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Ludwig von Mises (1881–1973) gehört zusammen mit Friedrich August von Hayek zu den wichtigsten Vertretern der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Er gilt als bedeutendster Wirtschafts- und Geldtheoretiker des zwanzigsten Jahrhunderts. Erstmals geben vier profilierte und ausgewiesene Kenner der Arbeiten von Mises' einen Einstieg in die Lehren und Sichtweisen des großen Ökonomen. Hans-Hermann Hoppe gibt eine Einführung in Ludwig von Mises' Leben, sein Werk sowie den Liberalismus. Jörg Guido Hülsmann beleuchtet Mises' Geldtheorie. Philipp Bagus widmet sich seiner Staats- und Interventionismuskritik und Herausgeber Thorsten Polleit erläutert von Mises' wissenschaftliche Methode.
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Seitenzahl: 203
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Ludwig von Mises (1881–1973) verdient es, nicht nur als der herausragende Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie genannt zu werden, sondern ihn auch als den wohl bedeutendsten Wirtschafts- und Gesellschaftstheoretiker des 20. Jahrhunderts zu würdigen. Seine vier (Haupt-)Werke begründen das: seine Habilitationsschrift Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel (1912); das umfangreiche Werk Gemeinwirtschaft, Untersuchungen über den Sozialismus (1922); sein Magnum Opus Nationalökonomie, Theorie des Handelns und Wirtschaftens (1940), das im Jahr 1949 in überarbeiteter Form in englischer Sprache mit dem Titel Human Action, A Treatise on Economics erschien; und sein letztes Werk Theory and History, An Interpretation of Social and Economic Evolution (1957).
Was Mises’ wissenschaftliche Arbeit so besonders macht, ist die erkenntnistheoretische (d. h. epistemologische) Grundlage. Mises zeigte, dass die Wirtschaftswissenschaft keine Erfahrungswissenschaft ist, sondern dass sie a priori-Theorie ist: Ihre Aussagen lassen sich ohne Rückgriff auf Erfahrung beweisen. So können zum Beispiel die folgenden Aussagen aus Mises’ Wissenschaftsansatz mit unbedingtem Geltungsanspruch abgeleitet werden: Der Sozialismus – das Gemeineigentum der Produktionsmittel – ist eine nicht durchführbare Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung; das Ausweiten der Geldmenge ist niemals neutral, es begünstigt stets einige auf Kosten anderer; Geld, das durch Bankkreditvergabe geschaffen wird, verursacht notwendigerweise Konjunkturkrisen; staatliches Eingreifen in das Marktgeschehen– die Politik des Interventionismus – ist kontraproduktiv: Die Ziele, die mit staatlichen Eingriffen in die Märkte angestrebt werden, lassen sich nicht erreichen; eine Gesellschaft muss sich zwischen Sozialismus und Kapitalismus entscheiden, der gesellschaftlichen Ordnung.
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