Deutschland für die Hosentasche - Stephen Barnett - E-Book

Deutschland für die Hosentasche E-Book

Stephen Barnett

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Beschreibung

Stecken Sie Deutschland in die Tasche – unnützes Wissen in kuriosen Listen und Geschichten - Wie heißt das schlechteste Fußballteam Deutschlands? - In welchen Städten gibt es die meisten Bordelle pro Einwohner? - Warum werden in deutschen Städten alle Bäume nummeriert? Der Neuseeländer Stephen Barnett hat alles Ungewöhnliche, Unglaubliche, Wissens- und Unwissenswerte über Deutschland gesammelt, hübsch sortiert und ordentlich aufgelistet. Seit er vor gut sieben Jahren nach Deutschland kam, fallen ihm Dinge auf, die wir selbst gar nicht mehr wahrnehmen. Bei seinen Recherchen über Deutschland ist er auf ungewöhnliche Weltrekordhalter gestoßen (z.B. im Jodeln oder Zwiebelkuchenbacken). Er hat herausgefunden, was die Deutschen im Ausland am meisten vermissen, und kennt jetzt so ziemlich jede deutsche Heavy-Metal-Band. Und er empfiehlt dem Export-Weltmeister dringend seine sagenumwobene »Gemütlichkeit« zum neuen Export-Schlager zu machen.

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Seitenzahl: 174

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Stephen Barnett

Deutschland für die Hosentasche

Das Land in Listen und Geschichten

 

 

Über dieses Buch

 

 

Stecken Sie Deutschland in die Tasche – unnützes Wissen in kuriosen Listen und Geschichten.

Der Neuseeländer Stephen Barnett hat alles Ungewöhnliche, Unglaubliche, Wissens- und Unwissenswerte über Deutschland gesammelt, hübsch sortiert und ordentlich aufgelistet. Seit er vor gut sieben Jahren nach Deutschland kam, fallen ihm Dinge auf, die wir selbst gar nicht mehr wahrnehmen. Bei seinen Recherchen über Deutschland ist er auf ungewöhnliche Weltrekordhalter gestoßen (z.B. im Jodeln oder Zwiebelkuchenbacken). Er hat herausgefunden, was die Deutschen im Ausland am meisten vermissen und empfiehlt dem Export-Weltmeister dringend seine sagenumwobene »Gemütlichkeit« zum neuen Export-Schlager zu machen.

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf www.fischerverlage.de

Impressum

 

 

Coverabbildung: bilekjaeger

© S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2013

 

Abhängig vom eingesetzten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.

Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt.

ISBN 978-3-10-402097-6

 

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Inhalt

Einleitung

Typisch Deutschland

Supergesundes Sauerkraut

Ein dickes Lob für die Currywurst

8 fantastische Biere

‣Hefeweißbier

‣Helles

‣Kölsch

‣Berliner Weiße

‣Oktoberfestbier

‣Bock und Doppelbock

‣Rauchbier

Die umsatzstärksten Brauereien (im Jahr 2008)

Die zehn beliebtesten Namen der letzten zehn Jahre

‣2002

‣2003

‣2004

‣2005

‣2006

‣2007

‣2008

‣2009

‣2010

‣2011

Die häufigsten Nachnamen

Der Triumphzug des Trabant

Das Nationalspiel

Deutschlands Religion(en)

Die dunkle Seite der Schrebergärten

Was Deutsche im Ausland vermissen

9 ungewöhnliche, von Deutschen gehaltene Weltrekorde

‣Die längste Sandburg

‣Der schnellste Jodler

‣Das größte Dach der Welt

‣Die schwerste Tandemhantel

‣Einparkrekord

‣Das längste Unterwasser-Kartenspiel

‣Der längste Zwiebelkuchen

‣In zwei Minuten am häufigsten von einem Auto angefahren

‣Der schnellste Hürdenlauf über 100 Meter – mit Schwimmflossen

4 Dinge über Fanta

Die Lieblingsautofarbe der Deutschen

Die am häufigsten gekauften Autos

Die 10 am häufigsten in Deutschland gestohlenen Wagen

Womit die Deutschen ihre Zeit verbringen

Scherze der besonderen Art

‣Johann Beringer – die Würzburger Lügensteine

‣Jakob Maria Mierscheid – das Phantom im Bundestag

7 gute Gründe, sich Sorgen zu machen

Unterwasserrugby

Das schlechteste Fußballteam aller Zeiten

Trautes Heim für mich allein

Weniger Drogen

‣Alkoholkonsum bei den 12- bis 17-Jährigen von mindestens einmal pro Woche:

