Teach ʹEm All - Caro Blofeld - E-Book

Teach ʹEm All E-Book

Caro Blofeld

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Beschreibung

Lehrer müssen das perfekte Vorbild sein, adrett gekleidet, angepasst, höflich, umfassend allgemeingebildet und natürlich kinderlieb? Nicht unbedingt! Die Studienrätin Caro Blofeld hat sich seit frühester Jugend dem Heavy Metal verschrieben, liebt triviale Literatur, Filme, Serien und Computerspiele. Großflächig tätowiert und generell in schwarz gekleidet, fällt sie mit ihrer unverblümten, nicht immer pädagogisch korrekten Art aus dem üblichen Rahmen. Von ihren Schülern wird sie geschätzt – und erreicht bei ihnen oft mehr als andere. In ihrem Buch zeigt sie, wie man in unserem eingefahrenen Schulsystem auf unkonventionelle Art und Weise Schüler begeistern und Dinge verändern kann. Mal lustig, mal explizit kritisch und provokant, immer ehrlich und mit einem ordentlichen Schuss Selbstironie erzählt sie von ihrem ständig überraschenden, manchmal bizarren, auf jeden Fall niemals langweiligen Berufsalltag. Selbstredend, dass dabei auch Kritik an eingefahrenen Lehrmethoden, überehrgeizigen Eltern, dem deutschen Schulsystem oder dem Berufsbeamtentum nicht zu kurz kommen.

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Seitenzahl: 217

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Playlist

(Inhalt)

Vorwort

1Intro

(Dimmu Borgir: Entrance)

2Philosophisches Schaf

(Ozzy Osbourne: I Don’t Want to Change the World)

3Jung und motiviert

(Guns N’ Roses: Welcome to the Jungle)

4Stilistische Gretchenfrage

(Debauchery: Super Hot Vampire Lady)

5Metallica bei H&M

(J.B.O.: Metaller)

6Aufrüstung

(Rammstein: Deutschland)

7Der eine Ring

(Blind Guardian: Lord of the Rings)

8FSK ab 18

(Van Halen: Hot for Teacher)

9Lifehack

(Pain: Designed to Piss You Off)

10Festivalguide

(Helloween: I’m Alive)

11Politisches Feuchtgebiet

(Finntroll: Ursvamp)

12Vanessa

(Metallica: Dyers Eve)

13Vorbild

(Five Finger Death Punch: Jekyll and Hyde)

14Dressed in pink

(Saxon: Princess of the Night)

15Bullshit-Button

(Rage: Enough Is Enough)

16Lehrergesicht

(Mötley Crüe: Looks That Kill)

17Humor

(Eisbrecher: Verrückt)

18Der Schwarm

(Fear Factory: Replica)

19Betriebsklima

(Impaled Nazarene: All That You Fear)

20Komfortzone

(Judas Priest: Night Crawler)

21Andere Länder, andere Lehrer

(Sabaton: Swedish Pagans)

22Mentalhygiene

(Type O Negative: I Don’t Wanna Be Me)

23Pokerface

(Satyricon: The Wolfpack)

24Lebenslänglich

(Black Sabbath: Children of the Grave)

25Veganer Western

(Ensiferum: Stone Cold Metal)

26Das Schweigen der Schüler

(Disturbed: The Sound of Silence)

27Lehrer-Bashing

(Megadeth: Angry Again)

28Der pawlowsche Pennäler

(Alestorm: Alestorm for Dogs)

29Verschlimmbessern für Anfänger

(Clawfinger: Do What I Say)

30Leidenschaft, die Leiden schafft

(Danzig: Mother)

31Vorsicht, bissig!

(Powerwolf: Demons Are a Girl’s Best Friend)

32Thor hasst Nazis

(Amon Amarth: Twilight of the Thunder God)

33Goethe breaking bad

(Samael: Ceremony of Opposites)

34Voll verstrahlt

(Avatar: Smells Like a Freakshow)

35Triple F

(Hypocrisy: Fractured Millenium)

36Hulk

(Slipknot: Wait and Bleed)

37Feuerlöscher

(Borknagar: The Fire That Burns)

38Schöne Ferien!

(Alice Cooper: School’s Out)

39Mitleid

(Nightwish: Wishmaster)

40Randnotiz

(AC/DC: Moneytalks)

41Erfolgreich scheitern

(Iron Maiden: Wasted Years)

42Arschlochklassen

(DevilDriver: Back With a Vengeance)

43Schöner hausen

(Airbourne: Dirty Angel)

44Früher war alles schlechter

(SuidAkrA: Darkane Times)

45Darf’s noch ein bisschen mehr sein?

