OM – Die Ursprache der Seele - Shri Balaji També - E-Book

OM – Die Ursprache der Seele E-Book

Shri Balaji També

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Beschreibung

Die heilige Silbe OM gilt als Urschwingung des Universums, Symbol göttlicher Schöpfungskraft und wichtigster Schlüssel zur Meditation. Wie nur wenige andere Klänge ermöglicht sie es, mit unserem innersten Selbst in Kontakt zu treten und uns in tiefen Schichten zu transformieren. Aus dieser Erkenntnis hat der renommierte spirituelle Lehrer und Ayurvedaarzt Dr. Shri Balaji També ein umfassendes Programm zur Harmonisierung von Körper, Geist und Seele entwickelt. Es kombiniert ebenso einfache wie hochwirksame Heiltechniken aus dem alten Indien, die für die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts neu aufbereitet wurden: Mantras, OM- und Feuer-Meditationen, Yoga-Energieübungen sowie Yoga Nidra für erholsamen Schlaf.
Zentrales Element ist dabei das altindische Sanskrit – eine »biologische« Sprache, mit der wir unser Gehirn neu programmieren und sein Potenzial freisetzen können. Wer regelmäßig praktiziert, wird mit innerer Ruhe, ganzheitlichem Wohlbefinden und spirituellem Wachstum belohnt.

Mit Audio-Meditationen. Gesamtspielzeit: 60 Minuten


E-Book mit Audio-Links: Je nach Hardware/Software können die Audio-Links direkt auf dem Endgerät abgespielt werden. In jedem Fall können die Audio-Links über jede Browser-Software geöffnet und über ein Audiogerät abgespielt werden.

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EPUB
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Seitenzahl: 339

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Shri Balaji També

OM

Die Ursprache

der Seele

Durch Klang und Meditation

das Gehirn neu programmieren – auf Heilung,

Glück und das höchste Selbst

Aus dem Englischen von Juliane Molitor

Die englische Originalausgabe erschien2015unter dem Titel»Communication with the Self. The SOM Program«bei der Balaji També Foundation, Atmasantulana Village, Karla410405, Indien.

Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen.

Der Verlag weist ausdrücklich darauf hin, dass im Text enthaltene externe Links vom Verlag nur bis zumZeitpunktder Buchveröffentlichung eingesehen werdenkonnten.Auf spätere Veränderungen hat der Verlag keinerlei Einfluss. Eine Haftung des Verlags ist daher ausgeschlossen.

1. Auflage

Deutsche Erstausgabe

© 2016 der deutschsprachigen Ausgabe

Arkana, München

in der Verlagsgruppe Random House GmbH,

Neumarkter Str. 28, 81673 München

© 2015 der Originalausgabe Shri Balaji També

Lektorat: Caroline Colsman

Umschlaggestaltung: Uno Werbeagentur, München

Umschlagmotiv: FinePic®, München

Illustrationen im Innenteil: © Shri Balaji També,

Pushyamitra Londhe, Akshay Supekar, Nirav Mistry, Santulan Art

© Shri Balaji També, Karla, Indien 2015

Satz und Layout: Buch-Werkstatt GmbH, Bad Aibling

ISBN 978-3-641-18438-4 V001

www.arkana-verlag.de

Inhalt

Kapitel 1 – Einführung

Alles beginnt mit Aum: Aum Mangalaacharan

Kapitel 2 – Das SOM-Programm

Die Aura von Glück und Erfolg

Ein Zustand der Glückseligkeit

Das Dreieck des Lebens

Meine Inspiration

Das SOM-Programm im Überblick

Morgengebet, Meditation und Blicken in eine Flamme

Yoga

Heilende Musik am Nachmittag

Abendliche Meditation und Yoga Nidra

Das tägliche Übungsprogramm

Vorbereitung

Übungsanleitungen

Kapitel 3 – Körper und Gehirn

Vertrauen in das SOM-Programm entwickeln

Was wir für ein glückliches Leben brauchen

Die verschiedenen Ebenen des Selbst

Im Frieden mit sich selbst

Botschaften an das Selbst

Die Sprache des Selbst

Vertrauen entwickeln

Der Sinn des Lebens

Zwischen Dualität und Einheit

Anziehung und Kommunikation

Sich der Quelle annähern

Kommunikation mit dem Höchsten

Die Mechanismen der Kommunikation

Eins mit Gott

Der denkende Geist als Vermittler

Wie Körper und Gehirn funktionieren

Das Gehirn ist der Steuermann

Wenn Ihre Zellen glücklich sind, sind Sie es auch

Ein geheimnisvolles System, um das Selbst zu erreichen

Die Körper-Gehirn-Verbindung

Die Sinne unter Kontrolle halten

Handeln im Einklang mit Gottes Plan

Liebe und Hingabe entwickeln

Kapitel 4 – Ayurveda

Die Lebensweise für das Selbst

Hausputz für den Körper

Richtige Nahrung, richtige Lebensgewohnheiten

Nahrung für das Gehirn

Krankheiten bewältigen

Die eigenen Bedürfnisse kennenlernen

Die Grundlagen von Ayurveda

Doshas – Konstitutionsfaktoren des Körpers

Dhatus – Körpergewebe

Manas – der denkende Geist

Prasanna – Freude

Die Arbeitsweise der Doshas

Das Wissen über die eigene Konstitution nutzen

Mit Ayurveda den Körper unterstützen

Gesunde Zellen für die Körperfabrik

Das Licht der Liebe teilen

Zwei Gleise, eine Richtung

Kapitel 5 – Yoga

Kommunikation durch yogisches Feuer

Yoga von Anfang an

Yoga, Gehirn und Körper

Blicken in eine Flamme

Vereinigung mit dem Göttlichen

Das Ziel des Yoga

Yoga im Rahmen des SOM-Programms

Erden (Sthairya)

