NLP-Formate - Hans Weinberger - E-Book

NLP-Formate E-Book

Hans Weinberger

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Beschreibung

NLP ist eine der wirkungsvollsten Veränderungstechnologie. In dem Buch werden 15 NLP-Formate für den Gebrauch im täglichen Alltagsleben dargestellt. Das Buch eignet sich hervorragend zum Selbstcoaching.

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Seitenzahl: 123

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Format1: Aktivierung einer effizienten Rechtschreibungsstrategie

Format2: Aktivierung einer effizienten Entscheidungsstrategie

Format3: Aktivierung einer Angstbewältigungsstrategie

Format4: Aktivierung einer positiven Motivationsstrategie

Format5: Aktivierung einer Strategie zur Beseitigung von unerwünschten Angewohnheiten

Format6: Aktivierung einer positiven Kommunikationsstrategie

Format7: Aktivierung einer positiven Essstrategie

Format8: Aktivierung einer Strategie zur Bewältigung von unangenehmen Erlebnissen

Format9: Aktivierung einer Strategie zum positiven Umgang mit Kritik

Format10: Aktivierung einer Strategie zum positiven Umgang mit Schuldgefühlen

Format11: Aktivierung einer Strategie zum positiven Umgang mit Lampenfieber

Format12: Aktivierung einer effizienten Zielerreichungsstrategie

Format13: Aktivierung einer Heilungsstrategie

Format14: Aktivierung einer Strategie zum positiven Umgang mit Trauer

Format15: Aktivierung einer Strategie zum positiven Umgang mit Interferenzphänomenen bei Anwendung der Formate

Anhang: Schlagworte

Literatur

Einleitung

Neuro-Linguistisches Programmieren (NLP) ist ein Modell, das unser subjektives Erleben, also die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen und darauf reagieren, in den Mittelpunkt stellt. Es entstand in den 1970er Jahren durch die genaue Analyse von erfolgreichen Psychotherapeuten wie Milton Erickson, Virginia Satir und Fritz Perls. Diese Therapeuten erzielten bemerkenswerte Ergebnisse, und die Begründer des NLP – Richard Bandler und John Grinder – wollten herausfinden, was genau sie so effektiv machte. Durch die Beobachtung ihrer Sprache, ihrer Gesten und ihrer Denkmuster entstand NLP als ein systematischer Ansatz, der die inneren Prozesse des Menschen verständlicher und zugänglicher machen sollte.

Heute findet NLP in zahlreichen Lebensbereichen Anwendung, von Gesundheit und persönlichem Wohlbefinden über effektive Kommunikation bis hin zu Stressmanagement und Partnerschaft. Es wird auch häufig als Werkzeug zur Selbstanalyse und Persönlichkeitsentwicklung genutzt. Menschen setzen NLP ein, um ihre eigenen Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster zu erkennen und, falls gewünscht, positiv zu verändern.

Im Kern beschäftigt sich NLP mit den kognitiven (gedanklichen) und emotionalen Prozessen, die sich aus unserer Sinneswahrnehmung – visuell, auditiv, kinästhetisch (berührungsbezogen) sowie anderen Sinnesmodalitäten wie dem olfaktorischen (Geruch) und gustatorischen (Geschmack) Erleben – zusammensetzen. Diese Sinneseindrücke werden in unserem Gehirn zu inneren Bildern, Klängen und Gefühlen verarbeitet, die dann unsere persönlichen Programme formen. Diese Programme beeinflussen, wie wir die Welt deuten, welche Handlungsoptionen wir wahrnehmen und welche emotionalen Reaktionen wir zeigen.

Durch diese fest verankerten Programme entsteht eine individuelle „Landkarte“ der Realität, die oft unbewusst unsere Entscheidungen und Reaktionen bestimmt. NLP bietet jedoch Methoden und Techniken, mit denen wir diese Landkarte bewusst verändern können. Das bedeutet, dass wir alte, möglicherweise hinderliche Denkmuster und Verhaltensweisen identifizieren und durch neue, zielführendere ersetzen können. So kann NLP nicht nur dazu beitragen, eingefahrene Denk- und Verhaltensweisen zu durchbrechen, sondern auch die emotionale Reaktion auf bestimmte Situationen neu zu gestalten und damit mehr Flexibilität und Freiheit im Denken und Handeln zu erreichen.