(The Sisters of Mercy: More)

46Lehrergesundheit

(Darkthrone: Fucked Up and Ready to Die)

47Zugabe

(Kiss: God Gave Rock ’N’ Roll to You II)

48Outro

(Windir: Journey to the End)

49Credits

(Metallica: Nothing Else Matters)

Playlist auf Spotify:

https://spoti.fi/39Edjhv

Vorwort

»Was? Du bist Lehrerin? Siehst gar nicht so aus«, höre ich ausnahmslos jedes Mal, wenn ich die Frage nach meinem Beruf beantworte. Die Gegenfrage meinerseits, wie Lehrer denn zu sein hätten, wird standardmäßig beantwortet mit: »Ja, normal halt.«

»Normal« bedeutet im deutschen Volksmund so viel wie: Lehrer müssen das perfekte Vorbild sein. Adrett gekleidet. Angepasst. Höflich. Gut gelaunt. Umfassend allgemeingebildet. Altruistisch bis ins Mark. Und natürlich kinderlieb.

Richtig? Soso. Halten Sie mal mein Bier. Ich stell mich kurz vor.

Ich bin Frau Blofeld, physisch Ende dreißig (optisch natürlich nicht!), im Kopf irgendwas zwischen sechzehn und fünfundzwanzig, Studienrätin an einer Berufsschule in einer baden-württembergischen Kleinstadt, inzwischen zehn Jahre im Schuldienst. Seit frühester Kindheit habe ich meine Seele dem Heavy Metal verschrieben!

Dieses Buch ist weder ein Plädoyer gegen Schubladendenken noch ein Pamphlet gegen das deutsche Berufsbeamtentum, auch keine Hommage an all die etwas verrückten und untypischen Lehrkörper da draußen. Ich habe lediglich einen selbstzerstörerischen Hang dazu, Humbug zu labern!

Intro

(Dimmu Borgir: Entrance)

Die nachfolgende lose Sammlung von Geschichten folgt keiner Chronologie oder festgelegten Struktur, sondern entspringt beliebig meiner eigenen kleinen Gedankenwelt. Die Reihenfolge des Lesens steht Ihnen also völlig frei. Ich hab es nämlich nicht so mit autoritärem Gehabe.

Wenn Ihnen diese Arbeitsanweisung zu unpräzise ist oder Sie gar überfordert, weil Sie es gewohnt sind, stupide Regularien zu befolgen – Himmel noch mal, dann lesen Sie das Ding halt von vorne nach hinten durch. Und fassen jedes Kapitel in eigenen Worten knapp zusammen. Sie haben neunzig Minuten! Verspätete Abgabe führt zu Punktabzug! Also, husch!

Damit Sie bei der Lektüre in die richtige Stimmung kommen, liefere ich Ihnen den Soundtrack zu meinem Leben gleich mit. Wenn Sie keinen Heavy Metal mögen, kann ich Ihnen jetzt auch nicht helfen. Vielleicht versuchen Sie’s zum Einstieg mit Hardrock. Oder Punk.

Sollten Sie jedoch dem Schlager zugeneigt sein … NACHSITZEN!

Philosophisches Schaf

(Ozzy Osbourne: I Don’t Want to Change the World)

Neulich bin ich an einer Herde Schafe vorbeigefahren. Fast alle waren schwarz. Das gab der gängigen Vorstellung einen völlig neuen Sinn. Wenn die meisten Schafe schwarz sind, ist dann das weiße Schaf das schwarze? Registrieren Schafe überhaupt, welche Farbe sie haben? Steht so ein schwarzes Schaf auf der Wiese, kuckt sich um und denkt irgendwann: »FUCK! Ich bin anders«? Und schämt sich dafür?

Ich habe mich selten geschämt, und ich mache den Job als schwarzes Schaf schon verdammt lange. Angefangen damit, dass ich im zarten Alter von knapp vierzehn Jahren entschieden habe, mich dauerhaft über den Bravo-Hits-Geschmack des übrigen Teenie-Pöbels zu erheben. Indem ich Anhängerin härterer Gangarten der Gitarrenmusik wurde und nicht mehr, wie neunundneunzig Prozent der langweiligen Gleichaltrigen, den Boygroups oder Euro-Pop-Bands der Neunziger nachkreischte. Weg mit Buffalos und Schnellfickerhosen, her mit Springerstiefeln und Nietengürtel! Eltern, Lehrer und Mitschüler schüttelten ob meiner frühpubertären Ausflüge ins Schwarz den Kopf. Ich schüttelte den meinen zur Musik. Nur meine großen Brüder verdrückten ein paar Tränchen der Rührung ins Black-Sabbath-Shirt.

Das sollte aber auch das Einzige bleiben, was ich mit dem genetischen Ursprung teilte, den man gemeinhin als Familie bezeichnet. Wird mir zwei Jahrzehnte später doch immer noch vorgehalten: »Vadder würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, dass du Beamtin geworden bist!«

In solchen Momenten stehe ich da und denke: Määh! In welcher anderen Familie wird man durch Beamtenstatus zum Outlaw?!

