Gizeh - Ein Projekt aus Babylon - Armin Argast Anderegg - E-Book

Gizeh - Ein Projekt aus Babylon E-Book

Armin Argast Anderegg

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Beschreibung

Die verborgene Botschaft der Großen Pyramide: Eine neue Sicht auf die Zeitrechnung der Menschheit. Was wäre, wenn die Zeitrechnung der Menschheit nicht mit den bekannten alten Zivilisationen begann, sondern mit einer längst vergessenen Hochkultur? Die «Große-Pyramide» von Gizeh birgt ein faszinierendes Geheimnis: Ihre Ausrichtung auf bestimmte Sterne könnte den Schlüssel zu einem völlig neuen Verständnis der Geschichte liefern. Der Autor verbindet historische, astronomische und mythologische Erkenntnisse und enthüllt, dass das Pyramidengelände von Gizeh exakt mit einer Sternenkonstellation übereinstimmt, die den Beginn der Zeitrechnung der Menschheit anzeigt. Das gesamte Gelände spiegelt den damaligen Sternenhimmel wider. Besonders bemerkenswert sind die Schächte in der Pyramide: Ihre Winkel beziehen sich ausschließlich auf Sterne des Ortes «Kadingirra», dem alten Babylon, und sind deshalb nur dort zusammenhängend nachweisbar - ein faszinierendes Detail, das bisher unentdeckt blieb. Was dieses Buch enthüllt: - Astronomische Ausrichtung: Wie die Große Pyramide als eine Art kosmische Uhr dient - Vergessene Hochkultur: Welche Zivilisation möglicherweise vor 5000 Jahren existierte - Mythen & Realität: Die Verbindung zwischen Osiris, der Sintflut und dem Ursprung der Menschheit - Archäologie & Astronomie: Wie Sterne und Bauwerke eine gemeinsame Sprache sprechen

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Seitenzahl: 334

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Für Caroline …

Armin Argast Anderegg: Auf den Spuren alter Geheimnisse

Geboren 1953 in Basel, ist bereits seit seiner Jugend beeindruckt von den Mythen und Philosophien alter Kulturen, insbesondere jenen aus dem Orient, Indien und Ägypten. Seine Neugier gilt dabei stets auch den ungelösten Rätseln der Vergangenheit. Im Jahr 1994 zog ihn eine neue Hypothese zu den drei großen Pyramiden von Gizeh in ihren Bann. Er tauchte tief in die Materie ein, doch die postulierte Sternenkonstellation erwies sich als enttäuschend. Unbeirrt und voller Zuversicht begab er sich daraufhin auf eine eigene, spannende Suche, um das Rätsel der Orion-Korrelationstheorie zu lösen. Was folgte, war ein glücklicher Zufall, der sich als entscheidender Schlüssel erwies. Diese Entdeckung führte ihn in den vergangenen dreißig Jahren zu einer Reihe bahnbrechender Erkenntnisse und Ergebnisse, die zu einer überraschenden und letztlich bedeutenden Lösung führten. Ein faszinierender Weg, der die Grenzen unseres bisherigen Wissens über Gizeh und die «Große-Pyramide» in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Inhaltsverzeichnis

EINLEITENDE ZUSAMMENFASSUNG

DIE ASTRONOMISCHEN UND KALENDARISCHEN KENNTNISSE DER ALTEN WELT

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DAS GRAB DES SENENMUT

WAR BABYLON DER PLANUNGSORT FÜR DIE GIZEH-PYRAMIDEN?

DAS ZEITALTER DES GOTTES OSIRIS

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BILDNACHWEISE

ABBILDUNGEN

INDEX

WEITERE INFORMATIONEN

Einleitende Zusammenfassung

Das Interesse an der alten ägyptischen Kultur und insbesondere an der «Großen-Pyramide» als dem einzigen noch erhaltenen Weltwunder bleibt ungebrochen. Die Pyramide wurde bereits auf vielfältige Weise erforscht. 1994 wurde die «Orion-Korrelationstheorie» von Robert Bauval und Adrian Gilbert populär, die besagt, dass die drei großen Pyramiden die Gürtelsterne des Orion abbilden.1 Die Korrelation wurde 2014 von Fachgelehrten bestätigt.2 Allerdings glauben die Entdecker, dass sie auf 10.500 v. Chr. zurückzuführen ist. Zur Untermauerung ihrer These beziehen sie sich auf Platons Berichte über den Untergang der sagenumwobenen Insel Atlantis um 9000 v. Chr. Dies bewog mich dazu, die postulierte Sternenkonstellation genau zu untersuchen. Das Ergebnis fiel unerwartet enttäuschend aus. Dennoch war ich überzeugt, dass das Pyramidengelände die Abbildung eines Sternenhimmels darstellt und auf ein bedeutendes, zeitlich bestimmbares Ereignis hinweist. Voller Zuversicht begann ich bereits 1996 mit der Suche, um das Rätsel der Orion-Korrelationstheorie zu lösen.

Der Diskussion liegt die Theorie zugrunde, dass das Pyramidengelände von Gizeh und die Schächte in der «Großen-Pyramide» astronomisch ausgerichtet sind. Um eine nachweisbare Korrelation zwischen der Sternenkonstellation und dem Pyramidengelände zu finden, begann ich meine Forschung mit der Auswirkung der Präzessionsbewegung der Erdachse auf die Bewegung des Sternbilds Löwe sowie des Orion-Gürtelsterns Alnitak. Inspiriert von Bauvals Ideen analysierte ich über die Jahrtausende das am Horizont erscheinende Sternbild Löwe und die dazu abhängige Position des Sterns Alnitak. Im Ablauf eines halben Präzessionszyklus bemerkte ich, dass das Sternbild Löwe über einen langen Zeitraum von rund 11.000 bis 5000 v. Chr. relativ waagerecht am Horizont aufging und danach allmählich in eine senkrechte Lage überging.

