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Geringe Mitnahme - Effekte (Fiktiver jobcenter - Krimi von Burkhard Tomm-Bub, EX-Fallmanager im jobcenter.) Die hier geschilderten Ereignisse, Orte und Personen sind nicht faktual. Sie heißen nicht so, haben sich nicht so abgespielt, äußerten sich nicht so. Insbesondere sind Personen die `Ansichten` äußern, keinesfalls mit real existierenden Menschen zu identifizieren und entsprechende Zuordnungen können daher gleich in mehrfacher Hinsicht nicht, ich betone: nicht vorgenommen werden. Des Menschen Unterbewusstsein und seine Phantasie sind aber ein wildes, ein buntes und manchmal auch ein gefährliches Land. Da es mir fern lag, freundliche und fleißige Menschen in irgend einer Form zu verärgern, oder zu beleidigen, schien es mir besser, ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass dies nur ein harmloser, kleiner Krimi ist, der gut und angenehm unterhalten soll. Darauf gebe ich Ihnen mein Ehrenwort - ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort! Mit freundlichen Grüßen Burkhard Tomm-Bub, M. A. Ludwigshafen am Rhein
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Seitenzahl: 40
Veröffentlichungsjahr: 2019
(von Burkhard Tomm-Bub)
Disclaimer
Die hier geschilderten Orte, Ereignisse und Personen sind nicht faktual.
Sie heißen nicht so, haben sich nicht so abgespielt, äußerten sich nicht so.
Insbesondere sind Personen die "Ansichten" äußern, keinesfalls mit real existierenden Menschen zu identifizieren, und entsprechende Zuordnungen können daher gleich in mehrfacher Hinsicht nicht, ich betone: - nicht - vorgenommen werden.
Des Menschen Unterbewusstsein und seine Phantasie sind aber ein
wildes, ein buntes und manchmal auch ein gefährliches Land. Da es mir fernlag, freundliche und fleißige Menschen in irgendeiner Form zu verärgern oder zu beleidigen, schien es mir besser, ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass dies nur ein harmloser, kleiner
Krimi ist, der gut und angenehm unterhalten soll. Darauf gebe ich Ihnen mein Ehrenwort – ich wiederhole: Ich gebe
Ihnen mein Ehrenwort!
Mit freundlichen Grüßen
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
Ludwigshafen am Rhein, 2014
Geringe Mitnahme-Effekte
Vor ihm saß eine Mörderin.
Zumindest hielt sich Frau Rugova selbst für eine solche, wie sie immer wieder einmal in sich hinein wimmerte.
Kommissar Hanneboes aber war sich hingegen dieser Sache noch gar nicht so sicher. Dies war nur eine erste Vernehmung im Revier, sogar der Tatort wurde zur Stunde noch weiter untersucht.
„ ... ich, ich habe sie umgebracht, ... ich habe sie gemordet ... wie konnte ich das nur machen ...", hörte man nun wieder.
„Also. Frau Rugova. Nun lassen Sie uns das mal in Ruhe und von Anfang an durchsprechen. Ok?", bemühte sich Hanneboes mit ruhiger, aber klarer Stimme um etwas Struktur.
Die Rugova nickte mehrmals kurz mit halb gesenktem Kopf und niedergeschlagenem Blick.
„Sie sind also heute mit dem festen Vorsatz zu ihrer Putzstelle im
Business-Hotel Höhn gegangen, Frau Enthess töten zu wollen, und sie hatten da auch einen ganz konkreten Grund für diese Tat?"
Überrascht blickte Jozefina Rugova auf und schüttelte den Kopf.
„Nein, nein, dass ja nicht. Sicher, ich mochte sie nicht leiden, sie war keine gute Frau, wissen Sie, kein guter Mensch, wirklich! Aber ich habe ihr niemals das gesagt Ich bin nur Putzfrau hier, auch wenn es heißt Zimmermädchen, und mein Diploma aus dem Balkan, nichts ist es hier wert. .. Ich war so verzweifelt. Und sie hat Sachen zu mir gesagt. Nein ..., ich ..."
Sie schwieg und hatte offenbar den Faden verloren und begann nun zu weinen.
„Hören Sie, Frau Rugova. Wegen Ihrer Kinder. Wir haben gerade noch einmal angerufen in der Klinik."
Jozefina Rugova sprang auf und beugte sich aufgeregt weit über den Schreibtisch, sodass Hanneboes unwillkürlich etwas zurückwich.
„Was ist mit ihnen! Sind sie tot. Leben sie? Sagen Sie doch, Kommissar. SAGEN SIE! Ich hätte doch gehen sollen zu ihnen." Sie schluchzte.
„Sie leben, Frau Rugova, hören Sie, sie leben!", Hanneboes blickte sie fest an. „Und Sie könnten jetzt gar nicht zu ihnen, der Zustand ... ist noch immer kritisch. Sie sind beide noch auf der Intensivstation.
Das wird auch mindestens einige Stunden noch so bleiben! Und, hören Sie, Frau Rugova - die Ärzte wollen Ihnen keine Versprechungen machen. Aber: es hieß, beide Kinder seien von guter Konstitution, seien kräftig und hätten wohl viel Lebenswillen ...!"
Jozefina Rugova sank auf ihren Stuhl zurück. „Ja, darf ich nicht zu ihnen. Hat Arzt auch am Telefon gesagt, als er mich nach dem Unfall angerufen hat, aus der Klinik.", murmelte sie.
Sie schaute hoch zum Kommissar. „Wissen Sie, ich habe gerufen in das Telefon, dass ich sofort kommen werde. Aber der Doktor hat immer wieder gesagt, ich kann es tun, aber ich kann sie nicht sehen und nichts machen und er ruft mich SOFORT an bei Änderungen!" Sie senkte den Blick, legte die Hand an die Stirn, sodass diese ihre Augen verdeckten, und fuhr mit gepresster Stimme fort. „Ich habe mich auf eine Bank unterwegs gesetzt und viel geweint zuerst, Herr Kommissar. Unser Sohn Ralph ist in einer Realschule und Inge schon im Gymnasium, zweite Stufe. Sie sind tüchtige Kinder und sind freundliche und hilfsbereite. Wir waren so froh, dass sie keinen Krieg erleben mussten, wie mein Mann, der Janez, und ich!" Sie zog unwillkürlich den Kopf ein, als wollte sie sich ducken.
„Und dann – ich war dadurch schon so spät. Ich komme niemals zu spät, nie, außer wenn ich vielleicht SEHR krank gewesen bin. Ich wollte zumindest hingehen zum Höhn-Hotel, um eine Erklärung zu geben, persönlich. Es ist doch Pflicht und mein kranker Mann, die Kinder müssen doch in Deutschland bleiben, es ... also, wir ...".
Sie stockte.