Das NLP-Modell

Entwickler:

Richard Bandler, John Grinder

Modell Gegenstand:

Subjektive Erfahrung

Modell Elemente:

Sinnesmodalitäten

V

A

K

O

G

(Auch Repräsentationssysteme genannt:

Visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch, gustatorisch)

Indizes

e-für externe Signale

i -für interne Signale

er-für erinnerte Signale

k – für konstruierte Signale

d -für digitales auditives Erleben (Worte)

t – für rein tonales auditives Erleben

Vk=visuell konstruiert

Ver=visuell erinnert

Ak=auditiv konstruiert

Aer=auditiv erinnert

Kk=kinästhetisch konstruiert

Ker=kinästhetisch erinnert

(analog für O und G)

Aid=innerer Dialog

Bei K noch

K+

K-

Submodalitäten

von V: Helligkeit, SW/Farbe, Entfernung, Größe, Ort, Focus, Kontrast, 3D, Film, Anzahl Bilder, Transparenz, assoziiert/dissoziiert, Rahmen, Form, Proportion etc.

von A: Ort, Richtung, Lautstärke, Tonalität, Bewegung, Timbre, Rhythmus, Dauer, Tempo, Stimme etc.

von K: Ort, Größe, Form, Intensität, Bewegung, Dauer, Hitze, Gewicht, Stetigkeit etc.

von O: Intensität, Richtung, Ort, angenehm/unangenehm, kampferartig, moschusartig, blumig, faulig etc.

von G: Intensität, süß, sauer, salzig, bitter, würzig, scharf etc.

Verknüpfungen

folgt auf (Konsekution)

Wechselwirkung/Zyklus

/

gleichzeitig (Synästhesie)

Erläuterung

Das NLP-Modell , entwickelt von Richard Bandler und John Grinder in den 1970er Jahren, basiert auf der Erforschung und Strukturierung der menschlichen subjektiven Erfahrung. Das Hauptziel von NLP ist es, Muster und Prozesse zu verstehen, die hinter menschlichem Verhalten, Kommunikation und Denken stehen, um sie zu optimieren.

Die Entwickler:

Richard Bandler:

Richard Bandler, geboren 1950, ist Mitbegründer von NLP. Ursprünglich als Mathematiker ausgebildet, beschäftigte er sich später mit Psychologie.

Bandler arbeitete eng mit Psychologen wie Virginia Satir und Milton Erickson zusammen, deren therapeutische Arbeit stark von seinem Denken beeinflusst wurde. Seine analytische Herangehensweise an Sprache und Verhalten führte ihn zur Entwicklung von NLP-Techniken, die tief in der Struktur des menschlichen Denkens und der Kommunikation verwurzelt sind.

John Grinder:

John Grinder, geboren 1940, ist Linguist und ebenfalls Mitbegründer von NLP. Als Professor für Linguistik hatte er ein tiefes Verständnis für die Struktur der Sprache und wie diese auf die menschliche Erfahrung einwirkt. Durch die Zusammenarbeit mit Bandler trug Grinder wesentlich dazu bei, NLP als Modell zu entwickeln, das auf der genauen Analyse der sprachlichen Muster von Menschen basiert.

Der Modellgegenstand: Die subjektive Erfahrung

Das zentrale Modell des NLP ist die subjektive menschliche Erfahrung, die sich in verschiedenen Sinnesmodalitäten ausdrückt. Diese Modalitäten bilden den Kern dessen, wie wir Informationen verarbeiten und speichern. NLP betrachtet dabei die folgenden Sinnesmodalitäten:

Visuell (V) – Sehen

Auditiv (A) – Hören

Kinästhetisch (K) – Fühlen

Olfaktorisch (O) – Riechen

5. Gustatorisch (G) – Schmecken

Indizes für interne und externe Signale

NLP führt Indizes ein, um zwischen verschiedenen Formen von Sinneserfahrungen zu unterscheiden:

e steht für externe Signale, z. B. Dinge, die wir tatsächlich sehen oder hören.

i steht für interne Signale, also Erinnerungen oder Vorstellungen. Diese Signale können weiter unterteilt werden in:

Erinnert (er): Informationen, die aus der Erinnerung abgerufen werden (z.B. ein visuelles Bild, das wir in der Vergangenheit gesehen haben).