Etwas Bedeutendes war im Süden auf dem Meridian zu beobachten. Die Sterne stiegen in dieser Zeitspanne von ihrem tiefsten zu ihrem höchsten Punkt in Richtung des Zenits auf. Dabei kam mir die Idee, der Breitengrad des Standorts der «Großen-Pyramide»3 müsste sich auf dem südlichen Meridian in der Höhe des Sterns Alnitak widerspiegeln, da die Pyramide eine Spiegelung dieses Sterns darstellt. Ich durchquerte daher die Jahrtausende, bis der Stern Alnitak auf dem Meridian die dem Breitengrad der «Großen-Pyramide» entsprechende Höhe erreichte. Das angezeigte Jahr war nicht sehr aufschlussreich. Nach weiterer Suche stellte sich heraus, dass die ortsunabhängige Deklination4 dieses Sterns zur Bestimmung entscheidend sein könnte. Auch dies führte zunächst zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis und regte zu weiteren Überlegungen an. Um den Breitengrad eines Standorts zu bestimmen, wird der Himmelsnordpol ausgemessen, da diese Werte identisch sind. Es erscheint merkwürdig, dass keiner der drei Nordschächte auf den Himmelsnordpol von 29 Grad 59 Minuten, entsprechend dem Breitengrad der «Großen-Pyramide», ausgerichtet wurde. Dies ist besonders erstaunlich, da der Norden bekannt war, denn eine der vier Grundkanten ist exakt nach Norden ausgerichtet, ebenso wie die drei Nordschächte auf den nördlichen Meridian ausgerichtet sind. Die Schächte weisen die folgenden Winkel auf:

