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"Mindset, Manifestation und Magie" ist dein persönlicher Schlüssel zu einem Leben voller Wunder. Mariella Heyd verbindet auf einzigartige Weise die drei kraftvollen Elemente Mindset, Manifestation und Magie zu einer ganzheitlichen Methode, mit der du dein Leben nach deinen Wünschen gestalten kannst. Du erfährst, wie diese drei Aspekte zusammenwirken und gemeinsam das Fundament für ein erfülltes Leben legen. Während dieser transformativen Reise lernst du, wie du das energetische Gesetz der Anziehung meisterst und deine Schöpferkraft entfesselst. Es handelt sich bei diesem Buch um eine Synthese aus einerseits wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen über das menschliche Denken aus den Zweigen der Psychologie und Neurowissenschaften sowie andererseits bewährten Methoden zur gezielten Wunscherfüllung auf Basis von überlieferten magischen Praktiken aus kulturübergreifendem Volksglauben. Tenor des Buches ist, den Leserinnen bewusst zu machen, dass sie bereits alle Werkzeuge in sich tragen, um ihr Leben nach ihrem individuellen Ideal zu gestalten. Dieses Buch ist ein Aufruf, sich an die eigene Schöpferkraft zu erinnern und diese zu entfesseln. Die Leserinnen werden inspiriert und befähigt, das Gelernte sofort in die Tat umzusetzen, damit rasch erste Erfolge sichtbar werden.
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Seitenzahl: 372
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Copyright © 2025 Mariella Heyd
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt.
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Mariella Heyd/c/o AutorenServices.de/Birkenallee 24/36037 Fulda
Coverdesign: www.canva.com
Lektorat/Korrektorat: www.lektorat-plus.de
Illustrationen: www.canva.com
Alle Rechte vorbehalten.
Herstellung: epubli – ein Service der neopubli GmbH, Köpenicker Straße 154a, 10997 Berlin
Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung: [email protected]
Vorwort
Liebe Leserin,
kaum zu glauben, dass ich hier sitze und die ersten Worte dieses Buches für dich schreibe. Doch wenn ich es genauer betrachte, dann ist es gar nicht so überraschend, denn dieses Ereignis hat sich über die letzten Wochen immer wieder aufs Neue angedeutet. Das Universum hat mir hier und da einen kleinen Schubs in Form von Zeichen verpasst: Follower und Leser, die mich gefragt haben, wann ein neues Buch von mir erscheint oder auch die Anmerkung einer Bekannten, dass ich mein Wissen zu diesem Themenbereich in einem Buch festhalten könnte. Ich bin offen dafür, solche Signale wahrzunehmen, dankbar anzunehmen und für mich zu nutzen, denn alles in meinem Leben geschieht für mich – und die Tatsache, dass du nun ausgerechnet dieses Buch in deinen Händen hältst, obwohl es Millionen Bücher auf diesem Planeten gibt, geschieht exakt für dich!
Was genau verändert sich ab sofort für dich?
Mit diesem Buch wirst du Seite für Seite und Kapitel für Kapitel ein neues Bewusstsein in dein Leben rufen. Du wirst in dir verborgene Fähigkeiten und die Verbindung zu deiner universellen Schöpferkraft wach küssen und dich an deine ureigene Magie erinnern, die dich schon immer mit allem verbunden hat. Du bist nicht nur ein Teil des Ganzen: Du bist das Ganze! Alles, was du im Außen siehst, ist auch in dir. Du wirst nichts Neues lernen – sondern dich nur an vergessenes Wissen aus deinem grenzenlosen Bewusstsein erinnern. Gemeinsam mit mir lernst du, Überlebtes liebevoll zu verabschieden, das dir schon lange nicht mehr dient und stattdessen das in dein Leben einzuladen, was wirklich zu dir passt.
Wie? Du lernst zu manifestieren. Manifestation ist ein Begriff, der immer populärer wird, und weißt du was? Das feiere ich! Manifestieren gilt als uralte Praxis und arkanes Wissen, aber es ist eine Fähigkeit, die jedem Menschen innewohnt und die deshalb auch jeder für sich zu seinen Gunsten nutzen darf. Auch du hast schon Dinge in deinem Leben manifestiert. Genau genommen manifestierst du jeden Tag unbewusst und genau das kannst du nun erweitern und bewusst verändern. Ich zeige dir, wie du genau das in dein Leben rufst, was du willst. Dieses Buch heißt nicht umsonst Mindset, Manifestation und Magie, denn das ist der Weg, der mir diese Welt eröffnet hat, und exakt diese Methoden gebe ich an dich weiter, damit du meinen Pfad mitgehen oder eine eigene Richtung einschlagen kannst. Bist du bereit, die Schlüssel entgegenzunehmen und neue Türen in deinem Leben zu öffnen?
Deine Schlüssel:
Mindset, Manifestation und Magie
Erinnerst du dich noch an den Chemieunterricht in der Schule? Ganz recht: Das Periodensystem der Elemente – und was haben wir da gelernt? Es gibt verschiedene Aggregatzustände: fest, flüssig und gasförmig. Was sind wir Menschen? Fest? Das Problem ist: Sehr viele glauben, sie seien nur ein(!) Zustand(!). Aber das ist nicht so. Das Leben ist kein Zustand, weil es nicht statisch ist. Das Leben ist dynamisch, flexibel und verändert sich von Sekunde zu Sekunde. Genauso bist auch du sehr viel mehr als das, was du bislang glaubtest zu sein. Du bist mehr als das, was du deine Ich-Identität nennst, welche auf ständigen Replikationen deiner Vergangenheitserfahrungen beruht.
Nehmen wir das Element Wasser (H₂O). Wasser ist das perfekte Beispiel, weil es auch als weibliches Element gilt und als Lebensquelle aller Menschen dient. Du bestehst je nach Lebensphase bzw. -alter nicht nur zu sage und schreibe 50–80 Prozent aus Wasser. Du als Frau verkörperst die Qualitäten von Wasser; bist Wasser in seinen unterschiedlichen Formen und Facetten: sanft, wild, geschmeidig, hohe Wellen schlagend, schäumend, Dämme brechend. Nun denkst du vielleicht: „Aber Wasser ist flüssig.“ Ich sage dir: Nein, ist es nicht. Zumindest nicht nur. Wasser ist flüssig, wenn wir den Wasserhahn aufdrehen, duschen oder es trinken. Wasser kann allerdings auch fest sein. Denk nur an Eiswürfel oder Schneeflocken. Genauso kann Wasser auch gasförmig sein, wenn es verdunstet. Durch Kondensation wird es wieder flüssig. Die Tatsache, dass Wasser so veränderlich ist und alles sein kann, bedeutet, dass es all diese möglichen Zustände bereits in seinen Anlagen trägt, auch wenn man ihm im flüssigen Zustand nicht ansieht, dass es genauso gut auch fest oder gasförmig sein kann. Auf die exakt gleiche Art und Weise steckt auch in dir sehr viel mehr, als du bislang ahnst. Du bist weitaus mehr als die Knochen, die Muskeln, das Blut und die Erfahrungen deiner Vergangenheit. In dir steckt ein unermessliches Zukunftspotenzial, das jetzt nur noch nicht sichtbar ist und das ganz anders sein kann als alles, was du bislang kennst. Genau dieses Mehr kitzeln wir mit diesem Buch aus dir heraus.