‣Rauchen bei den 12- bis 17-Jährigen

‣Immer mehr junge Menschen unter 18 sind erklärte Nichtraucher

‣Cannabiskonsum bei den 12- bis 17-Jährigen

Die 20 beliebtesten Webseiten

Die zehn wertvollsten Einzelhandelsmarken

Eine Goldmedaille im Doping

Geographie und Geschichte

Deutschland im Herzen der EU

Deutschlands geographischer Mittelpunkt

‣Schwerpunktbestimmung

‣Der von den Landesgrenzen am weitesten entfernte Ort

‣Median

Deutschlands Bevölkerungszentren

5 Aspekte der demographischen Entwicklung Deutschlands

7 außergewöhnliche Museen

‣Zeppelin Museum, Friedrichshafen

‣Deutsches Hygiene-Museum, Dresden

‣Deutsches Kochbuchmuseum, Dortmund

‣Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, Duisburg

‣Kartoffelmuseum, München

‣Humormuseum, Wiesbaden

‣Kriminalmuseum, Rothenburg ob der Tauber

Eine gemeinsame Monarchie

Schwarz-Rot-Gold – ein kurzer Rückblick

Aus dem All

Neuschwabenland – Deutschlands südlichste »Kolonie«

»Deutsche« Kleinplaneten

‣241 Germania

‣Asteroiden nach deutschen Städten und Ortschaften

‣Asteroiden nach deutschen Regionen

Deutschland auf »ausländisch«

Die alten Stämme

Die lautesten Städte Deutschlands

6 unverkennbare Anzeichen für einen Stasispitzel

Seismische Aktivitäten in Deutschland

Vesuvs Brüder

Mythos oder Mysterium?

Berühmte im Zweiten Weltkrieg verlorengegangene, zerstörte oder gestohlene Kunstwerke

‣»Maler auf dem Weg nach Tarascon«, Vincent van Gogh

‣»Porträt des Dr. Gachet«, Vincent van Gogh

‣»Adele Bloch-Bauer I«, Gustav Klimt

‣»Place de la Concorde«, Edgar Degas

‣»Der Astronom«, Jan Vermeer

‣»Das Bernsteinzimmer«, Andreas Schlüter

Wo liegen denn all die Bomben?

Wissenschaft und Naturgeschichte

Was nicht alles nach Albert Einstein benannt wurde

‣Einstein (Einheit)

‣Einstein-Kühlschrank

‣Einstein-Syndrom

‣Einstein-Turm

‣Einsteinova ulica

‣Albert-Einstein-Haus

‣Einsteinium

‣Albert Einstein ATV

Blitze über Deutschland

11 deutsche Erfindungen, die die Welt verändert haben

‣Der Airbag

‣Aspirin

‣Die Chipkarte

‣Das mp3-Format

‣Das Tonband

‣Die Pille

‣Die Relativitätstheorie

‣Die Zahnpasta

‣Der Computer

‣Die Gummibärchen

‣Das Düsentriebwerk

Extremes Wetter in Deutschland

‣Höchsttemperaturen

‣Niedrigste Temperatur

‣Die höchste Niederschlagsmenge in 24 Stunden

‣Die höchste Niederschlagsmenge in einem Monat

‣Die höchste Niederschlagsmenge in einem Jahr

‣Die geringste Niederschlagsmenge in einem Jahr

‣Der sonnigste Monat

Tiere und Pflanzen, die es nur in Deutschland gibt

‣Tiere

‣Pflanzen

Das El Dorado der Fossilien

Nummerierte Bäume

Der deutsche Erfindergeist

Wissensexportweltmeister wider Willen

Der Vormarsch der Roboter

Der Griff nach den Sternen

Der deutsche Wald

Neues in Sachen Wildschweine

Literatur, Musik und Film

Dieselben Wörter, aber eine ganz andere Bedeutung

Stars singen auf Deutsch

‣Barry Ryan – Zeit macht nur vor dem Teufel halt (1971)