Der Nordschacht aus der Königskammer beträgt

32 Grad 36 Min.

Der Nordschacht aus der Königinnenkammer beträgt

39 Grad 00 Min.

Der Nordschacht aus unvollendeten Kammer beträgt

26 Grad 18 Min.

Der obere Nordschacht, der aus der Königskammer, weicht von den 29 Grad 59 Min. am wenigsten ab und deshalb begann ich mit der Analyse dieses Winkels. Im Astronomieprogramm suchte ich nach dem Jahr, an dem der Stern Alnitak die Deklination von minus 32 Grad 36 Min. erreichte. Da die Deklination dieses Sterns über den ganzen Präzessionszyklus immer negativ bleibt, vermutete ich, es handelt sich um die Spiegelkoordinate. Kurz vor Erreichen dieser Deklination, bei minus 32 Grad 34 Min., zeigte das Programm auf das Jahr 5702 v. Chr. Aus früheren Studien erinnerte ich mich an den Philologen August Böckh, der nach der manethonischen Königsliste die Zeitrechnung mit Menes, dem ersten sterblichen König, am 19. Juli 5702 v. Chr. mit einer Sothisperiode beginnen ließ. Hatte ich den Schlüssel zu diesem Schacht gefunden? Ich war davon überzeugt, aber das würde bedeuten, dass sich nach dem Bau eine geografische Verschiebung der Erdachse um 2.5 Grad ereignet hat. Geologen halten jedoch eine so große Veränderung in einer so kurzen erdgeschichtlichen Zeit von 4.500 Jahren für ausgeschlossen. Daher ist es nicht sinnvoll, diese Annahme weiterzuverfolgen. Doch eines schien sicher: Der obere Nordschacht wies auf das Jahr 5702 v. Chr. hin und könnte die Theorie von August Böckh bestätigen. Mir war bewusst, dass dieser Hinweis allein noch keinen Beweis darstellt, daher begann ich mit weiteren Untersuchungen. Ich studierte die unterschiedlichen Zeitrechnungen der alten Völker, insbesondere das Kalendersystem und die Sothisperiode des alten Ägypten. Dank Gustav Seyffarth, der bereits 1849 das Rätsel des Phönix löste, kann nachgewiesen werden, dass die Sothisperioden schematisch über einen Zeitraum von 1461 Jahren mit jeweils 365 Tagen geführt wurden. Der Phönix erschien nachweislich in einem großen Zyklus von 1460 Jahren, die jeweils aus 365,25 Tagen bestanden, in den Jahren 5702 v. Chr., 4242 v. Chr., 2782 v. Chr., 1322 v. Chr. und 139 n. Chr. In diesen Jahren begannen auch die sogenannten Sothisperioden. Laut den Schriften von Plinius führte das Ende sowohl der Sothisperiode als auch der Phönixperiode zu einem neuen großen Jahr und einer Erneuerung der Dinge, was als Apokatastasis bekannt ist.5 Weiteres ist über den Beginn der Zeitrechnung bei August Böckh zu entnehmen, dass laut alten Überlieferungen am Tag des Sothis-Erstaufgangs gleichzeitig Neumond war. Dies traf ausschließlich auf den 19. Juli 5702 v. Chr. zu. Grundsätzlich konnte die erste Sothisperiode in jedem beliebigen Jahr beginnen. Die Ägyptologie bestätigt jedoch, dass sich am 21. Juli 139 n. Chr. und am 20. Juli 1322 v. Chr. die Sothisperioden erneuerten. Für beide Jahre wird zudem eine Apokatastasis in Betracht gezogen, weshalb nur die Jahre 2782 v. Chr., 4242 v. Chr. oder 5702 v. Chr. als Beginn der Zeitrechnung infrage kommen. Es war also angebracht, zusätzliche Beweise zu suchen, um den Beginn der Zeitrechnung auf den 19. Juli 5702 v. Chr. zu bestätigen. Wie waren die Sternenkonstellationen in Gizeh zu Beginn der Sothisperioden in den Jahren 139 n. Chr., 1322 v. Chr., 2782 v. Chr., 4242 v. Chr., 5702 v. Chr. und 7162 v. Chr.? (Abbildungen 9–14). Zum Zeitpunkt des Sothis-Erstaufgangs war vom Sternenhimmel nicht mehr viel zu sehen, außer dem funkelnden Sirius. In der Morgenstunde, bevor der Sothis-Erstaufgang stattfand und die Sonne rund 20 Grad im Nordosten unter dem Horizont stand, war noch Nacht und die Sterne sichtbar. Da das Sternbild Löwe am Beginn der Sothisperiode des 19. Juli 5702 v. Chr. waagerecht am Horizont aufging und das Sternbild Orion über dem Horizont stand, war dies auch die überzeugendste Sternenkonstellation (Abbildungen 13). Aber was ist so bedeutend daran? Erst viele Jahre später erkannte ich, wie exakt das Pyramidengelände mit dem Sternenhimmel am 19. Juli 5702 v. Chr. übereinstimmte. Die Pyramiden sind genau nach acht Himmelsrichtungen ausgerichtet. Ausschlaggebend war nun die Erkenntnis, dass von der «Großen-Pyramide» aus gesehen, Heliopolis, die Stadt, die die Sonne symbolisiert, sich genau im Nordosten, also auf 45 Grad befand (Abbildung 15). Stellt man im Astronomieprogramm am Tag des Sothis-Erstaufgangs den Sternenhimmel jeweils so ein, dass die Sonne immer genau auf einem Azimut von 45 Grad steht, befand sie sich noch rund 20 Grad unter dem Horizont. Das Sternbild Orion stand dabei über dem Horizont und im Verlaufe von 7162 v. Chr. bis 139 n. Chr. verschob sich seine Position von Südsüdost in Richtung Osten (Abbildung 9–14). Am 19. Juli 5702 v. Chr. ereignete sich ein besonderes Ereignis. Als die Sonne genau auf 45 Grad, also im Nordosten unter dem Horizont stand, erreichte der Stern Alnitak des Orion genau den Südosten auf 135 Grad (Abbildung 13). Das Sternbild Orion war fast vollständig über dem Horizont sichtbar. Der Stern Saiph, unten links, befand sich auf der Horizontlinie und war deshalb nicht zu sehen. Betrachtete man diese Sternenkonstellation aus nordwestlicher Beobachtungsrichtung von der Anhöhe der Radief-Pyramide aus, so befand sich die «Große-Pyramide» exakt im Südosten auf 135 Grad. In deren Verlängerung stand der Stern Alnitak ebenfalls genau auf 135 Grad über dem Horizont. Die Sonne und die Stadt Heliopolis lagen im Nordosten auf exakt 45 Grad. Die wichtigsten Sterne, insbesondere jene des Orion-Gürtels, sowie die Sonne spiegeln sich präzise im Pyramidengelände von Gizeh wider (siehe Abbildung 13 und 15). Dies ist der zweite Nachweis, für den Beginn der Zeitrechnung am 19. Juli 5702 v. Chr. Eine der vier Grundkanten der «Großen-Pyramide» ist präzise auf den geografischen Nordpol ausgerichtet. Daher suchte ich nach der Spiegelung dieses nördlichen Bezugspunktes, der mit dem Stern Alnitak verknüpft ist. Im Astronomieprogramm entdeckte ich, dass dies der heutige Polarstern, Polaris im «Kleinen Wagen», ist. Dieser Stern steht nördlich und in direkter Verbindung zum Stern Alnitak des Orion. Steigt Alnitak während eines halben Präzessionszyklus am südlichen Meridian auf, sinkt Polaris am nördlichen Meridian. Diese beiden Sterne sind also für weitere Untersuchungen bedeutende Zeitmesser der Jahrtausende. Mich interessierte deshalb die Höhe des Sterns Polaris über dem Horizont in Gizeh zu Beginn der Sothisperiode am 19. Juli 5702 v. Chr. Diese betrug 68 Grad und 54 Minuten. Keiner der drei Nordschächte wies einen derart großen Winkel auf. Eine Eingebung führte mich dazu, den Himmelsnordpol6 von diesem Höhenwert abzuziehen. Das Ergebnis war überraschend. Es resultierte ein Winkel von fast 39 Grad, der nur um 0,21 % vom Winkel des Nordschachtes der Königinnenkammer abwich (Abbildung 17). Somit ist der Beginn der Zeitrechnung ein weiteres Mal für den 19. Juli 5702 v. Chr. bestätigt. Dies ist kein Zufall, da sich mit den beiden anderen Nordschächten nach der gleichen Methode, die darauffolgenden Sothisperioden der Jahre 4242 und 2782 v. Chr. nachweisen lassen (Abbildung 17). Der von August Böckh berechnete Beginn der Zeitrechnung am 19. Juli 5702 v. Chr., ist somit zum dritten Mal bestätigt und kann als Beweis angesehen werden. Böckh war überzeugt, dass die Chronologie der manethonischen Königsliste linear verlief, was ich ebenfalls mit meinen weiteren Untersuchungen bestätigen kann. Die Verträge von Siut, die an I Achet 1 mit der Hieroglyphe wep renpet beginnen, und das darauffolgende Wagi-Fest, das an I Achet 17 und 18 folgte, markieren nicht, wie von der Ägyptologie begründet, den Beginn des bürgerlichen Kalenders. Stattdessen weisen sie auf den Kalenderbeginn mit einem Sothis-Erstaufgang am I Achet 1 hin. Dies kennzeichnet den Beginn einer Sothisperiode, der dritten, die vom Jahr 2782 v. Chr. und fällt in die 14. Dynastie der linearen manethonischen Königsliste.7 Das Deckengemälde im Grab des Senenmut weist darauf hin, dass am 20. Juli 1322 v. Chr. bereits die 4. Sothisperiode begann (Abbildungen 23–25). 8 So erwähnte auch Böckh, dass Saint-Martin die Ansicht vertrat, die ägyptischen Priester hätten gegenüber Herodot von vier Erneuerungen der Sothisperiode gesprochen. Mehrfach weise ich nach, dass bestimmte Daten, insbesondere jene, die in Illahun gefunden wurden, aus der 2. Sothisperiode 4242 v. Chr. stammen. Diese Daten wiederholten sich im alten Ägypten zur Zeit der Könige Sesostris III. und Amenemhet III. in der Sothisperiode 2782 v. Chr. und stimmen von daher nicht mehr vollständig überein. Insbesondere sind die Daten vom Papyrus (Berol 10056) in der schematischen Sothisperiode von 4242 v. Chr. viel präziser. Gleiches gilt für die Doppelkalender von Ebers und Smith. Diese Kalender begannen seltsamerweise als gesonderte Sothisperioden in der Sothisperiode von 4242 v. Chr. mit dem Monat wep renpet, in dem der Sothis-Erstaufgang zur Sommersonnenwende stattfand.9 Im Kapitel «Die Sommersonnenwende und der Sothis-Erstaufgang»10 erkläre ich die Bedeutung der Sommersonnenwende im Zusammenhang mit dem Sothis-Erstaufgang sowie die astronomische Bedeutung des Satis-Tempels von Elephantine.11 Die Ägyptologie geht davon aus, dass die Ausrichtung der ersten Tempelnische des Satis-Tempels auf Elephantine im 4. oder 3. Jahrtausend v. Chr. auf die Wintersonnenwende und den heliakischen Aufgang von Sothis abgestimmt war. Meine Untersuchungen ergaben ein genaues Datum, an dem der Tag der Wintersonnenwende mit dem Tag des Hathor Festes im Kalender zusammenfiel, nämlich auf I Achet 19. Dies ereignete sich nach der halben Sothisperiode, welche am 19. Jul. 4242 v. Chr. begann.12 Schließlich kann ich nachweisen, dass die Angaben der Feste im Verwaltungskalender auf den Beginn der Zeitrechnung des 19. Juli 5702 v. Chr. hinweisen. Bei keiner weiteren Sothisperiode fand die Sommersonnenwende 18 Tage nach dem Erstaufgang der Sothis statt.13 Anzumerken ist, dass die lineare Chronologie des Manetho nicht den Beginn der ägyptischen, sondern der sumerischen Zeitrechnung dokumentiert, da das alte Ägypten erst um 3100 v. Chr. begann. Dies hat folglich Auswirkungen auf die Bauzeit der «Großen-Pyramide». Welche Bedeutung haben die Südschächte der «Großen-Pyramide»? Die Nordschächte sind mit Polaris verbunden; daher sollten die Südschächte eine Verbindung zum Stern Alnitak aufweisen. Die Südschächte der drei Hauptkammern wurden in den folgenden Winkeln angelegt?