Deswegen ist mein Weg auch nicht nur ein Weg, sondern besteht aus der Verknüpfung von drei Aspekten: Mindset, Manifestation und Magie. Erst die Verbindung dieser drei einzelnen Zweige führt zu „Ganzheitlichkeit“. Der griechische Philosoph Aristoteles würde jetzt auch sagen: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Salz alleine macht noch kein Gericht, eine einzige Karotte ebenfalls nicht, aber wenn wir verschiedene Zutaten verbinden, wird eine Mahlzeit daraus, die mehr bietet als ihre einzelnen Zutaten es je könnten. Genauso ist die Arbeit an und mit deinem Mindset nur ein Teil, jedoch nicht das Ganze. Dasselbe gilt für die Bereiche Manifestation und Magie.
Wenn du eine Buchhandlung betrittst, stellst du fest, dass diese drei Genres nicht beieinander stehen. Manche Autoren stehen mit Mindset-Lektüre im Bereich der Ratgeber oder Persönlichkeitsentwicklung, während Bücher rund um Magie und Manifestation in der Esoterikecke zu finden sind. Auf den ersten Blick wirkt es so, als seien es demnach grundlegend verschiedene Gebiete, die nichts miteinander gemein haben. Das Mindset wird der Psychologie zugeordnet, welche als Wissenschaft das Erleben und Verhalten beschreiben, erklären und verstehen will. Die Psychologie, die früher auch Seelenkunde genannt wurde, wurde entseelt. Manifestation und Magie hingegen werden innerhalb des Rahmens von Spiritualität, Esoterik und Okkultismus dem reinen Glauben zugeschrieben. Wissen und Glauben prallen dabei aufeinander – aber sind sie denn unvereinbar?
Bereits bei Francis Bacon, dem Begründer der Experimentalwissenschaften, schieden sich hier die Geister, denn Bacon war auch als Rechtsanwalt an den damaligen Hexenprozessen beteiligt. In seinem Novum Organum Scientiarum legte er den Grundstein dessen, was wir Wissenschaft nennen. Er schrieb, man solle sich die Natur zur Sklavin machen und ihr all ihre Geheimnisse entreißen. Hier zeigen sich bereits patriarchale Herrschaftsansprüche der anfangs männerdominierten Wissenschaft gegenüber der weiblichen Volkszauberei. Welche wahre Macht und Kraft saß denn in den Augen von Francis Bacon in der weiblichen Natur, die man so dringend entzaubern, kontrollieren und beherrschen musste? Stieß die Wissenschaft in ihren Anfängen etwa schon an ihre Grenzen des rational Erklärbaren? Wieso konnte er, der sich der Wissenschaft und dem auf Erfahrungen beruhenden Empirismus verschrieben hatte, Frauen als Hexen titulieren, die durch ihr magisches Wirken Unheil stiften und deshalb selbst solches erfahren sollten? Welcher Wissenschaftler verbrennt Hexen, wenn er nicht an Magie glaubt und alles scheinbar logisch erklärbar ist? Zum Glück haben wir inzwischen durch den Soziologen und Wissenschaftstheoretiker Karl Popper gelernt, dass wir uns auch über die Wissenschaft der Wahrheit nur annähern können. Das absolute Wissen gibt es im Grunde nicht bzw. wir haben keinen direkten Zugriff darauf.
Wie Wissen(-schaft) und Glauben ineinander spielen, zeigt eine altertümliche Darstellung zweier Göttinnen. Fortuna ist mythologisch die Göttin des Schicksals bzw. Zufalls (je nachdem, wie du es sehen möchtest) und Sapientia die Göttin der Weisheit. Auf einem Holzschnitt aus dem 16. Jahrhundert ist dargestellt, wie sich Sapientia ihrer Weisheit so sicher ist, dass sie sich, eingenommen von ihrem überragenden Wissen, überheblich im Spiegel betrachtet. Dabei blendet sie alles andere aus, auch Fortuna, die blind am Rad des Schicksals spielt – und dabei manchmal sicher geglaubtes Wissen durch Schicksals- oder Zufallskonstellationen über den Haufen zu werfen versteht. Dieses Bild möchte uns sagen: Wir können niemals alles wissen, sondern sollten in unserem Glauben immer Raum für das Unmögliche bzw. Unsichtbare lassen.
„Wunder geschehen nicht im Gegensatz zur Natur, sondern nur im Gegensatz zu dem, was wir über die Natur wissen.“
Augustinus von Hippo
Wenn wir unser Sein ganzheitlich (geistig, seelisch, körperlich) entwickeln wollen, braucht es beides. Wissen wollen als Antriebsfeder für lebenslanges Lernen, Erforschen und Entfalten sowie Offenheit für das Undenkbare und scheinbar Unmögliche – für Erfahrungen, die unser Wissen übersteigen. Lass mich dir jetzt erklären, wie mein Weg funktioniert, um diese Felder in einem Konzept zu vereinen.
1. Schritt: Dein Mindset
Dein Mindset ist deine innere Haltung (Einstellung) gegenüber dir, deiner Umwelt, dem Leben etc. Dein Mindset enthält deine Überzeugungen und deine Denkweise und ist somit ausschlaggebend dafür, wie du fühlst und wie du dich verhältst. Positive Gedanken erzeugen positive Gefühle, und mit einer optimistischen Haltung verhältst und handelst du proaktiv und lebensbejahend. Old but gold: Ist deine Champagnerflöte halb voll oder halb leer?
2. Schritt: Deine Manifestationen
Hier müssen wir klar unterscheiden zwischen Manifestation erster Art und Manifestation zweiter Art. Manifestationen sind umgangssprachlich sowohl die Endresultate dessen, was du erzielen möchtest, als auch der Prozess der Entstehung. In diesem zweiten Schritt ist konkret der Weg des Werdens (erste Art) – nicht die Fertigstellung (zweite Art) – gemeint. Um erfolgreich zu manifestieren, also das in dein Leben zu ziehen, was du dir wünschst, musst du auf drei Ebenen wirkmächtig sein: auf der Ebene deiner Gedanken (aha, hier kommt wieder das Mindset ins Spiel), deiner Gefühle (Manifestationsprozess) und deiner Handlungen (magische Praktiken). Ein gesundes und positives Mindset ist also der Schlüssel für erfolgreiche Manifestationen, denn nur durch positives Denken evozierst du auch hormonell positive Emotionen, die den Manifestationsprozess in Gang setzen. Mit deinem Mindset steht und fällt alles, da deine Gedanken deine Gefühle und diese wiederum dein Verhalten beeinflussen. Besonders deine Gefühle erzeugen eine Schwingung – ein vibrierendes Resonanzfeld, deine energetische Signatur – das deine Manifestation ausmacht. Man könnte auch sagen: Deine Gedanken sind elektrisch und deine Gefühle magnetisch. Du hast sicherlich schon einmal gehört, dass wir Menschen ein elektromagnetisches Feld besitzen. So wie die Schuhmannfrequenz das elektromagnetische Feld und somit den Puls unseres Planeten messbar macht und sich übrigens auch auf unsere Gehirnströme auswirkt, so haben auch wir einen eigenen individuellen energetischen Puls, der von unserem Denken und Fühlen abhängt. Du bist praktisch wie ein Magnet, der stets anzieht, was er denkt und fühlt.
