4,99 €
Die Bronchitis ist eine Entzündung der unteren Atemwege. Bei der akuten Bronchitis handelt es sich meist um eine Infektion mit Viren. Bei einer chronischen Bronchitis liegen häufig Lungenerkrankungen oder Allergien zugrunde.
In diesem Ratgeber erhalten Sie Empfehlungen, wie Sie eine Bronchitis mit Hilfe der Homöopathie, Urtinkturen, Pflanzenheilkunde, Wassertherapie und den Schüsslersalzen behandeln können. Vorgestellt werden die bewährtesten äußerlichen Anwendungen, Schüsslersalze und homöopathischen Heilmittel mit der entsprechenden Potenz und Dosierung, Heilpflanzen, Teerezepte, Extrakte, Tinkturen und Kräuterweine.
Die Naturheilkunde wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Mensch im Blick, also Körper, Seele und Geist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2019
Inhaltsverzeichnis "Husten, Bronchitis - Behandlung mit Homöopathie, Heilpflanzen, Schüsslersalzen und Naturheilkunde"
Vorwort
Stoffwechselblockaden bei Atemwegserkrankungen
Äußerliche Anwendungen bei Husten und Bronchitis
Bronchitis behandeln mit Homöopathie
Bronchitis behandeln mit Schüsslersalzen
Bronchitis behandeln mit Heilpflanzen
Teerezepte bei Husten und Bronchitis
Kräuterweine, Tinkturen und Extrakte bei Bronchitis
Wasserheilkunde bei Bronchitis
Nachwort
Meine weiteren eBooks und Taschenbücher
Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker
Die Bronchitis ist eine Entzündung der unteren Atemwege. Bei der akuten Bronchitis handelt es sich meist um eine Infektion mit Viren, seltener durch Bakterien und Pilze. Bei einer chronischen Bronchitis liegen häufig Lungenerkrankungen oder Allergien zugrunde. Husten ist ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers, um die Atemwege von Fremdkörpern zu reinigen. Der Hustenreflex schützt uns auch vor dem Ersticken.
Die Ansteckung erfolgt meist durch Tröpfcheninfektion. Dabei verteilt die infizierte Person beim Husten oder Niesen die Viren in der Luft. Die Krankheitserreger werden dann von anderen Menschen über die Atemwege aufgenommen. Auch auf Türklinken und anderen gemeinsam benutzten Gegenständen lauern die Krankheitserreger. Sie gelangen über die Hände auf die Schleimhäute von Mund, Auge und Nase (Schmierinfektion), von hier weiter in den Körper.
Der Erkältungshusten tritt meist in zwei Phasen auf. Zunächst ist er trocken und schmerzhaft (unproduktive Phase). Nach 2 bis 3 Tagen bildet die Bronchialschleimhaut vermehrt zähes Sekret (produktive Phase) und zwingt zum Räuspern und Husten. So wird der Schleim aus den Bronchien abgehustet und das Atmen wieder erleichtert.
Allgemeine Erkältungssymptome wie Krankheitsgefühl, Schnupfen, Fieber, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, kalte Füße, Kopfschmerzen, Ohrenklingeln, Heiserkeit sowie Muskel- und Gliederschmerzen können hinzukommen. Häufige Ursachen einer Bronchitis sind Erkältungen, Unterkühlung, trockene Raumluft, Allergien, Kontakt zu Erkrankten sowie ein geschwächtes Immunsystem.
Ein weiterer Krankheitsbegriff ist die Sinubronchitis, der das gleichzeitige Vorkommen einer Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung) und einer Bronchitis zum Ausdruck bringt. Die Erkrankung der oberen und unteren Luftwege ist eine Einheit. Die Bronchitis heilt in diesen Fällen erst ab, wenn die Sinusitis beseitigt ist.
