Hoch das Beet! - Folko Kullmann - E-Book
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Hoch das Beet! E-Book

Folko Kullmann

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Beschreibung

Man braucht keinen riesigen Garten - auch ein bis drei Hochbeete reichen, wenn man sich mit seinen Lieblings-Gemüsearten selbst versorgen möchte. Dieser Ratgeber stellt nicht nur die Vorteile des Gemüseanbaus im Hochbeet vor und gibt detaillierte Anleitungen zum Bau verschiedener Hochbeet-Varianten, sondern erklärt genau, welche Gemüse sich für die Selbstversorgung mit dem Hochbeet eignen und wie man die benötigten Mengen berechnet. Drei verschiedene Anbaupläne mit unterschiedlichen Schwerpunkten - ein Salatbeet, ein Beet mit Wurzelgemüsen und ein Beet mit südländischen Genüssen wie Tomaten & Co. lassen keine Wünsche offen. Der Jahresplaner begleitet die drei Anbaupläne durch die phänologischen Jahreszeiten: Wann wird welches Gemüse ausgesät oder gepflanzt? Wann sind auf welchem Beet welche Pflegemaßnahmen nötig und wann ist welches Gemüse erntereif? In diesem Buch werden endlich alle Detailfragen zur Selbstversorgung mit dem Hochbeet beantwortet.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 163

Veröffentlichungsjahr: 2017

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HOCHBEET-BASICS für den Garten

HOCHBEETE SIND IDEAL, um bequem und ohne Mühen eigenes Gemüse und Kräuter anzubauen. Egal ob rustikal aus Holz, architektonisch-formal aus Metall oder edel aus Ziegeln oder Naturstein: mit Hochbeeten werden Sie unabhängig vom gewachsenen Boden. Mit einem oder mehreren Hochbeeten im Garten können Sie sich (fast) rund ums Jahr mit knackigen Salaten, aromatischen Kräutern und leckerem Gemüse selbst versorgen.

Gärtnern im Hochbeet: So macht der Anbau von Gemüse und Kräutern richtig Spaß.

GÄRTNERN IM HOCHBEETDas Wichtigste auf einen Blick

Hochbeete sind die perfekte Lösung, wenn man im Garten die verschiedensten Gemüse anbauen möchte. Damit sich die Pflanzen im Hochbeet wohlfühlen, ist aber nicht nur der richtige Standort wichtig, sondern auch die Füllung mit geeignetem Substrat.

DAMIT IHRE PFLANZEN optimal wachsen und gedeihen, brauchen sie die richtigen Wachstumsbedingungen. Ihre Ansprüche an Licht, Boden, Wasser und Nährstoffe müssen erfüllt werden, wenn Sie gesunde Pflanzen heranziehen und eine reiche Ernte einbringen möchten.

Der optimale Standort

Alle Gemüse und Kräuter sind Sonnenanbeter, daher ist ein vollsonniger Standort für das Hochbeet am besten geeignet. Sonnig bedeutet, dass das Beet mehr als sechs Stunden pro Tag der vollen Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Erhält es zwischen fünf und sechs Stunden Sonne pro Tag, so spricht man von einem halbschattigen Standort. Wenn Gemüse und Kräuter zu wenig Licht und Sonne erhalten, werden die Triebe lang und weich und die Pflanzen sind insgesamt anfälliger für Krankheiten. Früchte und Blätter bilden weniger Zucker und Aromastoffe und schmecken bei weitem nicht so lecker wie Pflanzen, die in der prallen Sonne gewachsen sind. Achten Sie beim Aufstellen des Hochbeets deshalb auch auf die Umgebung. Benachbarte Gebäude, Mauern, Hecken und Bäume werfen Schatten und können den Ertrag mindern.

Volle Sonne brauchen die folgenden Kräuter und Gemüse:

Fast alle mediterranen Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Oregano, Ysop, Salbei und Berg-Bohnenkraut. Auch Basilikum und Lavendel lieben einen vollsonnigen, warmen Standort.