Konstruiert (k): Informationen, die wir uns aktiv vorstellen oder erschaffen, aber nicht real erlebt haben (z.B. eine Zukunftsvision).

Diese Unterscheidung lässt sich auf alle Repräsentationssysteme anwenden..

Neben den fünf Hauptsinnesmodalitäten gibt es im NLP das auditive digitale Erleben, das sich auf den internen Dialog bezieht – also das „Selbstgespräch“. Dies wird durch den Index d gekennzeichnet. Zudem gibt es das auditive tonale Erleben , das sich auf reine Klänge und deren Tonalität bezieht.

Im NLP wird das kinästhetische Repräsentationssystem K verwendet, um eine Vielzahl von körperlichen und emotionalen Empfindungen abzubilden. Es umfasst sowohl körperliche Empfindungen (wie propriozeptive, viszerale und taktile Wahrnehmungen) als auch emotionale Zustände, da diese Aspekte eng miteinander verflochten sind. Um das auseinanderzunehmen und besser zu verstehen, müssen wir uns die Unterkategorien des kinästhetischen Systems genauer ansehen und die Verbindungen zwischen Körperempfindungen und Emotionen verdeutlichen.

1. Propriozeptive und Viszerale Empfindungen

Propriozeption beschreibt die Wahrnehmung der Lage und Bewegung der eigenen Gliedmaßen im Raum. Sie ermöglicht es uns, ohne nachzudenken zu wissen, wo sich unser Körper befindet und wie er sich bewegt. Diese Wahrnehmung ist essentiell für die Körperkoordination und das Gleichgewicht.

Viszerale Empfindungen beziehen sich auf die inneren Organe, wie beispielsweise die Wahrnehmung von Herzklopfen, Magengefühlen oder Atembewegungen. Diese Empfindungen sind oft subtil, aber sie spielen eine große Rolle in unserem allgemeinen Wohlbefinden und in der körperlichen Reaktion auf emotionale Zustände. Zum Beispiel kann Angst mit einem "Knoten im Magen" einhergehen, während Aufregung das Herz schneller schlagen lässt.

Taktile Wahrnehmungen umfassen Berührungen, Druck, Hitze und Kälte, die wir über die Haut wahrnehmen. Diese Empfindungen tragen zu unserem räumlichen Bewusstsein bei und können auch emotionale Reaktionen auslösen, wie das Gefühl von Wärme bei einer Umarmung oder Unbehagen bei einem schmerzhaften Stoß.

2. Emotionen und Psychosomatische Verbindungen

Emotionen sind untrennbar mit diesen körperlichen Empfindungen verbunden. Der Körper reagiert physisch auf emotionale Zustände, was NLP als Grundlage nimmt, um emotionale Zustände über kinästhetische Empfindungen zu verändern.

Emotionen, wie Freude, Traurigkeit, Angst oder Wut, manifestieren sich häufig durch körperliche Symptome. Diese psychosomatische Verbindung bedeutet, dass Gefühle nicht nur im Gehirn, sondern im gesamten Körper erlebt werden. Beispielsweise kann Wut die Muskeln anspannen, Angst die Atmung beschleunigen und Freude ein Gefühl von Leichtigkeit erzeugen. Im NLP wird diese Verbindung genutzt, um emotionale Zustände gezielt zu beeinflussen.

Der Begriff „psychosomatisch“ deutet auf diese Wechselwirkung zwischen Geist (Psyche) und Körper (Soma) hin. Emotionale Zustände haben fast immer eine körperliche Komponente, sei es eine Veränderung der Muskelspannung, des Herzschlags, der Atmung oder der chemischen Balance im Gehirn.

3. Nutzung im NLP: K als Repräsentationssystem

Im NLP werden sowohl die körperlichen als auch die emotionalen Aspekte des kinästhetischen Systems genutzt, um Erlebnisse zu verarbeiten, Emotionen zu verändern oder das Wohlbefinden zu steigern. Techniken wie die Veränderung von Submodalitäten (z.B. die Intensität oder Bewegung eines Gefühls) zielen darauf ab, wie jemand ein Gefühl oder eine körperliche Empfindung erlebt.