Eine Übersäuerung des Körpers ist die Ursache von vielen Erkrankungen. Sie führt zu Stoffwechsel- und Hormonstörungen und schwächt das Immunsystem. Mit Übersäuerung ist eine Anhäufung von Säuren im Blut und Körpergewebe gemeint. Sie ist meist die Folge von falscher Ernährung und einer ungesunden Lebensweise. Der Körper muß die entstandenen Säuren neutralisieren. Dies geschieht mit Hilfe basischer Mineralien (vor allem Kalzium), die den Mineralstoffdepots des Körpers entnommen werden. Eine chronische Bronchitis kann die Folge sein.
Toxische Darmgase: Ein wichtiger Punkt ist die Überernährung. Die durch falsche Ernährung entstehende Schwäche der Verdauungsorgane vermindert die Aufnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen aus der Nahrung. Wer nicht nur Falsches isst, sondern davon auch noch zuviel, bekommt Gärung und Fäulnis im Darm. Die dadurch entstehenden giftigen Gase belasten und übersäuern zusätzlich den gesamten Organismus. Ein intaktes Verdauungssystem dagegen beeinflusst den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Gesundheit positiv.
Bei der naturheilkundlichen Behandlung und Vorbeugung von Husten und Bronchitis dienen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien der Aktivierung des Immunsystems und Kräftigung der Atemorgane. Homöopathische, pflanzliche und biochemische Heilmittel (Schüsslersalze) regen die Leber- und Nierenfunktionen an.
Sie reinigen den Körper, stärken die Lunge und scheiden die gelösten Stoffwechselschlacken und Toxine über den Darm, die Harnwege, Lunge und Haut aus. Zugleich sorgen sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit sowie jeder Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen. Die Folge: Der Stoffwechsel und das Immunsystem werden gekräftigt, der Grundumsatz steigt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.
Einleitend möchte ich Ihnen die in diesem Ratgeber vorgestellten Therapien zur Behandlung und Vorbeugung von Husten und Bronchitis erläutern:
DieHomöopathie wurde vor 200 Jahren von Samuel Hahnemann entwickelt. Die drei grundlegenden Prinzipien der Homöopathie sind die Simile-Regel, die homöopathische Arzneimittelprüfung und die Erfassung des individuellen Krankheitsbildes.
Das wichtigste Prinzip ist die Ähnlichkeits-Regel bzw. die Simile-Regel, die 1796 von Hahnemann formuliert wurde. Sie besagt, daß ein Patient mit dem Arzneimittel behandelt werden soll, welches in seinem Urzustand beim Gesunden ähnliche Beschwerden hervorzurufen vermag wie die bestehende Krankheit.
Nach Hahnemann sind die Symptome des Patienten das nach außen gekehrte Bild seiner Krankheit. Alle Symptome werden erfaßt, um der Ursache einer Bronchitis auf die "Spur" zu kommen und das passende Arzneimittel nach der Simile-Regel für die Behandlung zu finden.
Für die Einsteiger in die Homöopathie empfehle ich die Verwendung von niedrigen D-Potenzen. Höhere Potenzen (wie zum Beispiel D200, C- und LM-Potenzen) sollten nur vom Fachmann gegeben werden, da sie in ihrer Wirkung sehr tief gehen und oft nur einmal angewendet werden.
Homöopathische Arzneimittel können mit anderen Medikamenten oder sonstigen Behandlungen kombiniert werden. Ausgangsstoffe homöopathischer Arzneimittel können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sein. Außerdem gibt es Medikamente aus unschädlich gemachten menschlichen oder tierischen Krankheitsprodukten, die sogenannten Nosoden.
Was passiert, wenn Sie das falsche Mittel wählen? Nichts - so wie sich ein Schlüssel nicht umdrehen lässt, wenn es das falsche Schloss ist, so löst ein nicht passendes homöopathisches Heilmittel keine Reaktion im Körper aus.