3. Schritt: Deine Magie
„Das Unmögliche“ erscheint nur solange unmöglich, bis es getan wird. Vielleicht erscheint es dir unangebracht, dass ich diesen Abschnitt mit dem Zitat des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela beginne, der sich aktiv gegen Apartheid und für die Gleichheit aller Menschen eingesetzt hat, doch der Kern der Aussage gilt für alles im Leben – auch für die Magie. Mit deinen auf einem stabilen Mindset aufgebauten Manifestationen erzeugst du eine Resonanz, die auf einer zunächst nicht greifbaren (transzendenten) Ebene das in dein Leben zieht, was du haben willst. Stell dir die Wirkung dieser Schwingung vor wie einen Magneten. Du kannst die wirkende Kraft nicht sehen, aber sie ist da. Das ist die Magie: Mit etwas zu arbeiten, was dein rationaler Anteil zunächst nicht begreifen kann. Zusätzlich unterstützt du durch deine konkrete Handlung während der magischen Praxis dein Bewusstsein und Unterbewusstsein dabei, auf das Undenkbare zu vertrauen, weil du es in Form der Ritualgegenstände sehen und anfassen kannst. Wenn du siehst, wie sich beispielsweise ein Wunschzettel durch den rituellen Akt des Verbrennens in Rauch und schließlich Luft auflöst, kannst du begreifen, dass das, was vorher als Papier in deinen Händen lag, weiterhin auf einer anderen Ebene existiert. Dasselbe besagt auch der Energieerhaltungssatz in der Physik. Energie kann weder erzeugt noch zerstört werden. Sie kann lediglich umgewandelt oder übertragen werden.
Schon unsere Ahnen und Ur-Völker wussten um die Bedeutung der Verbindung dieser drei Schritte und dem essenziellen Ausgangspunkt unseres Denkens. Viele Zauber- und Heilkräuter durften etwa nur bei Vollmond von nackten Jungfrauen und unter Hinzuziehung bestimmter Zaubersprüche gepflückt werden, um ihre Wirkung entfalten zu können. Manche der Kräuter durften darüber hinaus sogar nur mit bestimmten Fingern ausgegraben werden. In einem anderen Beispiel entscheidet die Schnittrichtung (von oben nach unten oder von unten nach oben) darüber, ob ein Kraut zu Erbrechen oder zu Durchfall führt, obwohl sich an den Inhaltsstoffen der Pflanze dadurch nichts verändert. Du siehst, dass damals schon der Glaube oder die kognitive Überzeugung als Bestandteil des Mindsets, die Manifestation im Sinne der emotionalen Sicherheit bezüglich der Wirkweise und die rituell-magische Handlung in einem Prozess zusammengeflossen sind. Die Grundformel, mit welcher wir hier arbeiten, ist somit sehr simpel und uralt:
Kognitives Mindset +
Emotionale Manifestation +
Praktisch-Materielle Magie
Der Moment, in dem sich alles veränderte
Das erste Mal erscheint es wie Zufallshand, doch bald verstehst du das Schicksalsband.
Anonymus
Ich erinnere mich noch sehr gut an meine erste Manifestation. Ohne es zu wissen, habe ich intuitiv alle drei Zutaten richtig verbunden. Ich muss etwa sieben oder acht Jahre alt gewesen sein. Damals gab es eine britische Fernsehserie für Kinder und Jugendliche namens Die magische Münze. In dieser Serie ging es um ein Mädchen, das sich mithilfe einer magischen Münze Wünsche erfüllen konnte. Sie musste lediglich an ihren Wunsch denken und die Münze reiben, und schon ging ihr Wunsch in Erfüllung. In der Serie haben sich die Wünsche der Hauptfigur zwar nie so erfüllt, wie sie es sich erhofft hat, aber als Kind habe ich natürlich nur das gehört, was ich hören wollte, und das war eine verdammt coole magische Münze!
Wie sehr habe ich mir eine solche magische Münze gewünscht! Nicht etwa, weil ich damit die Welt verändern wollte oder höhere Ziele hatte (ich war schließlich ein Kind), aber ich wollte wirklich dringend einen Tag schulfrei. Meine Mutter hat mir wenige Minuten später ein Fünf-Mark-Stück geschenkt. Erinnerst du dich noch an diese großen Münzen, die in einer Kinderhand nahezu riesig wirken und so, als könnte man damit die ganze Welt kaufen? Genau so eine meine ich. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass dies meine magische Münze ist und mir einen Wunsch erfüllt. Also habe ich sie in meinen Händen gehalten, warm gerieben, an mich gedrückt und mir aus der Tiefe meines Herzens gewünscht, dass am nächsten Tag die Schule ausfällt. Ich hatte keinerlei Zweifel, dass mein Wunsch sich erfüllt. Immerhin war die Münze ein Geschenk von meiner Hexenmama und darüber hinaus habe ich sie bekommen, während die Serie lief, und außerdem habe ich ganz genau gespürt, dass sie Zauberkräfte besitzt. Am nächsten Morgen, alles schien normal, habe ich an meine Münze gedacht, die sicher in meinem Nachtschrank lag. Obwohl kein Schneesturm oder Ähnliches in Sicht war, wusste ich: Diese Münze muss mir meinen Wunsch erfüllen. In der Schule angekommen, begrüßte mich meine Klassenlehrerin mit den Worten: „Du kannst wieder nach Hause gehen. Die Heizungen sind über das Wochenende ausgefallen und bei den Minusgraden können wir hier nicht unterrichten.“ Dieser Moment war derart magisch für mich, dass ich ihn niemals vergessen werde.
Diese Superkraft meiner kindlichen Überzeugung konnte ich mir jedoch nicht bewahren. Von Jahr zu Jahr verlor mein Leben an Magie, Fantasie und an Glauben. Ich wurde von der Realität Erwachsener eingeholt und, nun ja, ich schätze, du weißt, wovon ich spreche. Aber genau dieser Verlust hat mich Jahre später wieder zu meiner ureigenen Schöpferkraft geführt. Ich habe mich an diesen Moment erinnert, als ich durch die Kraft meiner Gedanken meine Realität verändert habe und prompt kam ich „durch Zufall“ bzw. Wink des Schicksals in Berührung mit einem Buch zum Thema Magie und entsprechend Manifestation. Seitdem ist diese Fähigkeit wieder ein fester Bestandteil meines Lebens, denn wenn du es meisterst zu manifestieren, ist dein Leben plötzlich ganz leicht. Stell dir vor, deine Tagträume spielen sich nicht mehr nur in deinem Kopf ab, sondern in deiner Realität. Ganz echt. Zum Anfassen. Klingt das nicht fantastisch? Und wie es das tut! Dein Leben ist dann keine Fantasie mehr, sondern deine Fantasie wird gelebt.
