Bilokation und Herausführung - Manfred Jelinski - E-Book

Bilokation und Herausführung E-Book

Manfred Jelinski

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Beschreibung

Nach über zwei Jahrzehnten Verbreitung der Remote Viewing-Methode in Deutschland ist inzwischen eine große Anzahl von Ausgebildeten in der praktischen Arbeit und Nutzung angekommen. Sie benötigen Erfahrungen, die sie so schnell nicht selbst machen können und Anregungen für das Bewältigen neu auftauchender Problemstellungen. Diese Themenheftreihe soll Vertiefungen jeweils zu bestimmten Stichworten und Bereichen der Praxis in möglichst vielen Beispielen liefern. Am besten lernt man aus Fehlern, vorausgesetzt, man übersteht sie unbeschadet. Mit den Erlebnissen anderer ist man besser gerüstet, wenn ein ähnlicher Umstand in der eigenen Performance auftritt. Wenn einem noch nie etwas passiert ist, heißt das nicht, dass einem nie etwas passiert. Themenheft 1 befasst sich mit dem Phänomen der Bilokation, das besonders für Unerfahrene schnell zu gefährlichen Situationen führen kann.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 157

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Inhaltsverzeichnis
Bilokation und Herausführung
Inhalt
Vorwort
1. Kapitel: Bilokation als latente Option
Was passiert?
Wie reagiert der Viewer?
2. Kapitel: Hilflos im Weltall
Wenn es schnell gehen muss
Kurze Einführung in menschliche Regulationssysteme
3. Kapitel: Persönliche Verknüpfungen
Bilokation mit Taube
Höhenangst und entschärfte Targets
4. Kapitel: Hochenergetische Targets
Das „Gott-Partikel“
Das zerrissene Molekül
5. Kapitel: Einfach nur zu nah dran
Reite den wilden Wal: Nahbegegnung mit dem Orca
Unter den Schwingen des Monstervogels
Mitten im Vulkan
6. Kapitel: Wenn das Target den Viewer bemerkt
7. Kapitel: Auf Du und Du mit Aliens
8. Kapitel: Beim Täter auf dem Beifahrersitz
9. Kapitel: Das Target schlägt zurück
Die Geschichte des Mars
Ute lässt die Lampe platzen
10. Kapitel: Bilokationsabwehr in kritischen Situationen
11. Kapitel: Begegnungen mit dem Jenseits
12. Kapitel: Hinein kommen wir immer, wie kommen wir hinaus?
Verschiedene Vorgehensweisen für eine Herausführung
MERKZETTEL Bilokation
Positionierung des Viewers
Herausführung bei zu starker Beanspruchung des Viewers
Entgiftung (Detox) bei starken Bilokationen
Kleines Glossar der in diesem Buch in der Darstellung von Remote Viewing-Sessions verwendeten Begriffe
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Manfred Jelinski 

Remote Viewing – Themenheft 1

Bilokation und Herausführung

Disclaimer

Dieses Buch ist eine Darstellung der Technik des Remote Viewing und wie man mit dieser Methode umgehen kann.

Der Autor ist nicht verantwortlich für die Wahl Ihrer Targets und die Inhalte Ihrer Sessions.

In diesem Rahmen kann es nur den Versuch einer Hilfestellung geben mit Tipps, wie Sie mit den geviewten Informationen umgehen können.

Manfred Jelinski

Remote Viewing – Themenheft 1

Bilokation und Herausführung

Handbuch für Ausbilder und Fortgeschrittene,

Perspektiven und Erklärungen für Beginner

Herzlichen Dank an die Hunderte von Viewern, durch die ich ein breites Spektrum an Erfahrungen machen durfte.

Besonderen Dank (wie immer) an Tina für ihre kritischen Einwürfe, aber auch an Ulrike Riedzek, Markus Perk, Werner Phillips und ein paar andere Viewer für Kritik, Korrekturvorschläge und noch unbeantwortete Fragen.