Hingabe (Samarpan)

Schulterkreisen (Skandha Chakra)

Sonnengebet (Surya Namaskar)

Gut gemacht (Shabas)

Blasebalgatmung (Bhastrika)

Wechselatmung (Anuloma Viloma)

Kühlender Nektar (Amrita Kriya)

Kapitel 6 – Sanskrit

Die Sprache der Götter

Eine biologische Sprache

Die Technologie des Sanskrit

Lautbildung

Sanskrit und Gehirnfunktion

Hören, was man liest – schreiben, was man hört

Aum: das Universum in Wortform

Sanskrit für die Kommunikation mit dem Selbst

Sanskrit im Rahmen des SOM-Programms

Kapitel 7 – Musik

Die mystischen Eigenschaften von Musik

Heilende Musik erkennen

Wie Laute entstehen

Wie Ragas unsere Stimmung beeinflussen

Die Wissenschaft der Heilung durch Musik

Kapitel 8 – Meditation

Zugang zum Selbst durch Aum-Meditation

Das Abstrakte begreifen

Aum erleben

Kapitel 9 – Selbstheilung

Kleinere Gesundheitsprobleme beheben

Wirkungsvolle Mudras

Heilende Atemtechnik für die Ohren

Dhoop-Therapie (Räuchertherapie)

Kapitel 10 – Anhang

Hinweise zur Aussprache

Über den Autor

Danksagung

Glossar

Kontaktadressen

Register

Alle Audio-Meditationen können Sie hier downloaden. (In der Leseprobe nicht verfügbar. Wir bitten um Verständnis)

Kapitel 1

Einführung

Alles beginnt mit Aum: Aum Mangalaacharan

Grafische Darstellung von Aum in Wellenform,

den Veden gemäß im Lotos des Lebens platziert

Ein Mangalaacharan bezeichnet den Wunsch nach dem glücklichen und reibungslosen Verlauf eines Projekts. Zu Beginn jedes Projekts erbitten wir die Gnade des Allmächtigen. Die Welt besteht aus Ausdehnung und Svarupa (Wesensidentität) von Aum, d. h., sie wurde aus dem Laut Aum [1]gebildet und erweitert.

Aum Svarupaaya namaha. Aum Shree Sadgurave namaha.

Ich verbeuge mich vor Aum. Ich verbeuge mich vor dem Sadguru.

Was bedeutet Aum? Der Heilige Dnyaneshwar (13. Jahrhundert) formulierte eine schöne und einfache Definition. In seinem Dnyaneshwari genannten Kommentar zur Bhagavadgita [2]beginnt er seinMangalaacharan mit folgendem Vers.

Aum namo jee aadyaa, Veda pratipaadyaa

Jaya Jaya Svasanvedya, Atmarupa

Devaa toochi Gan’eshu, sakala mati prakaashu

Mhan’e Nivrutti daasu, avadhaarijo jee

Lasst uns unsere Dankbarkeit für Aum ausdrücken, den Urklang und die Urkraft (Aadya), das in den Veden diskutiert wird (Veda pratipaadyaa), und sich sowohl als das individuelle Selbst (Atmarupa) als auch als das kosmische Wissen im Selbst (Swasamvedya) manifestiert. O Gott Shri Ganesha (als Gott bzw. Repräsentant des Steuerzentrums des Gedächtnisses und der Sprache), Du erleuchtest den Intellekt, sagt der Schüler des Heiligen Nivruttinath (Dnyaneshwar war der Schüler von Nivruttinath). Wir verneigen uns vor Dir und singen Dein Loblied.

Aumkaram bindu-sanyuktam nityan dhyayanti yoginah

Kaamadam moksh’adam chaiva aumkaraya namo namah

Yogis konzentrieren sich regelmäßig auf Aum mit dem Bindu (Punkt).

Aumkar gibt alles – das Weltliche und das Jenseitige. Sie unterwerfen sich dem Aum.

Wer sind diese Yogis? Menschen, die mit ihrer Umgebung und der Natur eingebunden bleiben, in Harmonie leben und letztlich eins werden möchten mit dem Göttlichen, werden »Yogis« genannt (Yoga bedeutet »Verbindung« oder »Vereinigung«). Eins zu werden mit dem Göttlichen bedeutet permanente Glückseligkeit und absolute Furchtlosigkeit.

Aum führt sowohl bei Kaamadam als auch bei Mokshadam zum Erfolg.

Kaamadam ist das natürliche Verlangen nach dem Weltlichen und Materiellen, dem Körperlichen und Psychologischen.

Mokshadam bedeutet das Höchste, das, was jenseits von allem ist und nicht zum Ausdruck gebracht werden kann, die Befreiung. Weil es in diesem Zustand nichts Materielles und Bindendes gibt, existieren nur die reine Idee und Energie.