‣Lynn Anderson – Ich hab’ einen Boy in Germany (1968)

‣David Bowie – Helden (1977)

‣Chubby Checker – Der Twist Beginnt (1962)

‣The Beatles – Komm, gib’ mir Deine Hand (1964), Sie liebt Dich (1964)

‣Dusty Springfield – Auf Dich nur wart’ ich immerzu (1964)

‣Marvin Gaye – Wie schön das ist (1964), Sympatica (1964)

‣Johnny Cash – Viel zu spät (1959), Wo ist zu Hause (1959), Wer kennt den Weg (1965)

‣Sandie Shaw – Einmal glücklich sein wie die Andern (1965)

‣The Supremes – Baby, Baby, wo ist unsere Liebe (1964) und The Temptations – Mein Girl (1964)

‣Millie – My Boy Lollipop (German) (1964)

‣Agnetha – Geh’ mit Gott (1972), Señor Gonzales (1968), Mein schönster Tag (1968)

Musik, Bühne und Film in Nazideutschland

Das »Wort des Jahres«

‣Wort des Jahres 2002

‣Wort des Jahres 2003

‣Wort des Jahres 2004

‣Wort des Jahres 2005

‣Wort des Jahres 2006

‣Wort des Jahres 2007

‣Wort des Jahres 2008

‣Wort des Jahres 2009

‣Wort des Jahres 2010

‣Wort des Jahres 2011

Unwörter des Jahres

‣Unwort des Jahres 2002

‣Unwort des Jahres 2003

‣Unwort des Jahres 2004

‣Unwort des Jahres 2005

‣Unwort des Jahres 2006

‣Unwort des Jahres 2007

‣Unwort des Jahres 2008

‣Unwort des Jahres 2009

‣Unwort des Jahres 2010

‣Unwort des Jahres 2011

Die älteste Shakespeare-Gesellschaft der Welt

Die Beatles in Deutschland

Johann Sebastian Bach – Ausnahmemusiker und »Langstreckenläufer«

Sprüche über Johann Sebastian Bach

Die zehn besten deutschen Kultfilme

‣1. »Metropolis«

‣2. »Der Himmel über Berlin«

‣3. »Zur Sache, Schätzchen«

‣4. »Die Blechtrommel«

‣5. »Angst essen Seele auf«

‣6. »Rosa Luxemburg«

‣7. »Aguirre: Der Zorn Gottes«

‣8. »Lola rennt«

‣9. »Das Boot«

‣10. »Olympia«

Der deutsche Krimi

Tod und Geld

Verstorbene Berühmtheiten – und wo sie jetzt liegen

Besser spät als nie

50 Todesursachen

Die Lebenserwartung der Deutschen

Asche zu Asche

Die Kriegstoten Deutschlands

Einer der sichersten Orte

Das Milliardengeschäft auf dem Schwarzmarkt

Deutsche Waffenexporte in die ganze Welt

Die reichen Deutschen – besser gesagt, die zehn reichsten Deutschen

Entwicklungshilfe Geld

Zahlenspiele

Danksagung und Quellenangaben

Typisch Deutschland

Geographie und Geschichte

Wissenschaft und Naturgeschichte

Literatur, Musik und Film

Tod und Geld

Einleitung

Top-Ten-Listen und Rankings können viel mehr über uns und unsere Gesellschaft aussagen, als die blanken Daten auf den ersten Blick vermuten lassen: Öfter als man denkt entlarven sie auch das Eigenartige, das Ungewöhnliche und das schlichtweg Bescheuerte. »Deutschland für die Hosentasche« vermischt solche Listen mit ein paar Statistiken, Anekdoten und Meinungen, um einen unterhaltsamen und informativen Blick auf das Leben in Deutschland zu werfen, seine Einwohner, seine Orte, seine Geschichte. Dazu kommt noch ein Schuss Sport, etwas Wirtschaft, eine Prise Musik, Literatur und Film sowie allerhand andere Dinge, die ich bemerkenswert finde.