Leute, die mich kennen, sagen, ich sei jung geblieben. Mutter fragt, wann ich endlich erwachsen werde. Wahrscheinlich habe ich deshalb über die Jahre den klassisch pubertären Trotzmechanismus des »Jetzt erst recht« zur Kunstform erhoben. Ich zelebriere mein Dasein als schwarzes Schaf und A-13-Outlaw ausgiebig in allen Lebensbereichen: privat, beruflich, physisch, psychisch. Gegenwind inklusive. Wo bleibt denn sonst der Spaß?

Anderntags komme ich auf dem Weg zu meiner Beamten-Gang wieder an der beinah schwarzen Schafherde vorbei. Ich denke darüber nach, was passieren würde, wenn ich morgens aufwachte und alle so wären wie ich: die ganze Herde schwarz! Wo wäre da die Herausforderung? Was würde ich tun? Wahrscheinlich stante pede online gehen, mir die komplette regenbogenfarbene »Einhörner kotzen Glitzer auf rosa Disneyprinzessinnen«-T-Shirt-Kollektion bestellen und mir danach Alben von Helene Fischer runterladen. Ich rufe laut »Mäh!«, verscheuche den Gedanken schnell wieder und merke, wie spießig mein eigenes kleines Universum im Grunde doch ist. Am Ende sind wir alle nur verdammte Schafe.

Hinter dem nächsten Dorf die nächste Schafherde. Viele weiß, eins schwarz. Alles im Lot. Ich nicke meinem schwarzen Kollegen anerkennend zu und denke: Halt durch, Kumpel! Lohnt sich!

Jung und motiviert

(Guns N’ Roses: Welcome to the Jungle)

Als angehender Staatsdiener braucht man dringend einen Hang zum Fatalismus. Denn aus der geradezu heldenhaft anmutenden Opferbereitschaft, die das Einstellungsverfahren fordert, nach dem Prinzip: »Wir schicken dich dorthin, wo du am meisten gebraucht wirst! Gehe hin und tue Gutes!«, wird schnell: »Aha … ländlicher Raum.« Jou. Gegenwehr? Zwecklos, wir sind ja Beamte!

In meinem Fall war die Bezeichnung »ländlicher Raum« eine nette Untertreibung. Es verschlug mich, zusammen mit einigen anderen jungen und (noch) hochmotivierten Kollegen, im Jahr 2011 an eine berufliche Schule in der baden-württembergischen Provinz.

Seltsam, denn noch einige Wochen zuvor, am Tag meines Vorstellungsgesprächs, war mein erster Gedanke beim Betreten des klassisch-tristen Siebziger-Jahre-Gebäudeblocks: Boah, NÄ! Never ever! Ich drehe um, fahre nach Hause und warte weiter auf den Brief aus Hogwarts, den eine Eule sicher vor siebzehn Jahren verbummelt hat!

Ich weiß nicht, was mich damals am meisten abschreckte: die fröhlichen Wandfarben, Edition Körperflüssigkeiten? Jetzt mal im Ernst! Was haben sich die Architekten ihrerzeit bloß gedacht?

»Farbkonzept Schule – Idee?«

»Komm, lass uns die Wände in einem fröhlichen Morgenuringelb machen, passend zu den Akzenten von kotzgrünem Linoleum und kackbraunen Fensterrahmen. Stahlträger in der Farbe von geronnenem Blut runden das Ganze fein ab. Das sieht auch in vierzig Jahren noch aus wie neu und saugt jedem schon beim Betreten des Gebäudes alle Fröhlichkeit aus den Adern! Pädagogisch astrein!«

Oder waren es doch die zwei sich kloppenden, kastenförmigen Halbstarken, die urplötzlich aus einem Raum gespuckt wurden, als der stellvertretende Oberzampano mich durchs Gebäude führte? Er wollte wohl einen guten Eindruck hinterlassen und pries gerade die technische Ausstattung der Räumlichkeiten. Wahrscheinlich, um vom Rest abzulenken. Jetzt wirkte er leicht verzweifelt: »Keine Angst, das sind unsere Lager-Jungs! Die kriegen Sie erst mal nicht!«

»Aha! Gut«, antwortete ich. Schaute mich aber dennoch jedes Mal hektisch um, sobald sich irgendwo eine Tür öffnete. Memo an mich damals: Beim Versicherungsfutzi anklingeln, ich würde gerne noch mal die Berufsunfähigkeitsgeschichte durchsprechen. Nun ergab auch das Farbkonzept Sinn. Nee, nee, berufliches Schulwesen war nix für mich. Noch dazu mit Schwerpunkt Wirtschaft. Ich hatte schließlich Ideale!

