Mein Hochbeet – 33 Pflanzvorschläge - Dorothea Baumjohann - E-Book

Mein Hochbeet – 33 Pflanzvorschläge E-Book

Dorothea Baumjohann

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Beschreibung

Dorothea Baumjohann zeigt in ihrem neuen Buch clevere Hochbeet-Ausstattungen, die z.B. die Wasserversorgung des Hochbeetes in besonders trockenen Sommern erleichtern und gibt zusätzlich Tipps zum Wassersparen, zur Substratverbesserung und Düngung im Hochbeet, sowie zur Bekämpfung von Schädlingen.  Das Herzstück des Buches bilden 6 neue Bepflanzungsvorschläge für ganzjährige Ernte, mit individuellen Beetplänen für alle wichtigen phänologischen Jahreszeiten und ausführlicher Beschreibung der praktischen Tätigkeiten. So ist für jeden etwas dabei und der Erntespaß im Hochbeet ist garantiert! Inhalt: 1. Die Phänologie im Klimawandel 2. Neue Hochbeet-Hardware: - Automatische Bewässerung für das Hochbeet installieren - Ein Hochbeet für die Terrasse - Keyhole-Garden: Das Klimahochbeet in Schlüssellochform  3. Hochbeet-Software-Update: - Herausforderung Klimawandel: Wassersparendes Hochbeetgärtnern - Eigenes Substrat herstellen, Kompostierung, inkl. Wurmkompost, Bokashi etc. - Nützlinge fördern, Schädlinge abwehren 4. Neue Beet-Themen mit Anbauplänen nach dem phänologischen Kalender: - Deko-Beet mit schönen Pflanzen - Das Asia-Beet - Das Buddha-Bowl-Beet  - Das Sattmacher-Beet: Gemüsepflanzen mit hohem Proteingehalt - Alte Gemüsearten/-sorten - Das Suppenhochbeet: Suppengemüse für das ganze Jahr

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 193

Veröffentlichungsjahr: 2025

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IMPRESSUM

eBook: © 2025 GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, Grillparzerstraße 12, 81675 München

GU ist eine eingetragene Marke der GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß § 44b UrhG (»Text und Data Mining«) zu gewinnen, ist untersagt.

www.gu.de/kontakt|[email protected]

ISBN 978-3-8338-9801-3

1. Auflage 2025

GuU 8-9801 02_2025_02

DIE BÜCHERMENSCHEN HINTER DOROTHEAS PROJEKT

Verlagsleitung: Nadja Harzdorf-van Wickeren

Projektleitung: Dr. Folko Kullmann

Lektorat: Barbara Kiesewetter

Covergestaltung: ki36 Editorial Design, München

eBook-Herstellung: Evelynn Ruckdäschel

BILDNACHWEIS

Coverabbildung: Lars Baus

Illustrationen: Lars Baus, Claudia Lieb

Fotos: AdobeStock; Alamy; Dorothea Baumjohann; Frank Berger; Biosphoto; Deutscher Wetterdienst; FloraPress; FloraPress/Ute Klaphake; Friedrich Strauss; GAP Photos; GARDENA; www.gartenfrosch.com; Istockphoto; Nova-Photo-Graphik; Westend61/JLPfeifer

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WARUM UNS DAS BUCH BEGEISTERT

Es ist einfach unglaublich, wie viele Gemüse und Kräuter auf der kleinen Fläche eines Hochbeetes geerntet werden können

Nadja Harzdorf-van Wickeren, Verlagsleitung

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

wie wunderbar, dass du dich für ein Buch von GU entschieden hast! In unserem Verlag dreht sich alles darum, dir mit gutem Rat dein Leben schöner, erfüllter und einfacher zu machen. Unsere Autorinnen und Autoren sind echte Expertinnen und Experten auf ihren Gebieten, die ihr Wissen mit viel Leidenschaft mit dir teilen. Und unsere erfahrenen Redakteurinnen und Redakteure stecken viel Liebe und Sorgfalt in jedes Buch, um dir ein Leseerlebnis zu bieten, das wirklich besonders ist. Qualität steht bei uns schon seit jeher an erster Stelle – jedes Buch ist von Büchermenschen für Buchbegeisterte gemacht, mit dem Ziel, dein neues Lieblingsbuch zu werden.