Meine Lieblingsmanifestationen der letzten Jahre
Okay, wow, das liest sich nun wie ein Einkaufszettel für das 4-Sterne-Gericht Superliving, aber mit dieser Analogie liege ich goldrichtig, denn all diese Ereignisse habe ich über meine Methode in meinen Einkaufswagen gepackt und mit Unmengen Dankbarkeit via Vorauskasse bezahlt.
Erstveröffentlichung meines ersten Buches mit Verkaufszahlen im 4-stelligen Bereich
Einen Literaturpreis
Verlagsangebote und Verträge bei den größten Publikumsverlagen
Exklusivlizenz bei einem großen deutschen Verlags- und Buchhandelsunternehmen
Persönliche Agenten
Interviews, Lesungen, Presse, öffentliche Auftritte im TV, Radio etc.
Den besten Studienabschluss
Ein Stipendium aufgrund meiner Bestleistungen
Meinen Traumjob, der nicht einmal ausgeschrieben war
Meinen Traumpartner
Luxusreisen inklusive privatem Strandzugang, Butler usw.
und vieles mehr …
Diese Liste liegt nicht etwa verstaubt in einer Schublade, sie wächst stetig weiter, und so soll auch deine Liste lebendig werden, wachsen und blühen. Es gibt drei gute Gründe, weshalb ich dir mein Glück unter die Nase reibe, wie andere die Erfolgsstorys ihrer hochintelligenten Kinder beim Elternabend:
Ich habe erstens die Absicht, dir zu zeigen, dass das scheinbar Unmögliche möglich ist! Schon Augustinus von Hippo, der im Jahr 354 nach Christus geboren wurde, erkannte, dass Wunder nicht im Widerspruch zur Natur stehen, sondern lediglich im Widerspruch zu unserem Wissen über die Natur. Ich werde nicht müde, dieses Zitat immer wieder zu zitieren. Im Grund wissen die meisten Menschen sehr wenig über die „hinter“ der mit den Sinnesorganen wahrnehmbaren, doch existierenden Wirklichkeit. Wir vermuten, stellen Theoriekonzepte bzw. Hypothesen auf, prüfen unsere Annahmen und versuchen, daraus die Wahrheit allgemeingültig abzuleiten. Dabei ist im Laufe der Jahrhunderte schon einiges schiefgelaufen und musste revidiert oder relativiert werden. Man nehme nur die Sonnenfinsternis im Jahr 1919. Ein bisschen Schatten, ein bisschen „genauer hinschauen“ und schon wurde Isaac Newtons bis dato unschlagbare These der Gravitation in den Hintergrund gestellt. An seiner Stelle rückte Albert Einstein mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie als neuer Pionier der Physik-Szene ins Scheinwerferlicht, weil er die Raumzeitkrümmung empirisch nachweisen konnte.
Zweitens möchte ich, dass du dich fragst, was meine Manifestationen emotional mit dir machen. Freust du dich mit mir? Motivieren dich meine Erfahrungen und Erzählungen? Schlägt dein Puls freudig-aufgeregt schneller, weil du spürst, dass du auf dem richtigen Weg bist? Oder spürst du gerade ein wenig Unsicherheit, ob dir das auch gelingen kann? Wenn Menschen das für sich nicht als möglich erachten, könnten in der negativen Konsequenz auch Neidgefühle entstehen. Das ist prinzipiell okay. Neid ist ein Teilbereich der Erfahrungen, die wir auf dieser Erde machen dürfen. Wir dürfen uns allerdings auch jederzeit dazu entscheiden, nicht mehr neidisch zu sein, weil es uns emotional geißelt und außerdem nichts bringt. Neid ist eine destruktive Energie, die niedrig schwingt. Solange du Neid in dir fühlst und in den Erfolgen anderer wühlst, um eine Begründung zu finden, weshalb sie ihr Glück nicht „verdient“ haben, wirst du deine Wünsche nicht manifestieren. Energie, die du in Neid investierst, ist vergeudete Energie – einfach weg. Erst, wenn du magnetisch für das bist, was du willst, wirst du auch exakt das anziehen. Magnetisch zu sein heißt, dass du mit deiner Energie noch mehr gleichgearteter Energie anziehst und somit etwas dazu gewinnst. An dieser Stelle kannst du dir bereits einer Sache bewusst werden: Dass du meine Erfolge in dein Leben gezogen hast, bedeutet, dass du schon jetzt in Resonanz zu deinen Erfolgen stehst! Erzeuge Magnetismus, indem du dich für und mit anderen Menschen freust, die bereits deinen Traum leben, denn dadurch erkennst du an, dass du im Resonanzfeld deiner Manifestation bist, weil du immer mehr von dem wahrnimmst, was auch du möchtest. Das Universum bzw. Gott testet dich, ob du bereit bist, zu empfangen – ohne abzustoßen.
Und drittens: Erfahrungsgemäß weiß ich, dass viele bei meiner Aufzählung denken: „Das passiert immer nur anderen, aber nicht mir.“ Ich sage: Doch. Es passiert dir! Ich möchte dich anspornen, dass auch du Zettel und Stift zur Hand nimmst und deine Manifestationen auflistest; von der ersten bis zur letzten. Glaube mir: Es kann nicht sein, dass du noch nie etwas manifestiert hast. Jeder Traum, den du nachts träumst, ist eine Manifestation deines Geistes – deiner Gedanken. Genauso kannst du auch deine 3D-Realität gestalten. Alleine dein Leben ist eine, genauer gesagt, deine erste Manifestation. Aus einem Konkurrenzpool von mehreren Millionen Spermien hast genau du dich inkarniert. Das ist vergleichbar mit einem exklusiven Lottogewinn! Jeder Atemzug ist eine Manifestation der Chancen, die du jederzeit ergreifen kannst, um etwas in deinem Leben zum Positiven zu verändern.
Aufgabe für dich:
Erstelle eine Liste all deiner kleinen und großen Manifestationen und schreibe hinter jede Manifestation ein großes Danke! Fühle die Dankbarkeit! Falls du (noch immer) glaubst, nie etwas manifestiert zu haben, schreibe alles auf, was du als selbstverständlich erachtest. Das Geheimnis des Selbstverständlichen verbirgt sich nämlich hinter dem, was wir wahrnehmen. Nichts ist je selbstverständlich. Weder deine Gesundheit noch dein Dach über dem Kopf und auch nicht der verbeulte Opel Corsa mit Baujahr 250 v. Chr. Erkenne, dass du von dem Selbstverständlichen in Wahrheit gar nichts verstehst und es sich spätestens dann als großes Geschenk entpuppen würde, wenn es von jetzt auf gleich plötzlich nicht mehr da wäre und du krank im Regen sitzen müsstest und dich ohne dein Auto nur mühsam vorwärts bewegen könntest.
I Mindset
Dein Mindset ist dein Set – dein Werkzeugkasten – für all deine Wünsche, Träume und Ziele.