Beispiel: Jemand, der Angst hat, könnte diese als ein „enges“ oder „schweres“ Gefühl im Brustbereich beschreiben. Im NLP kann man dieses Gefühl „weicher“ oder „leichter“ machen, um die Angst zu lindern. Dabei wird das Erleben der Emotion direkt über das kinästhetische System beeinflusst (siehe z.B. Format8)

Da sowohl emotionale als auch körperliche Zustände auf kinästhetischen Wahrnehmungen basieren, werden sie im NLP oft gemeinsam behandelt.

Emotionale Intelligenz in NLP bedeutet auch, die körperlichen Reaktionen auf Emotionen zu erkennen und zu modifizieren, um eine gewünschte Veränderung herbeizuführen.

4. Die Trennung von Emotion und Körperempfindung im NLP

Auch wenn Emotionen und körperliche Empfindungen eng verbunden sind, kann NLP diese Unterscheidung bewusst nutzen:

-Emotionale Empfindungen: Diese werden oft über Metaphern beschrieben (z.B. „ein Kloß im Hals“ für Trauer). Solche Empfindungen sind nicht rein körperlich, sondern eine subjektive Mischung aus psychischer und physischer Reaktion.

-Körperliche Empfindungen: Diese sind rein somatisch, wie beispielsweise Druck auf den Körper, Berührung, Schmerzempfinden oder Muskelspannung.

Submodalitäten

Submodalitäten sind die feinen Unterschiede innerhalb der Sinnesmodalitäten, die unsere Wahrnehmung beeinflussen. Sie sind zentrale Elemente des NLP, da sie die Art und Weise bestimmen, wie wir Erlebnisse intern kodieren und verarbeiten.

Verknüpfungen

NLP ermöglicht es, verschiedene Repräsentationssysteme zu kombinieren und Muster in der Verarbeitung von Sinneseindrücken zu erkennen. Dabei spielen Konzepte wie Konsekution (zeitliche Abfolge), Wechselwirkung und Synästhesie (Überschneidung von Modalitäten, z.B. das Fühlen eines Tons) eine Rolle. Dies hilft dabei, ein besseres Verständnis der inneren Welt und der Verhaltensmuster eines Menschen zu entwickeln.

Mithilfe dieser Modellelemente lassen sich nun

NLP-Programme – kurz Strategien genannt – definieren.

Dazu wird die subjektive Erfahrung einer Situation in eine Abfolge von Repräsentationen zerlegt, wobei jeweils nur die Repräsentationssysteme mit der höchsten Verhaltensrelevanz (Primärkontrolle) notiert werden.

Beispiele: (-) schlechte/ineffiziente Strategie

(+) gute / effiziente Strategie

1. Rechtschreibung

(-)

A

e

d

A

i

d

V

k

K

+-

K

e

(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

(1): Hören des Wortes

(2): Innerliches Nachsprechen

(3): Konstruktion des Wortes

(4): Gutes/schlechtes Gefühl

(5): Hinschreiben

(+)

A

e

d

V

er

K

+

K

e

(1)

(2)

(3)

(4)

(1): Hören des Wortes

(2): Scharfes erinnertes Wortbild

(3): Gutes Gefühl

(4): Abschreiben

Abbildung 1 (Buchstabier-TOTE=Test, Operate, Test, Exit)

2. Bestellung in einem Restaurant

(-)

V

e

A

i

d

K

-

A

i

d

K

e

(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

(1): Lesen der Speisekarte

(2): „Was nehmen Andere? Nein! Denke selber!“

(3): Schlechtes Gefühl

(4): „Nimm irgendwas!“

(5): Bestellung

(+)

V

e

V

i

O

er

/G

er

K

+-

K

e

(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

(1): Lesen der Speisekarte

(2): Gericht, groß, in Farbe

(3): Probeschmecken

(4): Match/Mismatch

(5): Bestellung

Abbildung2 (Bestellstrategie im Zeitverlauf)

3. Konfrontation mit einer Maus

(-)

V

e

V

k

K

--

K

e

(1)

(2)

(3)

(4)

(1) Sehen der Maus

(2) Innerer Horrorfilm

(3) Panik

(4) Flucht

(+)

V

e

A

i

d

K

+-

K

e

(1)

(2)

(3)

(4)

(1) Sehen der Maus

(2) „Oh eine Maus!“

(3) Emotional ausgeglichen

(4) Exit

Der Sinn von NLP besteht darin,

(-)-Strategien in (+)-Strategien zu verwandeln.