Deine Meinung ist uns wichtig, und wir freuen uns sehr über dein Feedback und deine Empfehlungen – sei es im Freundeskreis oder online.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

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WICHTIGER HINWEIS

Die Gedanken, Methoden und Anregungen in diesem Buch stellen die Meinung bzw. Erfahrung des Verfassers dar. Sie wurden vom Autor nach bestem Wissen erstellt und mit größtmöglicher Sorgfalt geprüft. Sie bieten jedoch keinen Ersatz für persönlichen kompetenten medizinischen Rat. Jede Leserin, jeder Leser ist für das eigene Tun und Lassen auch weiterhin selbstverantwortlich. Weder Autoren noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gegebenen praktischen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

GÄRTNERN IM HOCHBEET IST NIEMALS LANGWEILIG!

Schon seit vielen Jahren findet der Gemüseanbau in unserem Garten in Hochbeeten statt. Unser erstes Hochbeet haben wir vor etwa 10 Jahren aus reiner Neugierde angeschafft. Wir wollten wissen, was dran ist an dem Hype um das Thema Hochbeet. Sind all die Vorteile, mit denen das Gärtnern im Hochbeet angepriesen wird, wirklich spürbar? Uns hat das Arbeiten mit und an dem Hochbeet überzeugt. Kein Bücken, gute Ernten ohne Überschuss zu produzieren, Schädlinge und Krankheiten im Griff, automatisierte Bewässerung … Was will man mehr? Unser Nutzgarten besteht jetzt aus Beerensträuchern, einigen Obstbäumen, einem Kräuterbeet mit mehrjährigen Kräutern und vier hüfthohen Beeten. Das Gemüse und die einjährigen Kräuter wachsen nur noch in den Hochbeeten. Und wir sind davon überzeugt, dass sie dort gut untergebracht sind.

HERAUSFORDERUNG KLIMAWANDEL

Die Auswirkungen des Klimawandels erfordern auch im Hausgarten ein Umdenken. Ressourcen schonen, geschlossene Nährstoffkreisläufe herstellen und wassersparendes Wirtschaften sind beim Gärtnern Themen, die immer wichtiger werden. In diesem Buch gebe ich Ihnen Tipps zum sparsamen Umgang mit Wasser und zeige Möglichkeiten auf, wie Sie auch in einem kleinen Garten, der möglicherweise nur aus einem Hochbeet besteht, organische Abfälle wieder aufbereiten können, um sie als wertvollen Dünger zu nutzen.

NEUES AUSPROBIEREN

Spannend ist es, wenn man beim Blättern in Saatgutkatalogen für die Anbauplanung auf Neuheiten stößt. Auf echte Neuheiten oder auf Gemüse, das man selbst noch nie angebaut hat. Neu waren für mich z. B. die Schwarzwurzeln, die ich nur aus dem Garten meiner Oma kannte. Sie haben lange gebraucht, sind aber gut gewachsen und dürfen im nächsten Jahr gerne wieder dabei sein. Ein echtes Highlight waren die Flower-Sprouts, eine neue Kohlzüchtung, die auf jeden Fall in unser Standardrepertoire aufgenommen wird. Für immer aus dem Hochbeet verbannt habe ich dagegen die Litschi-Tomate. Sie hat sich nach der Pflanzung zu einem riesigen, stacheligen Ungeheuer entwickelt, das ich nur mit dicken Lederhandschuhen und viel Mühe wieder aus dem Beet herausbekommen habe. Trotzdem hat es Spaß gemacht, sie kennenzulernen.

NEUE BEET-THEMEN

Auch Ihnen wünsche ich viel Spaß beim Experimentieren. Um Ihnen jedoch den Einstieg in die Bewirtschaftung von Hochbeeten zu erleichtern, stelle ich Ihnen im Hauptteil des Buchs sechs neue Beet-Themen vor, die zeigen, wie Sie Ihr Hochbeet vom Frühling bis weit in den Winter nutzen können. Zu jedem Thema finden Sie fünf Pflanzpläne zu verschiedenen phänologischen Jahreszeiten. Dabei müssen Sie sich nicht an starre Vorgaben halten. Zu vielen Kulturen finden Sie in den Saat- und Pflanztabellen mögliche Alternativen, die es Ihnen erlauben, die Bepflanzung anzupassen, ohne die Fruchtfolge durcheinanderzubringen.

