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Hugo von Hofmannsthal

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Beschreibung

In "Gedichte" verwebt Hugo von Hofmannsthal mit meisterhaftem Einfühlungsvermögen die Feinheiten des menschlichen Daseins, die Natur und die zeitgenössischen Strömungen der Lyrik zu einem eindringlichen Erlebnis. Seine Sprachkunst, geprägt von Symbolismus und einer melancholischen Melodie, lädt den Leser ein, tief in die emotionalen und philosophischen Untiefen des Lebens einzutauchen. Hofmannsthal thematisiert in variierenden Versformen existenzielle Fragen und vermittelt die Dringlichkeit, Schönheit und Vergänglichkeit der Welt im frühen 20. Jahrhundert, was dem individuellen Erlebnis des Lesenden zusätzliche Bedeutung verleiht. Der Autor, ein bedeutender Vertreter der österreichischen Literatur und Mitbegründer des literarischen Modernismus, erlangte Ruhm durch seine tiefgründigen Essays und Dramen, die oft die duale Natur der menschlichen Existenz reflektieren. Hofmannsthal, gefestigt in einem intellektuellen Umfeld, wuchs in einer Zeit des literarischen Wandels auf, der ihn möglicherweise dazu inspirierte, die Vielfalt menschlicher Emotionen und Denkweisen in seinen Gedichten zu erforschen. Sein Lebenswerk zeugt von einem unermüdlichen Streben, die poetische Form mit den Aspirationen einer sich verändernden Welt zu verbinden. "Gedichte" ist ein unverzichtbares Werk für jeden Liebhaber der Lyrik, der nach tiefschürfenden Einsichten in die menschliche Erfahrung sucht. Hofmannsthals Sprachgewalt und seine Fähigkeit, komplexe Emotionen zu vermitteln, werden den Leser fesseln und zum Nachdenken anregen. Dieses Buch ist nicht nur eine Sammlung von Gedichten, sondern ein Schlüssel zu den inneren Welten des Autors und der zeitlosen Fragen, die uns alle betreffen.

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Veröffentlichungsjahr: 2022

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Hugo von Hofmannsthal

Gedichte

 
EAN 8596547078258
DigiCat, 2022 Contact: [email protected]

Inhaltsverzeichnis

TERZINEN ÜBER VERGÄNGLICHKEIT
MANCHE FREILICH …
EIN TRAUM VON GROSSER MAGIE
IM GRÜNEN ZU SINGEN
LIEDCHEN DES HARLEKIN
ZERBINETTA
GESANG DER UNGEBORENEN
LIED DER WELT
GESTALTEN
EIN KNABE
DER JÜNGLING IN DER LANDSCHAFT
DER SCHIFFSKOCH, EIN GEFANGENER, SINGT
DES ALTEN MANNES SEHNSUCHT NACH DEM SOMMER
VERSE AUF EIN KLEINES KIND
DER KAISER VON CHINA SPRICHT
GROSSMUTTER UND ENKEL
GESPRÄCH
GESELLSCHAFT
DER JÜNGLING UND DIE SPINNE
IDYLLE
PROLOGE UND TRAUERREDEN
PROLOG ZU DEM BUCH ›ANATOL‹
ZU EINEM BUCH ÄHNLICHER ART
ZUM GEDÄCHTNIS DES SCHAUSPIELERS MITTERWURZER
AUF DEN TOD DES SCHAUSPIELERS HERMANN MÜLLER
VERSE ZUM GEDÄCHTNIS DES SCHAUSPIELERS JOSEF KAINZ
ZU EINER TOTENFEIER FÜR ARNOLD BÖCKLIN

TERZINEN ÜBER VERGÄNGLICHKEIT

Inhaltsverzeichnis

I

Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen: Wie kann das sein, daß diese nahen Tage Fort sind, für immer fort, und ganz vergangen?
Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt, Und viel zu grauenvoll, als daß man klage: Daß alles gleitet und vorüberrinnt
Und daß mein eignes Ich, durch nichts gehemmt, Herüberglitt aus einem kleinen Kind Mir wie ein Hund unheimlich stumm und fremd.
Dann: daß ich auch vor hundert Jahren war Und meine Ahnen, die im Totenhemd, Mit mir verwandt sind wie mein eignes Haar,
So eins mit mir als wie mein eignes Haar.

II

Die Stunden! wo wir auf das helle Blauen Des Meeres starren und den Tod verstehn, So leicht und feierlich und ohne Grauen,
Wie kleine Mädchen, die sehr blaß aussehn, Mit großen Augen, und die immer frieren, An einem Abend stumm vor sich hinsehn
Und wissen, daß das Leben jetzt aus ihren Schlaftrunknen Gliedern still hinüberfließt In Bäum' und Gras, und sich matt lächelnd zieren
Wie eine Heilige, die ihr Blut vergießt.

III

Wir sind aus solchem Zeug, wie das zu Träumen, Und Träume schlagen so die Augen auf Wie kleine Kinder unter Kirschenbäumen,
Aus deren Krone den blaßgoldnen Lauf Der Vollmond anhebt durch die große Nacht. … Nicht anders tauchen unsre Träume auf,
Sind da und leben wie ein Kind, das lacht, Nicht minder groß im Auf- und Niederschweben Als Vollmond, aus Baumkronen aufgewacht.
Das Innerste ist offen ihrem Weben, Wie Geisterhände in versperrtem Raum Sind sie in uns und haben immer Leben.
Und drei sind Eins: ein Mensch, ein Ding, ein Traum.

IV

Zuweilen kommen niegeliebte Frauen Im Traum als kleine Mädchen uns entgegen Und sind unsäglich rührend anzuschauen,