren ein. Nach wie vor hat sich das hippe Es Molinar den Charakter eines entspannten Küstenorts bewahrt und versprüht mediterrane Lebensfreude. Den Mini-Stadtstrand lieben auch die Locals.

2 Hoch hinaus

Die wenigsten verirren sich zur rauen Punta de Capdepera, und so kann man die wilde Szenerie der zerklüfteten und von vielen Felsbuchten durchbrochenen Halbinsel ganz in Ruhe genießen. Der östlichste Punkt Mallorcas bietet viel Abwechslung mit alten Fischerhäfen, Mini-Stränden und der Bergkette Serra de Llevant, die zu ausgedehnten Wanderungen einlädt. An der Spitze von Capdepera erhebt sich der immer noch aktive Leuchtturm auf einer Felsklippe – ein windumtoster Ort, der einen atemberaubenden Panoramablick gewährt.

■ Carrer de Sa Comassa, Punta de Capdepera 5

3 Zum Verlieben

Das mehrfach zum schönsten Dorf Spaniens gekrönte Fornalutx inmitten des Tramuntana-Gebirges gibt sich herrlich unaufgeregt. Gerade deshalb hat es sich seinen Zauber bewahrt. Steinerne Häuser, enge Gassen, schmiedeeiserne Tore, die zu lauschigen Gärten führen, blumenumrankte Balkons und leuchtende Orangen- und Zitronenbäume machen es zum Sehnsuchtsziel für Romantiker. Nette Cafébars wie das C’an Benet am Hauptplatz laden zum Verweilen ein, kleine Shops zum Stöbern. Schon nach wenigen Stunden ist man tiefenentspannt.

■ Anfahrt über die Ma 10, Abzweig Ma 2120

Impressionen aus Mallorca

Sehnsuchtsort mit vielen Gesichtern

Rund neun Millionen Urlauber besuchen jedes Jahr Mallorca – mit unterschiedlichsten Erwartungen. Fast alle werden erfüllt

Bunte Fischerhäuser in Portocolom, dem größten Naturhafen Mallorcas

»Der Himmel ist wie Türkis, das Meer wie Azur, die Berge wie Smaragde.«

Frédéric Chopin

Es hat sich längst herumgesprochen: Mallorca bietet mehr als nur Sonne, Sand und Nachtleben. Sogar deutlich mehr. Und es ist gerade ihre verblüffende Vielfalt, die diese Insel so faszinierend macht. Ruhesuchende und Naturfreunde finden unberührte Gipfel, fruchtbare Täler, einsame Buchten und ländliche Idylle, Kulturinteressierte streifen durch hochkarätige Galerien und Museen oder begeben sich auf historische Spurensuche, und Shopping-Fans kehren mit prall gefüllten Einkaufstaschen vom Stadtbummel heim, Genießer lassen sich in schillernden Gourmettempeln, urigen Landgasthöfen und auf Wochenmärkten verwöhnen, während Familien an leuchtend weißen Sandstränden im kristallklaren Meerwasser planschen – oder einfach nur im All-inclusive-Komfort ihrer Hotelanlagen schwelgen.

Ein gepflasterter Fußweg führt hinauf zum Castell Alaró (links) – Mallorcas Mandelblüte von Januar bis März ist für viele die schönste Reisezeit (rechts)

Zwischen Mandelbäumen, Meer und Salzfeldern

Mallorca ist zwar die größte Insel der Balearen, mit einer maximalen Ausdehnung von rund 120 km zwischen Sant Elm im Südwesten und Cala Ratjada im Nordosten aber doch überschaubar. Gleichzeitig entfaltet sich auf einer Fläche von nur 3622 km² ein ganzes Universum an Landschaften. Steil fallen im Westen die bis zu 1436 m hohen Berge der Serra de Tramuntana ins tiefblaue Meer ab. An ihre teils schroffen Hänge schmiegen sich charmante Bergdörfer, in denen Wanderer, Kletterer und Radfahrer einkehren. Im Schutz des Gebirges gedeihen Oliven- und Zitrusbäume, an den Rebstöcken von Binissalem und Santa Maria del Camí reifen die Trauben für hervorragende mallorquinische Weine. In der Inselmitte erstreckt sich die weite, fruchtbare Ebene Es Pla mit ihren bunten Windmühlen, Mandelplantagen und romantischen Dörfern. Mehrere kleinere Erhebungen und der mächtige Tafelberg Puig de Randa bieten weite Blicke bis zur Küste mit zwei grandiosen Naturschutzgebieten: im Süden die Salzfelder rund um den Naturstrand Es Trenc und das Cap de Ses Salines, im Norden das artenreiche Sumpfgebiet des Parc Natural S’Albufera.