 

Stephen Barnett

Typisch Deutschland

Supergesundes Sauerkraut

Sauerkraut ist nicht nur der perfekte Begleiter zu zahlreichen typisch deutschen Gerichten, sondern zählt dank der darin enthaltenen Milchsäure auch zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt. Zunächst einmal bietet Sauerkraut wie alle anderen zu den Kreuzblütlern (zu dieser Familie zählen auch Blumenkohl, Rosenkohl sowie Weiß- und Rotkohl) gehörenden Gemüsesorten jede Menge Ballaststoffe, Antioxidantien sowie Vitamin A und C. An Skorbut – die Folge eines Vitamin C-Mangels – starben im 16. Jahrhundert unzählige Seeleute, vor allem auf längeren Seereisen. Doch als sich Captain James Cook Ende des 17. Jahrhunderts daran machte, um die ganze Welt zu segeln, verlor er nicht einen seiner Seeleute wegen Skorbut, was nicht zuletzt auf ihre Ernährung zurückzuführen war, schließlich lagerten an Bord sechzig Fässer Sauerkraut.

Weißkohl wird erst dann zu einer wahren Fitnessbombe, wenn es zu Sauerkraut verarbeitet wird. Während der Säuerung entsteht Milchsäure – was dem Sauerkraut seinen typisch säuerlichen Geschmack verleiht –, die nachweislich einen hohen probiotischen Wert besitzt. Die Milchsäure entsteht, wenn die natürlichen, auf den Kohlblättern sitzenden Milchsäurebakterien den im Kraut enthaltenen Zucker fermentieren. Die probiotischen Bakterien schützen nicht nur vor entzündlichen Darmerkrankungen, sondern sogar vor bestimmten Krebsarten.

Im menschlichen Darm wimmelt es von gesunden Bakterien, die sich von den Überbleibseln unserer Nahrung ernähren. Ohne diese nützlichen Helfer können sich schädliche Parasiten und Hefepilze im Darm ausbreiten. Der menschliche Verdauungstrakt ist darauf ausgelegt, dass wir täglich lebende Milchsäurebakterien zu uns nehmen, doch da unser heutiges Essen meist aus der Fabrik stammt, mangelt es an gesunden Bakterien. Dieser, der modernen Ernährung geschuldete Mangel spielt eine große Rolle bei Magen- und Darmerkrankungen, aber auch Problemen mit dem Immunsystem. Die im Sauerkraut enthaltene Milchsäure bietet jede Menge unterschiedlicher gesunder Bakterien, die den Verdauungsprozess unterstützen. Danke, Sauerkraut!

Ein dickes Lob für die Currywurst

Deutschlands Kultimbiss, die Currywurst, wird rund 800 Millionen Mal im Jahr verspeist. Ausgedacht hat sich das Ganze Herta Heuwer, die 1949 im besetzten Berliner Viertel Charlottenburg lebte. Sie wollte die Passanten mit einem schnell zubereiteten, schmackhaften und sättigenden Imbiss, den sie auf der Straße verkaufen konnte, verwöhnen. Aus Currypulver, Ketchup und Worcestershire-Sauce stellte sie eine Soße her, die sie dann über gegrillte Wurst aus Schweinefleisch goss. Dieser Snack setzte sich schon bald durch, vor allem bei den Bauarbeitern, die die zerbombte Stadt wiederaufbauten, und Heuwers Imbissstand wurde zum Erfolg. In den besten Zeiten verkaufte sie 10000 Currywürste pro Woche, und etwas später eröffnete sie ein kleines Restaurant, das Tag und Nacht geöffnet hatte und in Berlin zu einer Institution wurde. Heuwer gab ihrer Spezialsoße den Namen »Chillup« (zusammengesetzt aus »Chili« und »Ketchup«) und ließ sie sich patentrechtlich schützen. In der Kantstraße 101 in Berlin erinnert heute eine Plakette an Heuwers Beitrag zur deutschen Küche.

Raten Sie doch mal, wer heutzutage die meisten Currywürste herstellt? Der größte Autobauer Deutschlands: Jahr für Jahr werden in seinen Küchen und Kantinen rund zwei Millionen Currywürste – bei Volkswagen heißen sie allerdings »Currybockwurst« – zubereitet. Nur wenige wissen, dass diese Spezialität bei VW schon vor dem Zweiten Weltkrieg zubereitet wurde, als die Arbeiter den allerersten VW bauten, Hitlers Volkswagen. Nach Kriegsende beschloss die britische Armee, die Wurstproduktion weiterzubetreiben, und mittlerweile zählt die Currywurst zu den größten in Wolfsburg hergestellten Verkaufsschlagern des Volkswagenkonzerns.