Ich wünsche Ihnen ganz viel Freude mit Ihrem Hochbeet und hoffe, dass ich Sie mit diesem Buch bestmöglich unterstützen kann.

Dorothea Baumjohann

LEBENDIGES GRÜN IN ZEITEN DES KLIMAWANDELS

Welche Bedeutung haben grüne Pflanzen in Zeiten des Klimawandels? Welche Schwierigkeiten sind für den Anbau von Nutzpflanzen damit verbunden und welche Rolle spielen Hochbeete in diesen herausfordernden Zeiten?

Die unerträgliche Hitze in den Sommermonaten kann durch die Begrünung der Städte gelindert werden. Bäume, Sträucher und Stauden verdunsten Wasser und kühlen ihr Umfeld. Zusätzlich verbessern grüne Pflanzen die Luftqualität.

GUTE GRÜNDE FÜR MEHR GRÜN IN DER STADT

Durch den Klimawandel werden die Sommer trockener und heißer, die Wintermonate feuchter und milder. In der Stadt helfen Pflanzen, diesen Trend zu mildern: Sie regulieren die Temperatur und reinigen die Luft.

Klimaexperten sind sich einig: Der steigende CO₂-Gehalt in der Atmosphäre führt zu Veränderungen der Temperatur und der Niederschläge. Die Durchschnittstemperaturen werden steigen und es wird häufiger Starkregen und schwere Gewitter geben. Im Sommer sind lang andauernde Hitzewellen zu erwarten, die besonders in den Städten zu spüren sein werden. Versiegelte Oberflächen wie Straßen, Parkplätze und Gebäude bestehen oft aus Beton, Asphalt und Steinen, die Wärme absorbieren und speichern. Außerdem kann dort kein Wasser versickern. Wenn dann Regen in kurzer Zeit große Mengen Wasser bringt, das nicht abfließen kann, kommt es zu Überflutungen, die große Schäden anrichten können.

PFLANZEN VERBESSERN DAS KLIMA

Gezielte Bepflanzungsplanungen in den Städten können die Auswirkungen des Klimawandels abschwächen. Auf Flächen, die für Bepflanzungen offen bleiben, kann Wasser versickern, sodass es nicht oberflächig abfließt. Zudem kühlen Pflanzen und Grünflächen die Umgebung.

Stadtbäume

Bäume spenden Schatten, nehmen CO₂ auf, filtern Feinstaub aus der Luft und verbessern so ihre Qualität. Sie verdunsten Wasser, sodass in ihrer Umgebung die Temperatur etwas sinkt. Bei Neuanpflanzungen ist es entscheidend, Baumarten auszuwählen, die mit den veränderten klimatischen Bedingungen zurechtkommen.

Stadtparks dienen der Erholung, verbessern die Luftqualität und kühlen die Umgebung.

Stadtparks

Städtische Grünflächen tragen entscheidend zur Temperaturregulierung bei. Der Kühlungseffekt ist besonders groß, wenn in Parks Gewässer integriert sind. Eine vielseitige Gestaltung mit blühenden Pflanzen fördert den Artenschutz. Vögel und Insekten finden einen Lebensraum. Sie sind ein wichtiger Baustein für die Biodiversität.

Deutlich messbar: Begrünte Fassaden können die Temperatur in der Stadt senken.

Begrünte Fassaden

Auch Dach- und Fassadenbegrünungen können in den Städten das Klima verbessern. Im Sommer schattieren Begrünungen die Gebäude und senken die Umgebungstemperatur deutlich. Untersuchungen in der Schweiz zeigen, dass sowohl im Gebäude als auch draußen vor einer begrünten Wand die Temperatur an heißen Sommertagen um mehrere Grad Celsius tiefer ist als im Umfeld einer nichtbegrünten Wand. Dachbegrünungen haben die gleiche Wirkung. Sie kühlen allerdings auf der Höhe des Dachs, die Temperaturabsenkung erreicht nicht das Straßenniveau. Fassadenbegrünungen sind daher besonders wertvoll für ein besseres Stadtklima. Außerdem haben sie im Winter einen wärmedämmenden Effekt und senken den Energieverbrauch für die Heizung.