Der Winkel der großen Galerie beträgt

26 Grad 18 Min.

Der Winkel der Königinnenkammer beträgt

39 Grad 30 Min.

Der Winkel der Königskammer beträgt

45 Grad 08 Min.

Der Stern Alnitak erreicht den Winkel von:

26 Grad 18 Min. im Jahr 5886 v. Chr.

39 Grad 30 Min. im Jahr 3535 v. Chr.

45 Grad 08 Min. im Jahr 2436 v. Chr.

Aus diesen Informationen sind keine bedeutenden Jahre erkennbar. Bei einer Betrachtung des Standorts von 32 Grad 34 Minuten erreicht der Stern Alnitak den Winkel:

der großen Galerie im Jahr

5455 v. Chr.

des Schachtes der Königinnenkammer im Jahr

3102 v. Chr.

des Schachtes der Königskammer im Jahr

1921 v. Chr.

Das Jahr 3102 v. Chr. sowie das Jahr 5455 v. Chr. sind von besonderem Interesse. Laut indischen und muslimischen Überlieferungen fand im Jahr 3102 v. Chr. eine Sintflut statt. Das sagenumwobene Kali-Yuga, das dunkle Zeitalter der Inder, begann 3102 v. Chr. mit einem neuen Kalender. Auch der Maya-Kalender begann in dieser Zeit, wie ich im Kapitel «Der Maya-Kalender» berichte. Im Jahr 5455 v. Chr. war es von besonderer Bedeutung, dass der Stern Alnitak den Winkel der eindrucksvollen großen Galerie erreichte. Gleichzeitig erreichte der Stern Edasich im Sternbild Drache auf dem nördlichen Meridian sichtbar die obere Kulmination auf einer Höhe von 39 Grad, was dem Winkel des Nordschachtes der Königinnenkammer entspricht. Ein halbes Jahr später erreichte Edasich auf dem nördlichen Meridian sichtbar die untere Kulmination in einer Höhe von 26 Grad 18 Min., was dem Winkel des nördlichen Aufgangsschachtes der unvollendeten Kammer entspricht. Dazwischen lag der Himmelsnordpol auf 32 Grad 34 Min., entsprechend dem Winkel des Nordschachtes der Königskammer, wodurch vier Schächte innerhalb eines einzigen Jahres präzise verifiziert wurden. In diesem Jahr überquerte zudem der Stern Aldebaran den Südschacht der Königinnenkammer bei 39 Grad 30 Minuten, und die Plejaden überquerten den Südschacht der Königskammer bei 45 Grad. Dies ist beeindruckend, da alle Schächte innerhalb eines einzigen Jahres bestätigt sind (Abbildungen 34–36). In der Vergangenheit wurde von wissenschaftlicher Seite eingewendet, dass die «Große-Pyramide» niemals auf dem Breitengrad 32 Grad 34 Minuten gelegen haben kann, da keine Verschiebung der Erdachse um 2,5 Grad stattgefunden hat. Obwohl ich den Breitengrad von Babylon in meinem Buch «Der Gizeh Sternen Code» erwähnte und die entsprechende Stelle etliche Male las, erkannte ich erst während einer neueren Überarbeitung im Jahr 2024 die volle Tragweite: Babylon befand sich ja genau auf diesem angenommenen Breitengrad! Babylon war der bekannteste Ort der Astronomie der Alten Welt, wo präzise Sternenberechnungen durchgeführt wurden. In der Zeit des alten Sumers wurde die Stadt «Kadingirra» genannt, was «Tor Gottes» bedeutet und während der Gründungszeit des alten Sumers entstand. Der Erbauer der «Großen-Pyramide» wollte mit dem Winkel des oberen Nordschachtes auf den Standort seiner Berechnung und infolgedessen auf seinen Herkunftsort, Babylon, hinweisen. Deshalb sind auch die Winkel der übrigen Nord- und Südschächte so angelegt, dass sie nur mit den Sternen über Babylon übereinstimmen und dort verifiziert werden können. Dies ist der entscheidende Schlüssel zur Lösung eines Rätsels von Gizeh. Der Nachweis aller Schächte, die in einem einzigen Jahr auf Sterne über Babylon ausgerichtet sind, deutet darauf hin, dass der Baubeginn sowie die Regierungszeit des Erbauers auf 5455 v. Chr. datiert werden können. Ein solch spezifischer Zusammenhang der Schächte mit den Sternen ist in Gizeh selbst nicht nachweisbar. Weder der Standort der «Großen-Pyramide» noch der Sinn und Zweck der Schächte konnten deshalb in der Vergangenheit eindeutig nachgewiesen werden. Zwar vermutete man, dass die Schächte zu bestimmten Zeiten auf bestimmte Sterne ausgerichtet sind, doch waren laut dem Ägyptologen Rolf Krauss alle Versuche, dies zu beweisen, bislang erfolglos. Er hält alle bisherigen astronomischen Theorien über die Schächte, einschließlich der von Bauval, für unhaltbar.