8 fantastische Biere

Trotz der aktuellen Entwicklung, dass die Deutschen inzwischen mehr Wein und weniger Bier trinken und der Genuss von alkoholischen Getränken insgesamt zurückgeht, ist Bier noch immer unangefochten das Lieblingsgetränk der Deutschen schlechthin und macht drei Viertel des Alkoholkonsums aus. Über 1200 Brauereien erzeugen Tausende von unterschiedlichen Biersorten, darunter auch diese acht, die neben Pils zu den beliebtesten zählen:

‣Hefeweißbier

Viele Brauereien stellen Weizenbiere her, aber so gut wie die Bayern kann das keiner. Der einzigartige Geschmack und das sagenhafte Aroma dieses Biers mit der typischen Schaumkrone werden mit Hilfe eines besonderen Hefepilzes erzeugt, der für die Fermentierung der Mischung aus Gerste, Malz und Weizen sorgt.

‣Helles

Das ist die bayerische Antwort auf Pilsner. Trotz seiner hellen Farbe besitzt es einen sehr malzigen Geschmack und enthält weniger Hopfen als andere Biere.

‣Kölsch

Die besten Kölsch werden – keine Frage – in Köln gebraut. Kölsch wird mit Bierhefe gebraut, reift jedoch wie ein Lager. Dieses helle Bier ist sehr erfrischend und schmeckt nur leicht nach Hopfen.

‣Berliner Weiße

Der typische Geschmack einer Berliner Weiße stammt von bewusst gesäuertem Biertreber. Das herb-würzige Bier ist sehr erfrischend.

‣Oktoberfestbier

Das süße, dunkle Oktoberfestbier, auch als Märzen bekannt, wird traditionell im März gebraut und im Herbst getrunken. Oktoberfestbier ist nur von August bis Oktober oder November erhältlich.

‣Bock und Doppelbock

Bockbiere sind meist dunkle, sehr malzige Starkbiere, deren Alkoholgehalt bei 6,5% Vol. liegt. Der Stammwürzegehalt liegt ebenfalls über dem normaler Schankbiere. Doppelbockbiere sind in der Regel sogar noch dunkler und reicher im Geschmack als Bockbiere, süffig und mit leichter Süße.

‣Rauchbier

Rauchbier besitzt einen ziemlich ungewöhnlichen Geschmack. Das Bier an sich ähnelt dem Oktoberfestbier – süß und malzig –, aber der Rauchgeschmack bietet ein völlig unerwartetes Geschmackserlebnis.

 

Im weltweiten Bierverbrauch liegt Deutschland auf dem zweiten Platz, Spitzenreiter ist Tschechien. Es dürfte wohl niemanden überraschen, dass fast die Hälfte aller deutschen Brauereien in Bayern beheimatet sind, die Brauerdichte ist in und um Bamberg im schönen Frankenland am größten.

Die umsatzstärksten Brauereien (im Jahr 2008)

Oettinger

Krombacher

Bitburger

Warsteiner

Beck’s

Hasseröder

Veltins

Paulaner

Radeberger

Sternburg

Die zehn beliebtesten Namen der letzten zehn Jahre

In den folgenden Top-Ten-Listen finden Sie die Vornamen, die die Deutschen ihrem Nachwuchs (Jungen/Mädchen) in den jeweiligen Jahren am häufigsten gegeben haben. Wir beginnen im Jahr 2002 bei Alexander und Marie und arbeiten uns dann vor bis ins Jahr 2011 zu Maximilian und Sophie.

