1000 Places To See Before You Die - Oberbayern - Marlis Kappelhoff - E-Book

1000 Places To See Before You Die - Oberbayern E-Book

Marlis Kappelhoff

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Beschreibung

EINLEITUNG Willkommen in Oberbayern Auf der Hitliste der beliebtesten Reiseziele Deutschlands steht Oberbayern an erster Stelle. Und das seit Jahren. Da lockt München mit einem überragenden Kulturprogramm, architektonischen Highlights, eleganten Einkaufsadressen, aber auch mit Hofbräuhaus und Oktoberfest. Man kann wandern, klettern und radeln ohne Ende, von den am höchsten gelegenen Pisten Deutschlands in kühnen Jet-Schwüngen hinunterwedeln oder sich für ein stressfreies Wellness-Programm entscheiden. Da gibt es einzigartige Museen, Schlösser wie Linderhof und Neuschwanstein, die Seen und das Weltkulturerbe Wieskirche vor der Kulisse der Alpen. Unter azurblauem Föhnhimmel wachsen in einer makellos scheinenden Bauernlandschaft die verrücktesten Zwiebelturmkreationen empor. Dies alles hat dem Land weltweit den Ruf einer imposanten Idylle verpasst. Doch Oberbayern ist weit mehr als Bierseligkeit rund ums Jahr, mit Blasmusik, Schuhplattlern und Trachtenvereinen. Brauchtum ist zwar ein fester Bestandteil der Alltagskultur und die Menschen sind stolz auf die in Jahrhunderten gewachsenen Traditionen, doch niemand rennt hier mit der folkloristisch schöngefärbten Brille herum und verschließt sich den Anforderungen einer sich ständig wandelnden Welt. Der Slogan »Laptop und Lederhose« brachte in den 1990er Jahren, zu Zeiten der boomenden Wirtschaft, das Lebensgefühl der Oberbayern auf den Punkt. Selbst heute geht es angesichts weltweiter Krisen dem Freistaat dank einer zukunftsbezogenen Umstellung der Produktpalette weitaus besser als vielen anderen Regionen. Die sieben Regierungsbezirke Bayerns umfassen eine Gesamtfläche von 70 553 Quadratkilometern, wovon allein 17 530 auf Oberbayern entfallen. Das Land südlich von Altmühl und Donau reicht im Westen bis Landsberg und, weiter südlich, Füssen am Lech. Im Osten bilden Salzach und Inn, im Süden die nördlichen Kalkalpen mit der Zugspitze (2962 m) und dem Watzmann (2713 m) als höchste Erhebungen die Grenzen.

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Seitenzahl: 116

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Oberbayern
Regioführer spezial
OBERBAYERN
DIE AUTOREN
Marlis Kappelhoff hat Publizistik studiert und die Ausbildung zur Fotojournalistin absolviert. Es folgten längere Auslandsaufenthalte und die Tätigkeit als Redakteurin bei einer Lokalzeitung im Rheinland. Danach kehrte Marlis Kappelhoff in ihre Wahlheimat München zurück, wo sie zuerst im Pressereferat des Goethe-Instituts tätig war, bevor sie als Lektorin in einem Reisebuchverlag anfing. Heute arbeitet sie als freie Autorin. Fotos und Beiträge ihrer Reisen kreuz und quer durch Europa wurden in diversen Publikationen veröffentlicht.
»Nicht nach der Uhr, sondern mit dem Kompass leben …« – so das Motto von Katja Wegener. Neugierde, Reiselust und Freude am Erleben leiten die Autorin, die für Online- sowie Printmedien schreibt. In ihrem Reise-Wohlfühl-Magazin WellSpa-Portal nimmt sie ihre Leser mit an die schönsten Plätze der Welt und bietet Genussreisetipps für Auszeitgenießer und Genussabenteurer. Mehr im Netz unter: wellspa-portal.de