Urbanes Gärtnern

Letztendlich sind es auch die vielen seit dem vorigen Jahrzehnt gegründeten Gemeinschaftsgärten, die sich positiv auf das Klima in den Städten auswirken. Auf Brachflächen entstehen grüne Oasen, in denen gemeinschaftlich gepflanzt, geerntet, kompostiert und gepflegt wird. In diesen urbanen Gärten entstehen Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Zudem wird dort das soziale Miteinander gefördert. Man tauscht Wissen über nachhaltiges Gärtnern aus und fördert das Umweltbewusstsein. Auch wenn eine komplette Selbstversorgung in Stadtgärten nicht möglich ist, trägt der Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern vor der eignen Haustür zur lokalen Lebensmittelproduktion bei und hilft, die sogenannten Foodmiles – also die Entfernung, die Nahrungsmittel vom Produzenten bis zum Verbraucher zurücklegen, – zu reduzieren.

Extreme Wetterbedingungen sind für Pflanzen eine Herausforderung. Hitze und Wasserknappheit in den Sommermonaten, aber auch Starkregen und schwere Gewitter häufen sich. Zudem ist zu beobachten, dass sich Schädlingspopulationen und Pflanzenkrankheiten an die veränderten Klimabedingungen anpassen. Das hat Folgen für die Nutzpflanzen im Garten.

Tomaten sind Sonnenkinder und brauchen viel Licht. Ist die Einstrahlung jedoch über lange Zeit sehr hoch, bekommen die Früchte und auch die Blätter einen Sonnenbrand. Steht eine Hitzewelle bevor, ist es deshalb ratsam, sie zu schattieren.

GÄRTNERN IN ZEITEN DES KLIMAWANDELS

Die sich ändernden Klimabedingungen haben Auswirkungen auf den Anbau von Nutzpflanzen. Man muss im Garten mit Hitzeperioden, veränderten Niederschlagsmustern und neuen Schädlingen und Krankheiten rechnen.

Extreme Wetterbedingungen sind für Pflanzen eine Herausforderung. Hitze und Wasserknappheit in den Sommermonaten, aber auch Starkregen und schwere Gewitter häufen sich. Zudem ist zu beobachten, dass sich Schädlingspopulationen und Pflanzenkrankheiten an die veränderten Klimabedingungen anpassen. Das hat Folgen für die Nutzpflanzen im Garten.

HITZE UND WASSERKNAPPHEIT

Lang andauernde und intensive Hitzewellen verursachen bei vielen Pflanzen Stress. Sie leiden unter Wassermangel, was zu Wachstumsstockungen führt. Wird dieser Mangel nicht rechtzeitig durch Wassergaben ausgeglichen, sterben die Pflanzen ab. Vor allem Jungpflanzen sind gefährdet, denn ihr Wurzelwerk ist noch nicht besonders gut ausgeprägt. Es reicht nur wenige Zentimeter in den Boden und muss sich erst in die Tiefe entwickeln. Neben dem Wassermangel, der die Pflanzen welken lässt, kann schon allein die starke Sonneneinstrahlung zu Pflanzenschäden führen. An der zur Sonne geneigten Seite der Pflanze bekommen Früchte und Blätter Flecken, und sehen aus, als seinen sie verbrüht. So geschädigte Pflanzenteile haben einen Sonnenbrand erlitten. Im Ziergarten kann man der Problematik z. B. mit der Auswahl von hitze- und trockenheitsverträglicheren Arten bzw. Sorten begegnen, bei Gemüse ist die Auswahl geeigneter Arten und Sorten dagegen begrenzt.

Hagelschauer, die bei schweren Gewittern auftreten, fügen Salaten großen Schaden zu.