Homöopathische Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren:
1) Säuglinge bis zum 1. Lebensjahr erhalten, soweit nicht anders verordnet, ein Drittel der Erwachsenendosis. Es hat sich bewährt, die Tropfen auf einen Wattebausch zu geben und diesen dann auf den Nabel aufzukleben. Die Globuli geben Sie unter die Zunge oder zwischen Wange und Zahnfleisch. Die Tabletten vor der Gabe zerdrücken.
2) Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr erhalten die Hälfte der Erwachsenendosis.
3) Kinder zwischen 6 und 12 Jahren erhalten zwei Drittel der Erwachsenendosis.
Die Schüsslersalze (Biochemie) zur Behandlung und Vorbeugung von Bronchitis und Husten
Unordnung bedeutet Krankheit - Ordnung bedeutet Gesundheit. Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen werden Stoffwechsel- und Heilblockaden aufgelöst und der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen. Zusätzlich werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, das Hormon-, Nerven- und Immunsystem gestärkt sowie der Zellstoffwechsel angeregt. Schüsslersalze gleichen Nährstoffdefizite aus und sorgen dafür, das Stoffwechsel- und Zellfunktionen reibungslos ablaufen.
Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler seine Heilmethode mit homöopathisch zubereiteten Mineralsalzen. Bei seinen Studien entdeckte Schüssler zwölf Mineralstoffverbindungen aus je einer Base und einer Säure, die für das Hormon-, Nerven- und Immunsystem sowie für den Stoffwechsel des Körpers eine entscheidende Rolle spielen.
Von der Homöopathie war Schüssler prinzipiell überzeugt, allerdings erschien sie ihm sehr umfangreich. Deshalb entwickelte er ein eigenes System, das nicht so komplex war, mit dem aber trotzdem viele Krankheiten (auch Atemwegserkrankungen) behandelt werden konnten. Schüssler konzentrierte sich dabei auf Mineralsalze, die in jeder Körperzelle vorkommen und nannte seine Heilmethode Biochemie. Die Übersetzung lautet in etwa "Chemie des Lebens".
Sie basiert auf der Annahme, daß viele Erkrankungen von einer gestörten Aufnahme und Verteilung bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen verursacht werden. Dadurch kommt es zu einer Stoffwechsel- und Immunschwäche sowie zu Fehlregulationen in der Zelle. Die Moleküle können sich nicht mehr ungehindert bewegen. Der Einsatz von Schüsslersalzen ist eine gute Möglichkeit, um diese Mineralstoffdefizite auf natürliche Weise auszugleichen und das Zell-Gleichgewicht wieder herzustellen.
Nach Schüsslers Vorstellung greifen die Salze auf molekularer Ebene in den Zellstoffwechsel ein. Durch die Einnahme des jeweils fehlenden Salzes in homöopathischen Dosen soll der Organismus angeregt werden, das Missverhältnis auf Zellebene auszugleichen. Der Körper kann dann die ihm zugeführten Mineralstoffe besser verwerten und einen Mangel beheben.
Ein Mineralsalzmangel entsteht nach Schüssler dadurch, daß die Zellen die Mineralstoffe nicht optimal verwerten können. Um ihre Aufnahme zu verbessern, müssen die Mineralsalze deshalb stark verdünnt (potenziert) werden. Schüssler verwendete für seine Therapie die homöopathischen Potenzen D3, D6 und D12. In der Regel werden die D6 (Verdünnung 1:1 Million) oder die D12 (1:1 Billion) eingenommen.
Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) zur Behandlung und Vorbeugung von Husten und Bronchitis
"Keine chemische Fabrik dieser Welt arbeitet so exakt und vollkommen wie eine einzige jener kleinen Pflanzen, die Dein Fuß achtlos zertritt". Pflanzen sind die ältesten Heilmittel der Menschheit. Das Wissen vieler Generationen ist in der Pflanzenheilkunde enthalten.
Die Phytotherapie ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten - zum Beispiel als Tee, Tabletten, Tropfen, Salben, Wickel, Bäder und ätherische Öle - ist die Pflanzenheilkunde eine der wichtigsten Therapien.