In anderthalb Jahren Referendariat hatte ich mich schon mit den kleineren Gören arrangiert. Mit zehn sind die meisten immerhin stubenrein und ganz leicht zu dressieren. Was man von den beiden Evolutionsverweigerern von gerade eben eher nicht behaupten konnte.

Zudem sprachen die hier in einem Dialekt, der klang, als würde man einem Frosch beim Artikulationsversuch den Hals zudrücken. (Noch heute graust es mich, wenn ich morgens durch die Flure laufe und mir bildhübsche junge Mädchen quakend einen gutturalen »Gudn Morrrgggn« wünschen.) Also, nix wie weg und zurück zum Online-Bewerbungsverfahren.

Doch dann sprach das Regierungspräsidium den magischen, unverzeihlichen Fluch aus, den alle Referendare am meisten fürchteten: Einstellungsstopp! Gedachte Fußnote dazu: »Was studierst du auch so Nullachtfuffzehn-Fächer, du Idiotin?«

Fuck … fuck, fuck, fuck, fuck. FUCK!

Nächster Tag am Telefon: »Ja, ich nehm die Stelle gern an. … Ja, ich freu mich auch. Natürlich. Wird sicher fantastisch. Ja. Bis dann. Danke schön.«

Seitdem unterrichte ich beinahe jedes Jahr eine Klasse Lager-Jungs. Meine Versicherung habe ich deswegen noch nicht gebraucht. Allerdings oft meine Lachmuskeln.

Und der Dialekt – na ja, der ist gar nicht so schwer zu lernen.

Stilistische Gretchenfrage

(Debauchery: Super Hot Vampire Lady)

Wie viele andere wurde auch ich als wehrloses Kleinkind getauft. Evangelisch. Selbstverständlich wartete ich die Konfirmation ab, die mir, dank großer und zum Teil zahlungskräftiger Verwandtschaft, kurzfristig Reichtum bescherte. Damit wusste ich als durchschnittliche Vierzehnjährige gut umzugehen. Ich kaufte mir eine Stereoanlage. Eine richtig fette. Damals richtete sich die Größe der Boxen noch direkt nach der Soundqualität. Herrlich! Mit Konvertierung zum Heavy Metal bin ich dann schleunigst aus dem Jesus-Verein ausgetreten.

Eigentlich hätte ich zu Staub zerfallen müssen, als ich mich in diesen süddeutschen Landstrich begab, der, erzkatholisch, den Übergang vom Mittelalter ins 21. Jahrhundert geflissentlich ignoriert hatte. Wundersamerweise passierte das aber nicht, als ich den Schlagbaum zum Schulort passierte. Ich hatte vorsichtshalber die Augen geschlossen und die Luft angehalten, was mit hundert Sachen auf der Landstraße unvorsichtig erscheinen mag. Auch geschah mir nichts, als ich in jedem Klassenraum ein mit tiefer katholischer Gottgläubigkeit und Fischerdübeln befestigtes Kruzifix vorfand.

Ich hatte nicht gewusst, dass es in diesen Breitengraden üblich war, Kreuze in Klassenräumen aufzuhängen. War es auch nicht … nur genau hier. Die mordorgleiche Nähe zu Bayern prägte die religiösen Gewohnheiten der Einwohnerschaft und des Schulleiters, der zum Abschied immer voll dialektaler Inbrunst »Goddes Sääägn« wünschte. Etwas unsicher überlegte ich, inwiefern mir das für meine berufliche Zukunft zum Nachteil gereichen könnte. Die sonore Stimme meines Seminardirektors hallte durch meinen Schädel, der keine zwei Jahre zuvor seine Antrittsrede zum Referendariat mit den gewichtigen Worten begonnen hatte: »Ab heute stehen Sie dauerhaft unter Beobachtung!«

Wir Frischlinge dachten damals zunächst, er meine die fachlich-professionelle Beobachtung. Bis er mit Regeln zur angemessenen Optik im Lehrberuf aufwartete: »Nicht zu freizügig! Frauen minimal im knielangen Rock und, um Gottes willen (wessen sonst?), immer mit Strumpfhose, auch im Sommer! Kurze Hosen für Männer? Is nich! Sandalen schon gar nicht, und wenn, dann bitte mit Socken!«

In diesem Moment wusste ich zwar, dass ich noch im richtigen Land war, checkte aber trotzdem kurz das Datum, um nachzuprüfen, ob ich beim Betreten des Seminargebäudes nicht versehentlich die falsche Tür geöffnet hatte und in ein Wurmloch gefallen war, das mich ins Jahr 1950 zurückkatapultiert hatte. Nope! 2010. Eben hatte ich einen Eid auf unsere Landesverfassung abgelegt. Und wenn ich mich recht erinnerte, stand darin auch was von freier Entfaltung der Persönlichkeit! Ich hätte das Kleingedruckte lesen sollen. Hatte ich mit meiner Verbeamtung etwa meine Persönlichkeit verkauft? Und wenn ja, an wen: den Teufel? Gott? Stefan Mappus? Welche der drei Möglichkeiten mir die liebste gewesen wäre? Na, raten Sie mal.