Allein wäre man doch zu einseitig.

Manfred Jelinski

Remote Viewing – Themenheft 1

Bilokation und Herausführung

Erstauflage Print 2019                    Epub 2020

© Ahead and Amazing Verlag, Ostenfeld 2019

Alle Rechte vorbehalten.

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Titelseite:

Gestaltung: Indigo Kid

unter Verwendung von „Lightspring“/shutterstock.com

Layout: Indigo Kid

Alle Bildrechte beim Autor, wenn nicht anders angegeben

Bild Seite 57: Doptis, Bild Seite 63: Lotus-Studio, beide shutterstock.com

ISBN(Print): 987-3-95990-001-0

ISBN(Epub): 987-3-95990-501-5

Ahead and Amazing Verlag, Jelinski GbR,

Magnussenstr. 8, 25872 Ostenfeld

www.aheadandamazing.de

www.rv-akademie.com

Wie man in eine Sache hineingekommen ist,

kann man sich meist erklären.

Wichtiger ist aber, wie man wieder herauskommt.

Deutsche Bücher, Hörbücher und Videos über Remote Viewing bei AAA:

Geheimnisse des Remote Viewing, Frank Köstler, AAA, 2002, 224 S.

Verdeckte Ziele, Frank Köstler, AAA, 2003, 220 S.

Der verborgene Plan, Frank Köstler, AAA, 2006, 350 S.

Alltägliche Wunder, Frank Köstler, AAA, 2010, 350 S.

Kulissenriss, Frank Köstler, AAA, 2020,420 S.

Tanz der Dimensionen, Manfred Jelinski, Kopp-Verlag, 2000, 400 S.

AAA, Überarbeitung 2008, 420 S.

Schatzsucher der Matrix, Guido Schmidt, AAA, 2004, 192 S.

Remote Viewing – das Lehrbuch Teil 1, AAA, 2001, 220 S.

Remote Viewing – das Lehrbuch Teil 2, AAA, 2003/08, 210 S.

Remote Viewing – das Lehrbuch Teil 3, AAA, 2004, 230 S.

Remote Viewing – das Lehrbuch Teil 4, AAA, 2007, 290 S.

Schritte in die Zukunft, Manfred Jelinski, AAA, 2002, 220 S.

Die Bar am Ende des Universums, 1. Anflug 2003, AAA, 220 S.

Die Bar am Ende des Universums, 2. Anflug 2007, AAA, 270 S.

Die Bar am Ende des Universums, 3. Anflug 2011, AAA, 250 S.

Die Bar am Ende des Universums, 4. Anflug 2015. AAA, 260 S.

Die Bar am Ende des Universums, 5. Anflug 2019. AAA, 282 S.

Remote Viewing - Forschungen, Erkenntnisse, Anwendungen ..., Manfred Jelinski, AAA, 2015, 235 S.

Sportwetten mit Remote Viewing, Manfred Jelinski, AAA, 2009, 170 S.

Bilokation und Herausführung, Manfred Jelinski, AAA, 2019, 155 S.

Das Ende aller Geheimnisse, Video, AAA, 1997, ca. 80 min.

Erkenntnisse aus dem Unsichtbaren, Video, AAA, 1998, ca.150 min.

Die Grauen in Louisas Landschaft, Manfred Jelinski, RV-Roman, AAA, 2011, 240 S.

Was ist und wie funktioniert Remote Viewing?, Manfred Jelinski, Hörbuch, AAA, 2018, 71 min.

Remote Viewing - was können wir damit erreichen? Manfred Jelinski, Hörbuch, AAA, 218, 73 min.

Erhältlich über den Buchhandel und den 1. Remote Viewers Store www.remoteviewing.de

Remote Viewing – Themenheft 1

Bilokation und Herausführung

Inhalt

Vorwort

1. Kapitel: Bilokation als latente Option

- Was passiert?

- Wie reagiert der Viewer?