STARKREGEN UND GEWITTER

Hohe Niederschlagsmengen in kurzer Zeit können auf landwirtschaftlich genutzten Flächen und Hausgärten besser abfließen als in versiegelten innerstädtischen Bereichen. Dennoch sind auch diese Flächen gefährdet. Starkregen und schwere Gewitter treten zwar nur punktuell auf, häufen sich aber. Mit ihnen ist die Gefahr von Überschwemmungen und Bodenerosion verbunden. Feuchte und durchlässige Böden können hohe Wassermengen verkraften. Sie nehmen das Wasser schnell auf, speichern einen Teil und geben den Überschuss an das Grundwasser ab. Zu Erosion, d. h. zum Abtragen der Erde, kommt es aber schnell

auf unbedeckten Böden,

auf sehr nassen, wassergesättigten Böden, deren Aufnahmekapazität erschöpft ist,

auf sehr trockenen Böden, die nicht in der Lage sind, Wasser in kurzer Zeit aufzunehmen,

auf verdichteten Böden, die Wasser ebenfalls nur langsam aufnehmen können.

Bei schweren Gewittern kommt es außerdem oft zu Hagel und orkanartigen Windböen, die unter Umständen den Pflanzen stark schaden können.

Dank milder Winter breitet sich der aus Ostasien stammende Buchsbaumzünsler bei uns aus.

SCHÄDLINGE UND KRANKHEITEN

Wie bei allen Lebewesen gibt es auch für Schädlinge und Pflanzenkrankheiten gute und schlechte Entwicklungsbedingungen. Temperatur und Feuchtigkeit sind bedeutende Faktoren für die Ausbreitung von Schadorganismen. Verändern sich die Klimabedingungen, hat das Folgen – sowohl für die Schaderreger als auch für ihre natürlichen Gegenspieler. So ist es wahrscheinlich, dass saisonale Verschiebungen eintreten, d. h., dass Schädlinge und Krankheiten zu anderen Zeiten als bisher auftreten. Außerdem kann sich die Vermehrungsrate – sowohl die der Schaderreger als auch die der Nützlinge, erhöhen oder vermindern, indem sie ihre Entwicklung schneller oder langsamer durchlaufen und mehr oder weniger Generationen in einer Saison bilden können. Schließlich muss auch mit Veränderungen der geografischen Verbreitung von Schädlingen und Krankheiten gerechnet werden. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko, dass sich invasive Arten etablieren, die bei uns keine natürlichen Gegenspieler haben und die heimischen Arten verdrängen.

Ein Hochbeet aus recycelten Europaletten ist nachhaltig. Es ist schnell zusammengebaut und hat eine angenehme Arbeitshöhe von 80 cm. Ausgekleidet mit einer Noppenfolie hält es viele Jahre.

GÄRTNERN MIT HOCHBEETEN: EIN BEITRAG ZUM KLIMASCHUTZ

Hochbeete haben sich sowohl im Garten als auch auf der Terrasse, dem Balkon oder in urbanen Gärten einen festen Platz erobert. Mit ihrer Hilfe können wir einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Sind Sie in der glücklichen Lage, einen Garten zu haben, in dem Sie Obst, Gemüse und Kräuter anbauen können, stellt sich die Frage, ob ein Hochbeet überhaupt sinnvoll ist. Schließlich sind für die Anschaffung oder den Bau Materialien notwendig, bei deren Herstellung Ressourcen und Energie verbraucht werden. »Verschwendung« sagen die einen, »sinnvoller Einsatz« sagen die Hochbeetfans. Ich zähle zu den Letzteren, denn der Anbau im Hochbeet hat viele Vorteile.

POSITIVE ASPEKTE

Mithilfe eines Hochbeets können Sie ganz entspannt gärtnern, weil weder der Rücken noch die Knie belastet werden. Auf einem Hochbeet lässt sich eine größere Erntemenge produzieren als auf einem Grundbeet, denn der Boden ist immer locker und durch die Füllung mit organischen Materialien nährstoffreich. Außerdem haben Sie aufgrund der Beethöhe die Bepflanzung besser im Blick. Sie entdecken Schädlinge und Krankheiten früher und können schon im Anfangsstadium wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ergreifen. Wühlmäuse, die in Grundbeeten gern Wurzel- und Knollengemüse anknabbern, haben im Hochbeet keine Chance, wenn es unten mit einem Drahtgitter versehen ist. Zudem haben Wurzelunkräuter, die im Garten ihr Wurzelwerk bis in tiefe Bodenschichten ausbreiten, im Hochbeet keinen Zugang.