Küchen- und Teekräuter wie Liebstöckel, Anis, Fenchel, Zitronenverbene und Koriander.

Wurzelgemüse wie Möhren, Pastinaken, Zwiebeln und Knoblauch.

Kohlgemüse wie Sprossenbrokkoli und Kohlrabi sowie Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen.

Alle Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika und Chili, Gurken, Auberginen, Kürbis und Zucchini.

Halbschatten, beispielsweise an der Ost- oder Westseite des Hauses, können Sie durchaus auch ein Hochbeet aufstellen. Hier gedeihen die folgenden Arten, wenn sie mindestens fünf Stunden Sonne bekommen:

Küchen- und Salatkräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Dill.

Blattgemüse wie Salat, Sauerampfer, Spinat, Asia-Salate, Mangold, Radieschen, Speiserübchen und Rote Bete.

Die richtige Füllung

Das Substrat ist das Herz des Hochbeets und besteht klassischerweise aus drei unterschiedlichen Schichten (>). Die unterste wird von grobem, unverrottetem Material wie Ästen, Zweigen oder Holzhackschnitzeln gebildet. Darauf folgt eine 20 – 30 cm dicke Schicht aus mehr oder weniger stark zersetzten Pflanzenresten und Kompost. Als Deckschicht wird Hochbeeterde oder ein Gemisch aus Gartenerde und feinem Kompost aufgebracht.

Hochbeete aus Lärchenholz sind besonders stabil und halten viele Jahre.

VORTEILE VON HOCHBEETEN Mehr als »Gärtnern ohne Bücken«

Hochbeete sind nach wie vor »in« und das aus vielen Gründen. Doch Vorsicht: Hochbeetgärtnern macht süchtig! Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist und in angenehmen Höhen gärtnert, kehrt selten auf den Erdboden zurück.

HOCHBEETE BIETEN viele Vorteile. Zum einen profitieren Sie als Gärtner von der komfortablen Arbeitshöhe, zum anderen bieten Hochbeete den Pflanzen ideale Wachstumsbedingungen.

Gut für den Rücken

Beim Gärtnern im Hochbeet geht die Gartenarbeit viel leichter von der Hand. Egal ob Sie säen, pflanzen, hacken, gießen oder ernten: Alle Tätigkeiten lassen sich bequem im Stehen oder sogar im Sitzen auf einem Gartenstuhl erledigen. Außerdem haben Sie im Hochbeet die Pflanzen viel besser im Blick und erkennen schnell, ob gegossen werden muss oder Gemüse und Erdbeeren so reif sind, dass Sie mit dem Ernten beginnen können.

Höhere Erträge

Das Gemisch aus Kompost und Gartenerde bzw. das Pflanzsubsstrat, mit dem ein Hochbeet gefüllt wird, wirkt auf die Pflanzen wie ein Wachstumsbooster. Daher wachsen die Pflanzen schneller und bringen höhere Erträge als im Gemüsegarten.

Mehr Nährstoffe

Beim Gärtnern im Hochbeet können Sie ins Beet füllen, was Sie möchten. Eine Kompost-Erde-Mischung oder spezielles Substrat wie Tomaten- oder Kräutererde beinhalten mehr Nährstoffe als normaler Gartenboden. Dadurch wachsen die Pflanzen schneller und können nach einer kürzeren Kulturzeit geerntet werden. Bei schnellwachsenden Kulturen wie Möhren, Erbsen oder Radieschen können Sie deshalb pro Saison durchaus einen oder zwei Sätze mehr anbauen und entsprechend mehr ernten. Durch das höhere Nährstoffangebot bilden die Pflanzen zudem mehr und größere Blätter, Stiele, Blüten und Wurzeln und sorgen auch so für noch mehr Erntevergnügen.