Es stellt sich die Frage, weshalb die drei großen Pyramiden in Gizeh und nicht in Babylon gebaut wurden. Die Antwort liegt in der Genialität des Bauherrn: Er dokumentierte damit sowohl den Beginn der Zeitrechnung als auch den Baubeginn der «Großen-Pyramide». Die astronomischen Gegebenheiten verdeutlichen dies: Am 19. Juli 5702 v. Chr. um 02:59:28 Uhr Ortszeit zeigte der Stern Alnitak im Orion in Babylon eine Abweichung von 40 Minuten (entspricht 1,48 %) im Vergleich zu Gizeh, als die Sonne in Babylon genau im Nordosten auf 45 Grad stand. Nur in Gizeh jedoch befand sich Alnitak exakt im Südosten auf 135 Grad, während gleichzeitig die Sonne im Nordosten präzise auf 45 Grad und etwa 21 Grad unter dem Horizont stand. Die einzigartige Übereinstimmung in Gizeh macht den Standort unverzichtbar: Die drei großen Pyramiden bilden die Gürtelsterne des Orion ab, Heliopolis dient als symbolischer Ort der Sonne und der Nilverlauf repräsentiert die Milchstraße. Diese Konstellation stimmt nur in Gizeh vollständig überein (siehe Abbildung 15). Diese präzisen Daten belegen eindeutig, dass seit dem Bau der «Großen-Pyramide» keine Veränderung der Erdachse stattgefunden hat. Somit ist Babylon als der Ort der Berechnung bewiesen, und der Erbauer stammte aus dem Land Sumer.

Das ist eine bedeutende Entdeckung!

1 (Bauval & Gilbert, Das Geheimnis des Orion, 1996)

2 (Orofino & Bernardini, 2014)

3 Breitengrad beträgt 29 Grad 59 Minuten.

4 Koordinaten der Himmelskugel. Die Höhe eines Sterns, gemessen vom Äquator aus. Nördlich sind die Zahlen im Plus und südlich im Minus. Der Himmelsnordpol ist +90 Grad und der Himmelssüdpol –90 Grad.

5 Erklärung auf Seite 91

6 In Gizeh auf 29 Grad 59 Minuten

7 Siehe Kapitel «Das Hathor-Fest, die Sommersonnenwende, das Wag-Fest und der Beginn der Zeitrechnung» Seite 116

8 Kapitel «Das Grab des Senemut» Seite 164

9 Kapitel «Öffner des Jahres / Jahresbeginn / wep renpet» Seite 141 und 150

10 Ebenda, Seite 144

11 Kapitel «Der Satis-Tempel, die Wintersonnenwende und der Sothis-Erstaufgang» Seite 154

12 Ebenda, Seite 154

13 Unter «Der Beginn der Zeitrechnung ist im Verwaltungskalender festgelegt» Seite 123

Die astronomischen und kalendarischen Kenntnisse der Alten Welt

Die Geschichte der Astronomie

Dieses Kapitel behandelt die astronomischen und kalendarischen Kenntnisse der Alten Welt sowie die Geschichte der Astronomie. Das Streben nach astronomischem Wissen ist so alt wie die Menschheit selbst. Mesopotamische, ägyptische, mayanische und indische Aufzeichnungen belegen detaillierte Beobachtungen bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. Die astronomischen Beobachtungen begannen jedoch nicht erst im 3. Jahrtausend v. Chr., sie sind bis ins 5. Jahrtausend v. Chr. zurückzuführen. Verschiedene historische Quellen und Überlieferungen nennen mögliche Begründer der Astronomie.

Das Trachten nach jenen lichten Welten scheint so alt wie das Menschengeschlecht.14

Die Geschichte der Astronomie umfasst zeitlich die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit. Die Astronomie entstand bereits in der Steinzeit.15 Dennoch kann bei keinem der alten Völker der Ursprung und Beginn festgelegt werden. Sollte das Pyramidengelände ein Abbild des Sternenhimmels darstellen und es möglich wäre, daraus einen genauen Zeitpunkt zu ermitteln, würde dies von großer Bedeutung sein. Einer, der die Chronologie der alten Völker mithilfe der Astronomie untersuchte, war der Ägyptologe Gustav Seyffarth, Professor der Archäologie der Leipziger Universität. Ihm gelang es trotz großer Begabung und außerordentlichen Bemühungen nicht, seine Position gegen das sich entwickelnde Establishment der Ägyptologen in Paris, Berlin und Pisa durchzusetzen. Es ging so weit, dass auf Drängen der Champollion-Partei, die sich um Lepsius gebildet hatte, Seyffarth 1854 die Universität in Leipzig verlassen musste. In den U.S.A. begann er ein neues Leben, wo er weiter die Zeitrechnung des Alten und Neuen Testamentes sowie die aller alten Völker erforschte. Er wollte den Ursprung der Menschheit und ihre Entwicklung ergründen und chronologisch einreihen. Er vertrat die Ansicht, dass:

Das ganze Altertum, Josephus, der Koran, das N. T., die Inder, die Chaldäer, die Phönizier u. a. bezeugen, dass es schon vor der Sintflut, in den 2424 Jahren von Adam bis Noah, Alphabet und Bücher gegeben habe, dass die Wissenschaften von Seth herrühren.16

Seth, einer der Söhne Adams, soll bereits der Begründer der Wissenschaften gewesen sein.