Neben der Funktionalität sind es auch gestalterische Aspekte, die für die Anschaffung eines Hochbeets sprechen können. Vor allem, wenn es aus natürlichen Materialien wie Holz oder Ziegelsteinen gebaut ist, fügt es sich harmonisch in das Gesamtbild eines Gartens ein. Möchten Sie beim Bau des Hochbeets umweltschonend handeln, können Sie recycelte Materialien verwenden.

Auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin steht jetzt die »größte Hochbeetanlage der Welt«.

DER RICHTIGE STANDORT

Um in einem Hochbeet erfolgreich gärtnern zu können, sollten Sie unbedingt zwei Faktoren beachten: Zum einen muss den Pflanzen genügend Licht zur Verfügung stehen und zum anderen muss die Wasserversorgung gewährleistet sein. In ländlichen Gärten sind diese Bedingungen meistens gut zu erfüllen. In der Stadt kann es durch den Schattenwurf hoher Bäume, Häuser und Mauern schwer sein, ein sonniges Plätzchen zu finden.

SELBSTVERSORGUNG IST KLIMASCHUTZ

Die komplette oder teilweise Selbstversorgung mit Obst und Gemüse ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Durch Eigenanbau werden Energie eingespart und weite Transportwege vermieden. Wissenschaftler der University of California in Santa Barbara haben errechnet, dass mit jedem Kilogramm Gemüse, das im eigenen Garten angebaut und konsumiert wird, im Vergleich zu gekauftem Gemüse 2 Kilogramm Treibhausgase weniger verbraucht werden. Baut man Obst und Gemüse selbst an, wird weniger Energie für den Transport und – wenn man eigenen Kompost verwendet – weniger Energie für die Herstellung von Dünger verwendet. Ein Gemüsebeet ist daher ein relevanter Beitrag zum Umweltschutz.

In traditionellen Hausgärten kommen immer öfter Hochbeete zum Einsatz. Ihr großer Vorteil ist, dass sie den Anbau von Gemüse und Kräutern vom Boden in eine angenehme Arbeitshöhe verlagern und somit einfacher bewirtschaftet werden können.

Die Bedeutung des Sonnenlichts

Sonnenlicht ist der Energielieferant für die Fotosynthese, einem Prozess, mit dessen Hilfe Pflanzen Kohlenhydrate wie Stärke und Zucker bilden. Sie nehmen dafür Wasser aus dem Boden und Kohlendioxid (CO₂) aus der Luft auf. Pflanzen binden bei diesem Prozess nicht nur das klimaschädliche CO₂, sondern es entsteht als »Abfallprodukt« zudem Sauerstoff. So wird verständlich, dass Pflanzen einen entscheidenden Beitrag für gute Luftqualität leisten. Damit die Fotosynthese und damit das Pflanzenwachstum optimal verläuft, ist ein heller Standort für das Hochbeet von großer Bedeutung. Vier bis fünf Stunden Sonne am Tag sind das Minimum, das Kräuter und Gemüsepflanzen brauchen, um zu gesunden und kräftigen Pflanzen heranzuwachsen. Unter Lichtmangel bilden Pflanzen dagegen lange und weiche Triebe. Die Früchte reifen nur unzureichend aus und schmecken nicht. Die Blätter vergilben, werden anfällig für Schädlinge und Krankheiten und sterben schließlich ab.

Einfach umsetzbare Wasserversorgung

Ein weiterer wichtiger Standortfaktor für den erfolgreichen Anbau in einem Hochbeet ist eine einfach durchzuführende Wasserversorgung. In den Sommermonaten ist das Gießen die Hauptarbeit bei der Hochbeet-Pflege. Deshalb ist es notwendig, dass ein Wasserhahn oder eine Regentonne in der Nähe des Hochbeets ist. Besonders umweltfreundlich ist es, wenn man Regenwasser auffängt und sammelt. Eine weitere wassersparende Möglichkeit ist eine automatische Bewässerung, die unter der Erdoberfläche verlegt wird. Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten 40–43.

Ein Platzregen kann die Erde im Hochbeet durch die seitliche Umrandung nicht wegspülen.