Gurur brahma gurur Vishnu gurur devo maheshwara

Guru saakshaat parabrahma tasmayi shree gurave namah

Um alle drei Aspekte des Lebens zu verwirklichen – Schöpfung, Bewahrung und Transformation, also die grundlegende Dreiheit –, braucht man ein Vorbild, einen Lehrer und Guru.

Für die Schöpfung Brahma (Wissen),

für die Erhaltung Vishnu (Wohlstand und Schutz),

für die Transformation Shiva (Vertrauen und Frieden).

Der Sadguru oder Shriguru verkörpert alle diese Aspekte in einer Person. Er ist das höchste Wissen oder Programm. Er ist DAS.

Wir beten zum Shriguru und verbeugen uns in Ehrerbietung vor Ihm.

[1] Die verbreitetste Schreibweise von Aum ist »Om«. Da sich der Klang von »Aum« aus den drei Lauten A, U und M zusammensetzt, wird hier meist die Schreibweise Aum verwendet (siehe auch Kapitel »Aum erleben«).

[2] Das heilige Buch der Bhagavadgita (zu Deutsch: der Gesang des Erhabenen) ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus. Sie enthält einen Dialog zwischen Arjuna, einem Menschen, der mit den Problemen eines normalen Lebens konfrontiert ist, und Shri Krishna, dem Lehrer, der Lösungen in Form von Lebensweisheiten anbietet. Diese Lösungen, so heißt es, sind für alle Menschen zu allen Zeiten gültig.

Kapitel 2

Das SOM-Programm

Die Aura von Glück und Erfolg

Wir alle sehnen uns nach einem zufriedenen und erfolgreichen Leben. Meist verstehen wir darunter die Art von Erfolg, die sich am Gesundheitszustand, an materiellem Wohlstand oder an gesellschaftlicher Anerkennung messen lässt. Für diesen Erfolg unternehmen wir diverse Anstrengungen. Wir probieren verschiedene Lebensmodelle aus und entwickeln sie weiter. All diese Anstrengungen finden in der physischen, äußeren Welt statt. Erfolg muss jedoch im Inneren erlangt werden, weil wir nur mithilfe des inneren Potenzials die äußere Welt voll und ganz genießen können. Wenn das entsprechende innere Potenzial vorhanden ist, kann man erfolgreich sein. Dieses Potenzial ist ein Teil des großen göttlichen SELBST. Im Sanskrit besteht ein entscheidender Unterschied zwischen dem Wort Yashas (Erfolg; yashasvin, der Erfolgreiche) und Jaya (Sieg). Jaya ist von Objekten abhängig, die »anders« sind als man selbst, und impliziert vor allem Dualität bzw. Trennung. Man erringt einen Sieg über etwas anderes oder jemand anderen. Ohne Dualität lässt sich kein Sieg über dieses »Andere« erringen. Yashas hingegen ist unabhängig von der äußeren Welt. Es bedeutet innere Freude; in diesem Zustand ist man wunschlos glücklich.

Ein Zustand der Glückseligkeit

Wer dieses philosophische Wissen erworben hat und in die Tat umsetzt, um den beginnt dieses Wissen, dieses Licht automatisch zu »scheinen«. Das bezeichnet man als Erfolg oder Yashas. Diese Strahlkraft des Erfolgs im Alltag und ganz allgemein im Leben ist unser Ziel.

Der erste Schritt zu diesem Zustand ist beste Gesundheit, womit nicht nur die Abwesenheit von Krankheit gemeint ist. Laut Ayurveda muss Gesundheit bestimmte Bedingungen erfüllen. Sie umfasst ein vollkommenes Gleichgewicht mehrerer Faktoren:

der fünf Elemente des Körpers (Masse, feste Materie, Flüssigkeit, Katalysatoren (z. B. Feuer), Bewegung und Raum),der drei Prinzipien, die für den Fortbestand des Lebens sorgen (Vata, Pitta, Kapha),der sieben Gewebeformen, aus denen der Körper aufgebaut ist (Plasma und Lymphe, Blut, Muskel, Fett, Knochen, Mark und Samenflüssigkeit),des Hormonsystems (auch Agni oder Körperfeuer genannt), verantwortlich für die Umwandlung von Nahrung in höhere Formen, von einer Gewebeschicht zur anderen,sowie des Ausscheidungssystems, das Verunreinigungen abtransportiert.Außerdem müssen die Sinne, der Geist und die individuelle Identität (Sanskrit: Jiv-Atman) prasanna sein, also positiv und fröhlich gestimmt.

Verschiedene Schreibweisen des Wortes Selbst: Selbst, Selbst und SELBST und ihre Bedeutung

1. Jiv-Atman oder verkörpertes Selbst (in Grundschrift geschrieben): Das Individuum mit seinen eigenen, begrenzten Interessen wird hier als Selbst bezeichnet.

2. Atman oder Selbst (kursiv geschrieben): wenn die Grenzen der persönlichen Interessen so erweitert werden, dass sie auch die Interessen größerer Gruppen berücksichtigen und das Individuum sich so verhält, dass alle davon profitieren.

3. Param-Atman oder SELBST (in Großbuchstaben): Wenn das Individuum die Grenzen seiner persönlichen Interessen so stark erweitert, dass sie alle lebenden Wesen und die Umwelt mit einbeziehen, ist es bereit zu helfen, ohne irgendwelche Erwartungen daran zu knüpfen.