Mehr Wärme

Oft liest man, dass die Erde im Hochbeet durch die Wärme, die bei der Verrottung des Komposts in der Füllung entsteht, gegenüber der Umgebung eine leicht höhere Temperaturen hat. Dieser Effekt ist durchaus messbar, jedoch nur bei ganz frisch angelegten Hochbeeten, deren Füllung aus wenig bis halbverrotteten Pflanzenmaterialien, sogenanntem Rohkompost, besteht. Nichtsdestotrotz erwärmt sich das Substrat im Hochbeet im Frühjahr schneller als der Boden im Grundbeet, da die Sonne nicht nur auf die Oberfläche, sondern auch auf die Seiten des Beets scheint. Der Effekt ist zwar nur minimal, aber oft reichen ein oder zwei Grad mehr aus, um Samen zur Keimung oder Jungpflanzen zum schnelleren Anwachsen anzuregen.

Bei einem Hochbeet aus Europaletten können Sie die Seiten mit Kräutern und Erdbeeren bepflanzen und so die Anbaufläche vergrößern.

Weniger Probleme

Auch im Hochbeet können hin und wieder Probleme auftauchen. Schnecken, Mäuse, Gemüsefliegen und andere tierische Gäste sind von Gemüse genauso angetan wie wir. Und auch im Hochbeet treten manchmal Pilzkrankheiten wie Falscher oder Echter Mehltau auf, schließlich sind die Pflanzen auch dort Wind und Wetter ausgesetzt. Auch Unkraut macht sich hin und wieder breit. Die meisten unerwünschten »Gemüseliebhaber« finden jedoch selten den Weg ins Hochbeet. Kohl- und Möhrenfliege fliegen selten höher als 50 cm – und scheitern deshalb an der Hochbeetwand. Auch Tomaten und Kartoffeln bleiben in dieser Höhe von den schlafenden Sporen des Phytophthora-Pilzes meist verschont, der die gefürchtete Kraut- und Braun- bzw. Knollenfäule verursacht. Größere Besucher wie etwa Mäuse hält ein feines Maschengitter am Hochbeetboden fern.

Unkraut

Im Grundbeet können Unkräuter schnell lästig, ja sogar zur Last werden, wenn sie die eigentlichen Pflanzen überwuchern. Im Hochbeet haben Wurzelunkräuter wie Quecke, Giersch und Ackerwinde jedoch keine Chance, wenn das Beet auf ein Unkrautvlies gestellt wird. So können sie von unten nicht ins Beet hineinwachsen. Auch Samenunkräuter machen weniger Probleme, denn sie lassen sich bequem im Vorbeigehen auszupfen, wenn sie noch klein sind.

Schnecken

Schnecken sind Kletterkünstler und haben kein Problem damit, eine senkrechte Hochbeetwand zu erklimmen oder besser »zu erkriechen«. Ein Kupferband oder ein Schneckenzaun, rund um den Rand montiert, hält die gefräßigen Besucher draußen. Gegen Schnecken, die aus Eigelegen, die im Kompost oder in der Erde versteckt waren, geschlüpft sind, hilft ein umweltfreundliches Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Eisen(III)-phosphat.

Mit einem Frühbeet-Aufsatz wird das Hochbeet zum Mini-Gewächshaus – Saisonverlängerung inklusive.

Aus Naturstein gemauerte Hochbeete sehen besonders edel aus. Der hier verwendete Kalktuff speichert die Sonnenwärme und isoliert gegen Kälte und Temperaturschwankungen. Für optimale Wachstumsbedingungen ist also gesorgt.

BASISWISSEN MATERIALHolz, Ziegel, Naturstein oder Metall?

Holz ist flexibel und leicht zu verarbeiten. Aber auch aus Naturstein, Ziegel, Beton, Metall und Kunststoff können Hochbeete gebaut werden. Die gewünschte Optik, Lebensdauer und nicht zuletzt der Preis geben bei der Wahl des Baumaterials den Ausschlag.

WER DIE WAHL HAT, hat die Qual. Hochbeete können aus beinahe jedem Material gebaut werden. Am häufigsten wird Holz als Baumaterial verwendet, aber auch Stein, Metall oder Kunststoff sind möglich. Bei der Auswahl sollten Sie jedoch immer den Garten in seiner Gesamtheit im Auge behalten. Ein wilder Mix aus unterschiedlichen Materialien wirkt wenig ansprechend.

