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Hinter dem Titel des Bandes verbirgt sich mehr als bloß die Analyse von Aphrodisiaka oder Potenzmitteln. Großhirnrinde, Hypophyse oder körpereigene Opiate: Sie alle sind beteiligt, wenn Verliebte sich küssen oder ein junger Mann seinem ersten Rendezvous entgegenfiebert. Dieses unterhaltsame Buch wirft einen Blick hinter die molekularen Kulissen des aufregendsten aller Gefühle. Die Liebe schlägt nicht nur Verliebte in ihren Bann. Dass auch Chemiker manch faszinierende Erkenntnis zu diesem Phänomen vermitteln können, belegt dieses Buch eindrucksvoll. Ihren wissenschaftlichen Streifzug durch Amors Reich beginnt das Autorenduo (das übrigens auch ein Autorenpaar ist) mit einer Geschichte: Zwei Verliebte treffen sich wieder, nachdem sie sich eine Weile nicht gesehen haben. Was geschieht in ihren Köpfen? Wie lassen sich ihre Verhaltensweisen und Reaktionen chemisch beschreiben? Im Anschluss widmen sich die beiden Wissenschaftsjournalisten ausführlich der "Mentalität" der Liebe: Sie gehen der Frage nach, wie sie im menschlichen Gehirn repräsentiert wird. Auch den "Dialog der Düfte" entschlüsseln sie und fragen nach den physiologischen Hintergründen von Zärtlichkeit und Treue. Sie erklären, wie Moleküle unsere Emotionen steuern, und belegen, dass sich Verliebte wirklich gut "riechen" können. Nicht nur Chemiker dürfte interessieren, was das Buch über die "Wirkstoffe der Liebe" zu berichten weiß. Mal ergründet es die Funktionsweise körpereigener Opiate, dann wenden sich die Autoren den Aphrodisiaka zu oder referieren den Stand der Dinge in Sachen Potenzmittel. Die Fortsetzung der kleinen Liebesgeschichte vom Anfang sowie ein Sach- und Personenregister beschließen den Band.
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Seitenzahl: 305
Veröffentlichungsjahr: 2012
J. Audretsch (Hrsg.) Verschränkte WeltFaszination der Quanten2002, ISBN 3-527-40318-3
H. Bolz GenComics2001, ISBN 3-527-30420-7
U. Deichmann Flüchten, Mitmachen, VergessenChemiker und Biochemiker in der NS-Zeit2001, ISBN 3-527-30264-6
J. Emsley Fritten, Fett und FaltencremeNoch mehr Chemie im Alltag2004, ISBN 3-527-31147-5
J. Emsley Parfum, Portwein, PVCChemie im Alltag2003, ISBN 3-527-30789-3
J. Emsley Sonne, Sex und SchokoladeMehr Chemie im Alltag2003, ISBN 3-527-30790-7
J. Emsley Phosphor – ein Elementauf Leben und Tod2001, ISBN 3-527-30421-5
R. Froböse, G. Froböse Lust und Liebe – alles nur Chemie?2004, ISBN 3-527-30823-7
H. Genz Nichts als das NichtsDie Physik des Vakuums2004, ISBN 3-527-40319-1
P. Häußler Donnerwetter – Physik2001, ISBN 3-527-40327-2
R. Hoffmann Sein und ScheinReflexionen über die Chemie1997, ISBN 3-527-29418-X
G. Kreysa Fusionsfieber1998, ISBN 3-527-29627-1
J. Koolman, H. Moeller, K.-H. Röhm (Hrsg.) Kaffee, Käse, KariesBiochemie im Alltag2003, ISBN 3-527-30792-3
O. Morsch Licht und MaterieEine physikalische Beziehungsgeschichte2003, ISBN 3-527-30627-7
M. Pehnt Energierevolution Brennstoffzelle?Perspektiven – Fakten – Anwendungen2001, ISBN 3-527-30511-4
H.-J. Quadbeck-Seeger, A. Fischer (Hrsg.) Die Babywindelund 34 andere Chemiegeschichten2000, ISBN 3-527-30262-X
D. Raabe Morde, Macht, MonetenMetalle zwischen Mythos und Hightech2001, ISBN 3-527-30419-3
M. Reitz Gene, Gicht und GallensteineWenn Moleküle krank machen2001, ISBN 3-527-30313-8
M. Reitz Auf der Fährte der ZeitMit naturwissenschaftlichen Methodenvergangene Rätsel entschlüsseln2003, ISBN 3-527-30711-7
R. Renneberg, J. Reich, M. Bofinger Liebling, Du hast die Katze geklont!Biotechnologie im Alltag2004, ISBN 3-527-31075-4
M. Schneider Teflon, Post-it und ViagraGroße Entdeckungen durch kleine Zufälle2002, ISBN 3-527-29873-8
E. Unger Auweia Chemie2004, ISBN 3-527-31238-2
H. Zankl Fälscher, Schwindler, ScharlataneBetrug in Forschung und Wissenschaft2003, ISBN 3-527-30710-9
Gabriele und Rolf Froböse Ahornstraße 28 83512 Wasserburg
1. Auflage 2004
Das vorliegende Werk wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autor und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie für eventuelle Druckfehler keine Haftung.
Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.ddb.de> abrufbar.
© 2004 WILEY-VCH Verlag GmbH & Co KGaA, Weinheim
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ISBN: 978-3-527-30823-1 ePDF ISBN: 978-3-527-64084-3 ePub ISBN: 978-3-527-64083-6 mobi ISBN: 978-3-527-64085-0
Für Jeremy
Die Liebe ist vermutlich so alt wie die Menschheit. Dementsprechend zieht sie sich wie ein roter Faden durch unzählige Bücher – angefangen von der antiken bis hin zur modernen Literatur. Ganz ähnliches gilt für die Malerei und Bildhauerei, wo zweifelsohne das »Thema Nummer eins« ebenfalls eine zentrale Rolle einnimmt. Um Lust und Leidenschaft geht es schließlich auch in der Musik – der Bogen spannt sich vom mittelalterlichen Minnesang über die französischen Chansons bis hin zu den Beatles und der Pop-Musik der heutigen Zeit.
Dessen ungeachtet ist die Liebe aber auch ein weithin unverstandenes Phänomen. Mit Eigenschaften wie »unbeschreiblich schön«, »geheimnisvoll« oder »aufregend« wird sie umschrieben. Doch was ist sie wirklich?
»Liebe ist nur ein Wort«, nannte der österreichische Autor Mario Simmel einen seiner Romane. Ob er aus Erfahrung sprach? »Liebe ist nichts anderes, als ein Boogie-Woogie der Gefühle«, glaubte der amerikanische Schriftsteller Henry Miller zu wissen. Der irische Nobelpreisträger für Literatur George Bernhard Shaw hingegen appellierte an den wachen Verstand: »Liebe macht blind, aber nicht taub – daran ist schon manche hoffnungsvolle Beziehung gescheitert. «
Die Prosa-Gedichte der deutschen Schriftstellerin Margot Bickel erzählen wiederum von der Sehnsucht aller Menschen nach Glück, Frieden und Gemeinsamkeit. Zur Frage nach dem Wesen der Liebe schreibt sie:
»Was ist Liebe?Vielleicht, schweigendes Verstehen,geduldiges Fragen, verstehendes Aushalten,zärtliches Beieinandersein, verlässliches Zueinanderstehen,gemeinsames Suchen, versöhnungsbereites Streiten,da sein und dableiben,und immer mal wieder Rosen und einen Kuss?Was ist Liebe?Ich kenne nur Facetten,die mir eine Ahnung schenkenvon der Demut und Hoheit der Liebe.Was ist Liebe?Lieben wir, und finden wir die Antwort.«
Im Gegensatz zu Margot Bickel ist Autor Andreas Mäckler um eine Antwort nicht verlegen. In seinem Buch »Was ist Liebe …? 1001 Zitate geben 1001 Antworten« (vgl. Literatur im Anhang) liefert er eine geradezu überwältigende Flut von Thesen, Mutmaßungen, Beteuerungen und Behauptungen, die sich um das Thema Liebe ranken.