Wenn all diese Bedingungen erfüllt sind, ergibt sich ein Gesamtzustand, der im Ayurveda als »gute Gesundheit« bezeichnet wird. Dieser Zustand wird im Körperinneren erreicht, schließt aber auch »weltliche« Aspekte mit ein, weil er von der Nahrung und ggf. von Medikamenten abhängig ist, die ihm von außen zugeführt werden, sowie davon, wie aktiv der betreffende Mensch ist und welche Art von Beziehungen er zu anderen Menschen pflegt.

Wer geschwächt oder krank ist, legt Wert auf gesunde Ernährung und wirksame Medikamente. Man beginnt zu verstehen, dass der Körper in Form gehalten werden muss, also macht man Körperübungen wie Yoga. Geht es jedoch um die Außenwelt, sind wir in der Regel nicht so vorsichtig. Alle unsere diesbezüglichen Gedanken kreisen um Jaya – um die Vermehrung von Geld, Einfluss oder Macht. Damit verbringen wir sehr viel Zeit, sodass uns kaum Energie für unseren Körper und Geist sowie unsere Lebensweise bleibt.

Zwar sehnen wir uns nach dem Zustand vollkommenen Glücks, in dem wir uns mit dem gesamten Universum verbunden fühlen, aber wir nehmen uns einfach nicht die Zeit dafür.

Doch ohne Zeit zu investieren, können wir mit Sicherheit nicht auf dieses Ziel hinarbeiten. Folglich können wir nicht die Zufriedenheit erlangen, die das Leben vollkommen macht. Es geht jedoch nicht nur um die fehlende Zeit. Wo das eigentliche Problem liegt, werde ich Ihnen in den folgenden Kapiteln vermitteln.

In diesem Buch stelle ich Ihnen ein speziell entwickeltes Programm vor, das täglich etwa eine Stunde in Anspruch nimmt: das SOM-Programm. Der Name »SOM« hat dabei doppelte Bedeutung: Zum einen steht er für Soma Rasa, in der indischen Tradition die Bezeichnung für die Gehirnflüssigkeit, das Medium, mit dem wir mit dem Selbst kommunizieren; zum anderen für das Chanten von Sanskrit-Mantras und das Meditieren über Aum (Santulan[3]-Om-Meditation).

Dieses Programm ist so kraftvoll, dass Sie bei regelmäßiger Praxis diese eine Stunde leicht beim Schlaf einsparen können. Eine Stunde weniger zu schlafen bedeutet nicht, dass Sie deswegen weniger erfrischt oder noch im Halbschlaf aufstehen müssen. Das Programm mit dem Ziel, die Sprache des SELBST zu erlernen und mit ihm kommunizieren zu können, wird Ihnen mehr Energie geben, selbst wenn Sie eine Stunde weniger Schlaf bekommen. Sie werden eine stärkere Intuition und sogar Möglichkeiten für selbstinduziertes Lernen im Schlaf entwickeln. Sie können sich das SOM-Programm als eine »intelligente« Meditationstechnik vorstellen, die sich Ihrer angeborenen Infrastruktur bedient, um Ihre außerkörperlichen Erfahrungen weiterzuentwickeln. Diese verbinden Sie mit der sozialen Welt und befähigen Sie dazu, ohne zusätzliche Anstrengungen mehr Freunde zu gewinnen. Darüber hinaus werden Sie in die Lage versetzt, das Göttliche oder das SELBST zu erfahren und Erfolg im Alltag zu haben. Diese Ergebnisse zeigen sich aber nicht sofort. Sie müssen dafür das gesamte einstündige Programm regelmäßig durchführen. Zur einfachen Handhabung wurde das Programm in Übungen für morgens, mittags und abends aufgeteilt, die insgesamt eine Stunde in Anspruch nehmen. Sobald Sie den Übergang vom Lernen zum Kommunizieren vollzogen haben, werden Sie immer intensiver mit dem Selbst in Verbindung stehen wollen, um bestimmte Themen zu klären. Schließlich werden Sie ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen mit Ihrem SELBST in Dialog treten, nur weil es Ihnen Freude bereitet. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Ihnen dieser Zugriff auf das SELBST so viel geben wird, dass Sie mehr Zeit mit SOM verbringen möchten, wann immer es möglich ist.

Das Dreieck des Lebens

Mit dem SOM-Programm praktizieren wir ein System aus miteinander verknüpften Energiedisziplinen, das aus den drei großen alten indischen Wissenschaften vom Leben zusammengestellt und zu einem bemerkenswert kleinen Programm verdichtet wurde. Um davon profitieren zu können, müssen Sie es nicht einmal begreifen, sondern es einfach nur praktizieren. Allerdings ist es besser, seine Wirkungsweise auch zu verstehen, weil Sie damit das Vertrauen in die Wirksamkeit stärken.

Die Effekte des SOM-Programms können anhand des Modells erklärt werden, das ich das Dreieck des Lebens nenne und das alle Energieaspekte des Lebens beschreibt. Wenn Sie versuchen, das Konzept dieses Dreiecks zu verinnerlichen, visualisieren Sie es am besten als gleichseitiges Dreieck mit gleicher Betonung aller drei Ecken.