Seyffarth beschäftigte sich mit den überlieferten astronomischen Daten:

Aber woher weiß man denn, dass die Astronomie so jung sei? Bei historischen Untersuchungen kommt es nicht darauf an, was unsere arme Selbstweisheit für wahrscheinlich hält, sondern darauf, was die Vorfahren überliefert haben; und das hält der Freund der Wahrheit so lange mit allen seinen Kräften fest, bis ihm mit Sicherheit das Gegenteil bewiesen worden ist.17

Der deutsche Gymnasial-Professor Dr. Johannes Bumüller berichtete vom Historiker Diodor Folgendes:

Da aber die alten Sagen gerade von Aegypten [sic!] behaupten, dass hier die Götter entstanden seien, auch erzählt wird, es sei hier schon in ältesten Zeiten die Kunst erfunden worden, die Bewegungen der Gestirne zu beobachten …18

Seyffarth erwähnte über Seth Weiteres:

Es ist möglich, dass Seth als Urheber der Astronomie bei den Alten galt.19

Josephus Flavius bezieht sich auf die folgende Geschichte von Seth, einem Sohn Adams, und seinen Nachkommen. Seth wird als tugendhaft und rechtschaffen beschrieben, und gesagt wird, dass er und seine Nachkommen friedlich und glücklich in demselben Land lebten, unberührt von Leid oder Unheil. Er erwähnt auch, dass sie die Stern- und Himmelskunde zuerst erfunden haben. Um sicherzustellen, dass ihre Erfindungen nicht vergessen werden, errichteten sie zwei Säulen, eine aus Ziegeln und eine aus Steinen, und schrieben ihre Erfindungen darauf. Dies geschah vor dem Hintergrund einer Prophezeiung Adams über den Untergang aller Dinge durch Feuer oder Wasser. Die Idee war, dass, wenn die Ziegelsäule im Wasser untergehen würde, die Steinsäule erhalten bleiben und den Menschen das darauf Eingeschriebene zeigen würde. Es wird auch darauf hingewiesen, dass eine Ziegelsäule errichtet worden sei. Es wird behauptet, dass die steinerne Säule bis zum heutigen Tag in Syrien steht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Aussage die Geschichte von Seth und seinen Nachkommen erzählt, ihre Errungenschaften in der Astronomie und ihre Bemühungen, ihr Wissen für zukünftige Generationen zu bewahren.20

Auch Seyffarth erwähnte von Josephus:

Die Überlieferung bei Josephus schreibt dem Seth, Adams Sohne, die Astronomie zu; nach den Aegyptern entstand sie unter Necho, Necepsus, Pitosiris, Thot, Aesculap, Anubis21 …

Und von Diodor berichtet er,

Nach Diodor waren die Aegypter in Besitz von astronomischen Beobachtungen seit den ältesten Zeiten …, von astronomischen, dem Thot-Seth zugeschriebenen Werken, von astronomischen Thatsachen [sic!], die sogar

Hipparch benutzt hat; selbst die Inder und Chinesen setzen den Ursprung der Sternkunde in die erste Zeit der Schöpfung …22

Den alten Überlieferungen zufolge erfanden also bereits Seth und seine Söhne die Stern- und Himmelskunde. Von welchem Zeitpunkt an kann nun aber die Astronomie als wissenschaftlich bezeichnet werden? Der Astronomie-Historiker und Assyriologe Franz Xaver Kugler leugnete jede wissenschaftliche Astronomie vor dem 7. Jahrhundert. Hipparch war seiner Ansicht nach der Erste, der den Präzessionszyklus entdeckte. 23 Diodor berichtete hingegen, dass Teile der astronomischen Kenntnisse Hipparch’ auch die über den Präzessionszyklus, aus alten Werken des Thot stammten! Demzufolge war Hipparch nicht der Entdecker. An weiterer Stelle schrieb Seyffarth, dass die alten Schriften uns an vielen Stellen berichten, dass die Ägypter seit unvordenklichen Zeiten astronomische Beobachtungen durchgeführt haben. Er ist überzeugt, dass die Astronomie bis zu Seth, dem Sohn Adams zurückreicht und die astronomischen Beobachtungen bis ins Jahr 5871 v. Chr. datiert werden können.24 Die Ägypter haben also eine lange Tradition der Astronomie, die bis in die frühesten Zeiten der menschlichen Geschichte zurückreicht. Als Begründer der Astronomie ist der biblische Seth mehrfach erwähnt und sollte deshalb als der erste Thot in Betracht gezogen werden. Die Astronomie war also bereits sehr alt und Seyffarth erahnte die Bedenken und Gegenstimmen:

Welchem Menschen kann jemals zugemutet werden, zu glauben, dass die Astronomie so alt sei, dass man schon vor der Sündfluth [sic!] astronomische Beobachtungen angestellt, dass Noah um tausendjährige Constelltionen [sic!] sich bekümmert und sie aufbewahrt habe! 25

Mesopotamische Aufzeichnungen auf tausenden ausgegrabenen Tontafeln belegen bereits genaue astronomische Beobachtungen, welche bis ins 3. Jahrtausend zurückreichen. Die Babylonier kannten schon alle wichtigen Himmelszyklen erstaunlich genau. Auch in Ägypten existieren bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. zurückreichende, schriftliche Aufzeichnungen über Techniken und deren Bedeutung in der altägyptischen Astronomie. Der Kalender der Maya reicht ebenfalls bis 3373 v. Chr. zurück.26 Desgleichen besaßen die Inder um 3100 v. Chr. hohe Kenntnisse in Astronomie. Erwähnt wird in einem alten indischen Text:

Im Kauschitaki Brahmana finden wir präzise astronomische Abhandlungen, die darauf hindeuten, dass die Hindus bereits 3100 v. Chr. umfassende Kenntnisse auf dem Gebiet der Astronomie hatten und diese praktisch verwerteten … 27

Woher besaßen diese alten Völker bereits so umfassende Kenntnisse? Die astronomischen Beobachtungen konnten nicht erst im 3. Jahrtausend v. Chr. beginnen. So ist aus dem Buch «Das Alter der babylonischen Astronomie» von Alfred Jeremias zu entnehmen:

Von vornherein sprechen folgende Beobachtungen dafür, dass der Ursprung der Bilder altbabylonisch ist und zwar entstanden in der Zeit, in der der Anfang des Kreislaufs den Stier, wenn nicht gar die Zwillinge, als Frühlingspunkt aufzeigt.28

Der Frühlingspunkt29 ist der Schnittpunkt des Himmelsäquators mit der Ekliptik, wo die Sonne zur Tagundnachtgleiche am Frühlingsbeginn steht. Dieser Punkt wandert während eines Präzessionszyklus durch den ganzen Tierkreis. Gegenwärtig befindet sich der Frühlingsbeginn noch im Sternzeichen der Fische und um 5800 v. Chr. befand er sich im Sternzeichen der Zwillinge.