HOCHBEETE IM URBANEN UMFELD

Heutzutage sind Hochbeete nicht nur in traditionellen Gärten, sondern auch im urbanen Raum weit verbreitet. In Kleingärten, Dachgärten, auf Terrassen, Balkonen und in Gemeinschaftsgärten sind Hochbeete fest etabliert. Sie ermöglichen eine Bepflanzung auch auf einem Untergrund, der eigentlich nicht zum Gärtnern geeignet ist. Egal, ob die Fläche versiegelt, mit Schadstoffen belastet oder einfach nur stark verunkrautet ist – für das Hochbeet spielt das keine Rolle. Seine Füllung, also das Substrat für die Pflanzen, ist unabhängig vom Untergrund. Bei Bedarf schließt man das Hochbeet von unten und trennt es so komplett vom Untergrund. Hochbeete in der Stadt haben für Gärtnerinnen und Gärtner die gleichen Vorteile wie Hochbeete in einem ländlichen Garten. Der Mehrwert in der Stadt besteht jedoch darin, dass sie das Gärtnern an vielen Stellen überhaupt erst möglich machen.

In Hitzeperioden können empfindliche Pflanzen im Hochbeet mit Schattiernetzen beschattet werden.

HOCHBEETE IN EXTREMEN WETTERSITUATIONEN

Extremwetterereignisse aufgrund der Klimaerwärmung machen auch vor den Nutzpflanzen im Hochbeet nicht Halt. Wir müssen uns darauf einstellen und die Pflanzen schützen.

Hitzeperioden

Gerade im Hochbeet werden vorwiegend schnellwüchsige Gemüsearten angebaut, die auf eine regelmäßige Wasserversorgung angewiesen sind. In Hitzeperioden müssen die Pflanzen entsprechend bewässert und vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt werden. Eine automatische Bewässerung kann dabei gute Dienste leisten, da sie besonders wassersparend ist und per Zeitschaltuhr gesteuert werden kann. Ein Frühbeetaufsatz aus Tunnelbögen kann zum Schattieren genutzt werden, indem man die Folie gegen Schattiergewebe austauscht.

Starkregen

Vor Starkregen und Sturm kann das Hochbeet ebenfalls durch Abdecken geschützt werden, z. B. mit einem Kulturschutznetz, das außerdem Schädlinge abhält. Und bei einem überraschenden Platzregen wird die Erde im Hochbeet durch die Umrandung gehalten und nicht weggeschwemmt. Zudem wirkt die unterste Schicht in der Hochbeetfüllung als Drainage und schließt das Risiko, dass sich Staunässe bildet, aus.

WIE TROCKENHEITSVERTRÄGLICH SIND GEMÜSE?

Unverträglich

Verträglich

Salate

Auberginen

Radieschen

Chili

Kohlrabi

Paprika

Gurken

Zwiebeln

Spinat

Buschbohnen*

Rucola

Erbsen*

* erst nach der Blüte

HOCHBEET-HARDWARE

Altbewährtes und Neues: In diesem Kapitel geht es um Materialien für das Hochbeet sowie den Unterbau und die Füllung. Dazu gibt es neue Ideen: ein Terrassenhochbeet und ein Schlüsselloch-Beet – Schritt für Schritt selbst gebaut.

Das aus Lärchenholz hergestellte Terrassenhochbeet dieses Anbieters ist unten geschlossen und deshalb auch auf empfindlichen Böden einsetzbar. Damit keine Staunässe entsteht, wird Wasser, das sich unten im Beet ansammelt, geführt abgeleitet.

SO BAUEN UND BEFÜLLEN SIE EIN HOCHBEET

Hochbeete können Sie selbst bauen oder fertig montiert bzw. als Bausatz kaufen. In diesem Kapitel erfahren Sie, was es bei der Anschaffung, beim Aufstellen und beim Befüllen zu beachten gilt.

Als erstes sollten Sie den Standort für Ihr Hochbeet festlegen. Im Anschluss wählen Sie das für Ihren Bedarf geeignete Material – beispielsweise Holz, Stein, Metall oder Kunststoff. Entscheiden Sie, wie groß Ihr Hochbeet sein soll und überlegen Sie, ob es unten offen sein darf oder ob ein unten geschlossenes Beet an Ihrem Standort vorteilhafter ist. Steht das Hochbeet schließlich fest an seinem Platz, wird es schichtweise mit verschiedenen Substraten befüllt.