Egal welches Ziel man erreichen möchte – es ist von größter Wichtigkeit, dieses Ziel richtig zu definieren. Um sein Ziel im Leben zu erreichen, sollte man ganz klar formulieren: »Ich möchte Gesundheit, Wohlstand und Zufriedenheit, die zum Erfolg führen werden. Um das zu erreichen, möchte ich, dass mein inneres Selbst es mir erlaubt, die für diese Kommunikation nötige Sprache zu lernen. Dafür brauche ich die Unterstützung durch drei Wissenschaften, die von den alten indischen Rishis entwickelt wurden: Ayurveda für die Gesundheit, Yoga für Wohlstand und Wohlergehen und die Veden für das Wissen, das Zufriedenheit bringt. Ich möchte alle drei gleichzeitig praktizieren, was zu Glück und Erfolg führen wird.«

Die Ecken dieses Dreiecks entsprechen den drei wichtigen vedischen Lebenswissenschaften, die in unterschiedlichen Bereichen ihre Wirkung entfalten:

Ayurveda (Ernährung, Körperübungen und Medizin) für den Körper;Yoga für Agni – das Feuer, das es uns möglich macht, Materie in Energie umzuwandeln und umgekehrt;Veda – das Wissen, das es uns erlaubt, Sinn und Zweck dieser Übungen zu verstehen.

Wenn dieses Wissen in die Tat umgesetzt wird, muss der Fortschritt bzw. die erzeugte Energie konzentriert und fokussiert werden, indem man regelmäßig das zentrale Mantra – Aum – rezitiert.

1. Ecke: Ayurveda – Verdauungsfeuer – körperliches Wohlbefinden – Gesundheit

Die erste Ecke des Dreiecks dreht sich um die Gesundheit. Diese betrifft die materielle Ebene des Lebens, sprich den Körper, der durch richtige Ernährung und einen guten Lebensstil gepflegt und gesund erhalten wird. Je nach Herkunftsland und Wohnort eines Menschen kann ein angemessener Lebensstil unterschiedlich ausfallen, aber er sollte immer im Einklang mit den Naturgesetzen bleiben. Der körperliche Aspekt des Yoga gehört in diese Ecke des Dreiecks (die Yoga-Übungen, die der psychischen Entwicklung dienen, finden sich in der zweiten Ecke des Lebensdreiecks). Dazu zählen ein paar einfache Kriya-Yoga-Asanas für die Gesundheit. Wer auf Dauer glücklich sein möchte, sollte Unabänderliches mit einem Lächeln akzeptieren. An dieser Stelle ist es besonders wichtig, alles über ausgewogenes und nahrhaftes Essen in Erfahrung zu bringen, das zur eigenen Konstitution passt und auf die eigenen Ziele abgestimmt ist. Das schließt auch Medikamente und Stärkungsmittel ein, die wir vielleicht brauchen. Zentrales Element für die Gesundheit ist das Verdauungsfeuer im Körper. Zum leichteren Verständnis wollen wir diese Ecke als die materielle Ecke des Lebensdreiecks bezeichnen, die mit unserer Gesundheit zu tun hat.

2. Ecke: Yoga – hormonelles Feuer – soziales Wohlbefinden – Wohlstand

Der zweite Pfeiler ist die Energieecke, die mit dem Wohlstand in Verbindung steht. Sie trägt auch den Sanskrit-Namen Chaitanya und bedeutet, die Kraft, das Leben zu aktivieren. Yoga und seine psychologischen Aspekte spielen hier eine sehr wichtige Rolle. Ich habe die Essenz von Patanjalis achtfachem Yogapfad ausgewählt und in dieses Programm integriert. Der Yoga ermöglicht uns, in diesem zweigleisigen Leben koordiniert zu bleiben – sowohl materiell als auch spirituell. Er erlaubt uns, alles miteinander zu verbinden, was für ein erfolgreiches Leben benötigt wird: Materie mit Energie, Körper mit Geist, Individualität (Selbst) mit der Umwelt und schließlich all das mit dem SELBST bzw. Höchsten. Diese Yoga-Praxis beinhaltet Atemübungen (Pranayama) und einige Körperübungen aus dem Santulan-Kriya-Yoga (SKY), die speziell für das seelische Wohlbefinden entwickelt wurden. SKY entfacht das »verbindende Feuer« im Körper bzw. Hormonsystem. Psychisches und hormonelles Wohlbefinden führen zu einer vorbildlichen sozialen Interaktion, was unter anderem zu gesellschaftlicher Anerkennung und in der Folge auch zu Wohlstand führen kann. Die zweite wichtige Übung, die in diesem Bereich gemacht werden sollte, ist die Meditation, bei der man in eine Flamme blickt. Dies trägt zu einem ausgeglichenen Hormonhaushalt bei, fördert die Selbsterkenntnis und ebnet den Weg zu der Einheitserfahrung und der Zufriedenheit, nach denen wir uns so sehnen. Auf dem Höhepunkt dieser Erfahrung sind wir in der Lage, in einem Gefühl der absoluten Einheit mit allem um uns herum zu arbeiten und zu interagieren. Um mit der Gesellschaft und unserer Umwelt verschmelzen zu können, ist eine extrem positive Einstellung erforderlich. Und für einen derart positiven Geist braucht es eine vollständige Integration von Körper, Persönlichkeit, Individualität und Umwelt. Das ist Sinn und Zweck dieser zweiten Ecke im Lebensdreieck und führt uns automatisch in die dritte.