Warum sind Pflanzen bei der Behandlung des Hustens und einer Bronchitis heilkräftig? Weil sie Salze, Säuren, Vitamine, Öle und Nährstoffe enthalten. Diese wirken im Körper auflösend, ausscheidend, anregend, kräftigend und aufbauend. Sie verwandeln den kranken Zustand in einen gesunden.
Solche Pflanzenmineralstoffe sind vor allem Fluor, Jod, Kalium, Kalzium, Kohlenstoff, Chlor, Eisen, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Natrium und Kieselsäure (Silizium). Heilpflanzen normalisieren den Stoffwechsel und stärken das Immunsystem. Nur ein intaktes Hormon-, Nerven- und Immunsystem kann eine immer wiederkehrende Bronchitis verhindern.
Was von den Kräutern brauchbar und heilkräftig ist, wird von unseren Körpersäften aufgenommen und den Zellen zugeführt. Was aber unbrauchbar ist, wird durch die Nieren, Haut, Lunge und den Darm nach dem Verbrennungsprozeß ausgeschieden.
Heilkräuter in richtiger Form und Dosis genommen beeinflussen in unserem Organismus die Körperfunktionen, die Atemorgane, das Nerven- und Hormonsystem sowie den Stoffwechsel sehr vorteilhaft. Die Pflanzensalze vermitteln dem Körper die zur Abwehrsteigerung und zum Aufbau der verschiedenen Zellsubstanzen notwendige Energie. Sie lösen Heilblockaden, stärken die Selbstheilungskräfte, bewirken eine Steigerung der Lebenskraft und die Behebung von Schwächezuständen.
Holen Sie Ihre Heilkräuter in der Apotheke. Dort laufen diese unter dem Begriff "Medikament". Für Medikamente gelten strenge Vorschriften und Kontrollen bezüglich Zulassung, Inhaltsstoffen, Reinheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit. Wer seine Heilkräuter lieber selbst sammelt, kann diese sofort frisch verwenden.
Die Aufbewahrung der Heilpflanzen: Hierfür müssen die Kräuter vorher getrocknet werden. Bekommen sie zuviel Licht, Wärme oder Feuchtigkeit, verflüchtigen sich die Wirkstoffe. Am Besten geeignet zur Lagerung ist ein Keramikbehälter mit einem Deckel, der locker aufliegt. Die Haltbarkeit der Heilkräuter beträgt maximal 1 Jahr. Danach haben sich die Wirkstoffe verflüchtigt.
Die Wasserheilkunde: Kneipptherapie - Mehr als Wassertreten
Lebenselixier Wasser - kalt belebt es, warm entspannt es. Wasser ist nach Kneipp eine der fünf Säulen der Gesundheit. Wie modern das alte Kneippsche Naturheilverfahren ist, erfährt man jetzt wieder in Kurkliniken und Wellnesshotels. Dort boomen die Therapien mit Wasser, Kräutern, Bewegung, gesunder Ernährung und Entspannungsübungen. Die Therapien des schwäbischen Pfarrers aus Bad Wörishofen sind aber auch zu Hause möglich.
Der Pionier der Wassertherapie startete mit einem Selbstversuch. Er kurierte seine damals als unheilbar geltende Tuberkulose durch kurze Bäder in der kalten Donau. Danach wusste er, "dass Gott uns die halbe Apotheke im Wasser und die andere Hälfte in den Kräutern bestimmt hat". Sein ganzheitliches Heilkonzept war eine Revolution.
Wasser bewirkt einen positiven Heilreiz bei der Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen. Die Hydrotherapie (Wasserheilkunde) beinhaltet Bäder, Waschungen, Wickel, Auflagen, Packungen, Dämpfe, Wasser- und Tautreten. Kneipp heilte vor allem mit kalten Güssen.
