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Warum Jerusalem? Wieso Heimat und Zuhause? Und ist es eine Heimat und ein Zuhause? oder soll es dazu werden? Mein Hauptaugenmerk ist darauf gerichtet, wie Jerusalem in Gottes Augen seine Stellung einnimmt und was ich damit zu tun habe.
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Veröffentlichungsjahr: 2023
Einleitung
Amoriter, Hetiter, Salem, Jebusiter
Jerusalem unter David
Jerusalem unter Salomo
Jerusalem, die Stadt der Könige
Besetzung durch die Babylonier und Meder
Die Zeit der Makkabäer
Zeit des Herodes
Israel und Jerusalem unter römischer Herrschaft
Zeit des Islam und der Kreuzfahrer
Jerusalem ab dem 20.Jahrhundert
Charakter einer Stadt
Verhalten der Bürger/Bewohner
Negative Beziehung zu Gott
Negative Beziehung zu Mitmenschen
Positive Beziehung zu Gott
Positive Beziehung zu Mitmenschen
Vor dem 1000 jährigen Reich
Während des 1000 jährigen Reiches
Neue Himmel, neue Erde, neues Jerusalem
Nach der neuen Erschaffung
Das Verhalten der Christen vor der Umwandlung
Gaben und Talente
Zusammenfassung
Bibelstellen
Quellenverzeichnis
Liebe Leserinnen und Leser,
der gewählte Titel scheint so einige Fragen aufzuwerfen aber, er ist bewusst gewählt.
Warum Jerusalem? Welches Jerusalem? Wieso Heimat und Zuhause? Gibt es da einen Unterschied? Und ist es eine Heimat und ein Zuhause? Oder soll es dazu werden?
Dieses Buch hat nicht den Anspruch als wissenschaftliche Expertise zu gelten. Und in dem einen oder anderen Fall kann sicher noch mehr angeführt werden. Aber dieses Buch soll sehr wohl als Herausforderung gedacht sein, sich mit Jerusalem auseinander zu setzen. Ob die Aussagen nun bekannt sind oder nicht. Natürlich gibt es auch die verschiedensten Ansätze über Jerusalem zu schreiben: Ob nun politisch, historisch, architektonisch, biologisch, gesellschaftlich und ich könnte noch X weitere aufführen aber, in diesem Buch werden all diese Themen Randerscheinungen bilden. Mein Hauptaugenmerk ist darauf gerichtet, wie Jerusalem in Gottes Augen seine Stellung einnimmt. Und dies erfahre ich am ehesten, wenn ich die Bibel, Gottes Wort, aufschlage. Hier erfahre ich die Anfänge und das Ende. Doch alles der Reihe nach. Und bevor ich in das Thema Geschichte einsteige sei noch erwähnt, dass die Grundlage vieler Aussagen in den Bibelstellen steckt, die am Ende des Buches aufgeführt werden (Für diejenigen, die selber nachforschen wollen). Allerdings sind diese weder in der Abfolge des Geschriebenen noch in der biblischen Abfolge aufgeführt.
Wenn Jesus davon sprach, dass alles im Alten Testament als ein Schatten dessen dient, was im Neuen Testament durch Seine Person verwirklicht wird dann, ist es wert sich damit zu beschäftigen. So erfahren wir im Buch Hesekiel, dass die Gründung Jerusalems auf einen amoritischen Vater und einer hetitischen Mutter zurückzuführen ist. Ob dies nun im wortwörtlichen oder im übertragenen Sinne gemeint ist, sei einmal dahin gestellt. Und es ändert sich nichts an der Tatsache, dass es sich hierbei um eine Verbindung von Amoriter und Hetiter handelt. Wenn wir dazu im Wort lesen dann, werden wir feststellen, dass die Amoriter Riesen in ihren einzelnen Landesteilen hatten und die Hetiter der Anbetung von vielen Göttern nachgingen (durch eigene Aussagen der Amoriter und durch archäologische Funde belegt; bis zu 1000 Götter). In vereinzelten Fällen können wir davon ausgehen, dass bestimmte Riesen aus einer ungöttlichen Verbindung zwischen Mensch und gefallenen Engeln entstanden. Und dies zeigt sich dann auch in der Antihaltung dem EINEN Gott gegenüber. Da es keine sonderlichen Berichte aus diese Zeit gibt, ist zu vermuten, dass zu dem Zeitpunkt Abrahams der Ort noch keine erwähnenswerte Größe besaß. Andererseits galt Jerusalem zu allen Zeiten als strategisch wichtiger Ort. Und dennoch erfahren wir erst durch die Begegnung Abrahams mit Melchisedek von diesem Ort. Zu dem Zeitpunkt heißt der Ort oder auch die Stadt – Salem. Diese Begegnung wirft seine Schatten voraus. Nämlich durch verschiedene Aspekte. Zum Einen der Name Melchisedek, was soviel wie König der Gerechtigkeit bedeutet. Und dieser herrscht zum Anderen über den Stadtstaat Salem, was mit Frieden übersetzt wird. Dieser König bekommt den zehnten Teil der Habe von Abram, wie der Name zu diesem Zeitpunkt noch lautet. Weiterhin kommt dieser König, der zugleich auch Priester ist, dem Abram mit Brot und Wein entgegen. Und hier erkennen wir, wie dies im Hebräerbrief des Neuen Testamentes aufgenommen wird. Es wird die Brücke zu Jesus geschlagen, dass dieser sowohl der König der Gerechtigkeit und der König des Friedens sei. Auch bietet Jesus Brot und Wein als Symbol Seiner Hingabe mit Blut und Leib an. Und er vertritt, als Priester die Gläubigen vor Gott. Dass Abram diesen zehnten Teil