Oberbayern – Regioführer spezial

Willkommen in Oberbayern

Top 10

Übersichtskarte

Top 10: Das müssen Sie gesehen haben

Stadttour München

Die Hauptstadt von Oberbayern

Der historische Kern

Von der Residenz Richtung Schwabing

Service-Informationen München

Reiseblog: Oberbayern einmal anders

Fünf Tipps für Aktivurlaub und Genuss

Auf Schusters Rappen in der Bobbahn: Am Rießersee

Auf Drachenspuren: Zu den Tatzelwurm-Wasserfällen

Sich fühlen wie einst die Flößer: Fluss frei ab Wolfratshausen

Die Welt in einem Wald: Im Kranzberger Forst bei Freising

Himmlischer Biergartenblick in die Bayerischen Alpen: Kloster Reutberg

Vista Points – Sehenswertes – Reiseregionen, Orte und Sehenswürdigkeiten

Der Norden

STADT DACHAU

EICHSTÄTT

ERDING

FREISING

INGOLSTADT

SCHLEISSHEIM

SCHROBENHAUSEN

Das Fünf-Seen-Land

AMMERSEE

DIESSEN

HERRSCHING

KLOSTER ANDECHS

UTTING

STARNBERGER SEE

AMMERLAND UND SEESHAUPT

BERNRIED

STARNBERG

TUTZING, FELDAFING UND POSSENHOFEN

WESSLINGER SEE UND PILSENSEE

WÖRTHSEE

Pfaffenwinkel

HOHENPEISSENBERG/PEISSENBERG

KLOSTER ROTTENBUCH

KLOSTER WESSOBRUNN

LANDSBERG AM LECH

POLLING

VILGERTSHOFEN

WEILHEIM

WIESKIRCHE

Zugspitz-Region

GARMISCH-PARTENKIRCHEN

KÖNIGSHAUS AM SCHACHEN

MITTENWALD

ZUGSPITZE

Ammergauer Alpen

KLOSTER ETTAL

Linderhof

NEUSCHWANSTEIN/HOHENSCHWANGAU

OBERAMMERGAU

Tölzer Land

BAD TÖLZ

KLOSTER BENEDIKTBEUERN

KOCHELSEE

MURNAU

WALCHENSEE

Bayerisches Oberland

TEGERNSEE

SCHLIERSEE

MIESBACH

Rosenheimer Land/Wendelstein

AMERANG

FISCHBACHAU

ROSENHEIM

WASSERBURG AM INN

Chiemgau

CHIEMSEE

REIT IM WINKL

RUHPOLDING

5.10 - Berchtesgaden – Rupertiwinkel

BAD REICHENHALL

BERCHTESGADEN

KÖNIGSSEE

OBERSALZBERG MIT KEHLSTEINHAUS

RUPERTIWINKEL

TITTMONING

Inn – Salzach

ALTÖTTING/NEUÖTTING

BURGHAUSEN

MÜHLDORF

Chronik

Daten zur Geschichte

Service von A bis Z

Oberbayern in Zahlen und Fakten

Anreise

Auskunft

Bergwandern

Bier

Einkaufen

Essen und Trinken

Feste, Veranstaltungen

Hinweise für Menschen mit Handicap

Internet

Klima, Reisezeit

Mit Kindern in Oberbayern

Museen

Nachtleben

Notfälle, wichtige Rufnummern

Presse

Sport und Erholung

Unterkunft

Verkehrsmittel

Bildnachweis, Impressum, Karte

Willkommen in Oberbayern
Auf der Hitliste der beliebtesten Reiseziele Deutschlands steht Oberbayern an erster Stelle. Und das seit Jahren. Da lockt München mit einem überragenden Kulturprogramm, architektonischen Highlights, eleganten Einkaufsadressen, aber auch mit Hofbräuhaus und Oktoberfest. Man kann wandern, klettern und radeln ohne Ende, von den am höchsten gelegenen Pisten Deutschlands in kühnen Jet-Schwüngen hinunterwedeln oder sich für ein stressfreies Wellness-Programm entscheiden.
Da gibt es einzigartige Museen, Schlösser wie Linderhof und Neuschwanstein, die Seen und das Weltkulturerbe Wieskirche vor der Kulisse der Alpen. Unter azurblauem Föhnhimmel wachsen in einer makellos scheinenden Bauernlandschaft die verrücktesten Zwiebelturmkreationen empor. Dies alles hat dem Land weltweit den Ruf einer imposanten Idylle verpasst. Doch Oberbayern ist weit mehr als Bierseligkeit rund ums Jahr, mit Blasmusik, Schuhplattlern und Trachtenvereinen. Brauchtum ist zwar ein fester Bestandteil der Alltagskultur und die Menschen sind stolz auf die in Jahrhunderten gewachsenen Traditionen, doch niemand rennt hier mit der folkloristisch schöngefärbten Brille herum und verschließt sich den Anforderungen einer sich ständig wandelnden Welt.
Der Slogan »Laptop und Lederhose« brachte in den 1990er Jahren, zu Zeiten der boomenden Wirtschaft, das Lebensgefühl der Oberbayern auf den Punkt. Selbst heute geht es angesichts weltweiter Krisen dem Freistaat dank einer zukunftsbezogenen Umstellung der Produktpalette weitaus besser als vielen anderen Regionen.