2. Kapitel: Hilflos im Weltall

- Wenn es schnell gehen muss

Kurze Einführung in menschliche Regulationssysteme

3. Kapitel: Persönliche Verknüpfungen

- Bilokation mit Taube

- Höhenangst und entschärfte Targets

4. Kapitel: Hochenergetische Targets

- Das „Gott-Partikel“

- Das zerrissene Molekül

5. Kapitel: Einfach nur zu nah dran

- Reite den wilden Wal: Nahbegegnung mit dem Orca

- Unter den Schwingen des Monstervogels

- Mitten im Vulkan

6. Kapitel: Wenn das Target den Viewer bemerkt

7. Kapitel: Auf Du und Du mit Aliens

8. Kapitel: Beim Täter auf dem Beifahrersitz

9. Kapitel: Das Target schlägt zurück

- Die Geschichte des Mars

- Ute lässt die Lampe platzen

10. Kapitel: Bilokationsabwehr in kritischen Situationen

11. Kapitel: Begegnungen mit dem Jenseits

12. Kapitel: Hinein kommen wir immer –wie kommen wir hinaus?

- Verschiedene Vorgehensweisen für eine Herausführung

Merkzettel

Vorwort

Zwanzig Jahre, nachdem Remote Viewing nach Deutschland kam, sind von verschiedenen Autoren die wichtigsten grundsätzlichen Themen bearbeitet worden. Es ging nunmehr darum, die Kenntnisse in bestimmten Gebieten zu vertiefen.

Schon durch die Beiträge verschiedener Viewer in dem Periodical „Die Bar am Ende des Universums“ wurden wertvolle Hinweise für die Praxis geliefert. Weil man Remote Viewing praktisch für jede Aufklärung einer Fragestellung in diesem Universum benutzen kann, ergibt sich die Notwendigkeit breiter und tiefgehender Erfahrung. In den vielen Jahren der Praxis kam mir mehr und mehr zugute, bestimmte Vorgänge schon einmal und ähnlich präsentiert bekommen zu haben. Die Qualität der Ergebnisse war direkt daraus abzulesen. Wiederholungen schärfen die Blick, zumal sie auch immer einen anderen Kontext repräsentieren.

Inzwischen ist eine große Anzahl von Viewern in der praktischen Arbeit mit Remote Viewing angekommen. Sie benötigen Erfahrungen, die sie so schnell nicht selbst machen können und Anregungen für neue Situationen.

Diese Themenreihe soll Vertiefungen jeweils zu bestimmten Stichworten und Bereichen der Praxis in möglichst vielen Beispielen liefern. Zu diesen Beispielen haben eine große Anzahl von Ausbildungsteilnehmern beigetragen, die generell namentlich nicht in die Öffentlichkeit treten wollen. Ich kann mich hier nur pauschal, aber nicht minder herzlich bei ihnen bedanken.

Am besten lernt man aus Fehlern oder unerwartet auftretenden Schwierigkeiten, vorausgesetzt, man übersteht sie unbeschadet. Mit vielen Beispielen ist man besser gerüstet, wenn eine ähnliche Situation in der eigenen Performance auftritt. Wenn einem noch nie etwas passiert ist, heißt das nicht, dass einem nie etwas passiert.

Ich beginne die Themenreihe mit dem Phänomen der Bilokation, das besonders für Unerfahrene schnell zu gefährlichen Situationen führen kann.

1. Kapitel: Bilokation als latente Option

Womit Skeptiker der extrasensorischen Wahrnehmung am wenigsten rechnen, ist gleichzeitig der schwierigste Aspekt des Remote Viewing: die plötzlich einsetzende Bilokation. Hier ist auch der Grund zu finden, warum erfahrene Ausbilder es grundsätzlich ablehnen, Beginnerkurse über eine Internetverbindung einzuführen. Auch wenn es nicht allzu häufig zu ernsthaft gefährlichen Situationen kommt, so ist die absolute Zahl solcher Fälle, die ich selbst erlebt habe, im höheren zweistelligen Bereich. Und obwohl ich solche Kurse immer in persönlicher Anwesenheit durchgeführt habe, war ich manchmal sehr froh, die plötzlich einsetzende Entwicklung gemeistert zu haben.