GEEIGNETE MATERIALIEN

Für den Bau eines Hochbeets wird sehr oft Holz verwendet. Es ist leicht zu bearbeiten und man bekommt es in verschiedenen Ausführungen (Hart- oder Weichholz) und Stärken. Möchte man sein Hochbeet selbst bauen, ist Holz in der Regel das Material der Wahl.

Möchte man ein Hochbeet aus Steinen errichten, sind mehr handwerkliches Geschick und Erfahrung erforderlich. Natursteine und Ziegelsteine haben natürlichen Charme. Sie können trocken aufgeschichtet oder gemauert werden und sollten auf einem stabilen Fundament stehen.

Hochbeete aus Metall kann man fertig kaufen, manchmal bekommt man sie auch günstiger als Bausatz. Vor allem bei Beeten aus Cortenstahl ist darauf zu achten, dass die Wände isoliert sind, damit sie sich in der Sonne nicht zu stark erhitzen und die Wurzeln der Pflanzen verbrennen.

Bei Hochbeeten aus Kunststoff denkt man in erster Linie an die Kistenhochbeete, die in den letzten Jahren ihren Siegeszug durch die Urban-Gardening-Szene angetreten haben. Für ein Kistenhochbeet stapelt man Kunststoffkisten mit durchlöcherten Böden in beliebiger Höhe aufeinander und bepflanzt sie. Die Abmessungen der Kisten sind auf eine Europalette abgestimmt, sodass eine Palette als stabiler Unterbau verwendet werden kann. Kistenhochbeete sind vergleichsweise preiswert und lassen sich in kurzer Zeit aufbauen.

Das Hochbeet aus Ziegelsteinen in Kombination mit Holz fügt sich harmonisch in den Garten ein.

GRÖSSE DES HOCHBEETS

Die Größe eines Hochbeets hängt maßgeblich vom zur Verfügung stehenden Standort ab. Ist es von allen Seiten erreichbar, kann es bis zu 150 cm breit sein. Dann kann eine erwachsene Person die Beetmitte noch gut erreichen. Hochbeete, die an einer Wand stehen, sollten höchstens 80 cm breit sein. Die ideale Höhe ist abhängig von Ihrer Körpergröße. Für 160 cm große Personen ist ein 70 cm hohes Beet bequem zu bearbeiten, 190 cm große Personen kommen mit einer Höhe von 90 cm gut zurecht. Liegt Ihre Körpergröße dazwischen, wählen Sie ein ca. 80 cm hohes Hochbeet.

Das Kistenhochbeet steht auf Europaletten und ist so vom Untergrund getrennt.

OFFEN ODER GESCHLOSSEN?

Hochbeete werden in den meisten Fällen auf dem Gartenboden, dem Rasen oder – im innerstädtischen Bereich – auf brachliegenden Böden aufgestellt. Man kann jedoch auch an Standorten mit empfindlichen oder hochwertigen Bodenbelägen ein Hochbeet aufstellen.

Hochbeete mit Bodenkontakt

Auf offenem Gartenboden oder auf dem Rasen wird ein Hochbeet so aufgestellt, dass die Füllung Kontakt zum Untergrund hat. Das Hochbeet wird unten nur mit einem engmaschigen Drahtgitter versehen, um Wühlmäusen den Zugang zu verwehren. Überschüssiges Gieß- oder Regenwasser kann unter dem Beet versickern und kleine Bodenlebewesen, die für die Umsetzung des organischen Materials erwünscht sind, können von unten in das Beet einwandern. Wird das Hochbeet aus Holz gebaut, ist es sinnvoll, unter dem Holzrand eine Steinkante zu verlegen, damit das Holz trocken bleibt und besser vor Verwitterung geschützt ist.

Unter dem Rand von Hochbeeten aus Holz werden Steine verlegt, um das Holz zu schützen.

Auf dem Boden befestigt man engmaschigen Kaninchendraht, um Wühlmäuse auszusperren.