Im Osten wellen sich die Kuppen der Serra de Llevant Richtung Meer. Sie sind zwar niedriger als die Gipfel im Westen, aber nicht weniger anmutig und ursprünglich. Bleibt schließlich noch die Küste Mallorcas, die ganze 550 km Länge aufweist und so facettenreich ist wie die Insel selbst: Endlose Sandstrände, die flach ins Meer auslaufen, gibt es hier ebenso wie verträumte Sand- und Kiesbuchten, verschlungene Meeresarme oder dramatische Steilklippen. Eine Entdeckung wert sind ebenso die verwunschenen Traumlandschaften unter der Erdoberfläche, etwa die einzigartigen Tropfsteinhöhlen von Artà und Porto Cristo.

Die Zeugnisse vergangener Jahrtausende

Seit 6000 Jahren wissen Menschen den natürlichen Reichtum Mallorcas zu schätzen und hinterließen ihre Spuren. In der Bronzezeit waren es Siedler der Talaiot-Kultur, die mit scheinbar übermenschlichen Kräften Wehrmauern und Türme aus tonnenschweren Steinquadern errichteten. Die ersten Olivenbäume kamen mit den Karthagern, die die Insel um 600 v.Chr. zum Handelsplatz erkoren. Auch die Römer waren sich der strategisch günstigen Lage Mallorcas bewusst, nahmen es 123 v.Chr. ein und gründeten Städte wie Palma und Pollentia, das heutige Alcúdia.

Noch präsenter ist das Erbe der Mauren, die Mallorca 300 Jahre lang beherrschten und in dieser Zeit nicht nur prächtige Städte mit Palästen, Bädern und Moscheen errichteten, sondern auch blühende Gärten und fruchtbare Felder anlegten. In den Banys Arabs in Palma oder beim Blick über die Terrassenfelder von Banyalbufar gewinnt eine Vorstellung von jenen arabischen Blütejahren, die 1229 mit der Rückeroberung durch Jaume I., König von Aragón und Katalonien, ein jähes Ende fanden. Auch die christlichen Herrscher ließen auf den Grundmauern zerstörter Moscheen herrliche Kirchen erbauen, allen voran die Kathedrale von Palma. Sie prägten Kunst, Kultur und Wissenschaft.

Spektakuläre Lage über den Klippen: der Herrensitz Son Marroig bei Deià

Vom Ballermann zum Beachclub

Mitte des 20. Jh. hatte der Tourismus Mallorca entdeckt – und Mallorca den Tourismus. Was zunächst bescheiden begann, wurde in den 1960er-Jahren zu einem Mega-Geschäft. Massen an Urlaubern aus Großbritannien, Skandinavien und insbesondere Deutschland bescherten Mallorca Wohlstand. Doch die dunklen Seiten des Booms ließen nicht lange auf sich warten: wüste Alkoholexzesse an der Platja de Palma, unverzeihliche Bausünden, Wassermangel und Müllprobleme.

Derzeit erlebt Mallorca einen strukturellen Wandel im Massentourismus. Mit dem Ziel, den berühmt-berüchtigten Exzess-Tourismus an einigen Orten einzuschränken, plant Mallorcas Regierung gezielt Billighotels aufzukaufen und diese zu schließen. Im vergangenen Jahr gab es mehrere Demonstrationen von Einheimischen, die jedoch friedlich verliefen. Ihr Unmut gilt der durch Ferienvermietung ausgelösten Wohnungsnot und den steigenden Lebenshaltungskosten. Viele Touristen zeigten Verständnis und schlossen sich an. Sie alle wollen schließlich nur eines: dass die einzigartige Schönheit der Insel auch für nachfolgende Generationen erhalten bleibt.

Auf einen Blick

Hauptstadt Palma (410.000 Einw.)

Sprachen Katalanisch und Spanisch (gleichberechtigte Amtssprachen) sowie Mallorquí (Dialekt der katalanischen Sprache)

Währung Euro

Verwaltung Mallorca ist die größte Insel der Balearen, die wiederum eine von 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens sind.