Dazu dienen die NLP-Formate.

Diese beinhalten die folgende Standard-Vorgehensweise:

Auspacken der (-)-Strategie

Design der (+)-Strategie

Installation der (+)-Strategie

Diese Vorgehensweise führt von unbewusster Inkompetenz über bewusste Inkompetenz zu bewusster Kompetenz und schließlich zu unbewusster Kompetenz.

In den folgenden Kapiteln werden 15 NLP-Formate zum Selbstcoaching beginnend mit den obigen 3 Beispielen für den Gebrauch im täglichen Alltagsleben dargestellt. Am Ende eines jeden Formates ist ein Mindmap angehängt. Damit kannst Du Dich meditativ vorwärmen, bevor Du die Strategie im Detail programmierst. Später reicht dann ein Betrachten des Mindmaps zur Reaktivierung. Zu jedem Format ist ein Fallbeispiel und eine Eigenerfahrung aufgeführt. Die Schlagworte für die vorgestellten Formate sind im Anhang aufgezählt.

Format1: Aktivierung einer effizienten Rechtschreibungsstrategie

Auspacken der (-)-Strategie:

Stell Dir vor jemand soll Dich vertreten und Du misst ihm genau Deine Rechtschreibungsstrategie beibringen! Notiere die Abfolge der Repräsentationen incl. der Submodalitäten und stelle sicher, dass sie vollständig ist. Im Beispiel (1) der Einleitung ist eine auditive Buchstabierstrategie dargestellt.

Design der (+)-Strategie:

Wesentlich effizienter ist es, sich intern ein klares Wortbild von dem Gehörten zu machen und dieses dann einfach abzuschreiben. Im Beispiel (1) der Einleitung ist diese visuelle Buchstabierstrategie dargestellt.

Installation der (+)-Strategie:

Wo siehst Du Bilder? Stell Dir einen Freund oder Dein Haustier, Deine Wohnung, Dein Auto u.a vor! Wo genau siehst Du diese Bilder? Fange dann zunächst mit einfachen Worten an zu üben. Schreibe sie auf eine Karte und schließe dann die Augen bis Du davon eine klares internes Nachbild siehst (Ver). Dann schreibe das Wort davon ab und speicher es in Deiner Erinnerung! Gehe zu immer komplizierteren Wörtern über! Wenn Du ein Wort nicht kennst, schlage es nach!

Fallbeispiel

(aus „Mit Herz und Verstand“ von Connirae & Steve Andreas)

Ben war ein College-Student, der seine ganze Schulzeit lang Schwierigkeiten im Rechtschreiben hatte. Er plante, sich eine Stelle zu suchen, in der es erforderlich wäre, Berichte zu schreiben. Er befürchtete, dass seine schlechte Rechtschreibung dabei ein ernsthaftes Hindernis darstellen würde. Rechtschreiben ist eine einfache Aufgabe, aber wie viele andere einfache Aufgaben kann es Unannehmlichkeiten und Verlegenheit hervorrufen, wenn man es nicht kann? Als ich Ben fragte, ob er das Wort genug im Englisch enough buchstabieren könnte, schaute er nach oben rechts und sagte dann unsicher, ich denke schon. Das lieferte mir alle Informationen, die ich brauchte, um zu wissen, wie er es machte, schlecht im Rechtschreiben zu sein. Bei den meisten Menschen deutet der Blick nach rechts oben darauf hin, dass sie den Teil ihres Gehirns aktivieren, der kreativ visualisiert. Falls sie jemanden bitten, sich irgendetwas vorzustellen, von dem sie ziemlich sicher sein können, dass er es nie zuvor gesehen hat, wie zum Beispiel ein lila Nilpferd mit großen gelben Punkten, wird er fast immer nach oben rechts schauen. Bei einem kleinen Prozentsatz der Menschen, bei ca. 5%, ist es umgekehrt. Sie schauen konsistent nach oben links.(siehe auch Format66)