Holz

Hochbeete aus Holz sind einfach zu konstruieren, da das Material in beinahe jeder Form verarbeitet werden kann. Hochbeete aus Holz brauchen aber immer einen Schutz vor Feuchtigkeit und Nässe, da das Material sonst schnell verrottet und die Stabilität des Hochbeets nachlässt. Von außen kann das Holz mit einer umweltfreundlichen Lasur oder – wenn Sie es gern etwas peppiger mögen – auch mit Farbe angestrichen werden. Innen verhindert eine Lage dünner Teichfolie oder Noppenbahn, wie sie zur Abdichtung von Mauerfundamenten verwendet wird, dass die Feuchtigkeit des Erdreichs bzw. der Füllung direkten Kontakt zum Holz hat.

Weichhölzer wie Fichte, Tanne und Kiefer sind günstig und brauchen einen Schutzanstrich.

Hartholz wie Eiche, Robinie, Ulme und Lärche sind robuster, aber auch teurer. Sie bilden mit der Zeit außen eine schöne Patina.

Um tropische Hölzer wie Teak, Bangkirai und Eukalyptus sollten Sie aus Umweltschutzgründen einen Bogen machen. Selbst wenn sie ein Umweltzertifikat tragen, musste für die Plantagen Regenwald gerodet werden. Heimische Harthölzer sind eine gute Alternative.

Hochbeete aus Holzpaletten sind robust, außerdem können die Seitenwände bepflanzt werden (>).

Stein

Gemauerte Hochbeete oder Hochbeete aus Sichtbeton gehören zu den hochwertigen Garteneinrichtungen. Beton-Hochbeete brauchen unbedingt eine Verstärkung oder Armierung aus Baustahl, damit die Mauern dem Druck der Füllung standhalten. Sie sollten gut geplant sein, denn einmal aufgebaut, sind sie praktisch unverrückbar und können, anders als Holz-Hochbeete, auch nicht ganz so einfach abgebaut werden. Alle Hochbeete aus Stein, Ziegel oder Beton benötigen ein frostsicheres, ausreichend tiefes und tragfähiges Fundament.

Naturstein sieht am attraktivsten aus, ist aber nicht günstig. Material aus der Region, in der sie leben, hat zwei Vorteile: Die Transportkosten sind wesentlich niedriger als bei »exotischem« Gestein und das Material fügt sich in der Regel natürlicher in den Garten ein.

Beton ist flexibel und kann naturbelassen – als stylischer Sichtbeton – oder verputzt und gestrichen werden. Beton-Hochbeete brauchen neben einer Armierung aus Stahl ein frostsicheres Fundament, damit sie stabil genug sind.

Ziegel und Klinker sehen natürlich aus und lassen sich in jeder Form verbauen. Sie sind relativ günstig und in vielen Farben erhältlich.

Ganz simpel ist der Bau eines Kastenbeets aus Wegplatten, die senkrecht in ein Kies- oder Mörtelbett gestellt werden.

Machen Sie vor allem bei Natursteinen den »Nässetest«: Viele helle Steinarten wirken dunkler, wenn sie von Regen oder Tau benetzt werden. Gute Steinhändler halten immer eine Gießkanne bereit.

Generell gilt: Der Bau von Hochbeeten aus Steinmaterialien verlangt einiges an handwerklichem Geschick sowie spezielle Maschinen und Werkzeuge. Daher ist es immer besser, sich Rat von einem Fachmann einzuholen oder diesen zu beauftragen.

Rohstahl ist dauerhaft, modern und fügt sich harmonisch in die Gartengestaltung ein.

Metall

Hochbeete aus Metall wirken stylisch und können vom Schlosser in jeder Form und Größe hergestellt werden. Die Oberfläche kann verzinkt sein, pulverbeschichtet oder naturbelassen. Bei diesen Rohstahlplatten bildet sich schnell eine schöne, rostfarbene Patina. Und lassen Sie sich nicht in die Irre führen: Was oft als Corten-Stahl angeboten wird, ist fast immer Rohstahl. Corten-Stahl kommt eigentlich beim Schiffsbau zum Einsatz und kostet mehr als das Dreifache von Rohstahl, der zum Bau von Hochbeeten völlig ausreicht.