Fläche 3622 km² (ca. anderthalb mal so groß wie das Saarland)

Einwohner 876.000

Religion Überwiegend katholisch, außerdem rund 30.000 Muslime

Tourismus Rund 18 Mio. Besucher pro Jahr – Tendenz steigend

Strände Knapp 210 Badebuchten, davon rund 160 Sandstrände

Darin sind die Mallorquiner Weltmeister Ganz klar im Tennis! Der in Manacor geborene Sandplatz-Profi Rafael Nadal stand insgesamt 209 Wochen an der Spitze der Tennis-Weltrangliste und holte bislang 22 Grand-Slam-Titel.

30 Gramm Menge des Sandes, den jeder Tourist pro Strandbesuch zurück ins Hotel schleppt. Pro Saison summiert sich die Sandmenge alleine an der Platja de Palma auf rund 80 Tonnen.

Unterwegs

An Buchten wie der Cala Mondragó werden Urlaubsträume wahr. Will man auf der Insel mehr als Meer entdecken, muss man sich nur auf den Weg machen – und wird in jeder Himmelsrichtung staunen.

ADAC Quickfinder

Das will ich erleben

Baden, Kultur und Natur erleben – oder heute doch mal zum Shopping ausschwärmen? Mallorca ist so facettenreich wie kaum ein anderes Reiseziel seiner Größe und bietet wirklich für jeden Geschmack passende Angebote. Auch wenn diese sich manchmal verstecken, wie etwa die malerischsten Buchten der Insel oder hochkarätige Kunstmuseen in der Provinz. Kaum zu übersehen sind hingegen die vielen Kirchen, Klöster und andere Spuren der Geschichte, denen man hier auf Schritt und Tritt begegnet.

Die bewegte Geschichte der Insel

Mallorca hat viel erlebt. Verschiedenste Völker und Mächte prägten die Geschicke der Insel über die Jahrtausende, bereicherten sie kulturell, kamen aber auch als Eroberer. Von Palma bis Alcúdia finden sich unzählige spannende Zeugnisse der Vergangenheit.

Banys Arabs Seite 24

Die arabischen Bäder entführen in die Zeit der Mauren

Torre del Verger Seite 50

Prachtexemplar eines alten Wachturms

Ciutat Romana de Pollèntia Seite 78

Die einstige römische Provinzstadt ist Relikt der Antike

Son Fornés Seite 116

Ausgrabungen bei Montuïri erzählen von der Bronzezeit

Die besten Museen

Lust auf Kultur? Wer Mallorcas Museen besuchen möchte, muss nicht vergeblich auf den nächsten Regentag warten. Neben den Freilichtmuseen sind auch viele Kunsthäuser in großartige Park- oder Gartenanlagen eingebettet – manche liegen sogar direkt am Meer.

Castell de Bellver Seite 36

Palmas einzigartige Rundburg birgt das Stadtmuseum

Fundació Pilar i Joan Miró Seite 38

Mirós fantastisches Farben- und Formenuniversum

Centro Cultural Andratx Seite 44

Urbanes Flair und zeitgenössische Kunst im Nirgendwo

Museu Sa Bassa Blanca Seite 80

Märchenhaftes Kunstparadies mit Küstenfinca

Den schönsten Sonnenuntergang

Abends taucht die Sonne Mallorca in ein magisches Licht – und bringt Romantiker ins Schwärmen. Besonders spektakulär ist der Sonnenuntergang an einsamen Buchten oder auf Terrassen über den Dächern Palmas.

Es Baluard Seite 33

Die Top-Sundowner-Adresse Palmas

Port de Valldemossa Seite 53

Die Anfahrt wird mit goldenem Lichtzauber belohnt

Platja S’Illot Seite 80

Traumhafter Tagesausklang an der Halbinsel Victòria

Cap de Ses Salines Seite 104

Das Kap und seine Strände sind abends sehr reizvoll

Die malerischsten Städte und Dörfer

Wer sich aufmacht, um die pittoresken Dörfer und Kleinstädte der Insel zu erkunden, wird begeistert sein – und das Meer so schnell nicht vermissen.

Valldemossa Seite 51

Vielleicht einer der zauberhaftesten Orte der Insel

Fornalutx Seite 63

Verträumtes Gassenlabyrinth im Herzen der Berge

Pollença Seite 70

Lebensfrohe Schönheit im Norden Mallorcas

Santanyí Seite 102

Ein Bummel in der goldenen Stadt aus Marès-Stein

Versteckte Traumbuchten

Die schönsten Badeplätze erreicht man häufig nur zu Fuß. Sie liegen in Naturschutzgebieten oder verborgen hinter Felsen und Pinien. Wer sich auf Traumstrandjagd begeben will, tauscht einfach Bade- gegen Wanderschuhe.