Damals glaubte ich meinem Seminardirektor nicht. Aber anderthalb Jahre später, mit dem Kruzifix und meinem neuen Chef vor Augen, fragte ich mich doch, ob er regional recht hatte.

Eine Taktik musste her.

Okay, die geplante Mephisto-Tätowierung auf dem Unterarm wurde erst mal auf unbestimmte Zeit verschoben. Schade. Die Oberarm-Tattoos gab es aber schon, und die sollten auch dableiben. So gingen große Teile des ersten Gehalts für eine neue Staffage, sprich Oberbekleidung, drauf.

Die schwarzblaue Haarfarbe hatte ich vorsorglich bereits vor Wochen abgesetzt. Dabei blieb es. Mit Ende zwanzig wurde ich von Grau zum Glück noch verschont. Allerdings war mir mit Blick rechts und links in meinen Familienstammbaum auch klar: Lange hält das nicht mehr!

Der Blick in den Spiegel offenbarte noch etwas. Während normale Menschen im Urlaub so braun werden konnten, dass andere Urlauber neben ihnen immer noch blass aussahen, war ich so weiß, dass selbst Hui Buh das Schlossgespenst neben mir kerngesund gewirkt hätte. Mal wieder in die Sonne gehen? Das hatte nur den Effekt, dass ich erst die Farbe meiner Korrekturstifte annahm und mich danach häutete. Am Ende konnte ich mich doch wieder vor einer alpinaweißen Wand tarnen.

Fakt war also: Ich sah aus wie die Braut des Teufels. Oder besser gesagt, wie die Vorzimmerdame des Teufels. Zum perfekten Vorstellungsgespräch gehörte schließlich ein Blazer. Über meine restliche Garderobe musste ich mir auch Gedanken machen. Jeden Tag dasselbe, das ging absolut nicht.

Als eine ehemalige Schulkameradin erfuhr, dass ich Lehrerin wurde, fragte sie mich (nach dem obligatorischen ungläubigen Staunen und Kopfschütteln), ob unsere Theorie aus der neunten Klasse wirklich stimmte. Damals waren wir zu dem Schluss gekommen, Lehrer bekämen vom Staat zur Einstellung einen Kleiderschrank geliefert, in dem, wie bei den Simpsons, dasselbe Outfit in mehrfacher Ausführung hing. Anlass für diese Theorie war unser Physiklehrer, der jeden Mittwoch mit demselben senfgelben Strickpulli in den Unterricht kam. Dieser Pullover, der genauso roch, wie er aussah, überdeckt bis heute jedwede andere Erinnerung an Physik und den Physiklehrer. Ich kann mich nicht einmal an seinen Namen erinnern.

Wenn ich an den Rest meiner früheren Lehrer dachte, schien die Kleiderschrank-Theorie tatsächlich zu stimmen. Und auch beim Blick auf mein neues Kollegium stellte ich fest: Zumindest ein Fünkchen Wahrheit musste darin stecken. Die staatlichen Einheitsschränke schienen beängstigend viele Karohemden und Tweed zu beherbergen.

Der senfgelbe Pullover aus der neunten Klasse war es, der mir vor Augen führte, wie essenziell die Kleidungswahl für meinen beruflichen Erfolg sein würde – und wie beschissen oberflächlich fünfzehnjährige Mädchen sind. An was sollten sich meine zukünftigen Schüler später erinnern? Wie sollte ich mich stylen: bieder? Schick? Lässig? Cool?

Zu cool erschien mir gefährlich, weil zu cool nach eigener Erfahrung bedeutete: Muss man nicht ernst nehmen. Innerlich hörte ich all meine Bandshirts zu Hause im Schrank verzweifelt aufheulen. Natürlich, die meisten Schriftzüge waren für Ungeübte nicht leserlich. In der Regel entstehen jedoch bei dem Versuch, sie trotz Unkenntnis der musikalischen Materie zu entziffern, aberwitzige Wortgebilde; Menschen verschlucken ihre eigene Zunge und sterben einen qualvollen Erstickungstod. Auch die Pentagramme und umgedrehten Kreuze waren verräterisch.

Wider Erwarten und zu meiner großen Erleichterung wurde am Tag meiner Verbeamtung kein Schrank geliefert. Also machte ich mich daran, meinen umzustrukturieren, und entwickelte eine dissoziative textile Identitätsstörung. Ich fühlte mich wie eine Superheldin: tagsüber spießbürgerliche Jung-Studienrätin in Standard-Blue-Jeans und Hemdbluse im Kampf gegen die Verdummung der Massen – nach Schulschluss verwegene Heavy-Metal-Batwoman im Kampf für Blödsinn und Bier.