Die sieben Regierungsbezirke Bayerns umfassen eine Gesamtfläche von 70 553 Quadratkilometern, wovon allein 17 530 auf Oberbayern entfallen. Das Land südlich von Altmühl und Donau reicht im Westen bis Landsberg und, weiter südlich, Füssen am Lech. Im Osten bilden Salzach und Inn, im Süden die nördlichen Kalkalpen mit der Zugspitze (2962 m) und dem Watzmann (2713 m) als höchste Erhebungen die Grenzen.
© Andreas Pechan/iStockphoto
Eine Blumenwiese, ein See mit einem Kapellchen, dahinter schneebedeckte Berge – der Inbegriff Oberbayerns
Top 10
Übersichtskarte
Top 10: Das müssen Sie gesehen haben
A Kloster und Museum St. Mang Kloster Andechs
S. 81, 83 F3
Hoch oben auf dem »Heiligen Berg« der Bayern steht das weithin sichtbare Benediktinerkloster mit seiner berauschend schönen Rokoko-Kirche. Anschließend lockt eine Brotzeit unter schattigen Kastanien im Biergarten.
B Wieskirche
S. 106, 107 G2
Als »Tanzsaal Gottes« wird der Innenraum dieses Weltkulturerbes bezeichnet. Hier verewigten sich die Brüder Zimmermann: Dominikus als Baumeister und Johann Baptist als Maler des großen Deckenfreskos.
C AlpspiX
S. 111 H3
Oberhalb der Bergstation der Alpspitzbahn ragen die beiden Stahlarme jeweils 13 Meter über den Abgrund hinaus. Durch eine Glaswand bietet sich den Besuchern ein atemberaubender Blick auf die Felswände, das Bergpanorama und hinab in eine Tiefe von fast 1000 Metern.
Nichts für Leute mit Höhenangst: die Aussichtsplattform AlpspiX
D Königshaus am Schachen
S. 114 J3
Im Stil einer kleinen Gründerzeitvilla ließ sich Ludwig II. diesen Fluchtpunkt inmitten der damaligen Bergeinsamkeit bauen.
E Zugspitze
S. 119, 121 H/J3
Insbesondere an einem dieser unwirklich strahlenden Sonnentage ist der Ausflug auf Deutschlands höchsten Berg ein unvergessliches Erlebnis.
F Linderhof
S. 126, 127 H2
In dieses zu seinen Lebzeiten verwunschene Refugium zog sich Ludwig II. am liebsten zurück. Neben dem neobarocken »Schmuckkästchen« sollte man auch den weitläufigen Park mit Venusgrotte und Maurischem Kiosk besuchen.
G Neuschwanstein
S. 128, 131 H2
In einzigartiger Lage hoch über der Pöllartschlucht liegt dieses berühmte Schloss, das sich Ludwig II. nach dem Vorbild mittelalterlicher Burgen bauen ließ.
H Herrenchiemsee
S. 166, 167 F8
Das Schloss gilt als eine Hommage an den von Ludwig II. verehrten Louis XIV. von Frankreich. Zu den Attraktionen zählen der Versailles nachempfundene Spiegelsaal und das Prunkschlafzimmer.
I Königssee
S. 184 G/H10
In geräuschloser Fahrt gleitet das Elektroboot vorbei an der Echowand, dem Malerwinkel und der millionenfach fotografierten Wallfahrtskirche St. Bartholomä
.
J Burghausen
S. 196, 198 D9
Oberhalb der sehenswerten Altstadt thront auf dem steil abfallenden Fels die längste Burganlage Deutschlands, erbaut zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert.
Stadttour München
Die Hauptstadt von Oberbayern
Der historische Kern
© stockcam/iStockphoto
Marienplatz – Viktualienmarkt – Jüdisches Zentrum – Sendlinger Straße – Asamkirche – Frauenkirche – Michaelskirche – Bürgersaal – Karlstor/Stachus Der Rundgang ist auf der Faltkarte rot eingezeichnet.
Der Spaziergang durch den im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstörten und mit viel Liebe zum Detail wieder aufgebauten historischen Kern der oberbayerischen Landeshauptstadt beginnt am MarienplatzaL6, dem urbanen Mittelpunkt seit der Stadtgründung 1158. Im Mittelalter diente er als Markt-, Richt- oder Turnierplatz bzw. auch als Tanzsaal bei Fürstenhochzeiten. Heute findet man hier eine Mischung aus Nachkriegsbauten und Rekonstruktionen historischer Gebäude.