Cala Figuera und Cala Murta Seite 77

Verwunschene Naturstrände am Cap Formentor

Cala Torta Seite 90

Ausgangspunkt für eine spektakuläre Buchtentour

Caló des Moro Seite 103

Naturgeschützte Mini-Bucht mit Bilderbuchqualitäten

Platja d’es Caragol Seite 104

Ein Badeparadies westlich des Cap de Ses Salines

Eindrucksvolle Kirchen und Klöster

Man muss nicht gläubig sein, um beim Anblick der Kirchen Mallorcas ins Schwärmen zu geraten. Viele von ihnen wurden auf den Grundmauern alter Moscheen errichtet. Klöster wiederum befinden sich häufig an einzigartigen, einst heiligen Orten der Stille.

La Seu Seite 22

Palmas Kathedrale ist einfach konkurrenzlos schön

Santuari de Lluc Seite 64

Mallorcas wichtigster Wallfahrtsort in der Stille der Berge

Església Nova Seite 94

Nie fertiggestellt und doch eine vollendete Schönheit

Santuari de Cura Seite 113

Auf dem Puig de Randa ist der Himmel zum Greifen nah

Atemberaubende Autorouten

Passionierte Autofahrer lieben Mallorca – oder entdecken ihre Leidenschaft für die Insel spätestens auf einer der spektakulären Serpentinenstraßen der Serra de Tramuntana. Einige von ihnen sind nicht nur traumhaft schön, sondern wahre Meisterwerke der Ingenieurskunst.

Auf der Ma 10 durch das Gebirge Seite 50

Kurvenreiche Traumstraße von Andratx bis Pollença

Auf Serpentinen nach Sa Calobra Seite 64

Steile Achterbahnfahrt durch den Krawattenknoten

Zum Leuchtturm von Formentor Seite 77

Grandiose Ausblicke und herrliche Kurven

Die Naturschätze der Insel

Zweifellos ist das Tramuntana-Gebirge Mallorcas eindrucksvollstes Refugium für Tiere und Pflanzen. Im dichten Schilfdschungel von S’Albufera fühlen sich Sumpfvögel wohl, während man rund um das Cabrera-Archipel neben Meeresvögeln auch Delfine beobachten kann.

Serra de Tramuntana Seite 50

Hinter Estellencs erheben sich Mallorcas höchste Gipfel

Parc Natural S’Albufera Seite 81

In dem großen Sumpfgebiet leben unzählige Vögel

Illa de Cabrera Seite 107

Mit dem Boot erreicht man die faszinierende Inselwelt

Fantastische Weitblicke

Ob im Gebirge, am Meer oder sogar in der weiten Ebene Es Pla: Auf Mallorca gibt es eine Fülle großartiger Aussichtspunkte. Häufig handelt es sich um einst wichtige strategische oder einsame Orte, an denen Festungen und Klöster in den Himmel gebaut wurden.

Castell de Bellver Seite 36

Vom Dach der Burg liegt einem Palma zu Füßen

Castell d’Alaró Seite 62

Wanderung zu einem der schönsten Aussichtspunkte

Far de Capdepera Seite 91

Vom Leuchtturm reicht der Blick bis nach Menorca

Puig de Randa Seite 113

Die Insel im 360°-Panorama – von Palma bis Alcúdia

Stimmungsvolle Märkte

Wochenmärkte gibt es in fast allen Städten und Dörfern Mallorcas. Neben Lebensmitteln werden oft Haushalts- und Lederwaren und leider immer häufiger auch Souvenirs verkauft. Dennoch geht es auf vielen Marktplätzen der Provinz noch sehr beschaulich zu.

Mercat de l’Olivar Seite 28

Das Flair in dieser Markthalle betört alle Sinne

Wochenmarkt in Santanyí Seite 103

Vor der malerischen Kulisse der goldenen Marès-Stadt

Mittwochsmarkt in Sineu Seite 118

Der schöne Markt zieht sich bis in die engsten Gassen

Legendäre Kaffeehäuser

Von Ensaïmadas über Mandelkuchen bis zum heißen Kakao – Mallorquiner sind echte Süßmäuler, und ihre Konditoren blicken auf eine lange Tradition zurück. Genießen kann man ihre hausgemachten Produkte in Kaffeehäusern, von denen manche vor Nostalgie nur so strotzen.