Ich überlegte kurz, mir eine Clark-Kent-Brille zu besorgen, entschied dann aber, der Superman-Stil wäre etwas zu viel des Guten. Außerdem: Ich war Batwoman. Crossover taugen nichts.

Nach Vollendung meiner Tarnidentität zeigte ein Lautstärketest des Autoradios in meinem ranzigen Seat-Ibiza-Batmobil, dass ich vor Befahren des Lehrerparkplatzes tunlichst den Regler senken sollte. Sonst würde ich die ganze Gemeinde sofort auf mein Doppelleben aufmerksam machen. Inzwischen vergesse ich das oft. Nicht nur einmal bin ich aus dem Auto gestiegen und habe mich über den ein oder anderen entgeisterten Blick gewundert.

Auf diese Weise also zumindest optisch ein wenig geläutert, betrat ich in den ersten Tagen des neuen Schuljahres das Schulgebäude. Ganz wohl fühlte ich mich nicht in meiner neuen konformistischen Haut. Wenigstens trug ich unter der Bluse ein Bandshirt. Allein das Wissen, dass es da war, machte die Kostümierung erträglicher.

Einige Tage später – der Spätsommer hatte mit knapp dreißig Grad noch einmal heftigst zugeschlagen – lief ich über den Flur und wünschte mich in einen luftigen Rock (ohne Strumpfhose), als mir Kollege A. entgegenkam …

… und zwar in Metal-Shirt und kurzer Hose! Er grinste mich im Vorbeigehen an, grüßte mit der »Pommesgabel« und nickte wissend. Völlig verwirrt sah ich mich um. Der Flur war voller Menschen. Keiner schien sich für uns zu interessieren. Mein erster Gedanke war: Was zum Allmächtigen hat mich verraten?

Was ich an diesem Tag gelernt habe? Solange man nicht halb (oder ganz) nackt zur Schule kommt, ist es den meisten Schülern völlig Latte, wie man als Lehrer herumläuft. Und dass ich mich weder an den Menschen im senfgelben Pullover noch an Physik erinnere, liegt wohl nur in einer Sache begründet: Er war schlicht und ergreifend eine stinklangweilige Person.

Ich brauchte dennoch einige Jahre, bis ich Batwoman und die Studienrätin zu einem Menschen zusammengeführt hatte. Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Meine inzwischen stellenweise ergrauten Haare nehmen die blauschwarze Farbe wieder dankbar an. Die meisten Bandshirts kommen regelmäßig an die frische Luft, sind glücklich und verstehen sich prima mit den ihnen zugeteilten Hemden. Strumpfhosen im Sommer – sag mal, hackt’s?

Meine Schüler haben kurzzeitig ein Wettspiel namens »Fifty Shades of Black« ins Leben gerufen. Dabei sollte zu Schuljahresbeginn geschätzt werden, wie oft ich in Kleidung zur Schule kommen würde, die nicht von der Farbe Schwarz dominiert wird. Leider musste es bald abgebrochen werden, weil Streit darüber entbrannte, wo genau Dunkelgrau aufhört und Hellschwarz anfängt.

Eine kreative Neuauflage des Spiels im vergangenen Jahr bekam den lyrischen Namen »Das Tätu kuckt raus!«. Allerdings machte ich dem Treiben auf einer einwöchigen Studienfahrt im Sommer ein Ende, weil ich konsequent kurzärmelig erschien und das Spiel damit ad absurdum führte. Vielleicht gibt es im kommenden Jahr ja ein Remake mit dem Titel »Welches Tätu kuckt raus?«. Oder »Errate das Bandshirt … und stirb!«, man weiß es nicht.

Nur manche Shirts lasse ich doch lieber im Schrank. Tatsächlich beschleicht mich ab und zu das ungute Gefühl, dass einer unserer Religionslehrer hinter der nächsten Ecke lauert und abwägt, wann es an der Zeit ist, mit mir einen Exorzismus durchzuführen.

Der Mephistopheles auf meinem Unterarm ist auf jeden Fall vorbereitet.

Metallica bei H&M

(J.B.O.: Metaller)

Manchmal fragt mich jemand, welche Musik ich höre.

Mhm. Echt jetzt?

In solcherlei Situationen suche ich immer nach den drei schwarzen Punkten auf gelbem Grund am Arm meines Gegenübers. Denn er muss blind, vielleicht aber auch einfach nur blöd sein, wenn er das nicht aus hundert Meter Entfernung erkennen kann! Dann schaue ich wieder ins ideenlose Gesicht und sehe: Der meint es ernst. Spätestens jetzt weiß ich, dass ich mir eine ausführliche Antwort sparen kann. Gut. Weil einfach.