‣2002

Alexander / Marie

Maximilian / Sophie

Paul / Maria

Leon / Anna, Anne

Lukas / Laura

Jonas / Lea

Tim / Katharina

David / Sarah

Niklas / Julia

Luca / Lena

‣2003

Maximilian / Marie

Alexander / Sophie

Leon / Maria

Paul / Anna, Anne

Lukas, Lucas / Lea, Leah

Felix / Laura

Luca / Lena

David / Leonie

Tim / Julia

Jonas / Sara, Sarah

‣2004

Maximilian / Marie

Alexander / Sophie

Paul / Maria

Leon / Anna, Anne

Lukas, Lucas / Leonie

Luca / Lea, Leah

Felix / Laura

Jonas / Lena

Tim / Katharina

David / Johanna

‣2005

Alexander / Marie

Maximilian / Sophie, Sofie

Leon / Maria

Lukas, Lucas / Anna, Anne

Luca / Leonie

Paul / Lena

Jonas / Emily

Felix / Lea, Leah

Tim / Julia

David / Laura

‣2006

Leon / Marie

Maximilian / Sophie, Sofie

Alexander / Maria

Lukas, Lucas / Anna, Anne

Paul / Leonie

Luca / Lena

Tim / Emily

Felix / Johanna

David / Laura

Elias / Lea, Leah

‣2007

Leon / Marie

Maximilian / Sophie, Sofie

Alexander / Maria

Paul / Anna, Anne

Luca / Leonie

Lukas, Lucas / Lena

Felix / Johanna

Elias / Charlotte

David / Hannah, Hanna

Jonas / Sophia, Sofia

‣2008

Maximilian / Sophie, Sofie

Alexander / Marie

Leon / Maria

Paul / Anna, Anne

Luca / Johanna

Felix / Leonie

Elias / Lena

Lukas, Lucas / Hannah, Hanna

David / Mia

Tim / Charlotte

‣2009

Maximilian / Marie

Alexander / Sophie, Sofie

Leon / Maria

Paul / Anna

Luca, Luka / Emma

Elias / Mia

Felix / Sophia, Sofia

Lukas, Lucas / Leonie

Jonas / Lena

David / Johanna

‣2010

Maximilian / Sophie, Sofie

Alexander / Marie

Paul / Maria

Leon / Sophia, Sofia

Lukas, Lucas / Mia

Luca, Luka / Anna

Elias / Lena

Louis, Luis / Emma

Jonas / Hannah, Hanna

Felix / Johanna

‣2011

Maximilian / Sophie / Sofie

Alexander / Marie

Paul / Maria

Leon / Mia

Ben / Sophia, Sofia

Lukas, Lucas / Emma

Luca, Luka / Anna

Louis, Luis / Hannah, Hanna

Elias / Johanna

Jonas / Leonie

Die häufigsten Nachnamen

Hätten Sie’s gewusst? Die folgenden einhundert deutschen Nachnamen stammen aus Telefonbüchern. Abweichungen in der jeweiligen Schreibweise wurden als unterschiedliche Nachnamen gehandelt – zum Beispiel: Schmidt, Schmitt und Schmid. Ist Ihr Name auch dabei?