Das Hauptinteresse der Gäste aus aller Welt gilt dem Glockenspiel an der neogotischen Zuckerbäcker-Fassade des Neuen Rathauses. Dreimal täglich während der Sommermonate (11, 12 und 17 Uhr) beginnen die fast lebensgroßen Figuren mit ihrem Tanz. Dargestellt ist das Ritterturnier zu Ehren der Hochzeitsfeierlichkeiten von Wilhelm V. mit Renata von Lothringen. Als Zugabe gibt es den traditionellen Schäfflertanz. Mitten auf dem Platz steht die Mariensäule. Ganz in Gold schwebt jung und grazil die Patrona Bavariae auf der elf Meter hohen Säule. Ihr zu Füßen kämpfen vier Putti gegen Hunger, Krieg, Pest und Ketzerei. Den östlichen Abschluss des Platzes bildet das Alte Rathaus mit seinem gotischen Turm (heute Spielzeugmuseum). An der Rückseite des Alten Rathauses blickt der Stadtgründer, Heinrich der Löwe, auf das Tal – einst zogen über diese Straße die schweren Salzfuhrwerke durch das Torhaus nach München ein. Der ursprünglich gotischen HeiliggeistkircheaL6 verpassten die Brüder Asam einen lichtdurchfluteten Innenraum im verspielten Stil des Rokoko.
»So lang der Alte Peter am Petersplatz noch steht ...«, heißt es im bekannten Volkslied, »geht München nicht unter«. Der Grundstein zur dreischiffigen Pfeilerbasilika St. Peter wurde schon im 11. Jahrhundert gelegt. Zur kostbaren Innenausstattung gehört das Deckenfresko mit Szenen aus dem Leben des hl. Petrus von Johann Baptist Zimmermann. Der Viktualienmarkt unterhalb der Kirche ist das Schlaraffenland Münchens. Jede noch so ausgefallene Zutat für ein Gourmet-Dinner lässt sich hier finden.
Seit 2007 gibt es auf dem nahen Jakobsplatz das Jüdische ZentrumaL/aM5 mit dem spektakulären Bau seiner Hauptsynagoge, einem Gemeinde- und Kulturzentrum sowie einem Museum.
© trabantos/shutterstock
In der Sendlinger Straße lässt es sich gut bummeln
Nicht weit entfernt verlockt die Sendlinger StraßeaL5 mit ihren zahlreichen Geschäften zu einem ausgedehnten Einkaufsbummel. Dazu gehört auch die 12 000 Quadratmeter große Hofstatt, eine weitere Einkaufspassage in der Innenstadt zwischen Sendlinger-, Hacken-, Hottererstraße und Färbergraben mit Passagen und Innenhöfen.
Eine überragende architektonische Kostbarkeit ist die Asamkirche. Mit diesem Sakralbau erfüllten sich die berühmten Rokoko-Baumeister Asam, die Brüder Egid Quirin und Cosmas Damian, ihren privaten Lebenstraum.
© Angelina Dimitrova/shutterstock
Eine der insgesamt vier Orgeln der Frauenkirche
Die patinagrünen Welschen Hauben der FrauenkircheaL6 (Dom zu unserer Lieben Frau) sind von jeher das Wahrzeichen der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude fast völlig zerstört. Nicht nur von außen beeindruckt der wieder aufgebaute Ziegelbau durch seine Monumentalität. Im Inneren tragen schlanke, achteckige Pfeiler das Sterngewölbe des eher schlichten Raums. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört der Fußabdruck des Teufels unter der Orgelempore. Um den Bau termingerecht beenden zu können, schloss Baumeister Jörg von Halspach mit dem Teufel einen Pakt und versprach, die Kirche ohne Fenster zu errichten. Überzeugt, dass dann niemand zum Gebet in das stockdunkle Gotteshaus käme, schuftete Luzifer wie besessen. Nach der termingerechten Fertigstellung führte der Baumeister, so die Legende, den Teufel an eine Stelle unterhalb der Orgelempore, von wo aus kein einziges Fenster zu sehen war – denn weiter kam der Herrscher der Unterwelt natürlich nicht, da die Kirche schon geweiht war. Außer sich vor Wut stampfte der Betrogene so kräftig auf, dass noch immer sein Fußabdruck zu sehen ist. Hier muss hinzugefügt werden, dass dieses architektonische Täuschungsmanöver heute nicht mehr nachvollziehbar ist. Jetzt sieht man von dieser Stelle ein Fenster vom Chor, das vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg vom Hochaltar verdeckt war.