Um die beste Version von dir selbst und deinem Leben zu kreieren, benötigst du ein Mindset, das dich zu 100 Prozent unterstützt. Wenn du nicht an deine eigene Kraft glaubst, wie sollen dich dann Kräuter und Zaubersprüche davon überzeugen? All die magischen Zutaten wirken durch dich und die Bedeutung, die du ihnen gibst, und nicht umgekehrt. Dies wird auch durch Forschungen über den Placebo-Effekt gestützt, die zeigen, dass der Glaube an eine Wirkung eine entscheidende Rolle spielt.
Ich weiß, dass viele Autoren direkt mit magischen Übungen beginnen, die Leser verzaubern und sie mit all ihrer wortgewaltigen Magie raus aus der Wirklichkeit katapultieren und in eine neue Form der Realität eintauchen lassen. Ich gehe einen anderen Weg: Statt dich in eine andere Realität zu versetzen, konzentrieren wir uns darauf, deine jetzige Realität aktiv und bewusst neu zu gestalten. Wir starten ganz nüchtern mit deinem Mindset und ja, ich weiß, das klingt im Vergleich zu all den anderen zauberhaften Büchern so saharatrocken wie Steuererklärung. Aber ich möchte dich nicht einhundertzehn Seiten lang verzaubern und dich dann ohne Wunder zurücklassen. Deshalb gilt: Zuerst setzen wir uns auf den Hosenboden und machen unsere Hausaufgaben, damit der spaßige Teil danach auch wirklich nachhaltig funktioniert. Ich verspreche dir, es wird von Kapitel zu Kapitel magischer und zauberhafter. Hierbei werde ich auch auf mythologische Erzählungen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zurückgreifen, da Mythologie oftmals frei als „das die wahre Geschichte erzählende Wort“ übersetzt wird und die meisten Mythen einen gemeinsamen Nenner haben. Die Energie der Geschichten und meiner Worte wird auch deine persönliche Energie stetig anheben, dich inspirieren und deine Fantasie – das Reich der unbegrenzten Möglichkeiten – anregen.
Vielleicht wirst du einiges von dem, was ich schreibe, schon gehört oder gelesen haben und du denkst dir: „Das weiß ich doch“, aber das Buch ist nicht ohne Grund für Anfänger und Fortgeschrittene. Für Anfänger wird das, was sie hier lesen, neu sein und ihnen einen neuen Raum eröffnen. Fortgeschrittene kennen diesen Raum bereits, was jedoch nicht bedeutet, dass sie das Feld schon akribisch erkundet und für sich erschlossen haben. Wissen und Erkenntnis sind nicht dasselbe. Carlos Castaneda nennt in Die Lehren des Don Juan das Wissen als einen der vier Feinde des Menschen. Wissen verführt dazu, das Gewusste absolut zu setzen, es nicht infrage zu stellen, nichts Gegenteiliges mehr zuzulassen, andere Perspektiven zu verweigern und das Lernen zu verlernen, wodurch die eigene Entwicklung stagniert. Hierzu zählt auch, dass man die eigenen Erfahrungen und Überzeugungen nicht mehr infrage stellt. Wie oft habe ich schon gesagt, dass ich etwas weiß, weil ich es zehntausendmal gehört habe und auch wiedergeben kann. Dann hat mir das Leben Situationen geschenkt, die mich dazu aufgefordert haben, das, was ich wusste, auch umzusetzen, und ich bin gnadenlos gescheitert. Wissen alleine ist also kein Erfolgsgarant, sondern nur ein Faktor. Wissen ist nur dann von Wert, wenn du es auch in schwierigen Situationen praktisch beherrschst. Ansonsten beherrscht dein Wissen dich. Lass all dein Wissen und das, welches du neu dazu gewinnst, einfach weitere Schritte zur Erkenntnis sein. Erkenntnis zeigt sich in diesen Wow-Momenten des Lebens, in denen es klick macht und du spürst, dass du gerade auf einer tieferen Ebene etwas wirklich durchdringend verstanden hast. Dieses tiefe Verständnis ist so viel mehr als das, was sich in Worten des Wissens ausdrücken lässt. Aus diesem Grund, liebe Fortgeschrittene, genießt auch die euch bereits bekannten Lektionen, denn vielleicht ist eine Wiederholung dabei, die bei euch zu einem Klick führt oder euch einen Schritt näher an die Erkenntnis hinter dem Wissen führt.
PS: Wann immer ich in diesem Buch davon spreche, dass etwas „spielend einfach“ funktioniert, setzt dies voraus, dass du die vorangegangenen Themen selbstverantwortlich durchdringend erarbeitet und verinnerlicht hast.
So beeinflusst dein Denken dein Leben
Die Lebensuhr tickt unentwegt, doch dein Mindset bestimmt, wie dein Herzschlag währenddessen in dir schlägt.
Alleine über das Thema Mindset gibt es zahlreiche Bücher und etliche Seminare, wie man mit einem neuen Mindset glücklicher und erfolgreicher wird. Ist da etwas dran? Ja, ist es! Unter dem Begriff Mindset subsumieren sich deine Denkweise und deine grundsätzliche Haltung dem Leben gegenüber. Man könnte auch sagen, Optimisten haben ein positives Mindset und Pessimisten ein negatives. Wie bewertest du Situationen im Durchschnitt? Ist dein Wasserglas halb voll oder halb leer? Lästert die Kollegin hinter vorgehaltener Hand über dich oder teilt sie bloß eine persönliche Information, die sonst niemand hören soll? War sonnenklar, dass du ausgerechnet heute im Stau stehst oder bist du dankbar, dass nicht du den Wildunfall hattest? Überlege mal: Wie fühlst du dich angesichts deiner Interpretation und wie verhältst du dich aufgrund dessen? In deinem Mindset verbirgt sich deine gesamte Weltanschauung, aufgrund derer du exakt die Informationen aus deiner Umwelt filterst, die deinem Denken entsprechen. Und entsprechend deiner üblichen Denkhaltung interpretierst du deine Wahrnehmungen, um dich selbst in deiner Haltung zu bestätigen. Heißt im Klartext: Du nimmst selektiv mehr Positives wahr und schätzt es positiv ein, wenn du ein positives Mindset hast. Hast du ein negatives Mindset, nimmst du mehr Krieg, Leid, Schmerz, Ungerechtigkeit etc. im Außen wahr und fühlst dich dadurch in deiner negativen Weltsicht bestärkt.
Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, welche Tendenz dein Mindset hat. Das kannst du mit folgenden Fragen herausfinden, um eine grobe Einschätzung zu erhalten. Die Fragen ersetzen selbstverständlich keine systematische Analyse, aber sie genügen, damit du dich in einem ersten Schritt einschätzen und besser kennenlernen kannst.
Würdest du dich als Optimist beschreiben?
Meint es das Leben gut mit dir?
Siehst du eher Herausforderungen statt Probleme?
Suchst du bei Herausforderungen Lösungen?
Bist du schon vor der Lösungsfindung davon überzeugt, dass du sie eines Tages finden wirst?
Kannst du unangenehmen Situationen (im Nachhinein) auch etwas Gutes abgewinnen?
Lernst du gerne Neues, auch wenn es bedeutet, dass du es nicht vom ersten Moment an perfekt beherrschst?
Siehst du Fehler und Schwächen als Chance, um daraus zu lernen und zu wachsen?
Feierst du deine Erfolge und Zwischenschritte gebührend?