3. Ecke: Veda – Licht des Wissens – inneres Wohlbefinden – Zufriedenheit

Wissen wird befeuert durch Sanskrit, Musik und Mantras. Das Licht des Wissens lässt uns alle Aspekte des Lebens jenseits ihrer materiellen Konzepte verstehen und übersteigt dabei den Bereich des sinnlich Wahrnehmbaren. So bildet sich die Überzeugung, dass wir alle eins sind und uns nur die Haltung, jeden einzubeziehen und niemanden zurückzulassen, zur Zufriedenheit führen wird. Die Gebete, die Teil des täglichen SOM-Programms sind, fördern diese Haltung und treffen auch die gleichen Aussagen: »Weder für jeden Einzelnen noch für die ganze Menschheit, für alle übrigen Lebewesen oder unsere Umwelt sollte es irgendwelche Probleme geben.« Das Geniale an Mantras ist, dass ihre Klangschwingungen die gleiche Wirkung haben wie die Bedeutung der Worte, die von diesem Klang geformt werden. Später werden Sie erfahren, wie diese Wirkung erzielt wird. Sanskrit und Musik erschließen das Potenzial des Gehirns. Der Prozess, in dem die harmonische Gleichschwingung aller Hirnareale (Kohärenz) entwickelt und gesteigert wird, zeichnet sich durch den grammatikalisch perfekten Einsatz der Sanskrit-Sprache aus – weniger beim Sprechen als vielmehr beim Chanten und Singen. Bei Sanskrit-Gebeten und -Kompositionen handelt es sich um phonetische Programme, die Signale in das Gehirn einspeisen. Wenn sie von der passenden Raga-Musik unterstützt werden, erhöhen sie automatisch die Gehirnkohärenz und führen in einen meditativen Zustand. Damit erweisen sie sich als äußerst wirksames Instrument, um das SELBST zu verwirklichen und DAS zu verstehen. In den letzten Jahrzehnten haben mehrere Studien bewiesen, dass Sanskrit die Kohärenz des Denkens erhöht. Musik hilft, das Bewusstsein zu erhöhen und sich ganz auf den Klang zu konzentrieren. Dadurch kann die Botschaft der Mantra-Schwingungen richtig übermittelt werden. Mantras, Sanskrit, Musik und Meditation wurden alle auf höchst effektive Weise in das SOM-Programm verwoben. Wenn man mit seinem Wissen an diesem Punkt angekommen ist, sollte man Tag für Tag in dieser Praxis aktiv bleiben, bereit sein, sich in Geduld zu üben und Vertrauen entwickeln, um beim Chanten von Aum mit dem höchsten SELBST zu verschmelzen. Vielleicht ist man schon glücklich und zufrieden damit, dass man die Sprache gelernt hat und mit sich in Verbindung ist; spirituell Interessierte können jedoch mit Hilfe des SOM-Programms auch über ihre aktuellen Grenzen hinausgehen und auf höhere Ebenen gelangen.

Während das Programm sehr leicht umzusetzen ist, würde die Erklärung der dahinterliegenden Wissenschaft und Philosophie ein weiteres Buch füllen. Wo möglich, werde ich Erklärungen, Beweise und Wissenschaftliches für das Programm liefern, sodass man mit absolutem Vertrauen in den Prozess üben kann. Die meisten Menschen sind nur dann motiviert, etwas umzusetzen oder eine Philosophie zu akzeptieren, wenn sie davon überzeugt sind. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin ist der Wunsch, dieses Ziel wirklich zu erreichen. Wenn Sie das wirklich möchten, sind Sie bereits auf einem guten Weg, Vertrauen in den Prozess zu entwickeln. Das Werkzeug zur Erfüllung dieses Wunsches, die SOM-Sprache und das entsprechende Programm, muss vom Praktizierenden auch richtig visualisiert und verstanden werden. Ich habe daher auch wissenschaftliche und lebensnahe Analogien mit einbezogen, logische Erwägungen und diverse Studien, die in aller Welt zu diesem Thema durchgeführt wurden. Wenn Sie sich ernsthaft bemühen zu verstehen, warum beispielsweise Sanskrit ein Muss für die effektive Kommunikation mit dem eigenen Innern ist, wenn Sie verstehen, wie diese Programmiersprache es uns ermöglicht, bestimmte Impulse zu setzen, die bis zum SELBST vordringen können, werden wir gemeinsam erfolgreich sein.

Sämtliche Erfahrungen der Menschheit mit den Mitteln der modernen Naturwissenschaft zu erklären ist unmöglich – auch, was andere Tätigkeitsfelder betrifft. Menschen haben mit ihren Erfahrungen und den Ergebnissen ihrer Übungen die Wissenschaft immer weit hinter sich gelassen. Beispielsweise haben sich in Kulturen auf der ganzen Welt Traditionen für die Zubereitung von Mahlzeiten herausgebildet, die als äußerst gesund gelten. Jahrhunderte später kann die Wissenschaft genau sagen, warum das so ist, und bestätigt damit, dass das Vertrauen in die Traditionen berechtigt war. Das gilt auch für die Kampfkunst, die Architektur, den Umgang mit Wasser, die Landwirtschaft und viele andere Gebiete. Ich hoffe, dass sich die Wissenschaft auch verstärkt den uralten und bewährten spirituellen Techniken annehmen wird, bei denen es um das höchste Glück der ganzen Menschheit geht. Beispielsweise ist die Praxis der Meditation vor einer Flamme für ihre vielen positiven Wirkungen bekannt. Ich empfehle ihren Einsatz speziell zum Ausgleich des Hormonsystems; in der Praxis hat sie sich vielfach bewährt. Santulan-Kriya-Yoga (SKY), eine Sammlung von modifizierten Yoga-Haltungen und Atemübungen, bringt schon nach sehr kurzer Übungspraxis erstaunliche Erfolge. Auch die Pranayama-Übungen wurden neu gestaltet. Sie können sie auch zusammen mit anderen Yoga-Übungen durchführen. Die Sanskrit-Phonetik wirkt auf die Meridiane des Körpers. In der Naturheilkunde ist die Systematik der Meridiane hinreichend bekannt. Sie nutzen die Infrastruktur des Körpers als Weg, um passende Signale an das Gehirn zu übermitteln, den Sitz des Selbst. Letztlich ist es Ihr Vertrauen, das im Verlauf des Prozesses zu einer erfolgreichen Kommunikation und dem gewünschten Ergebnis führen wird.