Insgesamt kann ich mich glücklich schätzen, nur jeweils die „Fälle“ erlebt zu haben, die ich zu einem glücklichen Ende führen konnte. Das lässt Schlussfolgerungen über die Zahl der Vorgänge zu, die sich anderenorts, vielleicht auf Partys oder auch bei Internetbekanntschaften, abspielen.

Es ist Seminarteilnehmern nicht von vornherein anzusehen, welche Performance sie in einer Session zeigen werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass jemand, der sich in zwei oder drei Einführungssessions als wenig effizient erwiesen hat, sich in der vierten innerhalb kurzer Zeit mit seiner Aufmerksamkeit mehr im Zielgebiet befindet als am Tisch. Die Gründe dafür sind unübersichtlich. Es kann sein, dass das neuronale Signal ganz plötzlich über eine wenig gebrauchte, verschüttete, unterdrückte oder sogar neu erstellte neuronale Verbindung geleitet wird, es kann aber auch sein, dass der Viewer auf ein frühkindliches Trauma stößt. Für dieses breite Spektrum werde ich einige Beispiele geben.

Was passiert?

Allgemein ist es so, dass die Steuerung von meist automatischen Körperprozessen umkippt. Wenn der Informationsstrom aus dem Zielgebiet stärker ist als das, was der Viewer am Tisch beim Schreiben erlebt, versucht sich das vegetative Nervensystem auf diese Informationen einzustellen. Hier sehen wir eine Bestätigung dafür, dass die Remote Viewing-Methode tatsächlich eine Umstellung der Rezeption von „normal“ auf „extra“ bewirkt. Normalerweise bekommen unsere Steuerungsprogramme ihre Informationen von den regulären Sinnen und stellen den Körpermodus darauf ein. Wenn es heiß ist, wird die Haut zum Transpirieren angeregt. Bei Kälte zieht sie sich zusammen und bildet die so genannte „Gänsehaut“. Bei Anstrengung muss mehr Sauerstoff zugefügt werden und man atmet schneller. Das Gleiche gilt für Bergsteiger und Piloten, wenn sie in dünnere Luftschichten geraten.

Forschungen der letzten Jahrzehnte habe ergeben, dass selbst emotionale Zustände und Gedanken eine Ausschüttung von Botenstoffen bewirken, sodass man tatsächlich „gemütskrank“ werden kann. Psychosomatische Krankheiten wurden inzwischen als echte Missbefindlichkeiten mit sichtbaren Symptomen anerkannt.

Aus diesem Grund warnten selbst die Amerikaner, die in der Remote Viewing Einheit in Fort Meade ihren Dienst taten, davor, die Methode als Partyspaß zu verwenden.

Das hielt sie aber nicht davon ab, Personen in ihren Trainings auf solche Targets zu schicken wie: „Atomexplosion über dem Bikini-Atoll“ mit gelegentlich sehr ernsten Folgen. Auch in meiner eigenen Ausbildung 1997 musste ich dieses Target bearbeiten. Aus solchen Erfahrungen heraus begann ich damals sehr bald das Ausbildungskonzept gründlich zu überdenken. Remote Viewing ist eine Technik, die im Allgemeinen die Viewer wie bei einem Drahtseilakt in der Balance halten soll: soviel DORT, dass genügend Informationen gesammelt werden können und soviel HIER, dass man diese Information festhalten kann, entweder durch schreiben oder durch sprechen.

Wie reagiert der Viewer?

Glücklicherweise kündigen sich die meisten gefährlichen Bilokationen mehr oder weniger langsam an. Dass jemand ohne Vorwarnung in einen eingreifenswerten Zustand verfällt ist, ist sehr selten.