Die Metallwände müssen innen unbedingt mit Styrodur- oder Styroporplatten (3 – 5 cm dick) zwischen Erde und Wand isoliert werden, damit die Wurzeln bei Sonneneinstrahlung nicht überhitzen und verbrennen.

Kunststoff

Hochbeete aus (Recycling-)Kunststoff sehen selten wirklich attraktiv aus. Ein Vorteil ist jedoch der meist recht günstige Preis. Am ansehnlichsten sind dunkelgraue Modelle, da sie sich besser in den Garten einfügen als braune, grüne oder gar terrakottafarbene.

DER EINFACHE STARTEinfassungen, Rahmen & Bretter

Zum Gärtnern mit dem Hochbeet müssen Sie nicht gleich hoch hinaus. Mit Beeteinfassungen aus Holz, Flechtwerk oder Paletten-Aufsatzrahmen schaffen Sie etwas niedrigere Hochbeete und zudem eine schöne Trennung von Wegen, Beeten und Rasenflächen.

EINFASSUNGEN FÜR BEETE können aus vielen unterschiedlichen Materialien gebaut werden. Eine simple Variante sind Aufsatzrahmen für Paletten (Kasten >). Auch aus Holzbrettern, Rundhölzern, Balken oder Stangen, die um ein Beet gelegt werden, können Sie einen Rahmen oder eine Kasteneinfassung bauen. Schön, aber kurzlebig sind Weiden- oder Heidekrautgeflechte, dauerhafter sind Einfassungen aus Ziegeln, Klinkern, Steinplatten oder Metallkanten. Auch ein Schneckenzaun ist eine Beeteinfassung.

Schön und praktisch

Einfassungen von Beeten sind nicht nur schön, da sie den Nutzgarten als Gestaltungselement in verschiedene Bereiche gliedern und Wege und Beete voneinander trennen. Sie sind auch praktisch, denn sie verhindern, dass Erde bei Regen oder beim Gießen aus den Beeten auf die Wege oder den Rasen gespült wird. So sorgt die Einfassung für Sauberkeit und der Garten wirkt immer ordentlich und aufgeräumt. Höhere Einfassungen können mit Substrat oder einem Gemisch aus Erde und Kompost gefüllt werden und ermöglichen den Anbau von Gemüse auch dort, wo der Boden zu schwer oder zu nass ist.

Keine Chance für Unkraut und Schädlinge

Wenn Sie ein Unkrautschutzvlies auf dem Grundbeet ausbreiten, bevor Sie den Beetrahmen aufstellen und mit Kompost und Erde füllen, haben Wurzelunkräuter wie Giersch, Quecke und Ackerwinde keine Chance. Um oder an der Einfassung können Sie auch einen Schneckenzaun anbringen, der unerwünschte Besucher von Salat und Co. fernhält. Dazu wird die Metallkante mit dem Schneckenschutz einfach zwischen Erde und Rahmen gesteckt.

Solide Holzbohlen bieten einen stabilen Rahmen für kleine Gemüsebeete.

Rahmen selbst bauen

Einfassungen und Kastenbeete können Sie mit wenig Aufwand selbst bauen. Am einfachsten geht das mit Holzbrettern, die an Kanthölzern als Eckverbindung geschraubt werden oder mit hochkant gestellten Ziegeln oder Klinkern. Auch ausrangierte Weg- oder Trittplatten können als Beeteinfassung noch eine zweite Chance bekommen.

Einfassungen aus Weidengeflecht halten länger, wenn die Innenseite mit Folie ausgekleidet wird.