Ein genauer Kalender bereits im 5. Jahrtausend v. Chr.?

Um einen genauen Mond- oder Sonnenkalender zu erstellen, braucht man nicht nur astronomische Beobachtungen über einen längeren Zeitraum, sondern auch Kenntnisse über die Bewegungen der Himmelskörper und die Fähigkeit, diese Bewegungen präzise zu berechnen. Der Kalender sei bereits sehr alt. Wie im Duden «Astronomie Basiswissen Schule» zu entnehmen ist, entwickelten die Ägypter ihren Kalender im 5. Jahrtausend v. Chr. Das Jahr bestand aus 365 Tagen30 und weist daher auf einen Sonnenkalender hin. Leider fehlen im Duden genaue Quellenangaben. Der gegenwärtige Kalender der koptisch-orthodoxen Kirche führt seine Ursprünge ebenfalls auf den ägyptischen Kalender bis ins 5. Jahrtausend v. Chr. zurück. Es ist eines der ältesten Kalendersysteme und wird nach einigen Reformen noch immer verwendet.31 Das koptische Wissen über den Kalender stammt aus alten, überlieferten Quellen.

Thot – der Schreiber der Wissenschaft

Ist insbesondere das kalendarische und astronomische Wissen eine menschliche Errungenschaft oder ein Wissen von den Göttern? Der Ägyptologe Eduard Meyer schrieb überzeugt:

…, dass bereits in der Zeit von Menes ein Kalender bestand. Der Kalender von 365 Tagen bereits etwas Gegebenes und Geheiligtes war.32 … er bestand schon in der Zeit, da die Götter geboren wurden und die jetzige Weltordnung geschaffen wurde.33

Nach diesen alten Überlieferungen war der Kalender keine menschliche Erfindung. Dies geht auch aus dem Buch Henoch hervor. Henoch, der

7. Patriarch vor der Sintflut, wurde von den Göttern in verschiedene Wissensgebiete, so auch in die Astronomie eingeweiht.

Die sieben ersten Patriarchen waren Adam, Seth, Enos, Kenan, Mahalalel, Jared und Henoch. Henoch war der Schreiber der Wissenschaften und sei identisch mit Hermes. Der altägyptische Gott Thot wiederum sei identisch mit dem ersten Hermes, der aber hieß Agathdaimon und dieser war Seth, ein Sohn Adams.

Dr. D. Chwolson schreibt vom byzantinischen Mönch Georgios Synkellos:

Syncellus sagt von den Schriften des Manetho, dass derselbe sie aus den Gedenktafeln schöpfte, welche einst im seriadischen Lande standen und, wie er (Manetho) sagt, im heiligen Dialecte [sic!] und in heiliger Steinschrift von Thoth, dem ersten Hermes, beschrieben wurde, nach der Sintfluth [sic!] aber aus dem heiligen Dialecte [sic!] in [griechische] Volkssprache und in die heilige Bücherschrift übertragen und in Bücher vom zweiten Hermes, dem Sohne des Agathodämon und Vater des Tat, in Archiven der Tempel niedergelegt worden waren.34

Das Land Seir oder das seriadische Land war gemäß altem Testament der Wohnort der Hurriter. Eine zuerst im Tempel von Soleb unter Amenophis III. bezeugte Ortsliste, die um 1380 v. Chr. datiert wird, führt die Bezeichnung «Schasu-Land Seir»35

Weiter schreibt Chwolson:

Nach Dimeschqî hätten die Ssabier ihre Lehren von Agathodämon empfangen, dem sie Hermes Trismegistos überliefert worden waren. Ungefähr dasselbe sagt auch Magrîzî. Nach Bastâmî wird der biblische Seth von den Ssabiern Agathodämon genannt und auf Griechisch soll er Orâfî, oder nach einer anderen Lesart Orânî heißen.36

Laut Spuler’ Beitrag im Handbuch der Orientalistik wird erzählt, dass eine legendäre Figur namens Hermes bereits vor der großen Flut existiert haben soll. Dieser Hermes soll als einer der Ersten die Bewegungen der Sterne und andere himmlische Phänomene betrachtet haben. Es heißt, sein Großvater Kayōmart, der oft mit der biblischen Figur Adam gleichgesetzt wird, hätte ihm die Geheimnisse der Stunden von Nacht und Tag erklärt. Hermes war auch der Pionier beim Bau von Tempeln und begann, über Medizin nachzudenken. Er verfasste Gedichte, die sich sowohl mit irdischen als auch mit himmlischen Themen befassten. Angeblich war Hermes der Erste, der die drohende Sintflut voraussagte. Aus Sorge, dass das Wissen der Menschheit verloren gehen könnte, errichtete er Tempel – unter anderem einen in Iḫmim – und ließ das gesamte Wissen, die Techniken und Handwerke in deren Wände meißeln. Nach der Sintflut soll ein weiterer Hermes in Babel gelebt haben, der ebenfalls große Kenntnisse in Medizin, Philosophie und Mathematik besaß. Diese Erzählungen über Hermes betonen seine Rolle als Bewahrer und Weitergeber von Wissen durch die Zeiten hinweg.37 Manche Leute meinen, dass Henoch der ursprüngliche Hermes gewesen ist. Andere denken aber, dass es eher Seth war. Riessler erzählt in alten jüdischen Schriften, dass Henoch von den Göttern erfahren hat, dass ein Jahr 365 Tage hat und er derjenige ist, der die Astronomie erfunden hat.38 Dazu schreibt er von Eupolemus der berichtete, dass Abraham intensiv mit den Priestern in Heliopolis kommunizierte und ihnen viel Wissen vermittelte, insbesondere in der Astrologie und ähnlichen Bereichen. Er betonte, dass die Babylonier, genauso wie Abraham selbst, für die Erfindung der Astrologie verantwortlich seien, wobei die ursprüngliche Idee auf Henoch zurückgeht. Henoch soll der Erste gewesen sein, der das Wissen über die Sterne und den Himmel entwickelt hat, und nicht die Ägypter.39 Aus verschiedenen Überlieferungen ist auch zu entnehmen, dass es zwei Hermes vor der Sintflut gegeben habe. Henoch wurde auf der sumerischen Königsliste WB 444 als der siebte aufgeführte König40 mit Namen En-mendur-ana (Emmeduranki) von Sippar identifiziert. Dieser war der vorletzte König der vordynastischen Zeit, also vor der Sintflut. War Henoch derjenige Hermes, welcher auf En-men-dur-ana (Emmeduranki) von Sippar zurückzuführen ist, so ist auf der Königsliste der erste König von Eridu Alulim dem Adam und der zweite Alalngar dem Seth gleichzusetzen. Stammten diese beiden großen Gelehrten in Wahrheit aus dem Zweistromland? Aus den alten Überlieferungen ist auch zu entnehmen, dass Seth der erste Thot war. Er lebte am Anfang, Henoch hingegen erst am Ende der ersten Sothisperiode unweit von der Sintflut entfernt. Ich werde später darauf eingehen, um welche Sothisperiode es sich handelt.