Auch wenn Sie gerade erst mit dem SOM-Programm begonnen haben, werden Sie bemerken, dass Sie bestimmte Rahmenbedingungen schaffen, die Ihr inneres Leuchten zum Vorschein bringen. Wenn diese Praxis durch Vertrauen oder den spirituellen Aspekt ergänzt wird, man also die Fähigkeit entwickelt, bei all seinen Aktivitäten natürlich und instinktiv den ganzheitlichen Nutzen für alle im Auge zu behalten, bekommt man Zugang zu diesem Pfad. Eine spirituelle Lebensweise zeichnet sich dadurch aus, dass Sie, unabhängig von Ihrer eigenen Situation, jedes menschliche Wesen uneingeschränkt akzeptieren, dazu bereit sind, die Probleme anderer zu verstehen, und es als Ihre Pflicht betrachten, ihnen zu helfen. Dies können Sie, wenn Sie möchten, in Ihr SOM-Programm integrieren. Die wunderbaren Erfahrungen auf diesem Weg, die Segnungen und positiven Kräfte von Natur und Umwelt, werden Sie der Erfüllung Ihres Wunsches näherbringen. All diese positive Energie muss auf Ihr Ziel konzentriert und fokussiert werden. Diese Konzentration der positiven Kraft wird durch Chanten von Aum erlangt.

Selbst wenn in Ihrem Leben zurzeit alles glatt und harmonisch läuft, sowohl auf der spirituellen als auch auf der materiellen Ebene, und der Motor Ihres Lebens bewusst genug ist, um Fortschritte zu machen, ist es wichtig, dass die drei Eckpfeiler – Gesundheit, Wohlstand und Zufriedenheit – ebenfalls ins Gleichgewicht kommen. An der Spitze des Dreiecks und darüber ist ein Punkt, der nach oben gehoben wird, während Sie Ihre Übungspraxis verbessern und Aum singen lernen. Das »Erheben« dieses Punktes ist die Erfahrung, nach der wir suchen. Dieser Erfolg bzw. das Hochgehobenwerden liegt letztlich nicht in der Hand des individuellen Selbst. Man kann sich nur bis zu diesem Punkt vorbereiten und muss dann dazu bereit sein, sich erheben zu lassen. Doch wenn man die oben erwähnten drei Faktoren ins Gleichgewicht gebracht hat, ist es fast unumgänglich für das SELBST, den Allmächtigen oder Param-Atman, das individualisierte Selbst mit Seinem Glanz, mit dem kosmischen Licht zu verschmelzen.

Sie können sich das SOM-Programm als eine »intelligente« Meditationstechnik vorstellen, die Ihre angeborene Infrastruktur nutzt, um Ihre außerkörperlichen Erfahrungen weiterzuentwickeln. Sie verbindet Sie mit Ihrem sozialen Umfeld und versetzt Sie in die Lage, ohne besondere Anstrengung mehr Freunde zu gewinnen.Es muss unterschieden werden zwischen Jaya (Sieg) und Yashas (Erfolg). Ein Sieg bedeutet Dualität und Stress, weil er über einen anderen errungen wird. Erfolg meint die Freude im eigenen Innern.Das Streben nach Äußerlichkeiten, basierend auf Zahlen und Vergleichen, wird in der Regel mit einem Sieg (Jaya) in Verbindung gebracht, der daher keinen Nutzen an sich hat.Das SOM-Programm umfasst Energieübungen aus den drei wichtigsten Lebenswissenschaften des alten Indien: Ayurveda, Yoga und den Veden.Aktivität bedeutet Transformation. Sie benötigt daher einen Katalysator bzw. ein Feuer, um vollbracht zu werden. Das SOM-Programm schließt Prozesse ein, die alle erforderlichen Feuer im Individuum entfachen.Ein Leben, in dem alles glatt läuft, muss nicht unbedingt auch erfolgreich verlaufen. Das Gleichgewicht von Gesundheit, Wohlstand und Zufriedenheit ist der erste Schritt zur Erfüllung des eigenen Lebenszwecks.

[3] Das Sanskrit-Wort Santulan bedeutet Balance und ist der Oberbegriff für verschiedene Meditationen und Yoga-Programme des Autors (Anmerkung der Übersetzerin).