Bist du jeden Tag für mindestens drei Dinge dankbar?
Richtest du deinen Blick eher in die Zukunft statt in die Vergangenheit?
Wenn du einen Großteil der Fragen mit „Ja“ bestätigen kannst, herzlichen Glückwunsch! Du hast ein grundsätzlich positives Mindset. Dein Mindset kann allerdings je nach Themengebiet auch negative Tendenzen aufweisen. Vielleicht bist du eine unschlagbare Optimistin, wenn es um Beruf und Finanzen geht. Selbst ein hochriskanter Aktienkauf ist für dich eine sichere Investition. Aber dafür hast du ein negatives Mindset in Liebesdingen. Geht es um große Gefühle und Herzklopfen, tut sich vor dir eine Schlangengrube auf und du machst selbst bei Mister Dreamy die Biege, weil du dir die Sache nicht zutraust.
Wieso wir in manchen Dingen ein volles Glas Champagner und in anderen Bereichen einen tropfenden Wasserhahn haben, hängt mit unseren Vorerfahrungen zusammen. Unsere Lebenserfahrung wirkt sich maßgeblich auf unsere Denkweise aus. Hast du als Kind einmal auf eine heiße Herdplatte gefasst, wird dir das so schnell nicht noch einmal passieren! So ergeht es dir mit allen Erfahrungen. Aus Erfahrungen lernt man bekanntlich. Hast du als Kind Streitereien zwischen deinen Eltern erlebt, Untreue, Scheidung und einen jahrelangen Rosenkrieg, dann kann es gut sein, dass du auf Hochzeiten nicht diejenige bist, die in der ersten Reihe steht, um den Brautstrauß zu fangen, weil du eine Ehe mit Streit, Stress und Problemen verbindest und dich davor schützen möchtest. Siehst du, wie dein Mindset funktioniert? Deine Erfahrungen werfen ihre Schatten in deine Zukunft. Während dich manche Erfahrungen zukünftig realistisch vor Leid, Schaden und Schmerzen beschützen, werden andere Erfahrungen dazu führen, dass du alles ähnlich Geartete über einen Kamm scherst und alternative Happy Ends nicht in Erwägung ziehst. Eine heiße Herdplatte wird dich immer verbrennen, aber nicht jede Beziehung muss mit Streit und Tränen enden.Kann, heißt nicht muss. Es kann auch ganz anders laufen. Solange du jedoch an deinen Überzeugungen festhältst, wird es nicht anders, weil du unbewusst alles genau in diese Richtung filterst. Der kleinste und unbedeutendste Streit um die Socken neben statt in dem Wäschekorb wird plötzlich dramatisiert, weil sich ein Alarmschalter in deinem Mindset umlegt, der dir sagt: „So habe ich es in der Vergangenheit erlebt. Es ist der Anfang vom Ende.“ Deine Vergangenheit überträgt sich automatisch auf deine Gegenwart. Ein positives Mindset hingegen würde es als eine normale, zwischenmenschliche Auseinandersetzung einstufen, die sich auch wieder beruhigt und nichts an der Beziehung verändert.
Apropos „heiße Herdplatte“ – Nice to know:
Wenn ich dich bitten würde, barfuß über glühende Kohlen zu laufen, die weit über eintausend Grad heiß sind, würdest du es tun? Vermutlich nicht. Du willst dir schließlich nicht die Füße verbrennen und Brandblasen zuziehen. Vielleicht erinnerst du dich auch schmerzlich an die Kindheitserfahrung, als du auf eine heiße Herdplatte gefasst hast oder mit kochendem Wasser in Berührung kamst. Genau das ist der Punkt: Deine negative Vorerfahrung führt dazu, dass du dich zukünftig vor solchen Verletzungen, Schmerzen und Wunden schützen willst, indem du ähnliche Situationen vermeidest. Du „weißt“ es ja schließlich besser. Jetzt kannst du eine Sache von mir lernen, die dein bisheriges Hitze-Mindset explodieren lässt! Du kannst über glühende Kohlen laufen. Ich auch. Deine beste Freundin auch, die nervige Kollegin von der Arbeit ebenfalls. Dazu musst du nicht im Zirkus arbeiten, kein Mentaltraining absolvieren; du kannst es einfach. Kohle ist nämlich (physikalischer Fakt) ein ziemlich schlechter Wärmeleiter und die darauf liegende Asche wirkt zusätzlich wie eine Art Schutzfilm. Dir passiert rein gar nichts. Einzig dein Kopf – dein vermeintlich wissendes Mindset – will dich davon abhalten. Wenn du mir nicht glaubst, dass Hitze nicht gleich Hitze ist und neunzig Grad nicht gleich neunzig Grad, dann geh doch mal in eine finnische Dampfsauna. Du wirst sehen, dass dir diese neunzig Grad nichts anhaben können. Du wirst nicht verbrühen und nicht verbrennen. Neunzig Grad heißes Wasser würde ich dir hingegen für dein nächstes Schaumbad nicht empfehlen. Mit dieser kleinen Lektion will ich dich darin bestärken, dein vermeintliches Wissen auf den Prüfstand zu stellen und anzuerkennen, dass einmal so nicht immer so bedeutet.
Inzwischen wissen wir, dass es zwei grundlegende Mindset-Typen gibt: das unflexible Mindset (fixed) und das dynamisch-wachstumsorientierte Mindset (growth) nach der amerikanischen Psychologin Carol Dweck. Das starre Mindset kann im weitesten Sinne als negatives Mindset verstanden werden. Wenn etwas misslingt, dann geben wir auf. Das wachstumsorientierte Mindset hingegen kann gut mit Niederlagen umgehen und lässt sich davon nicht unterkriegen. Hinfallen, aufstehen und Krönchen richten. Neuer Anlauf, neues Glück, irgendwann wird sich der Erfolg schon einstellen! Dreimal darfst du nun raten, mit welchem Mindset du im Leben wohl weiterkommst. Kleiner Tipp: Man sagt, jede erfolgreiche Person sei vor ihrem Durchbruch zahlreiche Male mit ihren Ideen gescheitert. Selbst Thomas Edison, u. a. der geniale Erfinder der Glühbirne, hat gesagt: „Ich bin nicht gescheitert. Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren.“ Schau dir die folgenden Beispiele an, die dir zeigen, dass auf Jahre des Misserfolgs oder zumindest „normalen“ Lebens das große Wunder folgen kann.