Werner Papke, Wissenschaftshistoriker und Altorientalist, der die Welt der Chaldäer mit seinem Buch «Die Sterne von Babylon» entschlüsselte, schrieb über Abraham in seiner Einleitung:

Noch als Abraham die chaldäische Stadt Ur am Persischen Golf verließ, da wusste er mehr von den Gesetzen des Himmels und der Herrschaft über die Erde als Pythagoras, Eudoxos, Hipparch und Ptolemäus zusammen.41

Papke schreibt in seinem Buch von einem Abu’l Farağ, geboren 1226 zu Metilene. Dieser erwähne in seiner Dynastien-Geschichte einen «Hermes der Babylonier». Der lebte in Kalluba kurz nach der Sintflut, einer Stadt der Chaldäer, dem sie die vornehmsten Kenntnisse von den Gestirnen verdanken. Als weiteren erwähnt er Al Bitruği (12. Jahrhundert), der ebenfalls von einem babylonischen Hermes berichtet, den die Ssabier des Mittelalters als ihren Religionsstifter betrachten.42

14 (Papke 1989) Seite 13

15 (Hamel 2004)

16 (Seyffarth, Übersicht neuer Entdeckungen 1857) Seite 31

17 (Seyffarth, Die Phönixperiode "in Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft Band III" 1849) Seite 78

18 (Diodor's von Sicilien 1866, Erstes Buch) I, 9 Seite 16

19 (Seyffarth, Chronologia Sacra - Untersuchungen über das Geburtsjahr des Herrn und die Zeitrechnung des Alten und Neuen Testamentes 1846) Seite 232

20 (Josephus 1852) Seite 16

21 Es wurde mit einem 3 monatigen Jahr gerechnet. Weiteres in Kapitel «Die Zeitrechnung der alten Völker»

22 (Seyffarth, Chronologia Sacra - Untersuchungen über das Geburtsjahr des Herrn und die Zeitrechnung des Alten und Neuen Testamentes 1846) Seite 173–174

23 (Papke 1989) Seite 238

24 (Seyffarth, Die Phönixperiode "in Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft Band III" 1849) Seite 78

25 (Seyffarth, Chronologia Sacra - Untersuchungen über das Geburtsjahr des Herrn und die Zeitrechnung des Alten und Neuen Testamentes 1846) Seite 173

26 Wikipedia Geschichte der Astronomie

27 (Yogananda 1937 u. 1951) Seite 177

28 (Jeremias 1908) Seite 35

29 Genaueres darüber auf (Wikipedia, Frühlinspunkt 2024)

30 (Herrmann und Schwarz 2001) Anhang Seite 239

31 (Wikipedia, Koptischer_Kalender 2013)

32 (Meyer 1904) Seite 40

33 Ebenda, Seite 40

34 (Chwolson 1856) Seite 784

35 (Wikipedia, Seir 2019)

36 (Chwolson 1856) Seite 782

37 (Ullmann 1972) Seite 373–374

38 (Riessler 1928) Seite 406–407

39 Ebenda, Seite 12

40 (Wikipedia, Sumer 2021) Sumer ist die älteste bekannte Zivilisation. Die ältesten Siedlungsreste stammen aus dem 6. Jahrtausend v. Chr.

41 (Papke 1989) Seite 11

42 Ebenda Seite 21 und 22

Die Chronologie

In diesem Kapitel geht es um die Chronologie, die sich mit der zeitlichen Einordnung von Ereignissen und Perioden in der Geschichte befasst. Es werden verschiedene Methoden und Quellen verwendet, um die Abfolge und Dauer historischer Phänomene zu bestimmen. Die Zeitrechnungen der alten Völker, darunter Ägypter, Inder, Juden, Griechen, Etrusker, Chaldäer, Babylonier, Phönizier und Perser, stehen zur Diskussion.

Die Chronologie ist eine Wissenschaft, die sich mit der zeitlichen Einordnung von Ereignissen und Perioden in der Geschichte beschäftigt. Sie verwendet verschiedene Methoden und Quellen, um die Abfolge und Dauer von historischen Phänomenen zu bestimmen. Die Chronologie ist wichtig, um einen Überblick über die Entwicklung von Kulturen, Zivilisationen und Gesellschaften zu erhalten und um Zusammenhänge und Ursachen zu erkennen.

Der Ägyptologe D. Lauth erwähnt ein Zitat von Goethe:

Die Chronologie ist eine der schwierigsten Wissenschaften, weil ihr Gelingen eine Vereinigung auseinander liegender Kenntnisse und eine Anwendung verschiedenartiger Geisteskräfte und Bestrebungen voraussetzt.43