»Metal.«

»Ääh, ja. So Metallica und so? Is mir ’n bissl zu hart.«

Ich beende solche Gespräche immer recht schnell, denn die führen zu nix und machen mich, im Gegensatz zu Metal, latent aggressiv.

Völlig anders verlaufen Unterhaltungen dieser Art mit Gleichgesinnten. Ich erklär Ihnen das mal. Aufpassen, ja? Sollten Sie im Besitz eines oder mehrerer Hunde (oder mit Metallern vertraut) sein, wird Ihnen der folgende Vergleich einleuchten.

Katzen? Katzen gehen auch. Aber nicht ganz so gut. Ruhe jetzt!

Anhänger schwermetallischer Musik sind ein bisschen wie Hunde. Ihre Fellpflege ist, je nach Rasse, mehr oder weniger intensiv. Oft machen sie Dreck, und manchmal riechen sie auch ein bisschen. Wenn sie einen Vertreter ihrer Art in der Nähe wahrgenommen haben, wird’s interessant. Dann wird taxiert, eingeordnet und geschnüffelt. Bereits nach kurzer Analyse steht fest, ob man den anderen als Kumpan anerkennen kann oder nicht. Denn nicht jeder versteht sich automatisch mit jedem. Wobei die Maxime gilt: Irgendein Metaller ist immer noch besser als kein Metaller.

Nach der ersten Kontaktaufnahme, die in der Regel lautlos durch dezentes, verschwörerisches Kopfnicken erfolgt, kommt langsame Annäherung und schließlich die alles entscheidende Frage nach der musikalischen Geschmacksrichtung. Antwortet man nun lediglich »Metal«, ist das in etwa so, als würde man auf die Frage nach der Leibspeise antworten: »Essen.« Es wäre das erste Anzeichen dafür, dass man von Metal schlicht und ergreifend keine Ahnung hat – also ein Poser ist. Niemand mag Poser!

Bei näherer Betrachtung ist das wieder ähnlich wie bei Hunden. Hund ist nicht gleich Hund. Wer sich schon einmal ausführlicher mit diversen Hunderassen auseinandergesetzt hat, weiß, wovon ich spreche. Allerdings gibt es unter denen auch keine Poser.

Damit wir uns ein bisschen besser kennenlernen und Sie wissen, was Phase ist, folgt hier eine (noch lange nicht vollständige) Liste der wichtigsten Metal-Subgenres:

‒Heavy Metal

‒Black Metal

‒Death Metal

‒Glam Metal

‒Power Metal

‒Groove Metal

‒Thrash Metal

‒Speed Metal

‒Doom Metal

‒Progressive Metal

‒Gothic Metal

‒Industrial Metal

‒Nu Metal

‒Folk Metal

‒Grindcore

‒Metalcore

‒Deathcore

‒Pagan Metal

‒Symphonic Metal

‒Viking Metal

‒Alternative Metal

‒White Metal

‒Sludge Metal und viele mehr.

Als wäre das der verwirrenden Härte nicht schon genug, verfügt jedes Subgenre nochmals über ein Subsubgenre. So ist Symphonic Black Metal für geübte Ohren selbstverständlich etwas ganz anderes als Atmospheric Black Metal, welcher sich stilistisch wiederum vom fröhlichen Depressive Suicidal Black Metal unterscheidet, ganz zu schweigen vom elektronisch angehauchten Ambient Black Metal. Von zahllosen Mischformen, die durch Paarung einzelner Subsubgenres entstehen, fange ich gar nicht erst an. Solche Bands tragen in deutscher Übersetzung poetische Namen wie »Körperverletzung«, »Abgrundtiefer Hass«, »Kannibalenleiche« oder »Angstfabrik«.

Sie denken jetzt: Das muss die ironisch meinen. Mitnichten!

Beim Verfassen dieses Textes habe ich kurz überlegt, die gedruckte Version im Stil eines Soundbuches für Kinder anzubieten, unter dem Titel Hör mal, wer da kreischt! oder Die schönsten Metal-Hits zum Mitgrölen. Passend dazu gäbe es ein Malbuch: Malen nach The Number of the Beast. Einzig benötigte Farbe: Schwarz. Vielleicht das nächste Mal. Ich schweife ab.

Nun sind Sie mit der Materie vertraut genug, um folgen zu können, hoffe ich.

