Harakiri - Seppuku - Nele Jen - E-Book

Harakiri - Seppuku E-Book

Nele Jen

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Beschreibung

Sicherlich haben wir schon oft den Satz gehört, dass diese oder jene Verhaltensweise "Harakiri" gleich käme. Jedem ist dabei im Grunde auch klar, was dieser Satz bedeuten soll. Eher weniger bekannt ist, dass auch die Redensart des "Gesicht verlieren" von vielen mit diesem Ritual in Verbindung gebracht wird. Was aber ist eigentlich Harakiri? Warum kennen wir diesen Begriff viel eher als den korrekten Begriff Seppuku? Wo ist die Verbindung zur Ausbildung der Samurai die meist bereits mit dem dritten Lebensjahre begonnen hat? Wussten Sie, dass es für Frauen nicht möglich war Harakiri zu begehen? Der Begriff für den weiblichen Suizid war jigai. Wussten Sie, dass oft eine Klinge nur für diesen einen Zweck da war und aufgehoben wurde? War Ihnen klar, dass ein Samurai sein Harakiri eigentlich gar nicht alleine vollenden kann? Und wussten Sie darüber hinaus, dass sein notwendiger Sekundant oft selbst den Weg des Seppuku wählte wenn diese Hilfe nicht korrekt erledigt wurde? Diese und viele weitere Fragen beantwortet diese Zusammenfassung von Nele Jen.

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Seitenzahl: 34

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Nele Jen

Harakiri - Seppuku

Die Kunst des Samurai zum Harakiri

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1

Einleitung

Was ist Harakiri bzw. Seppuku?

|1| Samurai

|2| Ronin

|3| Daimyo

|4| Seiza

|5| Wakizashi

|6| Kaishaku-Nin

|7| Shinto

Rechtlicher Hinweis

Impressum neobooks

Kapitel 1

Nele Jen

-

Seppuku -Die Kunst des Samurai zum Harakiri

Einleitung

Sicherlich haben wir schon oft den Satz gehört, dass diese oder jene Verhaltensweise „Harakiri“ gleich käme. Jedem ist dabei im Grunde auch klar, was dieser Satz bedeuten soll. Eher weniger bekannt ist, dass auch die Redensart des „Gesicht verlieren“ von vielen mit diesem Ritual in Verbindung gebracht wird.

Was aber ist eigentlich Harakiri? Warum kennen wir diesen Begriff viel eher als den korrekten Begriff Seppuku? Wo ist die Verbindung zur Ausbildung der Samurai die meist bereits mit dem dritten Lebensjahre begonnen hat?

Wussten Sie, dass es für Frauen nicht möglich war Harakiri zu begehen? Der Begriff für den weiblichen Suizid war jigai.

Wussten Sie, dass oft eine Klinge nur für diesen einen Zweck da war und aufgehoben wurde?

War Ihnen klar, dass ein Samurai sein Harakiri eigentlich gar nicht alleine vollenden kann? Und wussten Sie darüber hinaus, dass sein notwendiger Sekundant oft selbst den Weg des Seppuku wählte wenn diese Hilfe nicht korrekt erledigt wurde?

Wussten Sie, dass es sich bei einer solchen Selbsttötung keineswegs um eine Art Affekt handelte? Oft bereitete sich der Samurai bis zu 6 Monaten auf seine Zeremonie vor.

Wussten Sie, dass es noch im Jahre 1970 einen dokumentierten Fall von Seppuku gab?

Auf den Grund dieser Fragen begibt sich dieses Buch und die entsprechenden Bilder und Skizzen.

Da es sich um einen Vorgang handelt der tatsächlich einiges an Voraussetzungen bedarf haben wir uns für die Darstellung entschlossen den Erklärungstext nicht auseinander zu reißen sondern vielmehr mit den entsprechenden Fußnoten zu arbeiten.

An den Stellen, an denen eine entsprechende Erklärung notwendig scheint um noch besser zu verstehen finden Sie eine Fußnote.

Was ist Harakiri bzw. Seppuku?

Seppuku bezeichnet eine ritualisierte Art des männlichen Suizids, die etwa ab der Mitte des 12. Jahrhunderts in Japan innerhalb der Schicht der Samurai |1| verbreitet war und 1868 offiziell verboten wurde.

Ein Mann, der wegen einer Pflichtverletzung sein Gesicht verloren hatte, konnte durch Seppuku die Ehre seiner Familie wiederherstellen. Weitere Gründe für Seppuku waren unter anderem Strafe für einen Gesetzesverstoß oder das so genannte oibara (??), bei dem Ronin|2|(herrenlose Samurai), die ihren Daimyo |3|(lokale Herren im feudalen Japan) verloren hatten, diesem in den Tod folgten, falls er es ihnen schriftlich erlaubt hatte.

Der Begriff Harakiri (hara – Bauch und kiru - schneiden – umgekehrte Reihenfolge der Kanji-Schriftzeichen) wird vor allem in Europa und Amerika benutzt. Der von Frauen ritualisierte Suizid wird als jigai bezeichnet.

Ablauf

Beim Seppuku schnitt sich der im Seiza|4|sitzende Mann nach Entblößung des Oberkörpers mit der in Papier gewickelten und zumeist speziell für diesen Anlass aufbewahrten Klinge eines Wakizashi |5| den Bauch ungefähr sechs Zentimeter unterhalb des Bauchnabels in der Regel von links nach rechts mit einer abschließenden Aufwärtsführung der Klinge auf.

Dem Daoismus zufolge liegt hier das sogenannte untere Tanden (chin. Dantian), ein Bereich im Hara (Unterbauch), der in der Traditionellen Chinesischen Medizin als wichtigstes energetisches Zentrum des Menschen angesehen wird, im Zen auch die Hauptflussader des Ki.

Da der Bauchanteil der Aorta (Hauptschlagader) unmittelbar vor der Wirbelsäule liegt, wurde sie dabei in der Regel angeschnitten oder ganz durchtrennt, und der sofortige Blutdruckabfall hatte einen Bewusstseinsverlust innerhalb kürzester Zeit zur Folge. Allerdings wurden im Laufe der Zeit auch alternative Schnitte und Ergänzungen eingesetzt. So existieren beispielsweise Beschreibungen eines sogenannten jumonji-giri, einer zeitweise unter den Daimyo bevorzugten Technik, die eigentlich aus zwei Schnitten bestand und durch ihre Kreuzform das Hervortreten der inneren Organe beschleunigte.

Nach Ausführung der Schnitte wurde vor oder nach der Ablage der Klinge von einem bereitstehenden Assistenten (dem Kaishaku-Nin |6| oder Sekundanten, ebenfalls ein Samurai, meistens der engste Vertraute) der Hals mit einem Katana oder seltener mit einem Tachi von der Halswirbelsäule her weitgehend, jedoch nicht vollständig durchtrennt, um einen schnellen Tod herbeizuführen.