Meist beginnt es damit, dass ein Viewer tief einatmet. Wenn es beim einmaligen Atemzug bleibt, ist es ein Anzeichen, dass mehr Sauerstoff benötigt wird, weil eine Art zweigleisige, sozusagen „doppelte“ Arbeitsweise des Gehirns begonnen hat1.

Vergleiche hinken bekanntlich, aber man kann schon an ein Flugzeug denken, das vom Rollen in den Startmodus geht und dazu die Turbinen hochfährt. Dem Monitor zeigt es, dass die Verbindung zur Matrix gut hergestellt ist und verwaltet werden kann. Steigert sich die Atmung aber zu einer stärker werdenden Hyperventilation, sollte man als Monitor unbedingt eingreifen und AI und aktuelle Rezeption abfragen. Auf jeden Fall wird der Viewer befragt, ob er weitermachen kann.

Andere Anzeichen sind körperliche Reaktionen wie Kribbeln in den Gliedern, plötzliche Schmerzen, Taubheiten, Schwindelgefühle, Übelkeit, Magendrücken oder auch nur die Aussage, nicht mehr schreiben zu können, weil die Fingerkoordination versagt. Hier ist äußerste Vorsicht geboten und man sollte sich als Monitor für ein schnelles Eingreifen bereitmachen.

Aussagen wie „Ich weiß nicht mehr, wie das geschrieben wird!“ sind dagegen nicht so gefährlich. Im Gegenteil, sie zeugen eher davon, dass die linke Hirnsphäre vollbeschäftigt ist und den Ablauf wahrscheinlich kaum durch AULs stören wird. Körperbefindlichkeiten aber sind einem verwirrten vegetativen Nervensystem zuzuordnen, auf das der Monitor zugreifen muss, wenn das Körpersystem des Viewers dazu nicht mehr in der Lage ist.

In der amerikanischen Literatur gibt es nur einige wenige Beispiele für Bilokationen. Offenbar wurde dieser Umstand als nicht zu vermeidender Effekt einer extrasensorischen Wahrnehmung gewertet. In den Kindertagen der Remote Viewing-Forschung gab es ausschließlich „natural psychics“ und ganz abgesehen davon, dass man noch nicht viel über das Thema allgemein wusste, ging man wohl davon aus, dass die Viewer das schon mehrmals erlebt hatten und es unbeschadet überstanden hatten. Es gehörte wohl offenbar dazu.

Die späteren Benutzer des CRV-Protokolls sahen das schon anders. Mel Riley und Lyn Buchanan berichten ausführlich über dieses Phänomen, hielten es zwar für ganz natürlich, waren aber trotzdem stark beeindruckt. Immerhin kamen sie jedes Mal wieder in den Normalzustand zurück.

Das scheint offenbar dazu geführt zu haben, dass auch heutige Lehrer in den USA wenig sensibel in dieser Beziehung sind. Ich werde später darauf eingehen. Erstaunlich schient mir immerhin, dass es aus Gründen der Bilokation noch keinen Kreislaufkollaps gegeben zu haben scheint – oder dieses Ereignis wurde nicht gemeldet, weil es nach allem Wissen nach nicht mit dem Viewen in Zusammenhang stehen konnte.

Tja, wo keine Theorie, da keine Forschung.

Fußnoten

01 Beginner bemerken am Ende des ersten Tages eine gewisse Erschöpfung und gehen gern früh ins Bett. Das ist auch dem Umstand zuzuschreiben, dass neue neuronale Verbindungen hergestellt werden. Am nächsten Morgen sind sie fast alle wieder fit 