Holz und Flechtwerk

Beeteinfassungen und Rahmen aus Holzbrettern und Planken können Sie in praktisch jeder Form, Größe und Höhe bauen. Holz hält allerdings viel länger, wenn es nicht in direkten Kontakt mit der feuchten Erde kommt. Dazu heben Sie einen etwa 15 – 20 cm tiefen Graben im Beet aus, der mit Kies oder Splitt gefüllt wird und in den die Bretter gestellt werden. Damit der Graben gerade wird, spannen Sie einfach eine Schnur zwischen zwei Pflöcken im Beet. Um die Ecken stabil miteinander zu verbinden, ist es besser, wenn Sie die Bretter nicht einfach nur aneinanderschrauben, sondern an kurzen Quadratstäben oder Latten fixieren.

Eine Besonderheit sind Steckelemente aus Weiden-, Hasel- oder Heidekrautgeflecht. Sie werden einfach an den Kanten mit Kabelbindern zu niedrigen Hochbeeten zusammengesetzt. Damit die dünnen Holzzweige nicht so schnell verrotten, sollten sie innen mit einer Folie, Noppenbahn oder Bändchenvlies ausgekleidet werden.

Steinplatten, Ziegel und Metallrahmen

Einfassungen aus Steinplatten und Ziegel werden wie Holzbretter in ein Kiesbett gestellt. Noch besser ist ein Mörtel- oder Zementbett. Der Zement muss mindestens einen Tag aushärten, bevor das Beet mit Erde gefüllt wird. Rasenkanten aus Rohstahl sind eine elegante Trennung von Rasen und Beet. Es gibt Fertigelemente im Gartenfachhandel, die man einfach ineinandersteckt.

Hochbeete aus Transportkisten-Aufsätzen

Transportkisten-Aufsätze werden auch Paletten-Aufsatzrahmen genannt. Sie wurden eigentlich für den Einsatz auf Europaletten entwickelt, lassen sich aber wunderbar als Hochbeet im Garten einsetzen. Es gibt sie in den Standardmaßen von 80 × 60, 120 × 80 und 120 × 100 cm. Die Höhe der einzelnen Rahmen beträgt ca. 20 cm. Da die Eckverbindungen als Scharnier gearbeitet sind, lassen sie sich diagonal falten und leicht transportieren. Sie sind so haltbar, dass sie auch ohne Schutzanstrich mehrere Jahre genutzt werden können. Stapeln Sie die Rahmen einfach in so vielen Lagen übereinander, wie Sie möchten, um kleine, kompakte Hochbeete von 20, 40, 60 oder 80 cm Höhe zu errichten.

Anbaufläche mal vier: Pro Hochbeet-Seite können 15 – 20 Kräuterpflanzen wachsen.

PALETTEN-HOCHBEETEVertikal Gärtnern am Hochbeet

Hochbeete aus Europaletten haben viele Vorteile. Sie sind stabil, günstig und leicht zu bauen. Und je nachdem, ob die Unterseite der Paletten nach innen oder außen zeigt, können Sie die Wände zusätzlich mit Kräutern und Erdbeeren bepflanzen.

Aus Europaletten lassen sich im Handumdrehen Hochbeete bauen. Sie sind solide und stabil und müssen nur mit ein paar Metallwinkeln über Eck aneinandergeschraubt werden. Der Clou dabei: Wenn Sie die Paletten so zusammenbauen, dass ihre ehemaligen Unterseiten nach außen zeigen, und den Raum zwischen Innen- und Außenseite auf der mittleren und oberen »Etage« mit Folie auskleiden, können Sie dort Pflanzerde einfüllen und diese »Kästen« mit Erdbeeren und Kräutern bepflanzen. So können Sie nicht nur die Fläche des Hochbeets für den Anbau von Gemüse und Kräutern nutzen, sondern auch die Seiten.

Kosten

Neue Paletten kosten etwa 25 Euro pro Stück. Günstiger wird es, wenn Sie gebrauchte Paletten verwenden. Viele Industriebetriebe, Garten- und Baumärkte und Geschäfte, die ihre Waren auf Paletten geliefert bekommen, sind dankbar für Abnehmer und geben die Paletten häufig sogar kostenlos ab. Zum Transport brauchen Sie auf jeden Fall ein größeres Fahrzeug.