Meine Inspiration

Die Aktivitäten des Lebens haben immer zwei Seiten – die materielle und die spirituelle, genau wie männlich und weiblich zwei Seiten in der Biologie sind. Unser Ziel ist dauerhafte Zufriedenheit, die Befreiung von Anspannung und Angst. Aber all unsere Versuche, dieses Ziel zu erreichen, stützen sich nur auf eine dieser beiden Seiten, nämlich die materielle. Wenn man das Glück nur im Außen oder in der materiellen Welt sucht, wird man das Gleichgewicht nicht halten können, ähnlich wie ein Wagen, dem ein Rad fehlt. Wer Erfolg, Ansehen, Wohlstand und körperliches Wohlbefinden erreichen möchte, muss stabil auf beiden Spuren zum Ziel der dauerhaften Zufriedenheit reisen.

Als menschliche Wesen brauchen wir also zwei Arten von Befriedigung. Wir müssen die Lebensgewohnheiten ausfindig machen, die uns auf beiden Schienen weiterbringen – das ist der einzige Weg zum Glück. Diese beiden Spuren sind gar nicht so verschieden. Sie sind wie die beiden Ufer eines Flusses oder die beiden Gleise einer Bahnstrecke. Sie führen zusammen zu einem Ziel. Wir unterscheiden nur zwischen ihnen, um ihre Wirkung im Hinblick auf menschliche Aktivitäten zu verstehen. Gibt es etwas, das nur Energie oder nur Materie ist? Sie sind eins, aber um sie zu verstehen, behandeln wir sie jeweils einzeln.

Nur um zu verstehen, was innere Zufriedenheit wirklich bedeutet, sprechen wir von ihr als dem Ergebnis materiellen und spirituellen Erfolgs.

Doch was ist mit dem gleichzeitigen Verfolgen beider Ziele gemeint? Wenn Sie nach der Zusammensetzung von Zitronenlimonade fragen, wird man Ihnen sagen, dass sie aus Wasser, Zucker und Zitronensaft besteht. Doch keine dieser Zutaten wird Ihnen einzeln oder mit nur einer anderen das Erlebnis einer Zitronenlimonade vermitteln. Der Geschmack kann nur erfahren werden, wenn sie fertig zubereitet ist; aber wenn Sie einem Kind beibringen wollen, wie man sie zubereitet, müssen Sie dies anhand der Zutaten erklären. Außerdem wird das Erlebnis auch von dem Zubereitenden und der Umgebung, d. h. dem undefinierbaren Feld, in dem Sie die Limonade trinken, beeinflusst. Es ist eine mystische Realität, dass Bestandteile, sowohl materielle als auch spirituelle, zu etwas Drittem führen, zu einem anderen Ergebnis. Diese Realität müssen wir versuchen zu verstehen.

Während der Vorbereitung auf dieses Buch habe ich auch mein eigenes Leben betrachtet und abgewogen, ob ich bisher selbst auf diesen beiden Gleisen gleichzeitig unterwegs war. Nur weil ich in der Lage war, dieses Gleichgewicht zu halten, habe ich zu absoluter Zufriedenheit gefunden, und heute genieße ich materiellen Wohlstand ebenso wie psychologische und spirituelle Befriedigung. Weil ich diesen Wohlstand und diese Zufriedenheit mit anderen teile, habe ich heute eine sehr große Familie, viele Freunde und ein weltweites soziales Netzwerk.

Alle Orte, an denen ich bisher gearbeitet habe, lagen mitten in der Natur und konnten daher zu meiner Zufriedenheit beitragen. Ich hatte auch immer das Glück, in einer Umgebung zu leben, in der spiritueller Fortschritt möglich war, und war immer von meiner Familie umgeben. Ich hatte mit Menschen aus vielen Ländern und Gesellschaftsschichten zu tun, die in unterschiedlichen Kulturen geboren wurden, und meine Arbeit wurde ständig weitergeführt. Auf diese Weise kam ich auf beiden Spuren voran. Meine dauerhafte Erfahrung der absoluten Erfüllung kommt zum Teil daher, dass mein Leben von Anfang an gleichzeitig von beiden Sankalpas bzw. Konzepten bestimmt wurde. Die Inhalte, die in diesem Buch behandelt werden, stammen direkt aus meiner persönlichen Erfahrung. Ich wuchs in einer spirituellen Umgebung auf und studiere die Veden seit meiner Kindheit. Ich lernte von den großen Meistern dieser Zeit Ayurveda, schloss aber auch ein Maschinenbaustudium erfolgreich ab. Diese drei Fachgebiete warfen große Fragen auf, und ich war aufgrund meiner Ausbildung und Erfahrung immer in der Position, mehrere Antworten geben zu können, die sich aus der Verbindung meines Fachwissens ergaben. Dies führte zu einer Lebenspraxis, die stets die Mechanismen des Körpers, soziale Transaktionen und den wichtigsten Teil der menschlichen Existenz, das Studium des Selbst, berücksichtigte. Während das Leben mir diese Wahrheiten offenbarte, hat meine Beschäftigung mit den Veden und anderen Texten zur Selbsterkenntnis meine Erfahrungen bestätigt. Dies wiederum stärkte mein Vertrauen in meine Ansichten und mein Verhalten. In vielen Fällen habe ich Wissen entdeckt, das lange Zeit vergessen war. Allmählich verstand ich, dass es an mir ist, diese Erkenntnisse in eine Form zu bringen, die sich auch für die heutige Zeit eignet. Dieses Buch ist ein solcher Versuch.

ENDE DER LESEPROBE