seiner Habe gab zeigt nur die unbedingte Hingabe an Gott als Anerkennung. Dieses geschah jedoch nur das eine Mal. Von weiteren Begegnungen wird nichts gesagt und auch später taucht dieser Melchisedek nicht wieder auf. Erst im Hebräerbrief findet der Name wieder seine Erwähnung. Im Wort Sehen bzw. lesen wir auch, dass in der frühen Zeit der Stadt nur in dem Zeitraum Melchisedeks der EINE Gott als EINZIGER und Schöpfer von Himmel und Erde verehrt und angebetet wurde. Denn später heißt es, dass das Maß der Ungerechtigkeit noch nicht voll war und noch 400 Jahre vergehen müssen bzw. werden bis Gott einen Schlussstrich unter der Vielgötterei und der Schlechtigkeit der Völker und Nationen im Gebiet Kanaans ziehen wird. Dann sollten die Gebiete, welche Gott Abram (der nun zum Abraham gemacht wurde) verheißen hatte seinen Nachkommen gehören. Diese lange Zeit beweist, wieviel Geduld Gott mit den Menschen hat damit sie von ihren egoistischen, ungerechten, schlechten Wegen umkehren und IHM die Ehre geben. Jedoch scheint es so, dass sie so eingefahren und unnachgiebig in ihren selbstgewählten Lebensstil waren, dass sie nicht bereit waren, den einzig wahren Gott zu akzeptieren. Paulus greift dies im Römerbrief auf (es gilt für jeden der Gott ablehnt) indem er schreibt: „Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat Gott sie dahingegeben in verkehrten Sinn, so dass sie tun, was nicht recht ist.“ Und nach einer Aufzählung von verschiedenen Haltungen schreibt er weiter: „Sie wissen, dass die solches tun, nach Gottes Recht den Tod verdienen; aber sie tun es nicht allein sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.“ Manche würden jetzt sagen, dass dies ungerecht wäre, weil sie diesen EINEN Gott ja gar nicht kannten. Aber Paulus lässt diese Begründung nicht gelten, da Gott aus der Kompaktheit SEINER Schöpfung erkannt werden kann und dementsprechend eine Kontaktaufnahme möglich wäre, wenn man sein Herz dafür nicht verschließt.
Wie sich es sich auf das Land und letzten Endes auch auf Jerusalem ausgewirkt hat, darauf kommen wir später noch einmal zurück. Das nächste Ereignis welches wir nämlich betrachten wollen betrifft die beinahe Opferung von Isaak. Was dies mit Jerusalem zu tun hat?
Vielleicht mehr als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Aber der Reihe nach. Gott hatte Abraham angewiesen seinen einzigen Sohn zu opfern und dazu sollte er zu einem bestimmten Ort gehen. Isaak der nichts davon geahnt hat lies alles mit sich geschehen, weil er Vertrauen zu seinem Vater hatte. Im letzten Moment verhinderte Gott die Ausführung und gab einen Ersatz. Der Ort an dem dieses Ereignis stattfand war das Land Morija und der Berg Morija. Und es lag nicht weit von dem damaligen Salem (oder hieß es zu diesem Zeitpunkt vielleicht bereits Jebus?) entfernt. Moria bedeutet ungefähr soviel wie „Der Herr wird ersehen“ bzw. „Land oder Berg der Schauung (des Sehens)“. Es ist derselbe Platz an dem Hunderte Jahre später der Tempel Salomos und vorher noch ein Zelt mit der Bundeslade stehen wird. Auch darauf werden wir später noch zurückkommen.
Ein paar hundert Jahre später gemäß Ankündigung und Verheißung wird das Volk Israel durch Mose an die Grenzen der Gebiete geführt, welche Abraham versprochen wurden. Die Zeit für die Völker, die sich in den Landstrichen befanden, war um. Es gab keine Buße (Umkehr). Und so musste Gott das Urteil sprechen. Zum Einen führte Gott das Gericht direkt aus und zum Anderen bediente er sich der Menschen (sprich des Volkes Israel). Was bedeutet, ER agiert übernatürlich und mit „menschlichen Schlägen“. Obwohl die Gebiete vorgegeben waren, welche einzunehmen sind, leistete die Stadt Jebus immer noch Widerstand, sodass selbst Böse Herrscher hier Unterschlupf fanden und dort auch starben. Und weil die Israeliten die Stadt nicht einnehmen konnten, blieb sie noch lange als Widerstandsnest in der Hand der Jebusiter. Bis sich die Israeliten sogar daran gewöhnt hatten.
Auch nachdem Israel einen König gewählt hatte, blieb die Stadt in der Hand der Jebusiter. Und es zeigte sich, dass einige Charaktereigenschaften bei Ihnen vorherrschend waren, welche die Stadt prägten. Diese waren: Eigensinn, Stolz und Hochmut. Ihnen war es egal wer um sie herum gerade König war. Und Israels König Saul schien auch kein weiteres Interesse an der Stadt zu zeigen. Nach dessen Tod stand jedoch irgendwann König David vor der Stadt. Und in ihrer überheblichen Art wiesen sie David mit den Worten ab, dass selbst die Schwächsten unter ihnen David aufhalten würden. Aber, sie hatten nicht mit der Entschlossenheit Davids gerechnet. Vielleicht war er sich der Verheißungen und des Auftrages Gottes bewusster als manch Anderer. Und so setzte er unter Einsatz der fähigsten Leute den Auftrag um und eroberte die Stadt