Als Autorin habe ich mich in den Anfängen neben meiner großen Vision auch mit Selbstzweifeln herumgeschlagen. Schaffe ich es überhaupt, ein Buch zu schreiben? Bin ich gut genug für einen Verlag? Wird auch nur eine einzige Person mein Buch lesen? In solchen Momenten halfen mir Stephen King, J. K. Rowling und Umberto Eco. Stephen King verkaufte mit 26 Jahren sein erstes Buch, das er in einem gemieteten Wohnwagen schrieb. Dann kam erst sein Durchbruch und heute ist es einer der ersten Namen, der uns in den Sinn kommt, wenn wir an Bestseller-Autoren denken. Die Geschichte von J. K. Rowling kennt inzwischen jedes Kind: von der alleinerziehenden Sozialhilfeempfängerin zur Multimillionärin! J. K. Rowling versteht es nicht nur über Magie und Zauberei zu schreiben – ihr Lebensweg gleicht einem Wunder! Und dann wäre da noch Umberto Eco. Der Titel Der Name der Rose sagt den meisten etwas mehr, denn nein, es ist nicht nur ein Film mit einem äußerst jungen Christian Slater, sondern ein Buch. Bevor Umberto Eco damit Weltruhm erlangte, wurde sein Manuskript sage und schreibe von 28 Verlagen abgelehnt. Spätestens hier erkennt auch der größte Skeptiker: Dieser Mensch muss ein wachstumsorientiertes Mindset besitzen. Hand aufs Herz: Hättest du nach dem 28. „Nein“ aufgegeben oder weitergemacht?
Aber gehen wir mal weg von meinem Steckenpferd und widmen uns einem Beispiel, das wir alle kennen: McDonalds. Wie kam der heiß begehrte BicMac in die Welt? Dank des damals bereits 52-jährigen Milchshake-Maschinen-Verkäufers namens Ray Kroc. Der hat nämlich in einem der Restaurants, die er mit seinen Geräten versorgt hat, etwas ganz Großes gesehen und kurzerhand seine Vision Realität werden lassen. Wenn all diese und viele weitere Menschen nicht derart ausdauernd und überzeugt von ihren Ideen gewesen wären, würden uns heute, angefangen bei Notwendigkeiten und aufgehört bei Burger und Pommes, viele scheinbare Selbstverständlichkeiten des Lebens fehlen. Solche persönlichen Erfolgsgeschichten kannst du in jedem Lebensbereich finden, und der erste Schritt für deine Erfolge ist die Entwicklung eines flexiblen Mindsets, das den Flex in die Richtung vornimmt, die dir dient. Das wachstumsorientierte Mindset führt dazu, dass du bereit bist, dich anzustrengen, etwas zu tun, für deine Sache loszugehen und auch dann nicht aufzugeben, wenn es beim ersten, zweiten oder achten Anlauf nicht klappt. Mit dieser Denkweise ziehst du dich nicht mehr mit der Ausrede „Glück haben nur die anderen“ aus der Affäre, weil du weißt, dass du deines Glückes Schmied bist! Du kannst vergangene Erfahrungen und damit verbundene Gefühle, Ängste und Sorgen zwar nicht ungeschehen machen, aber du kannst dafür sorgen, dass du dir davon nicht den Rest deines Lebens ruinieren lässt. Denn hey, die Vergangenheit ist vorbei und nichts muss sich wiederholen, nur weil es einmal, zweimal oder dreimal so gelaufen ist.
Du siehst, wie wichtig es ist, das eigene Mindset zu shiften (zu verändern und zu erweitern) und die Muster aufzulösen, die dazu geführt haben, dass dein Mindset so starr geworden ist und sich einbildet zu wissen, was als Nächstes passiert. Die gute Nachricht des Tages: Auch wenn du dein fixed Mindset schon Jahre und Jahrzehnte mit dir herumträgst, muss es nicht so bleiben! Du kannst dein Mindset umerziehen und damit kannst du schon jetzt in diesem Moment beginnen. Wenn du an dir oder einer Idee zweifelst, dann fange ab sofort damit an, diesen Zweifelsatz ins Positive und Optimistische umzukehren und dreimal zu wiederholen. Der böse Gedanke kehrt zurück? Ersetze ihn erneut dreimal gegen die verheißungsvolle Variante. Aus „Das klappt niemals“ wird ein „Das wird funktionieren, denn ich finde den richtigen Weg zur richtigen Zeit“.
Dein Mindset ist jedoch weitaus mehr als dein reines Denken, weshalb es mit reinem Umdenken leider nicht getan ist. Ich habe es schon einmal erwähnt: Dein Mindset ist ein ganzes Set, bestehend aus deiner selektiven Wahrnehmung, deiner einseitigen Interpretation des Wahrgenommenen auf Basis deiner Vorerfahrungen und der Konsequenz, wie du emotional und ganz konkret auf der Handlungs- und Verhaltensebene damit umgehst. Die drei Ebenen deines Mindsets bilden gemeinsam dein Sein ab. Dieses Seins-Set gilt es nun näher kennenzulernen, indem wir es in seine Einzelteile zerlegen.
Dein Gehirn hat neuronale Verknüpfungen erstellt und sich daran gewöhnt, dass du einen Großteil deiner Zeit mit negativen Gedanken und Horrorvorstellungen verbringst. So wie du den täglichen Weg zur Arbeit automatisch fahren kannst, ohne darüber nachdenken zu müssen, wann und wo du abbiegst, genauso automatisch denkst du täglich dieselben Dinge. Damit du diese leidige Gewohnheit auch ja nicht vergisst, schüttet dein Körper gewohnheitsmäßig Stresshormone aus, die dich daran erinnern, dass es mal wieder an der Zeit ist, in Panik zu geraten. Es hat eine Weile gedauert, bis dein Gehirn diese Bahnen miteinander verbunden hat. Und so kann es auch eine Weile dauern, bis dein Gehirn diese Schnellstraßen kappt und durch Ausfahrten ersetzt, die dir dienen und dich positiv denken und fühlen lassen. Du wirst rasch merken, dass sich nur wenig verändert, wenn du nur einmal täglich für fünf Minuten positiv denkst und die restliche Zeit in deinen alten Gewohnheiten abhängst. Immer wieder wirst du dich dabei ertappen, dass sich negative Vorstellungen Bahn brechen, und dann ist dein Einsatz gefragt: Du musst ein Stoppschild aufstellen und die Richtung ändern. Wie du die Richtung nachhaltig ändern kannst, erfährst du Schritt für Schritt auch in meinem Frauenratgeber „Die Kraft weiblicher Archetypen.“ So gerne ich auch ein komplettes Nachschlagewerk erstellen würde, so sehr würde es auch den Rahmen eines einzigen Buches sprengen.
Learnings – Was ist dein Mindset, wie tickt es und warum?
Dein Mindset bestimmt, wie du die Welt wahrnimmst und interpretierst. Ein positives Mindset führt dazu, dass du mehr positive Aspekte siehst, während ein negatives Mindset vorwiegend negative Aspekte wahrnimmt und diese verstärkt.
Deine Erfahrungen prägen dein Mindset. Negative Erlebnisse in der Vergangenheit können dazu führen, dass du ähnliche Situationen in der Zukunft automatisch negativ bewertest und mögliche positive Entwicklungen ausblendest.
Ein unflexibles Mindset gibt bei Misserfolgen auf und kann als negatives Mindset verstanden werden. Im Gegensatz dazu geht das wachstumsorientierte Mindset gestärkt aus Niederlagen hervor und setzt kontinuierlich neue Versuche an, um Erfolg zu erzielen.
Obwohl dein Mindset über Jahre hinweg entstanden ist und sich verankert hat, kann es verändert werden. Durch gezielte positive Gedanken und Verhaltensweisen kannst du dein Mindset „umerziehen“ und auf Erfolgskurs bringen.