Wir waren bei Hunden. Man könnte natürlich versuchen, auf der Hundewiese einen Rottweiler mit einem Toy-Pudel spielen zu lassen. Kann funktionieren. Ist aber meist keine so gute Idee, denn der Toy-Pudel ist danach nicht mehr zu wirklich viel zu gebrauchen. Ähnlich verhält es sich mit Metal-Fans. Freilich kann man einen Brutal-Death-Metaller mit einem Glam-Rocker in einen Raum stecken. Theoretisch. Aber wer das in der Praxis schon mal versucht hat, weiß, dass auch der Glam-Rocker danach nicht mehr zu wirklich viel zu gebrauchen ist. Wobei das bei der Frisur im Grunde auch egal ist …

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung beschnüffeln sich Metal-Fans aber nicht am Hinterteil, um sich zu begutachten. Eindeutiges Erkennungsmerkmal ist in diesem Fall das wichtigste Utensil: das Bandshirt. Deutlich sichtbar erspart einem dieses symbolträchtige Stück Stoff oft mühsame Konversation. Jeder richtige Metaller hegt und pflegt seine Textilsammlung mit ähnlicher Hingabe und Zuneigung wie seine Plattensammlung. Oder seinen Hund. Oder umgekehrt. Egal. Manches Shirt begleitet einen Metaller sein Leben lang. Ich bin beispielsweise noch im Besitz meines allerersten: 1988 – Ozzy Osbourne.

Als ich es bekam, war ich sechs Jahre alt. Inzwischen hängt es in Fetzen herunter und ist verwaschen wie Hulle. Wenn ich es trage – mit Stolz und in der Hoffnung, es möge mir in der Öffentlichkeit nicht unbemerkt vom Körper flüchten –, denken die Nachbarn zwar: Huh, die komische Bleiche von nebenan hat wieder ihre Putzlappen mit den Hemden verwechselt! Aber ich würde niemals auf die abstruse Idee kommen, es zu entsorgen. Sie verstehen, welchen Wert solch ein Textil hat. Immer noch nicht? Kennen Sie den schwäbischen Gruß? Vielleicht sollten Sie mehr Goethe lesen. Da können Sie was lernen.

In der Schule freue ich mir immer ein zweites Loch in den Allerwertesten, wenn ich Metal-Nachwuchs im Bandshirt entdecke. Leider scheint es sich hierbei, zumindest in den ländlichen Breitengraden, um eine vom Aussterben bedrohte Art zu handeln. Ich bin da gar nicht mehr so anspruchsvoll. Über die Jahre habe ich einen breit gefächerten Geschmack entwickelt, was die verschiedenen Metal-Genres angeht. Man muss nicht gleich der superelitäre Black-Metaller sein, um mich zu beeindrucken. Heavy ist vollkommen okay. Damit habe ich schließlich auch angefangen.

Dank meiner großen Brüder und der Tatsache, dass meine Eltern wohl dachten, ich sei bei denen in guten Händen, bin ich mit allen Heavy-Metal-Klassikern groß geworden. Neben Ozzy Osbourne und Black Sabbath waren Metallica, Megadeth und Judas Priest meine musikalischen Wegweiser, bevor ich mit fünfzehn über Black und Death Metal stolperte. Mit dem Alter wird man bekanntlich milder, und so bin ich inzwischen ziemlich tolerant. Aber alles, was kein Metal ist, möge meinen Ohren bitte fernbleiben. Das ist nicht einfach, wenn neunundneunzig Prozent deiner Schüler dem gängigen Youtube-One-Hit-Wonder hinterherjodelt. In jeder Pause döpdöpt und uffztuffzt es aus den Smartphones.

Vom Modegeschmack will ich gar nicht anfangen. Wenn Sie der Meinung sind, Metaller sähen alle gleich aus: Waren Sie in letzter Zeit mal an einer deutschen Schule? Es scheint, als wären alle aus einem Primark-Schaufenster gefallen und danach zusammen zum selben Friseur gegangen. Sitzt doch mal ein seltenes Metal-Schüler-Exemplar vor mir, erwarte ich vom Gleichgesinnten selbstverständlich Großes. Obwohl es tragisch wird, wenn der vielversprechende Jung-Metaller sich intellektuell ebenso als Flachpfeife entpuppt wie seine Döpdöp-Kollegen. Oder noch schlimmer: als Poser! In so einem Fall fremdschäme ich mich sehr, denn er (oder sie) gehört schließlich zur Metal-Familie. Und niemand will Deppen in der Familie haben.

Ich freute mich immens, als ich eines Tages den Klassenraum meiner Elften betrat und Martha, ihres Zeichens das Gegenteil einer Flachpfeife, in der ersten Reihe im Metallica-Shirt dasitzen sah. Gut, ist inzwischen auch eher Mainstream, aber natürlich Kult. Wer das Gegenteil behauptet, möge sich bitte spontan selbst entzünden. Etwas stutzig machte mich, dass das Shirt nicht schwarz war, sondern altrosa. Ausgebleicht und mit Blut gefärbt schien mir hierfür die einzig sinnvolle Erklärung zu sein. Mysteriös. Ein Test musste her.