2. Kapitel: Hilflos im Weltall

Die Veröffentlichung von Berichten über mögliche Probleme beim Umgang mit einer Technik ist prinzipiell kontraproduktiv zum Markterfolg. Heute muss alles nach außen hin funktionieren und auf Hochglanzpapier als absolut beherrschbar und unter hochprofessioneller Kontrolle erscheinen. Insider wissen, dass im Allgemeinen genau das Gegenteil der Fall ist und egal, ob Konzern oder kleinere Firma, nur die ständige Selbstbeweihräucherung durch aggressive Werbung, ein paar sehr gute Mitarbeiter und ein gutes Kommunikationsklima ein Unternehmen vor dem Niedergang bewahren können. Verblüfft hört und liest man von plötzlichen Insolvenzen großer Firmen, die noch wenige Tage zuvor als Marktführer dargestellt wurden. Hier fehlte offenbar das Wissen, mit auftretenden Problemen adäquat umzugehen. Bei staatlichen Institutionen ist es nicht anders, nur können diese nicht insolvent werden. Das Hauptaugenmerk sollte gerade bei komplexen Techniken darauf liegen, etwaigen Schwierigkeiten oder sogar Katastrophen zu begegnen, sie im besten Fall zu verhindern.

Zum Glück gibt es (trotz des Vermarktungszwangs) auch immer wieder in Büchern und im Internet Berichte von negativen Vorfällen, aus denen man lernen kann.

Der heftigste Fall meiner eigenen Laufbahn ereignete sich bereits 2001. Ich war schon durch einige Ereignisse vorgewarnt und hatte auch bereits Erfahrung mit Herausführungen. Inzwischen machten wir in der noch recht kleinen RV-Szene schon chauvinistische Späße darüber, wie ein Trainer sich über eine attraktive Interessentin freut und plötzlich tatsächlich eine hübsche Blondine auf der Couch hat – allerdings im Koma und er muss nun der Feuerwehr erklären, wie es soweit kommen konnte.

Und dann passierte der Fall mit Ulrike. Sie hatte sich bislang normal verhalten und einige Sessions ohne Probleme vollzogen, allerdings mit einer überdurchschnittlichen Treffsicherheit. Sie war dabei durchaus nicht schreckhaft und bewältigte auch Bewegungs-Targets mit Ruhe und Sicherheit.

Ich gab ihr das Target „Mensch im Weltall“, das den amerikanischen Astronauten Bruce McCandless zeigt, wie er mitten im All schwebt, um am 3. Februar 1984 eine neue Fortbewegungseinrichtungen des Raumanzugs zu testen, das sogenannte „Manned manoevering Unit“ (MMU).

Foto: NASA

In ihrer komprimierten Kürze ist diese Session auch ein schönes Lehrbeispiel, das zeigt, wie sich ein Viewer durch das Ideogramm dem Target nähert. Selbst die Beschreibung der Kurve wird von der Viewerin durch ihre Wortwahl an die Verhältnisse im Target angeglichen.

Am Anfang zeigte sich die Viewerin noch völlig normal.

PI: „gut, Befürchtung, dass ich daneben liege, egal“

Aber schon bei Beginn der Abarbeitung, beim ersten Hineinfühlen, kündigte sich das spätere Verhängnis an.

A1: „etwas zittrig, Bewegung Energie, komisches Gefühl im Bauch, als ob es bergab ging“

Sofort spürte sie eine verunsichernde Situation, die mit Bewegung und Energie zusammenhängt. Man kann ihr komisches Gefühl gut nachvollziehen, wenn man sich vorstellt, plötzlich schwerelos im Orbit zu hängen, was den Sinnesorganen das Gefühl des Fallens signalisiert. Das besonders Unangenehme für Viewer ist, dass sie nicht wissen, worauf sich die Eindrücke beziehen und sie diese deshalb auch nicht einordnen und damit bearbeiten können.