Müller

Schmidt

Schneider

Fischer

Weber

Schäfer

Meyer

Wagner

Becker

Bauer

Hoffmann

Schulz

Koch

Richter

Klein

Wolf

Schröder

Neumann

Braun

Werner

Schwarz

Hofmann

Zimmermann

Schmitt

Hartmann

Schmid

Weiß

Schmitz

Krüger

Lange

Meier

Walter

Köhler

Maier

Beck

König

Krause

Schulze

Huber

Mayer

Frank

Lehmann

Kaiser

Fuchs

Herrmann

Lang

Thomas

Peters

Stein

Jung

Möller

Berger

Martin

Friedrich

Scholz

Keller

Groß

Hahn

Roth

Günther

Vogel

Schubert

Winkler

Schuster

Jäger

Lorenz

Ludwig

Baumann

Heinrich

Otto

Simon

Graf

Kraus

Krämer

Böhm

Schulte

Albrecht

Franke

Winter

Schumacher

Vogt

Haas

Sommer

Schreiber

Engel

Ziegler

Dietrich

Brandt

Seidel

Kuhn

Busch

Horn

Arnold

Kühn

Bergmann

Pohl

Pfeiffer

Wolff

Voigt

Sauer

Der Triumphzug des Trabant

Vermutlich symbolisiert der in der damaligen DDR gefertigte Trabant mehr als alles andere – von der Mauer mal abgesehen – die Unterschiede zwischen dem sozialistischen Ostdeutschland und dem kapitalistischen Westdeutschland. Der Trabant mit seinem qualmenden, schwachen Zweitaktmotor, seiner gerade mal durchschnittlichen Leistung und der unzuverlässigen Produktion gilt als Sinnbild der nicht wirklich funktionierenden zentralisierten Planwirtschaft. Trotzdem – und trotz der Tatsache, dass die Witze über ihn in der Regel nicht der Wahrheit entbehren – war der Trabant in so mancher Hinsicht ein geradezu heroisches Fahrzeug, das trotz ungenügender Ressourcen und zahlreicher Probleme in der Herstellung und eines Bürokratismus, der wohl in keinem anderen Land dieser Erde so geduldig hingenommen worden wäre, einen einzigartigen Triumphzug hingelegt hat.

Ursprünglich hatte man ein dreirädriges Motorrad bauen wollen, doch letztendlich war das Endprodukt der sozialistischen Planung, der Trabant, diesem weit überlegen, schließlich bot das kompakte Fahrzeug Platz für vier Erwachsene samt Gepäck, und auch die Technik des ersten Modells aus dem Jahr 1957, der P50, wusste zu beeindrucken: Einzelradaufhängung, Frontantrieb und eine nichtrostende Karosserie aus baumwollverstärktem Phenolharz, soll heißen, sie hielt so manchem Rempler stand. Doch das eigentliche Problem war der Motor: Die meisten anderen Autos aus dieser Zeit besaßen einen weitaus umweltfreundlicheren und leistungsstärkeren Viertaktmotor.

Der Vorgänger des Trabant war der AWZ P70 von 1955, der Prototyp aller Trabbis. 1964 kam der Trabant P601 auf den Markt. In fast dreißig Jahren Produktion wurde so gut wie nichts verändert – was ihn zum Klassiker machte.

Das »P«in der Modellbezeichnung steht übrigens für »Plastik« und bezieht sich auf die Karosserieteile aus »Duroplast«. Dieses Phenolharz besitzt ähnliche Eigenschaften wie Bakelit. Hinter diesem haltbaren Material steckt die clevere Idee, gebrauchte Materialien wie Baumwollreste aus der damaligen Sowjetunion und Phenolharze aus der Färbeindustrie der ehemaligen DDR wiederzuverwenden. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht, was der Leistung und dem Benzinverbrauch des Trabanten zugutekam. Duroplast war relativ einfach herzustellen und ließ sich ähnlich wie konventionelle Stahlplatten in beliebige Formen pressen, hatte aber den Vorteil, dass es nicht rostete.

Duroplast ist so haltbar, dass es zu großen Problemen kam, als versucht wurde, die für den Bau des Fahrzeugs verwendeten Materialien zu recyceln. Schlimmer noch: Bei der Verbrennung von Duroplast entstehen giftige Gase. (Letztendlich wurde folgende Lösung dieses Problems entwickelt: Man schredderte die Duroplastplatten und verwendete die feinen Körner zur Herstellung von Zementblöcken für den Bau von Bürgersteigen.)

Interessant zu wissen, dass der US-amerikanische Autobauer Ford Motor Co. in den vierziger Jahren ein Fahrzeugkonzept entwickelte, bei dem die Karosserieteile zum Teil aus Sojabohnenfasern in Harz bestanden. Der Fahrzeugrahmen bestand aus Stahlrohr, an das die Kunststoffplatten montiert wurden. Außerdem wurden die Glasscheiben durch Kunststoffscheiben ersetzt, was das Gewicht um mehr als 33 Prozent verringerte – einer der Gründe, weshalb sich Ford überhaupt damit befasste.

Nach fast dreißig Jahren und mehr als drei Millionen verkauften Trabbis wurde die Produktion nach dem Fall der Mauer eingestellt. Doch noch immer fahren einige dieser Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen, denn so mancher begeisterte Trabbi-Fan versucht, diesem Klassiker unter den Automobilen durch umfangreiche Restaurierungsarbeiten wieder zu seinem früheren Glanz zu verhelfen, während andere ihm mit Hilfe eines getunten oder neuen Motors aus einem anderen Fahrzeug wie dem Wartburg 1000 unter die Räder greifen. Da der Trabant ein verhältnismäßig leichtes Fahrzeug ist, genügen ein paar PS mehr, und der Trabbi geht ab wie Schmitz’ Katze.