Dein Mindset besteht nicht nur aus Gedanken, sondern umfasst auch deine Wahrnehmung, die Interpretation dieser Wahrnehmungen basierend auf Vorerfahrungen und die emotionalen sowie verhaltensbezogenen Reaktionen darauf. Es beeinflusst somit dein gesamtes „Sein“.
Das pessimistische Miesepeter-Mindset
„Glaube nicht alles, was du denkst.“
„Ihre Emotionen sind die Sklaven Ihrer Gedanken und Sie sind der Sklave Ihrer Emotionen.“
Elizabeth Gilbert
Jetzt mal Hand aufs Herz: Wie oft am Tag denkst du „dummes Zeug“? Welche Dramen spielen sich täglich in deinem Kopfkino ab? Kaum wird dein Gehirn nämlich nicht damit beauftragt, sich einer bestimmten Aufgabe (etwa dem Einkaufszettel oder einer E-Mail) zu widmen, tanzen deine Gedanken Pogo. Eine stinknormale Situation genügt, um in deinem Kopf einen oscarreifen Thriller zu entfachen. Du versuchst, deinen Partner zu erreichen, aber er geht nicht ans Smartphone. Auch nach Stunden noch immer keine Reaktion und zack geht es los: Was, wenn ihm etwas zugestoßen ist? Du siehst ihn vor deinem inneren Auge schon tot auf dem Boden liegen oder alternativ im Bett mit eurer Nachbarin. Anderes Beispiel: Dein Auto springt nicht an. Statt von einem losen Kabel auszugehen, das binnen Sekunden wieder angebracht ist, siehst du schon eine Rechnung auf dich zukommen, die deine Ersparnisse der letzten Monate auffrisst, und der geplante Urlaub rückt plötzlich auch in ganz weite Ferne. Kommen dir solche Kopf-Krimis bekannt vor? Dazu braucht es oft nicht einmal eine konkrete Situation als Initialzündung, denn unsere Neuronennetzwerke für das antrainierte Schwarzmalen sorgen ganz alleine dafür, dass wir negativ denken, um unseren Mustern treu zu bleiben.
Du musst wissen: Deine Gedanken laufen 24/7 wie ein Film ohne Abspann. Du kannst nichts gegen dein Denken im Alltag abseits von Meditationseinheiten tun, weil es ein Teil von dir und deinem Geist ist, aber du kannst steuern, was du denkst. Jeder deiner Gedanken – ob du ihn bewusst denkst oder nur passiv wahrnimmst – macht etwas mit dir. Wenn du dir Horrorszenarien ausmalst, steigt dein Puls und dein Körper will auf die gedachte Situation hormonell mit jeder Menge Cortisol und Adrenalin reagieren, weil er nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann. Stell dir jetzt mal vor, du beißt herzhaft in eine halbe Zitrone. Stell dir auch vor, wie sauer sie ist. Was passiert? Speichel schießt in deinen Mund. Dein Kopf weiß nämlich nicht, dass du nur daran gedacht hast. Dasselbe passiert, wenn wir träumen. Hast du schon einmal von einem Streit mit deinem Lieblingsmenschen geträumt, bist stinksauer aufgewacht und das Gefühl in Bezug auf ihn oder sie hat sich auch dann nicht gelegt, als dir klar wurde, dass es nur ein Traum war? Das heißt im Klartext: Jeder negative Gedanke löst ein ungutes Gefühl in dir aus und beschwert grund- und anlasslos dein Leben.
Aber weshalb haben wir überwiegend negative Gedanken? Wieso Boogeyman statt Benjamin Blümchen? Weil unsere Instinktnatur auch heute noch die erste Geige spielen möchte und der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Unser heutiges Leben ist komfortabel und sicher, aber das war es nicht immer. Unsere Vorfahren haben in einer unsicheren Welt gelebt. Fressen und gefressen werden. Das ganze Leben war eine riskante Nahrungskette, an deren Ende nicht immer der Homo sapiens stand. Lauert da ein Säbelzahntiger hinter dem nächsten Busch? Werde ich vom Blitz getroffen? Bröckelt mir meine Höhle auf den Kopf oder erfriere ich während der nächsten Eiszeit? Da der Mensch überleben will, hat er sich stets nach Gefahren umgesehen, um sie zu vermeiden, ihnen zu entkommen oder sie zu besiegen. Heute gibt es kaum noch lebensbedrohliche Gefahren. Wir werden seltener vom Blitz getroffen als vom Blitzer in der 60er-Zone auf der Autobahn. Trotzdem ist dieser Reflex noch immer in uns verankert. Dass es so ist, haben wir dem limbischen System in unserem Gehirn zu verdanken. Gemeinsam mit der Amygdala (Mandelkern) reagiert es auf unsere Gedanken und auf unsere Wahrnehmung im Außen. Es lässt uns Gefahren erkennen und darauf reagieren – heutzutage leider auch da, wo gar keine Gefahren lauern. Dasselbe kann man im Tierreich beobachten. Mäuse vererben ihre negativen Erfahrungen, die sie als lebensbedrohlich einstufen über epigenetische Veränderungen ihrer Samenzellen, welche wiederum zu Veränderungen in mit der Erfahrung zusammenhängenden Gehirnregion ihrer Nachkommen führen, welche dadurch automatisch die Gefahr meiden, ohne sie selbst geprüft zu haben. Dies zeigte unlängst ein Experiment, das 2014 an der Emory University School of Medicine in Atlanta durchgeführt und unter dem Titel Parental olfactory experience influences behavior and neural structure in subsequent generations veröffentlicht wurde. Diese Muster und Gefahrenmeldungen verfestigen sich und werden immer weiter vererbt, wenn sie nicht durch eine neue Information ausgetauscht werden. Heute springt der Neandertaler in unserem Kopf immer dann im Dreieck, wenn wir eine Situation erleben, die wir mit einer Situation in der Vergangenheit in Verbindung bringen und in uns den Panikbutton triggert, der zwar nicht piept, aber schreit: „Das will ich nicht noch einmal durchmachen müssen!“
Da hilft nur, sich selbst zu beobachten. Die eigenen Gedanken zu beobachten. Was denkst du gerade? Stell dir diese Frage mehrmals am Tag und sollte der Gedanke so flüchtig gewesen sein, dass du gar nicht weißt, was du gerade gedacht hast, dann achte auf dein Gefühl. Geht es dir gerade gut oder war da ein dumpfes Bauchweh? Was war der Auslöser für diese Gedanken? Gab es einen Trigger? Sage dir immer wieder, dass deine Gedanken nicht die Realität sind und dann zappe, wie beim Fernsehprogramm, auf den nächsten Sender. Du alleine entscheidest, ob dein Leben eine Tragödie, ein Thriller, ein Horror-Splatter oder doch lieber eine Liebeskomödie mit Happy End ist. Noch schöner finde ich hier das Beispiel mit dem Radio: Jeder Radiosender hat eine bestimmte Frequenz. Du entscheidest, ob du Gute-Laune-Musik bei 93,5 hörst oder Schwarzmal-Lieder auf Welle 0,00.
Diese Radiowelle bist du, denn auch du sendest eine eigene Frequenz aus.