Palette ist nicht gleich Palette

Paletten werden in drei unterschiedlichen Standardgrößen hergestellt. So können Sie sich wie mit einem Bausatz ganz einfach das perfekte Hochbeet zusammenstellen.

Am häufigsten wird die sogenannte Europool-Palette, kurz Europalette, verwendet. Sie hat eine Größe von 120 × 80 cm und ist knapp 15 cm hoch.

Die etwas kleinere Düsseldorfer Palette ist mit 80 × 60 cm nur halb so groß und ideal für kleinere Hochbeete.

Am größten ist die Industriepalette mit einer Länge von 120 und einer Breite von 100 cm.

Achten Sie beim Erwerb der Paletten darauf, dass die Holzblöcke zwischen den Planken nicht aus Pressspan, sondern aus massivem Holz sind. Diese halten viel länger. Die Pressspanblöcke beginnen schon nach kurzer Zeit zu zerfallen, wenn sie nass werden – und das ist beim Hochbeet draußen im Garten ja schnell der Fall.

Noch ein Tipp: Paletten-Hochbeete lassen sich einfach mit Aufsatzrahmen (>, >) ergänzen.

Oberflächenbehandlung

Die Bretter der Paletten sind von Werkseite her rau und naturbelassen. Wenn das Palettenhochbeet an einem Weg steht oder an einer Stelle, an der Sie häufiger vorbeilaufen, sollte die Holzoberfläche vor dem Bau unbedingt etwas abgeschliffen werden, damit Sie sich beim Vorbeigehen nicht an spitzen Spreißeln verletzen.

Welche Pflanzen eignen sich?

Das Substratvolumen in den »Kästen« an den vertikalen Seitenwänden ist nicht besonders groß, daher müssen Sie auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. Der unterste Kasten hat direkten Zugang zum Unterboden und ist daher für »durstigere« Gemüse oder Erdbeeren ideal. In der mit Folie ausgekleideten mittleren und oberen Etage gedeihen mediterrane Kräuter wie Oregano, Lavendel, Thymian, Salbei und Currykraut, da es ihnen nicht so viel ausmacht, wenn sie einmal austrocknen. Zu oft sollte dies jedoch nicht vorkommen.

Variationsmöglichkeiten

Sie können die vertikalen Seiten eines Paletten-Hochbeets auch nutzen, wenn Sie die Paletten mit der Oberseite nach außen zusammenbauen. Auch in diesem Fall kleiden Sie das Beet mit einem Vlies aus, damit die Erde nicht herausfällt. Dann schneiden Sie Schlitze in das Vlies und setzen kleine Pflänzchen in die schmalen Lücken zwischen den Brettern direkt in die Füllung des Hochbeets.

HOCHBEET AUS EUROPALETTEN: Vertikal Gärtnern an den Seiten

1. Drehen Sie die Palette vor dem Bau des Hochbeets um und tackern Sie einen Streifen Teichfolie u-förmig an der Unterseite der oberen und der mittleren Querstrebe an.

2. Die Paletten werden umgedreht und mit Metallwinkeln aneinandergeschraubt. Anschließend können die Pflanztaschen oben, in der Mitte und unten mit Balkonblumenerde gefüllt werden.

3. Nach dem Einpflanzen wird angegossen. Da das Erdvolumen in den Palettenstreben recht klein ist, muss man regelmäßig kontrollieren und vor allem im Sommer täglich wässern.

Dicke Holzbretter halten auch ohne Schutzanstrich mehrere Jahre Wind und Wetter stand.

HOCHBEETE AUS HOLZFlexibel und einfach zu bauen

Holz ist das perfekte Baumaterial für Hochbeete. Es ist flexibel und leicht zu verarbeiten. Auch ohne großes handwerkliches Geschick können Sie in Eigenregie aus Brettern, Planken, Europaletten oder Fertigbausätzen Ihr eigenes Hochbeet bauen.

HOCHBEETE AUS