Zu den überragenden Kunstwerken der Innenausstattung wird das Prunkgrabmal für Kaiser Ludwig den Bayer im südlichen Seitenschiff gerechnet. Wittelsbacher Fürsten sind in der Krypta beigesetzt. Entlang der Kaufinger und Neuhauser Straße Richtung Karlsplatz führt der Weg vorbei an der MichaelskircheaK/aL5 (St. Michael), dem ersten Sakralbau der Renaissance nördlich der Alpen. Von der imposanten dreistöckigen Fassade blicken rund um den Erzengel Michael Repräsentanten der Wittelsbacher auf die Fußgänger hinab. In der Fürstengruft unter dem riesigen Tonnengewölbe mit einer Spannweite von 20 Metern steht der immer mit frischen Blumen geschmückte Sarkophag von Ludwig II.
Zu den erstaunlichsten Bauwerken dieser Straße gehört der BürgersaalaK5 in der Neuhauser Straße. Hinter der zweigeschossigen rosa Barockfassade verbergen sich zwei sehr unterschiedliche Kirchenräume. In der niedrigen Unterkirche liegt das Grab des Jesuitenpaters Rupert Mayer. Der katholische Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten überlebte das Kriegsende 1945 nur knapp und wurde 1987 vom Papst selig gesprochen. Der Versammlungsraum in der ersten Etage wurde einst von der Marianischen Männerkongregation, einer den Jesuiten nahe stehenden Männervereinigung, genutzt.
Am Ende der Fußgängerzone erreicht man durch das Karlstor den Karlsplatz/StachusaK4. Hier endete die mittelalterliche Stadt. Das Karlstor war Teil jenes zweiten Befestigungsrings, den Ludwig der Bayer um die viel zu klein gewordene Stadt Heinrichs des Löwen ziehen ließ.
Weltstadt mit Herz
Munchen
München, Bayern
München ist nicht nur der Ort des Oktoberfests, sondern eine hochmoderne Messe- und Hightech-Stadt, zudem eine Fußballmetropole, eine aufregende Film- und Modestadt sowie die zweitgrößte Verlagsstadt Deutschlands nach Berlin. Dennoch kommt einem die Weltstadt mit Herz bisweilen wie ein großes Dorf vor. Die räumliche Enge in einer der am dichtesten bebauten Städte Deutschlands hat für Besucher Vorteile: Alles ist nah beieinander und übersichtlich.
Diese Stadt hat viele Gesichter: schick, lieb und gemütlich für die einen – ausgelassen, wild und allzeit neu für die anderen. Und dann wieder romantisch, ruhig, geschichtsträchtig und zeitentrückt. Ein Widerspruch? Ja mei, München ist nun mal eine Stadt voller Widersprüche.Die Metropole an der Isar wird immer wieder mithilfe vieler Attribute beschrieben, an die sich stets große Erwartungen knüpfen. Lange wurde München als Isar-Athen oder nördlichste Stadt Italiens bezeichnet. Grund dafür war die tiefe Sehnsucht der Wittelsbacher nach klassisch-südlichem Lebensgefühl, dem sie während ihrer 700-jährigen Herrschaft freien Lauf ließen. Sie machten die Stadt zu einem Panoptikum bedeutender Architektur, die als außergewöhnliche Kulisse für alle gegenwärtigen Eindrücke dient.
Heute werden meist andere Akzente gesetzt: bei einer Bratwurst am Standl auf dem Viktualienmarkt, bei einer Maß Bier im Englischen Garten, wenn der Kleinhesseloher See im Abendlicht funkelt und die Vögel, die in den Schwabinger Türmen leben, noch einmal eine letzte Runde fliegen und den Himmel beinahe schwarz färben. Oder beim Spaziergang durch den Englischen Garten, wo sich im Schatten hoher Baumgruppen die Klänge afrikanischer Trommler mit den Tänzen brasilianischer Samba-Musiker und den Reimen deutscher Rapper vermischen. Ein jeder wird in München auf seine Kosten kommen, also: Grüß Gott und Servus in München!
Info Munchen: München Tourismus, Tel. (089) 23 39 65 00, www.muenchen.de, visit-muenchen-bayern.de.
© Björn Kindler/iStockphoto
München-Panorama vor den schneebedeckten Alpen
Das schönste Rokoko-Ensemble Münchens
Asamkirche St. Johann Nepomuk
München, Bayern
© Thomas Demarczyk/Fotolia
Süddeutsches Rokoko: Vanitas-Symbole in der Asamkirche in München
Die