Ca’n Joan de S’Aigo Seite 26

Schon Joan Miró genoss den Kakao des Traditionshauses

Ca’n Molinas Seite 53

Mit ihren Coca Patatas eine Institution in Valldemossa

Café Colon Seite 112

Jugendstilperle in Llucmajor, die auch Tapas serviert

Die Bucht von Palma und der Südwesten

Von der Kulturmetropole und den Ferienhochburgen an der Platja de Palma zu den beschaulichen Buchten am westlichsten Punkt der Insel

Über rund 20 km erstreckt sich die Bucht von Palma. In ihrem Zentrum liegt die Hauptstadt Palma, das urbane Herz der Insel, mit seiner von der Kathedrale La Seu überragten Altstadt. Hier blühen Orangenbäume auf malerischen Plätzen, aber auch Kunst und Kultur. Geschäfte laden zum Bummeln ein, und am Abend wird in Bars und Restaurants gefeiert. Östlich und westlich der Metropole findet man feinsandige Traumstrände – oft gesäumt von monumentalen Hotelblöcken.

Doch selbst zwischen den Partyhochburgen S’Arenal und Magaluf versteckt sich Sehenswertes, etwa das Aquarium an der Platja de Palma oder die einzigartige Kunststiftung Fundació Pilar i Joan Miró in Cala Major. Weiter südwestlich locken Badeorte wie Peguera und Es Camp de Mar v.a. Ruhesuchende und Familien an. Abwechslung vom Strandleben versprechen Ausflüge ins Hafendorf Port d’Andratx oder eine Wanderung rund um die Insel Sa Dragonera, deren Bergrücken geheimnisvoll vor der Küste von Sant Elm aufragt.

In diesem Kapitel:

Palma Seite 18

Platja de Palma und S’Arenal Seite 36

Cala Major Seite 37

Ses Illetes, Portals Nous Seite 39

Palmanova, Magaluf Seite 39

Cala de Portals Vells Seite 40

Santa Ponça Seite 40

Peguera, Camp de Mar Seite 41

Port d’Andratx Seite 43

Andratx Seite 43

Sant Elm Seite 45

Übernachten Seite 46

ADAC Top Tipps:

Catedral La Seu, Palma

| Kirche |

Die unangefochtene Königin aller Gotteshäuser auf der Insel: Dem gotischen Meisterwerk sollte jeder Palma-Besucher die Ehre erweisen. Seite 22

Ferrocarril de Sóller, Palma

| Historische Eisenbahn |

Die nostalgische Fahrt mit dem »Roten Blitz« ins hübsche Sóller ist ein kurvenreicher Klassiker – und ein unvergessliches Erlebnis. Seite 28

Fundació Pilar i Joan Miró, Cala Major

| Kunstmuseum |

Eines der schönsten Museen der Insel, das neben hochkarätiger Kunst auch eine reizvolle Lage mit Garten, Terrassen und Meerblick bietet. Seite 38

ADAC Empfehlungen:

Mercat de l’Olivar, Palma

| Markt |

Sehen, schmecken, riechen, staunen: Der traditionelle Lebensmittelmarkt ist ein Fest für alle Sinne. Seite 28

Bodega Morey, Palma

| Restaurant |

Die urige Pinte ist ein beliebter Treff der Locals zum Lunch. Es gibt leckere Tapas und süffige Weine. Seite 32

Es Baluard, Palma

| Kunstmuseum |

Das Elysium für Liebhaber moderner Kunst mit grandiosem Blick über die Dächer der Inselhauptstadt. Seite 33

Castell de Bellver, Palma

| Festung |

Spektakuläre Rundburg hoch über dem Meer – von hier schaut man weit über die Bucht von Palma. Seite 36

Cala de Portals Vells

| Bucht |

Die malerische Zwillingsbucht mit kristallklarem azurblauen Wasser und feinem Sandstrand zählt zu den schönsten im Südwesten. Seite 40

Centro Cultural, Andratx

| Kunstmuseum |

Dieses aufregend-moderne und mondäne Museum versprüht Großstadtflair und gilt als größtes Zentrum zeitgenössischer Kunst in Europa. Seite 44

HM Palma Blanc, Palma

| Hotel |

Das schicke Designhotel mit Rooftop-Pool und SPA gilt als nachhaltigstes Hotel der Balearen. Die Lage ist perfekt, um die Stadt und das Szeneviertel Santa Catalina zu erkunden. Seite 46