»Liebe ist Chemie!« Wenn die Autoren sich an dieser Stelle zu Wort melden, so tun es keineswegs deshalb, um den 1001 Thesen eine 1002. hinzuzufügen. Auch entspringt diese Definition weder der Feder eines Philosophen oder Literaten, noch soll sie als bloße Provokation im luftleeren Raum stehen bleiben. Vielmehr handelt es sich um das Resümee modernster interdisziplinärer Forschungsarbeiten, an denen Chemiker, Mediziner, Hirnforscher, Hormonforscher und Biochemiker beteiligt waren. Ihnen gemeinsam ist es gelungen, die menschlichen Lebensvorgänge nach und nach zu begreifen und die zugrunde liegenden Funktionen auch als chemische Prozesse zu interpretieren.
Damit möchten wir das Leben keineswegs als »pure Chemie« verstanden wissen. Es soll aber auch nicht verschwiegen werden, dass die Chemie streng genommen keine Erfindung des Menschen ist, weil letztendlich alles in der Natur auf ihr basiert. Das trifft für den Staub der Sahara genauso zu wie für das Plankton des Meeres und für den Bergkristall ebenso wie für Pflanzen, Tiere und Menschen. Selbst wenn wir ein delikates Essen genießen, Freude empfinden oder uns frisch verlieben, so ist es die Chemie, die heimlich hinter den Kulissen die Regie übernommen hat.
Begleiten Sie uns nun gemeinsam mit unserem fiktiven Liebespaar Bianca und Michael auf eine phantastische Reise durch die Chemie der Sinne, die über Liebe, Lust und Leidenschaft regiert und somit das Leben lebenswert macht.
Wasserburg, im Mai 2004
Gabriele und Dr. Rolf Froböse
»Liebende schließen beim Küssen die Augen, weil sie mit dem Herzen sehen möchten.«
(Daphne du Maurier, englische Schriftstellerin französischer Abstammung, 1907–1989).
Selten zuvor war Michael so pünktlich am Flughafen. Doch heute ist ein ganz besonderer Tag. Ein kurzer Blick auf den Monitor zeigt ihm, dass die erwartete Maschine aus Amerika voraussichtlich erst in einer Stunde am Gate B 14 eintreffen wird.
An Bord ist Bianca, mit der er seit sechs Monaten glücklich verlobt ist. Während Bianca als Medizinstudentin einen großen Teil der Semesterferien bei Verwandten in den USA verbracht und neben einem Krankenhauspraktikum in dieser Zeit sicherlich viel erlebt hat, ist Michael, der als Ingenieur für Informationstechnik für ein deutsches Elektronikunternehmen tätig ist, die Phase der Trennung dagegen wie eine halbe Ewigkeit vorgekommen. Zu tun hatte er eigentlich immer genug, aber an die langen Wochenenden, an denen er allein war, erinnert er sich nur ungern.
»Da hätte ich mir ja noch etwas Zeit lassen können«, denkt sich Michael insgeheim. »Aber was solls – besser zu früh als zu spät am Flughafen.« Schon bei dem Gedanken, dass er in einem Verkehrsstau hätte stecken bleiben und Bianca mit Koffern in der Hand vergeblich nach ihm hätte suchen können, wird ihm unbehaglich zumute.
Michael schlendert durch den Ankunftsbereich, vergewissert sich noch einmal, welchen Ausgang Bianca für B14 nehmen wird und bemerkt, wie sich seine innere Anspannung allmählich legt um einer tief empfundenen Freude Platz zu machen. Um die verbleibende Zeit zu überbrücken, setzt er sich in ein Bistro namens »Zeppelin«, welches einen direkten Blick auf die Anzeige »Arrivals« gestattet.
»Ich nehme das Sandwich mit Huhn und dazu eine Tasse Kaffee«, sagt er dem Kellner und greift nach einer Zeitung. Er überfliegt die Schlagzeilen, liest die Artikel aber nur diagonal. Es fällt ihm sichtlich schwer, sich heute so richtig zu konzentrieren. Lediglich eine Reportage über San Franciso veranlasst ihn zu einem tieferen Einstieg. »Ihre Verwandten leben in einem Vorort von Monterey«, überlegt er. »Wie ich Bianca kenne, hat sie sich die Golden Gate Bridge nicht nur auf Fotos angesehen.«
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