Kalte Güsse kräftigen die Atemwege, das Bindegewebe und stärken das Immunsystem im Kampf gegen Pilze, Bakterien und Viren. Sie hellen sogar die Stimmung auf. Gegen körperlichen sowie psychischen Stress härten die Anwendungen ebenso ab, denn sie wirken harmonisierend auf das Nerven- und Hormonsystem. Bei Kneipp wird übrigens gegossen und nicht geduscht.
Bewegung hält den Stoffwechsel fit:
Bewegung erhöht die Lebenslust, stärkt die Lunge und hält gesund. Kneipp hatte aber eher Spaziergänge als Marathonläufe oder andere sportliche Höchstleistungen im Sinn. Um Schäden vorzubeugen, sollte man sich lieber "wenig und oft als viel und selten" bewegen.
Ausdauersportarten wie Walken, Radeln und Schwimmen überlasten weder die Gelenke, Herz und Kreislauf noch die Wirbelsäule. Vor allem Gehen und zügiges Laufen sind neben kalorienarmer Kost die wichtigsten Schlankmacher und lösen selbst bei intensiverem Training keine Heißhunger-Attacken aus.
Die Ernährung - vor allem einfach und naturbelassen:
Kneipp erkannte, dass viele Erkrankungen von falscher Ernährung herrühren. Er riet deshalb zu einer einfachen, weitgehend naturbelassenen und schonend zubereiteten Kost. Brot aus vollem Korn, vor allem aus Dinkel, viel Pflanzliches, möglichst wenig Fleisch, Salz und Süßes. Kneipp war seiner Zeit weit voraus, aber er war nicht radikal und gönnte sich auch mal eine Zigarre.
Leben im Gleichgewicht:
Überlastung und Stress führen auf Dauer zu Erschöpfung und depressiven Verstimmungen, die sich organisch niederschlagen können. Den Körper kann man nicht heilen, solange die Seele nicht in Ordnung ist. "Es muss das Gleichgewicht hergestellt werden zwischen der Lebensweise und dem Verbrauch an Nervenkraft", forderte Kneipp. Wer sich also regelmäßig Zeit nimmt um abzuschalten, tankt damit Energie für Körper und Seele.
In diesem Ratgeber erhalten Sie Empfehlungen, wie Sie eine Bronchitis mit Hilfe der Homöopathie, Urtinkturen, Pflanzenheilkunde, Wassertherapie und den Schüsslersalzen behandeln können. Vorgestellt werden die bewährtesten äußerlichen Anwendungen, Schüsslersalze und homöopathischen Heilmittel mit der entsprechenden Potenz und Dosierung, Heilpflanzen, Teerezepte, Extrakte, Tinkturen und Kräuterweine.
Die Naturheilkunde wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Mensch im Blick, also Körper, Seele und Geist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.
Robert Kopf
www.heilpraktiker-robert-kopf.de
Zur Behandlung und Vorbeugung von immer wiederkehrenden Atemwegserkrankungen ist ein intakter Stoffwechsel sehr wichtig. Es gibt aber mehrere Stoffwechselblockaden:
1) Der Säure-Basen-Haushalt:
Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Ein Zuviel an Zucker, Weißmehlprodukten, Fleisch und Wurst übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen (vor allem Kalzium) verbraucht.
Eine Übersäuerung des Körpers ist die Grundlage von vielen Beschwerden und Krankheiten. Was nicht neutralisiert wird, landet als "Sondermüll" im Bindegewebe und führt zu dessen Übersäuerung. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Wir erkranken häufig und nehmen zu, auch wenn wir kalorienbewusst essen und uns viel bewegen.
2) Das Bindegewebe:
Das Bindegewebe ist mehr als nur ein Bindeglied und Lückenfüller zwischen den Organen. Es dient als Nährstoffspeicher und Zwischenlager für Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen ihre "Schlacken".
Damit die Giftstoffe und Säuren den Körper verlassen können, müssen genügend Mineralsalze vorhanden sein. Bei einem Mangel verbleiben Säuren und Stoffwechselrückstände im Bindegewebe und binden Wasser. Es kommt zu Atemwegserkrankungen und Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.