Viele werden den Effekt aus dem täglichen Leben kennen. Wenn man als Beifahrer eine Weile nach unten geschaut hat, beispielsweise für einen längeren Chat auf dem Smartphone (früher: Lesen von Büchern), dann kann einem schnell schlecht werden. Die Erklärung der Physiologen ist, dass das Aufmerksamkeitssystem des Betroffenen die Eindrücke nicht schlüssig verarbeiten kann. Die optischen Eindrücke, nämlich das Starren auf eine kleine, unbewegliche Fläche passen nicht zum Bewegungsgefühl des Bremsens und Kurvenfahrens. Abhilfe kann man schaffen, indem man diese Eindrücke wieder zusammenbringt, also nach vorn schaut und die Ursachen für das Körpergefühl sieht.

Diese Möglichkeit ist einem Viewer verschlossen. Erst in späteren Stufen gewinnt das Regelsystem durch Ordnen und Positionieren (als erste Offerte in Stufe 3) die Chance, die Eindrücke zu relativieren.

Ist der Eindruck aus dem Target sehr stark, also in Form einer Bilokation, muss man deshalb mit angemessenen Reaktionen rechnen.

Im vorliegenden Beispiel hatte ich zunächst den Eindruck, dass die Viewerin es schafft, mit der Zweigleisigkeit fertig zu werden.

(„unten gutes Gefühl“, womit sie sich mal eben auf die sichere Erde zurückgebeamt hatte.)

Immerhin wechselte sie in der folgenden Beschreibung schon von „Bogen“ zu „Kurve“:

A2: „Steil nach unten dann Kurve nach rechts oben, aufsteigend, leicht nach unten gehend –

im 2. Teil mehr Kraft, weiß“

Wenn der Monitor das Target kennt, kann er bei „weiß“ mit einiger Sicherheit annehmen, dass die Viewerin nun den Raumanzug vor sich hat. Ein statischer Eindruck. Keine Gefahr.

A3: „Kurve nach rechts, steil und lange abfallend, leicht nach links - langsam, Energie/Bewegung abnehmend von oben nach unten“

Das sah gut aus, Die Viewerin hatte sich sozusagen eingefunden und angeglichen.

Mit A4: „grün, ruhig, langsam, beim Ausstieg wieder mehr Energie“ war sie mit Bodenhaftung sicherer geworden. Womöglich warf sie mal eben zum Ende der Mission vorgehüpft, worauf der Begriff „Ausstieg“ schließen lässt. Da bekommt sie auch „mehr Energie“. Diese Schlussfolgerung wird durch A5: „im letzten Teil viel Bewegung“ gestützt.

Wie in vielen Sessions hat die Viewerin auch hier nicht nur das Augenblicksbild kommentiert, sondern das gesamte Unternehmen als ablaufenden Vorgang nacheinander beschrieben.

Die Seite 2 mit einem neuen Einstieg bringt die Viewerin wieder zum Target zurück und sofort beginnen wieder die Unpässlichkeiten.

Seite 2

A1: „Kurve nach rechts steil abfallend –

unruhig

AI: Hand nicht mehr unter Kontrolle

Als ob mir was im Hals steckt

drücken

Eng erdrückend

AI: ich muss husten

B: AUL Höhle

Da ist irgendwas mit eng und eingeklemmt sein

Möglicherweise hat sie sich wieder in den Raumanzug hineinbegeben, der „eng erdrückend“ ist und sie hat das Gefühl „eingeklemmt“ zu sein. Aber die Eindrücke außerhalb sind nicht geeignet, eine andere Positionierung einzunehmen.

A2: „steil nach unten abfallend

Linkskurve etwas ansteigend“

Die folgenden Eindrücke hätten eigentlich als AI gekennzeichnet werden sollen, aber die Reaktionen der Viewerin kamen jetzt sehr schnell.

„Knurren, Ärger Zorn Wut

AUL: Tigerzähne“

Vielleicht waren es Spiegelungen oder Geräte im Sichtbereich des Astronauten und ihre Funktionen, die sie zu diesen Eindrücken brachten. Nebenbei reagierte jetzt aber ihr vegetatives Nervensystem.

„Herzklopfen

Arme tun weh, schwer, zittrig

AI: bin aufgeregt“