3) Die Verdauung:
Umweltbelastungen, zu üppige Ernährung, Genussgifte und Medikamente belasten die Leber, unser zentrales Stoffwechselorgan. Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leiden mit. Viele Stoffwechselvorgänge geraten ins Stocken. Es kommt zu chronischem Husten, Verstopfung (Obstipation), Blähungen und Magenproblemen.
4) Unser Wasserhaushalt:
Jeden Tag schwemmt der Organismus Säuren und Schlacken, welche durch die Nieren herausgefiltert wurden, als Harn aus dem Körper. Ein Teil davon landet aber auch im Bindegewebe, weil für den Abtransport Mineralsalze wegen einer Übersäuerung des Körpers fehlen. Eine Bronchitis ist die Folge.
5) Die Eiweißverdauung:
Eiweiß ist wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe. Bei der Spaltung von Eiweiß entsteht jedoch Ammoniak, ein starkes Zellgift. Die Leber wandelt Ammoniak in ungiftigen Harnstoff um, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine hohe Zufuhr von Eiweiß bedeutet deshalb eine starke Entgiftungsarbeit für die Leber und unsere beiden Nieren.
6) Die Fettverdauung:
Wir brauchen Fette, denn sie liefern essenzielle Fettsäuren. Fett ist der beste Energiespeicher für Notzeiten. Der Körper bunkert es besonders gern an den Oberschenkeln und Hüften, an Bauch und Po. Im Fettgewebe lagert er aber auch Giftstoffe ab, die später freigesetzt werden. Mögliche Anzeichen hierfür sind immer wiederkehrende Atemwegserkrankungen und Kopfschmerzen.
7) Die Kohlenhydratverdauung:
Kohlenhydrate sind Energie pur. Im Überfluss sind sie aber auch für unser Übergewicht verantwortlich. Was nicht verbrannt werden kann, wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Besonders Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben es in sich. Sie lassen den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe steigen. Das führt zu einer starken Insulinausschüttung.
Insulin normalisiert den Blutzucker, unterbricht aber gleichzeitig die Fettverbrennung, schleust Fette aus der Mahlzeit in die Körperspeicher, hält Wasser im Körper zurück und verursacht schnell neuen Hunger.
Wie Sie die genannten Stoffwechselblockaden überwinden können, lesen Sie in den folgenden Kapiteln.
Vorschläge für Inhalationen:
1) Bei Husten und Bronchitis helfen Inhalationen mit warmem Wasserdampf (42 bis 47 Grad), um die Atemwege zu befeuchten und die Schleimhäute abschwellen zu lassen.
2) Mehrmals täglich mit einer 0,9-prozentigen Kochsalzlösung, mit Kamille oder ätherischen Ölen (siehe nachstehend) inhalieren.
3) Oleum Eukalypti (Eukalyptusöl): Zur Inhalation 10 Tropfen auf 1 Liter heißes Wasser geben. Auch Rücken und Brust mit Eukalyptusöl einreiben.
4) Oleum Terebinthinae aeth. (Fichtennadelöl): Zur Inhalation 10 Tropfen auf 1 Liter heißes Wasser. Auch Rücken und Brust mit dem Fichtennadelöl einreiben.
Hinweis: Ätherische Öle und Menthol eignen sich nicht für Menschen mit empfindlichen Atemwegen und nicht für Kleinkinder. Es besteht Erstickungsgefahr!
5) Machen Sie bei Husten und Bronchitis Inhalationen mit Salbei, Thymian oder Pfefferminze.
Äußerliche Anwendungen bei Husten und Bronchitis:
1) Rezept für ein Brustöl, das Ihre Apotheke für Sie herstellt: Oleum Pini pumilionis (Latschenkieferöl), Oleum Eukalypti (Eukalyptusöl) aa 3.0, Oleum Menthae piperitae (Pfefferminzöl) 5 Tropfen, Oleum Camphorati (Kampferöl) ad 30.0Mehrmals täglich einen halben Teelöffel auf der Brust verreiben.
2) Einen Teelöffel Meerrettichwurzel (Radix Cochleariae armoracia) frisch reiben, mit etwas Olivenöl vermischen, Brust und Rücken einreiben, mit einem Wolltuch zudecken. Nach 15 Minuten abwischen, da der Hautreiz sonst zu stark wird.
3) Lavendelwickel: Lavendelöl 1 : 10 mit Sonnenblumenöl mischen, auf ein feuchtheißes Tuch geben, über Nacht auf die Brust legen. Löst den Schleim und erleichtert das Abhusten.
4) Feuchte Wickel auf Hals und Brust, entweder feucht-warm oder feucht-kühl, fördern die Durchblutung der Atemwege und dadurch die Schleimlösung. Tränken Sie die Wickel zusätzlich mit Zitronensaft.
5) Machen Sie eine Zwiebelbrustauflage. Hierfür die Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden, auf die Brust legen und mit einem feuchtheißen Tuch abdecken. Mit einer Plastikfolie abdichten. So entsteht eine "feuchte Kammer". Zusätzlich noch eine Wärmflasche oder eine Wolldecke auflegen. Bei Abkühlung entfernen.
6) Bewährt zur Behandlung von Husten und Bronchitis haben sich sanfte Klopfmassagen auf Brust und Rücken sowie zwischen den Schulterblättern.
7) Bei Heiserkeit die Stimme für einige Tage schonen und den Halsbereich durch das Tragen eines Schals warm halten.
8) Kalte Wadenwickel mit etwas Essig durchtränkt senken das Fieber.
Bereiten Sie sich einen Zwiebelsaft: Zwiebel in kleine Würfel schneiden, mit Zucker bestreuen, 1 Stunde zugedeckt ziehen lassen, den Saft abseihen. Alle 2 Stunden 1 Esslöffel einnehmen.
Hustenbrei selbstgemacht: Frisch geriebenen Meerrettich mit der gleichen Menge Honig zu einem Brei vermischen, evtl. zur Abmilderung der Schärfe etwas geraspelte Möhren dazugeben und mehrmals täglich 1 Teelöffel einnehmen. Der Meerrettich enthält scharfe ätherische Öle, die Bakterien und Viren bekämpfen und schleimlösend wirken. Honig wirkt ebenfalls desinfizierend und beruhigt die gereizten Schleimhäute.
Bei Reizhusten hilft: Ein Likörglas Kürbiskernöl mit 3 Esslöffeln Zucker in einer Pfanne karamellisieren. Täglich 3mal 1 Esslöffel einnehmen.
Körperliche Schonung und ausreichend schlafen. Bei Fieber ist Bettruhe angesagt.
Nicht rauchen
Für warme Füße sorgen. Die Schleimhäute der Atemwege werden weniger durchblutet, wenn die Füße kalt sind. Eingeatmete Viren können sich bei mangelnder Durchblutung leichter ansiedeln.
Machen Sie ein Erkältungsbad mit Fichtennadel- oder Eucalyptusöl. Vorher einen schweißtreibenden Tee trinken (siehe nachstehendes Rezept). Anschließend Bettruhe einhalten und nachschwitzen.
Rezept für einen schweißtreibenden Tee: Flores Tiliae (Lindenblüten), Flores Sambuci (Holunderblüten), Flores Spiraea ulmaris (Mädesüßblätter) aa ad 50.03 Teelöffel auf 250 ml heißes Wasser, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. Vor dem Bad trinken.
Für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen, indem Sie mit Wasser besprengte Handtücher über die Heizkörper hängen oder kleine Wasserschälchen darauf stellen. Ältere Luftbefeuchter sind meist richtige Bakterienschleudern.
Die Räume nicht überhitzen und viel lüften.
Zu erkrankten Personen Abstand halten und regelmäßig die Hände waschen. Dadurch wird das Ansteckungsrisiko stark gesenkt.
Bei chronischer Bronchitis:
Tiefenatmung, Autogenes Training
Machen Sie Urlaub im Hochgebirge über 1200 Meter oder am Meer.
Sehr zum Vorteil ist auch das Spielen eines Blasinstrumentes, weil die Atemmuskulatur dadurch optimal trainiert wird.
Leichte Ausdauer-Sportarten haben viele Vorteile für die Betroffenen. Deshalb wird Sport auch immer mehr als Teil der Therapie bei chronischen Atemwegserkrankungen empfohlen.
Viel Bewegung, die Herz, Kreislauf und Lunge sanft fordert, stärkt den Körper insgesamt, verbessert die Sauerstoff-Versorgung und trainiert vor allem die Bronchien. Bei sportlich trainierten Patienten sind die Hustenanfälle nicht so schlimm und seltener, weil die Atemwege flexibler reagieren und sich wieder besser entspannen können. Häufig brauchen die Betroffenen auch weniger Medikamente.
Bei einem drohenden Hustenanfall tauchen Sie beide Unterarme in heißes Wasser.
Atemübungen:
Bedenken Sie, das Atemübungen nur helfen, wenn sie ständig trainiert werden.
1) Die Kutscherhaltung: Diese unauffällige Übung kann man überall machen, sogar am Arbeitsplatz. Einfach den Oberkörper leicht nach vorn beugen und die Ellbogen auf den leicht gespreizten Oberschenkeln abstellen. Den Kopf locker zwischen die Schultern sinken lassen und tief durchatmen.
2) Die Lippenbremse (bewährt auch bei Asthma): Wer merkt, dass die Bronchien anfangen zu "pfeiffen", sich also verengen, kann sofort gegensteuern. So lange wie möglich gegen die fast geschlossenen Lippen ausatmen. Die Wangen können dabei ruhig wie Hamsterbacken aussehen.
Durch diese Technik wird der Atemstrom gebremst und die Atemwege bleiben frei. Außerdem wird die Ausatmung verbessert. Es bleibt nicht so viel Restluft in den Lungen, was wiederum zur Folge hat, das mehr Sauerstoff aufgenommen werden kann.
Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser ohne Kohlensäure, Tee, ungesüßte Säfte). So wird der Schleim verflüssigt und das Abhusten erleichtert. Bei einer Herz- oder Nierenerkrankung sollte die Trinkmenge mit dem Arzt absprochen werden.
So errechnen Sie Ihren täglichen Flüssigkeitsbedarf: Multiplizieren Sie Ihr Körpergewicht in Kilo mit 4 und dividieren Sie die Summe durch 100. Das Ergebnis zeigt Ihren täglichen Flüssigkeitsbedarf in Litern ohne körperliche Anstrengung, wobei alkoholische Getränke nicht zählen.Hierfür ein Beispiel: Sie wiegen 80 kg. Also 80 mal 4 geteilt durch 100. Sie benötigen somit täglich etwa 3,2 Liter Flüssigkeit.
Die Nieren können harnpflichtige Stoffwechselendprodukte nur ausscheiden, wenn sie genügend Flüssigkeit zur Verfügung haben. Wenn Sie Sport treiben, brauchen Sie noch deutlich mehr Flüssigkeit. Das Wasser regt die Ausscheidung von Säuren, Giftstoffen und Abbauprodukten des Stoffwechsels an. Diese fördern Atemwegserkrankungen und Entzündungen.
So werden auch Schmerzen gemildert. Ausserdem verhindert es Hunger. Nur wenn der Körper genügend Flüssigkeit zur Verfügung hat, lassen die Zellen überschüssiges Wasser wieder frei. Das Meiste bis zum Nachmittag trinken und abends möglichst wenig, um nachts die Blase zu entlasten.